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 Wohnung von Sora

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Taichi Yagami

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BeitragThema: Wohnung von Sora   So Jan 31, 2016 3:54 pm

Hier wohnt Sora mit ihrer Familie.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Mo Apr 30, 2018 3:44 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato

Mit einem anhaltenden flauen Gefühl im Bauch betätigte Yamato die Klingel der Takenouchis. Gabumon hatte er vorsorglich Zuhause gelassen. Immerhin wollte er nichts tun, dass Soras Wunden nur noch weiter aufreißen würde. Und seinen eigenen Digimonpartner mitzubringen, während ihrer nicht mehr da war, erschien dem Musiker furchtbar herzlos. Auch Gabumon hatte sofort Verständnis gezeigt, auch wenn es sich nicht gerne von seinem Partner trennte. Vor allem nicht nach den gestrigen Ereignissen.
Ihre Gruppe schien noch relativ viel Glück gehabt zu haben, während die Gruppe von Taichi und Sora alles andere als Glück gehabt hatte. Yamato hatte immer noch keine Ahnung, was genau geschehen war. Aber aus Taichis Erzählungen heraus wusste er genug um sich das Schlimmste vorzustellen. Kein Wunder, dass es Yamato beschäftigte. Die ganze Zeit über fragte er sich, ob er irgendetwas hätte tun oder verhindern können, wenn er dabei gewesen wäre. Gabumon hatte ihm versichert, dass das nicht der Fall gewesen wäre. Immerhin waren Taichi und Agumon ebenso stark, wie sie. Aber zusammen hätten sie vielleicht das Blatt wenden können. Die Selbstvorwürfe brachten jedoch überhaupt nichts. Der Einzige, der sich noch mehr Vorwürfe machte, war Koushiro. Yamato hatte genau bemerkt, wie es dem Computergenie zugesetzt hatte. Zum Abschied hatte er Koushiro daher versichert, dass sie alle wüssten, dass er nichts dafür könne. Aber vermutlich brachte das genauso viel, wie Gabumons Beschwichtigungen – Nämlich nichts.
Seit er Sora bei sich zuhause abgeliefert hatte und in die Obhut ihrer Mutter gegeben hatte, die ebenfalls sehr betroffen über den Verlust Biyomons reagiert hatte, war er nach Hause gegangen und hatte sich dort weiter den Kopf zerbrochen. Die halbe Nacht hatte Yamato wachgelegen und einfach keinen Schlaf gefunden. Zu groß war die Sorge um Sora, die er so noch nie erlebt hatte. Natürlich wussten sie alle, dass sie Biyomon wiedersehen würden. Sora hatte ein Ei erhalten. Etwas, das sie bereits bei Takeru miterlebt hatten. Aber dennoch wollte sich Yamato nicht vorstellen, wie es war, wenn der eigenen Partner vor seinen Augen getötet wurde. Kein Wunder, dass Sora so sehr mitgenommen war.
Deswegen hatte Yamato auch beschlossen, direkt am nächsten Tag wieder nach ihr zu sehen. Falls sie lieber alleine sein wollte, würde er ihr die Ruhe gönnen. Doch sie nicht zu besuchen und nicht für sie da zu sein war keine Option. Auch wenn Yamato überhaupt nicht wusste, was er tun sollte.
Wieso nur passierte es ausgerechnet jetzt? Die furchtbaren äußeren Umstände sorgten dafür, dass er auf ganzer Linie versagte. Als fester Freund fand er einfach keinen Weg um seine Freundin zu trösten. Sein bester Freund war verletzt worden und Yamato wusste nicht, was er tun konnte um ihm zu helfen zumal immer noch zwischen ihnen stand, dass sie ihm verschweigen hatten, dass Sora und er miteinander ausgingen. Und als großer Bruder war er auch gerade nicht zu gebrauchen. Anscheinend hatten Takeru und er mehr Geheimnisse voreinander, als Yamato angenommen hatte.
Dementsprechend war auch Yamato nach wie vor angespannt und der Zustand besserte sich auch nicht, als Soras Mutter ihm die Tür öffnete. „Guten Morgen“, brachte er dennoch höflich hervor und verbeugte sich hastig. Immerhin legte Soras Mutter auf so etwas Wert, auch wenn die Lage gerade nicht entspannt war und er eigentlich keine Zeit mit Floskeln verschwenden wollte. „Ist Sora da? Ich… mache mir wirklich Sorgen“, fuhr Yamato daher fort und wartet, bis er herein gebeten wurde. Eigentlich wusste er zwar immer noch nicht, was seine Anwesenheit an Soras Kummer ändern sollte, aber es gefiel ihm nicht, dass sie gerade jetzt alleine sein musste.
„Frau Takenouchi, es tut mir wirklich leid, was passiert ist“, wandte sich Yamato an die Mutter seiner Freundin. „Ich mache mir wirklich Vorwürfe, weil ich nicht bei ihr war, als es passiert ist.“ Wahrscheinlich fragte sie sich auch, wieso eigentlich der Freund ihrer Tochter nichts unternommen hatte. Jedenfalls war es ja das, was sich Yamato vorwarf. Er kam sich als fester Freund jedenfalls wie eine Niete vor. „Ich habe wirklich die Absicht gut auf sie aufzupassen“, fügte Yamato leiser hinzu und senkte betreten den Blick.
Erst, als er weiter zu Soras Zimmer geschickt wurde, sah er wieder auf. Dort klopfte er leise an und betete, dass Sora nicht immer noch im Bett lag. Denn das wäre eine Situation, auf der er noch nicht vorbereitet wäre.
Doch zum Glück hatte das nicht den Anschein, auch wenn sie alles andere als glücklich aussah. „Hallo“, murmelte Yamato und trat vorsichtig näher. „Ich…“ Er suchte nach den richtigen Worten, um die Situation nicht noch schlimmer zu machen und entschied sich schlussendlich für die Wahrheit. „Ich habe mir Sorgen gemacht und wollte nach dir sehen“, schloss er seinen Satz und fasste nach Soras Hand. „Wenn du aber lieber deine Ruhe möchtest, musst du es nur sagen.“ Er war so furchtbar schlecht darin ein guter fester Freund zu sein…



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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Di Mai 01, 2018 9:20 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato

Die junge Frau bekam den restlichen Tagesablauf nur schemenhaft mit. Alles schien so weit weg und unwirklich, ihr Körper schien regelrecht von allein zu arbeiten und so kam es, dass sie gemeinsam mit Tentomon und Iori die erste Versorgung von Taichis Schulter und Meikos verletzten Händen übernahm, bis Joe wieder zurück war.
Wie sie nach Hause gekommen war wusste sie gar nicht mehr genau, sie konnte sich nur an Yamato erinnern, der die ganze Zeit an ihrer Seite war.
Sobald der Blondschopf jedoch die Wohnung verlassen und sie allein in ihrem Zimmer war, brach die junge Frau erneut erbittert in Tränen aus, während sie das Digiei fest in ihren Armen umklammert hielt. Ihre Mutter klopfte einige Male besorgt an ihre Türe, doch Sora blieb für den Abend allein in ihrem dunklen Zimmer. Erst irgendwann in der Nacht, als ihre Tränen versiegt waren, rappelte sie sich auf und räumte eine Schublade aus ihrem Nachttisch leer, um sie mit einer weichen und warmen Decke auszustatten und dort das Digiei hinein zu legen. Immer wieder fragte ihre Mutter, ob sie etwas essen wolle, doch die junge Frau nahm nichts dergleichen zu sich. Mehr automatisch als freiwillig wechselte sie ihre Kleidung zum Schlafanzug und untersuchte die Schürfwunden, die sie durch die Stürze erlitten hatte, als sie diversen Angriffen ausgewichen war. Zwar brannten diese etwas, waren aber nicht wirklich erwähnenswert, so versorgte sie diese beiläufig, während ihre Gedanken immer wieder um die vergangen Ereignisse kreisten und ihr erneut Tränen in die Augen trieben. Sie saß in ihrem dunklen Zimmer, den Blick auf das regungslose Ei in ihrem Nachttisch geheftet. Der Himmel wurde mit dunkleren Wolken überzogen und versteckte den Schein des Mondes. Wie in Trance begab sich die junge Frau zu ihrem Bett, ließ sich darauf nieder und strich anschließend über die kühle Schale des digitalen Eis. Wieder brach sie in Tränen aus, wand ihr Gesicht ins Kissen und versuchte ihr Schluchzen zu ersticken. In ihren vier Wänden konnte sie sich ungeniert einfach ihrer Trauer und ihren Gefühlen hingeben, ohne jemandem damit zu belasten. Es dauerte lange, bis der Schlaf nach ihr gegriffen und sie mit sich gezogen hatte. Doch die Träume ließen ihr keine Zeit für Erholung. Immer wieder träumte sie von Deemon und Biyomon. Wie hätte es nur anders verlaufen können? Wie hätte Biyomon gerettet werden können? Angst und Selbstzweifel kamen in der jungen Frau immer wieder auf, selbst in ihren Träumen und Deemons finsteres Lachen ließ sie immer wieder aus ihrem unruhigen Schlaf erwachen.
Des Morgens um sechs, als sie der Alptraum erneut einholte und sie auffahren ließ, beschloss Sora, einfach wach zu bleiben. Ihr Herz raste, ihre Atmung ging schnell. Es war nur ein Traum. Ihr Blick glitt durch das sehr schwach beleuchtete Zimmer und fand das gefiederte Digimon nicht. Ihr Blick blieb auf dem Ei hängen und für einen Augenblick schien ihr Herz still zu stehen. Es war kein Traum. Es war die grausame Wirklichkeit.
Mit einem verbitterten Blick warf Sora die Decke zur Seite und erhob sich, um die Gardine zur Seite zu schieben. Der Regen prasselte gegen die Fensterscheibe und ließ die Tropfen daran hinabrinnen. Was für ein trauriger Tag dies doch war und wie passend zu ihrer Gemütslage. Mit einem leisen seufzenden Grummeln zog die junge Frau den Vorhang wieder zu und schaltete stattdessen die Nachttischlampe an. Ihre Augen schmerzten, fühlten sich warm und geschwollen an. Ein Blick in den Spiegel vom Kleiderschrank verriet ihr, wieso sie so empfand. Ihre Augen waren geschwollen und blutunterlaufen. Erneut grummelte die orangehaarige Frau, ehe sie sich abwendete und ein paar gemütliche Sachen zum rumlümmeln raussuchte und sich dann frisch machte, um sich dann wieder in ihr Zimmer zurück zu ziehen.
Nun versuchte Sora auch, sich etwas abzulenken. Die Schulaufgaben bereiteten ihr schon nach kürzester Zeit Kopfschmerzen und das Buch, welches sie gerade am lesen war, machte es auch nicht besser. So zog die junge Frau einfach einen Block hervor und ließ ungeplant den Stift auf dem Papier hin und her schnellen.
Wieder suchte ihre Mutter sie auf, wollte sie animieren, etwas zu frühstücken, doch wieder wies Sora das Essen und ihre Mutter ab.
Sora lag auf dem Bett und kritzelte planlos auf dem Papier herum, als ihr Unterbewusstsein wahrnahm, dass es an der Türe geklingelt hatte. Wenig darauf hörte sie, wie ihre Mutter die Türe öffnete und dann ertönte da eine Stimme, die sie nur zu gut kannte. Sofort hielt sie mit dem Stift inne und starrte auf das Papier vor sich. Yamato. Langsam rappelte sich Sora auf und saß schließlich auf ihrem Bett, als es gerade an ihrer Zimmertüre klopfte. "Herein.", sagte sie, ihre Stimme klang belegt, als hätte sie diese für eine lange Zeit nicht benutzt, ihr Hals schmerzte vom vielen Schluchzen in der Nacht.
Langsam ging die Türe auf und sie erblickte den Blondschopf der ihr Zimmer betrat. Zwar war weder der Kummer noch die Trauer aus ihr verschwunden, aber kaum hatte sie Yamato erblickt, fühlte sie sich wenigstens ein kleines bisschen besser. "Hey.", gab sie als Antwort zur Begrüßung zurück. Vorsichtig erhob sich die junge Frau vom Bett und ließ dieses etwas verknüddelt hinter sich zurück. Direkt gab er eine Erklärung für den unangekündigten Besuch von sich, der Sora ein kurzes Lächeln auf die Lippen zauberte, auch wenn ihr Blick etwas anderes vermittelte. "Mir geht es gut.", log die junge Frau und versuchte dabei, so unbeschwert und verletzt wie möglich auszusehen. Das würde ihr noch fehlen, wenn sich der junge Mann nun auch noch die ganze Zeit Sorgen um die junge Frau machte. Die Berührung an ihrer Hand lies Sora aber gleich wieder etwas unsicher werden, wenngleich es auch gut tat. Sie hob den Blick zu seinem an und schüttelte leicht den Kopf. "Du...störst nicht. Bitte setz dich. Möchtest...Du etwas trinken?" Sie musste sich jetzt einfach zusammenreißen und die Ablenkung würde ihr sicher gut tun. Sie verließ kurz ihr Zimmer, um dem jungen Mann ein Glas Saft mit zu bringen und gleichzeitig hatte sie noch eine Schale mit kleinen Keksen dabei.
Als sie ihr Zimmer wieder betreten hatte, schloss sie die Türe hinter sich, reichte Yamato das Glas und stellte die Kekse auf dem Nachttisch, direkt neben ihm ab. Zügig richtete sie die Bettdecke, die vom Liegen etwas durcheinander gebracht worden war und bot Yamato den Platz an. "Geht...es Dir denn gut? Wie ist es bei euch denn gelaufen?", zwar hatte der Bassist auf Sora den Eindruck gemacht, als wäre er unbeschadet aus der Digiwelt zurück gekommen, aber dennoch wollte sich die junge Frau vergewissern, dass bei ihrem Freund alles in Ordnung war.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Mo Mai 07, 2018 3:45 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato


Yamato wartete, bis Sora ihn herein gebeten hatte, was erstaunlich lange dauerte. Sonst kam sie ihm meistens auch schon in der Wohnung entgegen, wenn sie mitbekam, dass er klingelte. Nun allerdings sah er ihr auch direkt an, dass sie immer noch vollkommen fertig war. Ihre Stimme klang fremd und ihr Erscheinungsbild wirkte auch anders als sonst. Sofort nahm das flaue Gefühl im Magen bei Yamato auch wieder zu. Er hatte zwar geahnt, dass es Sora nicht wirklich besser gehen würde, aber sie so zu sehen bedrückte ihn dennoch.
Schlimmer war allerdings, dass sie sofort beteuerte, es würde ihr gut gehen. Jeder konnte ihr ansehen, dass das nicht der Fall war. Aber für jemanden, der sie lange und gut genug kannte, war auch klar, dass Sora keine weiteren Sorgen bereiten wollte. Dennoch seufzte Yamato als er ein paar Schritte auf sie zu machte und schließlich neben ihr in die Hocke ging. Dabei griff er nach Soras Händen. „Tue das nicht, Sora“, bat er sie. „Schließ mich nicht aus.“ Er wusste auch, dass er wirklich schlecht darin war, andere zu trösten, aber er wollte es wenigstens versuchen und das ging eben nicht, wenn Sora ihn nicht ließ. „Ich weiß, ich bin miserable darin, aber ich bin für dich da…“, fügte Yamato hinzu und sah perplex auf, als Sora aufstand und vermutlich tatsächlich etwas zu trinken besorgte.
Der Blonde richtete sich auf und wartete darauf seine Freundin zurückkam und nicht die nächste Aufgabe fand, mit der sie sich ablenken konnte. Allerdings war das wohl auch schwieriger als gedacht. Denn selbst als sie mit Saft und Keksen zurückkam, fand sie noch kleinere Aufgaben in ihrem Zimmer, das eigentlich ordentlich aussah.
Also schüttelte Yamato den Kopf, während er Sora mit den Augen dabei verfolgte, wie sie durch ihr Zimmer wanderte, bis es schließlich nichts mehr zu tun gab und sie sich stattdessen nach ihm erkundigte. „Sora!“, brachte er fast empört hervor. „Ich bin nicht hier hingekommen um über mich zu reden!“, stellte er klar. Die Eigenschaft, die er am meisten an ihr schätze, war gerade nicht wirklich hilfreich. „Dir geht es schlecht. Jedem von uns ginge es in der Situation schlecht!“ Yamato hielt inne. Denn ganz bestimmt war es keine gute Idee Sora den Eindruck zu vermitteln, als wäre er verstimmt deswegen. Also war es besser, wenn er seine direkte Art hinunter schrauben würde. Also senkte er kurz den Blick, bevor er Sora wieder direkt ansah. Dieses Mal besorgter. „Ich verstehe ja, dass du allen keinen weiteren Kummer bereiten möchtest. Ich hab auch gesehen, wie aufgewühlt alle gewesen sind… gerade die Neuen. Aber ich bin… ich bin dein Freund, Sora. Und so funktionieren Beziehungen glaube ich nicht. Ich sollte jetzt für dich da sein. Eigentlich hätte ich schon gestern für dich da sein müssen. Also bitte, schließ mich nicht aus“, bat er Sora erneut und kam dann auf sie zu, um sie in seine Arme zu ziehen. Irgendetwas musste er schließlich tun. „Ich mache mir so oder so Sorgen, ob du nun mit mir redest oder nicht“, fügte er hinzu, wohlwissend, dass das der Grund war, weswegen sie versuchte ihm vor zu machen, alles wäre in Ordnung.
„Wir müssen aber auch nicht reden…“, murmelte Yamato dann. Vielleicht wollte Sora die Ergebnisse auch nicht immer wieder durchgehen müssen. Es genügte schon, dass das Digiei gut sichtbar in einer Schublade verstaut war und eine ständige Erinnerung an die schrecklichen Szenen sein musste. „Wir können…“ Yamato brach ab und zuckte hilflos mit den Schultern. „Ich weiß auch nicht… was kann ich tun Sora?“, wollte er stattdessen von ihr wissen. Wenn sie sollte, dass er den Mund hielt, würde er das tun. Aber so ratlos und hilflos wie er sich gerade fühlte, traute Yamato sich selber nicht über den Weg. Was sagte man auch in so einer Situation? Es wollte ihm auch einfach nichts Tröstendes einfallen. Das Einzige, dass ihm in den Sinn kam war, wie leid es ihm tat, was passiert war und dass er nicht bei ihr gewesen war, um es zu verhindern.

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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Mo Mai 07, 2018 9:11 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato

Als sie noch auf dem Bett saß und sich der junge Mann vor sie hockte, ihre Hände in die seine nahm und sanft auf sie einredete, merkte Sora, wie die kleine Mauer, die sie mühsam seit dem Vortag aufgebaut hatte, langsam dahin bröckelte. Ihr Herz zog sich zusammen und sofort wurden ihre Augen glasig.
Zum Glück konnte sie sich damit beschäftigen, Snacks und Getränke für Yamato zu besorgen. Und in der Tat; obwohl ihr Zimmer blitzeblank war, suchte sie verzweifelt nach Ablenkung, damit ihre Gedanken nicht um den vorherigen Tag kreisten.
Sie wollte ihn nicht ausschließen und sie wusste auch ganz genau, dass sie ihm nichts vormachen konnte. Sie glaubte sich ja selbst nicht mal. Aber sie wollte einfach nicht wieder anfangen zu weinen, nicht vor anderen, sie wollte niemanden mit ihren Gefühlen belasten oder Unbehagen bereiten.
Diese kleinen Aufgaben - und waren sie noch so unbedeutend - lenkten sie gerade ab und das war es, was sie brauchte. Und als diese ihr auch ausgegangen waren, wollte sie sich nach seinem Befinden erkunden. Nicht, dass er auch verletzt worden wäre. Doch so weit kam es gar nicht, denn der junge Mann erhob fast mahnend seine Stimme, was Sora kurz zusammenzucken ließ. Jedes seiner Worte ließ Soras Augen immer glasiger werden. Innerlich betete sie darum, dass er doch aufhörte, diese Worte zu sagen, dass er einfach auf ihre Frage antwortete. Sie merkte, wie sich ein Knoten in ihrem Hals bildete, der sich so dermaßen festsetzte, dass er ihr fast die Luft nahm.
Und dann erhob er die Stimme erneut, ganz ruhig und sanft und besorgt um sie. Er sorgte sich um sie. Direkt auf diese Worte, kam er auf sie zu und zog sie in seine Arme. Und ehe Sora wusste, wie ihr geschah, spürte sie, wie die kleine Mauer zu Staub zerbröckelte und all die Gefühle, die sie dahinter verstecken wollte, zum Vorschein kamen und dann konnte sie auch nicht mehr anders. Sie krallte sich zitternd in das Hemd des jungen Mannes und begann bitterlich zu weinen. Die Tränen rannten über ihre Wangen, brannten heiß auf ihrer Haut, ihr Gesicht vergrub sie ebenfalls in Yamatos Hemd. "Es...tut mir so leid!", rief sie schluchzend aus. Es tat ihr leid, dass sie Biyomon nicht beschützen konnte. Es tat ihr leid, dass Yamato sich um sie sorgte. Es tat ihr leid, dass sie diese Gefühle nie mit jemandem teilen wollte. Es tat ihr leid, dass sie gerade nicht mehr Kraft hatte, ihren Kummer zu verdrängen und nach vorn zu sehen, denn es gab ja Hoffnung! Sie hatte das Digiei, sie würde Biyomon wieder sehen, auch wenn sie noch nicht wusste, wann das der Fall sein würde. Aber dass es überhaupt dazu kommen musste, war eben der Knackpunkt, den Sora einfach nicht so leicht verarbeiten konnte.
Es tat so gut, dass er da war, dass er wollte, dass sie sich nicht verschloss und dass sie einfach mal ihre Gefühle zeigen konnte, ohne Bedenken zu haben. Denn auch diese Fassade bröckelte gerade dahin. Das dringende Bedürfnis, negative Gefühle nicht vor anderen zu zeigen, was sie sonst so strikt lebte, das verschwand hinter ihrem ganzen Kummer, der nun die Oberhand in ihr übernahm. Sie weinte einfach ihren Verlust hinaus, dabei konnte sie nicht sagen, wie lange sie weinte.

Als sie sich beruhigt hatte, saß sie zusammen mit Yamato auf ihrem Bett, immer noch in seinen Armen. Nach wie vor war ihr Zimmer dunkel, der Regen plädderte immer noch gegen die Fensterscheibe und sang sein Klagelied. Soras Tränen waren versiegt, doch war sie einfach erschöpft in seinen Armen und blickte das Digiei in der Schublade an. Sie saßen einfach eine ganze Weile ruhig da, sagten nichts, bis Sora die Stille brach und von ihrem Ausflug in die Digiwelt erzählte. Ohne eine Regung im Gesicht, ohne weitere Tränen zu vergießen, erzählte sie mit belegter und leicht zittriger Stimme davon, wie sie mit Biyomon in der Digiwelt gelandet war, wie sie Taichi und Meiko gefunden hatten, wie sie von Devidramon angegriffen und voneinander getrennt worden waren, bis hin zu Deemon, der sie und Biyomon verfolgte, ihren Digipartner tötete und dann auch noch sie verfolgte, bis sie Gott sei Dank in Taichi und Meiko hinein gelaufen war, welcher durch Deemon eben auch diese fürchterliche Verletzung bekommen hatte. In ihr kam der Wunsch auf, sich bei Taichi zu melden. Wie es ihm wohl ging? Bestimmt war die Nacht für ihn auch nicht so leicht, wie für sie. Sora beschloss, sich später bei ihm zu melden. Im Moment war sie um Yamatos Nähe mehr als dankbar.
Hätte sie besser aufgepasst und hätte sie sich nicht von den anderen beiden trennen lassen, wäre Biyomon vermutlich noch am Leben und Tai unverletzt. "Es...ist alles meine Schuld.", fügte sie schließlich verbittert hinzu. "Wäre ich...nicht in diesen Gang hinein...Es hätte alles anders kommen können.", ihre Stimme war so dünn und leise, gefühlt war immer noch der Kloß in ihrem Hals, obwohl dieser sich gelöst hatte bei ihrem Ausbruch. Sie ballte leicht eine Hand zur Faust und drückte diese an ihre Stirn während sie dabei die Augen zukniff, um sich zusammen zu reißen. Ihren Kopf drehte sie wieder in Yamatos Richtung und vergrub diesen sachte in seinem Oberteil. Sein Duft drang in ihre Nase und sofort beruhigte sie sich wieder etwas. Wie unendlich dankbar sie ihm war, dass er da war für sie, dass er sich Zeit für sie nahm. Ihr Blick glitt sachte nach oben, um den seinen zu treffen. "Geht...es Dir denn gut?", wollte sie schließlich nochmal wissen. Denn nach wie vor wusste sie nicht, ob Yamato irgendwelche Verletzungen davon getragen hatte und so bestand auch die Sorge um ihn in ihr.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Mi Mai 09, 2018 5:00 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato


Noch ehe sich Yamato versah, schmiegte sich Sora haltesuchend an ihn und begann wie auch schon am Vortag zu weinen. Ihr Gesicht vergrub sie dabei in sein Hemd, das von ihren Tränen langsam aber sich nass wurde, was ihm nicht egaler sein könnte. Sofort zog er sie ein wenig enger an sich heran und strich ihr über den Rücken. Das tat man doch, wenn man jemanden trösten wollte, oder? Er glaubte nämlich nicht, dass Süßigkeiten hier weiterhelfen würde, wie früher wenn sein kleiner Bruder geweint hatte.
„Dir muss überhaupt nichts leidtun“, sagte Yamato scharf und versuchte seine Wut nicht allzu deutlich zu zeigen. „Sondern der Person, die dahinter steckt!“ Wenn er diesen jemand in die Finger bekommen würde, würde der sein blaues Wunder erleben! Aber Wut half Sora neunmal gerade auch nicht weiter und das wusste Yamato.
Was Sora brauchte war anscheinend wirklich jemand, der sie in den Arm nahm und ihr dabei zu hörte, wie sie die Geschehnisse wiedergab, nachdem sie aufgehört hatte zu weinen. Dennoch hielt er sie weiterhin fest in seinen Armen um ihr wenigstens irgendwie zu zeigen, dass sie nicht alleine war. Ihre Stimme klang beinahe monoton, während sie ihm schildete, was geschehen war und Yamato hatte Mühe sein Entsetzen und seine Wut darüber im Zaum zu halten. Lediglich ihr zur Liebe verharrte er auf seinem Platz und konzentrierte sich darauf Sora zu trösten. Nach ihrer Erzählung musste er wohl froh sein, dass nicht noch etwas Schlimmeres passiert war. Vor allem der Part um Taichi ließ ihm flau im Magen werden. Wenn eine Attacke Soras Digimon niedergestreckt hatte, wie knapp war dann Taichi an Schlimmeren vorbei geschrammt? Etwas, worüber Yamato besser nicht nachdenken sollte.
Als Soras Bericht endete, wusste er jedoch noch weniger, was er nun sagen sollte. „Es tut mir so leid, dass euch das passiert ist…“, konnte Yamato nur wieder anbringen. Doch Soras nächster Satz ließ ihn stocken und er rückte von ihr ab, um sie entsetzt anzusehen. „Nichts davon ist deine schuld!“, beharrte er auf seiner Meinung. „Du konntest nichts dafür, dass wir getrennt wurden. Du hast dein Bestes geben, während euch irgendjemand in die Falle gelockt hat. Es ist nicht deine Schuld, Sora!“ Er legte die Hände auf ihre Schultern und sah sie eindringlich an. „Wir wussten alle immer, dass es gefährliche Situationen geben kann und wir waren nie Schuld daran, was uns passiert ist. Schuld sind diejenigen, weswegen wir überhaupt in die Digiwelt gehen mussten. Irgendwie versucht der Digiwelt zu schaden und derjenige ist schuld!“ Yamato schwieg einen kurzen Moment, während Sora ihr Gesicht wieder an seiner Brust versteckte. „Das hat Taichi dir doch bestimmt auch schon gesagt, oder?“, wollte er wissen. „Jeder von uns weiß, dass dich keine Schuld trifft… oder Koushiro… oder sonst jemanden…“, sagte Yamato leise. „Du bist die Letzte, die sich Vorwürfe machen darf. Du denkst immer nur an andere und stellst dich hinten an. Ich weiß auch ohne dabei gewesen zu sein, dass du nichts falsch gemacht hast, Sora… Und ich denke… nein, ich bin mir sicher, dass Biyomon mir da zustimmen würde“, fügte er noch leiser hinzu. Er hatte zwar nie eine so enge Beziehung zu dem Vogeldigimon gehabt, aber er war sich sicher, dass Biyomon ihm hier zustimmen würde. Sora traf keine Schuld.
Obwohl sie so aufgewühlt war, erkundigte sie sich erneut nach ihm, weswegen er schnaubte. „Mir geht es gut“, bestätigte er noch mal. „Bei uns war es nicht annährend so schlimm… ich bin am Restaurant ausgekommen und habe ziemlich schnell die anderen gefunden. Tomiko wurde von Flymon verfolgt, die wir besiegen konnten. Erst konnte Garurumon nicht weiter digitieren… bis ich das hier bekommen habe“, schilderte Yamato seine Erlebnisse und zeigte Sora sein rechtes Handgelenk auf dessen Innenseite nur noch blass sein Wappen zu erkennen war. „In der Digiwelt hat es blau geleuchtet, hier kann man es kaum erkennen“, erklärte der Blonde, dem dieser Fakt schon gestern aufgefallen war. „Es war, als müssten wir erst wieder unsere Wappen unter Beweis stellen… als das passiert ist, konnte Koushiro und finden und zurückholen. Und kurz darauf hat er euch gefunden“, endete Yamato seinen Bericht und sah Sora erneut an. Er wollte lieber nicht danach fragen, ob sie ihr Wappen ebenfalls hatte wieder aktivieren können. Nicht nachdem, was passiert war.
„Es tut mir leid, dass ich nicht bei euch war… Taichi und ich hätten sowieso nicht getrennt werden dürfen…“, murmelte er düster. Wenn sie zusammen gewesen wären, wäre alles anders gekommen, da war sich Yamato sicher. Aber wer wusste schon, wen es dann erwischt hätte. „Wir wussten, dass es gefährlich werden würde… aber nicht, dass es so gefährlich sein könnte…“ Und jetzt hatten sie einen bitteren Preis gezahlt.
Sein Blick wanderte wieder zu dem Digiei. „Damals hat es gar nicht so lange gedauert, bis Takeru seinen Partner zurück hatte“, fiel Yamato ein. „Er würde dir jetzt sagen, dass du die Hoffnung nicht aufgeben darfst… Es ist… das was sie tun müssen, weißt du? Unsere Partner beschützen uns ob es uns gefällt oder nicht…“ Wie oft hatte er schon dabei zugesehen, wie sein Digimon erbitterte Kämpfe ausgetragen hatte ohne selbst eingreifen zu können. Wahrscheinlich hasste jeder von ihnen dieses Gefühl. „Du hattest gar keine andere Wahl und Biyomon auch nicht… Du kannst jetzt nur auf sie aufpassen, bis sie wieder bei dir ist, so wie Takeru damals.“ Er strich ihr eine Haarsträhne von ihrer etwas unordentlicheren Frisur als sonst aus dem Gesicht. „Du dabei ist es okay traurig zu sein und wütend. Du bist kein Übermensch, auch wenn du versuchst einer zu sein. Jeder würde sich an deiner Stelle so fühlen. Und vor allem musst du das nicht alleine durchmachen. Du hast uns“, schloss Yamato. „Und zu deiner Information, ich habe nicht vor dich alleine zu lassen damit.“ Auch wenn er komplett überfordert war, würde er versuchen ihr zur Seite zu stehen.


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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Do Mai 10, 2018 11:37 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato

Noch immer prasselte der Regen laut gegen die Fensterscheibe und sang sein Klagelied und wie es aussah, würde es auch länger dauern, bis die Wolken sich verzogen hatten.
Nichts war ihre Schuld, sagte er? Ihr Blick ruhte gläsern und blutunterlaufen auf dem jungen Mann, der auf sie einredete. Es war ihre Entscheidung gewesen, in den Gang hinein zu springen, als sie dem Angriff ausgewichen war. Und als Kettenreaktion darauf, lief sie noch in Deemon hinein und führte diesen gleich zu Meiko und Taichi, der daraufhin wegen ihr verletzt wurde. Ganz davon abgesehen, dass Sora wie gelähmt da gestanden hatte, bis Biyomon sich vor ihren Augen geopfert hatte. Sein Griff an ihren Schultern ließ sie wieder etwas unsicher werden, aber sein Blick...Dieser fing sie irgendwie auf und hüllte sie in Sicherheit. Er hatte ja nicht ganz Unrecht. Wären sie nicht durch die Manipulation ihres Gegners getrennt worden, wäre das vermutlich nicht passiert, denn gemeinsam waren sie am stärksten. Das war ja auch der Grund, wieso sie getrennt worden waren, damit sie schwächer und angreifbar waren.
Hatte Taichi das auch schon zu ihr gesagt? Hatte er ihr gesagt, dass es nicht ihre Schuld war? Hatte er ihr gesagt, dass alles gut werden würde? Sie wusste es nicht mehr. Der Vortag war nur verschwommen in ihrem Kopf vorhanden. "Das...ist nicht Koushiros Schuld..", murmelte sie bestätigend gegen den jungen Mann aus, als sie sich wieder an ihn gelehnt hatte.
Sie hatte nichts falsch gemacht? Biyomon würde es genauso sehen? Allein der Name ihres Digipartners trieb ihr wieder die Tränen in die Augen. Vielleicht hatte Yamato Recht, aber dennoch war es für die Digiritterin nicht einfach, das auch so zu sehen. Wahrscheinlich ging es ihr erst dann besser, wenn aus dem Ei ein lebendes Wesen schlüpfte.
Sie konnte und wollte nicht einfach wieder in ihrer Trauer versinken, weswegen sie erleichtert war, dass er auf ihre Rückfrage antwortete. Sie hob den verheulten Blick und lauschte seiner Erzählung von seinem Abenteuer. Danach zeigte er ihr sein Handgelenk, auf dem eindeutig das Wappen der Freundschaft zu erkennen war, wenn gleich es auch schwach war, es war auf jeden Fall da. Sanft strich sie über das Symbol und seine Haut. Sie hob den Blick wieder an. "Ich habe mein Wappen auch erhalten...", sagte sie ruhig und griff dabei an den Kragen ihres Shirts und zog diesen etwas nach unten, bis ihr Wappen über ihrem Herzen zu erkennen war. "Direkt nachdem...", kurz stockte sie, eh sie fortfuhr "...es passiert war."
"Meiko hat ihres zuerst gefunden...Und...wenn ich mich recht entsinne, hat Taichi seines auch bekommen, als er Meiko vor Deemons Angriff beschützte.", fügte sie noch hinzu.
Ihr Blick fixierte seine Augen. "Du musst Dich nicht dafür entschuldigen, nicht da gewesen zu sein. Es ist, wie Du sagtest, die Schuld unseres Gegners, dass wir alle getrennt wurden.", versuchte sie ihn zu beruhigen. Gleichzeitig schlich sich ein zaghaftes Lächeln auf ihre Lippen, auch wenn es noch lange nicht das Lächeln war, was Sora sonst den Menschen schenkte, die ihr viel bedeuteten.
Sie folgte seinem Blick zu dem reglosen Digiei in ihrem Schrank. Takeru hatte das einst auch schon durchlebt und das hatte das Band zwischen ihm und Patamon nur verstärkt. Und es war ja nicht so, dass sie Biyomon für immer verloren hatte. Die junge Frau setzte sich in Bewegung, krabbelte über Yamatos Beine und angelte das Ei aus der Schublade, um es wieder in den Arm zu nehmen und sich zurück neben Yamato sinken zu lassen. "Es mag sein, dass sie aktiv für uns kämpfen. Aber...ich habe mir damals schon geschworen, dass ich alles geben würde, um Biyomon ebenso zu beschützen, wie es mich beschütze.", erklärte sie und strich dabei über die Schale des Digieis in ihren Armen. Die sanfte Berührung an ihrer Wange, die aus versehen passierte, als der junge Mann ihr eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht strich, zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. "Danke, dass Du bei mir bist.", entgegnete sie daraufhin erleichtert und lehnte sich wieder an ihn. Er war ihr wirklich solch eine Stütze. Was würde sie nur tun, wenn er nicht da wäre? Das wollte sie sich gar nicht ausmalen. Sie löste einen Arm von dem Digiei und legte diesen um Yamato. "Danke. Wirklich.", flüsterte sie, kaum hörbar.
Mit ihrem Zeigefinger malte sie eines der Herzen auf der Schale des Digieis nach. "Glaubst Du...Biyomon wird sich an...diesen Tag erinnern?", fragte sie schließlich und ließ den Blick dabei verbittert auf dem Digiei ruhen. Ob ihr Digimon sauer auf sie sein würde, dass sie nicht eingegriffen hatte oder Deemons Angriff ausgewichen war? Irgendwie beschlich sie die Angst, dass die Beziehung zu ihrem Digimonpartner anders werden würde, als es bisher der Fall war. Vielleicht sollte sie Takeru mal fragen, wie es damals war, nach dem Kampf gegen Devimon. Nachdenklich biss sie sich auf ihre Unterlippe. Biyomon würde bald wieder bei ihr sein und das war das Wichtigste. Ihr Herz schlug immer noch für das rosa Vogeldigimon und sie hoffte, dass das kleine Digimon in dem Digiei dies auch spürte. Sie wollte und konnte die Anderen jetzt nicht auch noch mit ihren Gefühlen belasten, es reichte schon, wenn Yamato ihre schwachen Momente mit bekam. Sie würde das durchstehen und dieses Ei in ihren Armen war die größte Hoffnung, die sie jemals hatte.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Fr Mai 11, 2018 4:04 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato
Wie leicht es Sora doch fiel, ebenfalls davon überzeugt zu sein, dass es nicht Koushiros Schuld war. Bei sich selbst hingegen hatte sie mehr Zweifeln, auch jetzt noch, wo er sein Bestes gegeben hatte, sie davon zu überzeugen, dass sie nichts anders hätte tun können. „Wir können diese Frage immer weiter zurückspielen. Koushiros Notebook war anscheinend noch nicht ganz fertig, als er es genutzt hat um uns in die Digiwelt zu schicken. Aber wenn wir sein altes Notebook nicht verloren hätten, wäre das nicht passiert. Joe war derjenige, der es weggestellt hat. Aber Joe war nicht er selbst. Also hatte ich die Verantwortung… das alles wäre aber gar nicht erst passiert, wenn nicht irgendjemand mit uns spielen würde, oder?“, erklärte Yamato leise. Er hatte nämlich ebenfalls immer noch Probleme damit, dass er derjenige gewesen war, der Izzys heißgeliebtes Notebook aus der Hand gegeben hatte. Aber selbst wenn er es nicht getan hätte, wäre vermutlich irgendetwas anderes Schlimmes passiert. „Wir dürfen unseren Gegner nicht weiter zu unterschätzen….“, sagte Yamato leise und senkte den Blick. Zwei Mal schon waren sie in seine Falle getappt und das war gerade für die ehrfahrenden Digiritter ein herber Schlag. Wie konnte jemand sie nur so vorführen? Wie sollten sie den andere helfen und sie unterstützen, wenn sie selber nicht mal wussten, was eigentlich los war?
Yamatos Blick flackerte wider zu Sora auf, als sie das kleine Symbol an seinem Handgelenk berührte. Selbst jetzt in diese Situation sorgte ihre sanfte Berührung für eine Gänsehaut bei ihm. Doch sofort war Yamato erneut abgelenkt, als er erfuhr, dass auch Sora ihre Wappen schon bekommen hatte. Das waren erleichternde. Dann hatte ihr Ausflug zumindest etwas gebracht und alles war nicht umsonst gewesen, auch wenn der Ausgang nach wie vor der schlechtmöglichste war. Yamatos Blick heftete sich auf Soras Dekolletee. Wieso sie ausgerechnet diese Stelle erhalten hatte, leuchtete ein, aber er konnte auch nicht abstreiten, dass sie wesentlich interessanter war als sein. „Ich fasse es besser nicht an“, kommentierte Yamato leise und mit einem Zwinkern, bevor sein Blick wieder Soras Augen erfasste und er wieder ernster wurde. „Wenn sie zurück ist, kann sie direkt digitieren. Das ist ein großer Vorteil, Sora“, versuchte er seine Freundin aufzumuntern, wohlwissend, dass einfache Worte hier nicht ausreichen würden. „Ich glaube, dass fast jeder sein Wappen bekommen hat“, stimmte er Sora zu. Natürlich hatte er nicht danach gefragt, wie oder warum. Es hatte gestern Wichtigeres gegeben. „Es war nicht umsonst, Sora“, fügte er leiser hinzu. „Und es hätten jeden treffen können… Ihr wart nur zur falschen Zeit am falschen Ort… Es tut mir trotzdem unglaublich leid, dass es passiert ist...“ Wohingegen bei ihnen die Situation nicht so gefährlich gewesen war. Jedenfalls nichts, mit dem sie nicht klar gekommen waren. Niemand von ihnen hatte sich so sehr verletzt wie Taichi und alle hatten es zurück geschafft.
Er beobachtete Sora dabei, wie sie das Ei zu sich holte und an sich drückte. Sie beschützte es, als wäre es ihr wertvollster Besitz und wahrscheinlich war es das auch. Seine Mimik wurde weicher, als sie weitersprach. „Ich kann mich an viele Situationen erinnern, in denen du Biyomon beschützt hast“, erinnerte er Sora leise. „Du bist einer der stärkste und mutigsten Menschen, die ich kenne, Sora. Aber auch du kannst nicht alles schaffen. Wenn du sie hättest beschützen können, dann würde sie gar nicht erst für dich kämpfen müssen. Aber dann würde sie dich auch nicht brauchen und dann würdet ihr euch nicht kennen“, stellte Yamato klar. Er mochte es auch nicht, dass er Grenzen hatte und sein Digimon die Kämpfe ausfechten musste. Aber so war es nun mal. „Das hier ist jetzt der Kampf, den Biyomon dir nicht abnehmen kann. Solange du das Ei hast, musst du darauf aufpassen.“
Yamato gab ein leises Schnauben von sich. „Ich bin furchtbar im Trösten…“, entgegnete er entschuldigen, als sie sich dennoch bei ihm bedankte. „Aber danke, dass du es mich versuchen lässt.“ Dass sie ihn hinter ihre Fassade blicken ließ, bedeutete dem Musiker nämlich unglaublich viel. Er wusste nur zu gut, dass es nicht selbstverständlich war.
Lange überlegte Yamato wie er die Antwort formulieren sollte. „Ich denke sie wird sich vage erinnern…“, sagte er schließlich. Ganz genau wusste er es immerhin nicht. „Aber ich denke, sie wird sich auf die positiven Erinnerungen konzentrieren… so sind die Digimon… Ich kenne niemanden, der so positive eingestellt ist... abgesehen von Takeru vielleicht.“ Takeru hatte ebenfalls eine fast schon naive Art an sich, mit der er eigentlich fast alles positiv sah. „Hab keine Angst davor, was dann passiert, wenn sie wieder da ist“, bat er sie.




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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Sa Mai 12, 2018 10:32 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato

Man konnte die Verkettungen der Ereignisse immer weiter zurückverfolgen, wäre dies nicht passiert, dann wäre das nicht passiert und so weiter.
Yamato hatte natürlich Recht. Sie konnte sich nicht die Schuld dafür geben, es war Deemon und der unbekannte Feind, der ihnen zusetzte und für diese Umstände gesorgt hatte. Aber so war es einfacher. Es war einfacher, sich selbst die Schuld zu geben. Denn so musste sie nur lernen, sich selbst zu verzeihen.

Der junge Mann schaffte es tatsächlich ihr ein Schmunzeln zu entlocken, als er verlauten ließ, dass er ihr Wappen besser nicht berührte. Und da wurde ihr auch erst bewusst, was sie ihm da gerade gezeigt hatte. Etwas verlegen zog sie ihr Shirt wieder zurecht und räusperte sich kurz. "Entschuldige bitte.", schob sie nur leise hinterher, als sie sich ihrer "Tat" bewusster wurde. Aber irgendwie tat es auch gut, sich etwas zu schämen. Es war angenehm, etwas anderes als Trauer zu empfinden.
Ihr Blick glitt wieder zaghaft zu dem jungen Mann auf. Sie konnte sich an kaum etwas erinnern, seitdem sie aus der Digiwelt zurück gekommen waren. "Das ist gut.", kommentierte sie seine Aussage. Dann waren nun scheinbar alle im Stande, auf das Ultralevel zu digitieren und konnten nun dem Gegner die Stirn bieten. Ob es wohl auch wieder möglich war, dass Agumon und Gabumon zu Omegamon digitieren konnten? Das würde sich vermutlich noch zeigen.
Sie hielt das Ei weiterhin fest im Arm und strich über dessen Schale, immer und immer wieder, während ihr Blick auf diesem ruhte.
Yamatos Worte voller Wahrheit trafen sie wie ein Stein, der tief in ihrer Brust fest sitzen blieb. Hatte sie Biyomon wirklich schützen können? Ihre Gedanken stockten. Durch sie konnte Biyomon digitieren und Meramon vom schwarzen Zahnrad befreien und gemeinsam mit ihrem Digipartner hatte sie unzählige Yokomon und ihre Gefährten beschützt. Und beim Kampf gegen Myotismon, als Biyomon zum ersten Mal zu Garudamon digitierte...es geschah auch durch Sora und das rettete nicht nur Biyomon sondern auch der ganzen Gruppe das Leben. Yamato hatte also nicht ganz Unrecht damit. Dennoch konnte sie ihrer Ohnmacht in den entscheidenden Momenten einfach nicht verzeihen. Als er geendet hatte, hob die junge Frau den Blick zu ihm an, damit am Kämpfen nicht schon wieder zu weinen.
Das war dieses Mal ihr Kampf, ihr Test, den sie bestehen musste, damit Biyomon stolz auf sie sein konnte. Sie nickte leicht, um ihm zu signalisieren, dass sie verstanden hatte.

Endlich entkam der jungen Frau auch wieder ein leises Kichern. "Das finde ich gar nicht.", entgegnete sie sofort und sah sanft zu ihm auf. "Es..ist nicht leicht für mich, die Schuld nicht bei mir zu sehen. Aber...Deine Worte geben mir Kraft. Ich muss jetzt stark sein und auf Biyomon aufpassen. Ohne Dich würde ich hier vermutlich immer noch bedrückt rumsitzen. Na gut. Das strahlende Leben bin ich immer noch nicht, aber...es geht mir schon etwas besser, denke ich.", ihre Stimme klang endlich nicht mehr so bedrückt, sondern wieder etwas liebevoller und sicherer, wenn gleich die alte Sora noch lange nicht wieder da war.
Mit dem Digiei fest im Arm lehnte sich die junge Frau sachte an die Schulter des Musikers. Seine Nähe beruhigte sie wirklich ungemein.
Nach einer Weile hob die Orangehaarige den Kopf wieder an, um in Yamatos Richtung blicken zu können. "Hast du eigentlich was von Taichi gehört?", wollte sie schließlich wissen und war gleich wieder besorgt. Sie hatte sich bisher noch nicht bei dem Anführer der Gruppe erkundigt, wie es ihm ging. Ein Blick auf die Uhr erinnerte Sora daran, dass dieser vermutlich sogar noch schlafen würde, denn auch seine Nacht war vermutlich nicht die Beste gewesen. Sie beschloss für sich, später einmal bei den Yagamis anzurufen. Sicherlich konnte ihr auch Hikari sagen, wie es ihm ging. Oder sie versuchte es einfach gleich auf seinem Handy. "Ich hoffe, er ist so vernünftig und geht am Montag sofort zum Arzt.", entgegnete Sora mit einem Seufzen. Sie kannte Taichi immerhin auch schon einige Jahre, dieser konnte eben manchmal genauso ein Dickkopf sein, wie sie es war.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Do Mai 17, 2018 5:12 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato


Wie lange würde es wohl dauern, bis Biyomon wieder bei Sora war? Wie lange hatte es bei Takeru und Patamon gedauert? Yamato musste zugeben, dass sein Zeitgefühl bei allen Abenteuern in der Digiwelt nicht das Beste war. Sie waren Woche unterwegs gewesen und in ihrer Welt war nicht mal ein Tag vergangen. Er wusste nur, dass es für seinen Geschmack zu lange gedauert hatte bis sein Bruder wieder mit seinem Digimonpartner verwein gewesen war. Yamato erinnerte sich noch gut daran, wie sehr er es gehasst hatte, dass er nicht hatte tun können. Auch jetzt er eilte ihn dieses Gefühl.
Aber wenigstens schienen seine Worte zumindest ein bisschen auszurichten und Sora nickte ihm kaum merklich zu. Das war ein gutes Zeichen, oder nicht? Dann war er vielleicht nicht ganz so unnütz, wie er sich gerade fühlte. Und Sora behauptete immerhin auch, dass er sich nicht so übel anstellte, weswegen er ihr ein Lächeln schenkte. Allerdings viel eher, weil Sora leise gekichert hatte und es ihn erleichterte, sie lachen zu hören. „Dann habe ich meinen Job bis jetzt ja doch ganz gut gemacht“, stelle Yamato wirklich erleichtert fest. Er hatte mit einer Katastrophe gerechnet und die halbe Nacht darüber nachgedacht, was er zu Sora sagen sollte.
Yamato lehnte sein Kinn leicht gegen Soras Kopf, als sie seine Nähe suchte. „Hast du heute schon was gegessen?“, erkundigte er sich dann weiterhin führsorglich. Dass sie blass war und abgekämpft wirkte, konnte er wohl kaum ändern. Aber was er tun könnte, würde er zumindest versuchen. Auch wenn das hieße, er müsse sich raus zu ihrer Mutter gesellen, vor der er immer noch großen Respekt hatte.
Als Sora jedoch auf Taichi zu sprechen kam, senkte Yamato den Blick. Natürlich hatte er auch viel über seinen besten Freund nachgedacht und sich Sorgen gemacht. Aber seine SMS war mit einem lapidaren Spruch beantwortet worden. „Laut ihm ist alles bestens…“, murmelte Yamato, wobei sein Tonfall schon zeigte, dass er Taichi kein bisschen glaubte. Er hatte die Verletzung ebenfalls gesehen und konnte sich nicht vorstellen, dass gerade alles Bestens war. „Ehrlich gesagt… mache mir Sorgen um ihn. Wir haben immer noch nicht gesprochen seit er das mit uns herausgefunden hat und jetzt auch noch die Sache von gestern und im Labyrinth und er redet nicht mal mit mir… normalerweise bin ich der Schweigsame von uns beiden… “, gestand Yamato und versuchte tunlichst nicht Sora anzusehen. Geständnisse wie dieses machten den Blonden einfach immer noch sehr verlegen auch wenn Sora natürlich wusste, dass Taichi ihm wichtig war. Es auszusprechen war eben eine andere Sache. „Zur Not zerre ich ihn zum Arzt“, brummte der Musiker, der sich gut vorstellen konnte, dass Taichi von selber aus nicht zwingend einen Arzt aufsuchen würde.
Entschuldigend sah er zu Sora auf, als ihm klar wurde, dass er ihr gerade nur einen weiteren Punkt zur Sorge bereitet hatte. „Aber das wird schon wieder! Ich gehe demnächst vorbei und wir klären das“, gab sich Yamato zuversichtlicher als er sich fühlte. „Wir haben schon Schlimmeres überstanden.“ Weitaus Schlimmeres, wie Sora wusste. „Und Hikari kümmert sich bestimmt gerade um ihn. Wir sollten uns nicht zu viele Sorgen machen“, hoffte er und versuchte sich gleich mit zu beruhigen. Nun allerdings fragte er sich natürlich, wie große Schmerzen Taichi wirklich hatte und ob Hikari verhindern konnte, dass er Speisen oder schlimme noch Hausmittel seiner Mutter zu sich nehmen musste.


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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Do Mai 24, 2018 9:10 pm

16. August
10:30 Uhr
Sora & Yamato

Immer wieder strichen Soras Hände ganz sanft über die Schale des Digieis in ihren Armen. Wie lang es wohl dauern würde, bis sie Biyomon wieder sehen würde? Sie konnte es einfach nicht erahnen. Takeru und Patamon mussten damals auch einige Zeit aufeinander warten, ehe sie sich wieder sahen. Während Sora über die Schale mit dem Herzmotiv strich, schwenkte ihr Blick wieder etwas um. Wieder kamen diese Zweifel und Vorwürfe in ihr auf.
Es würde vermutlich auch eine ganze Weile dauern, bis sie diese abgelegt hatte, so viel stand fest. Dennoch hatten Yamatos Worte sie aufgebaut und dafür war sie ihm mehr als dankbar.
Wieder glitt Soras Blick hinauf zu dem Blondschopf. "Ja, das hast Du definitiv.", pflichtete sie ihm bei und lehnte sich wieder sachte an den jungen Mann. Seine Gegenwart tat ihr so unglaublich gut, er gab ihr wirklich Kraft, die sie im Moment wirklich brauchen konnte. Sie mochte sich gar nicht ausmalen, wie sehr sie wieder in sich zusammenbrach, wenn er die Wohnung verlassen würde. Doch an diesen Augenblick wollte sie jetzt gar nicht denken.

Als der junge Mann das nächste Mal die Stimme erhob, verharrte Sora noch mehr in ihrer Position. Essen? Daran hatte sie nicht gedacht. Sie empfand so etwas nebensächliches wie Hunger im Augenblick gar nicht. "Nein. Heute noch nicht.", gestand sie schließlich nach einem kurzen Augenblick der Stille. Sie konnte und wollte dem jungen Mann nichts vor machen. Zwar konnte sie ihre Gefühle sonst ganz gut verstecken, aber im Augenblick war sie so angreifbar und verletzlich, dass sie nicht im Stande war, diese Maske aufrecht zu erhalten. "Aber ich habe momentan auch keinen Hunger.", schob sie schließlich hinterher, damit der junge Mann nicht auf irgendwelche Ideen kam.

Taichi war jedoch ein Thema was wichtiger war, als ein gefüllter Magen. Besorgt hob Sora den Blick zu Yamato an, in der Hoffnung, er würde ihr ein paar gute Informationen offenbaren, was aber eindeutig nicht der Fall war. Sora entkam darauf ein leises Seufzen. Natürlich sagte der Brünette, dass alles in Ordnung war. Er wollte eben keinem seiner Gefährten Sorgen bereiten. Das konnte Sora ihm nicht verübeln, so erging es ihr doch nicht viel anders. Yamato offenbarte regelrecht seine Sorge um den Anführer der Gruppe und Sora kam nicht umhin, diese zu teilen. Hoffentlich würde Taichi vernünftig sein... Die Sorge um den jungen Mann stieg auch wieder in der Digiritterin an.
Sora zuckte kurz darauf aber auf, als Yamato mit Elan verkündete, dass alles wieder in Ordnung sein würde. Sora setzte sich in Bewegung, krabbelte erneut über die Beine ihres Freundes, um das Digiei zurück in das improvisierte Nest zu legen und dann vorsichtig aufzustehen. "Wie ich Dich kenne, wirst Du später bestimmt bei ihm vorbei schauen. Ich werde ihm eine Hühnersuppe kochen.", entgegnete Sora und krempelte die Ärmel ihres Oberteils hoch.
Sie konnte jetzt nicht einfach still sitzen und ihre Gedanken weiterhin in den Sumpf der Verzweiflung ziehen lassen. Eine Suppe zu kochen wäre nun genau die richtige und willkommene Ablenkung.
Gemeinsam mit dem Blondschopf verließ sie ihr Zimmer, um in die Küche zu gehen. Kurz sah ihre Mutter von ihrem Tun hoffnungsvoll auf, als sie ihre Tochter erblickte, gab aber jedoch keinen Laut von sich, als sie die jungen Leute in die Küche gehen sah.
Erneut bot Sora Yamato etwas zu trinken an, bedeutete ihm, sich an dem Esstisch hin zu setzen, während sie die Zutaten für die Hühnersuppe zusammensuchte.
Das war im Moment mit das Beste, was sie Taichi geben konnte, immerhin waren die Kochkünste seiner Mutter eher verschrien, als weltbekannt.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Mo Mai 28, 2018 4:38 pm

16. August
10:50 Uhr
Sora & Yamato

Eigentlich hatte Yamato sich bereits denken können, dass Sora noch nichts gegessen hatte. Er selbst hätte vermutlich auch eher nichts runterbekommen an ihrer Stelle. Aber das hielt ihn jetzt nicht davon ab, besorgt um sie zu sein.
Aber noch bevor er das Thema weiter vertiefen konnte, geschweige denn ihr anbieten konnte, etwas zu kochen, wechselten sie das Thema auf Taichi, was ebenfalls wichtig war. Und schon wieder fühlte sich Yamato in der Zwickmühle zwischen seinem besten Freund und seiner Freundin. Dabei war seine Entscheidung schon längst gefallen. Er würde sich nicht wohl dabei fühlen, wenn er nicht selbst prüfen würde, ob es seinem Freund besser ging. Immerhin fühlte er sich so, als habe er auch Taichi im Stich gelassen und das obwohl er nichts für die Trennung innerhalb der Digiwelt konnte.
„Eine Hühnersuppe?“, hakte Yamato beinahe belustigt nach. „Das wird ihn nicht unbedingt freuen… versuch es mit Schokolade“, riet er ihr. Immerhin wussten sie alle, dass Taichi verfressen war und Schokolade war deutlich besser als Hühnersuppe. Der Ansicht war sogar Yamato, der wesentlich weniger verfressen war als sein bester Freund.
Der neue Tatendrang seiner Freundin überraschte Yamato jedoch ein wenig. Immerhin hatte sie sich noch nicht aus ihrem Zimmer herauswagen wollen, als es nur um sie gegangen war. Andererseits passte es zu ihr, dass sie sich nun um jemand anderen kümmern wollte. Also stand Yamato auf und folgte ihr auf dem Fuß, während Sora schon wieder ganz in ihrem Element war. Sich um andere zu kümmern war eben einfach etwas, das sie nicht sein lassen konnte.
Soras Mutter sah auf, als sie beide das Zimmer verließen, sprach sie jedoch nicht an, weswegen Yamato sich kurz die Zeit nahm um bei ihr stehen zu bleiben. „Sie will etwas für Taichi kochen“, erklärte er und sah dann Sora nach, die bereits in der Küche verschwunden war. „Aber ich hoffe, sie isst auch selber etwas“, fügte er leiser hinzu. Auch wenn Soras Mutter und er nicht gerade viel miteinander sprachen, konnte es ja nicht schaden, eine Verbündete zu haben, die darauf achtete, dass Sora selber auch genug aß.
Dann folgte er Sora in die Küche und schüttelte belustigt den Kopf. „Du willst, dass ich dir beim Arbeiten zugucke?“, wollte er wissen. Das war natürlich etwas, das er nicht durchgehen lassen konnte. Immerhin konnte er mindestens genauso gut kochen wie sie. Und Sora wusste immerhin auch, dass er kochen konnte. Yamato rollte die Ärmel seines Hemdes hoch um zu symbolisieren, dass er durchaus helfen wollte. „Was soll ich machen?“, erkundigte er sich, obwohl es ihm doch ein wenig seltsam vorkam, in einer fremden Küche zu kochen. Denn natürlich kannte sich der Blonde hier kein bisschen aus und im Terrain von Frau Takenouchi zu werkeln fühlte sich auch wie eine weitere Bewährungsprobe an.
„Wenn du wirklich willst, dass es ihm bessert geht, mache ich Nachtisch“, bot Yamato an. „Dann sage ich ihm, er darf erst Nachttisch haben, wenn er deine Suppe gegessen hat“, fügte der Musiker mit einem Zwinkern hinzu. Denn natürlich war es besser, erst etwas Nahrhaftes zu essen, vor allem dann, wenn man angeschlagen war.
Er warf Sora einen Seitenblick zu und stellte fest, dass sie schon wieder ganz in ihrem Element schien, auch wenn sie nach wie vor blass um die Nase war. Dennoch beruhigte dieser Anblick Yamato schon sehr.







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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Mi Mai 30, 2018 9:26 pm

16. August
10:50 Uhr
Sora & Yamato

Soras Mutter verschwieg dem jungen Bassisten, dass die junge Frau seit der Rückkehr nichts mehr zu Essen oder zu Trinken zu sich genommen hatte, dennoch konnte man ihr den Hoffnungsschimmer ansehen, als die junge Frau das Zimmer verlassen hatte, um in die Küche zu gehen. Jedoch zerstörte Yamato diese Hoffnung gleich, indem er erklärte, dass Sora die Küche nur betrat, um eine essbare Mahlzeit für Taichi zu kochen, die ihn wieder aufpäppeln sollte.
Auf keinen Fall hätte sie zugelassen, dass er als ihr Gast den Kochlöffel geschwungen hätte, nur weil ihr nicht nach Essen zumute gewesen war. Das Kochen für Taichi war also eine willkommene Ablenkung. Sora wusste ganz genau, dass Yamato später noch zu dem Brünetten gehen würde, um zu sehen, wie es ihm ging. Und sie wollte die beiden Jungs auch allein lassen, sie mussten reden und das war am Besten, wenn sie allein waren. Sie würde sicherlich nur stören, besonders in ihrem momentanen Zustand.
"Eine Suppe ist genau das Richtige, um wieder zu Kräften zu kommen.", betete Sora sofort herunter, beinah wie ein Mantra, was sie von ihrer Mutter eingebläut bekommen hatte. Schokolade hatte Sora sicher auch noch irgendwo in den Schränken. Sicherlich konnte sie eine Tafel davon entbehren.
In diesem Augenblick funktionierte sie einfach nur. Sie schnibbelte die Zutaten, kochte alles zusammen, was sie für die Suppe benötigte. Sie konnte den Verlust über ihren Digimonpartner gerade einfach mal für einen Augenblick vergessen, indem sie sich auf ihr Tun konzentrierte.
Yamato hingegen war charmant wie immer und gesellte sich zu ihr, um ihr zu helfen, woraufhin die junge Frau das Messer sinken ließ. Seine Idee mit dem Nachtisch war wirklich gut. Dagegen konnte eine einfache Tafel Schokolade natürlich nicht mithalten. "Darüber freut er sich bestimmt.", stimmte sie dem Blondschopf zu, wischte ihre Hände am Küchentuch ab und überlegte kurz, was sie da hatten. Ein selbstgemachter Pudding mit frischem Obst wäre bestimmt das Richtige. Sofort setzte sich die junge Frau in Bewegung, sammelte alles beisammen, was sie dafür benötigten und stellte es für Yamato bereit. "Wie wäre es mit einem Pudding mit Früchten?", schlug sie Yamato vor und sah zu dem Digiritter auf.
Danach setzte sie ihr Suppe fort und ließ sie schließlich auf dem Herd kochen. Die Schürze, die sie zuvor umgelegt hatte, um ihre Kleidung vor eventuellen Spritzern zu schützen, hatte sie auch abgelegt und an ihren Platz gehangen. Danach lehnte sie an der Küchentheke und fuhr sich mit der Hand über die Stirn. Irgendwie schien das bisschen Hausarbeit sie schon etwas mitzunehmen. Sie blinzelte kurz, um sich wieder zur Besinnung zu bekommen und ihre Müdigkeit zu überspielen. "Hast Du gehört, wie es den Anderen geht?", wollte sie nun von dem Blondschopf wissen. Sie hatte ja immerhin nicht wirklich realisiert, wer wie und wann zurück kam. Ob andere auch solche extremen Probleme hatten, wie ihre Gruppe? Hoffentlich war es Takeru und Hikari besser ergangen, als ihnen. Wenn Hikari auch etwas zugestoßen war, würde es Taichi vermutlich den Rest geben. Soras Sorge um den Anführer der Gruppe stieg sogleich wieder an. Aber Takeru schien es hoffentlich gut zu gehen, sonst wäre Yamato sicherlich anders drauf und vermutlich gar nicht erst zu Besuch vorbei gekommen. Und wie erging es wohl all' den neuen Digirittern?
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   So Jun 03, 2018 11:38 pm

16. August
10:50 Uhr
Sora & Yamato

Seufzend beobachtete Yamato seine Freundin dabei, wie sie in der Küche zu werkeln begann. Er wusste, dass es keinen Sinn hatte, sie davon abzubringen und eigentlich wollte er das auch gar nicht. Das hier war zwar immer noch nicht optimal aber wenigstens eher wie die Sora, die er kannte. Vielleicht würde es ihr helfen sich zu beruhigen, wenn sie etwas für ihre Freunde tat.
Und dabei eingebunden zu werden störte den Blonden auch überhaupt nicht. "Pudding?" Seine Stimme klang belustigt. Er hatte keine Ahnung wann er das letzte Mal einen Pudding zu bereitet hatte. "Weist du, es ist nicht so, als würden mein Dad und ich oft Pudding essen... Ich schätze, das ist so ein Frauending", gab Yamato zu und zog die Rührschüssel zu auch heran. Eine vage Ahnung hatte er allerdings natürlich schon. "Also hoffe ich, dass ich Taichi nicht versehentlich vergifte... Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass mein Nachttisch schlimmer wird als der seiner Mutter", sinniert der Musiker und wandte sich dann wieder Sora zu. "Was ich sagen will: Du wirst mir helfen müssen, wenn du nicht willst, dass ich es vermassel." Er schenkte Sora ein schiefes Grinsen. Yamato glaubte zwar, dass er den Pudding auch ohne ihre Hilfe hinbekommen würde, aber es konnte nicht schaden sie weiter zu beschäftigen, oder?
"Probier mal... Noch nicht verdorben?", forderte er Sora auf und hielt ihr einen Löffel mit der bisherigen Masse hin. Irgendwie würde er sie dazu bekommen zu essen und wenn es nur Pudding war fürs Erste.
Yamato begutachtet direkt danach die Fortschritte der Suppe und tat, als würde er die auch abschmecken. "Ich würde sagen, mehr Salz. Oder?" Auch hier würde sie probieren müssen. Erneut schenkte er ihr ein Lächeln.
Das nur noch breiter wurde, als sie sich nach allen anderen erkundigte.
"Sora", wisperte er und trat näher an sie heran. "Du musst dringend damit aufhören... Jedes Mal, wenn ich denke, du könntest unmöglich noch toller werden, tust du etwas und beweist mir das Gegenteil", erklärte er ihr leise und zog das Mädchen an sich, das bereits wieder erschöpft wirkte. "Ich liebe es, dass du zuerst an alle anderen denkst... Aber jetzt hör auf dir Sorgen zu machen und setz dich hin", forderte Yamato und schob sie sanft aber bestimmt auf einen der Küchenstühle. Für sie war es nun eindeutig an der Zeit sich auszuruhen. "Du musst dich nicht übernehmen um für andere da zu sein. Vor allem nicht jetzt. Du machst jetzt nur das was du kannst, okay? Und wenn du für den Rest des Tages auf dem Bett liegen willst und Filme gucken willst, dann machen wir das... Solange es keine Horrorfilme sind", schob Yamato schnell nach und schenkte ihr ein kurzes Lächeln. Eigentlich war ihm nicht danach viel zu reden und schon gar nicht derart Gefühlsduseliges, aber gerade schien es wichtig und richtig zu sein.
Dann aber kam er natürlich doch noch auf ihre Frage zurück. "Es geht allen guten. Die anderen hatten zwar Probleme, aber kamen unverletzt wieder. Ich glaube fast jeder von ihnen hat sein Wappen... Auch wenn ich keine Ahnung habe, was das für welche sind." Es schien neue Wappen zu geben. Zumindest hatte er nicht alle Zeichen gekannt, die präsentiert worden waren. Nur hatte die Gruppe wirklich schon genug zu tun gehabt. Diese Frage hatte Yamato erstmal hinten angestellt.
"Kein Grund sich noch mehr Sorgen zu machen, okay?", bat er Sora und strich ihr durch die Haare. Er wusste, dass sie sich dennoch weiter Sorgen machen würde. So war sie eben. Und nicht zuletzt war das einer der Hauptgründe, wieso er sie so sehr liebte. Yamato stutzte kurz. Hatte er ihr das vorhin wirklich offen gesagt? Nun wurde sein Lächeln verlegener. Anscheinend war es einfacher diese Worte zu wiederholen, wenn man sie schonmal gesagt hatte. Auch wenn es für ihn denkbar ungewohnt war.

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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Di Jun 05, 2018 10:11 pm

16. August
10:50 Uhr
Sora & Yamato


Machte sich der Blondschopf gerade lustig über den Pudding-Vorschlag? Taichi aß eigentlich alles gern und gerade Süßes hieß er immer willkommen. "Ein Frauending, ja?", hakte sie noch einmal nach und versuchte dabei ebenfalls etwas belustig zu klingen. Sie wusste nicht, ob es ihr gelang. Doch dann entkam der jungen Frau doch ein leises Kichern. "Du bist der beste Koch, den ich kenne, Yamato. Du würdest als allerletztes Taichi vergiften, außer du tätest das mit Absicht.", gab Sora von sich, während sie gerade eine Karotte in ihre Einzelteile zerlegte. Irgendwie gefiel es ihr, zusammen mit dem jungen Mann in der Küche zu stehen und Mahlzeiten zu zubereiten. Daran konnte sie sich glatt gewöhnen.
Ihr Blick glitt zu dem Bassisten hinauf, der sie schief angrinste und kurz zuvor verkündet hatte, dass sie ihm helfen musste. Sora versuchte, das Lächeln zu erwidern und nickte. "Ich stehe Dir mit Rat und Tat zur Seite.", versicherte sie ihm und buchsierte die Karotten in den Topf, auch wenn sie glaubte, dass er nicht wirklich ihre Hilfe brauchen würde.
Etwas irritiert hob Sora kurze Zeit später den Blick zu Yamato an, der ihr gerade einen Löffel vor die Nase hielt, dass sie kosten sollte, ob die Zutaten verdorben waren. "Die haben wir vor ein paar Tagen erst besorgt..", sagte Sora fassungslos und kostete sofort, in der Angst, dass die Lebensmittel wegen der Hitze schlecht geworden waren, doch als sie nichts ungewöhnliches feststellte, schüttelte sie nur leicht den Kopf. "Nein, der ist gut.", beruhigte sie Yamato und wand sich weiter ihrer Suppe zu. "Mach nur nicht so viel Zucker dran, die Früchte erledigen den Rest mit dem Fruchtzucker.", schob sie noch hinterher, während sie die Suppe umrührte.
Wenig später kostete Yamato die Suppe und befand, dass mehr Salz daran gehörte. Sie nahm ihm die kleine Schale ab, um selbst einmal zu kosten. "Ich würde eher sagen noch etwas Pfeffer.", gab sie als Antwort darauf und holte einfach beide Gewürze noch mal hervor, um die Suppe etwas kräftiger zu machen.

Als sie mit ihrem Tun fertig war, lehnte sie zermartert an dem Küchentresen und wollte sich zwingend ablenken, indem sie sich nach dem Wohlbefinden der restlichen Gruppe erkundigte. Die junge Frau hob den Blick, als Yamato auf sie zu trat und sie mit Worten, die sie so noch nicht oft gehört hatte, absolut aus der Fassung brachte. Sie kam nicht umhin, dass ihre Wangen rot anliefen, wodurch der Rest ihres Gesichtes noch blasser wirkte, als er eh schon war. Die Tatsache, dass er sie an sich heranzog machte es nicht wirklich besser, im Gegenteil. Soras Herz setzte mal wieder zu einem Marathon an und es war so, als würde ihr träger Geist auf einmal wiederbelebt werden. Ehe sie auf sein Kompliment eingehen oder auch nur Protest einlegen konnte, fand sie sich auch schon wieder auf dem Küchenstuhl wieder, auf welchem sie irgendwie wie ein Häufchen Elend saß. Ihr Blick huschte hinauf und suchte den Yamatos, der so sanft und verständnisvoll auf sie einredete, dass ihr einfach die Worte fehlten und sie einfach nur stumm nicken konnte. "Danke.", presste sie schließlich hervor, wobei ihre Stimme wirklich gedrungen klang. Wieder hatte sich dieser riesen Kloß in ihrem Hals gebildet, der einfach nicht verschwinden wolle, sondern auf eine Größe anzuschwellen schien, der ihr schon beinah weh tat.
Immerhin beruhigte er ihre Nerven noch, indem er erzählte, dass es all den Anderen gut ergangen war. Gott sei Dank. Wenigstens hatten es "nur" Taichi und sie beziehungsweise Biyomon erwischt und nicht noch mehr Leute der Gruppe. Meiko war mit einigen Schürfwunden davon gekommen und den Anderen ging es auch gut. Sora spürte, wie sich die Erleichterung in ihr breit machte. "Das ist gut.", brachte sie erneut gedrungen hervor und senkte den Blick auf die Maserung des Holztisches, vor dem sie saß.
Seine Nähe gab ihr wirklich Kraft, die sie im Moment gut gebrauchen konnte und seine liebevollen Worte bauten sie ein wenig auf, zumindest für eine kurze Zeit. Denn so, wie sie da saß, ohne eine Beschäftigung, fingen ihre Gedanken wieder zu kreisen an und sie spürte, wie ihre Tränen in die Augen stiegen. Mit aller Kraft versuchte sie, die Tränen zurück zu halten, ballte ihre Hände zu Fäusten, spürte, wie sich ihre Fingernägel in ihr Fleisch bohrten und ihr Körper leicht zitterte. Und dann kullerten ihr auch wieder einige Tränen die Wangen hinab. Weiterhin versuchte Sora, diese zurück zu halten, wodurch ihr leise Schluchzer entkamen. Schnell löste sie eine ihrer verkrampften Hände und strich sich durchs Gesicht, um die Tränen zu beseitigen.
Sie hatte Yamato wirklich nicht verdient. Er war einfach perfekt. Er sprang über seinen Schatten und redete so liebevoll mit ihr, obwohl dies ja sonst nicht seine Art war und Soras Mutter im Wohnzimmer nebenan saß. Und...dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Er hatte sie nebenher zum Essen animiert, indem er sie von allem Möglichen hatte kosten lassen. Wie konnte sie dem jungen Mann nur solche Sorgen bereiten, dass er sie heimlich fütterte? Sofort überkam sie das schlechte Gewissen und sie beschloss, sich nicht so gehen zu lassen. Sie atmete tief ein und aus, schluckte schwer und versuchte, den Kloß ihre Kehle hinunter zu buchsieren, um kurz darauf zu Yamato auf zu sehen. "Filme schauen fände ich wirklich schön.", sagte sie dann mit einem kleinen Lächeln und immer noch feuchten Wangen. Was hätte Sora nur ohne ihn getan? Das wollte sie sich gar nicht ausmalen, er war einfach ihr Fels in der Brandung, den sie um keinen Preis der Welt hergeben wollte.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Fr Jun 08, 2018 11:04 pm

16. August
10:50 Uhr
Sora & Yamato


Nun, wo sie ihre Aufgabe als besorgte Freundin erledigt hatte, verfiel Sora wieder in ihre tottraurige Haltung und das gefiel Yamato natürlich gar nicht. Aber im Grunde hatte er schon damit gerechnet. Doch das hatte ihm auch nicht dabei geholfen, dass ihm klarer wurde, was er nun tun konnte. Denn seine nett gemeinten Worte schienen ja sogar eher das Gegenteil zu bewirken und Sora erstrecht zum Weinen zu bringen. Das hatte e ja toll hinbekommen…
„Hey….“, murmelte er etwas Überforderung, als er bemerkte, dass Sora sich immer weiter in dieses Stadium begab. Und weil er einfach nicht wusste, was er sagen sollte, zog er Sora in seine Arme um sich fest an sich zu drücken. Zumindest so lange, bis sie sich von selbst die Tränen wegwischte und wieder zu ihm aufschaute.
Natürlich sah sie vollkommen fertig aus und dennoch erwiderte Yamato ihr Lächeln sofort. „Okay, dann schauen wir Filme“, sagte er. „Unter einer Bedingung… wir essen Popcorn dabei…“, fügte der Blonde dann allerdings hinzu und hob ihr Kinn sanft an. „Und vorher solltest du selbst ein bisschen von der Suppe essen, okay? Ich mache mir sonst Sorgen“, bat er Sora leise und begab sich dann zu einem der Schränke. Er musste nicht lange suchen, bis er eine kleine Schale gefunden hatte, die er mit ein wenig Suppe auffüllte. Nicht zu viel. Denn er erwartete nicht, dass Sora großen Hunger hatte. Aber sie musste ja zumindest ein bisschen was essen. Ein Glas Wasser platzierte Yamato ebenfalls in ihrer Reichweite. Es war seltsam, sie zu bevormunden und in ihrer Küche herum zu hantieren. Dieses unangenehme Gefühl konnte der Musiker einfach nicht abschütteln. Aber er wusste eben auch, dass er zu ihrem Besten handelte und dafür musste man schon mal über seinen Schatten springen.
„Und wenn du aufgegessen hast bringe ich den Rest zu Taichi. Oder… möchtest du mitkommen?“ Er glaubte nicht, dass sie wollte. Aber anbieten konnte man es ja durchaus. Allerdings fragte sich der Blonde auch, wie Sora auf die anwesenden Digimon reagieren würde. Gabumon hatte er immerhin extra aus Taktgefühl daheim gelassen. „Ansonsten bin ich sofort danach wieder hier“, versprach er Sora. „Und du suchst dir in der Zeit Filme aus?“ Er würde sich widerstandslos alle Filme anschauen, die sie vorschlug. Solange sie ihm keine gruseligen Streifen vorsetzte, verstand sich. Aber das würde Sora nicht tun. Dafür war sie viel zu umsichtig.
Leider war das alles gar nicht viel und es kam Yamato wie ein winziges Pflaster auf einer Platzwunde vor. Aber was sollte er sonst tun? Leider konnten sie ja immerhin nichts anderes tun als abwarten. Wie lange würde es wohl dauern, bis Biyomon zurückkehrte? Yamato hoffte, dass der rosane Digimon nicht all zu lange auf sich warten ließ. Denn erst dann würde auch Sora wieder die Alte werden, das war ihm klar. Bis dahin musste er einfach versuchen, so gut wie möglich für sie da zu sein. Etwas, von dem er einfach keine Ahnung hatte, wie er das am besten anstellte. Eine Freundin war schon eine neue Erfahrung. Aber eine Freundin mit Probleme war eine weitere Herausforderung. Und dann kamen im Grunde noch die Verpflichtungen den anderen Digirittern gegenüber hinzu und seine Band gab es auch noch. Yamato schwirrte schon jetzt der Kopf. Vorerst war Sora jedoch seine Priorität. Wenn er sicher war, dass sie kurz alleine klar kam, würde er Taichi aufsuchen und dann konnte er weitersehen.

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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Mo Jun 11, 2018 12:49 am

16. August
10:50 Uhr
Sora & Yamato

Seine Umarmung in diesem Augenblick war eine Wohltat und ein Fluch zugleich. Seine Nähe tat ihr so gut, dass sie ihr Glück kaum fassen konnte. Leicht zitternd hatte sie ihre Hände auf seinem Rücken platziert und sich etwas in sein Oberteil gekrallt, bis sie aber ihre Fassung wiedergefunden hatte.
Träge nickte die junge Frau, als er einwilligte, Filme mit ihr zu schauen. Das wäre sicherlich eine gute Ablenkung. Gerade wollte sie sich in Bewegung setzen, als sie eine sanfte Berührung an ihrem Kinn spürte und innehielt und mit dieser Bewegung ging, nur um im nächsten Augenblick in Yamatos tiefblaue Augen zu sehen. Leise erhob er sanft seine Stimme und bat sie darum, einen Teller Suppe zu essen. Zwar war ihr überhaupt nicht danach zu mute, aber er hatte selbst gesagt, dass er sich sorgte und sie wollte ihm nicht noch mehr dieser Sorgen bereiten. "In Ordnung.", murmelte sie kleinlaut und blickte ihn entschuldigend an. Sofort setzte er sich in Bewegung und bereitete einen Teller von der Suppe für sie vor. Schweigend saß Sora da und war über seinen Tatendrang doch etwas verwundert. Normalerweise schätzte sie ihn nicht so ein, dass er einfach an Schränke ging, wobei sie es nicht als schlimm empfand. Er war ein Teil ihres Lebens und er sollte sich ruhig wie zu Hause fühlen. Sofort spürte die junge Frau wieder das angenehme Kribbeln in ihrem Bauch, wenngleich es wegen der derzeitigen Situation auch nicht so stark wie sonst war. So kam es, dass die kleine Schale Suppe und das Glas Wasser ihren Platz vor Sora fanden. "Du kannst Dir auch gern etwas davon nehmen...", sagte Sora schließlich, als sie ein schlechtes Gefühl hatte, ihm etwas vor zu essen.
Langsam begann sie schließlich die Suppe aus der Schale zu essen und unterhielt sich während dessen mit ihrem Freund. Eigentlich würde sie gerne mit zu Taichi gehen, aber ob sie in ihrem derzeitigen Zustand eine große Hilfe sein würde, war noch eine andere Frage. Und Agumon und Gatomon waren ja schließlich auch da. Wie würde sie reagieren, wenn sie die anderen Digimon sah? "Ich glaube, es ist besser, wenn Du ohne mich gehst. Ich mache mir zwar Sorgen um ihn, aber...ich möchte ihm dafür keine Sorgen bereiten.", sie schob ein trauriges Lächeln hinterher. "Wir müssen mal einen Tag finden, an dem Tais Schulter nicht komplett weg gekokelt ist und wir...endlich über dieses Thema sprechen können.", fügte sie mit einem leisen Seufzen hinterher. Denn Yamato und Sora waren dem Brünetten immer noch eine Erklärung über diese plötzliche Beziehung schuldig und es wäre ja nur fair, wenn sie zu dritt darüber sprachen. "Bitte mach Dir keinen Stress wegen mir, okay?", sagte sie schließlich ruhig und lächelte dabei wieder leicht. Seine Worte klangen so, als würde er sich am liebsten in zehn Teile aufteilen und überall gleichzeitig sein und sie wollte wirklich nicht, dass er sich unter Druck oder Stress setzte, nur um schnell wieder bei ihr zu sein auch wenn sie seine Nähe schätzte und herbeisehnen würde, aber sie konnte ihn ja schlecht die ganze Zeit bei sich behalten.
Nach nur kurzer Zeit rührte Sora mit dem Löffel nur noch in der Suppe herum. Ihre Gedanken schwirrten immer wieder um so vieles herum. Wie ging es Tai und den Anderen? Hätte sie Biyomons Schicksal verhindern können? Immer wieder die selben Fragen und diese zermürbten sie immer wieder aufs neue. Sie spielte gedankenverloren mit dem Löffel und einem Stück Karotte aus ihrer Suppe herum. Die Schale war auch schon wieder heruntergekühlt. Mit einem Seufzen erhob sie sich und stellte die Suppe schließlich abgedeckt auf den Küchentresen, an welchen sie wieder lehnte. "Hast Du eigentlich einen Schirm dabei?", wollte sie vom dem Blondschopf wissen, als sie realisiert hatte, dass Draußen immer noch der Himmel runter kam. "Nicht, dass Du dich dann noch erkältest. Sonst gebe ich Dir nachher noch einen mit?", schlug sie vor und nahm die Hände zusammen, um mit ihren Fingernägeln zu spielen, bis ihr einfiel, dass sie Tais Portion auch schon einmal vorbereiten konnte, was sie sogleich auch tat.
Danach trat sie auf den jungen Mann zu, nahm seine Hände in die ihren und zog ihn auf die Beine, um mit ihm wieder in ihr Zimmer zu verschwinden. Dort angekommen, schloss sie die Türe hinter sich und lehnte kurz an dieser. Zielstrebig setzte sie sich schließlich in Bewegung und ging zu ihren Fenstern, um eines davon auf Kippe zu stellen. Sofort drang die Regenluft in ihr Zimmer und in ihre Lungen. Was für eine angenehme Wohltat das doch war.
"Geht...es Gabumon gut?", wollte sie schließlich wissen, ohne sich zu dem Blondschopf umzudrehen. Sie konnte einfach nicht verdrängen, dass es die anderen Digimon auch noch gab und immerhin war sie ja auch mit diesen befreundet. Langsam glitt Soras Blick wieder zu dem Ei in ihrer Schublade, welches sie kurz darauf heraus nahm und wieder in ihre Arme schloss und es wieder liebevoll streichelte. So hatte Takeru es doch auch einst getan, oder? Hoffentlich würde sie ihren gefiederten Freund bald wiedersehen und dann würde sie sich revanchieren und auf Biyomon aufpassen, notfalls sogar mit ihrem eigenen Leben.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Do Jun 21, 2018 2:22 pm

16. August
10:50 Uhr
Sora & Yamato

Da Yamato selber gerade erst mit Gabumon gefrühstückt hatte, lehnte er das Angebot der Suppe dankend ab. Sora und Taichi gingen ohnehin erstmal vor, so viel stand fest.
Wie sich der Blonde schon gedacht hatte, wollte Sora ihn nicht zu Taichi begleiten, weswegen er verständnisvoll nickte. „Ich komme danach direkt wieder“, sagte er erneut. Sie sollte nicht das Gefühl haben, dass er sie in dieser Situation alleine lassen würde. Auch wenn er im Grunde nicht wirklich weiterhelfen konnte, wollte er sie nicht alleine lassen. Zumindest nicht, wo alles so frisch war. Und gerade war deswegen auch eher der falsche Zeitpunkt um sich über das Problem mit Taichi Gedanken zu machen. Jedenfalls dann, wenn es keine Ablenkung, sondern eine weitere Belastung für Sora darstellte. „Mach dir erstmal keine Gedanken darüber“, bat er seine Freundin. Er glaubte zwar auch, dass sie darüber reden mussten, aber er glaubte nicht, dass Taichi Sora ausgerechnet jetzt belagern würde. Immerhin hatte er gestern auch deutlich gemacht, dass sich Yamato um sie kümmern sollte. Vielleicht würde er ja sogar gleich das Gespräch anschneiden können. „Ich glaube, es war sowieso nur eine Überraschung für ihn und nichts weiter. Also mach dir deswegen keine Sorgen.“ So ganz glaubte Yamato daran zwar selber nicht, aber das hielt ihn nicht davon ab, ihre Sorge mindern zu wollen.
Was ihm wohl nicht ganz gelang. Zumindest schaffte er es nicht, sie dazu zu bewegen, die Suppe vollständig zu essen. Yamato presste die Lippen wenig begeistert zusammen, als Sora die Hälfte des Gerichtes bei Seite stellte. Aber es brachte ihr nichts, wenn er sie deswegen maßregelte und das wollte der Musiker auch gar nicht. Nur kam er nicht umhin, sich deswegen Sorgen zu machen.
Langsam schüttelte er den Kopf. „Ist ja kein weiter Weg“, sagte er. Yamato selbst hatte eigentlich selten einen Schirm dabei. Dabei schwankte er meistens zwischen zwei Problemen. Erstens War ein Schirm uncool, aber zweitens zerstörte Regen seine Haare. Aber bei den kurzen Wegen zwischen ihren Häusern war das Problem nicht so akut gewesen. Auch nicht mit der Portion, die Sora gerade für Taichi vorbereitete.
Dass sie danach lieber wieder in ihr Zimmer verschwand, konnte Yamato sogar verstehen. Immerhin war ihre Mutter in Hörweite, wie ihm auch die gesamte Zeit über bewusst war und was ihn offen gestanden auch schon nervös gemacht hatte.
Nur war auch die Stimmung in Soras Zimmer nicht besser. Sein Blick fiel wieder auf das Digiei in der Schublade und sofort wurde das beklemmende Gefühl wieder stärker. Daher verwirrte ihn die Frage nach Gabumon kurzzeitig. Damit hatte der immerhin nicht gerechnet und besonders leicht war ihr die Frage bestimmt auch nicht gefallen. Dass er Soras Gesicht gerade nicht sehen konnte, machte es natürlich nicht besser. „Gabumon geht es gut“, antwortete Yamato leise. „Schaut vermutlich gerade Fernsehen oder hört sich unser neues Album an“, fügte er hinzu, während er Sora dabei beobachtete, wie sie sich wieder dem Ei widmete. Natürlich war es nicht richtig, sich schuldig zu fühlen, dass sein Digimon wohlauf war. Aber der Gedanke war naheliegend. Dennoch war Yamato unendlich froh, dass Gabumon nichts geschehen war.
Langsam trat Yamato an sie heran. „Ich wünschte, ich könnte mehr für dich tun“, sagte er aufrichtig. Sie dazu zu animieren, Suppe zu essen, war eben nichts, was Biyomon zurückbrachte.

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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Mo Jun 25, 2018 7:53 pm

16. August
10:50 Uhr
Sora & Yamato

Sie wollte wirklich nicht, dass er sich so stresste, nur um wieder bei ihr zu sein. Taichi war sein bester Freund und er war schwer verletzt vom letzten Ausflug in die Digiwelt. Es war nur verständlich, dass Yamato auch zu ihm wollte. Sora ging es insgeheim ja eigentlich auch nicht anders. Und es war okay für sie. "Mach Dir bitte keinen Stress. Taichi braucht Dich jetzt auch.", versuchte sie ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen. Yamato hatte ohnehin schon viel um die Ohren, er sollte sich nicht noch zusätzlich wegen ihr hetzen.
Selbst der Blondschopf klang nicht danach, dass er an sein eigenes Wort glaubte. Sie wusste ganz genau, dass er sie beruhigen wollte und sie zog es vor, nicht weiter darauf einzugehen und nickte stattdessen nur ruhig.

Hoffentlich holte sich der Blondschopf keine Erkältung bei diesem Wetter. Auch wenn es nur ein paar Meter bis zur Wohnung der Yagamis war, wenn der Himmel runter kam, konnte man dort auch schon gut durchnässt werden. "Und was ist, wenn Du krank wirst und nicht mehr spielen kannst?", versuchte sie ihn dieses Mal aus der Reserve zu locken. Wenn er krank werden würde, konnte er nicht singen und gerade in der Aufstiegsphase von Knife of Day konnte sich das keiner der Gruppe erlauben.

Sie war so unendlich froh, als sie wieder in ihrem Zimmer war. Irgendwie war dies gerade einfach ihr Zufluchtsort. Da war die Welt einfach weit weg und vergessen und sie konnte sich hier einfach problemlos ihren Gefühlen hingeben.
Wenigstens ging es Gabumon gut. Es war schon immer stark und konnte nicht nur Yamato sondern auch die ganze Gruppe gut beschützen. "Das ist gut.", gab sie als Antwort und musste sich zwingen, unbekümmert zu klingen. Immer wieder übermannten sie diese plagenden Gefühle der Schuld und des Verlustes, weswegen sie wieder das Digiei an sich genommen hatte. Erst als der junge Mann wieder näher an sie heran trat, entschied sich Sora dazu, sich zu ihm herum zu drehen und zu ihm auf zu sehen. "Du tust so viel für mich, Yamato.", entgegnete sie mit einem leichten Lächeln und griff nach seiner Hand. "Niemand kann gerade etwas tun. Ich... muss einfach darauf warten, bis Biyomon bereit ist, wieder zurück zu kommen.", schob sie noch nach, um ihm die Schuldgefühle abzunehmen. Es reichte, wenn sie sich die Schuld gab, nicht für ihren Partner da gewesen zu sein, da musste er diese Last nicht auch noch tragen. Ihr Blick glitt wieder auf das Digiei in ihrem Arm. Sie hatte dieses Digiei bekommen, sie würde Biyomon wiedersehen, das stand außer Frage. Der Fakt, dass es nur zu solch einem Moment gekommen war ließ in ihr immer wieder die schmerzenden Verlustgefühle aufkeimen. Sachte legte sie das Ei zurück in die Schublade und wand sich Yamato zu, um wieder beide Hände des Musikers in die ihre zu nehmen. "Du hast keine Vorstellung, wie viel es mir bedeutet, dass Du hier bist.", sagte sie ruhig und löste schließlich ihre Hände nach einem kurzen Druck von den seinen, nur um sie um seinen Körper zu legen und sich mit ihrer Wange an seine Schulter zu schmiegen. "Danke.", kam es von ihr so aufrichtig, wie es nur gehen konnte. Sie fand keine Worte, um ihre Dankbarkeit auszudrücken, so löste sie den Kopf von seiner Schulter, sah zu ihm auf und überwand die letzten paar Zentimeter, um ihre Lippen zart auf seine zu legen.
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Di Jun 26, 2018 5:03 pm

16. August
11:00 Uhr
Sora & Yamato


Yamato seufzte, als ihm klar wurde, dass er sich zu Soras Wohl anscheinend geschlagen geben musste. Sie würde es freuen, wenn er einen Schirm mitnehmen würde oder zumindest beruhigen. Und wenn er mit dieser kleinen Geste erreichte, dass sie eine Sorge weniger hatte, stimmte er eben dem Schirm zu. „Kann ich mir dann einen Schirm von dir ausleihen?“ Hoffentlich waren die Schirme, die sie hatte wenigstens neutral gehalten. Denn natürlich musste er Sora Recht geben, dass noch ein weiterer Ausfall, gerade nicht gut wäre. Er wollte und durfte einfach nicht nochmal bei der Band ausfallen. Und eine Erkältung war in seinen Augen eigentlich sogar das Schlimmste, was einem Sänger passieren konnte. Naja das und Haarausfall. Aber zum Glück war er davon ja noch weit entfernt.
Yamato nickte knapp. Niemand konnte etwas tun. Das war ja gerade das, was schwer zu akzeptieren war. Er würde lieber Taten sprechen lassen und irgendeine Aufgabe erfüllen. Darin war er einfach schon immer besser gewesen. Aber das ging jetzt nun mal nicht. Er konnte nur hoffen, dass sie wirklich ernst meinte, wenn sie sagte, dass er ihr half.
Natürlich war es gerade auch äußerst ungünstig, dass ihre Gruppe nicht ganz komplett war und es ihnen daher auch an Stärke mangelte. Gerade ein so kampferprobtes Digimon konnte entscheidend sein. Aber natürlich konnte weder Sora noch irgendjemand anders den Prozess beschleunigen. Biyomon würde dann schlüpfen, wenn es an der Zeit war.
Bis dahin gab es vermutlich andere Dinge, die Sora unternehmen konnte. Denn Yamato war klar, dass sie sich sobald der erste Schock sich gelegt hatte, irgendwie einbringen wollen würde und ihren Freunden zur Seite stehen wollte. Hier hatte er sich im Grunde schon Gedanken gemacht. Denn ohne Partner war momentan für sie viel zu gefährlich in die Digiwelt zu reisen. Aber diese Überlegungen wollte der Blonde jetzt noch nicht anbringen, dafür saß die Trauer zu tief. Und es war wichtig, dass sich Sora auch erst mal um sich kümmerte. Immerhin tat sie das sonst auch eher selten.
Verlegen senkte Yamato den Blick, als sie beteuerte, dass sie froh war, ihn gerade bei sich zu haben. So unsicher wie er sich fühlte, kam ihm das zwar unwahrscheinlich vor, aber wer hörte so etwas nicht gerne. Zumal er doch nun auch für sie verantwortlich war. Jedenfalls fühlte sich der Musiker so.
Als sie sich ihm näherte und ihn schließlich küsste, zog er sie enger an sich und hatte nicht vor, sie bald wieder loszulassen. Auch wenn es ihm seltsam vorkam, sie zu küssen. Nicht, weil er es nicht gerne tat, sondern eher, weil die Situation nicht danach war. Zwar war es nichts mehr Ungewöhnliches sie zu küssen, aber die Situation ausnutzen wollte Yamato auch nicht.
Deswegen beendete Yamato den Kuss nach einigen Augenblicken auch wieder, vergrößerte jedoch nicht den Abstand zwischen ihnen beide. „Sicher, dass du nicht lieber aufhören willst?“, wollte er leise wissen. Behutsam strich er ihr über die Wange um ihr zu verdeutlichen, dass er sie keinesfalls von sich stoßen wollte. „Es sei denn, es hilft dir beim Ablenken… in dem Fall, bin ich gerne behilflich“, murmelte er eine Spur verlegen.

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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   So Jul 01, 2018 6:57 pm

16. August
11:00 Uhr
Sora & Yamato

Zufrieden sah die junge Frau zu dem Blondschopf auf, als dieser sich geschlagen gab und nach einem Schirm fragte. "Natürlich.", gab sie sanft und selbstverständlich von sich. Sie hatte für genau so einen Fall mal einen schlichten, dunkelblauen Schirm gekauft, da sie genau wusste, dass er mit ihrem gepunkteten Schirm vermutlich eher ungern über die Straßen laufen würde. Sie würde sich später in Bewegung setzen und ihm den Schirm heraussuchen.
Nun hieß es also abwarten und Tee trinken. Sicher würde es einige Tage, vielleicht einige Wochen dauern, bis sie Biyomon wieder sah, in dieser Zeit musste sie sich einfach in Geduld üben und hoffen, dass Biyomon es ihr nicht übel nahm, dass sie nicht im Stande war, einzugreifen; ihren Partner vor diesem Schicksal zu bewahren.

Es war gerade einfach wie Balsam für ihre Seele, als der junge Mann den Kuss erwiderte und sie enger an sich zog. Nicht, dass sie seine Zärtlichkeiten sonst auch genoss, aber dieser Augenblick bedeutete ihr einfach gerade alles. Der junge Mann beschloss, die zarte Verbindung zu lösen, was sie gewährte. Sie blieb ihm jedoch nah und sah hinauf in seine Augen. Auf seine Rückfrage hin bildete sich auf Soras Lippen ein kaum merkliches Lächeln. "Das...brauchte ich einfach gerade mal. Und...ich wollte mich bei Dir bedanken.", erklärte sie darauf. Wieder ließ sie ihre Arme um den Körper des jungen Mannes gleiten und schmiegte sich an seine Schulter. Sie spürte seine zarte Berührung an ihrer Wange und auch seine darauf folgenden Worte lösten bei ihr ein kurzes Schmunzeln aus. Natürlich war es für sie eine gute Ablenkung, wenn sie mit ihrem Freund ein paar Zärtlichkeiten austauschen konnte, er sie für einen kleinen Augenblick über diesen Verlust vergessen lassen konnte. Aber sie wollte ihm auch wirklich dafür danken, dass er sich Zeit für sie nahm und da sie gerade einfach nichts besseres zur Verfügung hatte, konnte sie ihn leider nur mit einem zarten Kuss belohnen.
Der Duft des jungen Mannes, der in ihre Nase stieg, beruhigte sie und gab ihr den Halt, den sie gerade brauchte. Sie würde sich für seine Aufmerksamkeit und Zeit  noch bedanken, so viel stand fest. Wie das jedoch aussah, wusste sie selbst noch nicht, doch dafür hatte sie in dem Augenblick auch nicht den Kopf. Das Rauschen des Regens drang immer noch an ihre Ohren. Was für ein furchtbarer Tag das doch irgendwie war. Das einzig Gute daran war, dass Yamato bei ihr war. Sie vergrub ihr Gesicht weiter im Oberteil des jungen Mannes, was ihr zumindest das Gefühl gab, dass die Welt damit einfach in ganz weite Ferne rückte und nur sie und der Musiker noch da waren, beinah wie ein kleiner Zufluchtsort.

Doch konnte die junge Frau nicht für immer den Kopf in das Shirt ihres Freundes stecken. Was passiert war, war passiert und konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Und dann kam ihr auf einmal Biyomon vor Augen. Wie würde es wohl reagieren, wenn es sehen würde, wie Sora sich vor allem verkroch? Langsam löste sich die Frau aus ihrem Versteck und hob den Kopf an, die Arme ließ sie für diesen Augenblick jedoch noch um den Körper Yamatos geschlossen. „Hast Du noch etwas Zeit? Wir könnten irgendetwas auf Netflix anmachen oder so?“, wollte sie wissen und sah fragend zu ihm auf. Immer noch waren Ihre Augen gezeichnet von der Erschöpfung durch den wenigen Schlaf, den sie in der letzten Nacht hatte. Ihr Körper sehnte sich gerade einfach danach, sich auszuruhen, war ihr doch die „Arbeit“ in der Küche für den Moment schon wieder zu viel gewesen.
Nachdem der junge Mann bestätigt hatte, dass noch Zeit vorhanden war, ehe er zu dem Anführer der Gruppe aufbrechen würde, präparierte Sora ihren Laptop so, dass sie gemütlich von ihrem Bett aus schauen konnten. Eigentlich war Sora nicht der Filme-Mensch, so las sie doch lieber Bücher, aber gerade war es so viel angenehmer, einfach auszuruhen und sich berieseln zu lassen.
Nachdem sie also irgendetwas an gemacht hatte, was natürlich kein Horror-Film war, gesellte sie sich zu dem Blondschopf und kuschelte sich etwas an ihn. Sie merkte nach einer kurzen Weile, wie die Müdigkeit an ihren Augenlidern zog, ihr Körper nach mehr Ruhe schrie, was sie ihm auch unfreiwillig gewährte. So kam es, das sie zusammensank und sich mit ihrem Kopf auf seinen Oberschenkel legte und sich dort einer Mütze voll Schlaf hingab.
Sein angenehmer Duft stieg ihr in die Nase und prompt fand sie ihre Ruhe, die den Kummer und die Sorge in weite Ferne rücken ließ.
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BeitragThema: Re: Wohnung von Sora   Fr Jul 06, 2018 5:11 pm

16. August
11:00 – 12:00 Uhr
Sora & Yamato


„Du musst dich nicht auf die Art und Weise bedanken“, murmelte Yamato, während er leicht verlegen drein schaute. Natürlich stritt er nicht ab, dass ihm ihre Art des Dankens gefiel. Aber es war selbstverständlich, dass er für sie da war. „Ich hoffe nur, dass Taichi sich anders für den Besuch bedankt“, fügte Yamato mit einem Grinsen hinzu, bevor er sie noch einmal kurz küsste und dann tatsächlich etwas mehr Abstand zwischen sie beide brachte. Zumindest soweit, dass ihre Lippen nicht mehr vor einander schwebten, sondern Sora ihr Gesicht an seinem Oberteil vergrub. Wie von selbst strich er ihr immer wieder über die Haare.
In Wahrheit konnte er es gar nicht erwarten, dass alles wieder normal werden würde und sie die Probleme der Digiwelt hinter sich lassen konnten. Denn nun, wo sie fest zusammen waren, wollte er eigentlich die Zeit mit seiner Freundin genießen. Aber so war das natürlich fast undenkbar.
„Ich bleibe solange hier, wie du möchtest.“ Eigentlich wollte er zwar nach Taichi sehen, aber wie könnte er Sora diesen Wunsch ausschlagen? Er war sich sicher, dass sein bester Freund dafür Verständnis hatte. Es war schließlich nicht so, als würde er ihre Gesellschaft seiner vorziehen. Dass was ihr widerfahren war, war vermutlich die größte Sorge aller Digiritter und jeder würde verstehen, dass er alles in seiner Macht stehende tat, um ihr irgendwie zu helfen.
Dass es ihn etwas nervös machte, sich neben sie ins Bett zu legen, vor allem während ihre Mutter neben an war, behielt der Blonde lieber für sich. Sora dachte in Moment sicher gar nicht an so etwas. Sie wirkte dafür viel zu fertig und lehnte sich eher haltsuchend an ihn. Wie schon zuvor strich er ihr beruhigend über den Kopf. Obwohl er versuchte dem Film zu folgen, auch wenn er ihn nicht interessierte, warf er immer mal wieder kurzen Seitenblick zu Sora hinüber.
Es dauerte gar nicht lange, bis ihr die Augen zu fielen und er sich eigentlich sicher war, dass sie wirklich schlief. Dennoch traute Yamato sich nicht, sich zu bewegen, sondern wartete geduldig. Es war immerhin auch wirklich gut, wenn Sora etwas zur Ruhe kam. Sie blass wie sie aussah, fruchtete Yamato nämlich, dass sie nicht wirklich geschlafen hatte. Sie nun zu wecken, wäre also das Letzte. Also schaute er desinteressiert den Film weiter, bis ihm auffiel, dass die Zeit immer mehr voran schritt und er sich bei Taichi blicken lassen sollte. Vielleicht wäre er ja auch längst wieder zurück, bevor sie wieder aufwachte.
So vorsichtig wie möglich richtete er sich daher auf, ohne Sora zu wecken. Den Film pausierte Yamato ebenfalls, damit die Geräuschkulisse Sora nicht aufweckte und kurze Hand deckte er sie etwas zu. Er wollte immerhin nicht, dass ihr kalt wurde, wenn er nicht mehr als Wärmequelle fungieren konnte.
Auf ihrem Schreibtisch fand er einen Notizblock, auf dem er kurzer Hand eine Nachricht hinterließ.
Bin kurz bei Taichi, beeile mich.
Zögernd ließ er den Stift über dem Blatt schweben und entschied sich dagegen, eine Liebeserklärung dazu zu schreiben. Er war nicht mal besonders gut darin, es ihr zu sagen, wie konnte er es dann schwarz auf weiß aufs Papier bringen? Hoffentlich erwartete Sora das nicht. Aber das waren wohl Themen, die warten mussten. Alles pausierte gerade durch diese traurige Situation, aber das war okay. Niemand von ihnen konnte etwas dafür.
Mit einem letzten Blick auf Sora zurück, verschwand Yamato aus der Tür, die er hinter sich leise schloss. Kaum, dass er sich umwandte, entdeckte er Soras Mutter, die ihn fragend ansah. „Sie schläft jetzt“, erklärte er leise, obwohl er gar nicht mehr im selben Zimmer war und nicht flüstern musste. „Deswegen schaue ich kurz bei Taichi vorbei und komme dann zurück“, fügte er hinzu und hoffte, dass das in Ordnung war. Immerhin war er sich bei Soras Mutter einfach wirklich nicht sicher, wo er dran war. Aber deswegen nicht zurückzukommen, ging einfach nicht. Er wollte und musste Sora sehen, vor allem jetzt.
„Bis später“, murmelte Yamato verlegen, bevor er sich die Tüte mit der Suppe und dem Nachtisch für Taichi schnappte und dann tatsächlich noch auf Sora hörte und sich den Regenschirm ausborgte, auf den sie bestanden hatte.



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