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 Give me a Smile

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AutorNachricht
Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Give me a Smile   Do Jul 13, 2017 2:42 am

Mittlerweile war es für Nobu normal geworden, seine Freizeit an der frischen Luft zu verbringen. Auch wenn er das nie unbewaffnet tat. Seine Waffen waren jedoch weitaus friedlicherer Natur. In dem Fall seine geliebte Canon, mit welcher er schon viel durchlebt hat und welche wohl genauso viel von der Welt gesehen hat, wie er. So bewies diese Kamera doch, dass sie Nobus wohl treuster Weggefährte war. So war es nicht verwunderlich, dass er sich durch die vollen Straßen der Großstadt kämpfte während er keine Kamera mit einer Hand sicherte, auch wenn der Kurt um seinem Hals hing. Sicher war bekanntlich sicher. Und sollte seinem Goldstaub was passieren, wüsste der Student nicht wohin mit sich. Der hochgewachsene Mann ließ seine grünen Augen immer wieder die Straße auf und ab schweifen, auf der Suche nach geeigneten Motiven. Nur stellte sich das doch immer wieder als schwieriger heraus, als erwartet. Er befand sich vielleicht einfach schon zu oft auf dieser Einkaufsmeile. Es kam ihm bereits so vor, als würde all die Gesichter die an ihm vorbei liefen bereits kennen. Und das langweilte den Blonden doch schon sehr. Viel zu sehr. Nichts aufregendes also, stellte er seufzend fest. Ob er nicht lieber den Park aufsuchen sollte? Jedoch war er da ja erst die vergangenen Tage und war davon auch nicht sonderlich positiv überrascht worden. Also keine gute Aussicht.
Nun musste Nobu sich vorerst andersweitig ablenken, in der Hoffnung dass er dann plötzlich von einer Mouse geküsst wird und er zufrieden stellende Fotos schießen konnte. Also brauchte er kurzerhand einen Plan. Und der war schnell gefunden. Eine Dose Cola war schnell organisiert und eine Art Mauer bietete den idealen Sitzplatz. So schob Nobu die Ärmel seines rot-weißen Baseballshirtes hoch, schließlich war es mittlerweile auch in Tokyo warm genug geworden. Eine Temperatur die Nobu sehr zusagte. Dazu genoss er dann noch das Zischen der Coladose beim öffnen und die Sonnenstrahlen, welche ihm direkt ins Gesicht schien. Manchmal waren es doch die kleinen und einfachen Dinge, die einen glücklich machen konnten.
Während er einen Schluck nahm ließ er erneut die grünen Augen über die Kopfe der Menschenmenge wandern. Um festzustellen, dass dieser Blickwinkel gar nicht so schlecht war. Grund genug um die Dose kurzerhand neben sich abzustellen und einfach auf gut Glück das ein oder andere Foto zu schießen. In der Hoffnung dass da doch etwas brauchbares ist. So senkte er seinen Blick auf den Bildschirm seiner Kamera und herauszufinden was diese Aktion brachte. Das es nicht sonderlich berauschend wäre passend. So huschte auch direkt ein Seufzen über seine Lippen. Es war ja zum verrückt werden! Es waren gerade Semesterferien und Nobu hatte mehr als genug Zeit und dann wollte einfach nichts klappen. Sehr gut. Nein. Gar nicht. Doch sein Optimismus war einfach unerschütterlich. Während er erneut einen Schluck von der Cola nahm zoomte mit seiner Kamera auf eines der gerade geschossenen Bilder. Auch wenn er von dem Bild nicht begeistert war gab es ja doch die Möglichkeit etwas Interessantes zu finden. Aber auch das ließ auf sich warten. Doch beim genauerem Hinsehen fiel ihm auf, dass da doch etwas interessantes zwischen war. Zwischen den unzähligen Gesichtern stach dann doch etwas heraus. Nein. Nicht etwas. Jemand. Eine junge Frau, scheinbar nur wenige Jahre jünger als er. Warum auch immer, sie stach einfach raus. Und das auf eine nicht wirklich schlechte Art. Ganz im Gegenteil. Das Mädchen mit den langen braunen Haaren zog direkt seine ganze Aufmerksamkeit auf sich, warum wusste er selbst nicht. So sehr, dass er die wenigen weiteren Bilder nach dieser Gestalt absuchte, mit Erfolg. Doch waren diese Bilder nicht wirklich vorteilhaft. Man sah sie zu wenig. So musste er seinen Blick von seiner geliebten Kamera abwenden und warf einen suchenden Blick in die Menschenmasse. Und es dauerte gar nicht lange bis er das entdeckte, was er suchte. Schließlich wusste er den Bildern sei Dank so ungefähr wo er zu suchen hatte. Und da stand sie. Offensichtlich gerade auf Shoppingtour. Etwas was Nobu an Frauen normalerweise weniger zusagte. Aber er konnte nicht abstreiten, dass sie optisch etwas an sich hatte, was er doch recht anziehend fand.
Also war es wieder an der Zeit seine Kamera zu erheben und einige Fotos zu schießen. Es war hierbei eindeutig ein Nachteil, dass die Entfernung doch recht groß war. Zu groß. So war es unvermeidbar, dass immer wieder andere Leute vor die Linse liefen. Großartig. Genervt spielte er mit seinen Zähnen an dem Piercing, welches seine Unterlippe zierte. Das konnte doch nicht wahr sein. Das Glück war ihm heute nicht hold. Was er auch feststellen musste, als er sich die Bilder auf dem kleinen Bildschirm anschaute. Entweder war das Mädchen unscharf, wurde von anderen Leuten verdeckt oder hatte nun wirklich keine wünschenswerte Pose. Toll. Was nun? Nobu hatte nie wirklich das Bedürfnis gehabt jemanden so unbedingt abzulichten zu wollen. Er mochte einfach lieber natürlich wirkende Bilder und bevorzugte es, dass seine Modele deswegen nichts von den Fotos wussten. Also war sie ansprechen keine Option. Ebenso würde er ja Gefahr laufen seine Zeit mit einer unfotogenen und unsympathischen Person zu vergeuden. Und das fand er beinahe noch schlimmer, als seine jetzige Situation. Kurz gesagt befand Nobu sich in einer Zwickmühle. Aus der er kein Entkommen sah, zumindest keine sie eine Win-Win Situation für ihn garantierte. Er drehte an seinem breiten silbernen Ring am Finger, vielleicht hat der ja plötzlich magische Kräfte und ihm aufzeigt, was er tun sollte.
Und irgendwie tat der Ring das dann doch tatsächlich, das konnte man sich jedenfalls einreden wenn man an sowas glaubte. Er rutschte von Nobus Finger, welcher ihn nicht rechtzeitig auffangen konnte, und fiel den knappen Meter zu Boden. Toll. Skeptisch musterte er den Ring am Boden. Sollte nun wirklich aufstehen und das Mädchen einfach ansprechen? Er war sich bewusst, dass Frauen ihn attraktiv fanden und so war es nie wirklich ein Problem für ihn mit Frauen ins Gespräch zu kommen. Doch dieses Mal zögerte er. Er konnte doch nicht eine Fremde auf der Straße ansprechen und sie um ein paar Fotos zu machen. Das gehörte sich schließlich nicht! Genervt fuhr er sich durch sein blondes Haar, ehe er wieder den zu Boden gefallenen Ring musterte. Er konnte sich doch nicht etwas von einem Ring sagen lassen! Aber wie er mittlerweile dieses Stück Metal auf dem Boden musterte war wohl auch nicht mehr sonderlich normal. Ob er vielleicht einfach nervös war? Nein, das konnte er noch mehr ausschließen als die Tatsache dass der Ring ihm ein Zeichen geben wollte. Er war ein 1,90m großer Mann, der von Selbstbewusstsein strotzte. So war es doch eigentlich ein leichtes für ihn Frauen anzusprechen.
Für gewöhnlich jedenfalls.
Heute war wohl einfach nicht sein Tag. Es sollte einfach nicht sein.
Er griff erneut und zum letzten Mal nach der Dose und leerte diese dann bereits, ehe er vorsichtig von der Mauer runterrutschte um dann seinen Ring aufzuheben, damit er sich den wieder auf den Finger stecken konnte. Sein Blick ging jedoch nahezu automatisch zu den unzähligen Menschen. Aber seine grünen Augen hatten ein festes Ziel und das fanden sie dann auch. Nur trafen sie dieses Mal nicht nur auf die zierliche Gestalt sondern trafen direkt die haselnussbraunen Augen. Blickkontakt war nun wirklich nicht das, was Nobu sich erhofft hatte, vor allem nicht, nachdem er beschloss den Platz nun doch zu verlassen. Doch was tat er stattdessen? Er warf dem Mädchen ein warmes Lächeln entgegen. Er konnte einfach nicht anders, es war vielleicht einfach eine Angewohnheit die er nicht ablegen konnte. Aber er hatte ja auch einen Ruf zu verlieren, den Ruf als charmanter Junger Mann. Auch wenn es ihm nun gerade beinahe unangenehm war das Mädchen so anzulächeln, nachdem er verzweifelt versucht hatte einige Fotos von ihr zu schießen. Und offensichtlich machte genau dieses Mädchen sich weniger Gedanken um dieses Szenario als er, schließlich spielte es sich wohl auch nicht so lange ihn ihrem Kopf ab. Denn wie ihm schien nahm sie sein Lächeln als eine Art Einladung entgegen und kam Nobu doch recht schnellen Schrittes entgegen. Ohje. Nun hieß es Daumen drücken, dass sie nicht bemerkt hatte, dass er bis vor wenigen Sekunden versucht hatte sie abzulichten. Und cool musste er wirken. So kam ihm dann nur ein knappes „Hey.“ Über die Lippen, welche sich weiterhin automatisch zu einem Lächeln bildeten, als das Mädchen vor ihm angekommen war.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Do Jul 13, 2017 10:15 pm

Neuanfang. Genau das war das Stichwort der letzten Tage gewesen.
Vor nicht all zu langer Zeit hatte Mimi noch zusammen mit ihren Eltern in den USA gelebt. Auch wenn sie ursprünglich aus Tokyo kam, so war sie doch vor ein paar Jahren dort hingezogen. Ihr Vater hatte ein Jobangebot bekommen, welches er unmöglich hätte ablehnen können. Für Mimi selbst war es zu Anfang sehr schwer gewesen dies zu akzeptieren, immerhin lebten all ihre Freunde in Tokyo. Sie hatte ihr ganzes Leben dort verbracht und konnte sich eine so riesige Veränderung in ihrem Leben kaum vorstellen. Auf der anderen Seite war es duchaus spannend und eine riesige Chance gewesen. Schon immer hatte Mimi einen Hang zur Mode gehabt. Die USA war die Chance gewesen und genau diese hatte Mimi in den Jahren, in denen sie dort gelebt hatte genutzt.
Nun allerdings lebte Mimi wieder in Tokyo. Ein erneuter Arbeitswechsel ihres Vaters hatte diesen Schritt in die Wege geleitet und Mimi zurück in ihr altes Leben katapultiert. Mit gemischten Gefühlen war sie daher wieder zurück gekehrt und konnte noch nicht ganz zuordnen, wie genau sie die Gesamtsituation finden sollte.
Es war schön all ihre alten Freunde wieder um sich zu haben, wenn nicht sogar fantastisch. Sie hatte es vermisst mit ihnen reden zu können, wann immer ihr danach war. Es war auch kein Problem mehr sie zu besuchen, wenn sie es wollte. Außerdem war es fantastisch all das leckere Essen wieder verspeisen zu können wann immer ihr danach war. In den USA gab es natürlich auch leckeres Essen, aber das Essen in Tokyo konnte einfach Nichts toppen. Manchmal hätte Mimi für ein Reisbällchen töten können, von den Süßigkeiten mal ganz abgesehen. Ja, das alles hatte sie wahnsinnig vermisst, aber nach all den Jahren in den USA hatte sie sich schließlich auch dort etwas aufgebaut, das sie nun wieder hinter sich lassen musste.
Ein Piepsen ihres Handys riss Mimi aus ihren Gedanken. Normalerweise versank sie nicht so schnell in Tagträumen, jedoch hatte sie in letzter Zeit immer mal wieder das Verlangen in den nächsten Flieger zu steigen und ihre Freunde in den USA zu besuchen. Wie es ihnen wohl gehen würde? Es war nicht einfach den Kontakt zu halten. Während es für Mimi in Tokyo gerade Mittag war, schliefen ihre Freunde tief und fest, da es für sie mitten in der Nacht war. Ein normales Gespräch war daher nicht möglich. Jegliche Anrufe fielen aus, wenn nicht einer nachts aufstand. Textnachrichten enthielten nur das Nötigste an Informationen und besänftigten Mimi keineswegs.
Seufzend zog die Brünette ihr Handy aus der Handtasche, die sie als Abschiedsgeschenk einer Freundin aus den USA erhalten hatte. Es war ihr nicht leicht gefallen solch ein Geschenk anzunehmen, da es ihr bei ihren Freunden nie um Wertgegenstände gegangen war. Mit einem nein wäre sie jedoch nicht durchgekommen und so hatte sie immer ein kleines Stück „zweite Heimat“ bei sich.
Mimi entsperrte das Display ihres Handys und öffnete ihre Nachricht. Sofort verschlechterte ihre Laune sich um ein Vielfaches. Während sie hier in der Stadt durch ein paar Straßen geschlendert war und Schaufenstershopping betrieben hatte, war ihre Hauptaufgabe eigentlich das Warten gewesen. Immerhin hatte sie sich mit einer alten Freundin treffen wollen und über alte Zeiten reden wollen. Es wäre schön gewesen auf andere Gedanken zu kommen und alte Freundschaften aufleben zu lassen. Zwar hatte sie keine Probleme neue Kontakte in der Schule zu knöpfen und Anschluss zu finden, aber dennoch sehnte Mimi sich nach festen Konstanten in ihrem Leben. Ein Neuanfang war nicht immer leicht, zumal Mimi noch nicht all zu lange wieder in Tokyo lebte.
Vielleicht würde Sora ja in den nächsten Tagen Zeit für sie finden und mit ihr etwas unternehmen. Sie hatte sie zuletzt in der Schule gesehen und an ihr letztes gemeinsames Treffen konnte Mimi sich auch nur noch wage erinnern. Wird schon schief gehen oder nicht?
Mit einer schnellen Bewegung ließ Mimi ihr Handy wieder in ihre Tasche gleiten und dachte darüber nach, was sie nun tun könnte. Vielleicht würde es ihr ja etwas bringen, wenn sie weiterhin durch die Straßen schlendern würde. Es war ein schöner Samstag mit angenehmen Wetter. Sicherlich würde sie jemanden sehen, mit dem sie ihre Zeit doch noch vertreiben konnte. Vielleicht hatte Mimi ein Problem damit allein zu sein, dennoch würde sie nie im Leben tatenlos rum sitzen. Komme was wolle, Mimi würde eine Beschäftigung finden.
Zufrieden mit dieser Erkenntnis strich Mimi sich ihr langes, braunes Haar über ihre Schulter und ließ ihren Blick durch die Menschenmasse gleiten. Seltsamerweise überkam sie ein Schauer, als würde sie beobachtet werden. Irgendwas oder irgendwer hatte seinen Blick auf sie geheftet. Mit einem zaghaften Blick schaute Mimi sich in ihrer nahen Umgebung um, um die Quelle des Ganzen aufindig zu machen. Schließlich lichtete sich die Schar der Menschen direkt vor ihren Augen und ermöglichte ihr einen Blick auf einen jungen Mann, der gerade von einer Mauer rutschte.
Seine blonden Haare, die in einem Undercut geschnitten waren, waren es, die ihr als erstes ins Auge stachen. Diese Haarfarbe war in Tokyo nicht weit verbreitet. Meist waren es gefärbte Haare oder Perrücken, die sie hier zu sehen bekam. In dem Bereich kannte Mimi sich schließlich aus. Diese Haare waren jedoch von Natur aus blond. Faszinierend, wenn man mal bedachte, dass es in den USA eigentlich ein Normalfall war. Dennoch konnte sie ihren Blick nicht abwenden.
Als sein Blick dann ihren traf und sie seine Augen erkennen konnte, verschlug es ihr für ein paar Sekunden den Atem. Noch nie zuvor hatte sie so ein intensives grün gesehen. Seine Augenfarbe war etwas Besonderes. Dazu dieser Blick, als würde er ihr mitteilen das es in Ordnung sei ihn so anzusehen, da er das Selbe bei ihr tat. Eine Art wohliger Schauer durchfuhr Mimi ihren Körper und wurde noch stärker, als sie sein Lächeln erblickte, welches sich über seine wohlgeformten Lippen legte. Dabei fiel ihr Blick schließlich auf einen kleinen Ring, der seine Unterlippe zierte.
Nie zuvor hatte es Mimi interessiert, ob jemand gepierct war. Bei ihm jedoch schien es ihr zu gefallen. Es passte zu seinem Erscheinungsbild und hob ihn einfach komplett von der Masse ab.
Es wäre eine Schande nicht zu ihm zu gehen, erst Recht, da er eine Kamera bei sich trug, die ihr nun ins Sichtfeld kam. Mimi selbst kannte sich mit Fotografie nicht wirklich aus. Sie hatte nie eine eigene Kamera gehabt und auch nie ein Auge für das gewisse Detail gehabt. Allerdings war sie des Öfteren schon dieses gewisse Detail gewesen, welches abgelichtet wurde. Vielleicht würde dies als Grund ausreichen, um in ein Gespräch zu kommen.
Mit durchgedrückten Schultern und einem leichten Lächeln auf den Lippen ging Mimi schnellen Schrittes zu diesem jungen Mann herüber und bemerkte erst jetzt seine volle Größe. Ihr Blick ging immer weiter hinauf je näher sie ihm kam. Irgendwie strahlte er solch eine angenehme Wärme aus, sodass sie sich direkt in seiner Nähe wohl fühlte.
Als sie vor ihm stand war sie froh, als er den ersten Schritt machte und sie zwar kurz und knapp grüßte, aber dennoch den Anfang machte. Beim Klang seiner Stimme musste sie lächeln, da sie schnell seinen Akzent heraus hören konnte und wusste, dass er wirklich nicht von hier war. Es wäre auch wirklich die Ausnahme gewesen jemand so Einzigartiges hier aus Tokyo zu treffen. Dafür war er einfach zu besonders.
Ein letztes Mal atmete Mimi tief durch, ehe sie ihre Handtasche fest umgriffen an sich drückte und schließlich versuchte ihre Stimme wieder zu finden: „Hey, na was machst du hier?“.
Na was machst du hier? Wirklich?
Innerlich wurde Mimi bei dieser Aussage schon rot und verfluchte sich selbst dafür, dass auch sie schwache Momente in ihrem Leben haben konnte. Nicht alles konnte perfekt verlaufen, ja, aber wer wollte sich denn in dieser Situation blamieren? Oder aber er würde ihr Interesse positiv auffassen. Gedanken über Gedanken, die man einfach nicht ausstellen konnte. Aber was hatte sie zu verlieren? Im besten Fall würde sie eine Nachmittagsbeschäftigung haben und darüber würde sich doch niemand beschweren können.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Do Jul 13, 2017 11:41 pm

Während das Mädchen immer näher auf ihn zukam fiel es ihm nach und nach schwerer seine Augen von ihr abzuwenden. Sie war hübsch. Das konnte er durchaus nicht bestreiten. Aber es war denoch kein Grund sie so anzustarren. Also musste noch eine kurze Musterung reichen, ehe er sich auf ihr Gesicht fixierte. Was gar nicht so schwer war, denn auch dies war in seinen Augen nahezu makellos während ihre Augen etwas sehr anziehendes hatten. Nun war seine nächste Sorge, wie er sich wieder von denen losreißen sollte. Was tat er hier überhaupt? Seine Hände schob er kurzerhand in die Hosentaschen, irgendwie wusste er einfach nicht wohin mit ihnen.
Unverständlich wie die Anwesenheit einer Frau ihn nun doch so überrumpeln konnte. Aber für gewöhnlich kam es ja auch nicht vor, dass Frauen einfach so auf ihn zugingen. Eine Situation an die er sich wirklich gewöhnen musste. Und dann war der Start auch noch so holprig und das einzige was Nobu rausbekam war ein, „Fotos.“ Während er eine Hand aus der Hosentasche zog und auf seine Kamera deutete, welche um seinen Hals hing. Super. Das war eine Antwort, die sicherlich Sympathiepunkte für ihn einbringen würde. Oder doch eher, eine für die er sich selbst am liebsten direkt geohrpfeigt hätte. Nun war es vielleicht doch Zeit für Schadensbegrenzung.
Er fuhr sich einmal mit seiner nun freien Hand durchs Haar um die einzelnen Strähnen die ihm ins Gesicht hingen erstmal wieder nach hinten zu befördern.
„Lieber nochmal von Anfang.“ Beschloss er dann kopfschüttelnd mit einem leichten Lachen, welches sich einen Weg über seine Lippen bahnte. Einmal kurz Luft holen, ein warmes Lächeln aufgesetzt und es konnte losgehen, „Hey, ich bin Nobu. Nobu Kisaragi. Und du bist?“ erkundete er sich mit einem Zwinkern. Erst spielte er mit dem Gedanken ihr noch seine freue Hand entgegen zu strecken, aber das war in seinen Augen hier Fehl am Platz. Schließlich handelte es sich ja hier um ein… ja. Um was? Ein lockeres kennenlernen? Während er ihre Antwort noch abwartete musste er sich schon wieder eingestehen, dass er mit seinen Augen nahezu jeden Millimeter ihres Gesichtes erkundete, nur um erneut festzustellen, dass sie noch viel schöner war, jetzt wo sie doch so nah vor ihm stand. Ob er sie einfach nur ansehnlich fand, weil sie doch so aus der Masse rausstach? Ja, als Fotograf war er einfach immer auf der Suche nach einmaligen Motiven und jetzt hatte er eines vor sich stehen. Aber sonderlich charmant war es nun auch nicht sie direkt als Model anzuwerben. Nur, fragte Nobu nie seine ausgewählten Models. Entweder sprachen ihn welche an oder er machte einfach so Fotos. Ende der Geschichte. Und das obwohl er wirklich sehr selbstbewusst war. Doch musste er sich doch eingestehen, dass er weiche Knie bekam, als er seine grünen Augen erneut auf ihre hasselnussbraunen Augen fixierte. Verdammt. Nobu, reiß dich doch zusammen. Ein Satz der immer wieder in seinen Gedanken kreiste. Vielleicht hätte er einfach direkt gehen sollen. Was sorgte nur dafür, dass er sich entschied nicht einfach zu gehen.
„Und… was genau treibt dich hier her?“ fragte er sie dann, um ein peinliches Schweigen zu umgehen. Wobei diese Frage nun wirklich keine Frage war, die sonderlich gut gestellt war. Sie waren hier nahe unzähliger Einkaufszentren und sie war offensichtlich ein Mädchen. Ein Mädchen das offensichtlich viel auf Kleidung setzte. Zumindest ließ das ihr Outfit vermuten, dass im Zusammenspiel mit ihren Accessoires eindeutig bewies, dass das sie das nicht willkürlich gewählt hatte. Also vielleicht eine Tussi? Ohje, sowas wollte Nobu sich wirklich nicht anlachen. Aber bevor er sich nun darüber weiter Gedanken machte, sollte er vielleicht erstmal ihre Antwort abwarten und sich später ein Bild von ihr machen anstatt sie nun mit Vorurteilen wegen ihres Äußeren zu überschütten. Auch wenn Nobu sich eingestehen musste, dass es lange her war, dass er sich über so etwas so viele Gedanken gemacht hatte.
Abwarten und Tee trinken war angesagt. Tee trinken? Ob er vielleicht sie nicht vielleicht doch auf einen Kaffee oder so einladen sollte? Sowas gehörte sich zumindest und war weitaus angenehmer als sich auf offener Straße zu unterhalten. Aber sowas tat man ja nur, wenn man mehr interesse an einer Person hatte und in diesem Fall interessierte er sich einfach nur für die Optik des Mädchens, während er doch feststellen musste, dass ihr Parfüm, welches ihm nun langsam in die Nase stieg, auch nicht zu verachten war. Mist. Das war doch zum verrückt werden. „Wollen wir nicht lieber das Gespräch bei einem Getränk fortfuhren?“ fragt er nach und war sich nicht sicher, ob diese Frage tatsächlich einen Weg über seine Lippen gefunden hatte. Doch seine Hand deutete bereits in die Richtung eines kleinen Cafés, welches nur wenige Meter entfernt war. Was auch immer hier gerade passierte, es war einfach zum verrückt werden. „Ich lade dich ein.“ Huschte es dann noch über seine Lippen. Zumindest vergaß er hierbei seinen Anstand nicht. Dann eine Frau einzuladen war wohl eine der wichtigsten Regeln im Leben eines Gentlemans.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Fr Jul 14, 2017 7:28 pm

Nach einigen Malen, die Mimi blinzeln musste kamen die Worte dieses Mannes vor ihr Stück für Stück bei ihr an.
Fotos. Genau das war seine erste Antwort auf ihre Frage gewesen und allein dies hatte ihr einen leichten Schauer über die Haut gejagt. Wieso um alles in der Welt reagierte sie nur so auf einen Mann den sie nicht einmal kannte? Vielleicht war es auch einfach nur dieser Akzent, der sie so sehr beruhigte. Der Klang seiner Stimme hatte so eine angenehme Wirkung auf sie und dann diese Bewegung dazu. Wahrscheinlich hatte er es nur beiläufig machen wollen und im Endeffekt war es tatsächlich nichts Großes. Dennoch beobachtete Mimi gespannt, wie dieser Mann ihr gegenüber mit einer Hand durch sein Haar fuhr und es zu richten schien. Wusste er denn nicht, wie gut seine Haare aussahen? Er hatte wirklich keinen Grund sie zu richten, auch wenn Mimi niemals die Chance verstrichen lassen hätte auch einmal mit ihren zierlichen Fingern durch dieses dichte Haar zu streichen. Ob sie wohl genauso weich waren, wie sie aussahen?
Noch ehe Mimi auf seine Bemerkung bezüglich der Fotos hätte antworten können, da sie mal wieder komplett ihren Gedanken nachhing, schossen schon die nächsten Wörter aus dem Mund des Blondschopfes. Das Lächeln auf seinen Lippen dabei war unbeschreiblich. Wie konnte jemand bei solch einer minimalistischen Mimik nur so verdammt gut aussehen?
Auch hier bekam Mimi erst verzögert mit, was ihr der Blondschopf zu sagen hatte. Der Klang seines Names, welchen er mit solch einer Geschmeidigkeit ausgesprochen hatte, hätte sie fast umgehauen. Dieser atemberaubende Mann, der  ihr gegenüber stand hieß also Nobu Kisaragi. Um ein Haar hätte sie diese Worte selbst wiederholt, nur um zu wissen, wie es sich anfühlte diesen Namen über die Lippen zu bringen.
Kurz glitt der Blick der nervösen Brünette zu seinen Händen, die er kurzerhand in seine Hosentaschen gesteckt hatte. Ob er sie wohl nich anfassen wollte oder einfach zu schüchtern war? Vielleicht wollte er auch nur aus Höflichkeit irgendwas sagen und sie so schnell wie möglich wieder los werden. Immerhin hatte sie keine Ahnung, ob er sie wirklich mit seinem Lächeln hatte einladen wollen mit ihm zu reden. Vielleicht war Mimi auch einfach wieder nur zu voreilig gewesen und hatte ihn somit in die Enge getrieben. Schließlich war sie nicht schüchtern und ließ ungerne etwas anbrennen, wenn es für sie in dieser Sekunde als richtig eingestuft wurde.
Wieso hätter er sich dann aber zuletzt nach ihrem Namen erkundigt? Verwirrt versuchte Mimi sich zu sammeln. „Bloß keine voreiligen Schlüsse ziehen Mimi, er hat dich nur nach deinem Namen gefragt“, dachte sie sich und atmete tief durch. Der Griff an ihrer Tasche wurde dabei immer stäker, da sie einfach nicht wusste wohin mit ihnen. Irgendwie erschien ihr jegliche andere Option als zu anzüglich. Wenn sie sich nun auch einfach durch die Haare gehen würde, wäre das doch eine Einladung an ihm ihr näher zu kommen. Würde sie ihre Hände in die Hüften stemmen, dann würde sie doch auch nur ihren Körper zur Geltung bringen. All diese kleinen Tricks hatte sie in der Vergangenheit immer wieder angewandt, nur um die volle Aufmerksamkeit eines Typen für sich zu gewinnen. Dieses Mal wollte sie allerdings ganz natürlich rüber kommen, eben wie die Mimi, die sie im Grunde war, denn was es auch war, dieser Kerl strömte für sie einfach Vertrauen aus, welches sie in dieser Sekunde genoss.
Während sie sich also zu viele Gedanken über ihr optisches Auftreten gemacht hatte, waren ihm weitere Worte über die Lippen gekommen. Tatsächlich hatte Mimi noch nicht ein weiteres Wort zu dieser Konversation beigetragen. Langsam wurde es peinlich für sie. Immer mehr bekam sie das beklemmende Gefühl einfach nur noch das Weite suchen zu wollen, aber wer wäre sie denn, wenn sie nun nicht das durchziehen würde, was sie eben angefangen hatte? Auf jeden Fall nicht Mimi Tachikawa.
Schließlich errötete sie und merkte das beklemmende Glühen in ihren Wangen, als er sie scheinbar auf ein Getränk einladen wollte. Er wollte sie also doch nicht los werden, ein Glück, aber Moment mal. Sie hatte es doch tatsächlich ohne Worte geschafft das Interesse eines Mannes zu wecken und das einfach, weil sie so natürlich war wie noch nie zuvor. Dieses Mal hatte sie keine Show abgezogen und ihre leichte Unsicherheit mit vielen Worten kaschiert. Auch wenn Mimi sonst immer ein loses Mundwerk hatte, so war auch sie nun eine ganz normale, heranwachsende Frau, die sich in den Jahren befand, in denen sie zu sich selbst finden musste. Dies war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.
Sie würde einfach ja sagen und mit Nobu etwas Trinken gehen. Sicherlich würde sie das auf andere Gedanken bringen und ihr den Spaß am heutigen Nachmittag geben, den sie gesucht hatte. Vielleicht würde es sogar besser werden, als mit ihrer Freundin. All diese Dinge standen noch offen und Mimi hatte alle Zeit der Welt genaustens auf jede Frage in ihrem Kopf einzugehen. Immerhin hatte sie nichts weiter an diesem schönen Tag vor. Zu verlieren hatte sie auch nichts.
Ein Lächeln bereitete sich auf ihren Lippen aus und auch ihre Finger fingen an sich um den Gurt ihrer Handtasche zu entspannen, ehe sie durchatmete und sich die Worte in ihrem Mund zurechtlegte: „Es freut mich dich kennen zu lernen Nobu. Ich heiße Mimi Tachikawa und ja, ich würde sehr gerne mit dir etwas Trinken gehen, vielen Dank“.
Vor Stolz lächelte Mimi noch mehr, auch wenn es irgendwie seltsam war. Dieser Fremde hatte es tatsächlich geschafft ihr mit solch einer kleinen Geste den gesamten Tag zu retten. Für sie selbst war es jedoch keine Kleinigkeit. Irgendwie war es ein Wunsch von ihr gewesen endlich jemanden zu treffen, mit dem sie unbeschwert Dinge unternehmen konnte, ohne dabei auf ihre Vergangenheit zu stoßen. Nobu kannte sie nicht und das war gut so. Er hatte keine Ahnung, was sie alles in ihrem Leben schon erlebt hatte. Vielleicht war dies ja der gewünschte Neuanfang, dem sie entgegen gefiebert hatte und endlich würde sie ohne jeglichen Risiken jemanden kennen lernen, der nicht das Weite suchen würde, sobald er wusste, was alles in ihrer Vergangenheit passiert war. Schließlich verstand nicht jeder was in dieser Welt vor Jahren geschehen war.
Um nicht auf den Gedanken zu kommen über Palmon oder die anderen nachzudenken, versuchte Mimi direkt alles in andere Bahnen zu lenken. Schließlich stand das Thema mit der Kamera immer noch offen. Er schoss offensichtlich gerne Fotos und sie schaute sich gerne welche an. Eine gewisse Ähnlichkeit hatten sie somit schon. Für das erste Treffen würde das sicherlich ausreichen, um ein Gespräch aufzubauen.
Sie wippte ungeduldig auf ihren Füßen hin und her, um nicht zu verklemmt zu wirken, ehe sie nach oben in seine Augen sah, damit sie seine Reaktion genaustens abschätzen konnte: „Wenn wir etwas Trinken, kannst du mir auch mehr von deinen Fotos erzählen. Ich bin gespannt was du so fotografierst. Ich selbst mache keine Bilder, war aber schon öfter bei Shootings dabei. Vielleicht könntest du mir ja mal erklären wie genau das alles funktioniert?“.
Vielleicht war sie zu aufdringlich, vielleicht hatte sie somit aber auch das unbehagliche Gefühl zwischen ihnen auslöschen können. Auch wenn sie sich unsicher war, so war sie dennoch Mimi und wie sagte sie bereits? Sie wäre nicht Mimi Tachikawa, wenn sie nicht aufs Ganze gehen würde. Niemals würde sie etwas anbrennen lassen, auch wenn Nobu so schon verdammt heiß war.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Sa Jul 15, 2017 10:58 pm

„Freut mich, Mimi.“ Gab er knapp zurück, vor allem da es für ihn normal war, seine Aufmerksamkeit sowie sein Interesse darin deutlich zu machen, indem man den Namen wiederholte. Vielleicht einfach lediglich eine Eigenart seinerseits, wer weiß. Aber in dem Moment war ihm das egal. Auch wenn er sich tatsächlich noch nicht sicher war, inwiefern er überhaupt an dem Mächen, nein an Mimi, interessiert war. Sein Hauptaugenmerk lag immerhin weiterhin darauf sie abzulichten, da sie, was er nicht bestreiten konnte, optisch etwas an sich hatte. Etwas was ihn mehr als reizte sie als Model zu nehmen. Ja, sie sah gut aus, aber Nobu hatte soweit eigentlich weniger Interesse sich eine… ja… Oberschülerin?, anzulachen. Außerdem wusste der Blonde nur zu gut von sich selbst, dass er es ohnehin nicht lange aushalten würde, irgendwann würde sie bestimmt entweder komplett uninteressant werden oder ihn auf die Nerven gehen. Zumindest war das bis dato immer der Fall und er bezweifelte ganz stark dass es anders sein könnte mit einem Mädchen dass er nun auf der Straße aufgegabelt hat. Das wäre nun doch etwas komisch. Auch wenn Nobu sich gerne überraschen ließ. Also hieß es erstmal abwarten und… Kaffee trinken. Ja, sie sagte zu und wollte mehr über seine Leidenschaft erfahren, ein gutes Zeichen. Dann wäre es wohl wirklich nicht abwegig sie überzeugen zu können. Sehr gut. So legte sich direkt bei dem Gedanken seinen Willen zu bekommen ein Lächeln auf ihre Lippen.
„Dann lass uns keine Zeit verlieren.“ Verlangte er mit einem kurzen Lachen und vervollständigte diese Aussage mit einer Handgeste um die Einladung dann noch mal offiziell zu machen. Oder eher um das Gespräch nun eigentlich offiziell zu beginnen. Schließlich konnte man den kurzen Dialog ja nicht zählen, dafür war es dann doch etwas zu unbeholfen. Von beiden Seiten aus. Und dabei kannte Nobu sich so gar nicht. Nun zweifelte er doch an seiner Studienwahl. Oder allgemein an sich. Er war jemand der nie unbeholfen war. Zumindest konnte er sich an keine Situation erinnern, die mit dieser auch nur ansatzweise zu vergleichen war. Ganz im Gegenteil. Er war selbstbewusst. Manchmal mehr als ihm gut tat. Also, wo lag der Grund darin, dass er es nicht schaffte ein vernünftiges Gespräch mit der Brünetten zu führen. Das war einfach wie verhext.
So schaffte er es ja nicht einmal noch irgendein Gesprächsthema anzuschneiden, während sie die recht kurze Strecke zu dem kleinen Café zurücklegten. Dafür musste er sich eingestehen, dass sein Blick wie automatisch an dem Mädchen klebte. Und er konnte einfach nichts dagegen tun. Zu seinem Glück rumpelte er trotz seiner Unachtsamkeit niemanden an. Das wäre peinlich geworden. Und das zu erklären wäre dann noch peinlicher geworden. So konnte er dann erleichtert durchatmen, als sie dann ankamen. Auch wenn die Stadt, wie nahezu immer, sehr voll war es kein Problem einen Sitzplatz zu finden. Und dann sogar noch draußen. Sehr gut. Das bevorzugte Nobu dann doch. Vor allem, weil er es nicht leiden konnte in einem engen, geschlossenen Raum dicht an dicht mit Fremden sitzen. Nein, der kleine runde Tisch mit zwei Stühlen an der frischen Luft war perfekt. Vor allem weil es hier so schlicht gehalten war und nicht unnötiger Kitsch den Tisch zierte. Über das Pink-Gelbe Blümchen konnte Nobu dafür hinwegsehen. Vor allem da diese ja doch einen recht angenehmen Duft versprühte. „Setz dich.“ Forderte er sich lächelnd auf und deutete auf den freien Platz, nur um sich nachdem sie sich gesetzt hatte sie auf dem Stuhl zu setzen, welcher es ihm ermöglichte, Mimi direkt anzusehen. Das war aber wohl doch nicht verwunderlich. Immerhin standen sich die Stühle für gewöhnlich immer gegenüber und ermöglichten den idealen Blick auf den Partner. Vielleicht war das gar nicht so schlecht, so sah es dann doch nicht so aufdringlich aus, dass er mit seinen grünen Augen sie erneut musterte. Und das alles nur um erneut feststellen zu müssen, dass sie doch recht attraktiv war. Aber nein. Darum sollte es hier nicht gehen. Zum Glück kam recht schnell eine Bedienung um zwei Karten an den Tisch zu bringen. Etwas was Nobu sehr begrüßte, so hatte er einen guten Grund seinen Blick von Mimi abzuwenden und hoffentlich auch Gelegenheit seine Gedanken zu sotieren.
Bevor er jedoch zur Karte griff hielt er es für nötig erneut das Wort zu ergreifen, „Bestell was auch immer du willst.“ Versicherte er ihr noch schnell, Geld spielte hier einfach keine Rolle und er wollte schließlich das sie sich hier wohl fühlte. Hier. Im Café. Mit einem Fremden. Nun musste Nobu sich bemühen einen guten Eindruck zu machen. Während er dann selbst einen Blick in die Karte warf, kreisten seine Gedanken bereits, wie man jemanden zu einem Shooting einladen soll, ohne dass man diesen Mensch kennt und vor allem ohne aufdringlich zu wirken.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   So Jul 16, 2017 12:04 am

Ein weiteres Lächeln huschte über Mimi ihre Lippen, als sie Nobu dabei zuhörte wie er ihren Namen aussprach. Es steckte einfach so viel Kraft und Interesse in diesem einen Wort. Kaum vorzustellen was er alles damit in ihr auslösen konnte. Langsam verflogen die Zweifel, welche sie Minuten zuvor noch hatte. Irgendwie fühlte es sich richtig an sich dem Gespräch komplett zu öffnen und abzuwarten, was die Zeit mit sich brachte. Immerhin würde so ein Mann wie Nobu doch nicht komplett ohne einen triftigen Grund eine Frau wie sie ausführen. Wahrscheinlich brach er sogar ihretwegen seine Fotoarbeiten ab.
An was er wohl gerade arbeitete? Zu gerne hätte Mimi in diesem Moment gewusst was er kurz zuvor fotografiert hatte, bevor sie zu ihm rüber gekommen war. Hätte sie ihn ein paar Sekunden früher in der riesigen Menschenmenge erblickte, hätte sie es sicherlich mitbekommen. Vielleicht hätte sie so noch mehr auf seine Interessen eingehen können. Vielleicht hätte das alles aber auch die komplette Spannung raus genommen oder aber sie hätte den Mut niemals aufgebracht ihn anzusprechen.
Er wollte also keine Zeit verlieren. War dies denn gut und er wollte so schnell es ging mehr über sie erfahren? Oder hatte er wirklich noch an Dingen zu arbeiten? Arbeiten war gerade das Stichwort. Die Brünette hatte schließlich absolut keine Ahnung wie alt Nobu war. Sie wusste in diesem Moment nur seinen Namen, mehr nicht. Fand sie es schlimm? Nein. Würde sie es bereuen mit einem Fremden mitzugehen? Wohl kaum. Für ein Abenteuer war Mimi schließlich immer zu haben, keine Frage. Außerdem würde sie das alles so schnell es ging in Erfahrung bringen, so viel war sicher.
„Natürlich, dann mal los“, vielleicht hätte sie ihm sagen können, dass Zeit in diesem Fall keine Rolle für sie spielte. Danach hatte er jedoch nicht gefragt. Sie würde ihn so definitiv nicht unter Druck setzen wollen. Dies sollte eine lockere Einladung auf ein Drink sein, nicht mehr. Außerdem würde sie ihn niemals komplett einspannen wollen, wenn er selbst noch wichtige Dinge zu erledigen hatte. Über alles Weitere würde sie sich jedoch später Gedanken machen. Fürs Erste würde sie sich auf das Hier und Jetzt freuen und einfach die kommenden Stunden mit Nobu genießen.
Auf seine freundliche Geste hin wollte Mimi sich gerade in Bewegung setzen und mit ihm losgehen, als ihr im Augenwinkel eine Kleinigkeit ins Auge stach. Ihr Blick ging schließlich in die Richtung aus der das besagte Funkeln kam. Dabei stach ihr ein kleiner silbener Ring in die Augen, welcher nicht weit von Nobu entfernt lag. Hatte er sich nicht gerade hingehockt, als sie ihn in der Menschenmasse erblickt hatte? Vielleicht gehörte dieser Ring ja ihm. Wahrscheinlich hatte er das Ganze einfach nur wieder vergessen und würde sich ärgern, wenn dieser hier liegen bleiben würde.
Ohne weiter darüber nachzudenken bückte Mimi sich rasch nach dem Ring und hob diesen auf, ehe Nobu davon Wind bekam. Sie würde ihm diesen später wieder geben, so viel war sicher. Vielleicht verbarg sich hinter diesem schlichten Modell ebenfalls eine spannende Geschichte, der sie lauschen konnte und so mehr von diesem interessanten Menschen in Erfahrung bringen konnte.
Schließlich kamen sie wenig später am besagten Cafe an, welches wirklich um die Ecke war. Mimi war dies schon gar nicht mehr bewusst gewesen. So lange war es nun schon her, dass sie das letzte Mal wirklich hier gewesen war. Was die Zeit alles einfach verändern konnte.
Glücklich über den Platz draußen setzte sie sich schließlich mit Nobu an einen gemütlichen Tisch und war dankbar für die Karte, die von einer Bedienung gebracht wurde. So hatte sie Zeit sich etwas hinter einem Stück Papier zu verstecken und einmal durchzuatmen. Auch wenn sie seine Anwesenheit genoss, so hatte sie doch bemerkt, wie er sie die ganze Zeit auf dem Weg angeschaut hatte. Irgendwas hatte in seinem Blick gelegen, doch hatte Mimi keine Ahnung um was genau es sich handelte. Deswegen hatte sie letztendlich versucht ihre Augen auf die Umgebung zu heften und all das wahr zu nehmen, was um sie passierte.
Es hatte nicht lange gedauert, da wusste Mimi, dass sie eine Eisschokolade wollte. Es war genau das Richtige bei solch einem Wetter. Noch dazu liebte sie alles, was süß war. Für gewöhnlich war die zierliche Naschkatze für alles mögliche zu haben, ohne das es ihr Körper ihr übel nahm. Egal was sie aß, nie hatte sie irgendwelche Figurprobleme. Ein Hoch auf ihren guten Stoffwechsel, denn auch wenn Mimi den Schulsport gerne mitgemacht hatte, es war nie eine wirkliche Option gewesen es weiter auszubauen. Dafür hatte ihr einfach das nötige Interesse gefehlt, als das sie irgendeiner Sportart nachgekommen wäre.
„Ich denke, ich werde eine Eisschokolade nehmen. Bei diesem Wetter gibt es nichts Schöneres, als ein kaltes Eis und ich liebe es einfach Kakao zu trinken. Wer auch immer dieses Getränk erfunden hat, der war ein Genie“, vorsichtig legte Mimi die Karte weg und schaute ihren Patner gegenüber in seine grünen Augen: „Und weißt du schon was du nehmen möchtest?“.
Ein Getränk oder aber auch ein Essen sagte viel über einen Menschen aus. In letzter Zeit hatte sie sich schließlich etwas mit ihrer Ernährung auseinander gesetzt. Natürlich wollte sie auf nichts verzichten, aber eine ausgewogene Ernährung war der Brünette dennoch wichtig. Ihre Mutter hatte stets gut und lecker gekocht, dennoch war das Meiste eher süß gewesen. Irgendwann hatte Mimi einfach eine Abwechslung gebraucht und hatte angefangen selbst für sich und die Familie zu kochen. Nicht das sie auf Süßes verzichten konnte, im Gegenteil. Sie versuchte nur das Ganze auszubauen und einfach etwas Abwechslung in ihr Leben und das ihrer Eltern zu bringen. Irgendwie machte ihr das Ganze auch Spaß, was sie zu Anfang nie gedacht hatte. Vielleicht wäre das ja etwas für die Zukunft.
Ihr Blick hing noch immer an diesen wundervollen Augen, als schließlich die Bedienung wieder kam und sich nach der Bestellung erkundigen wollte. Schnell hob Mimi ihre Karte wieder an und reichte sie der freundlichen Bedienung, ehe sie ihre Eisschokolade bestellte und mit einem Lächeln wieder zu Nobu schaute. Sein Blick hing immer noch an ihr und hatte etwas Warmes an sich, das Mimi eine leichte Röte in die Wangen trieb. Vielleicht bildete sie sich das auch nur ein, dennoch hatte sie das Gefühl er würde sie gerne anschauen. Wenn es so war, dann schmeichelte ihr das sehr und egal wie sehr sie es leugnen wollte, es gefiel ihr. Sie war momentan der Mittelpunkt seines Blickfeldes. Welche Frau würde sich das nicht wünschen? Mit seinem Auftreten, der lässigen Art und diesen Augen war er schließlich ein echter Blickfang. Noch dazu war er so freundlich zu ihr. Wie sollte sie sich da nicht in seiner Nähe wohl fühlen?
Dieses Treffen hatte gerade erst begonnen und dennoch hatte Mimi jetzt schon ein kleines Fazit gezogen: Es hatte sich jetzt schon gelohnt einfach mal etwas komplett Neues auszuprobieren. Alle Zweifel vom Anfang waren wie weggeblasen. Vielleicht würde sie nun öfter auf ihr Bauchgefühl hören, wenn sie dann immer eine Eisschokolade mit solch einem netten Typen trinken konnte. Lohnen würde es sich alle mal, so viel stand fest.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   So Jul 16, 2017 4:55 pm

Sie saßen nur wenige Sekunden gemeinsam an dem Tisch und schon musste Nobu seinen ersten Eindruck von der Brünetten revidieren. Er hätte sie nicht so… so gesprächig eingeschätzt. Er war es nicht gewohnt, dass jemand so viele Worte gebraucht nur um seine Getränkewahl zu verkünden. Nur seine Schwestern waren da ähnlich, nur waren die wesentlich jünger und liebten es jedes Wort welches sie ihn ihrem Vokabular hatten auszusprechen. So lauschte Nobu ihr nur mit einem amüsierten Schmunzeln. Denn er wäre wohl niemals auf den Gedanken gekommen den Erfinder das Kakaos als Genie zu bezeichnen. Vor allem weil er allgemein eher Abstand von solchen Getränken. Er war einfach mittlerweile zu stolz auf seinen Körperbau, als das er sich leisten könnte den wieder zu verlieren. Vor allem weil er nun auch nicht unnötig mehr Stunden im Fitnessstudio verbringen wollte. Dafür machte ihm das einfach zu wenig Spaß. Aber wer das eine will muss das andere mögen. So schleppte er sich gelegentlich auch dorthin um zu garantieren dass seine antrainierte Muskeln nicht verließen. „Ich bleibe wohl beim Kaffee.“ Antwortete er knapp und und schloss die Karte, hielt er diese noch weiter in seinen Händen, schließlich konnte die Bedienung ja jeden Moment wieder kommen. Und das war auch wenige Augenblicke später der Fall. So reichte er nach Mimi seine Karte hin und bestellte sich den eben schon angesprochenen Kaffee, während das Lächeln auf seinen Lippen einfach nicht verschwinden wollte. Doch sofort klebte wieder sein Blick an ihr, was ihr offensichtlich nicht entging. Zumindest zeugten ihre roten Wangen davon. Das Lächeln auf seinen Lippen wurde etwas breiter. Sie so doch recht verlegen zu sehen war schon… ja, süß. Und wenn er mit seiner Annahme richtig lag, dass diese Rotfärbung seine Schuld war, war das doch noch irgendwo süßer. Hatte sich die Brünette tatsächlich einen Narren an dem Jungen gefressen? Das war eigentlich nichts neues für Nobu, nein. Mädchen waren in Scharen hinter ihm her, doch keine weckte sonderlich sein Interesse und nun schaffte es diese Fremde doch ihn sehr zu reizen. Nein. Stopp Nobu. Du wolltest sie als Model! Nicht zu viel rein interpretieren. Jetzt vermisste er die Karte, die er gerade abgegeben hatte. Denn nun war es einfach unmöglich für ihn seinen Blick von ihr abzuwenden und er musste sich immer wieder eingestehen, dass dieses Mädchen einfach was anziehendes hat. Sie war so anders als die Mädchen die er sonst traf. Und eigentlich war es lächerlich sowas zu denken, immerhin kannte er sie gar nicht.
Seine Hände lagen auf seinem Schoss, er wusste einfach nicht wohin mit ihnen und er schaffte es nicht einmal sich darüber Gedanken zu machen, wie er sie besser positionieren könnte, alles kam ihm einfach komisch vor. Doch eine Aktion musste er noch durchführen, da die Kamera, welche immernoch um seinen Hals hing, auf Dauer nicht wirklich angenehm zu tragen war. So zog er sich den Kurt über den Kopf und legte behutsam seine Kamera auf den Tisch, wobei er darauf achtete, dass sie nicht zu weit mittig stand, aber auch nicht zu weit am Rand, denn er wollte sich nicht ausmalen, was passiert, wenn sie fiel. Das wäre der blanke Horror und würde Nobu garantiert den Tag verderben. Mehr als das. Und da hätte nicht einmal die Brünette etwas gegen tun können. Aber nun war nicht der rechte Zeitpunkt sich über sowas Gedanken zu machen. Vor allem weil Nobu das Gefühl bekam, dass das Schweigen schon zu lange anhielt.
„Also…“ versuchte er anzufangen und fixierte seine Kamera. Er wollte ihr sein Anliegen näher bringen doch irgendwie hatte er das Gefühl, dass es nicht klappen würde, wenn er sie dabei anschaute und seine Kamera wirkte als angenehmere Alternative. „Es muss ziemlich komisch sein für ein junges Mädchen einfach von einem Fremden eingeladen zu werden.“ Überlegte er laut, obwohl es ja eigentlich gar nicht so ungewöhnlich war. Oder? Naja, für ihn schon. Bisher war er noch nie so schnell gewesen, dass er jemand Fremden zum Kaffee einlud. „Ich habe keine bösen Absichten“ versicherte er ihr schnell und schenkte ihr kurz seinen Blick mit einem leichten Schmunzeln. Er fühlte sich verpflichtet dass nochmal offen anzusprechen. Immerhin gab es wohl viele Männer, die das taten und im Gegensatz zu Nobu einige Hintergedanken hatten, aber Nobu war einfach anders. Vor allem hat ihm das sein Vater gelehrt. Denn für ihn war es immer von oberster Priorität Frauen angemessen zu behandeln und das brachte er seinem Sohn schon im frühen Jahren bei. „Ich dachte mir nur, also.. wenn du mal Lust hättest und es für dich ok ist…“ was redete er da? Warum kam er nicht auf den Punkt. Zum Glück musste sich das keiner seiner Dozenten antun, was er hier gerade von sich gab. Die hätten ihn doch direkt aus dem Studium geworfen, wenn sie feststellen würden, dass er nicht mal in der Lage war ein Mädchen direkt nach ein paar Fotos zu fragen.
Er griff gerade nach seiner Hand um wie immer, wenn er das Gefühl hatte etwas Unterstützung von seinem Vater zu brauchen und wollte gerade mit seinen Fingern den Ring umgreifen. Doch das einzige was er spürte war seine Hand. Sein Blick wanderte zu seiner Hand und tatsächlich. Kein Ring. Er war weg und somit eine Katastrophe im Gange. Seine Augen weiteten sich während er weiterhin auf seinen Finger starrte. Hatte er ihn verloren? Aber wann… achja. Er fiel vorhin zu Boden, bevor er auf Mimi traf. Hat er tatsächlich vergessen ihn aufzuheben? Das passte gar nicht zu ihm. Er war nie so unaufmerksam. Und vor allem nicht wenn es um diesen Ring ging. Er warf einen Blick über seine Schulter und schaute in die Richtung aus welcher sie wenige Minuten zuvor kamen. Mit etwas Glück lag sein Ring noch da. „Das kann doch nicht wahr sein…“ murmelte er nur leise. Denn er konnte nun wirklich nicht einfach aufstehen um ihn zu suchen, das würde seinem Vater genauso wenig zusagen. Aber ebenso konnte er nicht damit leben, den Ring wirklich verloren zu haben. Eine Zwickmühle. Und was für eine. Er wand sich wieder zu Mimi und fuhr sich mit einem leisen Seufzen durchs Haar. Also… musste er warten. Warten bis sie hier fertig waren und hoffen, hoffen dass niemand den Ring fand und ihn mitnahm. Was nun wirklich nicht einfach war, denn er hatte nun wirklich Interesse daran, dass Gespräch hier frühzeitig zu beenden. Aber mit der Anspannung die sich gerade in im breit machte war das Gespräch auch garantiert nicht sonderlich angenehm für die Brünette. „Tut mir leid…“ seufzte er entschuldigend und warf ihr einen Blick zu, der ausdrücken sollte wie unangenehm ihm das hier gerade war. „Ich habe gerade nur festgestellt, dass ich etwas verloren habe…“ versuchte er sich knapp zu erklären. Immerhin würde sie sich wohl nicht direkt für die ganze Geschichte interessieren und es grundlos einer Fremden zu erzählen hielt er auch für mehr als unangebracht.
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BeitragThema: Re: Give me a Smile   So Jul 16, 2017 7:22 pm

Hatte er tatsächlich bemerkt, wie sich ihre Wangen gerötet hatten? Immerhin hätte die Brünette schwören können, dass sich seine Mundwinkel in den letzten Momenten weiter nach oben gezogen hatten. Wie peinlich, vor allem da sie keine Möglichkeit hatte sich vor diesem bohrenden Blick in Sicherheit zu bringen. Ein gewisser Grad an Aufmerksamkeit war gut, aber nur wie es nicht in solch eine Richtung der Unbehaglichkeit ging. Naja, ändern konnte Mimi es gerade eh nicht.
Während die Bedienung nun wieder ging, nachdem Nobu sich schlichtweg einen Kaffee bestellt hatte, legte Mimi ihre Hände auf den Tisch und faltete ihre Finger zusammen. Die Situation an sich war neu für sie. Noch nie hatte es ein Mann geschafft sie sprachlos zu machen. Für gewöhnlich kamen ihr die Worte einfach so über die Lippen, ohne das sie wirklich darüber nachdenken musste, was sie sagen wollte. Dabei blieb sie stehts bei der Wahrheit und gab nur das von sich, was sie aufrichtig so meinte. Natürlich hatte sie sich schon ein Bild von Nobu gemacht und sich eine Meinung über den Blondschopf gebildet. Er war wirklich nett und charmant und schien sein Herz am rechten Fleck zu haben. Auch besaß er Manieren, was in der heutigen Zeit nicht mehr zu den Voraussetzungen eines Mannes gehörte. Mimi war einfach positiv überrascht, jedoch würde sie dies niemals kund tun und ihm dies jetzt schon auf die Nase binden.
Die peinliche Stille, welche sich schon wieder eingeschlichen hatte, ohne das es ihr aufgefallen war, schien nun auch Nobu aufgefallen zu sein. Mit unsicheren Worten versuchte er sich doch tatsächlich bei ihr absichern zu wollen, dass sie sich nicht unwohl fühlte. Machte sie wirklich den Eindruck sie sei sich unsicher, während sie hier mit ihm saß? Ja, vielleicht war sie etwas nervös, dennoch lag es nicht an ihm, wobei doch schon. Seine bloße Anwesenheit schien sie schier durcheinander zu bringen, aber im positiven Sinne. Nicht das sie sich unwohl fühlte, da sie ihn kaum kannte.
Gerade als sie etwas darauf erwidern wollte, kam ihm der selbe Gedanke. Er versicherte ihr doch tatsächlich, dass er keine bösen Absichten verfolgte. Natürlich erfreute Mimi das, aber machte sie wirklich solch einen verunsicherten Eindruck? Sie wollte das doch alles gar nicht, weshalb sie ihre Schultern straffte und sich ein wenig nach vorne lehnte, um diesem Mann mit seinen hypnotisierenden Augen näher zu sein. „Ich hätte niemals gedacht, dass du irgendwelche bösen Absichten verfolgst Nobu, glaub mir. Vielleicht gehe ich sonst nicht mit fremden Männern mit, um mit ihnen etwas Trinken zu gehen, aber bei dir war ich mir sicher. Sonst hätte ich das wirklich nicht gemacht“.
Fast hätte sie noch gesagt, dass sie zwar kaum Erfahrungen mit Männern hatte, das aber kein Grund für eine Art Naivität darstellen würde. Zum Glück hatte sie sich diesen Kommentar gerade noch verkneifen können. Immerhin wusste sie doch nicht wie Nobu auf diese Offenbarung reagieren würde. Dies war ein lockeres Treffen und genau das musste Mimi sich immer wieder ins Gedächtnis rufen. Außerdem sollte ihn ihr Privatleben noch gar nicht in dem Maß interessieren. Tief in ihrem Inneren wollte Mimi allerdings auch nicht, dass er wusste wie unerfahren sie nun mal war. Tatsache war schließlich das sie keine Ahnung hatte, wie er zu diesem Thema stand. Noch dazu hatte sie immer noch den Gedanken im Hinterkopf, dass er ein paar Jahre älter als sie sein mochte. Wie könnte er da noch so unerfahren sein, wie sie es war?
Schließlich ließ Mimi sich wieder nach hinten in ihren Stuhl sinken, als er anfing seine Kamera auf den Tisch zu stellen und das Thema somit zu beenden. Wollte er nun doch noch auf dieses Thema eingehen und ihr etwas über seine Fotografie erzählen? Voller Vorfreude beobachtete sie ihn durch ihre haselnussbraunen Augen und prägte sich dabei jede minimalistische Bewegung seinerseits ein. Sie konnte einfach nicht mehr leugnen das er sie faszinierte, würde sie auch nicht. Es war immerhin keine Schande mit siebzehn Jahren einen Mann von diesem Kaliber attraktiv zu finden.
Als er dann anfing einen Vorschlag auszusprechen, setzte in ihr alles für einige Sekunden aus. Es klang, als würde er sie nach einem weiteren Treffen fragen wollen. Vielleicht, um ihr etwas von seinen Arbeiten zu zeigen? Oder vielleicht hatte er auch vor sie mit der Kamera vertraut zu machen, da sie ja schon zugegeben hatte, dass sie keine Erfahrungen in dem Bereich hatte. Was für ein Glück sie hätte, wenn er sie dazu einladen würde. Innerlich machte sich eine Art Vorfreude breit, welche jedoch schnell verflog, als sie schließlich bemerkte wie nervös Nobu wurde. Hatte er es sich etwa doch anders überlegt?
Ihr Blick glitt von seinem Gesicht runter zu seinen Armen, die unruhig zu zittern schienen. Seine Hände kamen unter dem Tisch zum Vorschein und Mimi wurde bewusst, dass Nobu an seiner rechten Hand nach etwas an seinem Ringfinger tastete. Mit einem Mal kam ihr wieder der Ring in den Kopf, welchen sie kurz vor ihrer Ankunft im Café gefunden hatte. Wie hatte sie diesen nur vergessen können? Plötzlich fühlte Mimi sich schuldig, weil er durch sie so unruhig geworden war. Man konnte ihm ansehen, wie wichtig ihm dieser Ring zu sein schien. Verdammt, wenn er nun deswegen sauer auf sie werden würde, könnte sie sich das niemals verzeihen. Sie würde ihm die Sache einfach erklären und hoffen, dass er ihr das nicht übel nehmen würde, weil sie ihn nicht direkt darauf angesprochen hatte.
Noch unangenehmer wurde die Situation, als er sich doch tatsächlich bei ihr entschuldigte, nur weil er etwas zu suchen schien. Sofort schoss Mimi ihre Hand in ihre Tasche, in der sie nach dem Ring kramte. Als sie ihn zu greifen bekam und raus zog, streckte sie ihm ihre Hand entgegen und entblößte so den silbernen Ring in ihrer Handfläche: „Suchst du zufälligerweise diesen Ring? Ich habe ihn gefunden, als wir uns gerade auf den Weg zum Café machen wollen. Ich weiß, ich hätte dich direkt fragen sollen, allerdings habe ich das irgendwie … verdrängt. Es tut mir wirklich Leid. Ich wollte den auch nicht behalten oder sowas, wenn du das denkst. Er würde mir ja nicht einmal passen. Oh Gott, es tut mir wirklich so Leid“. Ohne es zu wollen übermannte Mimi das schlechte Gewissen.
Sie legte ihm den Ring in seine Handfläche und berührte diese dabei ungewollt. Sofort richtete sie ihren Blick auf den Tisch und ließ ihre Schultern hängen. So mies hatte sie sich nicht mehr gefühlt, seitdem sie ihren Freunden in den USA hatte erklären müssen, dass sie sie bald verlassen würde und dabei hatte sie gedacht, das dies schon einer der schlimmsten Momente in ihrem Leben gewesen war. Sie biss sich auf die Unterlippe und versuchte die richtigen Worte zu finden, um das wieder gut zu machen, was sie nun angestellt hatte, jedoch fielen ihr einfach keine passenden dafür ein.
In diesem Moment hörte sie die erlösenden Schritte neben sich und schaute auf, als die Bedienung nun mit ihren Getränken wieder da war. Mit einem Lächeln stellte sie vor der Brünette die Eisschokolade ab, während sie vor dem Blondschopf den Kaffee stellte. Mit einem einfachen Nicken bedankte Mimi sich, ehe sie mit einem zaghaften Blick wieder zu Nobu schaute, in der Hoffnung nicht all zu enttäuscht von einer Reaktion zu sein. Immerhin tat es ihr wirklich aufrichtig Leid. Manchmal gab es für solche Situationen nur nicht die richtigen Worte um genau das auszudrücken. Daher konnte sie nun einfach nur hoffen, dass er ihr eine Chance geben würde das wieder gut zu machen. Mimi konnte es nicht ausstehen Menschen zu enttäuschen, erst Recht nicht, wenn sie es nicht verdient hatten und Nobu hatte es nicht verdient. Vielleicht war es zu voreilig, aber das war ihr egal. Mimi hatte diesen Menschen jetzt schon gern. Wenn sie das jetzt kaputt gemacht hätte, würde ihr das näher gehen, als sie jemals zugeben würde, so viel stand fest.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   So Jul 16, 2017 9:06 pm

Dieser Tag hatte doch so die ein oder andere Überraschung parat. Schließlich saß er nun mit einem hübschen Mädchen, bei schönem Wetter im Kaffee und unterhielt sich. Zumindest mehr oder weniger. Doch wenn sie das Wort erhob hörte er aufmerksam zu. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass ihre Stimme einen sehr harmonischen Klang hatte, zumindest empfand Nobu das so. Es war mehr als angenehm ihr zuzuhören und vor allem ihre schöne Stimmenfarbe zu genießen. Die Botschaft die hinter ihren Worten steckte war jedoch noch schöner. Immerhin klang es stark danach, als würde die Brünette gegenüber von ihm Interesse an ihm haben. Oder zumindest nichts schlechtes von ihm denken. Also ein Pluspunkt für ihn! Zumindest erlaubte er sich das nun sich das einzureden. Warum ihm das gerade so wichtig war, wusste er selbst nicht. Doch das Lächeln auf seinen Lippen bildete sich automatisch und wollte nicht verschwinden. Aber das störte ihn nicht, denn zuvor hatte sie ja schon den Anschein gemacht, dass ihr sein Lächeln gefiel.
Doch das Thema wurde recht schnell wieder wesentlich ernster, dennoch konnte er seinen Blick nicht von ihr abwenden und jede ihrer Bewegungen genau beobachten. Warum war dieses Mädchen so faszinierend? Nur würde er wohl weiterhin sich nicht eingestehen, dass ihn das Mädchen viel zu sehr interessierte – zumindest war er sich mittlerweile gar nicht so sicher ob ihm ein paar Fotos mit der Schönheit reichen würden. Und dabei kannte er sie gar nicht.
Aber dennoch musste er rückblickend eingestehen, dass ihm doch ganz anders wurde als sie sich etwas vorlehnte. Und dabei minimierte sie den Abstand gerade einmal um einige Zentimeter. Doch bot Nobu einen ganz neuen Ausblick, ein Ausblick der ihm sehr gefiel.
Und was ihm noch mehr gefiel war ihre doch recht flinke Reaktion von Mimi. Die grünen Augen beobachteten genau wie sie in ihre Tasche griff und in Nobu kam etwas hoch, was die ganze Anspannung nur noch mehr steigen ließ. Es war doch nicht möglich das sie… nein. Das wäre zu großer Zufall. Nein. Hoffnung machen war nun wirklich Fehl am Platz. Vielleicht sollte er sich einfach damit abfinden den Ring nie wieder zu… Moment.
Er musterte den Ring in ihrer Hand, und benötigte tatsächlich einige Momente zu realisieren, dass sie ihn hatte. Das war er. Eindeutig. Das war doch unmöglich. Ihm fiel die ganze Last in diesem Augenblick einfach von den Schultern. „Danke.“ Sagte er nur knapp während sie ihm den Ring in die Handfläche legte, wobei sich ihre Hände doch kurz berührten. Das Nobu vielleicht im passenden Moment seine Hand nur etwas näher zu ihr schob um diese Situation etwas zu provozieren blieb erstmal sein kleines Geheimnis. Er musterte den Ring in seiner Hand erneut und als er das eingravierte Datum sah legte sich ein sanftes Lächeln auf seine Lippen. Nun gab es keinen Zweifel mehr. Während er sich den Ring wieder über seinen Ringfinger schob kam bereits die Bedienung an und brachte die bestellten Getränke woraufhin Nobu sich mit einem Lächeln bedankte. Das Lächeln schien gar nicht mehr seine Lippen verlassen zu wollen. Es brannte sich beinahe auf ihnen fest. Es war so komisch, vor allem weil er nicht wusste was für dieses Lächeln sorgte, dass er den Ring wieder hatte oder Mimis Anwesenheit. Vielleicht eine Kombination aus beidem? Zumindest wusste er eines, er war ihr unendlich dankbar.
„Du musst wissen, der Ring bedeutet mir unglaublich viel.“ Fing er an zu erklären, nachdem er das erste Mal an seinem Kaffee genippt hatte. „Hätte ich ihn verloren…“ versuchte er fortzuführen und mustere das Metall welches nun dekorativ seinen Ringfinger zierte. Jedoch musste er dann kurz mit den Schultern zucken, ehe er fortfuhr, „Ich hätte echt nicht gewusst, was ich dann gemacht hätte.“ Musste er gestehen. Immerhin war es nicht der materielle Wert, sondern der unersetzliche emotionale Wert. Auch wenn es nur ein Ring war verband er so ungemein viel mit seinem Vater. Kurz flimmerten Bilder von vergangenen Tagen ihn ihm auf, Tage mit seinem Vater und auch der Tag, an dem er den Ring bekam. Doch war es nicht der richtige Augenblick in Erinnerung zu schwelgen. „Ich bin dir auf jeden Fall sehr dankbar, dass du ihn aufgehoben hast.“ Fügte er hinzu und schenkte ihr ein unglaubliches warmes Lächeln, welches parallel seine Dankbarkeit ausdrückte. „Du hast auf jeden Fall was gut bei mir!“ versprach er knapp, das war das geringste was er ihr davor versprechen konnte.
Nach einem erneuten Schluck von seinem Heißgetränk fiel ihm auch erneut ein, welches Thema er vorab anschneiden wollte. Und da er sich gerade wieder wesentlich stärker fühlte kamen ihm dieses Mal die Worte wesentlich leichter über die Lippen, „Worauf ihn vorhin hinaus wollte. Ich bin Hobbyfotograf,“ wie sie bestimmt schon gemerkt hatte, „und ich bin immer auf der Suche nach Models. Und wollte dich fragen ob du nicht mal Interesse hättest mit mir zusammen ein paar Bilder zu machen?“, wow konnte man sowas noch unseriöser anbieten? Nobu konnte zwar bereits in einigen Ausstellungen Bilder ausstellen und verdiente gelegentlich den ein oder anderen Yen mit diesem Hobby, doch das wollte er nicht ansprechen. Nein, das würde komisch wirken, so nötig wollte er sich nicht in ein gutes Licht rücken. Doch fiel ihm dann ein ganz anderes Problem ein, „Ähm.. wie alt bist du eigentlich, wenn ich fragen darf?“ erkundete er sich dann doch noch schnell. Sie war jünger als er, dass war ihm bewusst. Aber wenn sie noch nicht volljährig war konnte das Fotoshooting etwas problematisch werden. Denn ohne eine Absicherung wollte er das nicht tun, vor allem hatte er ja weiterhin die Absicht seine Arbeit zu veröffentlichen und wenn sein Model noch Minderjährig sein bedeutete dass noch Stress und Absprachen mit den Eltern und lauter Zeug auf das Nobu eigentlich weniger Lust hatte. Doch ein kurzer Blick zu Mimi genügte um erneut festzustellen wie gut sie aussah und dass sich für so ein Model der Aufwand garantiert lohnen würde.
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BeitragThema: Re: Give me a Smile   So Jul 16, 2017 10:16 pm

Als sie weiterhin in seine Augen sah konnte Mimi keinerlei negativen Emotionen in ihnen sehen, im Gegenteil. Dieses Grün, welchem sie jetzt schon schlichtweg verfallen war strahlte etwas aus, das nach Dankbarkeit und Freude aussah. Natürlich konnte sie sich irren und die Dinge total falsch interpretieren. Dennoch wirkte Nobu sichtlich erleichtert und einfach entspannt. Hatte sie sich somit wirklich um sonst solche Sorgen gemacht? Anscheinend schon und anscheinend hatte sie den Blondschopf einfach falsch eingeschätzt. Sicherlich hätte er niemals gedacht, dass sie den Ring hätte behalten wollen. Sie hatte sich somit selbst unter Druck gesatzt, ohne das es dafür einen Grund gab. Wie beschämend.
Mit leicht geröteten Wangen senkte sie ihren Blick wieder auf seine Hände und schaute ihm dabei zu, wie er sich mit einer geschmeidigen Bewegung den Ring wieder auf seinen Finger steckte. Dabei sah es so aus, als würde dieser ein Teil von ihm sein. Er saß einfach wie angegossen, so als wäre er einfach nur für diesen Mann gemacht worden sein. Dazu trug dieses kleine und unscheinbare Detail doch dazu bei das Mimi diesen Mann noch attraktiver fand, nun da sie wusste, dass dieser Ring ihm eine Menge zu bedeuten hatte.
Wieder dieses Lächeln auf seinen Lippen, als er ihr seinen Dank aussprach und sie so weiterhin in Verlegenheit brachte. Immerhin war es dieses Lächeln, das ihr die Wärme in ihr Herz trieb und sie leicht verwirrte. Es wirkte so natürlich und aufrichtig, so unbeschreiblich perfekt. Kaum zu glauben das sie die Zeit zuvor ohne dieses Lächeln hatte auskommen müssen. Immer mehr und mehr hatte Mimi dabei das Gefühl für einen nahezu fremden Menschen zu schwärmen, fast wie ein ganz normaler Teenager.
Ihr wurde bewusst, dass sie genau das hatte immer haben wollen. Selbstverständlich hatte es in den USA auch süße Typen gegeben und sicherlich hatte Mimi auch den ein oder anderen ganz interessant gefunden, jedoch hatte sie sich niemals mit dem Thema wirklich auseinander gesetzt. Dazu hatte sie einfach nie die Zeit gefunden. Irgendwelche Dinge waren ihr stets in den Weg gekommen. Wenn es nicht gerade ihre Freunde waren, mit denen sie viel zu tun hatte, hatte sie sich für ihre Klamotten interessiert und ihren Kleiderschrank weiter ausgebaut. Manchmal hatte sie auch einfach sehr viel Zeit mit der Schule verbracht. Durch den Umzug hatte sie viel aufzuholen gehabt, immerhin hatte sie eine ganz neue Sprache lernen müssen. Es war nicht leicht gewesen sich von Japanisch auf Englisch umzustellen, geschweige denn wirklich diese Sprache zu sprechen. In der Schule in Tokio hatte sie ab und zu mal ein paar Wortfetzen aufschnappen können, sich aber nie wirklich weiter dafür interessiert. Und dann war sie ausgerechnet in ein Land gezogen dessen Sprache sie niemals hatte beherrschen wollen. Natürlich konnte sie nun fließend Englisch sprechen und irgendwie machte sie das auch stolz, dennoch war aller Anfang schwer gewesen. Somit war auch in diesen Teil ihres Lebens sehr viel Zeit und Herzblut reingesteckt worden.
Und dann war da ja noch die Digiwelt gewesen. Nur weil Mimi in einem anderen Land gewohnt hatte, hatten die Probleme in dieser Welt nicht abgenommen. Dazu konnte sich die Brünette der Verantwortung, welche sie für diese Welt nun mal auch trug nicht so einfach entziehen. Damals schon hatte es nicht geklappt, als sie sich vehement geweigert hatte zu kämpfen. Im Endeffekt hatte sie sich ja ihrem Schicksal hingegeben und es akzeptiert und wenn sie ehrlich war, hatte sie es ja im Anschluss auch genossen Teil des Ganzen zu sein. Somit hatte sie weiterhin gerne geholfen die Digiwelt zu beschützen, auch weil sie ihrem Partner Palmon immer eine gute Freundin hatte sein wollen, denn nach all den Jahren und Abenteuern hatte sie ihr Digimon mehr als lieb gewonnen.
Wie hätte sie durch all den Stress also noch an Dinge wie Kerle denken sollen? Es war einfach nie ein Thema gewesen, auch wenn sie bei ihren Freundinnen immer mal etwas davon gehört hatte. Die eine hatte ihren ersten Kuss, die andere schrieb mit einem supersüßen und obercoolen Jungen. Das gehörte einfach dazu hatten sie gesagt. Auch Schwärmerein für irgendwelche Stars. Natürlich hatte auch Mimi den ein oder anderen Sänger ganz süß gefunden, ja, aber mehr nun mal auch nicht. Schließlich konnte sie doch keinem Typen hinterher hängen, den sie nie wirklich treffen würde. Da würde sie eher noch einem Numemon nachhängen, auch wenn das wirklich das Unwahrscheinlichste für sie war, das irgendwann mal passieren würde.
Kurz gesagt: Mimi fand Nobu wirklich interessant und wusste einfach nicht, wie sie damit umgehen sollte.
Als er anfing von seinem Ring zu sprechen, merkte Mimi wie ihr Herz einen Satz machte. Diese Stimme, welche so einen weichen Klang hat umhüllte sie ganz und zog sie einfach in seinen Bann. Sie genoss es, als er ihr seine Dankbarkeit verdeutlichte, indem er so offen darüber reden konnte wie viel ihm an diesem Ring hing. Vielleicht würde sie sogar mit der Zeit heraus finden, wieso genau er denn nun an diesem Stück Metall hing. Drängen würde sie ihn dazu allerdings niemals.
Mit einem weiteren Lächeln quittierte sie seine Bemerkung: „Kein Problem. Wahrscheinlich hätte ich mich schlecht gefühlt, wenn ich den Ring dort liegen gelassen hätte. Dazu hatte es so ausgesehen, als hättest du ihn aufheben wollen, als ich zu dir gekommen bin. Es wäre also meine Schuld gewesen, wenn du ihn da liegen gelassen hättest“. Mehr und mehr entspannte Mimi sich in diesem Gespräch und fand immer mehr Gefallen daran es weiter auszubauen. Er sollte dazu das Gefühl haben, dass es ihr wirklich etwas bedeutete, weshalb sie sich wieder nach vorne lehnte und sich somit auf dem Rand des Tisches lehnte. Ihre Lippen umschlossen dann erstmals den Strohhalm, der aus ihrem Getränk lugte. Vorsichtig nahm sie einen Schluck ihrer Eisschokolade und seufzte zufrieden auf: „Mein Gott, schmeckt die himmlisch. Es überrascht mich immer wieder wie gut so etwas schmecken kann“. Im Anschluss nahm die kleine Naschkatze den Löffel, welcher auf dem kleinen Tablett daneben lag, in die Hand und fing an die Kugel Eis aus ihrem Getränk zu löffeln. Auch das schmeckte einfach fantastisch.
Dabei war es eine willkommende Abwechslung das Nobu das Wort wieder an sich riss und das Thema anschnitt, welches er kurz zuvor abgebrochen hatte. Die Neugierde hätte Mimi sonst den weiteren Tag noch festgehalten. Sie hasste es, wenn jemand etwas ansprach, jedoch nie auf den Punkt kam. Währenddessen aß sie ihr Eis genüsslich, verschluckte sich jedoch, als er nun mit der Idee des Shootings um die Ecke kam.
Er will Bilder von mir machen?
Unwillkürlich erhitzen sich ihre Wange und mit einem Mal wurde ich schlagartig ziemlich heiß. Sie fühlte sich mehr als geehrt und ehrlich gesagt gefiel ihr die Idee sogar. So konnte sie Zeit mit Nobu verbringen, was wirklich nach einem Vergnügen klang. Es würde ihr gefallen, sehr sogar. Allerdings gab es da noch eine winzige Kleinigkeit, welche er in genau diesem Moment ansprach.
Mimi hustete und versuchte das restliche Eis aus ihrer Luftröhre zu bekommen, welches sich verirrt hatte. Vielleicht wollte sie so auch Zeit schinden, denn immerhin musste sie ihm nun sagen, dass sie noch nicht einmal volljährig war. Würde ihn das vielleicht abschrecken? Hoffentlich nicht, immerhin war das doch nur eine Zahl und sagte nicht ansatzweise etwas über sie selbst aus.
Nervös legte Mimi den Löffel an die Seite und umklammerte ihr Getränk leicht. Die Kälte, die dieses Getränk ausstrahlte war eine abkühlende Abwechslung zu der Hitze, die in der Brünette aufstieg. „Bloß nicht durchdrehen Mimi. Er wird dich nicht wegen deinem Alter verurteilen, ganz sicher“, dachte sie sich und suchte erneut den Blickkontakt zu ihm.
Mit zittriger Stimme gestand sie ihm schließlich die Wahrheit, da lügen niemals für sie in Frage kam: „Noch bin ich siebzehn Jahre, werde allerdings in ein paar Monaten volljährig. Ich hoffe das stellt kein Problem für dich da. Ich meine, ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber wenn ich das so offen und ehrlich sagen darf, denke ich, dass du schon ein paar Jahre älter bist als ich“.
Um dem Ganzen die Spannung zu nehmen aß Mimi ihr Eis einfach weiter, als wäre es keine große Sache was sie gerade gesagt hatte. Ehrlich gesagt war es das für sie auch einfach nicht. Sie war auf dem Papier vielleicht noch keine achtzehn Jahre alt und galt noch als Teenager oder Kind, wie auch immer man es formulieren wollte. An sich war Mimi es aber im Kopf nicht mehr. Wie ein Kind fühlte sie sich auch seit Jahren schon nicht mehr. Sie hatte schon so viel in ihrem Leben erlebt und durchgemacht, es wäre ein Wunder, wenn sie an diesen Dingen nicht gewachsen wäre. Alles in allem war sie einfach sehr reif für ihr alter, auch wenn sie manchmal noch sehr vorschnell und egoistisch handelte – aber hatten nicht alle Menschen ihre Fehler?
„Im übrigen würde ich sehr gerne Fotos mit dir machen. Als ich vorhin gesagt habe, dass ich mit solchen Dingen indirekt schon Erfahrungen habe, meinte ich damit, das ich schon mal als Fotomodel hergehalten habe. Ehrlich gesagt hat mir das sehr viel Spaß gemacht. Daran sollte es nicht liegen. Außerdem haben mich meine Eltern bis jetzt immer bei meinen Wünschen und Träumen unterstützt. Wenn ich ihnen sage, dass ich mit einem Freund Fotos machen wollen würde, hätten sie mit Sicherheit nichts dagegen. Da bin ich mir ganz sicher“, so locker wie möglich versuchte die Brünette das nebenbei anzumerken. Dazu war es die absolute Wahrheit. Ihre Eltern waren von ihren Ideen oftmals begeistert und konnten ihr keinen Wunsch abschlagen. Mimi war ihre Prinzessin und für eben diese würden sie einfach alles machen, auch ein Fotoshooting erlauben. Das Letzte war reibungslos verlaufen, also würden sie mit Sicherheit nichts dagegen haben. Außerdem hatte Nobu doch gesagt, dass er das nebenbei machte. Wahrscheinlich waren es auch nur Privataufnahmen für sich. Was sprach also dagegen? Nichts, richtig. Es war einfach die Chance mehr Zeit mit Nobu zu verbringen und eben diese würde Mimi sich nicht entgehen lassen.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Mo Jul 17, 2017 1:53 am

Diese Röte auf ihren Wangen. Irgendwie hatten sie etwas anziehendes an sich, etwas was Nobu sehr genoss, vor allem weil er ohne groß etwas zu tun das bei ihr auslösen konnte. So durfte er sich wohl kaum ausmalen, was er noch so bei ihr… nein. Ganz falsches Thema. Ganz ganz falsch. Also einmal kurz durchatmen, ehe er seine Gedanken neu ordnete. Aber warum war dieses Mädchen so anziehend? Viel zu anziehend. Aber das musste Nobu nun doch erstmal verdrängen.
Nur machte es die ganze Sache nun wirklich nicht einfacher für ihn, dass sie sich kurz nachdem sie erneut das Wort erhob sich erneut vorlehnte. Doch dieses Mal fixierte sich Nobu darauf in seine Tasse zu schauen und das dunkle Getränk zu mustern und sich allmählich doch darüber zu ärgern, sich nichts kaltes bestellt zu haben. Das wäre hier sicherlich wesentlich besser gewesen und hätte ihm geholfen einen kühlen Kopf zu bewahren. Aber irgendwie wurde ihm jetzt erst bewusst, was da für ein Mädchen ihm gegenüber saß. Aber… das konnte ihm doch nicht jetzt plötzlich aufgefallen sein, nur weil sie ihm seinen Ring aufgehoben hatte. Aber, das in Kombination mit ihrer zarten Stimme, die dafür sorgte, dass er sich direkt wohl fühlte und mit ihrer optischen Erscheinung, die ihm mehr als zusagte… ja, das sorgte dafür das seine Welt nun doch kurzerhand Kopf stand. Und nun war er ihr dankbar, dass sie ihre Eisschokolade als Thema nutzte. Ihre Reaktion belächelte er nur. Warum war es nur so unglaublich niedlich? Nein. Nobu. Reiß dich endlich zusammen. „Schön, dass es dir schmeckt.“ Konnte er daraufhin nur zurückgeben. Zumindest zierte das Lächeln bei dieser nicht gut gewählten Aussage seine Lippen. Hätte ihm nicht was besseres einfallen können? Es kam ihm nun doch dumm vor genau diese Worte gewählt zu haben. Aber zurücknehmen konnte er es nun auch nicht.
So nahm er lieber noch einen Schluck seines Kaffees. Musste aber erschrocken aufschauen, als er merkte, dass Mimi sich verschluckte ließ er direkt eine Tasse sinken und musterte sie besorgt. Ohje. Hatte er sie nun doch überrumpelt? Offensichtlich. Sonst waren alle Frauen immer direkt erfreut, wenn er sie darauf ansprach. Oder sie sprachen ihn direkt an, wenn sie seine Arbeiten bereits kannten. Aber im Endeffekt schien ihm alles einfacher als das hier. Vor allem da er nun wirklich nicht zuordnen konnte ob sie erfreut war und einfach erschrocken über seine Offenheit oder ob sein Vorschlag in ihren Augen nicht sonderlich passend war. So drehten sich seine Gedanken unaufhörlich und er wollte sie am liebsten einfach Ohrpfeigen, dafür dass ihm keine bessere Formulierung eingefallen ist.
Doch als Mimi dann das Wort dann erhob machte sich kurz Erleichterung in im breit. Und das nur wegen ihrer Stimme. Warum wirkte ihre Stimme dann nur so beruhigend. Oder war es lediglich die Tatsache, dass sie nach dem Schweigen, was ihn so anspannte, überhaupt etwas sagte. So hörte er ihr aufmerksam zu. 17 also. „Ich bin 20.“ Entgegnete er ihr direkt, sie hatte schließlich ein recht darauf zu wissen wie alt er war, wenn sie bereits einige Minuten mit ihm verbrachte. Und das Thema Alter war nun nicht verwerfliches. Wenn man sich kennenlernte. Nein. Verdammt. Was stimmte nur gerade nicht mit ihm. Er wollte sie doch lediglich als Model und nicht kennenlernen oder gar mehr. Zumindest versuchte er weiterhin sich das einzureden.
Denn Mimi wirkte nett auf ihn, mehr als nett. Und er kannte sich zu gut um zu wissen, dass er wohl nicht wirklich der passende Partner für so ein nettes Mädchen war. Und warum er sich gerade wieder darüber den Kopf zerbrach konnte er sich wirklich nicht erklären. Was stellte die hübsche Brünette nur mit ihm an? Er schaffte es ja nichtmal seinen Blick von ihr abzuwenden während sie den Löffel zu ihrem Mund führte und er nicht einmal wusste warum ihm dieser Anblick gerade so sehr zusagte. Doch als sie erneut das Wort erhob wand er sich direkt von ihren Lippen, die einfach zu gut aussahen, ab und widmete sich wieder ihren Augen. Und da kam sie. Die Zusage, die ihn gerade regelrecht erlöste. Er war erleichtert, mehr als das. Denn sie nahm ihm direkt damit dir vorherigen Sorgen. Wenn nicht sogar mehr als das. Er freute sich sehr darüber als sie zusagte. Nur konnte er nichtmal in Worte fassen, was das genau in im auslöste. Aber was es auch war, es sorgte für ein breites Lächeln auf seinen Lippen. Vor allem als sie dann über ihre Eltern sprach. Da kam ihm doch ein kurzes Grinsen auf die Lippen, „Also eine richtige Prinzessin?“ fragte er nach. Und normalerweise machte diese Tatsache eine Frau für ihn direkt uninteressant. Doch irgendwie war es doch dieses Mal anders. Irgendwie hatte er mittlerweile das Gefühl, dass sie gerade nichts uninteressant machen konnte.
„Es freut mich, dass du dabei bist.“ Gestand er und kratzte sich dann an der Wange, „Ich bräuchte es dann einfach nur schriftlich von deinen Eltern. Weil…“ er hielt kurz inne, wie sollte er dass nun verpacken ohne dass es so klang, als würde er nur angeben wollen, „Gelegentlich veröffentliche ich meine Arbeiten und wäre da einfach lieber auf der sicheren Seite. Selbstverständlich würde ich das nicht ohne Zustimmung tun.“ Beteuerte er. Wobei, jetzt wo er sie kurz nochmal intensiv mustere, freute er sich allgemein Bilder von ihr zu haben. Auch wenn das sicherlich etwas komisch war. Doch sie war einfach zu schön, als das er sich darüber nicht freuen könnte.
„Dann müssten wir zeitnah einfach ein zweites Treffen ausmachen, wenn du Zeit hast. Dann bringst du das nötigste mit, ziehst dir an worin du dich wohl fühlst und wir schauen, was wir machen.“ Fasste er dann zusammen, während er sich etwas im Stuhl zurücklehnte, seine Arme vor der Brust verschränkte und einige Male sich selbst zunickte um sich selbst zu bestätigen. Und dann… müssen sie einfach schauen, was sich ergibt. Und Nobu zweifelte ganz stark daran, dass dabei nichts gutes rumkommen würde. Vor allem da Mimi ja bereits erwähnte, dass sie bereits als Model agiert hatte.
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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Mo Jul 17, 2017 12:20 pm

Hatte sie Nobu richtig verstanden? Seine verlegene Art und Weise passte nicht ansatzweise zu dem restlichen Auftritt, welchen er bis jetzt hingelegt hatte. So schien er am Anfang doch sehr selbstsicher und war sich bewusst über seine Ausstrahlung. Dieses schelmische Grinsen und generell seine ganze Haltung hatte pure Stärke ausgestrahlt. Im Gegensatz dazu hatte Mimi sich manchmal gewünscht sich in Luft auflösen zu können, zumal sie andauernd diese Hitze in ihren Wangen spürte. Sicherlich war ihm dies schon aufgefallen. Was er davon wohl hielt?
Das sollte jedoch nicht das Thema sein. Viel mehr erstaunte sie in diesem Augenblick seine bodenständige Art und Weise. Mit ein paar Worten hatte er ihr nebenbei einfach gesagt, dass er ein paar seiner Bilder sogar ausstellte. Ob er damit wohl sein Hobby zu seinem Beruf machen wollte? Potential schien er scheinbar zu haben. Ohne es wirklich zu wollen gefiel es Mimi, dass sie einem Mann begegnet war, der scheinbar ein riesiges Talent hatte und das Auge für das gewisse Detail. Bei all dem ganzen Erfolg, den er dabei zu haben schien, wirkte er immer noch so bescheiden. Allein wie er versucht hatte ihr das schonend bei zu bringen, fast als hätte er Angst sie würde es falsch verstehen gab Mimi das Gefühl das es richtig war hier mit ihm zu sitzen. In den USA hätten die Männer sich immer darauf bezogen und sich eingebildet sie seien dadurch ein totaler Überflieger. Dabei waren es diese Männer, die nur ein riesengroßes Mundwerk besaßen, jedoch einfach nur heiße Luft dahinter war. Genau die Art von Männern, die Mimi zutiefst verabscheute. Niemals würde sie verstehen wie Menschen nur so überheblich sein konnten und so ein verzerrtes Selbstbild besaßen. Andere zu belügen war stets eine Sache, sich allerdings auch noch selbst dabei zu belügen eine ganz andere.
„Wenn du eine Einverständniserklärung meiner Eltern brauchst, dann werde ich definitiv mit ihnen reden und dir eine besorgen. Du sollst dich bei deiner Arbeit schließlich wohl fühlen und nicht meinetwegen ein schlechtes Gewissen haben. Ich freue mich sowieso gerade total, dass du gerade mich gefragt hast, ob ich Interesse dabei hätte“, dabei konnte Mimi sich ein aufrichtiges Lächeln nicht verkneifen. Je mehr sie über die Situation nachdachte, desto surrealer kam ihr das Ganze vor. Immerhin verstand sie nicht, wie ein Mann seiner Art gerade so ein unschuldiges Mädchen wie sie fragte. Natürlich wusste sie auch, dass ihr Erscheinungsbild einen positiven Eindruck machte. Mimi gab sich bei allem sehr viel Mühe und investierte gerne Zeit in ihr Äußeres. Das es allerdings so aus der Menge zu stechen schien, das war ihr zuvor nicht bewusst gewesen.
Sie fasste dieses nette Detail am Rande als ein riesiges Kompliment an sich selbst auf. Immerhin gehörte einiges dazu einem Mann wie diesen so ins Auge zu stechen. „Da hat sich die Mühe heute Morgen bei der Auswahl der Kleider doch echt gelohnt“, dachte Mimi sich und merkte, wie ihre Mundwinkel dabei immer weiter in die Höhe stachen.
Nach langem hin und her überlegen hatte sie sich schließlich für eine grüne Bluse und einen schlichten Jeansrock entschieden. Mimi gefielen solche Farben wie grün, vor allem da es sie an ihr geliebtes Palmon erinnerte. Noch dazu bildete es einfach einen angenehmen Kontrast zu ihrem sonstigen Aussehen. Insgesamt war es eine schöne Mischung an ihr, wie sie fand. Dazu hatte sie sich für offene Haare und eine schlichte Kette entschieden. All das hatte sie eingeplant, da sie sich auf eine Shoppingtour mit ihrer Freundin verabredet hatte. Das dieses Outfit ihr nun doch eine lässige Verabredung eingehandelt hatte war dabei eher Zufall gewesen. Dennoch eignete es sich anscheinend wirklich sehr gut für so einen Anlass. Schicksal, wenn man das so nennen konnte.
Immer und immer mehr schien die Begeisterung der Brünette anzuwachsen, vor allem da Nobu nun schon von einem weiteren Treffen sprach. Allein diese Kleinigkeit stimmte sie weiterhin glücklich an. Sie hatte insgeheim gehofft er würde so etwas vorschlagen. Sollten die Männer nicht schließlich ihr Interesse kund tun und es offen ansprechen? Von wegen erster Schritt. Das es sich bei diesem Treffen eher um eine Art Arbeitstreffen handelte spielte dabei keine Rolle. In erster Linie war er ja irgendwie an ihr interessiert, wirklich und genau das war gerade das Einzige, das zählte.
Nachdem Mimi ihr ganzes Eis aus ihrem Getränk gelöffelt hatte, fing sie allmählich an alles zu verarbeiten. Er war also drei Jahre älter als sie. Irgendwas in der Richtung hatte sie sich ja schon gedacht. Drei Jahre waren dazu doch ein guter Altersunterschied oder nicht? Viele Männer waren immerhin älter als ihre Frauen. Moment, wann hatte sie darüber nachgedacht Nobu seine Freundin zu sein? Das alles war doch kompletter Unsinn. Sie kannten sich doch kaum. Dazu hatte Mimi doch gar keine Zeit für einen Freund. Sie mochte diesen sympathischen Mann ihr gegenüber, sollte allerdings solche abstrakten Ideen lassen. Nachher wäre sie enttäuscht, wenn es nicht in diese Richtung gehen würde und der Blondschopf sie wirklich nur für ein paar Bilder haben wollte. Könnte sie das dann wirklich einfach so hinnehmen? Wahrscheinlich nicht.
Trotz allem Zweifel war Mimi einfach neugierig und wollte mehr über den Fotografen wissen: „Ist das denn dein Hauptberuf? Also die Fotografie und das alles. Lebst du davon? Wenn ja, wie ist das denn so? Außerdem bin ich ziemlich neugierig wieso du das alles hier machst. Deinem Akzent nach zu urteilen kommst du ja gar nicht von hier. Wenn ich ehrlich bist, dann passt du ja auch nicht in das Standartbild eines Bürgers aus Tokio. Von wo kommst du also her?“.
Nachdem sie die Fragen wirklich offen und ehrlich gestellt hatte, ohne das sie wirklich ihr loses Mundwerk hatte stoppen können wurde Mimi erst bewusst was sie alles gerade gesagt hatte. Es war eine Menge gewesen und noch dazu ziemlich private Sachen. Vielleicht hatte er ja gar kein Interesse das alles zu beantworten. „Ach Mimi“, dachte sie sich: „Manchmal bist du auch einfach wirklich zu vorlaut“.
Die Brünette nahm einen tiefen Schluck ihres Kakaos, welcher noch in ihrem Becher war und versuchte sich abzukühlen. Ihre Finger glitten dabei die Kondenstropfen ihres Bechers nach und schenkten ihr ebenfalls eine leichte Abkühlung. Ehe Nobu allerdings darauf antworten konnte, wollte Mimi eines noch klar stellen: „Tut mir Leid, wenn ich etwas zu vorschnell war. Manchmal rede ich einfach ohne Punkt und Komma. Das kann eventuell schnell nervig werden oder so, aber ich arbeite daran. Wenn du darauf also nicht antworten willst, dann musst du das auch nicht. Ich dachte nur es wäre nett etwas mehr über dich zu erfahren, weil ich dich irgendwie wirklich richtig gut finde“.
Und da war es passiert!
Noch bevor Mimi sich hätte bremsen können hatte sie diesem Jungen ihr gegenüber wirklich gestanden, dass sie ihn anziehend fand. Vielleicht hatte sie es harmloser ausgedrückt, dennoch war die Message dahinter die Selbe. Peinlicher könnte dieser Augenblick mit Abstand nicht werden, es sei denn Nobu würde nun die Schnauze voll von ihr haben und ihr absagen und einfach gehen. So schätzte sie ihn allerdings nicht ein. Vielleicht sah er es auch gar nicht so ernst und nahm es als Kompliment auf. Wer wusste das schon. Immerhin war Nobu der erste Kerl, bei dem Mimi einfach nicht einschätzen konnte, wie er auf sie reagierte und genau genommen war dies der Faktor, der sie in seiner Gegenwart verunsicherte.
Männer waren normalerweise einfach gestrickt und für Mimi ein offenes Buch. Sie wusste, wie sie ihnen imponieren konnte und setzte ihre Reize diesbezüglich für sich ein. Bei Nobu jedoch konnte sie einfach nur hoffen, dass sie es nicht falsch machte. Ihr erster Eindruck war einfach richtig gewesen: Nobu war etwas Besonderes und unterschied sich in allen Dingen von den Männern, die Mimi bis dahin kennen gelernt hatte.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Di Jul 18, 2017 1:52 pm

Und erneut zeigte die Brünette eine andere Seite an sich, eine sehr redseelige Seite. Eine Seite die Nobu lächelnd zur Kenntnis nahm. Was ihn jedoch doch noch besser gefiel,waren die Worte die über ihre Lippen kamen. So war kurz gesagt mehr als begeistert von seinem Angbot. Und das schmeichelte ihm doch schon. „Sehr gut, ich freue mich jetzt schon.“, ohje, ob das nicht wieder zu viel des Guten war? Sowas war doch allgemein etwas, was man einfach so sagen konnte. Richtig? Richtig.
Aber Zum Glück lenkte Mimi ihn dann doch rechtzeitig, rechtzeitig bevor er sich wieder unnötig den Kopf über seine Wortwahl zerbrach. Aber das es sich nun um so eine große Anhäufung von Fragen handelte war doch etwas… komisch für ihn. Er kratzte sich einmal kurz an dem Hinterkopf, „Das… sind viele Fragen auf einmal…“ gestand er verlegen über die Tatsache, dass sie plötzlich so ein hohes Interesse an ihm zeigte. „Also…“ fing er dennoch an und musste einmal tief durchatmen, schließlich wollte er ebenso wie sie in einem Atemzug alles beantworten. „Ich bin eigentlich Student. Ich studiere Pädagogik und fotografiere nur nebenbei. Das hat aber den positiven Nebeneffekt, dass ich dafür auch mal den ein oder anderen Yen bekoomme.“ Doch dann musste er kurz inne halten. „Ist mein japanisch so schlecht?“ erkundete er sich dann lachend. Es kam nicht oft vor, dass man ihn darauf ansprach, ob er wirklich Japaner war. Aber das ihn ein Akzent verraten hat, war doch verwunderlich, vor allem weil er bisher eigentlich davon ausging, ihn komplett abgelegt zu haben. „Meine Mutter ist Japanerin, jedoch stammt die Familie väterlicher Seits aus Großbritannien. Das erklärt wohl das „nicht japanische“ Aussehen.“ Immerhin war es wirklich ein recht seltener Anblick einen naturblonden Menschen in Japan zu sehen, dass war ihm durchaus bewusst. „Und der Akzent…“ er musste dann doch etwas schmunzeln, sie musste wirklich Ahnung haben, wenn sie diese kleinen Fehler direkt raushörte, „Als Kind habe ich einige Jahre in London gelebt. Dann sind wir nach Japan gezogen aber wir sind damals dann noch oft für einige Wochen oder gar Monate nach Großbritannien gereist.“ Erklärte er, bis ihm auffiel, dass damals doch schon einige Jahre zurücklag. Seit dem Tod seines Vaters hat er sein zweites Heimatland nicht mehr gesehen. Eine Tatsache die ihm jetzt erst wirklich bewusst wurde. Aber jetzt war kein Zeit Trübsal zu blasen, immerhin gab es ja noch Mimis zweite Aussage, die es zu revidieren gab. Auch wenn ihre letzte Aussage ihm tatsächlich doch offensichtlich verlegen machte und seine Wangen einen leichten Rosaschimmer gaben. „Schon ok. Es ist sympathisch, wenn Leute das Schweigen so aktiv bekämpfen.“ Erklärte er und kratzte sich an der Wange, „Zumindest geht es mir so.“, er war allgemein auch niemand, der oft, viel oder gerne schwieg und nun jemanden gegenüber zu hatten, der offensichtlich die gleiche Eigenschaft teilte war nun wirklich nichts schlechtes. Ganz im Gegenteil. „Und… vielen dank. Denke ich?“ musste er dann doch etwas verunsichert hinzufügen. Es war komisch. Sehr komisch. Immerhin wurde er nicht alle Tage damit konfrontiert, dass jemand ihm nach wenigen Minuten so direkt sagte, dass irgendwer ihn gut fand. Richtig gut, waren sogar ihre Worte. Doch, konnte man so eine Aussage erwidern? Das wäre einfach fehl am Platz, da er wohl auch nicht das selbe empfand. Dachte er. Er war nur sehr interessiert an ihr, dass konnte er wirklich nicht bestreiten, doch gut finden? Woher sollte er wissen, das er so gut fand? Das war nun doch etwas zu verwirrend.
Also fix noch einen Schluck Kaffee getrunken um dann festzustellen, dass die Tasse nun auch schon fast leer war. Bedeutete eine leere Tasse auch dass das Treffen vorerst beendet wird? Nun konnte er sich einfach selbst verfluchen, hätte er langsamer getrunken, hätte er mehr Zeit gehabt. Und warum genau wollte er nun mehr Zeit haben? Warum sorgte er sich so sehr darum.
„Am Besten… ich gebe dir meine Nummer und die meldest dich, wenn du mal Zeit hast und deine Eltern dem Shooting zustimmen.“ Schlug er, scheinbar komplett geistesabwesend vor. Immerhin kamen die Worte einfach so üer seine Lippen, er dachte nicht nach. Sein Mund tat was er wollte und irgendwo war Nobu doch froh, dass es dabei blieb, dass er ihr seine Nummer anboten hat. Aber eigentlich war das doch der sinnvollste weg. Immerhin musste man ja in Kontakt treten können. Und sich nun über alles andere Sorgen zu machen war sinnlos. Aber warum kam ihm das dennoch wie ein gescheiteter Flirtversuch?
Egal was Nobu nun als nächstes unternehmen wollte, er musste es wesentlich geschickter anstellen. Denn ihr Interesse an ihm, nein, die Tatsache dass sie ihn gut fand, wird garantiert nicht weiter anhalten, wenn er sich so dämlich benahm.
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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Mo Jul 24, 2017 8:58 pm

Auch wenn Mimi es hätte abstreiten wollen, sie hing an den Lippen dieses unbekannten Mannes. Egal was er von sich gab, sie hätte ihn in ihrem Rausch alles geglaubt. Irgendwie schaffte er es immerhin sie mit nur wenigen Worte zu verzaubern. All die Informationen, die sie so brennend interessiert hatten kamen mit einem Mal bei ihr an und machten der Brünette nur noch mehr klar das sie diesen Kerl vor sich mehr als interessant fand.
Geistesabwesend strich sie sich durch die Haare und sah Nobu dabei immer noch verträumt an, als er ihr anbot die Handynummern auszutauschen. Leicht verwirrt schüttelte Mimi sich daher und suchte den Tisch nach etwas zum Draufschreiben ab. „Warte kurz, ich schreibe dir fix mal meine Nummer auf“, kurzerhand musste die Serviette herhalten, die die Brünette bei ihrer Eisschokolade dabei gehabt hatte. Schnell holte sie einen Kugelschreiber aus ihrer Tasche und schrieb fein säuberlich in ihrer Sonntagshandschrift auf die Seite der Serviette, ehe sie diese dem Blondschopf rüber schob: „ Ich hoffe du passt gut auf meine Nummer auf“.
Immer noch lächelte Mimi den Jungen dabei an, ehe sie ein dumpfes Klingeln wahr nahm, welches aus ihrer Handtasche kam. Sofort zog sie ihr Handy raus und sah auf dem Display den Namen einer Freundin stehen. Entschuldigend sah sie in Nobu seine Richtung und nahm das Gespräch schließlich an: „Was ist denn los? Ich kann gerade eigentlich nicht telefonieren“.
Schnell wurde klar das es sich dabei um einen Stylingnotfall einer Freundin handelte, die in wenigen Stunden ein Date mit einem Typen hatte auf den sie schon lange stand. Mimi wäre nicht Mimi, wenn sie dieser Freundin nicht helfen würde, weshalb sie dieser mit einem leichten seufzen zusagte. Sie würde also nun zahlen und so schnell es ging zu ihr fahren. Immerhin ging es dabei wirklich um alles oder nichts.
Als das Handy wieder in der Tasche verstaut war, zog die Brünette ihr Portemonnaie raus und legte etwas Geld auf den Tisch, ehe sie in die grünen Augen des Jungens sah, der sie in den letzten Stunden um den Finger gewickelt hatte: „Es war wirklich schön hier mit dir Nobu und ich würde auch wahnsinnig gerne noch länger bleiben. Allerdings war das eine Freundin, die mich wirklich dringend braucht. Ich kann sie einfach nicht hängen lassen. Aber du hast ja meine Nummer, wenn du also willst, dann kannst du dich ja melden“.
Ohne auf eine Antwort zu warten sprang die Brünette auf und lief schon davon, da sie dies sonst nicht über ihr Herz gebracht hätte. Immerhin hatte sie den Blondschopf noch nicht verlassen wollen, auch wenn es nach so kurzer Zeit seltsam klang. Sie hatte ihn irgendwie anziehend gefunden und sicherlich wäre es noch nach hinten los gegangen, wäre sie noch geblieben. Wie hieß es auch? Man sollte immer aufhören, wenn es am Schönsten war.

Stunden später, als die Sonne bereits untergegangen war, kam Mimi nach Hause und hatte sich direkt in ihr Zimmer verzogen, nachdem sie ein intensives Gespräch mit ihren Eltern geführt hatte. Natürlich hatten diese wissen wollen wo die Brünette gewesen war. Nachdem sie alles bis ins kleinste Detail über das perfekte Outfit und die beste Frisur erzählt hatte, durfte Mimi schließlich in ihr Zimmer gehen.
Dort hatte sie sich direkt auf ihr Bett geworfen und ihr Handy aus der Tasche geholt. Innerlich war sie total aufgedreht, als sie das Display entsperrte. Sie hatte den ganzen Abend gehofft eine Nachricht von Nobu zu bekommen. Der blonde Kerl war ihr einfach nicht aus dem Kopf gegangen. Ständig hatte sie geistesabwesend bei ihrer Freundin gesessen, die verzweifelt nach dem perfekten Outfit gesucht hatte. Irgendwann hatte Mimi sich selbst dafür geschämt und war in Erklärungsnot gekommen, als ihre Freundin sie darauf angesprochen hatte. Für sie war es immerhin das erste Mal, das sie einen Mann gut fand. Wie sollte sie da also mit dem Thema umgehen? Dennoch hatte sie es ihrer Freundin erzählt, die gespannt zugehört hatte. Und nachdem das Ganze vom Tisch war, hatte Mimi auch endlich die nötige Konzentration aufweisen können um das perfekte Outfit zu finden. Am Ende hatte sie sich mal wieder selbst übertroffen und war stolz nach Hause gegangen.
Der Tag an sich wäre perfekt, wenn der Blondschopf ihr dazu noch geschrieben hätte. Die ganzen Stunden hatte die Brünette nämlich aus Angst vor einer fehlenden Nachricht nicht auf ihr Handy schauen können. Nach all dem eine Abfuhr zu bekommen wäre ihr und ihrem Ego einfach nicht bekommen. Jetzt jedoch konnte sie der Konfrontation mit der Wahrheit nicht mehr ausweichen. Vorsichtig öffnete Mimi daher ihre Augen und erspähte den kleinen Briefumschlag, der ihr Herz höher schlagen ließ. Eine unbekannte Nummer hatte ihr geschrieben, perfekt. Sofort öffnete Mimi diese und bekam ihr Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht, als sie las, dass Nobu sie direkt für den nächsten Tag in den Park einlud. Er wollte doch tatsächlich ein paar Probeaufnahmen mit ihr machen, um zu schauen wie das Ganze passte. Dafür würde er also nicht die Einverständniserklärung brauchen. Ihren Eltern musste sie von dem Mann also noch nichts erzählen. Umso besser, dachte Mimi sich und drückte ihr Handy freudig an sich.
Schnell tippte sie die Antwort, dass es perfekt wäre, wenn sie sich gegen vierzehn Uhr am Park treffen würden. Sie würde sich freuen und etwas Hübsches anziehen. Bei jedem Wort, welches sie dabei tippte, merkte sie immer mehr wie ihr Herz schlug. Vielleicht hatte die Brünette sich ja etwas in den mysteriösen Mann verknallt? In der Zeit unmöglich? Naja, immerhin wusste Mimi ja das die Liebe keine Grenzen kannte. Wieso dann also bei der Zeit?
Schnell sprang Mimi auf und machte sich bettfertig. Sie wollte schnellstmöglich Nobu wieder sehen, weshalb sie alles etwas schneller erledigte, als sonst. Wenn sie immerhin viel schlafen würde, dann wäre auch sehr viel der Zeit vorbei. Somit stellte sie sich fix unter die Dusche und machte alles in einem Eiltempo. Nach einer Stunde, die für Mimi wirklich sehr kurz war, lag sie mit frisch geputzten Zähnen im Bett und starrte an die Decke. Hoffentlich würde Nobu leichte Locken an ihr mögen, denn seinetwegen hatte sie sich doch tatsächlich Lockenwickler in die Haare gemacht. Ihr eigenes Outfit ging die aufgedrehte Brünette innerlich immer wieder durch und probierte sich dabei etwas aus. Egal wie perfekt es im ersten Moment in Gedanken war, irgendwann fand sie immer etwas, das ihr dann doch missfiel. Sicherlich würde sie morgen alles der Reihe nach vor ihrem Spiegel anprobieren. Herr Gott nochmal, irgendwie war das alles doch anstrengender als gedacht.
Langsam schlossen sich die Augen der zierlichen Frau, wobei ihre letzten Gedanken immer wieder zu dem Blondschopf gingen. Wie würde er das Treffen morgen wohl finden? Hoffentlich gut, denn immerhin fand sie immer und immer mehr Gefallen an ihm. Es wäre schade, wenn sie sich das erste Mal wirklich verlieben würde und diese unerwidert bleiben würde. Dennoch hatte Mimi ein gutes Gefühl. Sicher mochte er sie, da war sie sich sicher. Und vielleicht war er sogar der Grund für ihren ungewollten Neuanfang. Raus finden würde sie dies die Tage. Mit Sicherheit.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Mo Jul 31, 2017 7:16 pm

Nobu wusste selbst nicht, was in ihn gefahren war. Er war allgemein eher der ruhigere und abwartendere Typ und doch juckte es ihn einfach zu sehr in den Fingern der Brünetten direkt nach seiner Ankunft im Haus, in welchem er mit seiner Mutter und seinen Schwestern lebte, sein Handy zückte um der Brünetten zu schreiben und der Höhepunkt war dann nur, dass er nicht anders konnte als direkt für den nächsten Tag ein Treffen auszumachen. Ganz große Klasse. Das war eindeutig zu aufdringlich. Vor allem weil er nicht wusste, wie er ihre Flucht am Vortag zu deuten hatte. Ebenso hatte es ihn doch zu sehr gestört, dass sie dann auch für sich selbst zahlte ohne ihm die Möglichkeit zu geben darauf irgendwie zu reagieren. Eigentlich konnte man das ja für gewöhnlich als Korb verbruchen. Aber Nobu wäre nicht Nobu, wenn er direkt aufgegeben hätte. Also war die SMS doch angebracht? Aber warum kam dann keine Antwort? Es war zum Haare raufen!
So versuchte Nobu sich die gefühlte Ewigkeit anderweitig zu vertreiben. Was auch kein Problem sein sollte, bei zwei kleinen Mädchen die durchgehend Beschäftigung suchten. Einem Kaffeeklatsch, einem Barbieabenteuer und unzähligen Kunstwerke später, kam von seiner Mutter dann endlich das Signal, dass es Zeit fürs Abendessen war. Es war eine ziemliche große Erleichterung für den Blonden, nicht weil das Spielen zu anstrengend wurde, nein, weil die Zeit dadurch schnell genug verging und er dadurch nicht permanent an seinem Handy hing und auf eine Antwort wartete. Wenig später war der Tag dann auch soweit gelaufen, die Mädels lagen friedlich im Bett und schliefen. Seine Mutter war damit beschäftigt Ordnung in die Küche zu bringen und Nobu nutzte die Freizeit um sich eine Dusche zu gönnen.
Als er dann mit einem Handtuch über den Schultern, mit welchen er sich seine, in seinen Augen wieder viel zu langen, Haare etwas trocken rieb, und seiner Shorts den kurzen Weg vom Bad in sein Zimmer zurücklegte war es das erste Mal, dass er wieder zu seinem Handy griff und direkt eine Erleichterung. Nein. Mehr als das. Er freute sich, sehr sogar, als da der kleine Briefumschlag auf seinem Handy blinkte. Als er dann seine Nachrichten öffnete entglitt ihm aber zu erst ein Seufzen, da sich in den vergangenen Stunden doch einige Nachrichten angehäuft hatten, welcher er dann doch eher halbherzig durchklicke. Immerhin war in diesem Moment nichts wirklich relevant. Ihn interessierte die Uni gerade recht wenig, genauso wenig hatte er Interesse morgen mit einem Freund ins Fitnessstudio zu gehen, immerhin hatte er ja eigentlich andere Pläne. Er ließ sich auf der Bettkante seines Bettes nieder, tippte meist kurze Antworten, um möglichst schnell e bei der Nachricht anzukommen, von der er hoffte, dass er sie bekommen hatte. Und tatsächlich versteckte sich zwischen den Nachrichten eine, die ihm sofort ein Lächeln aufs Gesicht stahl. Mimi Tachikawa hat ihm tatsächlich geantwortet und nicht nur das sie hatte ihm sogar zugesagt. Sehr gut! Grinsend warf er einen Blick in sein Regal, welches seine Kameras sowie sein ganzes Equipment beherbergte. Er hatte eine Zusage. Und warum ihm das so freute wusste er selbst nicht. Es war komisch, aber auf eine gute Art komisch. Doch bevor er zu Bett ging musste er noch einige Vorkehrungen treffen! Akkus wurden geladen, Fotos von den Speicherkarten auf den PC gezogen, sodass diese leer und somit bereit für unzählige Bilder des hübschen Mädchens waren. Moment. Nobu schüttelte sich kurz. Es war nicht gut, dass er sowas dachte. Absolut nicht. Es war… rein geschäftlich. Genau! Er konnte doch nicht spontan für die Fremde großes Interesse entwickeln, das wäre alles andere als professionell. Erstmal musste er junge Mann anfangen wieder etwas rationaler zu denken, das die kurzen Momentaufnahmen der hübschen Brünetten genau dann als er sich das vornahm auf dem Bildschirm aufflackerten half ihm nicht weiter. Stattdessen beeilte er sich einfach, schnellstmöglich alles fertig zu stellen um sich dann in sein Bett zu legen. Auch wenn das Einschlafen nur schwer gelingen wollte. Warum drehten sich seine Gedanken so sehr? Warum geisterte dieses Mädchen, nein Mimi, so sehr in seinen Gedanken herum? Nachdem Nobu sich genau darüber gefühlte Stunden lang den Kopf zerbrach schlief er irgendwann auch ein.
Als er am nächsten Tag aufwachte war es wohl eines der wenigen Male in denen er sich sehr darüber freute, dass er ein Langschläfer war. Auch wenn es ihn doch etwas wunderte, dass seine Schwestern nicht den freien Tag nutzten um Nobu zu wecken. Unsanft zu wecken. So tapste Nobu doch recht skeptisch aus seinem Zimmer raus und entdeckte direkt den Grund, weshalb es ausnahmsweise Gesittet im Hause Kisaragi vor sich ging. Am großen Küchentisch saß seine Mutter gemeinsam mit seinem Onkel und seiner Tante. „Morgen.“ Murmelte er hochgewachsene Blonde knapp und bekam von seiner Mutter einen skeptischen Blick zugeworfen, welchen sie direkt mit einem Seufzen und einem Kopfschütteln paarte, „Kannst du dir nicht mal etwas anziehen?“ fragte sie daraufhin nur, beinahe schon peinlich berührt, was ein kurzes Lachen seines Onkels zu folgte hatte, „Lass den Jungen doch.“ Warf dieser direkt ein und bekam als Danke ein kurzes Grinsen des Blonden zugeworfen, welcher sich dann kurz ins Badezimmer verabschiedete, nur um wenig später mit der Zahnbürste im Mund zurück in die Küche zu gehen um sich einen Kaffee in eine Tasse zu füllen. „Wo sind die Mädels?“ fragte er dann, auch wenn es wohl nicht sonderlich verständlich war. Das er erneut den Zorn seiner Mutter damit auf sich zog belustigte den Blonden dann doch etwas. „Kindergeburtstag… und hättest du endlich die Güte dich wie ein zivilisierter Mensch zu benehmen?“ flehte sie dann beinahe. Etwas was seine Tante und seinen Onkel offensichtlich genauso belustigte wie ihn. So stellte er die Kaffeetasse erstmal auf dem Tresen ab, um der Bitte seiner Mutter nachzukommen, jedoch konnte er es nicht unterlassen beim Verlassen der Küche seine Hand kurz auf den Kopf seiner Mutter zu legen, welche ihr langes, glattes schwarze Haar ausnahmsweise offen trug, „Du hast mich erzogen und zu dem gemacht was ich bin.“ Zog er sie auf, wobei seine Aussprache dabei wohl weiterhin nahezu komplett unverständlich war. „Die Schuld kannst du mir nicht alleine in die Schuhe schieben!“ beschwerte sich seine Mutter nur, während sie ihre Haare glatt strich, welche Nobu neckend etwas durcheinander brachte. „Er ist genau wie sein Vater!“ stellte sein Onkel dann nur lachend fest, das war dann auch das letzte was Nobu vernahm ehe er ihm Bad verschwand und sich fertig machte. Auch wenn sein Vater vor einigen Jahren bereits verstorben war, war er kein Tabuthema. Ganz im Gegenteil, es wurde oft von ihm gesprochen und das war auch gut so. So liefen sie nie Gefahr den Mann zu vergessen. Den Mann dem Nobu sein Leben und so viel zu verdanken hatte. So sah er den Vergleich immer eher als Kompliment als alles andere.
Nobu machte sich im Schnelldurchlauf fertig, rasierte sich seine Stoppeln sogar im Gesicht weg. Eigentlich hatte er ja den Vorteil so helle Haare zu haben, man sah seine Bartstoppeln nahezu nicht. Aber heute wollte Nobu gut aussehen. Er wollte Mimi gefallen. Warum? Diese Frage konnte er sich selbst nicht beantworten. So war er bei der Kleidungsauswahl auch pingeliger als sonst. Auch wenn es nach langen hin und her bei dem gewohnten tiefgeschnitten Shirt und einer dunklen Jeans blieb. Ob der Ausschnitt nicht doch etwas zu tief war? Nicht das Nobu sich für irgendwas zu schämen hatte, ganz im Gegenteil. Doch blitzte sein Tattoo dadurch etwas auf. Ob Mimi das abschreckte? Mochte sie Tattoos? UND WARUM KÜMMERTE IHN DAS SO SEHR? Es war nur Treffen für ein paar Fotos im Park, nicht mehr und nicht weniger. Das musste er sich nun immer wieder einreden. Vielleicht würden seine Mutter und so ihn etwas ablenken. Als er wieder zurück in die Küche ging schenkte seine Mutter ihm direkt ein Lächeln. Wahrscheinlich auch nur, weil sie froh war, dass er endlich etwas anhatte. Er griff nach seinem Kaffee vom Tresen, welcher mittlerweile etwas abgekühlt war, was eine Macke von Nobu war, zu heiß mochte er sein Essen und sein Trinken einfach nicht. Er war selbst von sich überrascht, dass er gestern beim Kaffee trinken mit Mimi direkt den Kaffee trag. Und schon wieder schweifte er in Gedanken zu der Brünetten ab. Dabei wollte er das doch eigentlich umgehen.
„Kannst du die Mädchen abholen, Nobu?“, dieser Fetzen aus dem Gespräch lenkte seine Aufmerksamkeit um und skeptisch warf er seiner Mutter einen Blick zu, „Wann… und von wo?“, und erneut seufzte seine Mutter. „Heute Abend, von dem Geburtstag… wir haben gestern noch darüber geredet. Hast du etwa einen Kopf wie ein Sieb?“ neckte seine Mutter ihn kopfschüttelnd. Ohje, jetzt dämmerte es ihm wieder. Er hatte sich gestern Abend so sehr den Kopf über Mimi zerbrochen, dass er nahezu alles verdrängt hatte. „Vielleicht hat er ja was anderes im Kopf.“ Gab sein Onkel zu bedenken, und zwinkerte dem Blonden kurz zu, „Ein Mädchen vielleicht?“ hakte dieser dann nach. „Ich habe nachher ein Fotoshooting im Park.“ Erklärte dieser knapp und nahm einen Schluck Kaffee. „Wann nachher?“, fragte seine Mutter nach, welche einen Blick auf ihre Armbanduhr warf, „14Uhr.“ Erklärte er und stützte sich auf dem Tresen etwas ab, ehe ihm skeptische Blicke seiner Familienmitglieder zugeworfen wurden. „Nobu… hast du schon auf die Uhr geschaut?“ fragte seine Mutter vorsichtig nach und hatte direkt ins Schwarze getroffen. Ein vorsichtiges Kopfschütteln musste als Antwort genügen. Doch erneut lachte sein Onkel auf, „Wenn du pünktlich sein willst, solltest du jetzt los!“ erklärte er und ließ Nobus Gesichtzüge komplett entgleisen. Das war doch ein schlechter Scherz. Er hat doch niemals so lange geschlafen! Und eigentlich hatte er sich doch im Bad beeilt. Ja… er hat etwas gebraucht um sich anzuziehen… Doch wenn Nobu nun recht überlegte, war der Kaffee doch schon sehr stark abgekühlt. Ohje. Mit schnellen Schritten machte Nobu sich auf den Weg in sein Zimmer, um sich seine Kamera und alles zu greifen, sein Handy stopfte er in seine Hosentasche und seine Brieftasche folgte diesem direkt. Wie war es nur möglich, dass er so lange schlief. Und warum ließ seine Mutter das zu? Weiterhin mit schnellen Schritten durchquerte Nobu erneut die Küche, wo er versuchte die belustigten Blicke zu ignorieren. Von dem Tresen griff er im Vorbeilaufen noch eine Schlüssel. „Liebe Grüße an die Unbekannte.“ Warf ihm sein Onkel noch zu, „Und denk an die Mädchen! Die sind in Odaiba bei…“, „Jaaaa, ja.“ Knurrte Nobu nur, welcher bereits im Flur in seine Schuhe schlüpfte und unterbrach seine Mutter deswegen knapp. Auch wenn er jetzt schon kommen sah, dass er sie eh gegen Abend nochmal anrufen würde um nach der genauen Adresse zu fragen. Doch das stellte er erstmal in den Hintergrund.
Er ging in die Garage, wo sein geliebtes mattschwarzes Gefährt stand. Direkt huschte er auf den Sitz hinterm Lenkrad und warf Handy und Brieftasche warf er recht unliebsam auf den Beifahrersitz. Etwas liebervoller wurde seine Kamera dann auf diesem verstaut, auch wenn er dafür keine Zeit hatte. Er startete den Motor in der Hoffnung, dass der Verkehr es gut mit ihm meinte und er es pünktlich schaffen würde. So fuhr er, doch sehr ungeduldig und bei jeder roten Ampel leise fluchend die eigentlich gewohnte Strecke zum Park, wo er, tatsächlich überpünktlich auf dem Parkplatz ankam. Etwas was ihn einen erleichteres Seufzen ausstießen ließ. Er schaltete den Motor ab verweilte jedoch noch ein paar Augenblicke im Auto, allein um einen Blick auf sein Handy zu werfen. Er klickte sich durch seine Nachrichten ohne diese zu öffnen, von Mimi war keine dazwischen. Ob er ihr schreiben sollte? Oder wäre das aufdringlich? Aber der Park war doch recht groß, also wäre es nicht verwerflich ihr zu schreiben wo er war. Aber was wenn sie sich umentschieden hatte und nun keine Lust oder Zeit hatte? Und noch bevor er seine Gedanken zu Ende denken konnte hatte er bereits die Nachricht getippt.
„Hey, bin jetzt am Parkplatz. Wo wollen wir uns treffen?“
Gut gewählte Worte. Toll Nobu. Wenn sie ihn jetzt für einen kompletten Idioten hielt konnte er es ihr wohl kaum vorhalten. Diese Nachricht kam ihm so dumm vor, er las sie noch einige Male nur um sich immer mehr zu wünschen sich einmal gegen die Stirn schlagen zu können. Doch ein roter Abdruck wäre wohl sehr schwer zu erklären, falls er sie nicht abgeschreckt hatte. So stieg er sicherheitshalber aus seinem Auto aus, legte sein Handy auf kurz auf die Ablage, während er seine Kameratasche heraus nahm um sich diese dann über die Schulter zu hängen. Seinen Schlüssel ließ er derweil in seine Hosentasche am Hintern gleiten, ehe die Brieftasche die andere Tasche kam. Er tastete seine Taschen ab um sicher zu gehen, dass alles auch sicher verstaut war. Ehe er erneut zu seinem Handy griff wo er doch recht nervös auf eine Antwort wartete. Verdammt, es war zum verrückt werden. Was stellte dieses Mädchen nur mit ihm an? Ob er sich vielleicht doch eingestehen sollte, dass er von diesem Mädchen doch vielleicht mehr wollte als nur ein paar Bilder haben wollte. Aber diesen Gedanken wollte er dann doch erstmal bei Seite schieben. Immerhin wollte er ein paar gute Bilder machen. Auch wenn er stark daran zweifelte, dass es auch nur ein schlechtes Bild werden könnte, immerhin war Mimi in seinen Augen mehr als ansehnlich.
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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Mo Jul 31, 2017 10:48 pm

Die Sonnenstrahlen fielen durch das Fenster in das Zimmer, als diese die Nase der Brünette zu kitzeln anfingen. Es dauerte nicht lange bis diese sich genervt ihre Nase rieb und sich umdrehen wollte um weiter zu schlafen, als ihr mit einem Mal wieder dieser Mann in ihren Sinn kam, der ihr in ihren Träumen so nah gewesen war. Sofort warf sie die Decke weg und saß mit einem mal kerzengerade in ihrem Bett: „Nobu... was?“. Mit einem unsicheren Blick ging Mimi ihr Zimmer ab und verstand das sie das alles nur geträumt hatte und sie nicht in den Arm dieses umwerfenden Mannes gelegen hatte. Unglücklicherweise stimmte dies die Brünette trauriger, als es das eigentlich sollte.
Langsam streckte die zierliche Frau alle Viere von sich und stand schließlich auf. Mit einem schnellen Blick auf die Uhr wusste die sonstige Langschläferin und Schönheitsschlafliebhaberin, dass es erst neun Uhr am Morgen war. Normalerweise würde sie sich jetzt noch ein paar Mal in ihrem Bett umdrehen und weiter schlafen, ehe sie dann irgendwann gegen elf aufstehen würde. Heute hatte sie allerdings dieses besagte Treffen mit Nobu, welches sie gestern Abend spontan abgemacht hatten. Bei dem Gedanken an diesen Mann schlug Mimi das Herz gefühlt bis zum Hals. Irgendwie hatte er es wirklich geschafft sie komplett um den Finger zu wickeln. Was für eine Schande das die Brünette wirklich so anfällig zu sein schien.
Mit schnellen Schritten näherte sie sich dem riesigen Spiegel an ihrer Schrankwand, in der sie das Ebenbild von sich selbst betrachtete und in Betracht zog, was sie anziehen wollen würde. Dabei fielen ihr die Lockenwickler wieder ins Auge, die sie gestern mühsam eingedreht hatte. Normalerweise hatte Mimi nämlich eher leichte Wellen, wenn nicht sogar glatte Haare. Heute jedoch sollte einfach alles perfekt aussehen, auch die Haare der Brünette. Dementsprechend hatte sie keine Mühe gescheut und sich gefühlt stundenlang diese Dinger in die Haare gedreht. Schnell schlossen sich ihre Haare um die kleinen Plastikteile, ehe sie einen nach dem anderen öffnete und sie der Reihe nach aus ihren Haaren holte, nur um am Ende das schöne Ergebnis bestaunen zu können.
Perfekte Locken, wie sie sie schon lange nicht mehr hatte, tanzten über Mimi ihre Schultern und umscheichelten das zierliche Gesicht der Frau. Durch ihre rehbraunen Augen betrachtete sie sich weiterhin und rätselte noch immer, was sie denn nun anziehen könnte, ehe sie sich erst mal für ein Frühstück entschied. Es war Samstagmorgen und die Brünette war früher als sonst aus ihrem Bett gefallen. Ein Frühstück an diesem Morgen war also genau das Richtige.
Als sie in ihrem Schlafanzug ihr Zimmer verließ und in Richtung Küche ging, fing Mimi den Geruch von Ei und irgendwas Süßem auf. Ihre Mutter stand also schon am Herd und bekochte ihren Vater. Irgendwie hatte sie nichts anderes erwartet. Ihre Mutter war eine liebende Ehefrau, die ihrem Mann keinen Wunsch abschlagen konnte und stets das Beste für ihren Gatten wollte. Das sie also immer etwas zu Essen für ihn machte war für Satoe Tachikawa einfach normal. Mimi dagegen hatte sich jetzt schon vorgenommen das Ganze etwas anders zu machen, wenn sie irgendwann mal einen Mann hat. Sie selbst findet das Kochen neuerdings zwar ziemlich spannend und macht es auch gerne, allerdings hatte sie Angst dadurch den Spaß an dem Ganzen zu verlieren. Irgendwie fände sie es schade, wenn das passieren würde.
Als Mimi die Küche betrat und sich mit einem langen Gesicht an den Tisch setzte, drehte die verwirrte Mutter sich direkt in die Richtung ihrer Tochter: „Nanu Mimi. Was machst du denn so früh am Morgen schon in unserer Küche? Ich habe vor elf nicht mit dir gerechnet mein Schatz“.
Das war sie, ihre Mutter. Stets freundlich und über fürsorglich. Anders war Mimi es einfach nicht gewohnt.
Achselzuckend sah die Brünette zu ihrer Mutter: „Ich bin heute verabredet und wollte unter keinen Umständen zu spät kommen. Es ist eine Art Fotoshooting mit einem Bekannten. Wir machen das nur für private Zwecke und ich will da ja nicht seltsam aufkreuzen, sondern schön aussehen, weißt du?“.
Satoe füllte gerade das Rührei in eine kleine Schaale um, als sie anfing alles abzuwaschen, was sie benutzt hatte: „Das freut mich Liebling. Es ist gut, wenn du raus kommst und Kontakte knüpfst. Dir wird das gut tun“.
„Guten Morgen Schatz, nanu Mimi? Was machst du denn hier?“, viel zu gut gelaunt kam ihr Vater um die Ecke und betrachtete seine Tochter, die wie ein Schluck Wasser auf einem Stuhl am Esstisch saß. Mit einem leicht aufgesetzten Lächeln versuchte Mimi dem zu trotzen. Verdammt, sie war wirklich ein Morgenmuffel wie er im Buche stand.
„Unsere Tochter hat noch eine Verabredung mein Schatz und muss sich dafür hübsch machen. Du setzt dich erstmal hin. Ich habe dir Frühstück gemacht und Mimi mache ich nun auch welches“, mit einer sanften Bewegung versuchte die Frau ihren Mann dazu zu animieren sich zu setzen, ehe sie anfing das ganze Essen auf den Tisch zu stellen. Immer wieder wunderte Mimi sich dabei wie viel ihr Vater wirklich essen konnte. Es waren einfach Berge an Essen.
„Was denn für eine Verabredung. Doch nicht etwas mit einem Jungen?“, ungeduldig schob ihr Vater sich die erste Gabel Essen in den Mund, ehe er dabei zu reden anfing.
Mit einem roten Kopf sah Mimi weg: „Ja, es ist ein Junge, aber es geht viel mehr um die Fotos die wir machen, als um mich. Du musst dir also keine Gedanken machen“.
„Kenne ich den Burschen denn?“.
„Keisuke, also wirklich! Mimi wird doch noch neue Freunde finden dürfen“, tadelnd sah Satoe ihren Mann an und schwang dabei wieder ihren Kochlöffel.
Mampfend sah der Mann in die Richtung seiner Frau: „Was denn? Man wird ja wohl noch fragen dürfen. Jedenfalls finde ich das ich Mimi da heute hinbringen sollte und diesen Jungen mal kennen lernen sollte“.
„Aber Papa“, sofort schlug Mimi die Hände auf den Tisch und wurde tiefrot. Wenn ihr Vater Nobu kennen lernen würde ohne das sie ihn richtig kannte, dann würde das in einem Chaos enden, da war sie sich sicher. So unangenehm würde ihr sonst kaum etwas sein, wie ihre eigenen Eltern. Eigentlich liebte sie diese ja wirklich sehr, aber manchmal waren sie wirklich einfach anstrengend. Noch dazu redeten sie oft über Dinge, die niemanden interessierten. Wenn ihr Vater also mitkommen würde, dann würde Mimi sich jetzt schon mal von dem Gedanken verabschieden das dieser Mann sie weiterhin sehen wollen würde.
„Kein aber mein Schatz, dein Vater hat Recht“, sagte ihre Mutter und stellte das Essen, welches nun fertig war vor die Nase ihrer Tochter.
Niedergeschlagen bedankte Mimi sich und fing an zu essen. Darüber zu diskutieren würde eh nichts bringen, jedoch war das letzte Wort mit Sicherheit noch nicht darüber gesprochen.

Mit vollem Bauch, geputzten Zähnen und einem dezenten Make-Up stand Mimi wieder vor ihrem Schrank und probierte ein Outfit nach dem anderen an. Dabei sah sie immer wieder in ihr Gesicht und versuchte alles auf ihre im Fokus liegenden Wimpern abzustimmen. Die Brünette liebte ihre Augen einfach. Allein durch ein bisschen Mascara sah es einfach so aus, als hätte sie endlose Wimpern, die ihre rehbraunen Augen umrahmten. Viele Frauen hatten der jungen Frau schon gesagt sie könne mit diesen Augen viele Männerherzen erweichen und sie schwach machen. Wieso sollte sie ihre Vorzüge also nicht ausnutzen?
Es war eine Zeit lang ein elendiges hin und her, ehe Mimi sich für ein luftiges Sommerkleid entschied, welches in einem blassen mindgrün gehalten wurde und mit grünen Blumen bestickt wurde. Sicherlich hätte es ihrem Palmon gefallen. Bei dem Gedanken an ihr Digimon bekam Mimi einen Knoten in ihrem Magen. Sie vermisste ihr Digimon so sehr und würde es so gerne einfach wieder sehen. Ach was würde sie nicht alles dafür geben. Schlimm genug das sie nie wirklich jemand von deren Existenz etwas sagen konnte und auch Nobu würde sie nichts sagen. Sicherlich würde er das nicht verstehen und allein das war schon Grund genug es erstmal nicht auszusprechen. Immerhin hatte Mimi ja auch noch gar keine Ahnung wohin sie das Abenteuer bringen würde in das sie sich zusammen mit Nobu stürzte.
Es klopfte an der Zimmertür, als diese wenig später geöffnet wurde. Keisuke schaute durch die Tür, als er seine Tochter erblickte, die sich gerade ihre Handtasche genommen hatte und ihn mit einem Lächeln anblickte: „Wow Mimi, du bist wunderschön“.
Eine leichte Röte zierte die Wangen der Brünette, als diese ein leises Danke auf das Kompliment ihres Vaters erwiederte: „Können wir nun los?“.
„Natürlich, ich muss doch immerhin wissen mit was für einem Kerl sich mein Goldstück rumtreibt“, sagte ihr Vater.
Mit einem Augenrollen ging Mimi an ihrem Vater vorbei aus ihrem Zimmer. Immer noch hatte sie ein ungutes Gefühl dabei, wenn sie daran dachte was ihr Vater alles zerstören konnte. Vielleicht war das nur ein Shooting heute, für Mimi jedoch ging es um mehr. Es ging um diesen atemberaubenden Mann von dem sie geträumt hatte. Er war der Erste, bei dem Mimi weiche Knie bekam und von dem sie sich nichts sehnlicher als einen Kuss wünschte, nur um zu wissen ob seine Lippen so weich und süß waren, wie sie aussahen. Hätte sie sich je erträumen lassen das sie in naher Zukunft mal solche Vorhaben hatte und Gefühle für jemanden entwickelte? Hätte ihr das jemand vor ein paar Wochen gesagt, dann hätte sie diese Person sicherlich für verrückt erklärt.

„Aber mein Schatz ich kann dich hier doch nicht alleine lassen“, versicherte ihr ihr Vater das gefühlte tausendste Mal, als Mimi sich immer noch dagegen wehrte mit ihm auf Nobu zu warten.
Mit verschränkten Armen saß die Brünette in dem Auto auf dem Beifahrersitz und fing nun entgültig an zu schmollen. Die Fahrt war die Hölle gewesen und nicht weniger als eine Millionen Mal hatte Mimi sich gewünscht einfach aus dem fahrenden Auto springen zu können. Sie wollte einfach nicht das sie sich kennen lernten, zumindest noch nicht. War das denn zu viel in ihrem Leben verlangt? Ein bisschen Vertrauen und Privatsphäre?
„Ich habe gesagt ich will es nicht und dabei bleibt es auch“, gab sie immer und immer wieder ein in der Hoffnung das Argument würde irgendwann ziehen und der Mann könnte seiner Prinzessin nicht mehr widerstehen.
Ein Seufzen deutete genau dieses Verhalten an, als ihr Vater das Lenkrad los ließ und Mimi ernst ansah: „Dann pass aber bitte auf dich auf und schreibe mir, wenn ich dich abholen soll. Ich möchte nicht das du irgendwann alleine nach Hause musst, okay?“.
Sofort lockerten sich die Arme der zierlichen Frau und mit einem Lächeln drückte diese einen Kuss auf die Wange ihres Vaters, ehe dieser s sich anders überlegen konnte: „Danke Papa, du bist der Beste. Hab dich lieb und bis später“.
Noch bevor er etwas erwidern konnte sprang die Brünette aus dem Wagen und fing an ihrem Vater zu winken. Mit einem leicht bösen Blick, der dennoch sehr viel Liebe ausstrahlte, fuhr Keisuke davon und ließ seine Prinzessin am Eingang des Stadtparks alleine zurück.
Erleichterung durchströmte Mimi, als sie das Piepsen ihres Handys in ihrer Handtasche vernahm. Ein Blick aufs Display verriet ihr das es Nobu war, der ihr geschrieben hatte. Mit einem Lächeln öffnete sie schnell die Nachricht und las sich die kurzen Worte durch. Mit einem Mal hämmerte ihr Herz gegen ihren Brustkorb und wieder bekam sie weiche Knie. Im Café war es eindeutig einfacher gewesen diese Anzeichen zu ignorieren. Da hatte sie gesessen und hätte niemals umkippen können dank ihrer Knie aus Wackelpudding. Jetzt war es etwas anderes.
Hastig tippte sie ihre Antwort: „Wie wäre es mit dem Haupteingang? Ich stehe hier seit ein paar Minuten und warte auf dich. Freue mich also, wenn du gleich da bist. Du solltest mich auch schnell erkennen. Ich bin die Einzige weit und breit“.
Noch ehe sie wirklich darüber nachdenken konnte, was sie geschrieben hatte, errötete Mimi dank ihrer Wortwahl. Ein wenig peinlich war das Ganze ja schon. Es klang wirklich langsam, als würde sie flirten wollen, dabei hatte sie doch gar keine Ahnung davon. Noch dazu hatte sie ja keinen blassen Schimmer ob er überhaupt auf so etwas aus war. Vielleicht hatte er ja auch gar kein Interesse an ihr, oh man.
Mit gesenktem Blick wartete Mimi einige Minuten, ehe sie Schritte vernahm und ihren Blick dann erhob. Als sie sah wer näher kam, verschlug es ihr fast die Sprache. Wenn sie gedacht hatte das Nobu Kisaragi gestern schon umwerfend ausgesehen hatte, dann wusste sie nicht welche Worte sein teuflisch gutes Aussehen heute beschreiben konnten. Diese dunkle Jeans gepaart mit dem T-Shirt, dessen Ausschnitt Mimi tiefe Einblicke auf seine Muskeln gewährte, machten es ihr nicht einfach dem Ganzen Stand zu halten. Wie sollte sie sich da denn bitte auf das Shooting konzentrieren? Unfair dieser Kerl, er spielte einfach mit Waffen, die verboten werden sollten.
Um nicht dumm da zu stehen, verkleinerte die zierliche Frau den Abstand ebenfalls und lächelte Nobu unsicher an, als dieser nun vor ihr stand. Auch wenn sie keine Ahnung hatte, ob es okay war, sie musste es tun. Genau deshalb legte sie ihre Arme um den großen Mann und drückte sich sachte an ihn: „Hallo Nobu, danke das du da bist. Ich habe mich echt gefreut von dir zu lesen. Deine Einladung fand ich auch schön und tut mir echt Leid wegen gestern. Ich hoffe du hattest dennoch noch einen schönen restlichen Tag“.
Für so viele Worte, die aus dem Mund der Brünette kam, hätte sie sich am liebsten wieder selbst geohrfeigt oder auf die Zunge gebissen. Naja, ausgesprochen war eben ausgesprochen. Ändern konnte sie es nicht mehr. Auch den Moment der Umarmung brach die kleine Frau schnell ab, da sie sich so weit strecken musste und der umwerfende Geruch des Mannes in ihre Nase stieg. An irgendwas erinnerte er sie, leider konnte Mimi es nur nicht definieren. Sie hatte nur das Gefühl bei ihm fast zu Hause zu sein, peinlich. Eindeutig fühlte sie sich zu wohl bei Nobu. Wenn das mal nicht in die Hose gehen würde und sie nicht auf die Nase fallen würde, denn jetzt schon war sie dem Blondschopf verfallen. Aber wie hätte sie diesen Blicken, dem Grün in seinen Augen und dem umwerfenden Lächeln Stand halten sollen? Eben, es ging nicht und dessen musste er sich doch bewusst sein.
Es gab für diesen Tag einfach zwei Optionen: Entweder Mimi würde einen wundervollen Tag erleben und ihrem insgeheimen Traum etwas näher kommen, indem sie Nobu näher kam oder aber sie würde ihn vergraulen und wirklich damit unglücklich auf die Nase fallen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, richtig? Richtig, dachte Mimi sich und ließ sich auf das erste richtige Abenteuer in ihrem Leben ein, welches keine Digimon beinhaltete.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Di Aug 01, 2017 2:33 am

Diese kurzen Augenblicke kamen Nobu beinahe wie Stunden vor in denen er auf eine Antwort wartete. Warum kam er sich gerade nur so vor als würde er wie ein kleines Kind auf Weihnachten warten. Und dem nicht genug freute er sich mehr als auf jedes Weihnachtsgeschenk das er jemals bekam als sein Handy kurz aufklingelte. Das Zeichen das Mimi im geantwortet hatte. Regelrecht aufgeregt öffnete er die kleine Textnachricht, welche mit Worten geschrieben wurden, die ihm direkt ein Schmunzeln auf die Lippen reflektieren. Sie war schon niedlich, und das obwohl er sie gerade nicht sehen konnte. So verschwand das Handy direkt in seiner Hosentasche, nachdem er ihr knapp geschrieben hatte, dass er auf dem Weg wäre. Es war immerhin doch noch ein kleiner Fußweg den er zurücklegen musste und da Mimi bereits schrieb, dass sie schon einige Minuten wartete sorgte nur mehr dafür, dass Nobu einen Zahn zulegen wollte. Es war unhöflich ein Mädchen bei einer Verabredung warten zu lassen. Egal was für eine Art Verabredung. Er zupfte erneut die Autoschlüssel aus der Tasche und verriegelte dieses. So setzte er sich mit schnellen Schritten in Bewegung um Zeit zu sparen und stopfte derweil seinen Schlüssel wieder in seine Tasche.
Auf dem Weg zum Treffpunkt zupfte er immer wieder an seinem Shirt rum und fuhr sich immer wieder durchs Haar. Ob er gut aussah? Immerhin wird Mimi sich sicherlich auch zurecht gemacht haben und dagegen wollte er nicht abstinken. Hoffentlich gefiel er ihr. Und hoffentlich konnte er sich beim Fotoshooting auf die Wesentlicheren Dinge konzentrieren. Denn wenn das nicht klappen sollte wäre Hopfen und Malz verloren und er konnte sich ein weiteres Treffen abschminken. Also musste Nobu sich zusammenreißen.
Doch das schien dann doch unmöglich, als er sie bereits aus der Entfernung sehen konnte. Noch nie hatte er sich so sehr gewünscht, dass ein Mädchen sich in Rollkragenpullver zwängt. Warum sah sie so gut aus. Ein kräftiges Schlucken reichte hier leider nicht aus um die Nervosität runterzuschlucken. Das Mädchen sah zu gut aus, viel zu gut. Wie sollte er sich dabei auf die Fotos konzentrieren? Als sie sich einander nährten konnte er nicht anders als mit seinen Augen immer wieder die Gestalt des Mädchens zu begutachten und so immer wieder festzustellen, dass er sie wohl mehr als anziehend fand. Das sie es schaffte das noch zu toppen indem sie direkt eine Umarmung zur Begrüßung wählte überrumpelte den Blonden doch etwas, aber im postiven Sinne. So legte er, auch wenn erst etwas zögernd seine Arme ebenfalls um sie. Problematisch war hierbei, das ihr Kopf zu dicht an seiner Brust war. Nicht das er das nicht genoss, nein ganz im Gegenteil. Nur schlug sein Herz in diesem Augenblick einfach so stark dass er Angst hatte dass es seine Brust sprengen konnte. Und das nur weil sie ihm so nah war und ihr viel zu gut riechender Duft ihm in die Nase stieg. Dieses Mädchen machte ihn verrückt. Kein Wunder also, dass er sich so stark darauf konzentrieren musste, ihren Worten zu lauschen. Vor allem weil ihm direkt da auffiel wie gut ihre Stimme in seinen Ohren klang. So melodisch dass es eine Stimme wäre, von der Nobu wohl nie zu viel bekommen könnte. „Alles gut… ich bin auch sehr froh, dass du zugesagt hast.“ Musste er schmunzelnd gestehen. Dass er seinen gestrigen Abend damit verbrachte unter anderem Gast einer Teeparty zu sein wollte er nicht erwähnen. Er wollte ja noch den coolen Mann mimen.
Und bevor es doch irgendwie unangenehm wurde lösten sie sich wieder voneinander. Auch wenn Nobu die Umarmung gerne noch fortgesetzt hätte, wenn er so drüber nachdachte, was er eigentlich nicht mehr tun wollte. Erst da stellte er fest dass seine grünen Augen regelrecht an ihr klebten. Aber wie konnte er auch anders? Sie sah einfach zu gut aus. „Du siehst übrigens unglaublich gut aus.“ Gestand er ihr lächelnd, wobei er dass unglaublich dann doch etwas zu übertrieben fand. Auch wenn es eigentlich wohl eine Untertreibung war. Immerhin fiel ihm auch einfach kein Mädchen ein, dass er auch nur ansatzweise so ansehnlich fand wie Mimi in diesem Moment. Aber er durfte dennoch nicht den eigentlichen Grund für das Treffen vergessen! „Tut mir übrigens leid, dass du warten musstest.“ Entschuldigte er sich, denn auch wenn seine Mutter ihm ab und an mangelnde Erziehung vorwarf war er dann doch zu höflich um sich nicht für die Wartezeit zu entschuldigen.
„Also…“ fing er dann doch etwas hilflos an und schaffte es dann zum ersten Mal seinen Blick von Mimi abzuwenden und ließ seinen Blick kurzerhand in Richtung Park schweifen, „Wollen wir einfach mal los und schauen…?“ und schauen ob… was? Sie eine passende Location fanden? Das war jedoch hier garantiert kein Problem, nicht weil der Park so viele gute bot, nein es lag wohl eher daran dass Mimi so gut aussah, dass es wohl kaum eine Location gab in der Mimi nicht gut aussehen würde. Aber vielleicht wurde er schaffen seine Gedanken zu ordnen wenn sie ein Stück gingen oder sich jedenfalls an den Anblick der viel zu gutaussehenden Mimi gewöhnen.
Doch der kleine Gentleman in Nobus Kopf übermannte ihn und ließ ihn Sachen tun, die er sich selbst nicht so ganz erklären konnte. So bot er der Brünetten kurzerhand seinen Arm an und warf ihr ein kurzes Zwinkern zu. Zwei Sachen für die er sich direkt am liebsten geohrpfeigt hätte. Es ging hier um ein Fotoshooting und Nobu musste nun unbedingt den kleinen Charmeur raushängen lassen und die Jüngere damit garantiert viel zu sehr bedrängen. Ganz toll. Nobu konnte sich in diesem Augenblick wohl mehr als Glücklich schätzen, wenn Mimi nicht direkt die Flucht ergriff. Doch einmal angeboten konnte Nobu das nun auch nicht einfach zurückziehen, dass würde noch viel schlimmer sein. Und erneut machte sich der Blonde sich viel zu viele Gedanken anstatt einfach mal zu machen. Immerhin verdrängten diese Gedanken die Tatsache, dass er Mimi eigentlich nur fotografieren wollte. Wobei der Gedanke dann unzählige Fotos dieser Schönheit zu haben, zu begutachten und zu bearbeiten ihn jetzt doch auch schon etwas nervös machte.
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BeitragThema: Re: Give me a Smile   Di Okt 31, 2017 11:47 pm

Es machte Mimi beinah schon traurig als Nobu und sie sich nach der Umarmung, die für sie so wunderschön gewesen war, wieder lösen mussten. Hätte es eine Möglichkeit gegeben diesen scheinbar perfekten Moment zu verlängern, dann hätte sie diese Chance ergriffen. Immerhin war es einfach zu schnell zu Ende gewesen. Dabei musste Mimi sich selbst eingestehen wie absurd das Ganze doch war. Sie kannte diesen Blondschopf im Grunde gar nicht und dennoch hing sie so sehr an ihm, als würde sie ihn bereits eine halbe Ewigkeit kennen. Es lag einfach an seiner ruhigen und liebevollen Art. Die Brünette hatte sich noch nie zuvor so schnell mit einem anderen Menschen verbunden gefühlt, auch weil er einfach das komplette Gegenteil von ihr zu sein schien und sie somit total faszinierte. Er strahlte einfach die Art von Vertrautheit aus, die Mimi sich so sehr von einem Mann gewünscht hatte, denn jedes Mal wenn sie in seine Augen sah, hatte sie das Gefühl er würde sie immer auffangen, wann auch immer sie zu fallen drohte.
Insgesamt schien die Situation für die Schülerin von Minute zu Minute spannender zu werden. Hatte sie früher gedacht nichts sei schlimmer als ein Kampf in der Digiwelt, so würde sie ab sofort ihre Meinung revidieren und gestehen das ein Date mit so einem tollen Mann wie es Nobu nun mal viel schlimmer war. Sie hatte immerhin noch nie ein Date gehabt. Ihre große Klappe konnte die Brünette auch nicht retten und alles weitere würde sie mit der Zeit auch erst sehen können. Alles war einfach neu und dazu all diese Gefühle und Eindrücke, die auf sie niederprasselten. Es würde dementsprechend an ein Wunder grenzen, wenn ihr keine Fehler oder eher Missgeschicke passieren würden.
Ihre Augen hefteten sich weiterhin an sein makelloses Gesicht, welches einfach das Zentrum ihrer Aufmerksamkeit bildete. Vermutlich basierte dies sogar auf Gegenseitigkeit, denn irgendwie konnte auch Nobu scheinbar seinen Blick nicht von ihr lassen. Ein kleines Lächeln huschte über die Lippen der leicht verunsicherten Frau. Sie war also nicht allein mit all ihrem Überfluss an Eindrücken, sehr gut.
Als er schließlich doch seinen Blick von ihr nahm und in Richtung des Parks schaute, ging ihr Blick hinterher. Nanu, er hatte Recht. Sie hatten sich hier verabredet aber noch gar nicht weiter über den genauen Plan geredet. Seinen Vorschlag fand Mimi allerdings gut. Sie liebte die Natur über alles, was auch nicht wenig damit zusammen hing das Palmon eine Art Pflanze war. Genau deswegen würde sie es um so mehr genießen zusammen mit Nobu durch die Gegend zu schlendern und dabei einen geeigneten Ort für ein paar schöne Bilder zu suchen. Sich direkt auf ein Motiv zu versteifen wäre auch nicht gut. Zumindest hatte Mimi das mal gehört. So würde man seine Kreativität nicht ausleben können. Zutreffend, wenn man bedachte das man so gar keine Möglichkeiten besaß etwas Neues und Ungewohntes auszuprobieren.
„Das klingt schön. Ich liebe den Park und kenne da ein paar schöne Orte. Wenn du willst, dann kann ich dir auch gerne ein paar meiner Lieblingsorte zeigen“, mit einem Mal wurde Mimi von der Euphorie gepackt. Sie konnte nicht länger zurückhalten wie sehr sie sich auf den Tag gefreut hatte. Ihr Lächeln wuchs und ihre Selbstsicherheit kam zurück. Dies war ihr Element, denn nun hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht bei dem Mann mit ihrem Wissen und ihrer Liebe für die Natur oder aber auch den Park zu punkten.
Vorsichtig nahm die Brünette die Hand des Blondschopfes in ihre, wohl darauf bedacht was es für sie hieß und stellte fest wie warm diese war. Noch dazu war sie ein ganzes Stück größer als ihre Eigene. Irgendwie war es schön und eine Geste an die Mimi sich sehr wohl gewöhnen konnte. Ein letztes Mal sah sie Nobu in seine strahlenden Augen und nickte eifrig, ehe sie los marschierte, nur um keine Zeit zu verlieren die sie mit ihm hatte. Es würde sie schließlich unglücklich machen, wenn sie auch nur eine Sekunde, die sie mit ihm verbrachte, verschwenden würde.
Langsam gingen sie durch das große und reichlich verzierte Tor und betraten somit das Gelände des Parks. Mimi zog die frische Luft ein und genoss, wie es roch. All die Blumen und Bäume, die in einem satten grün und sonstigen Farben erstrahlten machten ihr direkt gute Laune. Besser konnte es doch gar nicht werden, dachte die Brünette sich daher und machte sich zusammen mit ihrer Verabredung auf um neue Abenteuer zu erleben.
Plötzlich kam Mimi die Idee: „Ich weiß nun wo ich als erstes hin möchte. Direkt hier vorne ist ein kleiner Bachlauf, der zu einer wunderschönen Wiese führt. Ich bin mir sicher das dies ein perfekter Ort für ein paar Fotos wäre“.
Vor ihrem geistigen Auge malte die Digiritterin sich schon die schönsten Bilder aus, die Nobu von ihr machte. In ihrem leichten Sommerkleid, welches durch den Wind getragen wurde, würde sie in dem Bach stehen und der Sonne entgegen blicken, so als wäre sie eins mit der Natur. Ihr Herz schlug bei dem Gedanken direkt höher, denn je mehr sie darüber nachdachte, desto dringender wollte sie ihre Pläne umsetzen.
Immer noch hatte sie Nobu an der Hand und ging nun zusammen mit ihm in Richtung des Bachlaufes, welcher ein paar Minuten vom Eingang entfernt war. Dabei beobachtete Mimi all die Menschen, die sich im Park befanden. Unter anderem konnte sie viele glückliche Paare sehen, die ebenso händchenhaltend über die Wiesen schlenderten, so wie sie es gerade mit Nobu tat. Ob die anderen nun auch dachten sie wären ein Paar? Bei dem Gedanken wurde der Brünette ganz warm ums Herz. In der Tat hätte sie gegen nichts dagegen einzuwenden, im Gegenteil.
Vorsichtig spähte Mimi zu ihrer Verabredung hinüber und bemerkte, wie er sich ebenfalls umzusehen schien. An was er wohl gerade denken mochte? Noch nie hatte sie sich mehr denn je gewünscht Gedanken lesen zu können. Es wäre so hilfreich gewesen zu wissen was er von ihr und der ganzen Aktion zu halten schien. Immerhin bestand auch weiterhin die Möglichkeit für sie das der Student sie wirklich nur als ein Motiv für seine Fotos haben wollte und an ihr als Person gar kein Interesse hatte. Aber würde er sich dann auch wirklich so viel Mühe geben und so lieb zu ihr sein? Oder tat er das doch bei jeder anderen, mit der er ein Shooting hatte?
Die Brünette wurde immer neugieriger und konnte sich gerade noch so beherrschen. Fast wären ihr all die Fragen einfach so über die Lippen gekommen, doch dann hätte sie sich sicherlich total lächerlich gemacht. Es war einfach ein Treffen in das sie schon viel zu viel hinein interpretierte, ohne das es von seiner Seite ebenso so viele Anzeichen gab. Es war das Schwerste überhaupt, doch musste Mimi nun einfach ganz stark sein und sich in Geduld üben.
Bah, allein dieses Wort: Geduld.
Wer hatte das nur erfunden? Wenn sie etwas nicht konnte, dann geduldig sein und abwarten. Die sonst so taffe Schülerin fiel schließlich immer mit der Tür ins Haus und machte oftmals alles handfest, noch ehe sie sich sicher sein konnte das dies der Fall war. Es war einfach ihre Art und Weise alles übereilt auszuführen und ab und an damit auf die Nase zu fallen. Doch konnte sie dies in solch einer Situation riskieren und somit alles aufs Spiel setzen? Mit Sicherheit nicht.
Genau deswegen ließ sie ihre Gedanken erst mal Gedanken sein und wandte ihren Blick von dem Blondschopf ab und auch von all den Paaren, die an ihr vorbei liefen. Stattdessen sah sie nach vorne und konnte wenig später den Bachlauf aus machen, zu dem sie wollte. Lachend ließ sie nach all der Zeit die Hand von Nobu los und blickte kurz zu ihm: „Da vorne ist er endlich. Na Lust auf ein kleines Wettrennen? Ich bin sicher das ich schneller da bin“.
Noch ehe die Brünette den Satz beendet hatte, lief sie auch los und erreichte wenig später als Erste ihr Ziel. Diese Leistung hatte sie natürlich nicht dank ihres Schummelns erreicht und auch keineswegs, weil der Student seine Ausrüstung zu tragen hatte, nein. Mimi kämpfte natürlich wie immer mit fairen Mitteln.
Leicht aus der Puste stützte sich die Brünette auf ihren Oberschenkeln ab und atmete tief durch: „Nicht schlecht Nobu, aber gegen jemanden wie mich hast du einfach keine Chance, aber mach dir nichts draus. Beim nächsten Mal bist du vielleicht schneller“. Mit einem Zwinkern schaute Mimi selbstsicher nach oben und beäugte den leicht erschöpften Mann, der seine Rüstung auf den Rasen ablegte. Vorsichtig raffte Mimi sich schließlich wieder auf und streckte sich etwas: „Was hältst du denn nun von dem Ort? Ich finde ihn eigentlich echt schön und für Fotos ganz passend. Ich dachte, ich könnte mich in den Bachlauf stellen. Vielleicht sind das dann ja ganz schöne Fotos“.
Noch ehe der Blondschopf sich dazu äußern konnte, hatte Mimi sich bereits wieder gebückt, aber nur um ihre Schuhe zu öffnen und aus diesen zu schlüpfen. Es kam für sie nicht in Frage diese mit Wasser zu versauen. Noch dazu war es einfach so ein unbeschreiblich schönes Gefühl das Wasser an ihren Füßen zu spüren und die Steine unter diesen zu haben. Da sie lange genug auf solch ein Erlebnis hatte verzichten müssen und gespannt auf die Umsetzung ihrer Vorschläge war, ging Mimi rasch zum Bach rüber und streckte den ersten Fuß in das Wasser.
Zu ihrer Überraschung war das Wasser dank der Sonne angenehm temperiert. Die sonst so kälteempfindliche Digiritterin hatte daher keinerlei Probleme ihren Fuß ganz in das Wasser zu tauchen. Dabei schloss sie vor Glück ihre Augen, nur um das Gefühl ganz auskosten zu können. Ein leises Stöhnen vor Freude entfuhr der sonst so gelassenen Schülerin. Es war nur einfach so schön, gerade weil der Sommer endlich wieder vor der Tür stand und Mimi diesen endlich wieder in Japan verbringen konnte. All das, was sie so sehr vermisst hatte, konnte sie nun endlich wieder erleben. Kleine Ausflüge in diesen Park waren ein Teil davon.
Wenige Augenblicke später folgte der zweite Fuß und kurze Zeit später stand die zierliche Frau bis knapp zur Mitte ihrer Wade im Wasser. Für sie war es einfach unbeschreiblich. Zu spüren wie das Wasser sie an ihren Füßen und Beinen kitzelte ließ sie vor Freude auflachen und beinah hätte sie über dieses berauschende Gefühl vergessen das sie nicht allein war.
Eine leichte Röte überkam die Brünette, als sie an ihren Fotografen denken musste, der doch nun mit Sicherheit falsch von ihr denken musste. Vorsichtig und ohne umfallen zu wollen drehte Mimi sich daher auf den Steinen um, auf denen sie stand und schaute zu Nobu. Seine grünen Augen leuchteten bei ihrem Anblick und seine Lippen waren zu einem Lächeln verzogen. Wieder wurde ihr ganz warm ums Herz. Es war einfach so schön zu sehen das es ihm doch irgendwie zu gefallen schien.
„Was meinst du? Ist das gut so? Komm doch auch her. Das Wasser ist echt schön“, mit den letzten Worten verlagerte Mimi ihr Gewicht etwas nach vorne, um Nobu ihre Hand entgegen zu strecken. Sie hatte gedacht sicher genug zu stehen, sich dabei jedoch geirrt. Sobald sie einen Fuß leicht dabei zu bewegen begann, verlor die Brünette ihr Gleichgewicht und fiel.
Dabei sah sie nur noch die Katastrophe kommen, denn was würde Nobu nur von ihr denken, wenn sie von oben bis unten nass war und so gar nicht mehr für die Fotos schön war? Angst breitete sich in ihr aus. Hoffentlich würde es nicht so schlimm sein, wie sie es kommen sah, denn das würde mit Sicherheit das Ende für diesen Tag bedeuten und das wollte Mimi auf gar keinen Fall.
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