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 Wohnung von Daisuke

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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Di Feb 16, 2016 1:19 pm

10. August
18:00 Uhr abends
Yamato & Davis

Eigentlich hatte der erste Schultag ganz gut angefangen. Jedenfalls für Yamato. Denn abgesehen von den Schulfächern, die ganz okay waren, hatte er heute auch endlich wieder Bandprobe. Sich während der Sommerferien mit der Band zutreffen war möglich, aber einfach war das nicht gerade.
Umso mehr hatte sich Yamato darauf gefreut, ab heute endlich wieder durchstarten zu können. Denn wenn es nach ihm ginge, dann würden sie dieses Schuljahr noch ein paar mehr Konzerte geben und ihren Bekanntheitsgrad erweitern. Matt hatte diesbezüglich wirklich große Pläne und zumindest er war auch fleißig in den Ferien gewesen. Er hatte einige neue Lieder komponiert und hoffte, dass seine Bandmitglieder sie mögen würden.
Tai hatte er damit in den Wahnsinn getrieben, weil der seine anfänglichen Versuche nicht mehr hatte hören können. Aber zum Glück hatte Matt mittlerweile gelernt, wie er Dinge, die Taichi sagte, einfach ausblenden konnte. Außerdem war es wichtig. Seiner Meinung nach auch wichtiger, als einen Ball von einem Knie auf das andere zu befördern. Aber wenn er das seinem besten Freund sagen würde, würde er einen Streit vom Zaun brechen und das wollte Yamato auch wieder nicht. Er hasste Streit mit Tai. Nicht nur, weil das sehr anstrengend war und sie in der Vergangenheit genug davon gehabt hatten, sondern auch, weil sein ein eingeschworenes Team waren. Streit mit Tai bedrückte Yamato.
Umso schwieriger war es eigentlich, dass er Taichi etwas verheimlichte und nicht wusste, wie und ob überhaupt er es zur Sprache bringen sollte. Nämlich, dass Yamato eine gewisse Freundin von Tai ziemlich gern hatte. In den vergangenen Monaten war es zumindest für Matt immer eindeutiger geworden und er fürchtete sogar, dass er es bald nicht mehr verheimlichen konnte. Aber wovor er noch mehr Angst hatte war, dass einfach jemand anders kam, und sie vor seiner Nase wegschnappte. Und so unmöglich war das gar nicht. Immerhin war sie immer hübscher geworden. Natürlich ging es hierbei eindeutig um Sora, Tais beste Freundin und das machte Tai zum perfekten Bindeglied zwischen ihnen beiden. Bisher war er keine sehr große Hilfe, weil er nun einmal Taichi Yagami mit seinem sehr präsenten Wesen war. Aber wenn er über Yamatos Gefühle Bescheid wüsste, könnte er vielleicht hilfreich sein. Das hieß, wenn er ihn nicht auslachen würde. Und genau hier war sich Matt einfach nicht sicher, ob er sich überhaupt jemanden anvertrauen sollte. Was wenn Tai ihn wirklich auslachte oder es Sora sagte? Oder noch schlimmer, wenn er ihm sagte dass jemand anderes bereits Interesse an ihr hatte, vielleicht sogar er selbst? Matt war sich da nämlich nicht so ganz sicher und er hoffte einfach, dass Tais Gefühle rein paltonisch waren. Sonst hätte der ihm das doch längst gesagt oder? Taichi war nämlich anders als er viel offener und teilte sich gerne mit.
Yamato schaffte es hingegen höchstens über seine Musik sich mitzuteilen und er konnte nicht leugnen, dass zumindest eines der Lieder, die er verfasst hatte insgeheim Sora gewidmet war. Auch wenn das nie einer erfahren würde.
Trotzdem wartete er neugierig und ein bisschen nervös auf das Urteil der anderen Bandmitglieder, nachdem er ihnen das Stück vorgespielt hatte.
„Ist nicht schlecht. Kann man machen“, erhielt er schließlich die Antwort und obwohl Matt sich ein wenig mehr erhofft hatte, genügte ihm das und er grinste.
„Gut, dann…“, setzte er an und wurde von seinem Handy unterbrochen. Irritiert sah er auf den kleinen Display und wunderte sich über den Absender. Davis schrieb ihm eigentlich nie. Er war eher ein Freund von seinem Bruder Takeru. Es gab also nur zwei Möglichkeiten. Entweder Jun hatte Davis‘ Handy beschlagnahmt oder es gab einen Notfall. Beides war absolut nicht wünschenswert.
Obwohl Matt es nicht mochte, wenn jemand sein Handy während der Proben benutzte, begann er die Nachricht zu lesen, die ihn beunruhigte.
„Sorry Leute, das ist ein Notfall. Ich muss los“, er klärte er seinen Bandkollegen und legte das Blatt mit dem neuen Lied auf den Tisch. „Ihr könnt ja schon mal üben. Morgen gleiche Zeit?“, begann er eine hastige Verabschiedung, während er seine Gitarre in die passende Tasche dazu stopfte und schon halb aus der Tür war. Wenn wirklich etwas mit dir Digiwelt nicht stimmte, dann war am Ende noch Gabumon in Gefahr und deswegen war dieses Treffen bei Daisuke für Yamato auch so wichtig.
Auf der Straße erhielt Yamato gleich noch eine Nachricht, deren Inhalt jedoch nicht erfreulicher war. „Oh nein“, brummte er und ließ kurz den Kopf hängen. Er hatte bis gerade noch gehofft, dass Jun vielleicht unterwegs war. Aber natürlich hatte er nicht so viel Glück. Und das würde es wieder einmal noch schwieriger machen überhaupt mit Sora ins Gespräch zu kommen. Denn wenn Jun da war, würde sie mit aller größter Wahrscheinlichkeit an ihm kleben.
Aber darauf konnte Matt jetzt auch keine Rücksicht nehmen und er beeilte sich zu Davis zu kommen. Hoffentlich war er nicht auch noch einer der Ersten. Denn dann würde er Juns Aufmerksamkeit ganz sicher auf sich ziehen.
Er klingelte und noch während er sich nach eventuellen anderen Gästen vor der Tür umsah, wurde die schon geöffnet und zwar von keiner geringeren als Jun selbst. Großartig.
„Yamato-Kun!“, flötete sie eindeutig erfreut, während Matt versuchte an ihr vorbei zu spähen. Er konnte Davis hinter ihr entdecken. „Äh… hi“, grüßte er seinen Fan. „Ich wollte zu Davis.“ Natürlich wollte er zu Davis und nicht zu Jun. Aber er war sich nicht sicher, ob Jun das auch wusste. „Daisuke?“, rief er daher etwas lauter, damit der ihn wenigstens erlöste.
Während er versuchte sich an Jun vorbei zu schieben, was gar nicht so leicht war, mit einer sperrigen Gitarre auf dem Rücken, wenn man sich gleichzeitig noch die Schuhe ausziehen wollte, begann sie bereits auf ihn einzureden. „Du hast meine Anrufe nicht beantwortet!“, entnahm er den Wortschwall und fand, dass er nicht erwähnen sollte, dass er eine neue Nummer hatte. Die durfte Jun auf keinen Fall bekommen. „Ähm… ja. Mein Handy ist kaputt“, log Yamato und schaffte es endlich an Jun vorbei.
„Hi Daisuke! Bin ich der Erste?“, begrüßte er Davis und sah sich noch einmal um, als würden seine Freunde gleich hinter der nächsten Topfpflanze hervorspringen. „Tai ist noch nicht da? Oder… Sora?“, erkundigte er sich ganz beiläufig während er Juns Blick auf ihm spürte.



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Koushiro Izumi
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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Di Feb 16, 2016 2:34 pm

10. August
18:00 Uhr abends
Davis, Yamato & Izzy

Während der heutige Tag für die meisten Schüler eine Qual war, genoss Koushiro Izumi ihn in vollen Zügen. Das Wetter war sonnig. Es ging eine leichte Brise. Und zum Schulstart war endlich das WLAN repariert worden.
Wie üblich war das Passwort natürlich nur dem Lehrkörper und nicht den Schülern zur Verfügung gestellt worden, doch hieß dies automatisch, dass um Punkt 8 Uhr der Kampf um den Titel begonnen hatte. Es ging um nicht viel mehr als Ruhm und Ehre, doch für Izzy stand noch dazu die Titelverteidigung auf dem Spiel. Test, fehlgeschlagen. Test, fehlgeschlagen. Test, fehlge- Eingeloggt!!
In Windeseile machte er einen Screenshot und schickte ihn, zuammen mit dem soeben erhaltenen WLAN Passwort an die Facebook-Gruppe des Computerclubs als eindeutigen Beweis seines Sieges.
Bis zum Meeting des Clubs hatten es noch zwei weitere Schüler geschafft selbstständig in das Netz hereinzukommen, womit die Rolle der Leitung des Clubs klar vergeben war. Man begrüßte die alten Bekannten aus dem Vorjahr und hieß die neuen Mitglieder herzlich willkommen während das Passwort an die Gleichgesinnten verteilt wurde.
Wir jedes Jahr konnte Izzy jetzt schon sehen, wer zum nächsten Treffen nicht mehr dabei sein würde und nur gekommen war, um das Passwort abzuholen. Aber einige wenige Neue ließen Izzy tatsächlich mit einer zuversichtlichen Stimmung zurück, als er sich auf den Weg nach Hause machte.

“Bin zuhause!” rief er ohne Antwort. Seine Eltern waren wohl noch auf der Arbeit, also entschied Izzy sich dazu nur fix eine Scheibe Brot mit Käse aus dem Kühlschrank zu klauen bevor er es sich in seinem Zimmer gemütlich machte, um das Jahr bis zur nächsten Prüfungsphase zu planen.
Wie üblich verlor er den Überblick über die Zeit und erst das Geräusch seines D-Terminals schaffte es ihn aus seinem Fokus zu reißen. Schnell griff er in seine Tasche und holte die kleine Gerätschaft hervor, die Augen bereits halb gerollt als er den Absender sah. Wie konnte Davis jetzt schon-

...irgendwas stimmt mit der Digiwelt nicht.

Izzy starrte für einen Moment auf den kleinen Bildschirm bevor sein Blick zum Laptop schweifte. Sofort versuchte er Kontakt mit Tentomon herzustellen, von dem er, jetzt wo er darüber nachdachte, schon länger nichts mehr gehört hatte. Doch ohne ein D3 ging sein zu allgemeines Signal ins Leere und er konnte nichtmal ein Terminal in der Nähe seines Partners ausfindig machen. Ohne groß nachzudenken ließ er seinen Laptop wieder in der Tasche verschwinden und er lief zur Haustür. Im Gehen haftete er noch einen Zettel an den Kühlschrank, dass er bei Davis sei, nur um seine Eltern nicht zu beunruhigen.

Kurz darauf fand Izzy sich vor Davis’ Tür wieder und bekam beinahe Panik, als er besagte Tür einen Spalt breit offen vorfand. War Davis etwas zuge- Er hörte drei nur allzu bekannte Stimmen: Davis, Yamato und Jun. Die Kombination der letzten beiden ließ drauf schließen, dass Jun viel zu beschäftigt gewesen sein musste, um auf das korrekte Schließen der Tür zu achten.
“Hey Leute, die Tür war noch auf,” rief er, als er reinkam und die Tür hinter sich diesmal zufallen ließ. Den Stimmen folgend, ging er geradewegs auf Davis’ Zimmer zu und holte bereits seinen Laptop hervor, um der Sache auf den Grund zu gehen. “Hey ihr beiden,” grüßte er. “Davis, hast du eine genau Position von dem ‘Gebäude’? Ich hab bei meinem letzten Scan nichts Auffälliges gefunden,” erklärte er, während der Laptop hochfuhr und nahm an Davis’ Schreibtisch Platz.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Di Feb 16, 2016 7:47 pm

10. August
18:00 Uhr abends
Davis, Yamato, Koushiro und Mimi


„Nichts geht über eine ausgelassene Shoppings-Tour!“, flötete die glückliche Stimme der Tachikawa durch die Wohnung, nachdem sie Türe aufgestoßen hatte. Sage und schreibe sechs Tüten hielt sie in ihren Händen. Wie immer, wenn sie sich über etwas aufregte, waren es ausgelassene Shoppingtouren, die das Gemüt der Tachikawa wieder erhellten und für sie war der erste Schultag alles, nur nicht etwas Erfreuliches. Die Hälfte des Tages ging dabei für nervige Lehrer, langweilige Unterrichtseinheiten und unmodische Schulunformen drauf. Die einzigen Lichtblicke darunter waren ihre Freunde. Darunter auch der gute Koushiro, der jedoch nichts Besseres zu tun hatte, als wieder einmal irgendwas programmieren zu müssen.
Allein der Gedanken daran veranlasste die Tachikawa dazu, die Augen zu verdrehen. Wieder einmal mehr konnte sie nicht nachvollziehen, wie man sich für diesen Computer-Kram interessieren konnte. Nun ja, aber so war er nun einmal. Ihr bester Freund.

„Warst du schon wieder einkaufen? Mensch, Mimi-chan: Du sollst deinen Lohn doch nicht ständig so sinnlos aus dem Fenster schmeißen!“, erklang die mahnende Stimme ihrer Mutter. Genervt verdrehte die Tachikawa nur die Augen. „Wie können neue Kleider sinnlos sein?“, fragte sie empört, nachdem sie ihre Tüten in ihrem Zimmer verstaut hatte. „Hast du mal in deinen Kleiderschrank geschaut? Dass der noch nicht explodiert ist, ist gerade alles!“ Mimi kam in die Küche, wo ihre Mutter gerade einen Kuchen aus den Backofen holte. Sie stemmte ihre Arme in die Hüften und sah sie vorwurfsvoll an. „Das liegt einfach nur daran, dass ich noch immer keine neue Kommode bekommen habe!“, murrte die Jüngere und lehnte sich daraufhin an die Theke. „Was backst du da eigentlich schon wieder?“ Ihre Mutter sah sie stolz an. „Ich hab einen Himbeer-Sahne-Kuchen ausprobiert.“, erwiderte Satoe stolz. Ihre Tochter ließ ihren Blick über die Küche schweifen und blieb bei zwei weiteren Kuchen hängen. „Hat irgendjemand Geburtstag und ich es nicht mitbekommen?“ Satoe zuckte mit den Schultern. „Nein. Ich hab einfach Lust zu backen!“, kicherte die Ältere. „Wer soll das denn alles essen? Mensch. Du machst mir Vorwürfe. Meine Kleider machen wenigstens nicht dick!“, lachte Mimi amüsiert. Die ältere Tachikawa blies die Wangen auf. „Triffst du dich nicht mit deinen Freunden? Dann kannst du den Kuchen ja mitbringen?“, schlug sie vor. Mimi schüttelte den Kopf. „Heute nicht…“ „Dann muss eben dein Vater essen…“ //Ohje…bald ist er eine Kugel und kann allein den Berg hoch rollen. //, schloss sie ihren Vater in ihre Gedanken ein.

Sie schritt wieder in ihr Zimmer. Prinzipiell wollte sie ja weiter an ihrem Mode-Block schreiben – Schule konnte schließlich auch bis morgen warten – als ein altbekanntes Piepen an ihr Ohr drang. „Huh? Das habe ich aber lange nicht mehr gehört.“, sprach sie zu sich selbst, richtete sich auf und ging rüber zu ihrer Handtasche, um ihr D-Terminal herauszuholen. Mimi klappte dieses auf und blickte verwundert auf den Absender. „Was will Daisuke denn…?“ Doch bereits im folgenden Moment weiteten sich die goldbraunen Augen der Tachikawa. Schnell packte sie ihre D-Terminal wieder ein und packte ihre Tasche zusammen.

„Ich muss nochmal weg!“, rief sie durch die Wohnung und wollte schon die Türe raus, als sie prompt mit ihrem Vater zusammenstieß. „Oh? Sind wir in Eile?“, fragte dieser amüsiert. Mimi verzog das Gesicht nur genervt. „Ja! Ich muss zu Daisuke!“, murrte sie. Der Kopf ihrer Mutter schnellte heraus. „Oh? Du triffst dich doch mit deinen Freunden?!“, fragte sie Mutter. „Ma~ Bitte nicht!“, flehte die Jüngste. Doch schon im nächsten Moment hatte sie die Transportbox mit dem Himbeer-Sahne-Kuchen in der Hand. „Was denn? Egal was ihr vorhabt, der Kuchen wird euch kräftigen!“, lachte die Ältere. „Oh, Himbeer-Sahne-Kuchen? Und was ist mit mir?“, jammerte ihr Vater. „Hach…für dich habe ich noch etwas viel Besseres!“, raunte Satoe verführerisch. Okay. Eindeutig der richtige Moment die Wohnung zu verlassen.

Schnell rannte die Tachikawa die Treppen nach unten, anstatt auf den Fahrstuhl zu warten und überwand den Weg bis in den Wohnblock von Daisukes Wohnung. Dort angekommen begutachtete sie misstrauisch den Kuchen ihrer Mutter. Peinlicher ging es gar nicht. Es dauerte nicht lang, bis sie die Wohnung von Daisuke und seiner Familie erreichte. Ungeduldig wie eh und je klingelte sie an der Türe. Prompt öffnete sich diese auch und Jun empfing die Brünette. Mit Funken zwischen ihren Blicken sahen sich die beiden jungen Frauen. Mimi konnte Jun nicht leiden, Jun nicht Mimi. Womöglich weil sie beide ein aufbrausendes Temperament besaßen. „Jun.“ „Mimi.“ „…Ich will zu Daisuke.“ „Er ist in seinem Zimmer.“ „Gut.“, erwiderte Mimi und drückte der Älteren kurzerhand den Kuchen in die Hand. „Was will ich damit?“, fragte sie verbissen. „Deine Rolle erfüllen und den Kuchen schneiden und deinen Gästen bringen!“, erwiderte mit einem fiesen Grinsen. „Duuu…“ Die Tachikawa hob warnend den Finger. „Tzz…Tzz~ Wirst du dich wohl zurückhalten? Soweit ich weiß, kann Yamato-kun zickige Mädchen gar nicht ausstehen!“, ermahnte die Jünger und Jun verstummte. Sie murmelte noch etwas, bevor sie in die Küche schritt, doch in diesem Moment war die Tachikawa im Zimmer des Igelkopfes angelangt! „Hallihallo!!! Da bin ich!“, kündigte sie strahlend an.
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Taichi Yagami

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Fr Feb 19, 2016 10:03 pm

10. August
18:00 Uhr
Davis, Yamato, Koushiro, Mimi & Tai

„Okay, Jungs. Das war’s für heute!“ Taichi Yagami kickte den Fußball in die Luft und fing ihn gekonnt auf. Das erste Training nach den Sommerferien war, dafür, dass die Mannschaft in den letzten Wochen eher auf der faulen Haut gelegen hatte, wirklich gut verlaufen. Nicht umsonst waren sie seit zwei Jahren an der Spitze der Oberschulmannschaften. In ein paar Wochen schon stand ein großes Spiel an, sie mussten also die Trägheit der Ferien schnell abschütteln und wie gewohnt Vollgas geben. Neben all dem Lernstress, der nun in der Abschlussklasse auch noch auf sie zukommen würde. Allein bei dem Gedanken daran bekam Tai schon Kopfschmerzen. Lernen war nun wirklich nicht seine Lieblingsbeschäftigung. Da beneidete er Joe wirklich, für den die Abschlussprüfungen im letzten Jahr ein Leichtes gewesen waren. Auch wenn der das Gegenteil behauptete, hatte Tai den Eindruck, als wäre sein Freund ohne große Mühe an der Universität angenommen worden. So etwas wünschte sich Tai für sich auch, doch er würde definitiv nicht drum herum kommen, seine Nase in die Schulbücher zu stecken.

Nachdem er mit duschen und umziehen fertig war, ging er, den Fußball vor sich her kickend, zu seinem Fahrrad, als aus seiner Hosentasche plötzlich ein schon lang nicht mehr gehörtes Geräusch ertönte. Ein wenig irritiert holte er sein D-Terminal hervor und sah, dass er eine Nachricht von Daisuke erhalten hatte.

Hey Leute, Daisuke hier,

irgendwas stimmt mit der Digiwelt nicht. Aus dem Nichts scheint ein Gebäude oder keine Ahnung, was es ist, entstanden zu sein. Es versprüht nichts Gutes und die Digimon haben Angst davor. Wir müssen uns dringend treffen und uns das genauer ansehen. Am besten kommt ihr alle, so schnell es geht, her.

LG
Daisuke

Ohne lang darüber nachzudenken, schwang sich Taichi auf sein Fahrrad und machte sich auf den schnellsten Weg zu Davis. Was mochte wohl in der Digiwelt passiert sein? Ging es Agumon und den anderen Digimon gut? Normalerweise meldete sich Taichis Digimonpartner, wenn auch nur die kleinste Kleinigkeit geschehen war und Davis‘ Nachricht klang nach etwas Großem. Das war nicht gut. Eigentlich hatte Tai ja vorgehabt, nach dem Fußballtraining etwas zu essen – vorzugsweise etwas von unterwegs, da seine Mutter am Vormittag schon angekündigt hatte, ein neues Rezept auszuprobieren und das ging regelmäßig schief – und anschließend seine Hausaufgaben zu machen, aber das musste nun warten. Im Zweifelsfall konnte er immer noch Yama oder Sora anhauen, dass die ihn von sich abschreiben ließen. Sofern die beiden es schafften, sich für fünf Minuten nicht gegenseitig anzuschmachten. Wirklich jeder hatte inzwischen gemerkt, dass sie Gefühle für einander zu haben schienen, die über Freundschaft hinausgingen, außer sie selbst. Tai fragte sich, was seine beiden besten Freunde daran hinderte, zu ihren Gefühlen zu stehen, doch es stand ihm wirklich nicht zu, sich da einzumischen. Irgendwie würden die das hoffentlich irgendwann einmal hinkriegen.

Bei Davis angekommen, klingelte er und prompt wurde die Tür von dessen nerviger Schwester geöffnet.
„Ich nehme an, du willst du auch zu meinem Bruder. Da bist du heute nicht der erste. Yamato-Kun und so ein paar andere sind auch bereits da“, murrte sie und trat zur Seite, um Tai herein zu lassen.
„Sag dem Idioten, dass ich nicht sein persönlicher Türöffner bin, okay?“, rief Jun ihm zu, bevor sie sich, nicht ohne einen sehnsüchtigen Blick in Richtung von Daisukes Zimmer zu werfen, in ihr eigenes Zimmer verzog. Sicher hielt sie es kaum aus, mit Matt in einer Wohnung zu sein und ihn trotzdem nicht sehen zu können. Zumindest so lang, wie der sich in Davis‘ schützenden vier Wänden befand.

„Hey, Yagami!“ Tai zuckte erschrocken zusammen, als Juns schrille Stimme noch einmal neben ihm ertönte. „Du bist doch Yamato-Kuns bester Freund. Kannst du mir ein Autogramm von ihm besorgen?“
„Wie du schon sagst, Jun. Ich bin sein bester Freund“, antwortete er ruhig und schaute zu ihr. „Ich bin nicht sein verdammter Sekretär!“
Mit diesen Worten öffnete er schnell die Tür zu Davis‘ Zimmer und huschte hinein, während Jun ihm Schimpftiraden hinterher rief.
„Meine Güte, hat die heute eine Laune“, keuchte er und schlug die Türe zu.
„Hallo, Leute“, begrüßte er seine Freunde. Yama und Izzy waren bereits da. Und Mimi! Seit sie aus den USA wieder zurück in Tokyo war, freute Tai sich insgemein immer wieder sehr, wenn er sie sah. Ihre ersten Abenteuer in der Digiwelt vor sieben Jahren hatten sie alle zusammen geschweißt. Sie waren ein Team und als Mimi damals mit ihrer Familie nach Amerika gezogen war, hatte ein wichtiger Teil ihrer Gruppe immer irgendwie gefehlt. Umso schöner war es nun also, dass sie alle wieder vereint waren.

„Deine Nachricht klang ja sehr mysteriös, Davis. Weißt du etwas Genaueres?“, fragte Tai und wendete sich gleich darauf an Izzy, der bereits an seinem Laptop zugange war. „Konntest du schon Kontakt zu den Digimon aufnehmen? Wir müssen unbedingt erfahren, was in der Digiwelt vor sich geht.“
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Do Feb 25, 2016 4:03 pm

10.August
18.00 Uhr
Daisuke, Yamato, Koushiro, Mimi, Taichi, Sora, Miyako und Kari



Wie bereits vermutet, hatte das Treffen keinen guten Start. Wäre Yamato doch nur etwas später gekommen, dann wäre er nicht in die Verlegenheit geraten, mit Daisuke und Jun alleine zu sein. Da konnte er nur beten, dass die anderen bald auftauchen würden. Beinahe sehnsüchtig ging sein Blick zur Zimmertür, die ihn zwar schützend von Jun trennte, aber auch von allen anderen.
Davis war deutlich anzusehen, dass er genervt von seiner Schwester war und deswegen warf Yamato ihm einen mitfühlenden Blick zu. Nicht jeder konnte so viel Glück mit seinen Geschwistern haben wie er selbst. Takeru war ein Musterbeispiel eines Bruders. Wo steckte der denn eigentlich? Matt warf einen Blick auf die Uhr. Eigentlich müssten die anderen bald auftauchen.
Und tatsächlich erschien auch schon Izzy, der natürlich wie immer sehr geschäftig wirkte. „Hey“, grüßte Yamato mit einem Grinsen, während er es sich auf einem der Stühle in Daisukes Zimmer bequem machte. Die Gitarre lehnte er neben sich an den Schrank und verschränkte die Arme vor der Brust, während Koushiro bereits seinen Laptop bearbeitete. Neugierig spähte Matt mit auf den Bildschirm, auf dem noch nicht viel zu erkennen war. Allerdings würde ihn auch sehr interessieren, womit sie es eigentlich zu tun hatten. Und Izzy war schließlich Experte und konnte immerhin etwas raus finden.
Aber sinnvoller wäre es natürlich, wenn auch die anderen eintreffen würden, bevor sie alles mehrfach erläutern müssten.
Eine bekannte Stimme drang durch Davis‘ Tür und Matt erkannte sie als Mimi. Enttäuschung machte sich ein wenig in ihm breit. Er hatte gehofft, dass Sora bald ankommen würde. Allerdings würde es das so nie offen zugeben. Als Mimi die Tür öffnete, schenkte er ihr kurz ein Grinsen. Mimi war wie immer gutgelaunt. Darauf war Verlass. Nicht einmal eine besorgniserregende Nachricht konnte ihre Laune trüben. Jedenfalls noch nicht. Matt hoffte, dass es dazu auch keinen rechten Grund geben würde.
Direkt nach Mimi tauchte Taichi auf. Ihn hatte Matt den ganzen Tag noch nicht gesehen und eigentlich würde er sich über die Ankunft seines besten Freundes freuen, wenn er nicht eindeutig seinen Namen gehört hätte und das im Gespräch mit Jun. Kein Wunder also, dass Yamato unbehaglich etwas tiefer in den Stuhl rutschte.
„Ich biete für das nächste Treffen meine Wohnung an“, informierte er Daisuke mit einem Blick zur Tür, die Tai gerade lautstark schloss. Einladend schob Matt den Stuhl neben sich mit dem Fuß etwas zu Recht, damit Taichi sich zu ihm setzte. „Zehn Yen, wenn du sie ablenkst, wenn wir rausgehen“, bot er seinem besten Kumpel an, während er sich näher zu ihm lehnte.
Aber bevor er eine Antwort erhielt, betrat Sora den Raum. Dabei hatte Matt dieses Mal nicht mal die Türklingel vernommen. Unmerklich richtete er sich etwas gerade auf und grinste Sora an, bevor er das Grinsen aus seinem Gesicht wischte. Er wollte immerhin nicht vollkommen dämlich aussehen. „Hi“, murmelte Matt betont gelassen. „Wie geht’s?“, erkundigte er sich und hätte sich beinahe direkt danach ohrfeigen können. Er hatte keinen anderen gefragt, wie es ihm ging. „Euch so?“, fügte Yamato daher hinzu  und warf in erster Linie Mimi einen Blick zu. Sie hatte er nämlich am längsten nicht mehr gesehen.
Allerdings schallte da gerade die liebliche Stimme von Jun durch die Zimmertür, die sich über die Flut von Gästen beschwerte. Entgeistert starrte Yamato auf die Tür. Dieses Mädchen war furchtbar. Die reinste Qual. Warum nochmal trafen sie sich hier? Jeder andere Ort wäre besser gewesen.
„Ich weiß auch nicht wo Takeru bleibt. Ich schreib ihm“, verkündete Yamato, als Myako eintrat und sich über die noch abwesenden Digiritter wunderte. Joe war vermutlich verhindert, weil er lernen musste. So wie eigentlich immer. Aber wo die anderen steckten, wusste Matt auch nicht.
Während Daisuke mit seinen Erklärungen begann, tippt Yamato eine hastige Nachricht an T.K. Vor allem deswegen, weil er sich nach wie vor gelegentlich Sorgen machte. Aus alten Gewohnheiten kam man eben nur schwer raus, auch wenn der kleine Bruder mittlerweile alles andere als klein war.

Dann legte Yamato das Handy wieder beiseite und lauschte konzentriert den Ausführungen von Daisuke. „Wissen wir, ob jemand betroffen ist, den wir kennen?“, wollte Matt ernst wissen und dachte dabei an Gabumon. Wenn seinem Digimonpartner allerdings etwas passiert wäre, würde er es doch wissen oder? Trotzdem sah er beunruhigt in die Runde. Erstmal war das Wichtigste, dass es ihren Digimon gutging, fand jedenfalls Matt.
Alle Blicke flogen zu Izzy, als Daisuke ihn gezielt ansprach. Aber leider gab es kaum genügend Informationen. Daisuke selbst wusste auch nichts Genaues, was es noch schwieriger machte. Yamato ließ die Schultern sinken. „Also wissen wir im Grunde gar nichts“, fasste er zusammen. „Großartig.“ Yamato hasste es im Dunkeln zu tappen.
Als jedoch vom Rest der Wohnung aus plötzlich wieder Juns Stimme zu ihnen hinein schallte, unterbrach Davis das Kriesengespräch und verließ das Zimmer.
Trotz der geschlossenen Tür war das Gespräch der Geschwister allerdings überdeutlich zu hören und Yamato war nicht gerade erfreut darüber, dass sein Name auftauchte. Schockiert weiteten sich seine Augen. „Ähm… Moment, ein was?“, fragte er mehr als erschüttert. Da konnte er nur für Daisuke hoffen, dass er nicht vorhatte, ein Date klar zu machen. Denn Interesse bestand von Seiten Yamatos da wirklich überhaupt nicht! Sein Blick wanderte kurz zu Sora um zu prüfen, wie sie eigentlich auf das Gespräch reagierte.
Als Davis schließlich mit Hikari wieder zur Tür hereinkam, warf er dem Jüngeren einen kurzen Blick zu. „Hören wir Takeru, wenn er klingelt oder lässt sie ihn rein?“, wollte er wissen und schaute noch einmal auf sein Handy. „Er hat sich noch nicht gemeldet.“ Aber raus gehen und ihn suchen würde Yamato nun auch nicht. Zum einen, weil sie Wichtiges zu besprechen hatten und zum anderen, weil dort Jun lauerte.
„Aber wir haben keine Zeit, um auf die anderen zu warten“, fand Yamato. Dann würden sie den Abwesenden eben briefen. „Was tun wir gegen dieses Ding? Es uns selber angucken?“ Auch wenn Yamato nicht wusste, wann er die Zeit finden sollte um in die Digiwelt zu reisen, wollte er sich zumindest versichern, dass es Gabumon gutging.
Er warf Tai einen Blick zu. Der wollte doch bestimmt auch am liebsten sofort in die Digiwelt. Denn normalerweise war er doch für seine Impulsivität bekannt. "Oder findest du mehr Hinweise, Izzy?", versuchte Yamato eine vernünftige Lösung zu finden.

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Zuletzt von Yamato Ishida am Mo März 21, 2016 2:59 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Koushiro Izumi
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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Fr Feb 26, 2016 3:29 pm

10.August
18.00 Uhr
Daisuke, Yamato, Koushiro, Mimi, Taichi, Sora, Miyako und Kari

Izzy zog eine Miene als Daisuke ihm eher weniger helfend zur Seite stand. "Kann ich mir mal kurz dein Digivice leihen?" fragte er und streckte seine Hand nach dem blauen Gerät aus, während er mit der anderen weitertippte und vehement auf seinen Bildschirm starrte und nach Anomalien suchte.

Einen vollständigen Scan der Digiwelt zu machen war natürlich ein illusorischer Plan, weswegen er seinen Laptop meist über Nacht einen gewählten Quadranten überprüfen ließ, um im Laufe von etwa drei Monaten einen Komplettscan zu erhalten. Natürlich gab es stets Änderungen im Code seiner zweiten Heimat, aber ließen sich diese bisher stets auf Ereignisse in der realen Welt zurückführen.
Als der Rest der Gruppe Stück für Stück eintrudelte, grüßte Izzy jeden knapp, zu konzentriert und drehte sich nur kurz um, um Davis für sein Digivice zu danken. Schnell schloss er die Gerätschaft an seinen Rechner an und atmete erleichtert auf, als die Koordinaten seiner letzten Landungen sich auslesen ließen. "Okay, damit kommen wir doch schon mal weiter“, murmelte er mehr zu sich als zu den anderen.
Um Platz zu sparen, behielt Izzy von jedem Scan nur einen groben Report. Alles andere würde nur illusorische Mengen an Speicher fressen und bisher hatte er es noch nicht geschafft seine Eltern davon zu überzeugen, dass ein Server zuhause eine absolut notwendige Anschaffung war. Die Problematiken von Kühlung, Stromkosten und Lautstärke schienen bisher (in den Augen seiner Eltern) noch zu überwiegen.

Als die Suche nach dem richtigen Report endlich abgeschlossen war, öffnete Izzy die Datei, um die alten Daten an Davis‘ letzten Koordinaten zu erhalten, während er einen Scan der Region um seinen Landepunkt startete. „Das kann jetzt ein paar Minuten dauern“, verkündete er und drehte sich um, überrascht wie viele seiner Freunde schon anwesend waren.
Noch überraschter war er, wie viele von ihnen sich bereits um seinen Laptop versammelt hatten. „Von Gennai habe ich schon eine Weile nichts gehört. Ich dachte, er sei beschäftigt und würde sich melden, wenn er Hilfe braucht, “ erklärte er. „Es wundert mich nur, dass ich keine Anomalien oder ähnliches festgestellt habe. Das letzte Mal hab ich diese Stelle vor … 49 Tagen gescannt. Das reicht doch nicht, um ein Gebäude der Ausmaße zu errichten, die du beschreibst, “ fuhr er nach einem kurzen Blick auf seinen Laptop fort.
Er schüttelte den Kopf. „Wenn dort tatsächlich etwas zu finden ist, dann ist das Labyrinth vermutlich nicht einfach nur gebaut wor-„
Ein Piepen hinter ihm riss seine Aufmerksamkeit an sich.

Erwartungvoll drehte Izzy sich, um den Scan mit dem alten zu vergleichen, bis er merkte, dass etwas nicht stimmte. „Das ist komisch… Eigentlich hätte das länger dauern müss- Was soll das heißen keine Daten?!“ Er wiederholte den Scan der Region, die seinem Laptop zu schaffen machen schien, nur um wenige Moment später die gleiche Meldung zu bekommen. „Ich bekomme keine Ergebnisse. Normalerweise müsste ich wenigstens einen Haufen von leeren Daten bekommen, wenn es keine Anomalien gibt, oder es sich um Einöde oder so handelt. Aber ich bekomme nichts, als ob es diese Stelle nicht gäbe! Wartet mal einen Moment.“
Abermals ratterten die Tasten unter Izzys Fingern und kurze Zeit später ploppten zwei Fenster auf dem Bildschirm auf, welche beide einem Satellitenfoto nicht unähnlich waren. „Das hier ist eine Karte der Region nach meinem letzten Scan. Dort ist absolut nichts Auffälliges zu finden. Deswegen habe ich die Stelle einfach ignoriert. Jetzt aber bekomme ich nur noch das hier.“ Er deutete auf das zweite Bild auf dem sich in der Mitte ein großer schwarzer Fleck befand, als hätte jemand Tinte auf der Karte verschüttet. „Ich bekomme keinerlei Daten aus diesem Gebiet. Nicht einmal die Information, dass dort nichts ist. Es ist als gäbe es diesen Teil der Digiwelt nicht!“

Er zog das Digivice von seinem Laptop ab und gab es zurück. „Mein Scanner ist definitiv nicht das Problem. Der lief diese Nacht noch wie immer. Daher stimme ich Matt zu. Uns bleibt nichts anderes, als persönlich zu sehen, was sich dort finden lässt. Irgendetwas verhindert, dass ich diese ‚Mauer‘ oder was auch immer es ist untersuchen kann und dieses etwas müssen wir ausschalten, bevor ich helfen kann.“
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Fr Feb 26, 2016 7:59 pm

10.August
ca. 18.00 Uhr
Daisuke, Yamato, Koushiro, Mimi, Taichi, Sora, Miyako und Kari


Ausnahmsweise mal schweigend beobachtete Mimi die Geschehnisse, die vor ihrer Nase von Statten gingen. Wobei man erwähnen musste, dass womöglich sie rausgegangen wäre und Jun den Marsch geblasen hätte, wenn ihr Daisuke nicht zuvorgekommen wäre. Diese war heute nämlich wirklich nervenaufreibend und versuchte wohl jeden mit ihrer guten Laune zu verjagen. Sie war ja tatsächlich nerviger, als es Mimi sein konnte. Vor allem fragte sich die Tachikawa tatsächlich, wie ein Mädchen von ihrem Alter auf Yamato stehen konnte. Schließlich war sie älter als der Blonde und allmählich hätte sie sich ja durchaus einen Typen in ihren Alter suchen können. Mimi seufze nur.

Herzlich begrüßte sie Sora, als diese in das Zimmer kam und in die Runde lächelte. Mimi grinste sie an, sah aber auch ihre verlegenen Blicke, die in die Richtung des Ishidas gingen. Augenblicklich fragte sie sich, wie lange dieses Hin und her wohl noch gehen würde. Schließlich war es allen beiden deutlich ins Gesicht geschrieben, dass da war. Besonderes, wenn man das sinnlose Gestammel von Yamato verfolgte. Mimi konnte darauf nur kichern. Natürlich nicht so laut, aber sie amüsierte sich über das Handeln der Älteren.
Wobei sie sich gut und gerne auch selbst an die Nase greifen konnte. Schließlich war sie auch nervös geworden, als Taichi sie begrüßt hatte. Wie immer nur wie eine gute Freundin, aber immerhin etwas. Zumal es nun wirklich wichtigeres gab. Trotzdem kam die Tachikawa nicht umhin, immer mal wieder zu dem Wuschelkopf rüber zu schielen und ihn zu mustern. Wobei sie sich wirklich selbst ohrfeigen konnte. Sie benahm sich wirklich lächerlich. Schließlich waren sie Freunde und so schnell würde sich das vermutlich nicht ändern. Außerdem war sie erst gut ein halbes Jahr wieder in Japan, daher glaubte sie eh nicht daran, er könnte sie mit anderen Augen ansehen, als bisher. Sie hatten sich in den Ferien auch nicht besonders häufig getroffen und zu seinem engeren Freundeskreis, der aus Yamato sowie Sora bestand, gehörte sie auch nicht.

Innerlich schüttelte sie den Kopf. Wie konnte sie darüber nur nachdenken? Jetzt? Ein wirklich schlechter Moment, hatten sie doch im Augenblick wirklich andere Sorgen. Als endlich auch Hikari ankam, sah sie sich unschlüssig um. Dann atmete sie einmal tief durch und lauschte den Ausführung ihres besten Freundes. Mit diesen hatte sie sich zumindest ein Paar Mal getroffen. Sie schlenderte zu ihm rüber und sah über seine Schulter auf den Monitor seines Laptops. Zwar wie immer neugierig, aber das bedeutete definitiv nicht, dass sie verstand, was sich auf diesem abspielte. Mit dieser technischen Affinität konnte sie sowieso nichts anfangen.
„Uhm…warum müssen wir jetzt nochmal genau alles scannen?“, murrte sie augenrollend. „Wäre es nicht effektiver, wie Daisuke in die Digiwelt zu gehen und sich einfach ein Bild von dem Ganzen zu machen?“, überlegte sie. Es war zumindest der unkomplizierteste Weg, wenn man bedachte, dass sie diesen sowieso gehen würden. Schließlich fühlten sich ihre Digimon scheinbar nicht wohl und spürten die aufkeimende Bedrohung. Bald wieder kämpfen zu müssen. Freude keimte bei ihr bei diesem Gedanken definitiv nicht auf.

Als er ihre und auch die Aussage von Yamato bestätigte, zuckte sie nur mit den Schultern und stemmte die Arme in die Hüften. „Hab doch gesagt!“ Abwertend sah sie den PC von Izzy an. Es war kein Geheimnis, dass sie diesen nicht besonderes leiden konnte und ihn manchmal einfach nur aus dem Fenster werfen wollte. „Dieses blöde Ding hat uns mal wieder nur Zeit gekostet“, gab sie, fast schon ein bisschen zickig bekannt. „Also worauf warten wir?“ Aus Mimi sprach nicht nur die Ungeduld, sondern auch die Sorge um Palmon, wie auch um die Digiwelt. Außerdem hoffte sie insgeheim darauf, nicht wieder kämpfen oder Freunde verabschieden zu müssen. Diese Ereignisse von damals lagen ihr bis zum heutigen Tage schwer im Magen. Soviel stand fest.
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Taichi Yagami

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Do März 03, 2016 6:12 pm

10. August
18:00 Uhr
Daisuke, Yamato, Koushiro, Mimi, Taichi, Sora, Miyako und Kari

Anstatt ihm zu antworten, tippte Izzy unentwegt auf der Tastatur seines Laptops herum. Ungeduldig schaute Tai ihm zu, wartete darauf, dass sein Freund auf irgendein Ergebnis kam, doch das war enttäuschend. Denn Izzy fand rein gar nichts heraus. Seufzend ließ sich Tai gegen die Lehne seines Stuhls sinken. Das war mehr als beunruhigend. Ebenso wie die Tatsache, dass T.K., Kari, Joe, Ken und Cody einfach nicht auftauchten. Doch er stimmte Matt zu, dass sie keine Zeit hatten, allzu lang auf die anderen zu warten. Dafür war die Situation viel zu ernst. Sie mussten etwas unternehmen.

Doch zunächst verließ Davis sein Zimmer, um sich im Flur lautstark mit seiner Schwester zu streiten. Ein breites Grinsen konnte sich Tai, trotz der eher angespannten Situation, nicht verkneifen. Hin und wieder störte er sich daran, dass er für einen Großteil der Mädchen an der Schule Liebesbriefe an Matt weitergeben sollte, dass er nach dessen Handynummer gefragt wurde oder gar nach seiner Adresse, doch um die Zuneigung von Jun Motomiya beneidete er ihn keineswegs. Dieses Mädchen war wirklich mehr als anstrengend. So laut und aufdringlich. Eigenschaften, die allerdings nicht immer unbedingt schlecht waren, wie er mit einem kleinen Blick auf Mimi feststellte. Die konnte ebenso aufbrausend wie Jun werden, doch im Gegensatz zu der war es bei ihr irgendwie… niedlich? Sie hatte sich zu Izzy hinunter gebeugt und wirkte beinahe wütend, dass der absolut nichts herausfinden konnte.

Als ihm plötzlich bewusst wurde, dass er das braunhaarige Mädchen beinahe schon anstarrte, räusperte er sich leise und stand von seinem Stuhl auf. „Mimi hat Recht“, sagte er und lächelte kurz Kari zu, die in diesem Moment mit Daisuke das Zimmer betrat. „Wir haben genug Zeit verschwendet. Wir müssen etwas unternehmen. Lasst uns sofort in die Digiwelt. Wir müssen sehen, was da los ist und vor allem, wie es Agumon und den anderen geht.“
Er schaute seine Freunde ernst an, besonders Matt. Trotz ihrer ständigen Streitigkeiten waren sie beste Freunde und in ernsten Situationen einer Meinung. Er sah dem Blonden an, dass auch der keine Zeit mehr verschwenden wollte. Es passte nicht zu Fehlenden, dass sie zu spät kamen und nicht auf wichtige Nachrichten reagierten, doch es war jetzt nicht zu ändern.
„Also los. Lasst uns das Tor zur Digiwelt öffnen und uns dieses geheimnisvolle Ding genauer ansehen.“

Er hielt die Anspannung kaum noch aus. Ob Agumon wohl schon versuchte, ihn zu erreichen? Hoffentlich war der einzige Grund, warum Tai noch nichts von seinem Partner gehört hatte, nur der, dass Agumon keine Möglichkeit hatte und nicht, dass ihm etwas passiert war. Tai war schon immer ungeduldig gewesen, ruhig still sitzen und abwarten passte nicht zu ihm. Er wollte endlich selbst nach Antworten suchen.
„Hast du vielleicht mit Gatomon sprechen können?“, fragte er an seine Schwester gewandt, auch wenn er fürchtete, die Antwort darauf schon zu kennen.
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Takeru Takaishi

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Fr März 18, 2016 12:05 am

10. August
18:00 Uhr
Daisuke, Yamato, Izzy, Mimi, Taichi, Sora, Miyako, Ken, Kari und T.K.

“Mama, ich bin alt genug dafür mir die Sachen selber auszusuchen. Ich trag doch jetzt ohnehin den halben Tag wieder die Uniform!” Takeru wollte einfach nur nach Hause…
“T.K., Schatz, jetzt reg dich doch nicht gleich so auf. Jetzt wo der Sommer vorbei ist wird es bald wieder kälter und du brauchst eine vernünftige Jacke. Wie wäre es den mit der hier?”
Nancy hielt die gefühlt fünfzigste Jacke hoch, um endlich einen Kompromiss zwischen Praktikabilität und Geschmack ihres Sohnes zu finden.
Takerus Blick verriet bereits seine wahre Einstellung der Jacke gegenüber, doch nickte er und griff nach ihr um sie überzuwerfen. Mittlerweile würde er /allem/ zustimmen nur um endlich fertig zu werden.
“Die sieht gut aus! ist sie auch warm genug?”
Takeru betrachtete sich selbst im Spiegel und musste zugeben, dass die Wahl seiner Mutter gar nicht mal sooo schlecht gewesen war. Er griff links neben sich nach einem der ausgestellten Hüte und setzte ihn auf bevor er grinste. “Ja okay, du hattest Recht. Und ja, sie ist warm genug. Versprochen. Aber nur wenn ich den Hut dazu kriege.”
Nancy verdrehte die Augen und drehte den Hut um ein paar Zentimeter. “Man könnte meinen du bekämst schon eine Glatze so verliebt wie du in deine Hüte bist”, lachte sie als sie ihm die Jacke wieder auszog und die beiden zur Kasse gingen.

“Bring du die Sachen schonmal in deinem Schrank unter und ich kümmer mich ums essen. Dürfte nicht lange dauern.”
Takeru fühlte sich platt genug, um einfach ohne Abendessen ins Bett zu fallen. Schule und Shopping an einem Tag waren einfach zu viel gewesen. Und zu allem Übel hatte er auch noch sein D-Terminal vergessen, sodass er sich nichtmal mit Nachrichten an seine Freunde hatte ablenken können. Auf dem Weg zum Bett passierte er den Schreibtisch und nahm ohne hinzusehen das kleine Gerät in die Hand und klappte es beim Fall in die Federn auf. Seine Augen weiteten sich bei der schieren Menge an Mails. Hatte er sich einen Virus eingefangen? Seine Augen rasten über die Zeilen, bis sie an einer Mail hängen blieben.

...irgendwas stimmt mit der Digiwelt nicht.

“Patamon!!”, fiel es Takeru laut von den Lippen.

Welche Gedanken auch immer er an ein Nickerchen gehabt hatte, waren mit einem Mal verschwunden. “Ich geh noch zu Davis rüber. Warte nicht auf mich mit dem Essen,” erklärte er seiner Mutter im Vorbeigehen und griff blind nach einer Scheibe Brot und Wurst aus dem Kühlschrank. Das musste erstmal reichen. Sein Blick blieb auf dem D-Terminal haften als er den Rest der Nachricht und die anderen überflog. Er blickte nur kurz hoch, um auf die Uhr im Flur zu gucken und seine Schuhe wieder anzuziehen.

Warum musste er auch ausgerechnet heute sein Terminal vergessen? Seine Mutter hätte ihn einfach bei Daisuke absetzen können und er wäre schon längst da und nicht viel zu spät. Ein Gebäude, dass einfach so aus dem Nichts erschienen war? Was auch immer dort vorging konnte nichts Gutes bedeuten und jetzt wo er drüber nachdachte fiel ihm auf, dass er schon länger nichts mehr von seinem Partner gehört hatte. Er musste den Gedanken nicht weiterspinnen, um seine Schritte noch mehr zu beschleunigen.

Wenige Minuten später erreichte er völlig außer Atem endlich Daisukes Wohnung. “Hey Ken”, keuchte er, “Macht keiner auf?” Ohne drüber nachzudenken hämmerte er einfach mit der Hand vor die Tür. “Davis? Jun? Keiner zuhause?” Waren sie schon zu spät?
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   So März 25, 2018 1:37 pm

15. August
13:35 Uhr
Daisuke & Hanami


„So, da wären wir“, kündigte Daisuke seine Wohnung an und schenkte Hanami ein Lächeln. Es dauerte nicht lange, bis die beiden bei ihm Zuhause ankamen. Normalerweise hatte der Schüler das Gefühl, dass sich der Nachhauseweg immer zog, doch vielleicht lag das an der Tatsache, dass er meistens alleine unterwegs war. An der Haustür fiel dem Schüler dann plötzlich ein, dass er zwar daran gedacht hatte, Hanami wegen Veemon vorzuwarnen, doch seine Schwester hatte er komplett vergessen. Und das, obwohl diese ihm an der Schule noch im Kopf herumschwirrte. Hoffentlich war Jun gerade mit einer ihrer komischen Freundinnen irgendwo unterwegs. Der Digiritter wollte seine Mitschülerin schließlich nicht überfordern. Es langte schon, dass sie einen Kuss zwischen Takeru und Kari mit ansehen musste und auch mehr über Digimon erfuhr, als ihr zunächst lieb gewesen war. Jun würde das Limit mit Sicherheit sprengen und Hanami käme ans Ende ihrer Nerven für den heutigen Tag.

Nervös zog der 15-Jährige seinen Haustürschlüssel hervor und betete, dass bis auf Veemon niemand zuhause war. Vorsichtig öffnete er die Tür, um keine Geräusche zu verursachen und spitzte seine Ohren. Er konnte in der Wohnung kein einziges Geräusch vernehmen, weder Musik noch der Fernseher lief. Auch die Stimme seiner Schwester war nicht zu hören. Dann schien die Luft rein zu sein. Mit einem dicken Grinsen schwang der Junge die Tür auf, drehte sich zu Hanami und sagte mit einer einladenden Geste: „Willkommen bei den Motomiyas. Treten Sie ein, Frau Suzuki!“
Nachdem Davis die Haustür hinter den beiden verschloss, führte er seine Mitschülerin in die Küche und bot ihr einen Platz am Küchentisch an. „Setz‘ dich ruhig schon mal. Ich fang auch gleich mit dem Essen an, hole nur noch das Kochbuch und Veemon. Kann ich dir schon etwas zu trinken geben?“


Als das erledigt war, verschwand Daisuke aus der Küche schnurstracks in sein Zimmer. Die Tür machte er vorsichtshalber zu, damit der Schüler seinem Digimonpartner vorher noch kurz die Lage erklären konnte, ohne dass Hanami es mitanhören musste. "Hey Davis! Wie war's heute in der Schule?", wurde der Schüler auch schon in einem etwas lauteren Ton freudig begrüßt, kaum nachdem dieser den Raum betreten hatte. Sofort gab der Digiritter dem blauen Wesen ein Handzeichen, etwas leiser zu sein, bevor er antwortete: „In der Schule war alles gut soweit, hat sich wie üblich nur etwas gezogen. Aber eine andere Sache: Ich habe eine Mitschülerin dabei, sie heißt Hanami…“ Bevor Daisuke weiteres erklären konnte, unterbrach das Rookie-Digimon ihn mit einem leicht provokanten Tonfall: „Uuh, ein Mädchen, ist das eine Art Date? Wenn das so ist, verhalte ich mich so leise wie möglich und werde auch keinen Millimeter stören.“ Leicht genervt rollte Davis mit seinen Augen und gab Veemon einen leichten Klapps auf den Kopf. Wieso war ihm klar, dass sowas kommen musste? „Selbst wenn es so wäre, würde ich das Mädchen bestimmt nicht zu mir einladen, sondern sie irgendwohin ausführen. Aber jetzt wieder zum eigentlichen Thema: Hanami weiß schon von dir Bescheid und sie möchte dich gerne kennenlernen. Ich wäre auch sehr glücklich, wenn du dich heute mal von deiner besseren Seite zeigen würdest und nicht allzu sehr dumme Sprüche klopfst. Sie hatte nämlich noch nicht wirklich direkten Kontakt mit guten Digimon.“ Veemon gab ein verständnisvolles Nicken von sich und versprach, sich von seiner besten Seite zu benehmen. Erleichtert gab Daisuke ein Seufzen von sich, schnappte sich sein neues Ramen-Kochbuch und ging zusammen mit seinem Digimonpartner wieder in die Küche.

„So, darf ich vorstellen: Das hier ist Veemon, mein bester Freund neben Ken“, wendete sich der Fußballer an Hanami, nachdem er die Küchentür hinter sich geschlossen hatte und das Kochbuch auf dem Tisch ablegte, an dem Hanami saß. Veemon winkte der Brünetten freundlich zu und sagte: „Schön dich kennenzulernen. Wir werden bestimmt eine Menge Spaß zusammen haben.“ Hoffnungsvoll blickte Daisuke in das Gesicht seiner Mitschülerin. Wie sie jetzt wohl reagieren würde?


Zuletzt von Daisuke Motomiya am Mo März 26, 2018 10:56 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Hanami Suzuki

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   So März 25, 2018 10:28 pm

15. August
13:35 Uhr
Daisuke & Hanami

Es war seltsam, dass sie vorher noch nie wirklich mit Daisuke gesprochen hatte und nun ausgesprochen viel. Ihr Mitschüler hatte Hanami eben bisher nie Anlass gegeben, sich näher mit ihm zu befassen. Sicher, er war amüsant und in der Klasse für einige Lacher gut. Aber sich privat mit ihm unterhalten hatte Hanami einfach noch nicht. Nun zeigte sich, dass sie wohl einiges gemeinsam hatten und zwar mehr als nur der Gram über Hikari und Takeru.
„Sagt der Richtige“, lachte Hanami. „Ich meine, wie oft bist du beim Fußballtraining? Ziemlich oft, oder?“, überlegte sie. Jedenfalls sah sie Daisuke nicht selten auf einem Fußballplatz. „Beim Basketball habe ich doch allerdings noch nie gesehen…“ Sie seufzte leise. Vermutlich, weil sie da sowieso nur auf Takeru achtete. „Kein Wunder, dass Hikari immer im Publikum ist… wenn er dort spielt…“, brummte Hanami verdrießlich und wickelte sich eine Haarsträhne um den Zeigefinger. Dieses Mädchen war ihr jetzt schon ein Dorn im Auge. Aber noch viel mehr ärgerte sie die Tatsache, dass sie nie gemerkt hatte, dass die beiden sich mochten. Dann hätte sie das Drama vielleicht eher verhindern können.
Doch während sie durch die Straßen Tokyos neben Daisuke her ging, versuchte Hanami so gut wie möglich ihre Wut zu unterdrücken. Immerhin hatten sie ja einen Plan. Und der würde sicher funktionieren. Denn Hanami war es nicht gewohnt zu versagen und sie bekam immer ihren Willen. Also musste sie einfach positiv denken.
Und was lenkte besser ab, als ein Treffen mit einem Wesen, das sonst kaum einer kannte oder von dessen Existenz wusste? Hanami versuchte alle Informationen, die sie zu Daisukes Digimon erhalten konnte zu sammeln. Irritiert hob sie dann jedoch die Hand. „Heißt das, sie können sprechen?“, wollte sie wissen, während sie auf ein großes Wohnhaus zusteuerte. Der Gebäudekomplex war ihr nicht unbekannt. Immerhin war er auch nicht zu übersehen, wenn man auf Odaiba zufuhr. Aber sie hatte nicht gewusst, dass Daisuke hier lebte. Aus großen Augen musterte sie das Haus. „Hier wohnst du also…“, stellte sie fest. Für Hanami war es immer wieder befremdlich, wenn sie diese Hochhäuser sah. Vermutlich, weil es so anders war als ihr eigenes Zuhause. Aber das wollte sie sich erstmal nicht anmerken lassen. Denn das wäre ziemlich unhöflich.
„Also ist es etwas Besonders, dass du mir V… Veemon vorstellst?“, erkundigte sich Hanami erstaunt, als sie gerade mit den Aufzug nach oben fuhren. Daisuke hatte immerhin gesagt, es wussten nicht viele davon. Und anscheinend vertraute er ihr. Dabei kannte er sie doch kaum. „Weiß Hikari von Veemon?“, wollte Hanami dann mit einem Grinsen wissen. Denn wenn er ihr schon vertraute, wie stand es dann bei seiner Herzdame?



Neugierig sah sich Hanami in der kleinen Wohnung um, als Daisuke die Tür öffnete. Es war wirklich so viel kleiner als bei ihr Zuhause. Aber dafür genauso ruhig. „Ist niemand Zuhause?“, erkundigte sie sich. Bei so einer kleinen Wohnung musste man doch direkt merken, ob jemand da war, oder? Die vielen Hausschuhe am Eingang verrieten jedoch, dass wohl einige Personen nicht anwesend waren.
Leise kicherte Hanami, als sie so förmlich herein gebeten wurde. Sie zog die Schuhe aus und folgte Daisuke zum Küchentisch. „Danke, mir geht’s gut“, murmelte sie und versuchte weiterhin sich nicht zu auffällig umzusehen. Die Wohnung sah gemütlich aus und nicht so verloren wie ihr eigenes Zuhause.
Kaum, dass Daisuke fort war, begann Hanami sie ungenierte umzusehen. Auf der Ablage einige Meter entfernt, erblickt Hanami etwas, was sie kannte. Nicht weil sie es selber besaß, aber wenn man Takeru mochte, wusste man eben auch davon. Sie schnappte sich die CD Hülle, die sogar signiert war. Es half bestimmt, wenn man mit Takeru bekannte war um an so etwas ran zu kommen.
Die Tür ging wieder auf und Hanami ließ prompt die CD von Knife of Day sinken. Ihre ganze Aufmerksamkeit war auf das kleine blaue Wesen gerichtet, das Daisuke folgte. Es sah nicht wirklich aus wie ein Hund, aber dennoch irgendwie niedlich und es war wirklich nahe zu menschlich. Es winkte ihr ja sogar zu. „H… Hallo“, murmelte Hanami absolut überrascht und vergaß sogar, dass es unhöflich war, jemanden so anzustarren. Aber wann bekam man schon mal ein Digimon so nah zu Gesicht.
„Es kann wirklich sprechen“, kommentierte sie erstaunt. „Und es sieht niedlich aus“, fügte sie hinzu und streckte die Hand nach dem putzigen Wesen aus, wie um es daran schnuppern zu lassen. Doch schon sofort danach kam sie sich lächerlich vor und nutzte die Hand, um sich ihre Haare hinters Ohr zu schieben.
Verlegen lächelte sie erst Veemon und dann Daisuke wieder an, bis ihr etwas anders dämmerte. „Welcher Ken?“, wollte sie wissen und stockte dann. „Warte! Du bist wirklich mit Ken Ichijouji befreundet, oder? Ich meine auch, euch mal zusammen gesehen zu haben“, fiel Hanami auf. „Und du wirst immer spannender“, gestand Hanami. „Ken Ichijouji, ein Digimon, eine signierte KNOD CD“, zählte sie auf und klopfte auf die CD, die sie mittlerweile auf den Tisch gelegt hatte. „Was hast du noch zu erzählen?“, forderte sie Daisuke grinsend auf, wobei ihr Blick immer wieder zu dem kleinen blauen Digimon glitt. Sie war einfach zu neugierig, was es nun tun würde.

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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Mi März 28, 2018 4:26 pm

15. August
13:35 Uhr
Daisuke & Hanami


Daisuke merkte, wie Hanami immer entspannter wurde, je mehr sie sich miteinander unterhielten. Der Schüler konnte das sehr gut nachvollziehen, schließlich haben sie sich noch nie so lange unterhalten, meisten blieb es höchstens mal bei einer Begrüßung morgens. Es war zuerst echt ungewohnt gewesen, ein richtiges Gespräch mit der Mitschülerin zu führen, doch nun fühlte es sich so an, als wären sie schon ewig befreundet. Als Hanami dann auch noch anfing zu lachen, ging Daisuke das Herz auf und freute sich ein Loch in die Hose. Es war eins der schönsten Lacher, die er jemals in seinem Leben gehört hatte. Er musste sogar zugeben, dass ihm Hanamis Lachen besser gefiel als Karis. „Ja, da hast du nicht ganz unrecht, ich bin auch oft beim Fußball“, gab der Schüler dann zu. „Ich geh auch nur manchmal zu den Basketballspielen. Ich kann das auch nicht immer mit ansehen, wie Takeru und Kari Blicke austauschen.“ Mitfühlend sah er seine Mitschülerin an, als sie vor sich hin brummte. Man spürte förmlich ihren Zorn auf Kari, was er recht gut nachvollziehen konnte. Ihm ging es am Anfang mit Takeru ja nicht anders. Beruhigend klopfte der Fußballer der Brünetten auf die Schulter und sagte mit aufmunternder Stimme: „Noch ist nicht alles verloren. Wir schauen, was die Zukunft und unser Plan bringen.“

Sie waren kurz vor Daisukes Wohnung angekommen, als Hanami irritiert nachfragte, ob Digimon sprechen könnten. Lächelnd nickte der Schüler und als er merkte, dass Hanami neugierig die Umgebung und den Wohnblock begutachtete, sagt er: „So ist es. Warst du eigentlich schon mal in diesem Teil von Odaiba unterwegs?“

Im Aufzug stellte Hanami dann nach einer kurzen Schweigeminute interessiert weiter nach Veemon. Daisuke konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Im Nachhinein sind die Sorgen unberechtigt gewesen. Hätte er bloß vorher gewusst, dass seine Mitschülerin sich von dem Thema voll in den Bann ziehen lässt, hätte er gar nicht in Schweiß ausbrechen müssen. „Ja, kann man schon sagen. Du kannst dich auf jeden Fall geehrt fühlen.“ Bei der nächsten Frage musste er kurz überlegen, wie er es am besten formulierte. Der Schüler kam zu dem Entschluss, dass es vermutlich einfach besser wäre die Frage direkt und ohne um den heißen Brei herumzureden zu beantworten: „Kari hat selbst auch ein Digimon. Wir waren früher zusammen mit noch anderen unterwegs, um Tokio und den Rest der Welt zu beschützen.“

„Nein, zum Glück nicht. Wir haben die ganze Wohnung für uns alleine“, seufzte Davis und beantwortete somit die Frage seiner Mitschülerin. Der 15-Jährige lächelte verlegen, als die Brünette über seinen Willkommensspruch kicherte. Es war wirklich schade, dass die beiden nicht schon vorher was miteinander zutun hatten. Der Rot-Brünette war aber deshalb umso froher, dass dies sich geändert hatte, auch wenn es hauptsächlich nur wegen Hikari und Takeru war. Doch irgendetwas sagte ihm, dass da noch viel mehr dahintersteckte.

Davis atmete erleichtert auf, als Hanami Veemon mit glitzernden Augen erstaunt aber begeistert ansah. Da war wirklich nochmal alles gut gegangen. Von nun an konnte es nur noch bergauf gehen. Dann wechselte die Mitschülerin plötzlich das Thema zu Ken und war immer beeindruckter von Daisuke, wie sie auch kurz darauf gestand. „Ja, ich bin mit Ken Ichijouji befreundet. Wenn wir uns öfter treffen, lernst du ihn mit Sicherheit auch mal kennen. Wegen einer Sache muss dich aber leider korrigieren: Die KOD CD gehört meiner Schwester Jun. Wobei ich sagen muss, dass ich den Lead-Sänger Matt persönlich kenne und auch mit ihm befreundet bin. Und sagt dir Taichi Yagami was, Karis großer Bruder? Von dem habe ich meine Fliegerbrille hier. Die hat er mir vor viele Jahren geschenkt.“ Gerade, als der Schüler überlegte, was er noch so cooles erzählen konnte, meldete sich Veemon zu Wort: „Apropos Jun: Die kommt erst morgen wieder. Ich habe sie vorhin lautstark am Telefonieren hören.“ Dankend für diese Info nickte Davis seinem Digimonpartner zu. Dann hatten sie den ganzen Mittag Ruhe. Dann wendete sich Veemon wieder an Hanami. „Hast du auch Geschwister? Und gehst du in Davis Klasse? Habt ihr viel zu tun in der Schule?“
„Nicht so viele Fragen auf einmal, Veemon, lass sie doch auch mal zu Wort kommen“, ermahnte der Digiritter seinen Partner und lächelte Hanami an. „Eine Frage muss jetzt aber leider noch kommen. Hast du irgendwelche Unverträglichkeiten? Dann suche ich nämlich schon mal eine Nudelsuppe fürs Essen raus und leg los, dann können Veemon und du euch noch ein bisschen unterhalten.“
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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Do Apr 05, 2018 5:26 pm

15. August
13:35 Uhr
Daisuke & Hanami



Zugegeben, Hanami war noch nie wirklich in diesem Teil von Odaiba unterwegs gewesen. Sie liebte das Einkaufszentrum, das nicht weit entfernt war und eigentlich mochte sie auch den Strand, der aber ihrem blassen Teint nicht gut tat. Und sie wusste natürlich auch wo Takeru wohnte, was gar nicht weit weg von Daisukes Wohnung war, wie sie auf dem Weg festgestellt hatte. Aber mehr Informationen wollte und konnte sie Daisuke einfach nicht anvertrauen. Das war ihr schier zu peinlich und so gut kannten sie sich nun auch noch nicht. Außerdem wollte sie ihn nicht vor dem Kopf stoßen, weil sie sich nicht oft in Wohnungen befand.
Außerdem gab es gerade auch wirklich Wichtigeres. Beispielsweise, dass Daisuke Motomiya so viel interessanter war, als sie je erwartet hätte. Vielleicht hätte sie schon früher mal mit ihm sprechen sollen. Ihre Eltern pflegten ja auch immerhin wichtige Kontakte.
Ein wenig neidisch verzog Hanami dann jedoch das Gesicht, als ihr klar wurde, dass nicht nur Daisuke so ein Digimon hatte, sondern auch Hikari. Was war denn nur so besonders an diesem Mädchen, dass sie so vieles bekam? „Hikari auch?“ Wahrscheinlich konnte man an ihrer Stimme schon hören, dass sie nicht gerade begeistert war. „Ich wette ihr Digimon ist nicht so niedlich“, fügte sie hinzu und musterte das kleine blaue Wesen erneut.
Hanami zog die Augenbrauen hoch, als Daisuke ihr erklärte, dass sie die Welt gerettet hätten. „Die Welt gerettet? So wie Superhelden, oder wie?“, wollte sie daher wissen. Nicht, dass sie sich mit so etwas explizit auskannte, aber jeder kannte doch die Geschichte um geheime Helden. „Wovor? Vor den bösen Digimon, die hier alles kaputt gemacht haben?“ Dann musterte sie Veemon nachdenklich. „Aber es sieht gar nicht so aus, als könnte es so große Kerle fertig machen“, wunderte sich Hanami und stupste das kleine Wesen mit ihrem Zeigefinger an. „Und viel zu niedlich ist es auch.“ Sie fand nicht, dass so etwas Süßes kämpfen sollte.
„Wie kommt es, dass du dieses Wunderkind kennst?“, erkundigte sich Hanami. Selbst sie kannte ihn nicht und dabei hätte das ihren Eltern bestimmt wirklich gut gefallen, wenn sie seine Bekanntschaft machen würde. Das dürfte doch mal ein Schwiegersohn nach ihrem Geschmack sein. Wobei sie auch an Takeru mit Sicherheit nichts auszusetzen hätten. Hoffte Hanami zumindest ganz stark.
Ihr Blick wanderte erneut zu der CD, von der sie schon erwartet hatte, dass sie nicht ihm selbst gehörte. „Hab ich mir schon gedacht. Ich weiß natürlich, dass Takerus Bruder der Sänger dort ist… ich selbst hör die Musik allerdings nicht. Ich steh mehr auf Pop“, erklärte Hanami und verschwieg dabei lieber, dass sie singend durch ihr Zimmer hüpfte, wenn sie ihre Musik hörte. „Aber ich wusste nicht, dass du sie dicke mit Takeru oder sogar mit seinem Bruder bist... ist der nicht auch viel älter?“ So viel wusste sie dann auch wieder nicht über Takerus Bruder. „Woher sollte ich Hikaris Bruder kennen?“, wollte sie mit einem Augenrollen wissen. Sie beschäftigte sich nun wirklich gar nicht mit dem Mädchen und jetzt hatte sie dazu auch immer weniger Lust. Dennoch schien Daisuke auch den Bruder zu mögen und umgekehrt. „Cool“, murmelte sie und musterte die Brille, die anscheinend auch mehr als nur ein modisches Accessoire war. „Trägst du sie deswegen so oft?“, erkundigte sich Hanami und hob dann den Zeigefinger. „Da fällt mir ein, dass es gut ist, wenn du dich mit Hikaris Bruder verstehst! Denn der wäre ja dann dein Schwager und Hikari wird es bestimmt gefallen, wenn du mit ihrem Bruder befreundet bist“, triumphierte Hanami.
Das Digimon meldete sich zu Wort und erklärte, dass Daisukes Schwester heute nicht nach Hause kommen würde. Umso besser, dann hatten sie mehr Zeit zu planen. „Ich habe keine Geschwister“, erklärte Hanami Veemon. Früher hatte sie das mal traurig gefunden, nun war es ihr relativ egal. Immerhin würde das auch bedeuten, sie müsste teilen und das war ihr dann auch wiederrum gar nicht so recht. „Genau, Daisuke und ich gehen in die gleiche Klasse.“ Sie schmunzelte leicht, als sich das blaue Wesen als sehr neugierig herausstellte. „Nicht wirklich. Jedenfalls finde ich es nicht viel oder schwer“, antwortete sie. Ob Daisuke das anders sah, wusste sie immerhin nicht. „Aber ich bin auch sehr gewissenhaft. Daisuke… ich weiß nicht, ob er das so genommen nimmt“, fügte Hanami hinzu und sah zu Daisuke hinüber, die schon aufstand und wohl endlich mit dem Kochen anfangen wollte.
„Nein, ich esse alles“, informierte sie ihren Gastgeber und war schon gespannt darauf, was er kochen würde. Dass sie ihre Hilfe anbieten könnte kam Hanami gar nicht in den Sinn. Immerhin war sie es gewohnt, dass andere für sie kochten oder Aufgaben erledigten. Stattdessen wandte sie sich wieder an das Digimon. „Und du lebst jetzt hier bei Daisuke? Immer? Aber wo kommst du her? Doch nicht von hier, oder?“, wollte sie nun ihrerseits neugierig wissen.




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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Di Apr 10, 2018 10:29 pm

15. August
13:45
Daisuke & Hanami


Es war wirklich faszinierend, wie sehr Hanami etwas gegen Hikari hatte. Daisuke musste sich ein Kichern verkneifen, als Hanami etwas entnervt die Info aufnahm, dass auch Kari ein Digimon besaß. „Kommt drauf an, ob du ein Katzen-Fan bist. Gatomon sieht nämlich aus wie eine weiße Katze“, antwortete der Schüler dann und musste dann doch fett grinsen, dass Hanami Veemon total niedlich fand. Auf die nächste Frage nickte Davis zuerst, bevor er erklärte: „Ja, du kannst es dir wie Superhelden vorstellen. Und du liegst richtig, wir haben die bösen Digimon davon abgehalten, weiteren Schaden anzurichten. Und Veemon kann auch noch stärker werden, in dem es sein Aussehen verändert. Digimon haben verschiedene Level, die sie erreichen können. Wenn Digimon einen menschlichen Partner haben, wird das dazu benötigt.“ Der Fußballer zieht sein Digivice und Terminal hervor und Veemon fährt fröhlich mit der Erklärung fort: „Ich bin gerade auf dem Rookie-Level, das nächst höhere wär das Champion-Level. Ich werde dann größer und kräftiger, habe aber noch eine Gewisse Ähnlichkeit mit meinem jetzigen Aussehen. Und ich heiße dann ExVeemon.“ Daisuke wollte auch noch mit den Amor-Eiern anfangen, hielt sich aber doch zurück. Das war vielleicht etwas zu viel auf einmal und bestimmt zu verwirrend am Anfang.

Nach der kurzen Einführung der Digitation kamen die beiden zu Ken. „Naja, unter anderem spielt Ken auch Fußball, und in einem Turnier standen wir uns sogar mal gegenüber. Aber so richtig Kontakt haben wir durch die Digiwelt und den damaligen Ereignissen.“ Näher führte der 15-Jährige die Erklärung nicht aus. Hanami musste nicht unbedingt von Ken erfahren, dass dieser mal der Digimon-Kaiser war und die Digiwelt tyrannisiert hatte. Es langte schon, dass die Digiritter davon wussten Daisuke wurde bei dem Gedanken daran schon flau im Magen und fühlte sich leicht unangenehm. „Ich kann ihn dir gerne irgendwann mal vorstellen, wenn du interessiert bist“, fügte der Schüler noch hinzu, um nicht zu viel jetzt nachzudenken.

Überrascht sah Daisuke Hanami mit großen an, als sie gestand, mehr auf Pop zu stehen und KOD gar nicht hörte. „Hätte ich nicht erwartet. Du weißt aber, dass du dich darauf einstellen kannst, mit auf Konzerte gehen musst, wenn du mit Takeru zusammen sein solltest? Er ist so gut wie immer bei den Auftritten seines Bruders.“
Daisuke wusste, dass er eigentlich nicht so einfach über die Digimon plaudern sollte, aber Hanami machte einen vernünftigen Eindruck. Der Schüler vertraute darauf, dass seine Mitschülerin es für sich behalten konnte, und erzählte daher: „Takeru hat damals auch geholfen, die Welt zu retten. Matt war bereits Jahre zuvor in der Digiwelt und konnte uns daher auch dementsprechend unterstüzen.“

Der RotBrünette stieß sich an den Kopf. Natürlich, mit Tai konnte er schlecht angeben bei Hanami. Wenn sie schonkein Fan von Kari war, würde sie sich kaum für den Bruder begeistern können. Dennoch gab sie ein leises ‚Cool‘ von sich und die Frage beantwortete Daisuke mit: „Es erinnert mich viel ehe an das allererste Abenteuer in der Digiwelt. Naja und weil sie von Tai ist und er meinte, sie stehe mir super. Beim letzten Teil wurde Daisuke etwas verlegen und senkte seinen Blick zu Boden.
Beim nachfolgenden musste Daisuke der Brünetten zustimmen. In der Hinsicht hatte er tatsächlich einen Pluspunkt, zumal er sich ja auch zusätzlich noch das Wappen mit Taichi teilte. Allerdings war der Fußballer sich nicht sicher, ob er in Taichis Augen gut genug für seine kleine Schwester war, nur weil sie sich gut verstanden. Schließlich war Taichi Karis Wohlbefinden sehr wichtig und hatte mit Sicherheit hohe Ansprüche. Der Brünette hatte bis jetzt auch nie irgendwelche Andeutung darüber gemacht, was er davon hielt, dass Davis auf seine kleine Schwester stand. Aber ein Versuch war es wert.

Während Daisuke noch etwas in Gedanken versunken war, beantwortete Hanami Veemons Fragen. Aufgeregt und interessiert lauschte das Drachendigimon Hanamis Worten. „Oh, das ist echt schade, dass du keine Geschwister hast. Aber naja, mach dir nichts draus, ich habe auch keine. Allerdings gibt es von meiner Art noch so einige in der Digiwelt“, sagt Veemon munter, als es erfuhr, dass Hanami Einzelkind war und fügte in einem ernsten Tonfall bezüglich der Schule noch hinzu: „Das ist sehr gut, gewissenhaft zu sein.“ Beim nachfolgenden wurde die Stimme etwas leiser, damit es nicht gleich Ärger mit Daisuke gab: „Weißt du, Davis ist manchmal etwas schlampig, ich weiß teilweise gar nicht, wie der auf seine recht guten Noten kommt.“
Vorsichtig blickte Veemon zu seinem Partner, der den letzten Teil in seiner Geistesabwärtigkeit anscheinend wirklich nicht mitbekommen hat. Erleichtert atmete es auf, als Daisuke stattdessen aufstand und mit dem Essen anfangen wollte.
„Gut, dann zauber ich jetzt mal was leckeres“, gab der Schüler von sich, nachdem die Allergie-Frage geklärt war, lief rüber zum Kühlschrank und begann nachzusehen, was für Zutaten vorhanden waren, um ein passendes Rezept im Buch zu finden.

Es dauerte auch nicht lange, bis Daisuke etwas gezaubert hatte. Der Duft von frisch gekochtem Ramen erfüllte die ganze Wohnung und der Schüler musste sich sehr stark zurückhalten, nicht gleich aus dem Topf zu essen. Geduldig und brav nahm er drei Schüssel aus dem Schrank, schenkte in die erste etwas ein und stellte es sofort Hanami hin. „Hier, bitteschön. Ramen mit Gemüse und Hühnchenstücken. Lass es dir schmecken“, wünschte der Fußballer der Brünetten guten Appetit und schenkt dann sich und seinem Partner ein. Kurz nachdem Daisuke sich zu den anderen beiden an den Tisch gesetzt hatte, die bereits einige Happen zu sich nahmen, fragte er: „Und, ist es was geworden? Kann man es essen?“
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Hanami Suzuki

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Do Apr 12, 2018 1:42 pm

15. August
13:45
Daisuke & Hanami



Hanami musste zugeben, dass es anscheinend niedlichere Digimon gab, als die die sich in so schlechter Erinnerung hatte. Veemon sah süß aus und auch die Beschreibung einer Katze wirkte doch eigentlich sehr nett. Also mussten diese Wesen wohl verschiedene Rassen haben, ähnlich wie Tiere. Und dann war das Ganze schon gar nicht mehr so schlecht.
Sie kicherte leise, als Daisuke ihren Vergleich mit einem Superhelden direkt aufnahm. „Bedeutet das, dass immer wieder auch böse Digimon kommen könnten?“, erkundigte sich Hanami dann aber wieder leicht besorgt. „Oder bist du quasi im Ruhestand? Du kannst doch bestimmt kaum etwas unternehmen, oder Veemon?“, erkundigte sich Hanami beinahe bedauernd. Denn sie konnte sich nicht vorstellen, dass das kleine blaue Wesen einfach so über die Straße spazieren konnte. „Ist das nicht total langweilig?“, seufzte Hanami. Nun tat ihr der niedliche Fratz ein wenig leid. Sie fänd es eher langweilig, nur darauf zu warten, dass Daisuke von der Schule nach Hause kommen würde.
Daisuke lenkte Hanami aber auch gleich ab, weil er ihr einige Dinge zeigte, mit denen sie gar nichts anfangen konnte. „Was ist das?“, wollte sie wissen und musterte die Geräte, die ein bisschen aussahen wie kleine Computer oder Tamagotchis. Brauchen sie das? Vermutlich schon. „Klingt ziemlich kompliziert und gefährlich“, fand Hanami. „Habt ihr keine Angst davor zu kämpfen?“ Auch vor dem Hintergrund, dass auch Hikari beteiligt war, fand sie die Tatsache immer noch seltsam. Sogar Mädchen, die kämpften. Das waren Welten, die sich Hanami nicht ganz erschlossen.
Ebenso wie die Tatsache, dass auch Ken ein Digimon besaß. Wie viele Leute waren denn bitte darin involviert? Hanami ließ sich mit leicht brummenden Schädel auf ihren Stuhl zurücksinken. „Deswegen ist jemand wie du mit dem Wunderkind befreundet“, fand sie allerdings mit einem Lächeln. Dass sie die Aussage nicht ganz ernst meinte, war hoffentlich klar.
Fast noch mehr überraschte Hanami dann aber die Tatsache, dass Daisuke angenommen hatte sie würde nicht auf Pop stehen. „Ich mag das Zeug nicht besonders gerne, dass sie spielen. Ich höre Mädchenmusik, auf die man tanzen kann“, entgegnete sie. Sie konnte wohl kaum sagen, dass sie Musik hörte, bei der man auch mitgehen konnte. Denn anscheinend ging es ja vielen Mädchen bei der Musik von KOD genauso. Daisukes Einwurf belächelte Hanami jedoch nur. „Also erstes, werde ich auf jeden Fall mit Takeru zusammen sein. Und zweites, wäre es gar kein Problem für mich zusammen mit ihm ein Konzert zu besuchen. Wenn Takeru dabei ist, wäre bestimmt alles einfach wunderbar“, seufzte Hanami und hielt dann inne. Ihre Augen wurden vor Überraschung größer und sie starrte Daisuke an. „Takeru hat auch ein Digimon?!“ Ihre Stimme war lauter geworden und schriller. Dass sie von Daisuke nichts geahnt hatte, war ja eine Sache. Aber bei Takeru wusste sie immerhin vieles. Sie wusste sogar, welche Kaugummisorte er bevorzugte, weil sie ihn ab und an einfach aufmerksam betrachtete. Nur diese Information war vollkommen neu gewesen. „Was für eins? Ist es niedlich? Oder total cool? Bestimmt ist es total cool! Oh, ich wette Takeru, ist so ein richtiger strahlender Held“, begann Hanami dann ganz aufgeregt zu sprechen und kam gar nicht umher sich ihren Schwarm dabei vorzustellen, wie er sie vor bösen Digimon beschützte.
„Die… Digiwelt?“, widerholte Hanami und warf dann einen Blick zu Veemon. „Ist das der Ort von dem du kommst? Ist es schön da?“ Sie selbst hatte natürlich nicht mal gewusst, dass es so etwas gab. „Wie kommt man dorthin? Ich reise nämlich gerne. Diesen Sommer waren wir in Paris. Und das war très jolie“, seufzte Hanami. „Eigentlich hatte ich ja vor, Takeru davon zu erzählen. Seine Familie ist teilweise Französisch, nicht wahr?“ Das hatte sie zumindest mal aufgeschnappt. Sie hatte wirklich eine sehr große Schwäche für ihren blonden Mitschüler. Aber vor Daisuke war ihr das nicht besonders peinlich. Immerhin hatte der auch eine große Schwäche für Hikari und anscheinend auch für ihren Bruder. „Also magst du die ganze Familie, ja?“, hakte sie nach, als ihr immer mehr bewusst wurde, dass Daisuke ziemlich große Stücke auf den älteren Bruder von Hikari hielt.
„Haben Digimon denn keine Familie?“, erkundigte sich Hanami dann. „Oder kennst du sie nur nicht? Wäre doch möglich, dass du Geschwister hast. Einige Haustiere kennen ihre Geschwister auch nicht“, überlegte sie und hielt dann ertappt inne. „Das war unhöflich, fürchte ich…“ Sie konnte das Wesen doch nicht so direkt mit einem Haustier vergleichen!
Abner ähnlich wie Daisuke schien auch das Digimon nicht sehr nachtragend zu sein und brachte Hanami prompt zum Kichern. „Ja, ich weiß. Daisuke kann sehr kreative im Finden von Ausreden sein“, stimmte sie Veemon zu. Es war manchmal ziemlich komisch, wenn er versuchte sich aus etwas heraus zu reden.
Gerade allerdings wirkte er so konzentrierte bei der Zubereitung der Mahlzeit, wie Hanami erstaunt feststellte. „Es riecht zumindest sehr gut“, lobte sie und bemerkte, wie ihr Hungergefühl immer mehr zunahm.
Freudig betrachtete sie daher die Schale, die vor ihr abgestellt wurde. „Und es sieht auch gut aus!“ Wenn es nun auch noch schmeckte, war sie wirklich überrascht. Irgendwie war kochen einfach nichts, was sie Daisuke zugeschrieben hätte. „Bon appétit“, wünschte auch Hanami und begann dann zu essen. Begeistert sah sie nach ein paar Bissen auf. „Daisuke, das ist wirklich gut!“, lobte sie mit einem Strahlen. Natürlich musste sie darauf achten, dass sie nicht zu sehr schlang, denn das gehörte sich laut ihren Eltern ja nicht. „Ehrlich gesagt, hatte ich doch ein wenig Zweifel“, musste sie zugeben und nahm dann gleich noch einen Happen. „Woher kannst du denn so gut Ramen zubereiten?“, wollte sie interessiert wissen und lächelte verlegen. „Ich könnte rein gar nichts kochen“, gab Hanami zu. Bisher war das nie schlimm für sie gewesen. Aber vielleicht erwartete das ja ein fester Freund von ihr. „Kann Hikari kochen?“, wollte sie daher sofort wissen. Denn dann hätte sie ein Problem.







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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Fr Apr 13, 2018 9:35 pm

15. August
14:00
Daisuke & Hanami


Die Nervosität und Sorge, die Daisuke noch in der Schule gehabt hatte, ist nun komplett gewichen und hat seiner Selbstsicherheit wieder Platz gemacht. Es freute ihn zudem wirklich sehr, wie gut seine Mitschülerin sich mit Veemon verstand und fasziniert war von all dem, was der 15-Jährige zu erzählen hatte. „Es ist nicht auszuschließen, dass irgendwann wieder etwas passiert“, beantwortete Davis die Frage und verschwieg dabei die Tatsache, dass es in der Digiwelt aktuell sogar wirklich Probleme gab. Er wollte sie nicht gleich wieder verunsichern. „Doch selbst wenn sind wir ja da und werden alles tun, damit die bösen Digimon sich wieder ganz schnell verziehen und bleiben, wo der Pfeffer wächst.“
Als Hanami dann Veemon bedauerte, dass er den ganzen Tag ja nur in der Wohnung rumhängen könne, winkte Veemon ab und sagte: „Das ist keineswegs der Fall. Wenn wir unter Menschenmassen gehen, verkleide ich mich. Wir haben mir extra Klamotten geholt, die mir halbwegs passen, dann geht das schon. Das ist dann immer lustig, damit in Tokio unterwegs zu sein.“ Während Veemon sprach, grinste es die Cheerleaderin mit einem breiten Grinsen an.
Nachdem Davis sein Terminal und Digivice auf den Tisch gelegt hatte, merkte er, wie Hanami die beiden Geräte nachdenklich musterte und wissen wollte, was das war. Für jemanden, der sich noch nie mit Digimon genauer beschäftigt hatte, mussten die beiden Sachen wirklich befremdlich wirken. Bei Davis war das am Anfang ja nicht anders. Zuerst hielt er sein Digivice hoch und versuchte so leicht wie möglich die Funktion zu erklären. „Das blau-weiße Gerät hier lässt Veemon größer werden, damit es besser gegen starke Digimon kämpfen kann.“ Der Rot-Brünette legt das Digivice wieder zur Seite und hielt das andere Gerät hoch. „Hiermit kann man unter anderem E-Mails an die anderen Digiritter schicken. Zum Teil braucht man es auch, damit Veemon stärker wird.“
Daisuke fand Hanamis Sorge, dass das alles mit Sicherheit ziemlich gefährlich war, ziemlich rührend. Es war definitiv gefährlich, das stand außer Fragen. Gerade jetzt mit dem Labyrinth hatten sie ein ziemlich schwieriges Stück Arbeit vor sich. Doch Davis ließ sich nichts anmerken und sagte nur stolz: „Natürlich macht man sich immer etwas Sorgen, aber wir kämpfen ja gemeinsam in einem Team und unterstützen uns, das nimmt etwas die Angst. Zudem haben wir ja schon Erfahrung durch die damaligen Ereignisse sammeln können.“
Bei dem Ausdruck Mädchenmusik zu der man tanzen kann konnte sich Daisuke ein kurzes Kichern nicht verkneifen. Das konnte sich der Rotschopf sehr gut bei Hanami vorstellen, dass sie darauf stand, es passte wirklich zu ihrem Verhalten und ihrem generellen Erscheinungsbild, was keinesfalls negativ war. Der Fußballer kam aus dem Grinsen gar nicht mehr raus, als er hörte, dass sie dennoch auf ein KOD Konzert gehen würde, die Hauptsache war, dass Takeru an ihrer Seite wäre. Es erinnerte ihn an sich selbst und Kari. Er war auch schon bei Sachen mitgegangen, die ihn eigentlich nicht sonderlich interessierten, einfach nur, weil Kari dabei war. Von daher konnte Davis nun ganz gut einschätzen, wie viel Hanami an Takeru lag und dass sie es auch wirklich ernst meinte. Natürlich hatte er nicht erwartet, dass Hanami ihm das nur vorspielte, doch es war gut zu sehen, dass es wirklich so war.
Der 15-Jährige schrak zusammen, als die Stimme der Brünetten etwas lauter wurde und total hysterisch darüber wurde, was Takeru für ein Digimon hatte und dass er bestimmt wie ein richtiger Held aussah. „Ähm, ich weiß gar nicht, wie ich dir sein Digimon am besten erkläre. Auf jeden Fall heißt es Patamon, ist orange, nicht besonders groß und kann fliegen. Auf den höheren Digitationen sieht es aus wie ein Engel.“ Fieberhaft überlegte er, wie er Patamon bildhafter beschreiben konnte, doch dann fiel ihm ein, dass er ein Gruppenfoto auf dem Handy hatte. Mit einer Handbewegung entschuldigte er sich kurz, zog sein Handy hervor, suchte das entsprechende Bild und hielt es Hanami vor die Nase.
Als Hanami wegen der Digiwelt nachfragte, begannen Veemons Augen zu strahlen und erklärte mit Freude: „Ja genau, ich bin aus der Digiwelt und ja, sie ist wirklich sehr schön. Ich würde dich wirklich sehr gerne mal dorthin mitnehmen…“ Bei den folgenden Worten würde Veemons Stimme etwas ernüchternder. „Leider fürchte ich, du wirst dorthin nicht reisen können, da du kein Digivice besitzt. Meine Welt ist auf keiner Karte zu finden, sie befindet sich im digitalen Netz beziehungsweise ist eine Parallelwelt, tut mir leid. Aber erzähl mir doch mal mehr von Paris, da war ich noch nie. Was heißt très jolie? Gibt da gutes Essen?“ Bei dem letzten Teil brach Davis in kurzen Gelächter aus. Sein Digimon war wirklich verfressen, genauso wie er selbst. Dann stimmte er seiner Mitschülerin nickend zu, dass Takerus Familie zum Teilfranzösisch war und sagte noch aufmunternd: „Du kannst ihm das doch immer noch erzählen, das bringt mit Sicherheit Pluspunkte.“
Dafür, dass Hanami überhaupt kein Kari-Fan war, hakte sie dennoch interessiert nach, ob er die ganze Familie Yagami mochte. Mit einem freundlichen Lächeln nickte er. „Ja, sie sind alle wirklich sehr nett.“ Die nächste Frage ging wieder an Veemon, das keinen Millimeter böse wurde, dass Hanami es mit einem Haustier verglich. „Ich nehm‘ es dir nicht übel, ich verstehe schon, was du meinst. Das ist ein wirklich sehr interessanter Punkt sogar, so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Ich werde mich darüber mal informieren.“
Daisuke freute sich, dass Hanami sein Essen lobte, auch wenn es ein leichter Schlag in die Magengrube war, dass sie zuerst noch Zweifel hatte. Trotzdem fühlte Davis sich sehr stolz und bestätigt. Zwar bekam der Jugendlich auch von seinem Digimonpartner zu hören, dass er gut koche, aber Veemon aß bei seiner Verfressenheit ja eh alles, was ihm vor die Nase kam. „Vielen Dank, das weiß ich sehr zu schätzen, dass es dir schmeckt“, bedankte sich der Rotschopf und wurde sogar leicht rot. „Das habe ich mir alles selbst angeeignet mit Büchern. Das ist nicht schlimm, dass du nicht kochen kannst, man kann es lernen. Wenn du willst, kann ich dir auch das ein oder andere beibringen. Und was Kari anbelangt, kann ich dir das gar nicht so konkret beantworten. Das Einzige, was ich weiß ist, dass ihre Mutter die wohl schrecklichste Köchin der Welt ist.“
Nachdem die drei die Mahlzeit verputzt hatten, räumte Davis schnell die Küche auf, um sich gleich ans Pläneschmiede zu machen. Wenn er heute mit den anderen noch in die Digiwelt wollte, mussten Hanami und er sich langsam an die Arbeit machen. „So, dann wollen wir doch mal ein paar Ideen sammeln. Hast du schon eine Vorstellung, wie wir vorgehen?“
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Hanami Suzuki

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BeitragThema: Re: Wohnung von Daisuke   Mo Apr 30, 2018 11:54 am

15. August
15:00
Daisuke & Hanami



Hanami wusste ab einem bestimmten Punkt einfach gar nicht mehr wo ihr der Kopf stand und daran war nicht nur die ausgesprochen köstliche Nudelsuppe ihres Gastgebers Schuld. Die Informationen, die sie über die Digiwelt erhielt, überhäuften sie einfach. Wie konnte es sein, dass es so einen Ort gab, und sie einfach keine Ahnung davon gehabt hatte? Immerhin hielt sich Hanami für ziemlich klug und ihre Noten bestätigten dies. Aber sie bemerkte gerade, dass sie eine gewaltige Wissenslücke hatte und das obwohl die Digimon gerade in ihrem Wohnviertel so präsent zu sein schienen.
Am meisten jedoch wurmte sie, dass Takeru ebenfalls dieses Geheimnis hatte und sie doch nahezu alles über ihrem Schwarm wusste. Nur das natürlich nicht. Prompt war der Blonde jedoch noch interessanter. Er war wie ein Superheld mit einer geheimen Identität und wenn das nicht sexy war, dann wusste Hanami auch nicht. Sie war jedenfalls noch mehr hin und weg von Takeru. Etwas, was sie Daisuke und seinem Digimon in der letzten Stunde sicherlich zur Genüge mitgeteilt hatte. Vielleicht ein bisschen zu oft, denn so langsam klang Hanami sogar in ihren eigenen Ohren wie eine kaputte Schallplatte.
„Denkst du, ich darf Takeru sagen, dass ich davon weiß? Oder wirst du dann Ärger bekommen?“, erkundigte sich Hanami, als Daisuke ihr offenbarte, dass er nun bald fort müsse. Es gab anscheinend ein Treffen, das nur für Menschen mit Digimon bestimmt war. Natürlich hatte Hanami direkt gefragt, ob sie ihn nicht begleiten können, als sie erfahren hatte, dass auch Takeru anwesend sein würde. Dieses Treffen war generell wie ein treffen voller Superstars. Ken Ichijouji, Yamato Ishida und natürlich Takeru Takaishi. Wenn sie Daisuke Glauben schenken konnte, war aber auch der ältere Bruder von Hikari nicht zu verachten. Vielleicht gab es ja eine Regel, dass nur ausgesprochen attraktive Personen ein Digimon bekamen? Wobei… wo war dann ihres? Und Daisuke hatte schließlich auch eins. Allerdings wollte sie nicht gemein klingen. Denn heute hatte er sich wirklich als cool entpuppt und als jemand, mit dem man reden konnte. Ja, heute hatte er sein Bild, das sie bisher von ihm gehabt hatte, deutlich verändert.
„Vielen Dank für die Einladung und auch für die Nudelsuppe“, begann Hanami die Verabschiedung und verbeugte sich leicht, nachdem sie ihre Schuhe an der Haustür wieder angezogen hatte. „Es war wirklich sehr köstlich.“ Das Lob war keineswegs nur höflich gemeint, sondern durchaus aufrichtig.
Sie fuhr sich durch die Haare und richtete ihre Handtasche, bevor sie Daisuke ein Lächeln schenkte und dann Veemon über die Kopf strich. „Viel Spaß bei eurem Treffen. Vielleicht hast du heute ja schon Erfolg bei Hikari.“ Das wäre wünschenswert. Denn dann wäre Takeru bald immerhin frei für sie selbst. Sie hatte Daisuke zum Tipp gegeben, dass sie behutsam vorgehen müssten. Seine überstützte Art war bei der Mitschülerin bisher schließlich nicht so gut angekommen. Also musste nun eine andere Strategie hier. Da Hikari verständlicher Weise auf Takeru zu stehen schien, wäre es gar nicht schlecht, wenn auch Daisuke sich etwas besonnener geben würde. Und natürlich war da immer noch der große Pluspunkt, dass Hikaris Bruder ihn mochte, was Daisuke besser ausbauen sollte. „Schreib mir, wenn es Fortschritte gibt“, bat Hanami und hielt Daisuke ein rosafarbenes Post-it hin, auf dem sie ihre Nummer geschrieben hatte. „Und ich erwarte, dass du mir Ken Ichijouji bald mal vorstellst“, fügte sie mit einem Zwinkern hinzu, bevor sie die Tür öffnete und mit einem letzten Lächeln verschwand.
Dafür, dass sie eigentlich eine Strategie für Hikari und Takeru ausmachen wollten, hatten sie erstaunlich viel über anderes gesprochen. Nudelsuppen, Digimon und sich selbst. Aber das machte nichts. Es würde sicher noch mehr Gelegenheiten geben eine richtig gute Strategie auszumachen nun wo sie Verbündete waren.




-Abschlusspost-
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