Ein Digimon RPG
 
StartseiteStartseite  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  
Wanted!

Wir suchen noch dringend:


Iori "Cody" Hida
Daisuke "Davis" Motomiya
Miyako "Yolei" Inoue
OC mit dem Wappen der Geduld
Wappen der Vernunft
Jun Motomiya
Yohsio - Drummer von KOD
Zu freien Gesuchen - Klick
Die neuesten Themen
» Probenraum der Odaiba-Oberstufe
von Yoshio Kayo Do Okt 12, 2017 9:47 pm

» Flure der Odaiba-Oberstufe
von Melody Watanabe Do Okt 12, 2017 3:24 pm

» Wohnung von Tai und Kari
von Ryouta Katashi Mi Okt 11, 2017 6:12 pm

» KOD ~ I will be your guide
von Yoshio Kayo Mo Okt 09, 2017 8:13 pm

» Yoshio Kayo (anmeldung)
von Yamato Ishida Di Okt 03, 2017 11:05 pm

» Abmeldung
von Yamato Ishida Do Sep 28, 2017 3:47 pm

» Der Stadtpark
von Miki Hatake Do Sep 28, 2017 10:34 am

» Wörterwald (Änderung!)
von Gast Di Sep 26, 2017 3:44 pm

» Das Einkaufszentrum
von Ryouta Katashi Sa Sep 23, 2017 9:42 pm

» Hogwarts Dark Ages [Bestätigung]
von Gast Mi Sep 20, 2017 2:28 am


Austausch | 
 

 Wohnung von Mimi

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Taichi Yagami

avatar

Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobby : Schüler/Fußballer

BeitragThema: Wohnung von Mimi   So Jan 31, 2016 3:53 pm

Hier wohnt Mimi mit ihrer Familie.
Nach oben Nach unten
Nobu Kisaragi

avatar

Anzahl der Beiträge : 22

BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   So Jul 16, 2017 10:03 pm

11. August
13:00Uhr
Mimi & Nobu


Bei Nobu klingelten bereits alle Alarmglocken, als Mimi im kurz in einer SMS erzählte, dass sie nicht zur Schule gehen würde, sondern einen Arzt aufsuchte. Auch wenn sie beteuerte, dass es weniger tragisch war machte er sich um sie Sorgen, immerhin war sie seine Prinzessin. So bestand er darauf, dass sie ihm auf den laufenden hielt, während sie die Zeit im Wartezimmer absaß, dass er in der Zeit nicht bei ihr sein konnte nagte an ihm, so sehr, dass er die Worte seines Dozenten nur halbherzig wahrnahm. Sonderlich gut war das nun wirklich nicht, aber seine Gedanken waren jetzt einfach bei Mimi. Das sein Handy also während der Vorlesungen wesentlich interessanter war, war in seinen Augen nicht verwerflich.
So war er wohl so froh wie noch nie als er dann endlich die Uni verlassen konnte und legte ein ansehnliches Tempo hin um zu seinem Auto zu gelangen. Wenn er sie schon nicht bringen oder ihr beistehen konnte war es das mindeste sie abzuholen. Vor allem da er wusste, dass sie sonst auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war und mit einer Verletzung am Fuß war es wohl nicht sonderlich förderlich diese zu nutzen. So verfluchte er jede rote Ampel und jedes ‘zu langsames‘ Auto vor ihm. Ob er sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hielt wusste er selbst nicht, aber es war für ihn einfach ein Notfall, sodass es ihn wenig interessierte. Sein Handy lag derweil auf dem Beifahrersitz, welcher eigentlich Mimis Stammplatz war, und war nun extra laut gestellt, damit er auch rechtzeitig mitbekam, wenn sie schrieb.
Aber das Schicksal meinte es gut mit ihm, er fand recht schnell einen nahgelegenen Parkplatz und machte sich mit recht großen Schritten auf dem Weg zu der Praxis, in welcher Mimi verweilte. Zu seinem Glück war sie da und stand bereits vor dem Eingang und tippte scheinbar gerade eine Nachricht mit ihrem Handy, wahrscheinlich an ihn. Doch sie doch recht unversehrt zu sehen ließ ihn erleichternd aufatmen und zauberte ihm kurzerhand ein Lächeln auf die Lippen.
„Mimi.“ Sagte er, um sie auf ihn aufmerksam zu machen, schließlich war diese Abholaktion von ihm ja doch eher eine Art Überraschung. Er überbrückte die letzten Meter zu ihr um sie direkt in seine Arme zu schließen, vorsichtig und darauf bedacht, dass sie ihren verletzten Fuß nicht zu sehr belastete. „Was machst du nur für Sachen…?“ fragte er kurz bevor er ihr einen kurzen Kuss auf die Stirn gab. Mimi nun sicher bei sich zu wissen war ein so unglaublich gutes Gefühl, doch er musste sich dann doch bei Zeiten wieder von ihr lösen, schließlich konnte er sich nur zu gut vorstellen, dass Mimis Interesse hier ewig zu verweilen nicht sonderlich hoch war. So begleitete er sie zu seinem Auto und ließ sich als Stütze nutzen, damit dies auch etwas schneller ging. Wie gewohnt öffnete er für sie die Tür, ehe er sich hinter das Lenkrad setzte. Doch bevor er den Motor startete beugte er sich kurz zu ihr um sich einen Kuss abzuholen. „Ich fahre dich jetzt schnell nach Hause.“ Erklärte er knapp, ehe er den Motor startete.
Dieses Mal war er wesentlich bemühter sich an die Verkehrsregeln zu halten und allgemein auch viel entspannter. Was auch daran lag, dass seine eine Hand, wie gewohnt, auf Mimis Oberschenkel ruhte und er sie jetzt wieder bei sich wusste. „Wie hast du das eigentlich angestellt?“ fragte er nach, immerhin wusste er ja nur von der Tatsache, dass sie verletzt war und den genauen Hintergrund hatte sie ihm gar nicht erläutert. Doch interessieren würde ihn das schon. Und als ihr Freund hatte er das Gefühl, dass er doch das Recht hatte zu erfahren wie sie sich das zugefügt hatte.


Die Fahrt war dann recht schnell zurückgelegt und Nobu parkte gekonnt in die Parklücke die er mittlerweile regelmäßig nutzte, wenn er zu Mimi fuhr, was gar nicht mehr so selten war. „Da wären wir.“ Stellte er das eigentlich Offensichtliche fest, während er den Motor abschaltete. Und bereits seine Tür öffnete um mit schnellen Schritten zur Beifahrertür zu gehen um Mimi die Tür zu öffnen. Da ihm der kurze Weg von der Praxis zum Auto doch etwas zu lange gedauert hatte entschied er sich, dieses Mal etwas anderes durchzusetzen. „Gut festhalten.“ Befahl er ihr grinsend ehe er sie kurzerhand hochhob. Ein Hoch auf das Krafttraining, so war es für ihn ein leichtes Mimi einfach zu tragen. Mit seinem Körper warf er die Tür zu und drückte mit dem Schlüssel, welcher er noch mit seiner Hand umgriff, nur kurz den Knopf für die Zentralverriegelung, sodass sein Auto auch direkt abgeschlossen war und er sich direkt wieder auf Mimi konzentrieren konnte. Oder eher darauf sie sicher die Treppen vom Wohnhaus hochzutragen. Vor der Wohnungstür ihrer Familie ließ er sie vorsichtig runter und sagte nur erneut, „Da wären wir.“, immerhin hatte Mimi den Wohnungsschlüssel. Doch bevor sie diesen rausholen konnte zog er sie erneut vorsichtig an sie heran um ihr einen Kuss aufzudrücken, denn Mimi zu küssen ist im Laufe der Zeit zu einer seiner liebsten Hobbys geworden.
Nach oben Nach unten
Mimi Tachikawa

avatar

Anzahl der Beiträge : 17
Arbeit/Hobby : Schülerin

BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   So Jul 16, 2017 11:35 pm

11. August
13:00Uhr
Mimi & Nobu



Es war ihr immer noch ein Rätsel, wie sie es all den Leuten erklären sollte, was passiert war. Mit einem verstauchten Knöchel und einem Verband darum saß Mimi im Behandlungszimmer des Krankenhauses und wartete darauf, dass sie ein Artest für die Schule ausgestellt bekam. Als sie schließlich heute Morgen unter Schmerzen aufgewacht war, hatte es nicht lange gedauert bis ihre Eltern entschieden hatten sie ins Krankenhaus zu fahren. Immerhin war Mimi ihr einziges Kind und somit ihr ein und alles. Das sie dabei etwas zu überfürsorglich waren kam ihnen nie in den Sinn. Dabei hatte ihr Vater sie hergefahren und nebenbei versucht frei zu bekommen. Ihre Mutter stand derweil am Herd und wartete auf ihre Rückkehr nach Hause. Natürlich wollten sie ihr nur etwas Gutes tun und dies stets auf ihre Art und Weise machen, allerdings hatte Mimi manchmal das Gefühl dadurch erdrückt zu werden. Früher hatte es ihr gefallen, jetzt allerdings mit ihren siebzehn Jahren wünschte die Brünette sich ein bisschen mehr Luft zum Atmen. Somit war sie auch nicht sonderlich traurig gewesen, dass ihr Vater kein frei bekommen hatte und sie nur ins Krankenhaus hatte fahren können. Dies war aber auch nur passiert, weil sie ihren Eltern versprochen hatte Nobu zu kontaktieren, denn auch wenn sie anfangs geschockt waren, dass ihre Prinzessin nun groß geworden waren, hatten sie den Blondschopf doch schnell in ihr Herz geschlossen. Sie vertrauten ihrem Freund und behandelten ihn stets wie ihren eigenen Sohn.
Bei dem Gedanken wurde Mimi wie immer warm ums Herz, weshalb sie ihr Handy noch ein kleines Stückchen fester an ihren Körper drückte. Natürlich hatte sie ihren Freund auch schreiben wollen, immerhin liebte sie ihn und hasste es getrennt von ihm zu sein. Allerdings wusste sie auch, dass er auch noch andere Verpflichtungen hatte und in der Uni war. Ihretwegen sollte er keinen Tag versäumen, da sie sich nur zu gut vorstellen konnte, wie sehr es ihn zurück werfen würde, wenn er etwas verpassen würde. Mit ihr selbst hatte Nobu es immerhin manchmal nicht wirklich leicht. Dazu kamen schließlich auch noch andere Verpflichtungen, wie seine Familie und vor allem seine Schwestern, die Mimi jetzt schon ins Herz geschlossen hatte. Insgesamt also hatte Mimi sich seinetwegen zurückgehalten, denn auch wenn sie es genoss, dass er sich so liebevoll um sie kümmerte, hatte sie in den letzten Monaten durch ihn gelernt auch mal zurück zu stecken. Eine Beziehung sollte immerhin ein Geben und Nehmen sein.
Die Tür des Behandlungszimmers ging auf und eine zierliche Krankenschwester kam herein, die ihr das Artest in die Hand drückte. Mit einem kurz angebundenen Danke verabschiedete Mimi sich von ihr und ging schließlich aus dem Krankenhaus. Eine Erleichterung, da sie den beißenden Geruch nicht leiden konnte.
Draußen angekommen wollte sie direkt eine Nachricht an Nobu schreiben und ihn darüber in Kenntnis was nun passiert war. Schließlich würde er sauer werden, wenn sie sich nicht meldete und das würde sie nur zu gerne vermeiden. Gerade als sie anfangen wollte zu schreiben und sich dann ein Taxi rufen wollte, hörte sie von einer vertrauten Stimme ihren Namen. Allein schon bei dem Klang überzog sich ihr ganzer Körper mit einer Gänsehaut. Sofort drehte sie sich um und erblickte den groß herangewachsenden jungen Mann, den sie voller Stolz ihren Freund nennen konnte und warf sich überglücklich in seine Arme, als dieser seine um sie schlang. Dabei war es ihr egal das dabei ihr Fuß anfing zu schmerzen. Gefühlt hatte sie Nobu schließlich eine Ewigkeit nicht mehr gesehen, da wollte sie ihn einfach so nah es ging bei sich haben.
„Was machst du denn hier? Du müsstest doch in der Uni sein, ach verdammt. Ich hoffe für dich, dass deine Vorlesung zu Ende war, als du dich hier her begeben hast“, natürlich versuchte sie den Moralapostel zu spielen, da ihr seine Zukunft am Herzen lag, dennoch musste sie aus egoistischen Gründen auch zugeben, das es sie dennoch freute ihn hier bei sich zu haben.
Auf die Frage was sie nur für Sachen machte fand sie jedoch nicht so schnell die passenden Worte. Wie sollte sie ihrem Freund denn nur erklären, dass sie in einem Labyrinth in der Digiwelt umgeknickt war, als sie versucht hatte aus dieser Situation raus zu kommen, wenn er doch keinen blassen Schimmer von diesem Abschnitt in ihrem Leben hatte? Es waren nun schon vier Monate, die sie zusammen waren und noch immer hatte Mimi nicht den Mut gefunden ihrem Freund dieses Geheimnis zu beichten. Die Angst er könnte das nicht verstehen war einfach viel zu groß, denn wenn sie ihn dadurch verieren würde, würde sie das schier umbringen. In so kurzer Zeit war er ihr einfach zu sehr ans Herz gewachsen, als das sie ohne Weiteres wieder ohne ihn leben könnte.
Genau deshalb erfand sie in solchen Situationen immer mal wieder kleine Notlügen, damit sie ihm diesen Teil noch nicht nah bringen musste. Und auch jetzt würde sie ihm schweren Herzens etwas auftischen müssen, was in keinstem Fall so passiert war. Dabei kam sie sich einfach so schlecht vor, da sie sonst nie log und es nun in einer Tour machen musste: „Ich erzähle es dir später, okay? Jetzt würde ich gerade einfach nur nach Hause wollen, wenn ich ehrlich bin“.
Da er ihr vertraute, nahm er es so hin, fürs Erste, denn Mimi war sich sicher er würde nochmal auf das Thema zurück kommen. Stattdessen kam er ihrer Bitte nach und führte sie als Stütze zu seinem Auto, welches Mimi des öfteren schon hin und her gefahren hatte. Glücklich über solch einen Freund stieg sie ein und hatte ein breites Grinsen auf den Lippen, da er immer noch die Tür aufhielt. Was hatte sie nur für ein Glück.
Als er schließlich auch im Auto saß beugte er sich zu ihr und holte sich den gewohnten Begrüßungskuss ab, den sie schon vermisst hatte. Seine Lippen schmeckten dabei wie immer so vertraut süß und waren so weich wie eh und je. Verträumt kuschelte Mimi sich daher in den Sitz und hoffte auf eine stille Fahrt. Zu ihrem Bedauern versuchte er erneut den Grund für ihre Verletzung aus ihr zu kriegen, allerdings konnte sie ihm immer noch keine Antwort geben. Anscheinend hatte sie sich die ganze Sache nicht gut genug überlegt. Vielleicht hätte sie sich gestern schon eine Ausrede einfallen lassen sollen, nur hatte sie das in dem ganzen Stress einfach verdrängt, jetzt zu ihrem Ärger. Nobu würde sich so einfach nicht zufrieden geben und das war auch sein gutes Recht. Irgendwas musste Mimi also schleunigst einfallen.
Bei sich angekommen parkte Nobu wie gewohnt ein und half ihr aus dem Auto. Zu ihrem Schrecken hob er sie ungewohnterweise hoch und trug sie zu ihrer Haustür. Mit einem mal blieb das Herz der Brünette für den Bruchteil einer Sekunde stehen. Wieso auch war dieser Junge nur so perfekt?
Mit einem „Da wären wir“ setzte der Blondschopf seine Freundin vor der Tür ab und hatte dabei so ein wundervolles Lächeln auf den Lippen. Allein dadurch bekam Mimi schon wieder weiche Knie, versuchte sich jedoch auf die Suche ihres Schlüssels zu konzentrieren, jedoch erfolglos. Überraschenderweise lagen die Lippen ihres Freundes erneut auf ihren und drängten sich mit sanften, gemächlichen Bewegungen an sie. Sofort schloss sie ihre Augen und legte ganz automatisch ihre Arme um seinen Hals. Ihre Finger vergruben sich in den Ansatz seiner Haare, welche zwar nicht sonderlich lang waren, aber dennoch so weich waren. Herr Gott nochmal, dieser Mann würde sie eines Tages noch um den Verstand bringen.
Nur mit sehr großer Mühe konnte sich die Brünette von den Lippen ihres Freundes lösen und sah ihn dabei mit einem tröstenden Lächeln an: „Nicht hier Nobu. Du weißt doch das uns jemand sehen könnte. Außerdem wartet meine Mutter schon auf mich und du kennst sie. Wenn ich nicht langsam zu Hause auftauche schickt sie die Polizei los, die mich dann suchen soll“.
Schnell kramte sie ihren Schlüssel aus ihrer Tasche ehe sie sich ihre Worte selbst nochmal durch den Kopf gehen lassen konnte und ihr guter Wille davon gehen würde. Sie schloss die Tür auf und wurde sofort von ihrer Mutter begrüßt, die mit einer Schürze und einem Kochlöffel aus der Tür der Küche hinaus schaute. Ihre Augen fingen an zu glitzern, als sie den Verband an dem Knöchel ihrer Tochter zu sehen bekam: „Oh nein Mimi. Wie ernst ist es? Was hat der Doktor gesagt? Ist mit dir alles okay? Oh nein mein armer Schatz“.
Wie immer interpretierte die Hausfrau und Mutter zu viel in eine kleine Verletzung, die der Brünette niemals das Leben kosten würde. Ihr dies jedoch klar zu machen war alles andere als leicht. Mimi freute sich schon auf die Diskussion, weshalb sie dies so schnell es ging hinter sich bringen wollte: „Mach dir keine Sorgen Mama. Ich habe mir nur den Knöchel verstaucht. Ich soll mich etwas schonen und das Bein nicht all zu sehr belasten, aber da ich keinen Sport mache sollte das schnell vorbei sein. Mach dir wirklich keine Sorgen. Es wird alles wieder gut“.
Mit ein paar langen Schritten kam Satoe auf ihre Tochter zu und nahm diese in ihre Arme. Sie konnte es einfach nicht lassen, wie auch? Diese Frau liebte ihre Tochter aufrichtig und zeigte ihr dies einfach jede Sekunde. Nachdem sie Mimi sekundenlang fest hielt, löste sie sich schließlich und richtete ihren Blick auf Nobu: „Ich bin froh das Mimi so einen guten Freund wie dich gefunden hat Nobu. Ein Glück bist du für sie da und hast sie abgeholt und heile nach Hause gebracht, Dankeschön. Im übrigen habe ich Essen gemacht. Zieht euch aus und kommt in die Küche. Dann können wir zusammen essen“.
Bei dem Wort essen fiel Mimi mit einem Mal das kleine grüne Wesen ein, welches sich in ihrem Zimmer befand und einen riesigen Hunger hatte. Verdammter Mist, wie hatte sie Palmon nur vergessen können? Es war gestern mit zu ihr nach Hause gekommen und lag auf ihrem Bett in ihrem Zimmer. Nun war Nobu da und die Situation wurde mehr als kniffelig.
Sofort richtete sie ihren Blick auf ihren Freund und sah ihn entschuldigend an: „Geh du schonmal mit meiner Mutter in die Küche. Ich habe vergessen, dass mein Zimmer wie ein einziges Schlachtfeld aussieht. Bevor wir da später reingehen können räume ich noch schnell ein paar Sachen weg, okay? Ich bin sofort wieder da“.
Ohne eine Antwort abzuwarten drückte die Brünette ihrem Freund vor den Augen ihrer Mutter einen kleinen Kuss auf die Lippen und humpelte so schnell es ging zu ihrem Zimmer. Das ihre Mutter dabei schnaubte entging Mimi keinesfalls. In ihrem Zimmer angekommen schloss sie schließlich die Tür hinter sich ab, damit Nobu nicht auf den Gedanken kam ihr zu folgen und doch noch hinter das Geheimnis zu kommen, welches sich nun in diesem Zimmer befand.
„Da bist du ja wieder Mimi. Ich hab mir schon Sorgen gemacht“, bevor sie sich umdrehen konnte, Spürte sie die Arme ihres Partners um ihre Beine. Immer wieder wurde Mimi dabei total warm ums Herz, da dieses kleine Digimon sich so sehr um sie sorgte.
Vorsichtig bückte sie sich und nahm Palmon in den Arm: „Mir geht es gut Palmon, wirklich. Mein Knöchel wird auch wieder“.
„Das ist wirklich schön zu hören, aber Mimi? Ich habe immer noch Hunger. Wie sieht es denn mit etwas zu Essen aus? Deine Mama kocht schon die ganze Zeit, seitdem du weg warst“, das kleine Digimon schien wirklich Hunger zu haben, was Mimi nun noch schwerer im Magen lag.
Nun bekam sie ein schlechtes Gewissen, da sie ihren besten Freund und Partner um solch ein Opfer bitten musste: „Ich kann dir erst später etwas zu essen geben. Mein Freund Nobu hat mich vom Krankenhaus abgeholt und er weiß doch nichts von dir. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie ich das Essen hier rein bekommen soll, ohne das es jemand mitbekommt. Verzeih mir Palmon“.
Das Gesicht des Digimon verzog sich etwas, jedoch ließ Palmon sich wie immer nichts anmerken: „Das macht doch nichts Mimi. Sicher schaffe ich es auch so noch ein paar Stunden“.
Mit einem schlechten Gewissen versuchte Mimi nach einer passenden Lösung für das Problem zu suchen, als ihr ein Geistesblitz kam. Auf dem Weg ins Krankenhaus hatte ihr Vater ihr vom Bäcker ein paar belegte Brötchen geholt, da ihre Mutter das mit dem Frühstück nicht mehr hin bekommen hatte. Sofort kramte Mimi diese aus ihrer Tasche und reichte sie dem Digimon, welches die Brötchen mit einem Strahlen annahm.
„Es ist zwar nicht viel, aber fürs Erste sollte es reichen“, sagte die Brünette mit einem warmen Lächeln.
„Danke Mimi, du bist die Beste“, gab Palmon von sich und schob sich direkt das erste Brötchen zur Hälfte in den Mund.
Nervös biss Mimi sich auf die Unterlippe: „Du Palmon? Wenn Nobu und ich mit dem Essen fertig sind, würden wir zu mir ins Zimmer kommen. Es wäre daher schön, wenn du solange er da ist im Kleiderschrank sitzen könntest. Ich weiß das ist doof, aber es lässt sich leider nicht anders regeln. Sei mir nicht böse“.
Das Kopfschütteln des Digimon beruhigte sie rasch: „Mach dir keine Sorgen. Ich bin brav und warte solange da drin, während dein Freund hier ist und nun geh schnell zurück. Ich merke doch das es dir unangenehm ist von ihm getrennt zu sein“.
Palmon hatte Recht. Es waren nur ein paar Minuten, dennoch waren es lange, die Mimi nervös machten. Dazu hasste sie es sichtlich ihren Freund so anzulügen und aus diesem Geheimnis zu sperren. Sofort machte sie sich auf den Weg in die Küche und schloss ihr Zimmer wieder auf. Als sie wenig später in der Küche stand und sah, wie ihr Freund am Esstisch saß und sich wie immer unbeschwert mit ihrer Mutter unterhielt, entspannte sich Mimi wieder etwas und begab sich direkt zu Nobu. Von hinten schloss sie ihre Arme um ihn und legte ihren Kopf auf seinem ab. Allein diese kleine Geste brachte sie wieder zum Strahlen und ließ sie all die Lügen vergessen, die ihre Beziehung betrübten. Mimi atmete den vertrauten Geruch seiner Haare ein und fühlte sich vollkommen wohl: „Danke für alles Nobu“.
In der Hoffnung er würde wissen wie sie es meinte gab sie sich dem Drang hin ihm einfach zu danken, dass es ihn in ihrem Leben gab. Schließlich verdankte sie ihm in der letzten Zeit all ihre schönsten Momente im Leben. Durch ihn fühlte sie sich einfach besser und war in ihrem alten Leben in Tokio endlich wieder angekommen. Er gab ihr so viel, auch wenn ihm das vielleicht gar nicht wirklich bewusst war. Da hatte er es doch verdient, dass man ihm zwischendurch dafür einfach mal dankte, denn für Mimi war er einfach mehr als nur ihr Freund.
Nach oben Nach unten
Nobu Kisaragi

avatar

Anzahl der Beiträge : 22

BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   Mo Jul 17, 2017 2:57 am

11. August
13:00 Uhr
Mimi & Nobu


Nobu wusste jetzt schon nicht mehr, was ihm weniger zusagte, dass Mimi ihm nicht einfach sagte was genau sie angstellt hatte oder, dass sie den Kuss vor der Haustür so früh, viel zu früh für seinen Geschmack, beendete. So hauchte er nur leise ein enttäuschtes „Ja, ja…“ gegen ihre Lippen, ehe sie sich löste und dann die Tür aufschloss. Selbstverständlich ließ er ihr den Vortritt, vor allem weil es so einfacher war Mimi gegebenenfalls aufzufangen oder sonst zu unterstützen. Und dass ihm Mimi von hinten auch nicht wirklich schlecht gefiel war vielleicht auch ein Ausschlaggebender Grund. So wurde Mimi direkt das Hauptaugenmerk ihrer Mutter. Und das beobachtete Nobu nur mit einem Schmunzeln. Immerhin waren ihre Eltern wohl die einzigen Menschen die sich mehr Sorgen um Mimi machten als er.
Doch selbstverständlich entging Frau Tachikawa seine Anwesenheit nicht und zauberte dem Jungen direkt ein verlegenes Schmunzeln auf die Lippen. „Das müssen sie doch nicht jedes Mal sagen…“ bat er die Frau, welche jede Gelegenheit nutzte um ihm klar zu machen, wie froh sie war, dass er der Freund ihrer Tochter war. Auch wenn es sehr schmeichelnd war, war es doch irgendwie komisch. Und auch wenn er eigentlich nun das Essen nicht eingeplant hatte kannte er Satoe mittlerweile mehr als gut genug um zu wissen, dass ein Nein nicht gelten würde. Also schlüpfte er direkt aus seinen Schuhen raus, wurde jedoch direkt von seiner Freundin mit ihrem Geständnis überrumpelt, was er ihr mit einem skeptischen Blick zeigte. Was auch immer heute mit ihr los war, es war höhste Zeit es rauszufinden. Warum war sie heute so komisch. Er vertraute Mimi mittlerweile voll und ganz, weshalb er sich nicht vorstellen konnte, dass sie ihm was verheimlichte oder ihn gar anlügte. Nein, das passte nicht zu Mimi. Aber das Verhalten was sie an den Tag legte passte genauso wenig. Vielleicht… hatte sie ja ein Geheimnis in Form einer Überraschung? Zumindest konnte er ihr zutrauen, dass sie ihr Zimmer nun mit Kerzen und ähnlichem Kitsch dekorierte. Das würde zumindest wieder zu ihr passen und das Resultat würde er gerade auch sehr begrüßen. Doch erstmal hieß es abwarten. Als er ihre Mutter dann in die Küche folgte blieb sein Blick kurz an ihrer Zimmertür hängen, von welcher man eindeutig hören konnte, dass sie abgeschlossen wurde. Was war hier nur los?
Seufzend ließ er sich auf dem Stuhl am Esstisch nieder, während sein Blick Satoe galt, welche noch die letzten Handgriffe in der Küche zu machen schien. „Wissen sie vielleicht, ob irgendwas mit Mimi los ist?“ fragte er vorsichtig nach und bekam für eine viel zu lange Zeit keine Antwort. Was eindeutig kein gutes Zeichen war. Verdammt. Während er erneut wieder in die Richtung von Mimis Tür schaute, erhob ihre Mutter dann doch plötzlich das Wort, „Ich weiß nicht, was du meinst.“ Kam von dieser. Nur klang das nicht wirklich überzeugend und vor allem nicht zufrieden stellend. Ob sie mehr wusste, als sie zugeben wollte? Doch bevor er weiter nachhaken konnte schnitt sie direkt ein anderes Thema an. Schlechte Ablenkung? Ohja. Denn Nobus Gedanken drehten sich immerhin weiter um seine Freundin, welche sich plötzlich wie… naja, nicht mehr seine Freundin verhielt. Aber er war zu höflich um das Gespräch nicht fortzuführen. So unterhielten sie sich über irgendwelchen Smalltalk. Irgendwas.
Doch als er dann plötzlich Arme um sich spürte schoss direkt ein Lächeln auf seine Lippen. Und automatisch legte er eine Hand auf ihren Arm, während sich die andere ihren Weg auf ihre Wange bahnte. „Bitte…?“ erwiderte er doch etwas verwirrt. Denn für ihn machte es wenig Sinn, dass sie sich plötzlich bedankte. „Setz du dich mal lieber erstmal.“ Forderte er sie auf und zog sie vorsichtig am Arm und in die Richtung des freien Stuhles. Und nahezu automatisch landete seine Hand wieder auf ihrem Oberschenkel. Mittlerweile kam ihm das einfach für den besten Ort vor, an dem er seine Hand haben konnte. Abgesehen… von Stellen die er nicht berührte, solange ihre Mutter in Sichtweite war.

Das Essen stand dann wenig später auf dem Tisch, und war wie gewohnt unglaublich kreativ angerichtet. Wenn Mimis Mutter was konnte, dann war es, dass Essen einfach gut aussehen zu lassen. Dass die Gerichte meist eher süß gehalten waren, ganz zu Mimis Begeisterung, war etwas an was Nobu sich einfach gewöhnte. Immerhin schmeckte es trotzdem gut. Und so auch dieses Mal. Was Nobu ganz offen verkündete, was Satoe sichtlich freute. Sein Blick galt daraufhin dann wieder Mimi, welcher er direkt ein neckisches Grinsen zuwarf. Da sie offensichtlich auch schon mit dem Essen fertig war, war es in seinen Augen soweit, dass sie ihm nun endlich berichtete.
So stand er auf und hob Mimi erneut hoch, „Soweit ich mich erinnere, gibt es noch etwas, was du mir erzählen wolltest.“ Erinnerte er sie, und ohne auf eine Gegenreaktion zu warten, machte er sich mit Mimi auf den Armen auf den Weg in ihr Zimmer. Wobei er die Zimmertür mit einer Kombination aus seinem Ellenbogen und seinem Körper öffnete und sie dann mit ähnlich sportlichen Bewegungen wieder hinter sich schloss.
Mimi legte er dann behutsam auf ihrem Bett ab, ehe er dann doch recht enttäuscht feststellte, dass seine Annahme mit den Kerzen doch falsch war. Dann hat sie wohl doch nicht aufgeräumt. Nachdem er sie abgelegt hatte ließ er es sich nicht nehmen sich über sie zu beugen und kurz einen Kuss aufzudrücken. „Also… willst du mir freiwillig erzählen was los war…“ fing er grinsend an, während seine eine Hand sich bereits an ihrer Taille positionierte und er sich mit seiner anderen Hand neben ihrem Kopf abstütze, „oder muss ich dich erst überzeugen, mir alles zu erzählen?“ fragte er nach, jedoch schaffte er es bei dem zweiten Teil nicht einmal mehr den Blickkontakt aufrecht zu erhalten, da er bereits ihren Hals mit einigen Küssen liebkoste. Auch wenn er sonst eher den perfekten Schwiegersohn im Hause Tachikawa miemte, war er auch nur ein Mann. Ein Mann mit einer unglaublich schönen Freundin. Und im geschlossenen Raum fühlte er sich einfach sicher genug solche Aktionen zu starten. Auch wenn er das hier dann doch vergleichsweise vorsichtig anging und ihre Reaktion abwartete, bevor er weiter machte, da ihm einfach viel wichtiger war, dass Mimi sich ebenfalls mindestens genauso wohl fühlte.
Nach oben Nach unten
Mimi Tachikawa

avatar

Anzahl der Beiträge : 17
Arbeit/Hobby : Schülerin

BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   Mo Jul 17, 2017 1:25 pm

11. August
13:00 Uhr
Mimi & Nobu



Als seine Hände sich ebenfalls auf ihre legten und Nobu sie behutsam neben sich auf den Platz setzte, verspürte Mimi erneut einen kleinen Stich in ihrer Brust. Es tat ihr einfach zu sehr weh dem Blondschopf nicht komplett in ihr Leben zu lassen. Auch wenn sie ihn liebte, sie konnte und wollte ihm das nicht antun. Allein wie ihre Eltern damals auf das Ganze reagiert hatten, hatte ihr gezeigt wie sehr das ganze doch nach hinten los gehen kann. Im Endeffekt war es so abnormal für ihre Eltern gewesen, das diese das Thema nie wirklich mehr angesprochen hatten. Sie wussten es war ein Teil ihrer Tochter, dennoch stellten sie keine Fragen. So auch gestern Abend, als Mimi Palmon mit nach Hause gebracht hatte. Sie hatten es gesehen und es auch begrüßt, dennoch wie immer keine weiteren Aussagen getätigt. Für heute allerdings war es ein gutes Zeichen. Sie konnte sich so sicher sein, dass ihre Eltern vor Nobu nichts über Palmon ausplaudern würden, auch wenn es sie insgesamt etwas verletzte.
Schließlich war Palmon ihr sehr wichtig. Es gehörte nach all den Jahren und Abenteuern, die sie zusammen durchlebt hatten einfach zu einem wichtigen Teil ihres Lebens geworden. Dazu sah sie es als eine Art Familienzuwachs an. Das ihre Eltern daher so abschätzend und ängstlich gegenüber Palmon waren bekam der Brünette einfach nicht. Natürlich verstand sie ihre Eltern, da diese sich dieses Phänomen einfach nicht erklären konnten, aber damals erging es Mimi doch nicht anders. Sie war ganz alleine in einer fremden Welt aufgewacht, als dieses Digimon sich vor ihre Nase gesetzt hatte und behauptet hatte es hätte auf sie gewartet. Es hatte damals einfach alles auf den Kopf gestellt, aber irgendwie zum positiven. Würen ihre Eltern Palmon nur eine richtige Chance geben und ihre Angst in den Griff bekommen, würden sie es mindestens genauso sehr lieben wie Mimi es nun mal tat.
Ob es bei Nobu genauso wäre? Irgendwie wünschte sie es sich. Es wäre so eine Erleichterung für sie selbst, wenn er von ihrem Patner wüsste und es an ihrer Seite akzeptieren könnte. Dann würde es einfach keine Geheimnisse mehr zwischen ihnen geben und Mimi müsste ihn nicht andauernd anlügen.
Eine warme Berührung zog Mimi aus ihren Gedanken. Sie sah auf die Hand, die ihren Oberschenkel sanft liebkoste. Nobu seine großen Hände waren stets so warm und vertraut. Diese kleinen Berührungen im Alltag taten ihr einfach so gut. Irgendwie gaben sie ihr Kraft um alles weitere durchstehen zu können. Mit einem Lächeln sah Mimi ihrem Freund ins Gesicht und lächelte noch mehr, als dieser es zu erwidern schien. Dieser innige Moment gehörte einfach ihnen, dabei war es ihr egal, dass ihre Mutter gerade sprach und versuchte das Essen anzukündigen. Nichts und niemand konnte sie in solchen Augenblicken stören, dafür genoss sie es zu sehr.

Ihre Mutter hatte sich bei dem Essen mal wieder selbst übertroffen. Wie immer war es lecker, dennoch wusste Mimi das Nobu nun mal anderes Essen gewöhnt war. Ein Glück lobte er ihre Mutter dennoch immer, obwohl sie manchmal das Gefühl hatte er würde es aus Höflichkeit tun um sie nicht zu verletzen. Mimi selbst wusste ja, dass das Essen ihrer Mutter manchmal wirklich zu süß war. Sie hätte es also nicht gewundert, wenn ihr Freund etwas dagegen einzuwenden hätte, im Gegenteil. Sie hätte es einfach verstanden.
Umso glücklicher war sie, als das Essen wenig später beendet war und ihre alleinige gemeinsame Zeit somit mit Nobu beginenn konnte. Ihre Mutter respektierte das schließlich, da sie wusste wie wichtig Mimi ihre Privatsphäre war. Viel überraschender war es dann für sie, als Nobu sie hochhob und auf seinen Armen in ihr Zimmer trug. Er war einfach so unfassbar stark. Ungewollt wirkte das auf Mimi einfach mega anziehend, weshalb sie sich an ihn schmiegte und die Zeit mit ihm genoss. Zu schnell holte sie dann die Realität wieder ein. Noch immer stand die Frage offen, was sie nun mit ihrem Knöchel angestellt hatte, verdammt.
Wenige Sekunden später befand sich die Brünette auf ihrem Bett und sah dem riesigen Blondschopf von unten herauf in seine wunderschönen grünen Augen, die sie immer wieder um den Verstand brachten. Konnte sie jemals in seiner Anwesenheit einen klaren Gedanken fassen können? Wohl kaum. Doch irgendwas in seinem Blick war es, das ihre Aufmerksamkeit nun in Anspruch nahm. Misstraute er ihr doch schon?
„Natürlich will ich es dir erzählen Nobu, wenn es da wirklich etwas Spannendes zu erzählen geben würde. Ich bin einfach zu doof zum Laufen und umgeknickt. Du musst wissen ich war gestern mit Sora und den anderen unterwegs gewesen und irgendwie ist das Eine zum Anderen gekommen. Mehr war da einfach nicht“, als seine Lippen sich an ihrem Hals zu verirren schien hatte Mimi es schwer gehabt auch nur ein Wort richtig raus zu bekommen. Er machte sie einfach wahnsinnig mit all seinen Küssen. Noch dazu lag sein berauschender Duft in der Luft und erschwerte ihr somit noch mehr einen klaren Gedanken fassen zu können.
Mit der Antwort an sich war Mimi nicht zufrieden, da sie wusste er würde es weiterhin hinterfragen. Ihr war jedoch wichtig gewesen nicht noch mehr Lügen auf zu tischen und im Endeffekt war es doch die Wahrheit gewesen. Sie war mit ihrem Freunden unterwegs gewesen, als es passiert war. Nur den Tathergang an sich konnte sie einfach nicht schildern. Wie würde sich das denn bitte anhören? „Ich war in der Digiwelt in einem Labyrinth, als ich zu doof war gerade wegzulaufen“, sicherlich würde sie das niemals sagen.
Ihre Hände wanderten zu seinem muskulösen Rücken, welchen sie mit ihren Fingern erkundete und dabei auf und ab strich. Dieser Junge fühlte sich einfach so gut an. Generell war alles mit ihm einfach richtig. Natürlich waren sie in ihrer Beziehung nie weiter als jetzt gegangen. Mimi hatte ihm gestanden, dass sie keinerlei Erfahrungen hatte und noch warten wollte. Dennoch genoss sie jeden seiner Küsse und seine volle Aufmerksamkeit ihrem Körper gegenüber, so wie jetzt.
Für einen kurzen Moment schloss die Brünette daher ihre Augen und reckte ihren Hals so, dass der Blondschopf noch besser an jede empfindliche Stelle kam und ihr somit eine Gänsehaut verpassen konnte. Dieser Augenblick wäre einfach mehr als perfekt, wäre da nicht ihr kleines Geheimnis. Mit einem schlechten Gewissen öffnete Mimi daher die Augen wieder und spähte zu dem Schrank rüber, in dem sich das kleine, grüne Monster aufhielt. Wie konnte sie all diese unangenehmen Umstände für Palmon nur je wieder gut machen?
Mimi umfasste das Gesicht ihres Freundes mit ihren Händen und zog Nobu somit wieder zu sich hoch, sodass er ihr in die Augen schauen musste. Auch wenn sie das alles so sehr genoss, sie konnte einfach nicht weiter machen: „Du weißt ich liebe dich Nobu, aber wenn du so weiter machst, bringst du mich wirklich noch um den Verstand. Ich brauche etwas Luft zum Atmen“.
Sanft drückte sie ihm einen Kuss auf seine Nasenspitze, was sie immer tat, wenn es zwischen ihnen etwas Unschuldiger zugehen sollte. Schließlich war sie auch noch die Unschuld in Person, auch wenn sicherlich viele andere dies niemals denken würden.
Gerade, als Mimi noch etwas hinzufügen wollte, durchströmte ein lautes Krachen den Raum. Mit einem Mal setzte ihr Herz komplett aus. Sowohl ihr Gesicht, als auch das ihres Freundes wanderten sofort zu der eingebauten Schrankwand, in der sich Palmon aufhielt. Was auch immer es gewesen war, Nobu würde nachschauen wollen. So war er eben. Er würde sich Gedanken machen und sie beschützen wollen, wenn er den Verdacht hatte das sich etwas darin befinden könnte.
Bevor der Blondschopf aufstehen konnte und nachschauen konnte, klammerte Mimi sich an einen seiner Arme und zog ihn mit all ihren Kräften zu sich runter: „Nein, bleib bitte bei mir. Sicherlich ist da drin nur eine Handtasche umgekippt. Bleib hier, es ist doch gerade so schön“.
Sie wollte nicht das er sah, was sich in dem Schrank befand. Es wäre eine Katastrophe und würde ihr das Herz brechen, wenn er nicht verstand was genau das alles hieß. Um alles in der Welt würde sie es vermeiden wollen. Leider blieben ihr nicht viele Optionen. Sie klang so verzweifelt und unsicher, sicher hatte er das raus gehört. Was blieb ihr also anderes übrig?
Mit einem Mal drückte Mimi ihre Lippen mit etwas mehr Druck als sonst auf seine und versuchte ihn in einen innigen Kuss zu ziehen. Das sie dabei aufs Ganze gehen musste, um ihn von dem Krach abzulenken war ihr durchaus bewusst. Der kleine Ring an seiner Unterlippe schmiegte sich dabei stärker als sonst an sie und rief ihr immer wieder ins Gedächtnis, dass sie Piercings nie als interessant empfunden hatte, dieser Mann ihr jedoch das Gegenteil bewiesen hatte. Sanft stupste sie mit ihrer Zungenspitze die Unterlippe dieses Mannes an und versuchte so mit ihren Reizen seine volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Immerhin hatten sie sich schon ein paar Mal mit Zunge geküsst und wie Mimi wusste liebte dieser Junge ihren Geschmack, zumindest hatte er dies immer wieder beteuert und ihr versichert. Für sie selbst war dies jedes Mal ein neues Abenteuer, da sie das Gefühl hatte ihm immer mehr zu verfallen und noch mehr von ihm zu lernen. Sie liebte diese Art von Küsse und der Nähe, die damit verbunden war. Wenn sie könnte, hätte sie also niemals damit aufgehört und stundenlang so weiter machen können.
Zu allem Übel krachte es jedoch ein weiteres Mal in ihrem Schrank, was Mimi panisch aufschrecken ließ. Es war aus und vorbei. Dieses Mal würde sie Nobu nicht abhalten können dort rein zu schauen. Panisch sah sie sich nach einer anderen Möglichkeit um ihn davon abzuhalten, entdeckte jedoch keine. Ihr Herz schlug mit einem Mal doppelt so schnell, als ohnehin schon. Würde sie das alles verkraften? Ihre Hände fingen an zu zittern, als sie bemerkte, dass sich ihr Freund langsam aufzuraffen schien.
Mimi sah vor sich schon das unschöne Ende und hoffte einfach nur auf ein Wunder. „Bitte lieber Gott, lass ihn das Ganze einfach verstehen. Ich will diesen Jungen nicht verlieren, nur weil ich nicht das normale Mädchen bin, für das er mich hält. Ich liebe ihn viel zu sehr, als das ich ohne ihn könnte“, betete Mimi und schloss ihre Augen um auf ein Wunder zu hoffen. Immerhin konnte sie das nun gut gebrauchen.
Nach oben Nach unten
Nobu Kisaragi

avatar

Anzahl der Beiträge : 22

BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   Mo Jul 17, 2017 10:07 pm

11. August
14:00 Uhr
Mimi & Nobu


Egal was er machte, immer wieder gab Mimi ihm das Gefühl, dass er es richtig machte. Und das nur durch kleine Gesten, Gesten die ihm ein Lächeln ins Gesicht zauberten und sein Herz höher schlagen ließ. Und bewies ihm immer nur, dass er die Brünette einfach liebte.
Aber irgendwie schien ihm momentan das es etwas gab, was dies alles zu trüben schien. So erzählte Mimi als wäre es nicht besonderes von ihrem kleinen Unfall. Aber, wenn es so unspektakulär war, warum stellte sie sich dann so an ihm das anzuvertrauen? Es machte doch keinen Sinn. Ob Mimi ihm doch etwas verheimlichte? Leider sprach gerade alles dafür. Zu ihrem Glück war er einfach zu sehr damit beschäftigt sich an ihrem Hals zu vergehen. Denn das gefiel ihm wirklich wesentlich besser als nun weiter mit dem anderen Thema rumzuschlagen. Vor allem weil Mimis Hände an seinem Körper ihm nur noch mehr bestätigten, dass was sie hier taten wesentlich besser war. Doch wie immer erreichten sie dann wieder die Grenze, an welcher Mimi nicht weiter gehen wollte und wie immer akzeptierte er das, auch wenn schon Pläne gemacht hatte wie seine Hand ihren Körper weiter erkunden konnte. Etwas was er gerne tat, auch wenn das immer nur Schritt für Schritt geschah. Zum Glück redete Nobu sich weiter ein, dass Vorfreude die schönste Freude war. Dieser Gedanke war wohl mit der einzige Grund, weshalb er sich weiterhin gedulden konnte. Doch konnte er sich nicht nehmen auf ihre Aussage, vielleicht etwas enttäuscht gegen ihre Lippen zu hauchen, „Du bringst mich einfach immer um den Verstand…“. Das war wahrscheinlich Erklärung genug für das was er tat. Den Kuss auf die Nasenspitze nahm er dankend entgegen, doch irgendwie reichte es ihm nicht. Und er wollte sich noch einen Kuss abholen, dafür bot sich einfach ihre momentane Situation einfach viel zu gut an.
Doch das war nicht möglich, schließlich kam da ein nicht gerade leises Geräusch aus dem Schrank. Irgendwas stimmte da nicht. Also richtete Nobu sich langsam etwas auf, um nachzusehen, was für diesen Lärm verantwortlich war. Nicht dass da war zu Bruch gegangen war oder ähnliches. Doch ein ziehen an seinem Arm lenkte ihn direkt ab und mit einem Grinsen ging sein Blick dann doch wieder zu Mimi. Wie konnte er ihrem Flehen wiederstehen? Das war einfach nicht möglich. Immerhin fand sie die vorherige Situation schön, auch wenn sie diese vorher abbrach? Dieses Mädchen war plötzlich wie ein Rätsel, welches es zu lösen galt. Doch bevor er sich weiter über sie und ihren doch recht verwirrenden Meinungswechsel den Kopf zerbrechen konnte drückte sie ihre Lippen auf seine und überraschte den Blonden damit nicht wenig. Im Gegenteil. Kurzzeitig riss er seine Augen etwas auf, ehe er sie dann doch wieder schloss um dann die Position von vorher wieder einzunehmen. Immerhin kam es nicht oft vor, dass Mimi die Führung übernahm und diese Situation galt es auszunutzen. So drückte er sie etwas fester unter sich aufs Bett und nutzte diesen Intensiven Kuss regelrecht aus um seine Zunge ebenfalls ins Spiel zu bringen. Seine Hand verwirrte sich derweil an ihren Oberschenkel. Gerade als er noch einen Schritt weiter gehen wollte wurden sie wieder gestört, weshalb ein enttäuschtes Seufzen über Nobus Lippen kam. Was auch immer da im Schrank war, es störte. Sehr. So setzte er sich auf und musterte kurz den Schrank, „Ziemlich laute Handtaschen…“ beschwerte er sich erst. Dann erhob er sich komplett, immerhin wollte er wissen, was sie da unterbrach. Und selbst wenn es sich nur um ein defektes Regalbrett handelte, musste schnellstmöglich dafür gesorgt werden, dass es Ruhe gab. Immerhin störte es Nobu zu sehr, als das er sich weiter Mimi widmen konnte. „Wenn das deine Affäre ist, die da so einen Lärm macht, solltest du dir nächstes Mal jemanden suchen, der leise ist, wenn ich da bin.“ Scherzte er. Immerhin wusste er nicht, was ihn erwarten würde, wenn er die Türen des Schrankes öffnete. Und Nobu ging nun wirklich nicht davon aus, dass sich darin etwas befand, was ihn sonderlich überraschen würde. Immerhin war es nicht das erste Mal, dass er das innere von diesem Schrank sah.
So öffnete er mit einem Ruck die Schranktüren, um im ersten Moment festzustellen, dass sich darin kein anderer Mann befand. Nun wunderte er sich doch wieder, dass Mimi sich so anstellte, als es um ihren Schrankinhalt ging. Das einzige was jetzt noch Sinn machte war, dass sich etwas im Schrank befand was er nicht sehen sollte. Und das einzige was ihm einfiel wäre vielleicht ein Geschenk oder ähnliches gewesen. Doch dann wäre Mimi doch nicht so nervös gewesen. Doch beim genauen Begutachten des Schrankes war da nichts drin, was danach aussah, als wollte sie es vor ihm Geheminhalten. Und auch der Grund für den Lärm war schnell gefunden. Warum auch immer lagen, wie Mimi schon vermutet hatte, einige Handtaschen auf dem Boden, wobei es für Nobu doch ein Rästel war, wie diese runtergefallen sein können.
Aber Ordnung musste sein, also hockte Nobu sich hin und sammelte die Sachen ein um sie wieder auf ihrem Platz zu positionieren. Doch dann fiel ihm doch etwas verwirrendes am Boden des Schrankes auf. Brotkrümmel? „Sag mal Mimi, isst du in dem Schrank?“ erkundete er sich, während er sich wieder aufrichtete und die Taschen wieder einräumte. Immerhin war es nicht sonderlich normal, dass sich solche Rückstände in einem Schrank befanden.
Doch gerade als er den Schrank wieder schließen wollte, um dort fortzufahren wo sie gezwungenermaßen enden mussten, stach ihm doch noch was ins Auge. Ein… Plüschtier? Das absolut nicht Plüschig war. Immerhin war Nobu Experte auf diesem Gebiet, seinen Schwestern sei dank. Doch dieses Blumenartige Etwas war wohl etwas, was Nobu nicht in Mimis Schrank vermutet hatte. Ihr Geschmack war in einigen Dingen sehr speziell, aber so etwas hätte er ihr nicht zugemutet. Vor allem hatte dieses… Ding einen Blick, der irgendwie sehr unnatürlich wirkte. Beinahe als würde es jeden Moment anfangen zu weinen… Nobu öffnete die Schranktür dann komplett und deutete auf das Etwas, welches regelrecht zusammengekauert in der Ecke vom Schrank saß, „Was ist das?“ fragte er nach. Immerhin kam ihm so etwas bisher nicht unter die Augen. Und wie bereits gesagt, er kannte vieles. Viel mehr als ihm meist lieb war. Doch dieses Wesen war ihm aus keiner Fernsehshow noch aus sonst etwas bekannt. Während er noch auf Mimis Antwort wartete wimmerte eine Stimme aus dem Schrank, „Tut mir Leid, Mimi.“ Und zog somit Nobus Aufmerksamkeit wieder auf sich. Dieses Ding hat doch nicht tatsächlich gesprochen. Während Nobu versuchte sich einzureden, dass er sich die Stimme nur eingebildet hatte, machte das Wesen einen Satz aus dem Schrank und sprang zu Mimi ins Bett.
Nobu hingegen blieb erstmal sichtlich verwirrt, überfordert und schweigend vor dem Schrank stehen. Nachdem er einmal tief durchgeatmet hatte schloss er langsam die Schranktüren, ehe er doch recht leise das Wort erhob, „Hast du mir was zu sagen?“ erkundete er sich dann. Erst nachdem er diese Frage ausgesprochen hatte wand er sich wieder zu Mimi, welche sichtlich mit diesem Blumenwesen beschäftigt war. Jetzt wäre ihm ein fremder Mann doch lieber gewesen. Es war wohl nicht das Problem, dass Mimi ein eigenartiges Wesen in ihrem Schrank hatte. Nein, das was Nobu gerade mehr entsetzte war die Tatsache, dass Mimi ihm gegenüber nie etwas in dieser Richtung erwähnte und er sich schier hintergangen fühlte. Deswegen war es wohl kaum verwunderlich, dass es sich wohl um den ersten Moment handelte, dass kein Lächeln auf seinen Lippen lag, während er Mimi anschaute. Wobei seine grünen Augen zwischen ihr und dem Wesen hin und her wanderten. Wahrscheinlich war sein Blick böser als gewollt, doch die Enttäuschung die sich in ihm breit machte übermannte ihn wohl einfach und übernahm die Kontrolle über seine Mimik.
Nach oben Nach unten
Mimi Tachikawa

avatar

Anzahl der Beiträge : 17
Arbeit/Hobby : Schülerin

BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   Mo Jul 17, 2017 11:43 pm

11. August
14:00 Uhr
Mimi & Nobu


Ziemlich laute Handtaschen, ach wenn Nobu nur wüsste. Der Knoten in ihrem Bauch wuchs sekündlich immer mehr an, je näher er ihrem Geheimnis kam. Wenn Mimi doch nur die Zeit zurück drehen könnte und einfach ehrlich hätte sein können, wahrscheinlich würde sie es nun doch machen. Damals war der Wunsch auf ein normales Leben jedoch einfach größer gewesen. Wer hätte denn ahnen können das die Digiwelt Mimi und ihre Freunde zeitnah wieder so intensiv beanspruchen würde? Nun hatte sie somit den Salat und saß einfach in der Klemme. Sie konnte nur noch hoffen das Palmon sich in einem großen Fach zwischen all ihren Kleidern versteckt hatte und ihr Freund es daher nicht sehen würde.
Mit einer fließenden Bewegung, die Mimi sonst nur zu gerne haargenau analysiert hätte, bewegte sich der Blondschopf geradewegs auf ihre riesige Kleiderschrankwand zu. Ein Handgriff von ihm und die Schiebetür war zur Seite geschoben. Somit hatte er nun einen wunderbaren Blick auf die gesamte Bandbreite, die sich in dem Kleiderschrank der Brünette befand. Zu allem Überfluss hatte Mimi doch irgendwie richtig gelegen, da es ein paar Handtaschen waren, die vom oberen Regalbrett gefallen sein mussten. Wie hatte das kleine Digimon es nur geschafft das zu tun? Wahrscheinlich mit seinem giftigen Efeu. Raffiniertes, kleines Ding.
Dennoch zitterte Mimi innerlich wie äußerlich, als ihr Freund sich bückte und eine nach der anderen aufhob. Sie wusste durch seine Schwestern, die gerne einmal ein Chaos hinterließen, hatte Nobu gelernt Ordnung zu halten und diese auch zu lieben. Niemals hätte er es also dabei belassen. Dazu wäre er einfach nicht in der Lage, was ihm seine Freundin nicht verübeln konnte. Dennoch hätte sie sich eine riesige Ausnahme in diesem Fall gewünscht.
Gerade, als er die Handtaschen wieder ordentlich in das Regal stellen wollte, erhob sich Mimi ihre unsichere Stimme in der eisernen Stille: „Lass sie einfach liegen und komm wieder zu mir. Ich räume die schon noch später weg. Hier ist es so kalt ohne dich“.
Jegliche Worte jedoch brachten nichts. Dieser Sturkopf ließ sich einfach von nichts abbringen, wenn er sich erst einmal ein Ziel in seinen Kopf gesetzt hatte. In anderen Situationen hätte sie diese Eigenschaft sichtlich genossen, vor allem wenn es dabei um sie ging. In diesem Fall jedoch verfluchte sie es einfach. Vor allem, da es hierbei um mehr als ein paar Handtaschen ging, die er einfach einräumen wollte.
Mit einem fragenden Blick drehte sich Nobu schließlich zu ihr und sah sie weiterhin verwirrt an, als er ihr von den Brotkrümeln erzählte, die Palmon anscheinend hinterlassen hatte. Wie konnte das nur passieren? Das Digimon aß doch sonst immer alles bis zum letzten Krümel auf, wieso dann also heute nicht? Verdammt, es wurde immer bremslicher für sie.
„Ich? Essen im Schrank? Was? Nein, natürlich nicht. Ich hatte nur in irgendeiner Tasche mal ein Brot dabei gehabt. Vielleicht sind da die Krümel raus gefallen, als sie eben runter gefallen ist. Anders kann ich mir das Ganze auch nicht erklären“, etwas Besseres fiel der verunsicherten Frau auf die Schnelle einfach nicht mehr ein. Hoffentlich würde er den Köder schlucken.
Zitternd setzte die Brünette sich auf und setzte sich an den Rand ihres Bettes, als sie verzweifelt nach den passenden Worten suchte. Finden konnte sie jedoch keine und stammelte nicht einmal sinnvolle Wörter vor sich hin. Schlimmer wurde es noch, als sie das Grün ihres Digimon im unteren Abteil ihres Schrankes sehen konnte. Kein sonderlich gutes Versteck, vor allem da Palmon wirklich direkt zu sehen war. Durch all die Klamotten konnte Mimi jetzt schon einen traurigen und entschuldigenden Blick ihres Partners sehen. Wie konnte sie ihm da also böse sein? Sie liebte Palmon und dies war bei weitem nicht seine Schuld. Früher wäre sie deswegen vielleicht wütend geworden, da es immerhin um ihre Beziehung ging. Heutzutage gestand Mimi sich jedoch auch ihre eigenen Fehler ein und diesen Riesigen konnte sie sich einfach nur auf ihre Kappe schreiben, immerhin hatte sie Nobu angelogen. Wie war sie nur dabei so vom rechten Pfad abgekommen?
Als Mimi wieder nach oben sah, konnte sie erkennen, wie ihr Freund die letzte Tasche an Ort und Stelle platziert hatte und den Schrank wieder schließen wollte. Ein kleines bisschen fühlte sie sich schon sicher, denn es würde nicht mehr viel fehlen, da wäre die Situation durchstanden. Wieso also hatte sie immer noch so ein ungutes Gefühl in der Magengegend?
Vielleicht, weil dieser sie noch nie belogen hatte, wie sich in diesem Moment raus stellte. Mimi konnte erkennen, wie der Blick des Blondschopfes nach unten glitt und direkt Palmon in seinem Sichtfeld zu liegen schien, verdammt. Vielleicht aber würde er das Digimon wie alle anderen für ein Plüschtier halten, auch wenn es nicht den Normen entsprach, die Mimi sonst pflegte. Natürlich war Palmon in ihren Augen wunderschön, dennoch würde man bei ihr irgendwelche süßen Tiere vermuten und keine riesige Pflanze. Es könnte ja aber sein, dass er dachte sie würde sich für dieses Kuscheltier einfach schämen, weshalb sie es vorhin in den Schrank geräumt hatte.
Wieso musste er Palmon nur so genau mustern? Sie machte ihre Sache doch außerordentlich gut und schien sich keinen Millimeter zu bewegen. Konnte er es nicht einfach dabei belassen und wieder zu ihr kommen? Bitte, mehr will ich doch nicht, dachte Mimi sich und vergrub für eine Sekunde ihr Gesicht in ihren Händen. Dann ertönte die Stimme ihres Freundes wieder in ihrem Kopf, welche sie fragte was genau das Digimon nur sei.
„Oh das ist ein altes Kuscheltier, welches ich schon mega lange habe. Beachte es nicht weiter. Ich habe es gestern wieder gefunden und direkt wieder eingeräumt. Du solltest nicht denken, dass ich immer noch so auf kitschige Sachen wie Plüschtiere stehe“, auch wenn ihre Stimme zitterte versuchte Mimi doch mit etwas Druck zu sprechen. Sie wollte ihn um alles in der Welt überzeugen, mehr nicht.
Der Druck wurde größer denn je, schließlich gab das kleine Monster auf und sprang mit einer traurigen Entschuldigung aus dem Schrank, ehe es sich auf den direkten Weg zu ihr in die Arme machte. Sofort öffnete Mimi diese natürlich und zog ihren Partner so eng es ging an sich. Die tröstende Nähe von Palmon war nun genau das Richtige, auch wenn es sie nicht vor Nobu seinen Fragen retten würde. Sicherlich war er nun mehr als verwirrt, zu Recht. Noch dazu musste er vieles einfach nicht verstehen. Sie würde sich somit all seinen Fragen stellen müssen und konnte nun das erste Mal wirklich ehrlich sein. Auch wenn Mimi speiübel war, irgendwie war sie auch froh. In wenigen Minuten hätte sie all das endlich von ihrer Seele geredet, was sie die letzten vier Monate doch sehr belastet hatte.
Ihr Blick richtete sich rasch auf ihren Freund, als dieser mit ersten Worten nach einer Erklärung fragte. Diese Worte hatten es jedoch in sich. Noch nie hatte sie solch einen ersten Ton an Nobu gehört, zumal die Wortwahl ebenfalls etwas schroff wirkte. Die Angst, welche sich kurzzeitig gelegt hatte, kam mit einem Schlag wieder und verdoppelte sich gefühlt. Erst Recht, als sie den Blick des Mannes sah, den Mimi über alles liebte. Sie konnte nicht alles deuten, sah jedoch klar und deutlich die Anspannung, die Enttäuschung und vor allem die Trauer über ihre Unehrlichkeit.
Unehrlichkeit, das Stichwort der letzten Monate, wo die Brünette doch eigentlich die stolze Trägerin des Wappens der Aufrichtigkeit war. Dies war ihr in letzter Zeit jedoch gar nicht geglückt. Wie hatte es nur dazu kommen können dachte sie sich jetzt und verfluchte sich für ihre Verlustängste bezüglich Nobu, denn immerhin hatte er so ein großes Herz. Sicherlich hätte er es verstanden, da war sie sich nun sicher. Ob er es jetzt verstehen würde, da war Mimi sich keineswegs sicher.
Das Ganze war zu fiel, weshalb Mimi ihren Blick von Nobu nahm. Seine sonst so schönen Augen hatten einfach so viel Schmerz in sich. Das konnte sie sich einfach nicht antun. Innerlich fühlte sie sich, als würde ihr Herz in tausend Teile zerspringen.
Ein zaghaftes Ziehen ihres Digimons zog Mimi in die Realität zurück:„Sag doch etwas Mimi, bitte. Du machst es so nur noch schlimmer. Ich bin mir sicher er wird dir zuhören“.
Mit einem Nicken versuchte sie schließlich sich dazu zu bewegen die richtigen Worte zu finden. Das Zittern ihres Körpers nahm kein Ende, weshalb Mimi sich noch weiter an ihr Digimon zu pressen schien. Mit all dem Mut, welchen sie noch besaß suchte sie nach ihrer unsicheren Stimme: „Das ist Palmon, mein Digimonpartner. Ich selbst bin eine Digiritterin. Vor vielen Jahren, als es Ärger in der Welt dieser Digimon gab, war ich eine der acht auserwählten Kinder, die das Böse in dieser Welt besiegen sollte und den Frieden der Welt bewahren sollte. Dabei ist Einiges auch in unserer Welt passiert. Sicherlich hast du von den ungewöhnlichen Geschehnissen damals gehört. Ich war wie gesagt daran beteiligt“, mit jedem Wort kamen Mimi immer mehr Tränen in die Augen, die sie schließlich nicht mehr halten konnte und die sich wie kleine Flussläufe einen Weg über die Wangen der Digiritterin bahnten: „Natürlich war es dabei nie unsere Absicht gewesen so viel auf der Erde zu zerstören. Wir wollten doch nur das Richtige tun und das Böse besiegen. Es war nicht mit Absicht gewesen, dass dabei so viele Menschen verletzt wurden, glaub mir. Schließlich haben wir es sogar geschafft den Frieden in der Digiwelt wieder her zu stellen. Viele Jahre war auch alles wieder ganz normal und leise. In der Zeit habe ich mein Leben in den USA wieder auf den rechten Pfad bringen können. Allerdings haben sich nun neue Probleme angesammelt und so wurden wir wieder in die Sache mit reingezogen. Verstehst du? Ich habe mir das Ganze nicht ausgesucht. Wir wurden einfach dazu verpflichtet und auch wenn ich es anfangs nicht wollte, so würde ich es doch niemals mehr ändern wollen. Ich liebe Palmon und die anderen Digimon. Sie sind meine Freunde und sie brauchen mich. Deshalb war ich gestern auch bei ihnen und bin dabei umgeknickt, als ich versucht habe einen Weg aus einem Labyrinth zu finden“.
Erst als Mimi jedes Wort laut aussprach bemerkte sie wirklich wie groß ihre Lüge doch gewesen war. Selbsthass war in dieser Situation kein Ausdruck für das, was sie ihrem Freund angetan hatte. Wie um alles in der Welt sollte sie das nun wieder gut machen?
Ein Schniefen entrann der verunsicherten Frau, als sie wieder zu Wort kam: „Es tut mir unheimlich Leid, dass ich dich angelogen habe und dir einen der wichtigsten Teile meines Lebens verschwiegen hatte, aber ich hatte Angst. Mein Leben lang wurde ich einfach schief angesehen, wenn jemand mitbekam, dass es da etwas in meinem Leben gab das so abnormal wirkte. Dabei hatte ich nie gewollt das mich so etwas Bedeutsames in meinem Leben so einschränkt. Dann habe ich dich kennen gelernt und konnte zum ersten Mal von vorne anfangen, ohne das du irgendwas darüber wusstest. Ich konnte wirklich mal Mimi sein und das alles vergessen. Es hat sich so befreiend angefühlt und so wunderschön, weil du mich trotz allem interessant fandest. Es war einfach mal nicht wegen den Digimon, es war wegen mir. Ich merke gerade selber, dass das ein riesigen Fehler war, aber lass es mich wieder gut machen. Ich verspreche dir das sowas nie wieder vorkommt, bitte Nobu“.
Sanft strich Palmon ihr über ihren Arm und versuchte Mimi zu beruhigen. In dieser Situation wusste sie einfach, was ihre Partnerin nun brauchte. Dafür war Mimi ihr einfach dankbar, auch wenn es an sich nichts zu ändern schien. Noch immer fühlte sie sich, als würde sie auf heißen Kohlen laufen und langsam verbrennen.
Dann ertönte die Stimme des kleinen Digimon: „Mimi hat das nicht mit Absicht gemacht. Sie wollte uns und unsere Welt auch einfach schützen. Sie ist so ein toller Mensch und hat ihr Herz an der richtigen Stelle. Sei bitte nicht sauer auf sie, nur weil sie dich nicht in die Sache mit reinziehen wollte. Für viele Menschen ist es einfach zu viel musst du wissen. Mimi ihre Eltern mögen mich zwar, wissen aber nach all den Jahren immer noch nicht, wie sie mit mir umgehen sollen. Sowas braucht seine Zeit und Mimi brauchte eben auch welche. Sicherlich hätte sie es dir gesagt, wenn der richtige Zeitpunkt da gewesen wäre. Außerdem liebt sie dich sehr doll. Das weiß ich, weil sie es mir immer wieder gesagt hat und pausenlos letzte Nacht von dir geredet hat. Also sei ihr bitte nicht böse“.
Wie konnte Palmon in der Lage nur ein Lächeln auf ihre Lippen zaubern? Es war zwar nicht langanhaltend und auch nicht wirklich ausgeprägt, aber es war da. Dazu hatte es einfach solch wunderschönen Worte benutzt, sodass es einfach Mimi ihr Herz berührt hatte. War nur noch zu hoffen das ihr Freund dies genau so sah und sie nicht für das verurteilte, was sie nun mal war.
Zögerlich sah Mimi mit weiteren Tränen in den Augen auf und wartete ungeduldig auf die Reaktion ihres Freundes, auch wenn sie schlimmes ahnte. Noch immer lag in den grünen Tiefen seiner Augen ein Ausdruck, den sie nicht deuten konnte. Langsam bekam sie es mit panischer Angst zu tun, die sich schnell in allen Zellen ihres Körpers ausbreitete und Mimi das Atmen erschwerten. Dennoch würde sie niemals die Hoffnung aufgeben das alles ein gutes Ende nehmen würde. Immerhin konnte das doch nicht das Ende sein, oder etwa doch?
Nach oben Nach unten
Nobu Kisaragi

avatar

Anzahl der Beiträge : 22

BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   Di Jul 18, 2017 1:06 am

11. August
14:00 Uhr
Mimi & Nobu


Da stand er da und musste sehen wie seine Freundin sichtlich überrumpelt von dieser Konfrontation saß und ein Wesen aus einer fremden Welt in den Armen hielt. Während ihr eindeutig ins Gesicht geschrieben war, wie schlimm diese Situation für sie war. Für gewöhnlich wäre das genau der richtige Zeitpunkt zu ihr zu gehen und sie in den Arm zu nehmen. Doch allein der Anblick der betrübten Mimi ließ in erstarren. Er konnte sich keinen Millimeter bewegen. Ebenso bekam er das Gefühl, dass es plötzlich unglaublich schwer wurde zu atmen. Er schaffte er lediglich seine Arme vor der Brust zu verschränken und sich leicht mit dem Rücken an den Schrank zu lehnen. Ihren Blick konnte er dann nicht stand halten. Diese Trauer in ihrem Gesicht war wie ein Stich in sein Herz und nun war er nicht einmal in der Lage ihr diese Trauer zu nehmen.
Er fixierte seinen Schuhe, während das grüne Wesen das Wort erhob und Mimi Mut zusprach. Natürlich würde er zuhören. Immerhin interessierte ihn einfach was hier los war. Was das da war. Und was es mit Mimi zu tun hatte. Es kam ihm so vor, als hätte Mimi ihm einfach etwas vorgelogen und er wollte wissen warum. Warum hatte sie nie erwähnt, dass ein Monster in ihrem Schrank lebte? Und vor allem, weshalb dachte sie, dass sie unehrlich sein müsste?
Doch Mimi erhob auch sehr zögernd ihre Stimme, doch diese Stimme jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken. Es war schlimm sie so reden zu hören. Er vermisste den gewohnten Klang ihrer Stimme. Die Stimme von dem Mädchen, welches er liebte. Die Stimme die ihn immer ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Die Stimme… die Stimme die er lieber hörte als alles andere. Doch das was er jetzt hörte war schrecklich. Unglaublich schrecklich. Warum konnte eine sonst so schöne Stimme plötzlich so seinen Ohren und seinem Herzen weh tun? Am liebsten hätte er einfach weggehört. Oder sie gebeten aufzuhören zu reden. Jedenfalls wollte er sie nicht so reden hören. Doch es war viel zu wichtig, was sie zu sagen hatte. Aber auch dies sorgte dafür, dass er sich nicht wohler fühlte. Digimon. Digiwelt. Das alles klang wie ein schlechter Witz. Ein Witz, den er all die Jahre verdrängte. Die ungewöhlichen Geschehnisse sind ihm immerhin auch nicht entgangen. Wie auch? Immerhin verlor sein Vater durch diese sein Leben. Nur weil sich irgendwelche Monster auf diese Welt verirrt hatten. Für Chaos sorgten und nahezu unaufhaltsam schienen. Sie nahmen einem Familienvater das Leben und einer Familie den Vater. Also war es doch wenig verwunderlich, dass Nobu jede Konfrontation mit diesem Thema aus dem Weg ging. Jede. Es war irgendwann soweit, dass er ihre Existenz komplett verdrängte und einfach nicht mehr daran glaubte. Und es war auch besser so. Wie konnte er seine zwei Schwestern in einer Welt aufwachsen sehen, die von Monstern aus einer anderen Welt bedroht wurde.
Doch Mimi fuhr fort, versuchte sich zu erklären. Doch stieß dabei einfach auf taube Ohren, vor allem als sie dann indirekt gestand, dass sie ihm kurz zuvor eine Lüge aufgetischt hatte. Noch nie hatte es ein Mensch geschafft den jungen Mann so aus der Fassung zu bringen. Er ballte seine Hände zu Fäusten und wusste nicht wohin mit sich, sein Blick blieb kurz an seinem Ring hängen. Der Ring seines Vaters und binnen Sekunden verspürte er wieder Wut, die selbe Wut die er damals für die Monster empfand, die für den Tod seines Vaters verantwortlich waren. Warum. Warum. Warum. Warum Das Mädchen, dem er sein Herz geschenkt hatte. Das er liebte. Mit dem er sein Leben verbringen wollte. Warum musste sie damit nur zu tun haben? Er schaffte es einfach nicht ein einziges Wort über die Lippen zu bringen. Einerseits hatte er zu große Angst etwas zu sagen, was er bereuen könnte. Und andererseits gab es nichts was in dieser Situation angebracht gewesen wäre. Zumindest fiel ihm nichts ein. Auch wenn er Mimi stets als Prinzessin behandelte war es einfach gerade unmöglich, wie sonst, dafür zu sorgen, dass es ihr gut geht. Für gewöhnlich hätte er nicht zugelassen, dass sich auch nur eine Träne einen Weg über ihre Wange bahnte und nun? Nun war er wohl der schlechteste Freund der Welt, der Abstand zu seiner weinenden Freundin hielt. Das „Es tut mir unheimlich Leid,“ von ihr ließ ihn dann doch aufschauen und er musterte kurz das Häufchen Elend, welches Mimi gerade offensichtlich war. Erneut lauschte er ihr schweigend. Sie versprach ihm, dass es nie wieder vorkam. Doch ob es stimmte? Ob sie noch mehr Geheimnisse vor ihm hatte? Woher konnte er sich sicher sein, dass es nun ehrlich war? Und warum tat es so weh, wenn sie seinen Namen aussprach. Erneut musste er seinen Blick abwenden. Er rang mit sich selbst um die richtigen Worte zu finden. Doch bevor diese ihren Weg über seine Lippen fanden erhob das Monster in ihren Armen, Palmon, das Wort und lenkte damit Nobus Aufmerksamkeit auf sich. Auch wenn er sich immer noch nicht sicher war, was er von diesem Ding halten sollte, lauschte er aufmerksam seinen Worten. Er hatte nie bezweifelt, dass Mimi ein schlechter Mensch war. Bisher jedenfalls nicht. Doch das alles hier… es riss ihm kurzerhand den Boden unter den Füßen weg. Er fühlte sich verloren, hintergangen und zu allem Recht belogen.
„Woher soll ich wissen, dass du jetzt ehrlich bist…“ erhob sich dann seine Stimme. Und er war doch sehr verwundert, dass sie so streng und kraftvoll war. „Du hast mir ins Gesicht gelogen. Mir was vorgemacht… und ich habe keine Garantie dafür, dass es die einzige Lüge war, die du mir aufgetischt hast.“, es waren böse Vorwürfe die er ihr plötzlich entgegen brachte und am liebsten hätte er sie sofort wieder zurück genommen, doch stattdessen machten seine Lippen das was sie wollten und hörten einfach nicht auf, dass zu sagen, was er nie offen aussprechen wollte. „Ich habe dich anders eingeschätzt… wirklich. Es ist… puuuh.“ Er musste kurz eine Pause einlegen und fuhr sich mit einer Hand einmal über Gesicht. Nur ihm dann festzustellen, dass er am ganzen Körper zitterte. War es die Wut oder die Trauer die das ihn ihm auslöste? Eigentlich liebte er Mimi, einfach weil sie so ein guter Mensch war. Doch nun schien sie genau das Gegenteil von dem zu sein, was er liebte.
„Ich… ich sollte lieber gehen.“ Schlug er vor, obwohl es eher eine Tatsache war. Immerhin würde er sich davon nicht abhalten lassen. Weshalb er sich direkt aufrichtete und seine Taschen kurz abtaste um sicherzugehen, dass er seinen Autoschlüssel in der Hosentasche hatte. „Ich… ähm…“ fing er an und versuchte sie kurz einen Blickkontakt herzustellen, musste den doch direkt wieder abbrechen. Diese Tränengefluteten Augen waren zu viel für ihn. Sein Blick verharrte auf Mimis Zimmertür. Auf welche er sich mit langsamen Schritten zubewegte. Als er dann den Türgriff mit seiner zittrigen Hand umklammerte hielt er kurz inne, und atmete einmal tief durch, „Lass mir bitte einfach etwas Zeit.“ Bat er sie, ohne sie erneut anzuschauen und öffnete mit einem Ruck die Tür um sie ebenso schnell hinter sich zu schließen, ehe er mit strammen Schritten den Flur entlang ging.
„Wo willst du denn plötzlich hin?“ erklang nur noch die Stimme von Satoe aus der Küche, doch Nobu nahm das gar nicht mehr wirklich war. Er wollte weg. Einfach weg. So weit weg wie möglich und das auch so schnell wie möglich. Zum Glück war er binnen Sekunden in seine Schuhe geschlüpft und konnte die Wohnung verlassen.
„Verdammt…“ knurrte er nur wütend, während er durch die Flure des Gebäudekomplexes schritt. Er wusste nicht einmal ob er so wütend auf Mimi war oder auf seine Reaktion. Er wusste nur, dass er erstmal etwas Zeit brauchte. Unbedingt. Also ging er ohne groß Umwege zu machen zu seinem Auto und ließ sich in seinen Fahrersitz sinken, während seine Augen noch kurzzeitig das Gebäude fixierten aus welchem er gerade kam und in welchem er seine weinende Freundin zurückgelassen hatte. Mit einem festen Griff umklammerte er das Lenkrad, ehe er seinen Kopf dagegen lehnte. „Scheiße… Scheiße. Scheiße!“, was war hier eben nur geschehen. Was? Warum musste es so enden und so weh tun, es gab einfach nichts, was ihm diesen Schmerz nehmen konnte, das war ihm schnell bewusst. So richtete er sich auf und schnappte sich sein Handy, eine kurze SMS musste reichen.
„Kannst du die Mädels heute abholen? Ich schaffe es leider nicht. Kann heute etwas später werden, wartet also nicht auf mich.“ Und in dem Moment wo der den Knopf zum Senden abdrückte um seine Mutter die SMS zu schicken, realisierte er wie ihm tatsächlich eine einsame Träne über die Wange lief. Und ihm scheinbar signalisierte, dass er einen riesigen Fehler gemacht hatte. Doch es war zu spät um den rückgängig zu machen. Also startete er den Motor, hielt erneut einige Augenblicke inne, ehe er dann den Parkplatz verließ und sich auf der Straße einordnete, ohne genau zu wissen, wohin ihn dieses Mal sein Auto bringen würde.
Nach oben Nach unten
Mimi Tachikawa

avatar

Anzahl der Beiträge : 17
Arbeit/Hobby : Schülerin

BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   Di Jul 18, 2017 7:49 pm

11. August
14:00 Uhr
Mimi & Nobu



Alles was in diesen Minuten in ihrem Zimmer passierte war schlimmer als jedes bösartige Digimon, welches Mimi begegnet war und zusammen mit ihren Freunden bekämpft hatte. Nobu war zwar in keinster Weise bösartig oder dergleichen, jedoch besaß er etwas, was diese Digimon nie hatten: ihr Herz.
Genau dieses Organ, welches doch so überlebenswichtig war schien bei jedem seiner Blicke und jedem seiner Worte immer weiter zu zerspringen. Diese Augen, die sie so liebte – sie waren voller Trauer und Enttäuschung. Wie konnte die Brünette da nicht weiter den Tränen ihren Lauf lassen? Schließlich hatte sie dem bedeutsamsten Menschen in ihrem Leben weh getan und zutiefst verletzt. Sie hatte eiskalt sein Vertrauen missbraucht und ihn angelogen. Ja, sie verstand wirklich wieso er so reagierte und hätte eigentlich nichts anderes erwartet. Dennoch schmerzte es einfach.
Liebend gerne würde Mimi nur für ein paar Momente ihre Gefühle ausstellen können nur um sich endlich beruhigen zu können. Immerhin hatte sie gerade einfach das Gefühl nicht mehr Herr ihrer Sinne und ihres Körpers zu sein, fast so als hätte die Trauer sie vollkommen besessen.
Selbst das Streicheln ihres Digimon half ihr nicht mehr. Langsam setzte sie das kleine, grüne Monster neben sich ab und schlang ihre Arme um sich selbst, in der Hoffnung sie würde so ihren Körper zusammen halten können. Wenn Nobu sie doch nur einfach wie sonst in den Arm nehmen würde, das wäre schön. Er würde ihr sagen das alles gut werden würde und ihr neue Kraft schenken. Sonst tat er dies nämlich ständig. Jetzt konnte dies nicht passieren, da er es ja war, den sie verletzt hatte. Konnte es noch schlimmer werden? Natürlich.
Woher sollte er nun wissen, dass sie ehrlich zu ihm war? Vielleicht hätte sie ja noch mehr Geheimnisse, die sie ihm nicht gesagt hatte? Wie bitte? Nein, das konnte nicht sein. Das alle stimmte einfach nicht. Mehr gab es da doch nicht.
Ihre Finger vergruben sich in die Seiten ihres Körpers, als Mimi das tiefe Schluchzen zu unterdrücken versuchte. Es raubte ihr einfach die Kräfte zum Atmen und zum Sprechen, dabei musste sie das Ganze doch ins richtige Licht rücken. Wie sollte er verstehen was nun stimmte, wenn sie doch kein Wort raus bekam? Immer mehr Nässe verteilte sich über ihre Wangen und machte es der Brünette schier unmöglich etwas zu sehen. Vom Weinen taten ihr schon die Augen weh und auch sonst hatte sie das Gefühl kaum noch Kräfte für das zu haben, was ihr noch bevorstand.
Ein leichtes Knurren neben ihr ließ sie noch einmal aufhorchen. Ihr Blick glitt zu Palmon, als diese mit einem bösen Blick in Nobu seine Richtung schaute: „Mimi würde dich nicht weiter anlügen. Sie hat die Wahrheit gesagt und dir alles anvertraut was du nicht wusstest. Ich finde es unfair das du sie nun so zum Weinen bringst. Das hat sie einfach nicht verdient“.
Mit gesenkten Kopf schüttelte die verzweifelte Digiritterin den Kopf und versuchte allen Beteiligten damit zu signalisieren das sie die gesamte Schuld auf sich nahm. Irgendwie hatte sie es doch etwas verdient, oder nicht? Zumindest nahm sie es so hin, wie es war. Viel an der Situation schien ja nicht veränderbar.
Erneut wurde Mimi hellhörig, als Nobu ihr sagte er wolle nun gehen. Genau das war es, was sie nun gar nicht wollte. Ja, er brauchte Zeit, wie er meinte, aber wie sollte sie diese Zeit ohne ihn nur überleben? Sie hatte doch keine Ahnung was nun kam. Würde er sich deswegen vielleicht von ihr trennen? Würde er sie allein lassen und sein Leben nun ohne sie fortführen? Undenkbar für Mimi selbst. Niemals würde sie es schaffen ihn ziehen zu lassen ohne eine Chance zu bekommen es wieder gut zu machen.
Alles um sie herum ging einfach viel zu schnell. Im nächsten Atemzug hatte ihr Freund ihre Zimmertür geöffnet und war verschwunden. Als diese wieder ins Schloss fiel, realisierte die Brünette erst was passiert war und glitt langsam auf den Boden ihres Zimmers. Die Hände schlug sie sich dabei vor ihr Gesicht und ließ alles ungehemmt raus. Das Palmon da war und sie sehen konnte oder aber ihre Mutter es hören konnte war ihr egal. Sie selbst trauerte einfach viel zu sehr und versuchte dem Schmerz Luft machen zu können, als das sie nun an andere denken konnte. Die Hitze, die sie dabei durchströmte schnürte ihr weiter die Luft ab. Weitere Tränen stahlen sich immer weiter aus ihren Augen. Die Stimme, welche ihr noch blieb klang so verzerrt und unnahbar, fast als wäre sie von einer anderen Person.
„Mimi bitte beruhige dich doch. Ich bin sicher Nobu braucht einfach nur ein paar Stunden für sich, dann meldet er sich bei dir“, das verzweifelte Digimon legte seine Arme um Mimi und versuchte diese zu beruhigen.
Ein Klopfen ertönte als nächstes an der Zimmertür: „Mimi? Was ist passiert? Ich habe Nobu nur ohne ein Wort aus der Wohnung gehen sehen. Ich mache mir Sorgen“.
Als die Brünette keine Reaktion auf das Klopfen ihrer Mutter zeigte, öffnete diese einfach die Tür. Als Satoe ihre Tochter weinend auf dem Boden vorfand, schlug diese sich vor Schreck die Hände vor den Mund. Auch bei ihr fingen sofort an sich Tränen in den Augenwinkeln zu sammeln, als sie zu ihrer Prinzessin ging und diese ebenfalls in den Arm nehmen wollte.
Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit sah die Mutter dem Digimon in die Augen und richtete direkte Worte an es: „Was ist passiert Palmon?“.
Aus Angst Ärger für das Schlamassel zu bekommen zog Palmon sich etwas zurück und schaute mit seinen riesigen Kulleraugen die Mutter ihrer Patnerin an: „Nobu hat mich im Schrank entdeckt, als er die Taschen wieder einräumen wollte, die ich aus Versehen umgekippt habe. Natürlich wusste er nichts von mir, da Mimi es ihm nicht direkt auf die Nase binden wollte. Ihn hat die Situation einfach überfordert“.
Nickend wand Satoe sich von Palmon ab und hielt ihre Tochter in den Arm, welche sich  nun der Liebe ihrer Mutter hingab. Mimi platzierte ihren Kopf auf den Schoß ihrer geliebten Mutter und klammerte sich an die Kochschürze, welche diese immer noch um hatte. Das sie diese durchnässen würde war der Brünette dabei gleichgültig. Allein die Nähe und Fürsorge dieser Vertrauensperson zählte.
Vorsichtige streichelte die Hausfrau durch die braunen Haare von Mimi und versuchte dabei die richtigen Worte für die Situation zu finden: „Vielleicht solltest du dich einfach hinlegen und etwas schlafen. Du musst doch völlig erschöpft sein. Wahrscheinlich würde dir das sogar ganz gut tun“.
Was hatte ihre Mutter da gerade gesagt? Mimi sollte schlafen? Diese banale Option kam für Mimi gar nicht in Frage.
Sofort zog sie sich zurück und sah ihre Mutter strafend an. Eigentlich wollte sie diese nicht so angreifen, indem sie sie als Zielscheibe ihrer Trauer und Wut machte. Dennoch konnte sie ihr loses Mundwerk nicht zügeln: „Das kommt überhaupt nicht in Frage! Ich werde mich jetzt anziehen und ihn suchen gehen“.
„Aber Mimi, dein Knöchel“, sagte Satoe mit brechender Stimme, da sie nicht wollte das ihrer Prinzessin noch mehr passierte.
Gekonnt ignorierte Mimi das und stand auf, auch wenn sie dabei wirklich den Schmerz in ihrem Bein hochziehen spürte. Es brannte und tat weh, allerdings nicht so sehr wie ihr Herz und um genau das würde sie sich nun kümmern wollen. Schnellen Schrittes ging sie an ihr Fenster und zog den Vorhang weg. Unter Tränen konnte sie erkennen das Nobu gerade in sein Auto eingestiegen war und nun davon fuhr.
Wieso nur hatte er so lange gebraucht? Tat ihm das Ganze etwa auch Leid? Würde er vielleicht doch mit ihr reden wollen? Sofort schöpfte sie neue Hoffnung und versuchte die Trauer in sich zu verdrängen. Immerhin musste sie nun ihren Freund finden und ihm deutlich machen wie sehr sie ihn liebte und das es nun gar nichts mehr gab, was sie ihm verheimlichen konnte.
Mit ihrem Handrücken wischte die Brünette sich ihre Tränen aus dem Gesicht und sah in den Spiegel, welcher neben ihr im Zimmer hing. Ihre Augen waren zwar rot und alles andere wirkte etwas aufgequollen, ändern ließ sich das nun aber nicht. Man gut das sie sich heute morgen gegen unnötige Schminke entschieden hatte und ihre Mascara ihr Werbeversprechen hielt, indem sie wirklich wasserfest war.
„Überleg dir das Ganze bitte nochmal Mimi. Deine Mutter hat Recht. So kannst du doch nicht raus gehen. Dein Knöchel soll geschont werden“, sagte Palmon betrübt und musterte sie dabei eindringlich.
Leicht wütend darüber, dass ihre Mutter und ihr Digimon sie nicht verstanden, sah sie nun zu Palmon und ballte ihre Hände zu Fäuste: „Das ist mir gerade mehr als egal. Ich liebe Nobu und muss verdammt nochmal mit ihm reden“.
„Das kannst du doch auch, aber doch nicht jetzt mein Schatz. Du merkst doch jetzt schon das du nicht mehr lange auf deinen Beinen stehen kannst. Bitte höre auf Palmon und bleib hier. Ich will nicht das dir etwas passiert“, die Träne ihrer Mutter rührte Mimi zutiefst, dennoch würde sie das nicht umstimmen.
Die Beiden mochten vielleicht Recht haben, da sie jetzt schon unter Schmerzen hier stand und versuchte das Gleichgewicht zu halten. Ein Grund ihr Vorhaben abzubrechen war es aber allemal nicht. Somit ging Mimi aus ihrem Zimmer und stürmte schnellen Schrittes in den Eingangsbereich, in dem sie sich ihre Schuhe anzog und ihre Handtasche nahm. Handy, Portemonnaie und Schlüssel waren darin, mehr brauchte sie nicht.
Mit einem letzten Blick nach hinten sah die Brünette in die traurigen Gesichter ihrer Mutter und ihres Digimon, aber selbst das konnte sie nicht so sehr berühren, wie der bereits vorhandene Schmerz in ihrer Brust. „Macht euch bitte keine Sorgen, ich melde mich. Und du mach ja keinen Unsinn Palmon“.
„Lass mich bitte mitkommen Mimi. Ich kann auf dich aufpassen“, ihr Partner kam einen Schritt näher.
Bestimmend schüttelte Mimi den Kopf: „Nein, ich muss das alleine mache. Nobu kennt dich nicht. Das würde die Sache verkomplizieren. Außerdem müssen wir unter vier Augen miteinander reden“.
Verunsichert schaute Palmon zu ihr auf und nickte nur.
Auch ihre Mutter ließ sie schweren Herzens ziehen: „Pass bitte auf dich auf mein Schatz und melde dich, wenn etwas ist. Dein Vater kommt bald von der Arbeit. Zur Not kommen wir und helfen dir“.
„Danke Mama, das mache ich. Versprochen“, sagte sie rasch und öffnete schnell die Einganstür ehe den Beiden etwas Weiteres einfallen konnte, das sie ihr mitteilen wollten.
Unter Schmerzen stieg Mimi die Treppen runter und ging aus dem Wohnhaus, in dem sie nun seit ein paar Wochen wohnte. Erst jetzt wurde ihr bewusst, was sie da tun wollte. Es schien unmöglich ihren Freund in Tokio zu finden, immerhin war diese Stadt riesig. Wie sollte sie da wissen wo er sein könnte. Er konnte ja überall sein, wenn man es genau nahm. Noch dazu hatte er dank seines fahrbaren Untersatzes einen riesigen Vorsprung, den sie so einfach nicht einholen konnte.
Mit zwei Fingern massierte Mimi sich ihre Schläfe und versuchte die Kopfschmerzen zu unterdrücken, die sich dank ihrer zahlreichen Tränen anmeldeten. Das konnte sie bei aller Liebe nun wirklich nicht gebrauchen. Zuletzt hatte sie sich so unwohl im Kopf gefühlt, als Nobu sie bei ihrer ersten Verabredung im Stadtpark abgelichtet hat.
An diesen Tag dachte Mimi gerne zurück, da es inoffiziell ihre erste Verabredung war und sie Nobu so nah sein konnte. Er war einfach ein toller Mann gewesen, schon damals und so zuvorkommend. Zusammen hatten sie sich daher entschlossen im Park die Aufnahmen zu machen, nach denen er sich bei ihrem Zusammentreffen in der Stadt erkundigt hatte. Damals schon hatte ihr Herz leicht für Nobu geschlagen. Wie er sie bei dem Shooting angesehen hatte und ihr das Gefühl gegeben hatte sie sei die schönste Frau auf Erden. Allein der Gedanke traf sie mitten ins Herz und füllte ihre Augen erneut mit Tränen, doch musste Mimi stark sein.
Plötzlich kam es wie ein Geistesblitz in ihr Gedächtnis. Nobu hatte ihr gesagt er sei genauso naturverbunden wie sie selbst. Der Stadtpark sei daher ein schöner Ort und sie beide verbanden mit diesem viele Erinnerungen und treffen. Wenn sie mal über etwas reden oder nachdenken mussten, dann waren sie immer dort gewesen. Er musste also einfach da sein und eventuell auf sie warten.
Ohne länger Zeit verschwenden zu wollen machte die Brünette sich daher unter Schmerzen auf den Weg in den Stadtpark auch wenn dieser zu Fuß eine ganze Ecke von ihr zu Hause weg war. Für einen Bus oder dergleichen hatte sie einfach keine Zeit. Es ging um Nobu und sie, um ihre Beziehung. Allein schon seinetwegen würde sie das Ganze schon überstehen und machen. Das war sie ihm einfach schuldig.
So lief Mimi also schnellstmöglich in Richtung des Stadtparkes, in der Hoffnung dort ihre Liebe anzutreffen und mit ihm reden zu können. Alles andere war ihr egal, solange sie seine Zweifel ein für alle mal aus der Welt schaffen konnte und ihn überzeugen konnte das es nun nichts mehr gab, was er nicht schon über seine Freundin wusste. Und dann würde sie ihn nie wieder anlügen, das schwor sie sich. Sie würde ihm all seine Fragen beantworten und ihm all das zeigen, wenn er wollte, solange sie ihn dadurch nicht verlieren würde. Schließlich war er ihr mit das Wichtigste auf der Welt und daher unersetzlich für sie. Spätestens jetzt, wo sie ihr Herz so schmerzen spürte wusste Mimi das mit Sicherheit: für sie würde es zeitnah und wahrscheinlich auch in ferner Zukunft einfach niemand anderes geben als Nobu Kisaragi.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Wohnung von Mimi   

Nach oben Nach unten
 
Wohnung von Mimi
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Amy Winehouse tot in ihrer Wohnung gefunden
» Ich bin der Neue (Matthias)
» Wohnung von Setsuna Meioh
» Shun ,Shin , Asuna und Mimi
» mimi mouse, mein trostbaby von ulli gall

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Digirevenge :: Inplay :: Unsere Welt :: Wohnungen-
Gehe zu:  
Listinus Toplisten