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 The Missing Link

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AutorNachricht
Koushiro Izumi

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Arbeit/Hobby : Schüler

BeitragThema: The Missing Link   Mi Okt 05, 2016 4:10 pm

The Missing Link
Akira und Koushiro
29. Juli – Sommeranfang

Sommer, die wärmste Zeit des Jahres. Zeit zum Einsperren in gekühlten Serverräumen. Zeit zum Leben im Kühlschrank. Zeit zum Ausflug an den Nordpol. Wieso genau hatte Izzy sich noch gleich dazu entschieden diesen Sommerkurs zu besuchen?

Als er vor der Uni aus der Straßenbahn stieg und den beinahe leergefegten Campus betrachtete wagte er für einen Moment zu bezweifeln, dass irgendjemand anderes auf die Idee gekommen war den Kurs zu besuchen, geschweige denn zu veranstalten. Doch auf dem Weg zum Kursraum kam er an Sonnenanbetern im Gras und aus unerfindlichen Gründen schon (oder immer noch) gestressten Studenten vorbei. Eine kühle Brise wehte zwischen den Gebäuden und Izzy wuschelte sich durch die Haare, um sie wieder zu richten. Mit etwas Glück gab es vielleicht eine Klimaanlage und die Inhalte des Schülerkurses klangen viel zu interessant, um ihn einfach so verstreichen zu lassen.

Er fand den korrekten Raum gerade noch rechtzeitig und grinste breit als er seine Gleichgesinnten bereits tief im Gespräch vorfand. Schnell gesellte er sich dazu, schnappte ein paar Worte auf und gab direkt seinen eigenen Senf dazu ab. Doch bevor die Diskussion um Vorteile von responsive Webdesign zu sehr ausarten konnte, erschien der Dozent auf der Bildfläche und man fand sich gesittet wieder an seinen Plätzen ein.

Es gab eine kurze Einführung zum Ablauf der Veranstaltung, die sich speziell an Schüler richtete, die Interesse daran hatten auch in den Ferien ihr Wissen zu erweitern. Eine Kooperation von Izzys Schule mit der Uni machte es möglich, dass die Gruppe in den freien sechs Wochen gemeinsam die Geheimnisse der Parallelprogrammierung angehen würde. Das Thema war Izzy zwar nicht neu, jedoch wusste er dass es denen, die um ihn saßen, nicht viel anders ging und so hoffte er, dass der Professor über den eigentlichen Plan hinausgehen würde. Unglaublicherweise freute sich Izzy gerade auf die Gruppenarbeiten. Wer sich schon in den Ferien dazu bereiterklärte im Klassenzimmer zu sitzen, der würde auch den nötigen Elan mitbringen an spannenden Projekten zu arbeiten.

Wie erhofft machte sich der Professor zunächst erstmal einen Überblick über den Wissensstand seines Kurses und entschied daraufhin, dass er die Einstiegskapitel wohl im Schnelldurchgang durchsprechen würde. Innerhalb kürzester Zeit waren Dozent und Schüler tief in der Materie und die Zeit schien wie im Flug zu vergehen. Viel zu schnell kam bereits die Pause, dann der zweite Teil, dann das Ende der heutigen Einheit.

Während seine Mitschüler einpackten, blieb Izzy zunächst zurück, zu konzentriert auf das Problem, dass der Professor in den letzten zehn Minuten als Kopfnuss vorgestellt hatte. Er wusste, dass es einen effizienteren Algorithmus geben musste, so viel war den Schülern ja auch verraten worden, aber er kam beim besten Willen nicht drauf. Er ersetzte einzelne Teile des Codes, durch Lösungen welche die ein oder andere Variable obsolet machten und Speicher freigaben, aber der Kern des Problems blieb ihm verborgen. Grummelnd hing er an seinem Laptop und bemerkte gar nicht, dass der Raum sich bereits vollständig geleert hatte. Mit einer Ausnahme.

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Akira Tanaka

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Mi Okt 05, 2016 5:06 pm

The Missing Link
Akira und Koushiro
29. Juli – Sommeranfang

Im Gegensatz zu anderen Schülerinnen, die die freie Zeit im Park oder sogar im Schwimmbad verbrachten, hielt Akira gar nichts davon. Wieso sollte sie sich alleine in den Park setzten? Sie hatte noch nie verstanden, wieso einige Menschen so etwas taten. Aber das war nicht weiter verwunderlich. Immerhin verstand sie anderen sowieso äußerst selten und wann immer es etwas gab, das andere mochten, war beinahe schon klar, dass Akira es nicht mochte.
Vielleicht waren deswegen so wenig andere Leute in diesem Raum anwesend. Nicht viele würden wohl freiwillig ihre Zeit opfern, um sich in den Ferien einen Kurs zu gönnen. Aber wenn es sie doch eben interessierte. Nun ja, ihr wahres Interesse konnte Akira wohl kaum hier erläutern, aber denn noch war der Kurs eine gute Übung. Sie war gespannt, ob sie auch etwas lernen würde, was sie noch nicht wusste. Denn davon schien es nicht allzu viel zu geben. Der letzte Kurs war daher äußert langweilig gewesen. Aber vielleicht teilte ‚ Parallelprogrammierung‘ ja nicht das gleiche Schicksal. Und selbst wenn war der Kurs immer noch besser, als sich zuhause zu langweilen, wo sie nicht viel anders tun würde als bei lauter Musik über Codes zu brüten.
Aber ihr wurde äußert schnell klar, dass sie auch in diesem Kurs nichts Neues lernen würde. Das war nicht Fehler des Lehrers, der ja nicht mal wusste, wen er da vor sich hatte. Akira beschloss, dem Kurs eine Chance zu geben und sie könnte ihm einfach trotzdem noch fern bleiben, wenn es ihr zu doof wurde.
Und gerade wurde es ihr schon dezent zu doof, weil der Typ neben ihr sie damit volltextete, wie ungewöhnlich er es fand, dass ein Mädchen in dem Kurs war. Sie strafte ihn mit einem eisigen Blick und rückte dann soweit es der PC vor ihr zu ließ von ihm ab und beachtete ihn nicht weiter. Stattdessen schob sie sich ihre Kopfhörer auf die Ohren und begann mit der Arbeit, nachdem sie den Einstieg hinter sich gebracht hatten.
Akira war so vertieft in ihrer Arbeit, dass sie die Augen kaum noch von ihrem Monitor löste. Auch wenn die Aufgabe einfach war, war sie denn noch bestrebt sie äußert gut zu machen und das bedeutete, dass sie sie schnell und effizient bewältigen wollte. Einen Fehler würde sie nicht dulden, denn das würde sie als persönliches Versagen ansehen und sie hasste so etwas.
Mit einem winzigen, kaum zu erkennenden Lächeln, beendete Akira den Code und nickte zufrieden. Es hatte etwas länger gedauert, aber dafür war es dann doch eine Herausforderung gewesen und das hatte ihr gefallen. Sie richtete sich auf und schob die großen Kopfhörer von den Ohren. Da bemerkte sie, dass er Raum wie leer gefegt war. Das war doch nicht möglich! Sie bekam großen Augen und sofort bereitete sich Unmut in ihr aus. Waren etwa alle schneller und damit besser als sie gewesen? Das konnte doch nicht sein! Sogar dieser Idiot neben ihr?
Da entdeckte sie einen anderen Mitschüler, den sie vorher noch nicht wahrgenommen hatte. „Hey! Wo sind die anderen?“, wollte sie wissen und vergaß dabei mal wieder, dass man andere Personen nicht mit ‚hey‘ anreden sollte. Vor allem nicht, wenn man nicht das Sagen hatte. „Sind die schon fertig gewesen?“, hakte sie dennoch einfach weiter nach ohne sich für ihre rüde Anrede zu entschuldigen. War ihr doch egal, ob der Typ sie mochte.
Sie packte ihren Laptop und verstaute ihn sicher in der dafür vorgesehen Tasche, während sie auf Antwort wartete. Dabei betrachtete sie den Bildschirm des anderen und stellte fest, dass er ebenfalls auf der richtigen Spur war.
„Sie sind die einzigen, die die Aufgabe zu enden lösen wollten“, ertönte die Stimme des Lehrers, den Akira schon wieder ganz vergessen hatte. Aber dennoch stimmte sie diese Information unglaublich fröhlich. Sie hatte ja gewusst, dass sie klüger war als die meisten hier. Aber dass sie einfach gegangen waren, war wirklich bescheuert. Wie konnte man ein Codingproblem nicht zu Ende lösen? Es hätte Akira die ganze Zeit in den Fingern gejuckt es zu beenden.
Genauso schien es anscheinend dem anderen Schüler zu gehen, der sich ebenfalls noch an dem Code versucht hatte. „Du bist fertig“, stellte Akira für ihn fest, falls er es nicht bemerkt zu haben schien. „Gratuliere, das macht dich zum Zweitbesten im Kurs.“ Überhaupt war er der Einzige, der sich irgendwie ansatzweise ihren Respekt verdient hatte. Alle anderen waren Armleuchter.
Akira schultere ihre Tasche und setzte sich die Kopfhörer wieder auf. Es war beinahe eine Wohltat, als das laute Dröhnen der Musik sie von der Außenwelt abschottete. Sie hob die Hand um sich zu verabschieden, aber nur weil sie die nächsten Wochen mit diesem Lehrer verbringen würde und sah sich nicht einmal um, als sie der Raum verließ.
Dafür hielt sie allerdings erstmal an, sobald sie das Gebäude verlassen hatte um sich eine Zigarette anzuzünden. Da kam ihr auch schon ihr Mitschüler entgegen, die sie musterte. Er wirkte jünger als einige der anderen.
„Du bist kein Student“, stellte Akira fest und schob sich dann doch noch einmal die Kopfhörer von den Ohren. „Dazu bist du viel zu jung.“ Das machte ihn vermutlich nur noch mal schlauer als die anderen, die den Kurs besucht hatten.

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Koushiro Izumi

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Mi Okt 05, 2016 10:05 pm

The Missing Link
Akira und Koushiro
29. Juli – Sommeranfang


Beim Klang der unbekannten Stimme schreckte Izzy hoch und blickte zu ihrer Quelle. Man sprach sicherlich nicht mit ihm, sonst hätte sie ihre Frage anders formuliert. Doch dann bemerkte er den leeren Raum. “Oh,” stutze er, deutete auf sich und blickte auf die Uhr. “Meinst du mich? Ich bin mir nicht sicher. Es scheint mir unwahrscheinlich, dass sie alle schon fertig sind. Vielleicht wollten sie zuhause weiterarbeiten?” vermutete der junge Digiritter. Das Mädchen schien sein Alter nicht weit zu übersteigen, also auch Teil des Schülerprogramms. Jedoch wunderte er sich über ihre … direkte … Art. Er fühlte sich beinahe an Mimi erinnert, doch war ihre überrumpelnde Herangehensweise stets an ein Lächeln gekoppelt, nicht so wie die einfach nur völlig ernst gemeinte Frage des Mädchens.

Als ihr Dozent sprach verzog Izzy das Gesicht. Wenn man schon einen Kurs wie diesen besucht, wie konnte man ein solches Problem dann ungelöst lassen? Er würde den gesamten Heimweg damit verbringen den Code im Kopf von A nach B zu schieben und hätte einfach keine Ruhe.

Egal. Es war nicht wichtig aus welchem Grund die anderen aufgegeben hatten. Das Programm hatte Vorrang. Es schien eigentlich als müsste alles passen, aber irgendetwas fehlte ihm noch, nur-

“Du bist fertig”, unterbrach das Mädchen seinen Gedankengang.

“Was meinst du ich bin fertig? Ich bin nicht ...oder?”, fragte er verwirrt. Als Test kompilierte er seinen Code und ließ das Programm laufen. “Oh! Du hast recht!” Er lachte überrascht. Wie lange war er schon fertig gewesen ohne es zu bemerken? Er hatte sich zu sehr auf die Details konzentriert und “Da hab ich wohl den Wald vor lauter Büschen nicht gesehen,” gab er zu und packte seine Sachen zusammen bevor er seinen Fehler wahrnahm. “Oder so ähnlich.”

Bevor er ihr für ihre Hilfe danken konnte, war sie schon aus dem Raum. Sein Blick striff über den nun leeren Computerraum. Ihr Dozent wartete bereits an der Tür um abzuschließen, aber Izzy überrannte eine Welle der Nostalgie. Wie oft hatten seine Freunde und er sich in genau solchen Räumen getroffen? Er konnte beinahe das Gemümmele der versteckten Digimon hören und entschied sich sich später bei Tentomon zu melden. Nach erneuter Aufforderung, der ersten, die Izzy wahrgenommen hatte, verließ auch er den Raum um sich auf den Weg zur Straßenbahn zu machen.

Nur kam er dabei an der anderen Schülerin vorbei. Er verzog leicht die Nase beim Gestank ihrer Zigarette, doch bevor er sich entscheiden konnte einfach weiterzulaufen hatte sie bereits ihre Kopfhörer abgezogen. Ihr Schluss brachte ihn zum Lächeln. “Das gleiche könnte man über dich sagen. Du wirkst genauso zu jung für die Uni”, merkte er an. “Ich bin über meine Schule zu diesem Kurs gekommen. Kooperation für Schüler, die auch in den Ferien ihre Zeit sinnvoll nutzen wollten und so.” Er musterte sie. Bei näherer Betrachtung verlor ihre Größe den Effekt sie älter wirken zu lassen. War sie sogar jünger als er? “Bist du nicht über das gleiche Programm hergekommen?” Bevor er noch mehr Zeit damit vergeudete sich selbst und ihr Fragen zu stellen, streckte er seine Hand aus. “Koushiro Izumi, aber die meisten nennen mich Izzy”, stellte er sich vor. Es erschien ihm komisch so lange mit jemandem zu reden ohne überhaupt den Namen seines Gesprächspartners zu kennen.

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Akira Tanaka

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Do Okt 06, 2016 4:49 pm

The Missing Link
Akira und Koushiro
29. Juli – Sommeranfang

Eigentlich war es nicht Akiras Art Smalltalk zu halten. Sie verabscheute Smalltalk. Das war etwas, was man nur dann tat, wenn man sich nichts Wichtiges zu sagen hatte und ihrer Meinung nach sollte man dann lieber den Mund halten. Wie oft hatte sie schon Personen getroffen, die lieber den Mund hätten halten sollen? Und wenn sie es sich recht überlegte hatte sie das auch schon des Öfteren Menschen an den Kopf geworfen. Jemand musste es ihnen immerhin sagen, bevor sie alles und jeden sinnlos zu texteten. Dass die meisten Menschen dafür zu höflich waren verstand Akira nicht. Höflichkeit war allerdings auch generell nicht so ihr Ding, stellte sie immer wieder fest.
Auch jetzt musste sie zugeben, dass das gesamte Gespräch vielleicht nicht gerade höflich war. Das kümmerte Akira jedoch wenig. Natürlich musste man hier aber eindeutig beachten, dass dieser junge vor ihr der Einzige in ihrem Kurs war, der es anscheinend überhaupt wert war, dass sie mit ihm redete. Sie hatte schnell bemerkte, wie frustrierend es für sie war, wenn sie sich mit dümmeren Menschen abgab. Mädchen und Chauvinisten waren dabei allerdings am schlimmste. Dieser Typ gehörte aber anscheinend zu keiner dieser Kategorien.
„Ich gehe auch nicht auf die Uni. Noch nicht“, sagte Akira und musterte das Gebäude. „Aber wenn alle Kurse so sind wie der hier, frage ich mich auch was ich da sollte. Ich kann das alles schon.“ Und er war anscheinend auch reif für einen Fortgeschrittenenkurs.
Sie verdrehte die Augen, weil der recht kluge Junge eine doch recht dumme Frage gestellt hatte. „Gleiches Programm“, bestätigte Akira dennoch. Immerhin war es ja durch aus möglich, dass er gedanklich noch mit dem Code beschäftigt war. „Schade, dass sie nichts Schwierigeres hatten.“ Vermutlich wäre er sonst auch dort. „Oder die richtig schlechten nicht rauswerfen. Dann würden wir vielleicht auch spannendere Themen behandeln.“ Sie war schon immer gut darin gewesen sich zu beschweren. Ihre Schwester hatte einmal gesagt, dass nichts gut genug für sie war und wahrscheinlich hatte Miharu damit sogar Recht.
Dann aber tat der Junge etwas, womit Akira nicht gerechnet hatte. Er streckte ihr die Hand hin und sie starrte für einen Moment irritiert darauf. So lange hatte sie sich also jetzt schon mit ihm aufgehalten? Sie sollten sich einander vorstellen. Das war so geregelt in der Gesellschaft. Eigentlich tat sie so etwas ja nicht. Aber die Tatsache, dass er als Einzige ebenfalls geblieben war, stimmte Akira milde.
Sie reichte ihm die Hand. „Akira Tanaka“, stellte sie sich vor. „Alle nennen mich Akira.“ Ihre Stimme klang dabei etwas schärfer als sie vielleicht hätte sein müssen. Aber sie wollte auf jeden Fall vermeiden, dass sie einen dummen Spitznamen bekam. „Izzy ja? Klingt ja… dämlich“, fand sie und blies den Rauch ihrer Zigarette nach oben. Sie hatte immerhin schon bemerkt, dass es ihm nicht gefiel, dass sie rauchte. „Wie findest du es, wenn man dir einen blöden Spitznamen gibt?“, erkundigte sie sich interessiert. Sie hatte noch nie verstanden, wieso andere sich solche Demütigungen gefallen ließen. „Oder warst du das selbst?“, fragte sie und konnte sich das eigentlich weniger vorstellen.
Akira ließ die Zigarette fallen und trat sie mit dem Fuß aus. „Glaubst du wir machen morgen was Besseres?“, erkundigte sie sich hoffnungsvoll. „Ich dachte, ich verbringe meine Sommerferien mit was Sinnvollem…“ Wobei sie ja schon für sich festgestellt hatte, dass es sinnvoller war als nichts tun.


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Koushiro Izumi

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Fr Okt 07, 2016 10:57 am

„Ach, ich finde gerade den Austausch mit anderen der gleichen Fachrichtung interessant. Egal auf welchem Stand man ist, irgendetwas Neues kann man eigentlich von jedem lernen“, erklärte Izzy.

Natürlich würde auch er sich wünschen, dass er jetzt schon mehr lernen würde in seinem Kurs, aber ihm war klar gewesen, dass nicht jeder mit seinem Wunschtempo mitkommen würde. Seine Gedanken striffen für einen Moment ab als er sich vorstellte jemand wie Tai wäre ausversehen in dem Kurs gelandet. Wie wäre er wohl auf ein Problem wie die Kopfnuss von vorhin zugegangen? Unter der Vorraussetzung des nötigen Know-Hows natürlich …

How …

hau

„In so einem Fall muss man einfach mal draufhaun!“

Izzy lief es kalt den Rücken runter als er sich an dieses Horrorszenario erinnerte und er entschied sich dazu sich dieses Szenario besser nicht nochmal vorzustellen… Er lächelte seine Gesprächspartnerin freundlich an und hoffte er hatte nichts verpasst.

„…oder die richtig Schlechten nicht rauswerfen. Dann würden wir vielleicht auch spannendere Themen behandeln“, erklärte sie.

„Naja, also so streng muss man das doch nicht sehen. Anforderungen an einen Kurs können immer nur das Minimum sein. Hätte es einen Fortgeschrittenenkurs gegeben, hätten wir uns eben da angemeldet, aber das hier ist nun mal eine Art Einführungsveranstaltung. Ich bin mir sicher das ein oder andere Neue werden wir trotzdem aufschnappen.“
Izzy war sich nicht ganz sicher, was genau im Kopf des Mädchens vorging, als er ihr die Hand reichte, aber er bemerkte ihr Zögern. Mit ihrer Einstellung war es zwar nicht verwunderlich, dass sie nicht überall herumlief und allen die Hand schüttelte, aber sie schien tatsächlich zu überlegen, ob sie seine nehmen würde. Die Stille zog sich ins Unangenehme und Izzy war kurz davor seine Hand wieder zurückzuziehen als sie sie doch nahm.

„Akira Tanaka. Alle nennen mich Akira.“

Izzys Lächeln starb bei Ihrem Tonfall im Ansatz. „Freut mich dich kennenzulernen, Akira“, antwortete er vielleicht zu höflich.

„Izzy ja? Klingt ja … dämlich.“

Daraufhin musste Izzy dann doch lachen. Sie klang tatsächlich verärgert über seinen Spitznamen, als ob er eine persönliche Beleidigung wäre. „Man gewöhnt sich dran.“ Sein Lächeln wärmte sich als er sah, dass sie ihren Rauch an ihm vorbeiblies. „So blöd ist er gar nicht. Es ist kürzer als Koushiro und Izumi, bleibt aber eindeutig. Du würdest eine Variable ja auch nicht „Laufindexderfunktion“ nennen, sondern man nimmt halt „index“ oder „i““, versuchte er zu erklären. „Unpassende Variablennamen stören mich natürlich auch, aber Izzy passt.“

Seine Augen folgten der fallengelassenen Zigarette. Hätte sie dafür nicht einen Mülleimer suchen können? Naja, das hätte vermutlich ihre Ästhetik aus dem Ruder geworfen…

„Ich würde den Kurs bisher nicht als sinnlos bezeichnen. Und besser als die Ferien durchzuschlafen ist es allemal.“ Oder in der Hitze Sport zu treiben, oder in der Hitze ins Kino zu gehen, oder in der Hitze irgendetwas zu machen. „Der Professor hat jetzt einen besseren Überblick über den Stand des Kurses. Das heißt er kann das Niveau entsprechend anpassen. Durch das Tutorial muss man eben einmal durch. Danach wird es doch immer spannender.“ Izzy war auf jeden Fall optimistisch gestimmt.

Ein kurzer Blick auf sein Handy verriet ihm, dass er sich langsam auf den Weg machen müsste, wenn er seine Bahn nicht verpassen wollte. „Musst du auch zur Straßenbahn?“, fragte er hoffnungsvoll. Er wollte eigentlich noch nicht gehen, wenn die Chance bestand jetzt über die Meckerei hinweg zu sein und sich über die Thematik an sich unterhalten zu können.

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Akira Tanaka

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Fr Okt 07, 2016 12:42 pm


The Missing Link
Akira und Koushiro
29. Juli – Sommeranfang

Kritisch rümpfte sie die Nase, als sie die Worte ihres Mitschülers hörte. Nein, man konnte nicht von jemanden etwas lernen. Das war doch klar. Wie sollte jemand mit einem niedrigeren Wissenstand ihr etwas beibringen? „Ich denke, die anderen würden von mir profitieren, aber nicht umgekehrt. Und dafür ist mir meine Zeit zu schade“, gab sie ehrlich zurück. Vermutlich fand dieser Izzy das nun hochnäsig, aber es war nun einmal eine Tatsache. „Ich unterhalte mich nicht mit Menschen, die dümmer sind als ich“, stellte sie daher klar. Er sollte sich eigentlich geehrt fühlen, dass sie mit ihm redete, fand Akira plötzlich.
Sie musterte ihn aufrichtig interessiert und neugierig. Er sah irgendwie schon wie jemand aus, der sich mit Computern beschäftigte. Das Gleiche konnte man wohl von ihr nicht behaupten. Jedenfalls fand sie sein Äußeres deutlich ansprechender als das einiger andere Kursteilnehmer, die vermutlich mehr Zeit damit verbrachten, sich für eine Jeans in einem Laden zu entscheiden als damit einen Code zu knacken.
„Definitiv. Vielleicht sollten wir einen Fortgeschrittenenkurs anfordern“, sagte Akira. Sie würde sich nicht darum bitten. Bitten war etwas für Schwächlinge und die Vernunft war doch auch zusätzlich noch eindeutig auf ihrer Seite. Aber Koushiro war anscheinend deutlich diplomatischer als sie, was sie eigentlich nicht wunderte. Steine waren diplotmaischer als sie. „Schön, dass es für dich trotzdem die Erfüllung des Sommers ist“, gab sie müde zurück. Wahrscheinlich hatte jeder andere Ziele.
Prompt fragte sich Akira, was dieser Junge sonst wohl in seinen Ferien unternommen hätte? ob er viele Freunde hatten? Ob die Leute, die ihn Izzy nannten wirklich seine Freunde waren? Vielleicht hatte er auch sonst nichts anderes zu tun?
Sie zuckte mit den Schultern, als Izzy seinen sehr seltsamen Spitznamen erklärte. „Naja Index ist auch kein Namen, mit dem man sich beleidigt fühlen könnte“, gab sie zurück. Aber es war definitiv seine Sache, wie er sich rufen ließ und sie würde ihn sicher nicht zu einer Rebellion gegen seinen Spitznamen aufstacheln. Dazu hatte sei weder Lust noch Zeit. „Ich werde dich trotzdem Koushiro nennen“, erklärte sie. Sie würde nämlich wenigstens bei dem Blödsinn nicht mitmachen.
„Hoffentlich sinkt das Niveau nicht“, fiel Akira auf. Denn wenn das der Fall war, dann würde sie den Kurs ganz schnell wieder verlassen. „Wir können ja schließlich nichts dafür, dass die anderen schlechter sind.“ Und sie war eindeutig nicht sozial genug um auf so etwas Rücksicht zu nehmen.
Sie nickte, als Izzy die Straßenbahn erwähnte. Sie war nicht gerade die Art Mädchen, die mit dem Fahrrad unterwegs waren. „Denkst du er wird uns eine ähnliche Aufgabe noch einmal geben? Ich persönlich hätte auch nichts gegen eine Hausaufgabe gehabt.“ Nicht, dass sie sonst so versessen darauf wäre. Aber wenn es ums Programmieren ging, war die Sachlage natürlich eine andere.
Akira setzte sich in Bewegung und sah sich dann um. „Straßenbahn oder was?“, wollte sie wissen. „Die Bahn kommt jetzt gleich.“ Sie musste das nicht erst nachschauen. Natürlich kannte sie den Plan bereits, obwohl sie die Strecke äußerst selten fuhr.

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Koushiro Izumi

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Mo Nov 14, 2016 1:37 pm

„Du bist ziemlich ehrlich, oder?“ fragte Izzy geradeheraus. „Da erinnerst du mich an eine gute Freundin.“ Die beiden konnten zwar sonst unterschiedlicher nicht sein, aber man konnte sich immer darauf verlassen, dass Mimi ihre Meinung offen preisgab, egal ob erwünscht oder nicht.

Doch während Mimi in ihrer Art manchmal hochnäsig wirkte, nahm Akiras Ego eine ganz andere Dimension an und Erinnerungen an einen ehemaligen Feind kamen in Izzy hoch. Ken hatte sich nicht unähnlich aufgeführt bevor die jungen Digiritter ihn auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hatten. Auch für sie würde es irgendwann ein hartes Erwachen geben. Hochmut kommt vor dem Fall. „Ach, dann darf ich mich wohl geehrt fühlen, was?“, fragte Izzy mit einem leicht sarkastischen Tonfall. „Man sollte einfach offen bleiben für Vorschläge. Manchmal hilft die einfache Sicht von außen, um das Problem zu lösen.“ Oft genug hatten seine Freunde ein Problem gelöst bevor er es überhaupt vollständig hatte definieren können. Gerade Tai und Mimi waren schon immer Vorreiter in praktischen Lösungen gewesen.

„Ich werde weiter Daten entschlüsseln, um rauszufinden, wie wir das Zahnrad anhalten können. Das ist jetzt das Wichtigste. Dann wird sich alles klären!“

„Hör mir mal zu: Es wird Millionen Jahre dauern bis du’s herausgefunden hast. Bis dahin bin ich verhungert.“

„Aber ich muss doch-„

„Dieses dämliche schwarze Zahnrad! Durch dich werde ich auch nicht satt. Am Liebsten würde ich
dich essen!“

Ein einfacher Tritt und das Zahnrad hatte umgedreht. Auf diese Lösung wäre er tatsächlich nie gekommen. Und er war Mimi sehr dankbar, dass sie Tai bis heute nie davon erzählt hatte…

„Izzy, Izumi, Koushiro, deine Wahl“, antwortete er auf ihre Entscheidung. „Nur Index wäre mir persönlich dann doch schon ein zu komischer Name.“

Immerhin lenkte sie das Thema danach wieder in eine weniger gemeine Richtung und Izzys Haltung ihr gegenüber begann wieder sich zu entspannen als sie sich auf den Weg zur Straßenbahn machten. „Eine Hausaufgabe wäre interessant gewesen, aber ich denke, dass man sie höchstens optional machen könnte. Es scheint mit unwahrscheinlich, dass viele sich jetzt noch hinsetzen würden, um an zusätzlichen Aufgaben zu arbeiten.“

Er nickte, als sie die Abfahrtszeit der Straßenbahn erwähnte. „Klingt so, als nehmen wir die gleiche“, stellte er erfreut fest. „Oder ist es dieselbe? Sprachen haben einfach zu merkwürdige Regeln und zu viele Ausnahmen. Zumindest gesprochene Sprachen. Programmierung ist da eindeutiger. Man betrachtet den Code und kann bei korrekter Funktionsweise herausfinden, was eindeutig gemeint war.“

Die Hitze des Tages war bereits abgeklungen und der Weg über den Campus war beinahe entspannend. Die lange Zeit in der Digiwelt hatte ihn schon oft darüber nachdenken lassen wie sich die physikalischen Wahrnehmungen hier und digitalen Wahrnehmungen dort wohl unterschieden. Wenn man dort aus Daten bestand, gab es dann wirklich einen Unterschied? Es fühlte sich real an und wurde man dort müde, so war man es auch nach der Rückkehr durch das Tor. Die Erlebnisse dort und hier waren für den eigenen Körper stets verknüpft und schienen einen ähnlichen bis gleichen Effekt zu haben … oder selben Effekt?

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Akira Tanaka

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Di Nov 15, 2016 3:56 pm

Zeitsprung

Akira und Koushiro
Sommer

Akira hätte nicht gedacht, dass sie in diesem Ferienkurs jemanden kennenlernen würde, den sie sogar mochte. Eigentlich lernte sie immerhin nie Leute kennen, die sie mochte. Sie hatte keine Freunde und die Tatsache störte sie auch nicht. Koushiro war natürlich auch kein Freund. Aber er war jemand, mit dem sie zumindest gerne redete. Das war selten genug.
In den Stunden war er abgesehen von ihr jemand, der ebenfalls schneller fertig wurde und sie schätzte es sehr, dass er nicht eher den Raum verließ, bis er seine Arbeit beendet hatte. Wieso einige andere diesen Kurs besuchten, war Akira immer noch nicht klar. Denn die wenigstens gaben sich ihrer Meinung nach wirklich viel Mühe. Stümper! Alle samt. Nur Koushiro nicht.
Weil sie beide nicht gerade so viel Neues lernten, wie sie erhofft hatte, hatten sie angefangen sich gegenseitig zu hacken und ihre Codes zu zerschießen. Das war zumindest anspruchsvoll. Koushiro hatte etwas drauf, das wusste Akira und seine Codes so zu verändern, dass er vorerst nicht darauf kam machte Spaß. Ebenso wie seine eingebauten Fehler bei ihr zu finden.
Wieder einmal waren sie die beiden letzten und Akira sah von ihrem PC auf. „Du müsst früher aufstehen um mich reinzulegen, Koushiro“, rief sie ihm durch den Raum zu und klappte den Laptop zu. „Lass dir mal was richtig Schweres einfallen“, fügte sie hinzu. Wobei sie dieses Mal recht lange getrüffelte hatte um ihren Code wieder hinzu bekommen. Sie lehnte sich gegen den leeren Tisch neben ihm. „Wie erbärmlich ist es, dass nicht mal der Lehrer mitbekommt, dass wir uns gegenseitig hacken?“, fragte sie den anderen Schüler und schüttelte grinsend den Kopf. „Einer von uns sollte hier unterrichten. Vermutlich eher du, du bist netter“, gab sie dann mit einem Grinsen zu und tippte mit den kurzen Fingernägeln auf seiner Tischplatte herum.
„Beeilst du dich, oder was? Ich will endlich eine rauchen.“ Sie hatte schon mitbekommen, dass Koushiro das nicht mochte. Einmal hatte sie ihm trotzdem eine Zigarette angeboten, obwohl die ziemlich teuer für sie waren. So etwas taten andere Menschen aus Höflichkeit und zumindest bei Koushiro wollte sie sich auch damit versuchen. Immerhin war er eine sehr nette Abwechslung zu allem, womit sie sonst ihre Zeit verbrachte. Und er war neben Lobmon der einzige, mit dem sie sprach. Wobei sie das digitale Monster auch nur tolerierte, weil es eben da war und nicht verschwinden wollte. Schade, dass es nicht so viel Verständnis für ihre Arbeit hatte wie Koushiro. Der wäre bestimmt nützlicher als ihr Digimon.
Ihr Digimon... wie lächerlich das doch war. Sie wollte kein Digimon haben! Sie hasste alle Digimon und ihres bildete keine Ausnahme. Wie könnte ein einzelnes Wesen ihren Hass auf die fremde Welt ändern, nur weil es nett zu ihr war. Das machte auch nicht ungeschehen, was sie ihr angetan hatten! Niemand würde ihr Suki zurückbringen.
„Außerdem wollte ich dich was fragen. Ich arbeite an eine Software und dachte, du könntest sie dir mal anschauen“, begann Akira. „Ich warne dich vor, es ist ziemlich komplex und vielleicht verstehst du es nicht. Aber ich will, dass es perfekt wird und ich hänge fest. Manchmal hilft ein Blick von außen, habe ich gehört.“ Auch wenn sie lieber alles alleine machen wollte, hatte sie leider von dem Begriff Betriebsblindheit gehört und es konnte nicht schade, Koushiro einen Teil ihres Programms zu zeigen, mit dem sie den genialsten Irrgarten der Welt kreierte. Er war ein kluger Kopf, wenn auch nicht so gut wie sie. Aber hier konnte er vielleicht weiterhelfen. „Es sei denn, du hast schon genug und Angst vor eine Herausforderung“, fügte sie hinzu. Vielleicht war er ja auch froh, wenn er nur frei hätte, auch wenn sie ihn nicht ganz so einschätzte.

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Koushiro Izumi

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Arbeit/Hobby : Schüler

BeitragThema: Re: The Missing Link   Di Nov 15, 2016 5:16 pm

Izzy hatte sich schon immer schwer getan von sich aus Freundschaften zu schließen. Ein gemeinsames Ziel hatte ihm bisher immer den Weg erleichtert, auch wenn ihm klar war, dass er nicht immer darauf warten konnte, dass die Welt wieder einmal gerettet werden musste. Akira war da … anders.

Sie war sicherlich nicht die Art von Mensch mit der er sonst viel Zeit verbringen würde, zumindest wenn man sie von außen betrachtete. Sie war hochnäsig, arrogant und extrem von sich selbst überzeugt, doch je mehr Zeit er mit ihr verbrachte, desto mehr wurde ihm klar, dass dort mit Sicherheit noch mehr war.

So stimmte er erfreut ihrem Spiel zu und die Stunden im Unterricht wurden plötzlich lehrreicher als er je erwartet hatte, als sie dafür sorgte, dass er seinen eigenen Code optimierte und deutlich kritischer betrachtete als noch zuvor. Zu oft schlich sie sich nahezu problemlos an seiner Verteidigung vorbei und hinterließ ein Zeichen ihres Sieges im Programm. Doch im Gegenzug lernte er schnell an welchen Stellen auch Akira ihre Hintertüren nicht fest genug verschlossen hatte. Ihr Gesicht zu sehen, wenn sie bemerkte wie ihr eigenes Programm unter ihren Fingern implodierte gehörte wahrlich zu seinen Highlights des Tages.

Koushiros Blick war von seinem Rechner gefangen als er versuchte Akiras neustes Virus aufzuhalten, bevor er sich zu weit in sein System fressen- Da fuhr sein Laptop sich schon von selbst herunter. „Ah verflixt. Was hab ich diesmal übersehen?“ fragte er amüsiert, wenn auch etwas deprimiert darüber verloren zu haben. „So wie du immer grinst, wenn du durch bist, müsste es ihm eigentlich echt langsam mal auffallen“, lachte er und schüttelte den Kopf. „Unterrichten wäre nicht wirklich mein Ding. Nur weil man versteht, kann man nicht unbedingt erklären.“

Auf ihr Drängen hin ließ Izzy seine Unterlagen in seine Tasche rutschen und stand auf. Ihre Angewohnheit zu rauchen konnte er zwar nicht gerade gutheißen, aber immerhin hatten sie eine gute Stelle gefunden an der meist ein Luftzug den Rauch von Izzy wegdrücken konnte, während Akira in Ruhe ihren Teer zu sich nahm. Aus Gewohnheit machte er sich mit ihr direkt auf den Weg ohne wirklich drüber nachzudenken.

Er grinste breit, als sie ihm seine eigenen Worte zurückwarf. „Gerne doch. Dafür sind Freunde doch da“, erklärte er und stockte für einen Moment. Aber eigentlich machte es nur Sinn es so zu nennen. Sie verbrachten gerne Zeit miteinander, verstanden sich gut, also wieso nicht? Bevor sich sein Kopf zu sehr damit beschäftigen konnte seine eigene Wortwahl zu analysieren, fuhr er fort: „Du hattest mich schon bei ‚komplex‘, kein Grund das Problem weiter zu verkaufen.“

Ein Blick auf seine Uhr verriet ihm, dass sie heute sogar eher fertig geworden waren als sonst. Er dachte an die Straßenbahn, die sie beide sonst nehmen würden sobald sie fertig geraucht hatte, aber diesmal… Wenn er sie schon eine Freundin genannt hatte, könnten sie vielleicht- „Wollen wir vielleicht noch ein Eis essen gehen oder so? Das wäre gemütlicher als hier draußen irgendwo den Laptop auszupacken?“ Manchmal musste er einfach reden und nicht darüber nachdenken, eine Lektion die er von Mimi gelernt hatte. Auch wenn er keine Ahnung hatte, ob Akira überhaupt Interesse daran hatte mehr Zeit mit ihm zu verbringen als nur hier am Campus. „Also, falls du Lust hast. Sonst können wir auch einfach wieder reingehen und ich guck’s mir da an oder so.“ Er wuschelte nervös über seinen Hinterkopf. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren.

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Akira Tanaka

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Mi Nov 16, 2016 5:33 pm



Akira und Koushiro
Sommer

Beinahe vergnügt kicherte Akira über Koushiros Gesicht, als sein Laptop ohne sein Zutun herunterfuhr. Natürlich kicherte sie eigentlich nicht, aber zumindest etwas Vergleichbares war von ihr zu hören. „Willst du wirklich, dass ich dir das sagen und damit den Spaß des Tüftelns verderbe?“, wollte sie wissen, als Koushiro sich danach erkundigte, was er übersehen hatte. Natürlich würde sie es ihm sagen, wenn er es wirklich wissen wollte. So hatte ja schließlich nichts gegen ihn und wollte seien Laptop nicht lahm legen. Aber sie glaubte eigentlich auch, dass Koushiro der Lösung schon auf die Spur kommen würde.
„Ich grinse?“, wunderte sich Akira? Sie grinste oder lächelte eigentlich nie. Ihre Schwester sagte regelmäßig zu ihr, dass sie nicht so böse schauen sollte. Aber auf Miharu hörte sie natürlich nie. „Vielleicht hält mich der Lehrer für ein dummes, naives Mädchen, das einfach so grinst“, vermutet Akira, auch wenn das bestimmt das Gegenteil von dem war, was sie eigentlich war. Aber leider warfen Männer Mädchen ja nur allzu oft in einem Topf. Prompt verdrehte sie die Augen über diese Tatsache. „Es gäbe nichts Schlimmeres, als für eine von diesen Tussis gehalten zu werden“, erklärte sie während sie nebeneinander durch die leeren Gänge gingen. „Aha, Shopping ist mein Hobby und mein ganzes Zimmer ist pink“, gab Akira mit verstellter Stimme von sich und schüttelte sich dann angewidert. „Zum Kotzen.“ Leider gab es solche Mädchen hier nur all zu oft.
Es überraschtes ei ein wenig, dass Koushiro sich nicht für gut genug hielt um zu unterrichten. Aber sie zuckten mit den Schultern. Das ging sie ja auch schließlich nichts an. Und sie konnte zu gut verstehen, wenn jemand es sich nicht antun wollte zu unterrichten. Sie würde das auch niemals wollen. Warum sollte sie sich mit solchen Idioten abgeben?
Dann passierte aber noch etwas, mit dem sie nicht gerechnet hatte und Akira blieb prompt im Gang stehen. Sie sah zu Koushiro hinüber und konnte ihre Überraschung gar nicht verbergen. „Wir… sind Freunde?“, murmelte sie überrascht. Es war nicht mal so, dass sie es störte so bezeichnet worden zu sein. Aber damit gerechnet hatte sie einfach überhaupt nicht. Sie kannten sich doch kaum und nur weil sie sich ganz gut unterhielten, waren sie doch eigentlich keine Freunde. Oder? Akira war auch nicht gerade ein Profi in Sachen Freundschaft, musste sie zugeben. Koushiro jedoch schien ja welche zu haben, er musste es also wissen. „Okay, sind wir Freunde“, stimmte sie letztendlich zu und holte wieder zu ihm auf.
Sie hatte eigentlich darauf gezählt, dass Koushiro nicht ablehnen würde sich ihr Programm anzusehen. Sie hätte jedenfalls auf keinen Fall ablehnen können, weil sie neugierig gewesen wäre. Wie sie liebte wohl auch Koushiro eine Herausforderung auf dem Gebiet.
Und anscheinend war er auch ganz versessen auf dieses Freundschaftsding. Denn er wollte plötzlich auch noch ein Eis essen gehen. „Ein Eis?“, wunderte sich Akira. „Ich esse nie Eis“, gab sie zu und zuckte dann mit den Schultern. „Gibt es auch Becher, die nickt eklig pink sind?“, wollte sie wissen. „Die kann ich aus Prinzip nicht essen.“ Ihr war eigentlich egal, wo sie über das Programm sprachen. Und wenn sie ehrlich zu sich war, dann hatte sie die Nase von dem Schulzimmer eigentlich voll. Dort verbrachte sie ja schon genug Zeit. „Dann zeig mal, wo eine Eisdiele ist“, forderte sie. Sao unwichtige Sachen merkte sich Akira immerhin nicht. Wieso auch, wenn man niemanden hatte, mit dem man Eisessen gehen konnte.
Sie ging rauchend neben Koushiro her, und beobachte, wie die Straßen etwas voller wurden. „Deswegen gehe ich nicht in die Innenstadt. Es ist so voll“, beschwerte sich Akira und drückte ihren Laptop dichter an sich, damit ihm nichts gesch. „Und ich dachte eigentlich, du auch nicht. Du wirkst wie jemand, der sich Zuhause auch direkt wieder hinter seinen Laptop setzt“, sagte sie und warf Koushiro einen Seitenblick zu. „Oder machst du was mit deinen Freunden? Eisessen? Macht man das mit Freunden?“ Sie hatte ja bisher angenommen, dass man das als Date unternahm. Aber Koushiro würde sie bestimmt nicht zu einem Date bitten. Er war doch nicht verrückt. „Deine Freunde sind keine Computergenies, sonst wären sie in diesem Kurs. Wieso also bist du mit ihnen befreundet?“, erkundigte sich Akira weiter. Sie waren schließlich noch nicht angelangt und der Code war nichts, worüber sie sich unterhalten konnten. Da konnte sie sich ebenso gut über Soziales austauschen, was ihr immerhin ein Rätsel war. Sie würde sich nicht mit Leuten abgeben, die dümmer waren als sie und sie bezweifelte sehr stark, dass Koushiros Freunde klüger oder so klug waren wie er.


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BeitragThema: Re: The Missing Link   Do Jun 08, 2017 5:08 pm

Akira und Koushiro
Sommer

Izzys Gesicht verzog sich, als Akira anfing einen Stereotypen nachzuäffen, den er selbst früher vielleicht als solchen abgestempelt hätte. „Rosa, Shopping und andere mädchenhafte Dinge zu mögen heißt nicht automatisch, dass diese Person ein schlechterer Mensch ist. Es sind eben einfach andere Interessen als unsere.“ Mimi war ganz klar eine Kategorie für sich, aber auch sie war ein wichtiger Teil der Gruppe. Manchmal brauchte man einfach ihre offenere Art, um voran zu kommen. Ohne sie wäre er jetzt vermutlich auch nicht auf dem Weg in die Innenstadt um ein Eis zu zu essen.

Nicht, dass das irgendwas Besonderes war.

Einfach nur Eis essen unter Freunden.

Das hatte sie ja selbst gerade erst bestätigt.

„Ja, gibt es,“ lachte er, vielleicht etwas zu sehr, um seine unerklärliche Nervosität zu überspielen. „Es gibt ja mehr Sorten als nur Erdbeere.“ Nachdem sie zustimmte, begann er sie in Richtung einer Eisdiele zu führen auf die Kari ihn letztens aufmerksam gemacht hatte.

Auf ihrem Weg kamen ihnen immer wieder Leute entgegen, die das gute Wetter nach der Arbeit zu einem ähnlichen Zweck nutzen wollten. Er bemerkte kaum, dass die meisten von ihnen einen Bogen um die beiden machten statt Izzy, wie sonst üblich, eher zu übersehen und ausversehen anzurempeln. Auf Akiras Frage hin, blickte er wieder zu ihr und nickte. „Meist nicht, aber manchmal ist es gut die Routine zu durchbrechen. Nimmt man stets den gleichen Testfall, so bemerkt man einige Fehler im Programm nicht. Genauso sinnvoll ist es ab und an mal etwas anderes zu tun und sei es nur, um die Gedanken einen Moment streifen zu lassen und quasi den eigenen Kopf zu rebooten.“ Mimi würde ihm eben diesen Kopf abreißen, wenn er mit ihr so reden würde, aber Akira würde ihn verstehen.

„Meine Freunde?“ fragte Koushiro überrascht. Sie sprach das Thema nicht oft an, aber wahrscheinlich hatte er es selbst heraufbeschworen durch die zuvorige Betitlung ihrer Beziehung … Verhältnis … Argh.

„Ja, die sind schon eher draußen, wenn das Wetter es zulässt. Nur Joe ist meist drinnen, um zu lernen. Irgendwie scheint es als hätte er immer noch eine nächste zu bestehende Prüfung...“ erklärte der Rotschopf.

Die Frage nach der ersten Begegnung ließ ihn Schmunzeln. „Meine Mutter hatte mich ins Sommerlager geschickt. Du kannst dir vorstellen wie sehr ich mich darum gerissen habe hinzufahren.“ Er lachte bei der Erinnerung daran wie sehr er damals noch darum gekämpft hatte wenigstens seinen Laptop mitnehmen zu dürfen. „Im Endeffekt bin ich aber froh hingefahren zu sein. Die anderen sind schon eine … interessante Truppe manchmal und doch denke ich, dass ich durch sie auch eine Menge gelernt habe. In diesem einen Sommer haben wir echt eine Menge zusammen durchgestanden.“ Er blickte hoch zur Sonne und erinnerte sich an diese frühen Tage in der Digiwelt, als böse Champion-Digimon noch ihre größte Sorge waren. „Klar kam es da auch mal zu Streitereien. Tais Vorstellung von Bugfixing bereiten mir heute noch Albträume.“ Er schüttelte den Kopf während ihm ein kalter Schauer über den Rücken lief. „Er ging die Sache lieber etwas manueller an. Ich bin froh, dass mein Laptop den Sommer überlebt hat,“ lachte er.

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Akira Tanaka

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Fr Jun 09, 2017 10:35 am

Akira und Koushiro
Sommer


Erstaunt hob Akira eine Augenbraue und starrte ihren Begleiter lediglich an. Wieso nahm Koushiro solche dämlichen Stereotypen in Schutz? Sie waren furchtbar! Hirnlos und absolut unbrauchbar. Akira war nicht klar, wieso die Gesellschaft Menschen wie diese… es gab kein anderes Wort dafür Tussis, benötigte. Hatten sie einen Nutzen? Nein. Es gab viele Gruppierungen, deren Sinn Akira nicht verstand. Aber selbst sie musste zugeben, dass ihr bei vielen einleuchtete, wieso man Gefallen daran finden konnte. Sportler beispielsweise waren zumindest ehrgeizig und hatten ein Ziel, das sicherlich nicht schlecht war. Es musste schon etwas dazu gehören athletisch zu sein und Disziplin zu besitzen um sich immer weiter anzutreiben. Akira war zwar selber absolut nicht für Sport zu begeistern, aber sie konnte sehr gut tolerieren, wenn Menschen davon besessen waren. Es gab Künstler, die sind alle samt für vollkommene Idioten hielt. Denn es braucht überhaupt nichts, sich Tagträumen hinzugeben und sogenannte Kreativität fließen zu lassen. Was wollte man damit erreichen? Der Realität entkommen? Und dennoch war Akira klar, dass zumindest etwas an Talent vorhanden sein musste, um eine vernünftige Darbietung zustande zu bringen. Ebenso war es mit Handarbeiten. Es war also nicht so, als würde sie nicht tolerieren, dass es Menschen gab, die eben andere Ideale verfolgten. Aber Tussis waren keine vertretbare Menschengruppe in ihren Augen. Steckte eine Leistung dahinter shoppen zu gehen? Oder war es schwer etwas nachzukaufen, das einem von einer Zeitschrift empfohlen wurde? Gott, nein! Akira war etwas enttäuscht, dass Koushiro hier nicht ähnlich dachte. „Man könnte meinen, du magst solche... Leute“, fand sie und musterte ihn argwöhnisch. Vielleicht durfte sie nicht außer Acht lassen, dass Koushiro ein Kerl war und die fühlte sich durchaus von hübschen Mädchen angezogen. Vielleicht lag es ja daran. „Wahrscheinlich liegt es daran, dass dir deine Libido sagt, dass du solche Mädchen mögen musst“, fand Akira die einzig logische Erklärung. Das gefiel Akira eigentlich nicht. Aber immerhin konnte sie mit Logik sehr gut umgehen.
Verlegen verzog sie das Gesicht. „Ich weiß, dass es nicht nur Erdbeere gibt!“, verteidigte sie sich. Sie lebte ja schließlich nicht hinter reiner Firewall. Sie hatte schon Eis gegessen. Früher mal, ganz sicher! „Ich finde nur die Dekorationen hässlich“, führte sie weiter aus. Gerade in Tokyo schien es ein regelrechter Fluch zu sein. Alles musste niedlich aussehen. Je niedlicher, desto besser. Blöd, wenn man selber einfach nichts davon hielt. „Ich will auf gar keinen Fall irgendwelchen Schnickschnack“, stellte Akira klar. „Ich möchte einfach nur Pfefferminzeis.“
Kurz überlegte Akira und ließ sich Koushiros Worte durch den Kopf gehen. Schließlich nickte sie. „Überzeugt.“ Es konnte nicht schaden etwas anderes zu machen, oder? Sie arbeitet immerhin sonst beinahe ausschließlich an ihrem Projekt. Was, wenn eine kleine Pause genau das erzielte, was sie brauchte. Neue Ideen! Dann könnte sie vielleicht endlich diesen Irrgarten fertigstellen. Viel fehlte immerhin nicht mehr.
Es war seltsam, wenn jemand, der so klug war wie Koushiro und den sie auch eher für einen Einzelgänger gehalten hatte, von seinen Freunden erzählte. Denn je mehr Akira erfuhr, desto deutlicher wurde, dass er eben auch mehr als nur ein, zwei Freunde hatte. „Dieser Joe klingt sympathisch“, fand sie. Akira musste selten viel lernen. Es gab Fächer, die flogen ihr einfach zu und dann gab es solche, die sie vernachlässigte, weil sie sie für unnütz hielt. Aber schulischer Ehrgeiz war etwas, das sie definitiv guthieß. Es leuchtete Akira ein, wieso Koushiro und dieser ominöse Joe befreundet waren. Was allerdings den Rest betraf…
„Sommerlager…“, murmelte sie als wäre es ihre persönliche Hölle. Sie hatte sich als Kind immer geweigert. Es gab doch nichts Schlimmeres, als abgeschnitten von der Zivilisation und ihrem Datennetz mit Idioten einen Sommer zu verbringen. „Was hast du von ihnen gelernt?“, wunderte sich Akira. Man konnte nur von Leuten etwas lernen, die klüger waren als man selbst. So war jedenfalls ihr Standpunkt. Und irgendwie bezweifelte sie, dass es in Koushiros Freundeskreis jemanden gab, der klüger war als er.
Nachdenklich musterte sie ihre Schuhe beim Gehen. Viel zusammen durchgestanden… Sie hatten auch viel mit ihrer Familie durchgestanden, aber das hatte sie nicht enger zusammen geschweißt. „Wenn man viel zusammen durchmacht, bindet einen das nicht automatisch aneinander“, fand sie daher.
„Ich finde Streit unnötig und er nervt mich. Deswegen halte ich mich von Leuten fern“, gestand Akira. Denn eigentlich sh niemand ein, dass sie Recht hatte und deswegen waren Streitereien doppelt nervtötend für sie.
„Du meinst im Sinne von Gehäusereinigung anstelle von Codierungen?“, hakte Akira nach und verdrehte die Augen. Es gab solche Idioten, die einfach nicht verstanden, dass ein Problem mit einem PC nicht mit der Verschmutzung des Gehäuses zu tun hatte, sondern mit den aufgespielten Daten.
Die Eisdiele ragte vor ihnen auf und Akira blieb unsicher stehen. „Willst du da rein?“, wollte sie wissen. Es gab noch einige freie Plätze, aber vielleicht wollte Koushiro ja auch lieber nur ein Eis auf die Hand nehmen?



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Koushiro Izumi

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Sa Jun 10, 2017 10:48 am

Akira und Koushiro
Sommer


„Ich finde man kann da nicht generalisieren,“ antwortete Izzy, das Gesicht leicht verzogen bei Akiras reinem Schubladendenken. „Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen. Während ich es vielleicht leichter habe eine Situation logisch anzugehen, so kann Mimi besser auf andere Menschen zugehen und sich in sie hineinversetzen.“

Sämtliche Versuche während dieses Gesprächs rational zu bleiben verabschiedeten sich in dem Moment als Akira mit ihren Sorgen weit übers Ziel hinausschoss. Aufgrund der Hitze hatte Izzy eine kleine Flasche Wasser aus der Tasche gezogen und grade begonnen einen Schluck zu nehmen, als Akira ihn während ihres bisher relativ normalen Gesprächs aus heiterem Himmel auf seine Libido ansprach. Er prustete die Hälfte seines Schlucks hervor und verdeckte seinen Mund in dem Versuch wenigstens den Rest zu schlucken, während er von den Wangen bis zu den Ohren rot anlief. „Akira!!“ quiekte er und versuchte Zeit durch Räuspern zu überbrücken sowie seine Flasche wieder zu verschließen und wegzupacken. „Das- Nein- Das-„ Er schüttelte den Kopf. „Sie ist nur eine gute Freundin. Aus dem gleichen Sommerlager wie Joe!“ versicherte er.

Für einen Moment überließ er ihr das Reden, einfach nur um sich langsam wieder zu beruhigen. „Pfefferminz. Geht klar,“ ließ er nur verlauten und führte sie schnurstracks in Richtung Eisdiele.

Während ihrer Reaktionen auf seine Erinnerungen schaffte er es wieder auf andere Gedanken zu kommen. „Naja, das ist schwer in Worte zu fassen.“ Gerade wenn man nicht erwähnen kann, dass sie ihre Zeit damit verbracht hatten zwei Welten zu retten. „Ich habe gelernt nie meine Neugierde aufzugeben, aber dass man gleichzeitig keinen zu starken Tunnelblick entwickeln sollte, um diese zu befriedigen. Man weiß nie, was man dabei links liegen lässt oder wen man dadurch verletzt. Und ich habe den Wert einer unkonventionellen Lösung zu schätzen gelernt, solange sie ebenfalls ans Ziel führt.“

Akiras Tonfall ließ ihn wieder zu ihr rüberblicken. Er wirkte ehrlicher als sonst, als ob sie mehr mit ihrer Antwort preisgegeben hatte als sie eigentlich wollte. „Das stimmt schon, aber wenn man versucht sich gegenseitig zu unterstützen, die Stärken des jeweils anderen zu nutzen um die eigenen Schwächen zu überwinden? Klar hat man nicht immer den gleichen Plan und es kommt zu Diskussionen oder vielleicht sogar zu Streitereien je nachdem wie wichtig es den Beteiligten ist. Aber keiner von uns würde den anderen in solch einem Fall wirklich verletzen wollen. Tai und Matt zum Beispiel sind ständig nur am Streiten, weil sie doch sehr unterschiedliche Typen sind, aber gleichzeitig denke ich, dass keine Freundschaft aus der Gruppe so stark ist wie ihre. Sie streiten sich nur, um den anderen vor Fehlern zu bewahren, weil sie nicht wollen, dass der andere in echte Schwierigkeiten gerät.“

Mit einem amüsierten Seufzer musste Izzy den Kopf schütteln, streckte die Brust raus und verstellte seine Stimme in bester Imitation seines alten Anführers. „In einem solchen Fall muss man einfach mal draufhau’n,“ zitierte er und schüttelte sich demonstrativ bei dem Gedanken. „Wie gesagt, ich war wirklich besorgt um meinen Laptop,“ lachte er als die Stimmung wieder fröhlicher wurde.

Kaum waren die Worte gesprochen, sah er auch schon die Eisdiele und lugte durch die Fenster um zu sehen, ob drinnen noch was frei war. „Naja, hier draußen ist mir zu warm, wenn ich ehrlich bin. Ich meine die haben hier eine Klimaanlage,“ vermutete er. „Sicher, dass du noch das Eis möchtest nachdem du rausgefunden hast, dass ich unter anderem mit einem DAU und einer ‚Tusse‘ befreundet bin?“

Wieso machte ihn der Gedanke, dass sie nein sagen könnte so nervös?

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Do Jun 15, 2017 12:19 am

Akira und Koushiro
Sommer



Oh. Akira bemerkte mit jeder noch so kleinen Regung in Koushiros Gesicht, dass er nicht mit ihr einer Meinung war. Ja sogar schlimmer noch, er fand es nicht gut, was sie sagte. Zugegeben, so ganz stichhaltig war Akiras Meinung nicht. Eigentlich fußte sie mit den meisten ihrer Behauptungen ja eher auch Fakten. Aber in diesem Fall machte sie gerne eine Ausnahme. Tussis waren einfach eine Katastrophe! „Ich finde, man kann“, fand sie etwas beleidigt. Immerhin mochte Akira es nicht, wenn sie nicht Recht bekam. Und dann horchte sie auf. „Mimi“, wiederholte sie leise. Ein Name. Und das konnte nur eins bedeuten: Er kannte eine Tussi. Und er mochte sie. Wieso gefiel ihr das nur so wenig? Bestimmt, weil sie Koushiro für klug genug gehalten hatte, dass er eben keine Püppchen mochte. Eine Welle der Enttäuschung überschwemmt Akira. „Ich verstehe, dann nimmst du also nicht alle Prinzesschen in Schutz, sondern nur diese eine“, sagte sie und musterte Koushiro argwöhnisch von der Seite. „Wer ist Mimi?“, wollte sie dann wissen und fragte sich, wieso ihr Tonfall nicht so lapidar klang, wie sie es vorgehabt hatte. Es ging sie ja eigentlich gar nichts an, mit welchen Tussis Koushiro befreundet war und mit welchen nicht. Wobei… vielleicht konnte sie ihn ja davor bewahren, sein Herz an eine von diesen Gören zu verschenken. Dafür war er doch sowieso viel zu gut! Aber andererseits… was interessierte sie eigentlich Koushiros Herzensangelegenheiten?
Außerdem stritt der ja auch beinahe panisch ab, dass er diese Mimi mochte. Und das so heftig und springbrunnengleich, weil er gerade getrunken hatte, dass Akira ihn erneut erstaunt ansah. Jetzt wurde Koushiro auch noch rot. Ob sie also einen Volltreffer gelandet hatte? „Also eine Sommerromanze… Koushiro, wer hätte gedacht, dass du so klischeehaft bist?“, seufzte Akira nun doch ein wenig enttäuscht. Wer auch immer diese Mimi war, sie war ihr schon jetzt zutiefst unsympathisch.
Dieses seltsame Sommerlager, das er besucht hatte, schien jedoch eine ganz interessante Geschichte zu sein. Wenn man eben auf Feriencamps stand und das tat Akira nun mal nicht. „Sowas lernt man im Sommerlager?“, wunderte sie sich. Sie hatte wirklich keinerlei Erfahrungen damit. „Allerdings gefällt mir mein Tunnelblick auch“, gab sie mit einem Schulterzucken zu. Dass sie einen hatte wusste sie. Ob das nun eine Schwäche war, war ihr nicht ganz klar. Aber das war im Grund auch egal, denn Akira nahm nicht an, dass sie sich in dieser Hinsicht noch ändern würde. „Ich glaube, sie haben dir in diesem Sommerlager eine Gehirnwäsche verpasst“, gestand sie, als ihr klar wurde, dass Koushiro ihr vielleicht vor diesem Aufenthalt noch ähnlicher gewesen war.
„Aber woher willst du wissen, dass andere dich auch richtig unterstützen?“, wollte Akira wissen. Das war eigentlich der Hauptgrund, weswegen sie vieles alleine machte. Eigentlich alles. Naja und eben, dass sie sich für klüger hielt als die meisten anderen. Koushiro war seit langer Zeit der Erste, den sie in etwas mit einbezogen, weil sie ihn für clever genug hielt.
Akira verzog das Gesicht. Streit klang wirklich nicht nach etwas, dass sie habenwollte und wenn Freundschaften genau das mit sich brachten, waren sie überflüssig. Das klang jedenfalls nach mehr Stress als sie gut fand. „Wenn man jemanden wirklich nicht verletzen will, dann streitet man erst gar nicht“, entgegnete sie. Wie oft könnte sie Dinge zu ihrer Familie sagen, die sie einfach unterdrückte, weil sie wusste, dass diese in Streit ausarten könnten? „Ich bin ja vielleicht keine Expertin in Sachen Freundschaft, aber deine Freunde wohl auch nicht oder?“, fand Akira, als Koushiro weitere Personen ins Spiel brachte, deren Hauptmerkmal eigentlich nur zu sein schien, dass sie oft stritten. „Wenn ich dich beispielsweise davor bewahren möchte, einen Virus auf deine Festplatte zu laden, dann sage ich es dir und fange keinen Streit an.“ Sollte das nicht in jedem Lebensbereich möglich sein? „Und was könnte schlimmer sein, als ein Virus auf der Festplatte?“, fügte Akira mit großen Augen hinzu.
Ihre Augen wurden aber gleich noch viel größer, als Koushiro ihr die manuelle Lösung seines Idiotenfreundes demonstrierte. Sprachlos starrte sie ihren Gesprächspartner an und blieb sogar stehen. „Solche Menschen gehören erschossen…“, sprach sie dann den ersten Gedanken an, der ihr in den Sinn kam. Wie konnte man auf Notebooks einschlagen? Der gleiche Mensch schlug wohl auch Hundewelpen! Wobei Akira damit noch besser klar kommen würde. „Warum ist so ein Trottel dein Freund?“ Sie hätte nicht nur Kontakt abgebrochen, sondern ganz andere Maßnahmen ergriffen. Einstweilige Verfügung oder so.
Akira ließ sich auf einer der freien Bänke sinken und gab damit Antwort genug, fand sie. Sie schnappte sich die Karte. Sofort wurde ihr klar, dass beinahe alle Eisbecher ekelhaft kitschig verziert waren. Aber sie entschied sich dennoch für einen davon und starrte die Bedienung schließlich beinahe nieder, als dieser an den Tisch trat. „Ohne Streusel oder sonstigen Kitsch!“, bestellte Akira. „Ich möchte einfach nur Eis… und Sahne… und… den Keks“, musste sie dann doch zugeben. Aber den Rest konnten die sich wirklich schenken!
„Weißt du, solange du diesen DAU nicht hierhin mitbringst, ist mir das egal. Aber wenn er meinem Laptop zu nahe kommt, wenn ich ihn jemals sehe, werde ich mich wehren“, versprach sie Koushiro, der immerhin nichts für seine wirklich seltsamen Freunde konnte. „Ich fand dieser Joe klang nett“, musste sie dann zugeben. Denn natürlich hatte sie sich die Namen allesamt gemerkt. War ja auch nicht schwer bei vier Namen….




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Koushiro Izumi

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Mo Jul 03, 2017 12:37 pm

Akira und Koushiro
Sommer

Izzy seufzte. Wieso blieb Akira so versessen auf dieses Thema? Es wirkte beinahe als sei sie mehr als nur über seine Freundschaft mit Mimi entrüstet. Für einen Moment hielt er inne, um sich ihren Ton nochmal durch den Kopf gehen zu lassen bevor er ruhiger begann zu erklären. „Nein, zwischen Mimi und mir war nie was und wird auch nie was sein. Glaub mir. So sehr ich sie für ihre unkonventionellen Lösungen wertschätze, so sind wir doch zu unterschiedlich. Ich mag sie, natürlich. Aber nicht großartig anders als Yolei, Kari oder Sora. Sie sind Mädchen, wir sind befreundet, das ist alles“, stellte er nochmal klar. „Wir waren Kinder damals, viel zu jung für eine ‚Sommerromanze‘ oder irgendwas in der Art. Und sowieso viel zu … beschäftigt.“

Nach seinen Erklärungen fing er wieder an sich in Bewegung zu setzen bis sie die Eisdiele erreicht hatten. Mit einem Lächeln und einem roten Schimmer auf den Wangen bedeutete er Akira sich hineinzubegeben und zu setzen. Als er selbst sich ihr gegenüber niederließ, schnappte er sich ebenfalls schnell eine Karte, um sein Gesicht wenigstens teilweise verdecken zu können.

Ein Teil von ihm fragte sich, wieso er jetzt plötzlich so nervös wurde. Ein anderer versuchte zu verstehen, wieso es ihm so leicht fiel Mimi und die anderen Digiritterinnen als seine Freundinnen zu bezeichnen, während es ihm so schwer fiel seine persönliche Beziehung zu Akira zu definieren. Und der letzte überlegte, ob diese beiden Fragen zusammenhingen.

Als Akira schon bestellte merkte Izzy, dass er kaum begannen hatte sich die Karte anzusehen, jetzt aber auch nicht so wirken wollte als sei er mit seinen Gedanken woanders. „Ähh- Was sie bestellt hat, bitte“, entschied er spontan und hoffte auf eine gute Wahl ihrerseits.

Durch die Bedienung aus seinen Gedanken gerissen, schenkte er Akira nun wieder seine gesamte Aufmerksamkeit. „Das Sommerlager war einfach etwas Besonderes.“ Er lachte bei ihrem Vergleich und schüttelte den Kopf. „Keine Sorge. Ich bin immer noch der Selbe, der ich vorher auch schon war, nur mit ein paar mehr Freunden“, stellte er klar. „Wissbegierig war ich schon immer.“

Ihre Fragen ließen ihn nach einer Möglichkeit suchen mehr zu erzählen ohne zu erzählen was genau passiert war. „Es kam immer mal wieder vor, dass einer von uns den Anschluss zur Gruppe verlor und sich in irgendwelche Gefahren brachte. Sei es Tai-„ Es war meistens Tai. „Oder Matt, Mimi oder sogar ich. Einfacher wäre es gewesen an Ort und Stelle zu bleiben und auf Hilfe zu warten, aber wir sind immer hinterher, haben immer den anderen wieder aus der Patsche geholfen. Wir kannten uns kaum, und doch haben wir zusammengearbeitet, um gemeinsam voran zu kommen.“ Er lehnte sich zurück und lächelte bei den Erinnerungen. Allein schon, dass sie es geschafft hatten die gesamte Truppe wieder zusammenzubringen, nachdem Tai beim Kampf gegen Etemon verschwunden war…

Akiras direkte Meinung zu Tai ließ seine Augen weiten, als er sich räusperte, um nicht loszulachen. „Ach komm. Er hat es gut gemeint und im Endeffekt ist niemand dabei zu Schaden gekommen“, warf er ein. „Fortgeschrittenes Stockholm Syndrom durch gemeinsames Festhängen im Sommerlager?“ schlug er vor, fing aber sofort dann tatsächlich an zu kichern. „Nein, er hat seinen Job als Anführer wirklich gut gemacht. Da bleibt man natürlich in Kontakt, grade wenn man noch auf die gleiche Schule geht.“

Er nickte bei ihrem finalen Statement. „Ich denke auch, dass du und er noch am ehesten miteinander auskämen. Er war derjenige, der immer rational bleiben wollte, egal wie kritisch die Situation war. Problematisch war dann nur, wenn der komplette Rest der Runde das Problem selbst und ohne Hilfe der Erwachsenen lösen wollte. Ich glaube wir haben ihn damit fast in den Wahnsinn getrieben“, gab er zu.

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Akira Tanaka

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Mo Jul 03, 2017 3:20 pm

Akira und Koushiro
Sommer


Eigentlich hatte Akira angenommen, dass sie viele Dinge ähnlich sahen, weil sie ähnlich klug waren. Das war ja auch der Grund, wieso sie Koushiro mochte. Er hatte den gleichen faktischen Verstand wie sie. Nun war es eine herbe Enttäuschung, dass ausgerechnet er sich von einer Tussi um den Finger hatte wickeln lassen.
Gefrustet begann Akira an der Kante der Karte zu knibbeln und nickte lediglich, als er versicherte, dass zwischen ihm und dieser Mimi, was war das eigentlich auch schon für ein Name!, nie etwas gewesen war. Ob sie ihm das glauben sollte?
Dann aber ruckte Akiras Kopf hoch, als weitere Mädchennamen fielen und sie musterte ihn argwöhnisch. „Wow, du bist ein Playboy“, stellte sie nicht ganz begeistert fest. So hatte sie Koushiro wirklich nicht eingeschätzt. Aber vielleicht war an dem Sprichwort, dass stille Wasser tief waren, wirklich etwas dran. Wobei er auch sagte, dass sie alle nur Freunde waren.
Etwas genervt lehnte sich Akira zurück und ließ endlich die Karte los, bevor sich noch eine schlechte Angewohnheit entwickelte. „Freunde“, wiederholte sie. „Du hast ziemlich viele davon.“ Solange bekam sie eine Vorstellung davon, dass er einem großen Freundeskreis angehören musste. „Ich habe keine Freunde“, sagte sie leise und sah dann wieder zu Koushiro auf. „Bis auf dich.“ Das hatten sie ja vorhin erst geklärt und das hatte sie natürlich nicht vergessen. „Ich mag eigentlich keine anderen Menschen. Das liegt daran, dass die meisten dumm sind. Und ich fange schnell an mich zu langweilen, wenn dumme Menschen mit mir reden. Wobei langweilen das falsche Wort ist. Es nervt mich“, führte sie ihre Erklärung weiter aus. Koushiro natürlich war nicht langweilig, weil er nicht dumm war. Es interessierte sie sogar, was er über seine Freunde zusagen hatte. Vielleicht weil sie hier das Gefühl hatte, dass es faktisch besser greifbar war, als eine simples ‚Wir mögen uns eben‘.
Außerdem hatte sich Akira nie vorgestellt, dass so ein Sommerlager wie ein Überlebenscamp war. Aber so wie Koushiro es darstellte, klang es danach. „Je mehr du erzählst, desto glücklicher bin ich, dass ich als Kind nicht mit ins Camp musste.“ Sie rümpfte die Nase. Das klang ziemlich gefährlich. Wieso schickten Eltern Kinder zu so etwas. Da kam es ihr ja vielleicht zugute, dass ihre Eltern eben einfach vorsichtiger waren. Das wunderte Akira allerdings auch nicht, nicht nach allem, was passiert war. Es war allerdings auch gut möglich, dass Koushiro damals sicherlich noch kindliche Fantasie das Sommerlager nun in etwas Außergewöhnliches verwandelte. Kinder waren ebenso.
„Ich bleibe dabei, ich verlasse mich lieber auf mich selber. Dann weiß ich, dass es richtig gemacht wird. Es verschwindet keiner, es gibt keinen Streit. Es ist viel einfacher so“, schloss Akira und sah dann auf, als die Bedingung mit den Eisbechern kam. Koushiro hatte das Gleiche bestellt wie sie und zu ihrer Zufriedenheit war der Eisbecher wirklich normal. Es gab kaum Verzierungen. Zum Glück.
Zufrieden tauchte sie den Löffel in die Eismasse und warf dann Koushiro wieder einen Blick zu. „Ich glaube, er ist ein Idiot“, fand Akira und schüttelte den Kopf. „Wirst du ihn nicht mehr los oder willst du ihn nicht mehr loswerden?“, wollte sie wissen und stellte dann fest, dass Koushiro diesen Tai wirklich zu mögen schien. Jedenfalls hielt er genug von ihm und lobte ihn. Also seufzte Akira. „Ich bin wirklich kein Freundschaftsexperte“, sagte sie. Sie konnte also wohl kaum so verschämt sein und jemanden raten, eine Freundschaft zu beenden. „Du wirst schon wissen, was du tust“, schloss sie daher und sah dann wieder zu ihrem Löffel, auf dem das Eis bereits langsam dahin schmolz. Des Gwen schob sie sich das Eis hastig in den Mund auf schaffte es nicht ein zufrieden Lächeln zu unterdrücken. „Probiere, das ist wirklich gut!“, drängte sie Koushiro und nahm auch gleich den nächste Löffel, während er weiter über seine Freunde redete, von denen ihr bisher nur einer sympathisch erschienen war und das war dieser Joe. „Ich mag rationale Menschen“, kommentierte sie ohne dabei die Augen von ihrem Eis zu lassen. „Ihr klingt wie ein furchtbar anstrengender Haufen…“ Und sofort fragte sie sich, ob sie jemals diese Leute treffen würde. Vermutlich nicht, denn warum sollte Koushiro sie ihr vorstellen?
„Aber was macht ihr, wenn ihr euch seht? Ihr könnt unmöglich die gleichen Interessen haben“, wunderte sie sich.

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Koushiro Izumi

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Arbeit/Hobby : Schüler

BeitragThema: Re: The Missing Link   Mo Jul 03, 2017 11:13 pm

Akira und Koushiro
Sommer

Izzy war kurz davor seinen Kopf auf den Tisch knallen zu lassen. Wieso musste sie ihn die ganze Zeit falsch interpretieren? “Playboy? Akira, ich würde lachen, wenn es nicht so traurig wäre wie weit das von den Wahrheit entfernt ist”, gab er offen zu. “Ich schwöre dir, nur weil ich Freundinnen habe im freundschaftlichen Sinne heißt das noch lange nicht, dass ich eine oder gar mehrere Freundinnen im romantischen Sinne habe oder überhaupt hatte. Ich hab davon nicht die geringste Ahnung! Wirklich! Ich hatte mich eigentlich schon damit abgefunden der Einfachheit halber den Rest meiner Tage mit meinem Laptop zu verbringen statt mit zwischenmenschlichen Beziehungen.”

Erst Akiras Aussage zu ihren Freunden, oder dem Nicht-Vorhandensein dieser ließ ihn stutzen. “Gar keine? Also… Außer mir?” Die Frage zu stellen war sinnlos. Sie würde nicht um die genaue Aussage drumherumreden, aber es erschien ihm so merkwürdig … und dann wiederum nicht. Ihr Verhalten erinnerte ihn an die Person, die er vermutlich ohne die Abenteuer in der Digiwelt geworden wäre. “Ich finde, dass es eigentlich an jedem etwas gibt, das interessant sein kann. Sei es eine interessante Geschichte über ihre Vergangenheit, oder ein besonderer Traum oder eine Leistung auf die sie sehr stolz sind. Wären alle nur wie du und ich, dann würden sich Gespräche nur noch um einen sehr begrenzten Pool an Thematiken drehen und es ist leichter etwas neues faszinierendes zu finden, wenn man noch kein Experte auf dem Gebiet ist.”

“Waren wir anfangs größtenteils auch nicht. Wir waren deutlich mehr auf uns gestellt als wir erwartet hatten, aber im Nachhinein bin ich froh dagewesen zu sein.” Bei Ankunft der Eisbecher schluckte er. Pfefferminz, richtig. Nicht unbedingt seine Lieblingssorte… Hatte er sie überhaupt schonmal probiert? Nun, er war derjenige, der hier die ganze Zeit von neuen Erfahrungen vorschwärmte. Da konnte er jetzt schlecht einen Rückzieher machen. “Und ich muss sagen, hätte ich heute die Wahl damals ins Camp gegangen zu sein, oder die Zeit in Ruhe zuhause zu verbringen… Ich würde jederzeit wieder das Camp wählen”, erklärte er und nahm einen ersten Löffel Eis in den Mund.

Er ließ es in seinem Mund einen Moment schmelzen, um den vollen Geschmack zu bekommen bevor er angetan summte. “Das ist echt lecker!” stellte er beinahe überrascht fest. “Super ausgewählt!” brummte er glücklich nach bereits seinem zweiten Löffel.

“Ganz ehrlich, zu Anfang hätte ich ihn vielleicht lieber loswerden wollen, aber wie ich schon sagte, jeder hat etwas, das ihn doch irgendwie interessant macht. Jeder hat quasi seinen eigenen Code, sein eigenes Objekt der Klasse Person. Und dort gibt es deutlich mehr Variablen als man denken würde”, versuchte er zu erklären. “Angefangen bei der Familie, über Stärken in der Schule bin hin zu Vorlieben bei der Eiscremewahl und ich denke du hast meine permanent beeinflusst”, entschied er.

“Naja, wir kommen irgendwie immer seltener dazu uns wirklich zu treffen, also, uns alle zu treffen. Und selbst dann ist es oft nur um des Treffens willen. Wir sind zu beschäftigt mit unseren eigenen Dingen, um die Zeit zu finden nur über alte Zeiten zu sinnieren. Klar sind wir immer noch Freunde, aber man hat ohne etwas gemeinsam durchstehen zu müssen eben nicht immer genug Gründe etwas anderes gemeinsam zu tun. Eigentlich echt schade…”

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~ If you are determined to learn, no one can stop you. ~
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Akira Tanaka

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BeitragThema: Re: The Missing Link   Di Jul 04, 2017 3:30 pm

Akira und Koushiro
Sommer

Na gut, vielleicht hatte sich Akira ein ganz kleines bisschen dazu hinreißen lassen, alles etwas überspitzt darzustellen, damit Koushiro gezwungen war einige Informationen preiszugeben, die sie sonst vermutlich eher nicht erhalten hätte. Wie zum Beispiel die Offenlegung seines Liebeslebens. Nicht, dass es sie wirklich etwas anging… Aber Akira konnte eben auch nicht verhindern, dass es sie in einem gewissen Maße interessierte. Geschäftig nickte sie. „Weißt du, ich glaube, dass dein Sozialverhalten wirklich interessant ist Koushiro“, fand sie. Nicht nur, dass sie sich generell wenig unter Freundschaften vorstellen konnte, sie konnte sich erstrecht auch keine Freundschaften unter Männern und Frauen vorstellen. Von der Natur war es doch nun mal so vorgesehen, dass man Zeit miteinander verbrachte um sich fortzupflanzen. Wobei… Akiras Wangen färbten sich leicht rot, als sie Koushiro ansah. Denn ihren eigenen Gedanken brachten sie zu einer Schlussfolgerung, die sie so nicht mochte. Also war es das Beste, diesen Gedanken von der geistigen Festplatte zu entfernen.
Belustigt musterte sie Koushiro mit einem leichten Lächeln. „Eine wirkluisch schöne romantische Vorstellung“, fand sie, als er davon berichtete, sich vorgestellt zu haben mit seinem Laptop alt zu werden. „Ich sehe keinen Grund, wieso das verkehrt sein sollte.“ Immerhin hielt sie es auch so. Und alleine deswegen war es nicht komisch! „Du kannst eben von anderen nicht erwarten, dass Sie deine Leidenschaft teilen. Und wenn du mich fragst, wäre es ein Verbrechen, jemand so Intelligenten wie dich, an jemanden mit weniger Intelligenz zu verschwenden.“ Das sah Akira wirklich so. Wenn man alleine schon die Weitergabe der Gene betrachtete, standen die Chancen schließlich nicht schlecht, dass Koushiros Kinder klug werden würden. Das dürfte man nicht mit schlechten Genen neutralisierten!
Akira schüttelte den Kopf. „Was sollte ich mit Freunden?“, stellte sie die verwunderte Gegenfrage. „Du weißt doch, dass ich nicht gerne mit dummen Menschen rede… und die Welt ist voll davon.“ Das war etwas, was sie extrem störte und anscheinend war Koushiro da einfach toleranter als sie, weswegen er im Gegensatz zu ihr Freunde hatte. Sie zuckte desinteressiert mit den Schultern. „Sicher es gibt an jedem etwas Interessantes. Aber es gibt mindestens eben so viel, was schwierig ist. Und ich habe keine Lust meine Zeit damit zu verschwenden. Ich lebe sehr effizient, Koushiro. Ich möchte mich lieber mit Dingen und Personen befassen, die mich weiterbringen. Egal in welcher Hinsicht.“ Sie zweifelte irgendwie daran, dass Koushiros Freunde ihn weiterbrachten. Er war aus sentimentalen Gründen befreundet und das konnte Akira nicht nachvollziehen. „Ich sehe kein Problem daran, dass unsere Themen in eine Richtung gehen“, fand sie dann aber und musterte ihn etwas verwundert. Das gefiel Akira aber nun gar nicht. War hier eine versteckte Kritik angebracht? „Stört es dich?“ Vielleicht wollte Koushiro ihr ja so vermitteln, dass ihm langweilig mit ihr war.
Dann allerdings wurde das Eis serviert und bot eine gute Ablenkung, die sogar Akira zum Schmunzeln brachte. „Ich dachte, du kennst das Eis“, wunderte sie sich. Oder hatte er nicht aus Überzeugung das bestellt, was auch sie bestellt hatte? Jetzt bereute sie es beinahe doch ein bisschen, dass es weniger Verzierungen auf ihrem Eis gab. Aber egal, es war dennoch sehr lecker und Akira verschlang Löffel um Löffel.
Dabei hörte sie Koushiro schweigend zu, wie er weiter von seinen Freunden schwärmte. Wahrscheinlich war das nun mal so, wenn man Menschen gern hatte. Akira fiel nun niemand ein, über den sie so reden würde. Beinahe ein bekümmernde Gedanken, weswegen sie ihn schnell beiseiteschob.
„Du hast vorher Pfefferminze nicht gemocht?“, horchte sie auf, weil Koushiro gesagt hatte, sie hätte seine Eiswahl beeinflusst. „Wieso hast du es dann bestellt?“ Sie legte den Löffel in dem nunmehr leeren Eisbecher ab und musterte ihn beinahe enttäuscht. Sie hatte das Eis viel schneller aufgegessen als erwartet.
Verstehend nickte sie. Wenn man älter wurde, hatte man eben mehr Verpflichtungen und Koushiro besuchte immerhin eine Sommerschule, da hatte vermutlich weniger Zeit als die anderen. „Du darfst auch auf keinen Fall aufhören dich weiterzubilden, nur um deine Freunde zu sehen“, fand sie. Das wäre so verwerflich, dass sie es ihm nicht verzeihen könnte. „Die Zeiten des Sommerlagers sind dann wohl vorbei. Das richtige Leben fängt an, Koushiro“, fand Akira und war wirklich alles andere als böse darüber, dass er keine Zeit für ein Sommerlager hatte. Sonst hätte er nicht an dem Kurs teilgenommen und dann hätten sie sich nicht kennengelernt.


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The Missing Link
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