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 Haus der Kisaragis

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AutorNachricht
Yamato Ishida
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BeitragThema: Haus der Kisaragis   Di 1 Aug 2017 - 15:35

Hier wohnt Nobo mit seiner Familie.

_________________



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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Haus der Kisaragis   Mi 2 Aug 2017 - 21:19

11. August
15:30Uhr
Mimi & Nobu


Es war ein leichtes Mimi dann doch davon zu überzeugen, dass es eine weniger gute Idee war selbst zu laufen. So trug er sie, wie einer Prinzessin würdig, den Weg zum Auto. Erneut einer der Momente in denen er sich sehr freute regelmäßig zu trainieren, so war die ohnehin leichte Mimi kein Problem und auch der Weg war schnell zurückgelegt. Doch da es unmöglich war den Autoschlüssel aus der Hosentasche zu fischen und das Auto dann zu öffnen während er Mimi auf dem Arm hielt, weshalb er sie vorsichtig beim Auto angekommen dann doch absetzte nur um die Beifahrer Tür für sie, wie gewohnt, offen zu halten, ehe sie den Heimweg antraten, im Auto. Und die Fahrt fühlte sich beinahe wieder so an, wie jede andere Fahrt zuvor. Als wäre nie etwas zwischen ihnen gewesen. Wie gewohnt ruhte seine eine Hand die ganze Fahrt über auf ihrem Oberschenkel, so wie er es sich angewöhnt hatte und so wie er einfach am liebsten hatte.
Und auch wenn sie eine recht ansehliche Strecke fuhren, da er mit seiner Familie doch etwas weiter vom Zentrum entfernt lebte, kam ihm das doch viel zu kurz vor. Immerhin genoss er die Zeit mit Mimi, auch wenn sie nur als Beifahrer neben ihm saß. Wenn er alleine die Strecke fuhr störte es ihn beinahe immer dass er soweit weg von allem wohnte, aber das war wohl der Preis dafür wenn man in Tokyo den Luxus eines eigenen Hauses zahlte und dank Auto auch kein unüberwindbares Problem. Und mit Mimi fühlte sich die Fahrt schlichtweg noch viel kürzer an.
So erreichten sie wenig später bereits das Haus, welches optisch schon beinahe zu klischeehaft japanisch war. Doch seiner Mutter gefiel es und sie liebte diese Kultur und lebte sie in vollen Zügen einfach aus. Auch wenn Nobu froh war, dass mittlerweile moderne Elemente der Inneneinrichtung hinzugefügt wurden. So fühlte es sich immerhin nicht immer so an, als wären er einige Jahrhunderte zurückgesetzt worden. Und von dem ganzen traditionellen Kram sah man spätestens nichts mehr, wenn man in Nobus Reich kam. Denn das war seins, ergo hat er es schon in frühen Jahren so eingerichtet wie er wollte.
So stieg Nobu, wie gewohnt, zuerst aus dem Auto aus nur um Mimi die Tür zu öffnen und um ihr die Hand zu reichen um ihr so aus dem Wagen zu helfen und um sie die letzten Meter eine Stütze zu bieten. Zum Glück war es nur eine handvoll Meter die sie vom Auto bis zur Haustür zurücklegen mussten. Sonst hätte Nobu sich nicht lang bitten lassen und hätte sie auch kurzerhand getragen. Doch das wäre spätestens beim aufschließen und öffnen der Tür recht problematisch gewesen. Und direkt als er dies tat strömte der ihm nur zu bekannte Duft seines Heimes entgegen, welcher sich aus den Blumen und dem Parfüm seiner Mutter zusammensetzte, welches es einfach immer schaffte sämtlich herbere Gerüche von Nobus Deos zu übertünchen. Vielleicht war es gar nicht so schlimm, immerhin bevorzugten die kleinen Mädchen diesen Geruch wahrscheinlich auch mehr.
Er schlüpfte im Flur angekommen aus seinen Schuhen raus und wartete schon regelrecht ungeduldig dass Mimi ebenfalls sich von ihren bereit. Nur um dann ihr Gesicht in seine Hände zu nehmen, sich etwas vorzubeugen und sich einen Kuss von der Brünetten abzuholen. Doch während dieses Kusses glitten seine Hände an ihr hinab, jedoch nur um sie dann hochzuheben. Und aus dieser Position ging es am einfachsten, wenn er seine Arme kurz unterhalb ihres Popos positionierte. „Also, du wolltest ein Eis.“ Erinnerte er sie grinsend. Eigentlich wäre vielleicht angenehmer gewesen für beide Parteien, wenn er wie sonst sie wie einer Prinzessin würdig auf den Armen getragen hätte. Doch selbstverständlich sah Nobu einen Vorteil sie so zu tragen, auch wenn der weniger romantischer Natur war. So legte er mit Mimi den restlichen Meter bis zur Küche zurück und setzte sie dann dort auf dem Tresen ab. Dieser hatte den Vorteil, dass er hoch genug war dass Mimi nun beinahe auf Augenhöhe mit ihm war. So legte er seine Hände auf ihren Oberschenkeln ab um sich erneut einen Kuss abzuholen. Für ihn war das Eis immerhin zweitrangig und eigentlich hatte er in Gedanken schon auf ein Eis verzichtet. „Ich schau mal, womit ich dir dienen kann.“ Hauchte er grinsend gegen ihre Lippen ehe er sich von ihr löste und sich von ihr abwand, um aus einem der Regale eine Glasschale zu holen. „Ich hoffe die ist groß genug.“ Scherzte er und hob die besagte Schale einmal kurz hoch. Und nun kam ihm das mehr als gelegen, dass er 2 kleine Schwestern hatte, welche ihm Gegensatz zu ihm sich am liebsten nur von irgendwelchen Süßigkeiten ernähren würden. So war schnell Eis aus dem Gefrierschrank organisiert . Tatsächlich schlich sich ein leichtes Schmunzeln auf seine Lippen, als er dann feststellte, dass es tatsächlich Erdbeereis war. Nachdem Mimi vor Ewigkeiten mal geäußert hatte, dass sie Erdbeereis gerne mochte und seine Schwestern das mitbekommen hatten wurde Erdbeere plötzlich ebenfalls ihre Lieblingssorte und war ein Must Have im Hause Kisaragi.
So war das Eis schnell in die Schale gefüllt, doch mittlerweile wusste Nobu Bescheid, dass Mimi sich von einem Eisbecher mehr erhoffte. So war Schlagsahne ebenso schnell organisiert und Nobu erlaubte sich ebenfalls das alles noch mit Streuseln zu verzieren, auch wenn das wohl doch eher etwas war, was er eher für seine Schwestern tat. Ein Löffel noch rein und schon war das Eis fertig. Und Nobu grauste es schon beim Anschauen der Kalorienbombe vor der Trainingseinheit die er einlegen müsste um das abzutrainieren. Da war er doch recht froh, dass Mimi sich über sowas weniger Sorgen machte. So reichte er ihr die Schale mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen. „Lass es dir schmecken.“ Sagt er nur und drückte ihr noch einen Kuss auf die Stirn, „Und wehe du verpetzt mich bei den Mädels, dass du Eis bekommen hast und sie nicht.“ Drohte er ihr grinsend.
„Ich gehe mich fix umziehen, sei du schön artig.“ Erklärte er ihr. Sein Shirt hatte immerhin etwas unter Mimi gelitten. Und dafür war er was seine Kleidung doch etwas zu eitel, als das er etwas Zerknittertes tragen würde, auch wenn er wohl das Haus nicht mehr verlassen würde. Und auch wenn seine Mutter gerade nicht zu Hause war, da sie seine Schwestern abholte, bevorzugte Nobu es tatsächlich ausnahmsweise sich in seinem Zimmer von dem Oberteil zu entledigen. Denn im Hinterkopf schwirrte ihm immer noch Mimis Angebot und er wollte immerhin nichts einfach überstürzen.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Haus der Kisaragis   Mi 2 Aug 2017 - 22:23

11. August
15:30Uhr
Mimi & Nobu


Wie hätte sie ihm diesen Wunsch abschlagen können, wenn es sich doch so anbot und sie sich in solch einer Geste komplett bei ihm fallen lassen konnte. Als Nobu seine starken Arme um sie schlang und sie so zu seinem Auto trug spürte Mimi eine Verbundenheit mit ihrem Freund, die sie so zuvor niemals empfunden hatte. Immer und immer wieder beruhigte es sie einfach das nun nichts und niemand mehr zwischen ihnen stand und die zierliche Frau nun einfach sie selbst sein konnte. Niemals wieder würde es etwas geben das sie entzweien konnte, das schwor sie sich.
Am Auto angekommen stellte Nobu sie kurzerhand ab, nur um ihr dann wie immer die Autotür zu öffnen. Auch danach war er ganz der Alte, als er ihr wie sonst auch eine Hand auf ihren Oberschenkel legte und währenddessen Auto fuhr. Ein leichtes Kribbeln durchzog dabei den Körper der Brünette, wie auch sonst. Diese Art Nähe genoss sie unheimlich und dennoch machte es sie auch irgendwie verlegen. Natürlich tat er damit nichts Unanständiges, dennoch kamen ihr stets solche Szenen in diesen Fällen auch mal in den Kopf. Genau genommen war sie ja schlichtweg auch einfach nur eine Frau mit Bedürfnissen und nur weil sie noch nie mit einem Mann geschlafen hatte, hieß es ja nicht, dass es ihr nicht durchaus gefallen würde, wenn ihr Mann sie irgendwie anfassen würde. Und genau das tat er im Grunde ja und was für ihn eine kleine Nebensache zu sein schien, das war für sie einfach das Größte auf Erden.
Die weitere Fahrt über schaute Mimi schweigend aus dem Fenster und überlegte sich, was sie Palmon sagen würde. Irgendwie tat es ihr immer noch Leid wie sie ihren Partner zurück gelassen hatte. Als wäre es seine Schuld gewesen, dabei hatte es sie stets in Schutz nehmen wollen und nur das Beste gewollt. Wie immer im Endeffekt, dabei verstand die Digiritterin einfach nie, wie sie solch ein gutartiges und liebevolles Wesen nur in ihrem Leben verdient hatte. Wenn Mimi an früher dachte, dann überzog sie ein eisiger Schauer. Damals war sie wirklich manchmal eine Diva gewesen und auch wenn sie dies niemals mit Absicht getan hatte, Palmon hatte es nie einfach mit ihr gehabt. Auch jetzt noch schaffte sie es das kleine Monster ab und an an die Grenzen der Vernunft zu bringen, dennoch würde es Palmon nie in den Sinn kommen ihr in den Rücken zu fallen und dafür liebte Mimi es einfach abgöttisch. Ihr Digimon war nicht nur ihr Partner, nein. Es war auch ihr bester Freund und genau das musste sie einfach mal wieder unter Beweis stellen.
Als auf einmal das Auto zum Stehen kam, wachte die Brünette aus ihren Tagträumen auf und schüttelte sich kurz. Langsam dämmerte es ihr, wo sie waren, als sie ihren Kopf auf ihrem Arm hochnahm und ihren Blick über das vertraute Haus der Kisaragis schweifen lies. Ein wohliger Schauer überkam die Frau. Hier fühlte sie sich einfach wie zu Hause, denn irgendwie war es in kurzer Zeit zu ihrer zweiten Heimat geworden. Mit einem kurzen Blick zu ihrem Freund lächelte Mimi schon wieder: „Ich habe es in so kurzer Zeit einfach schon wieder so sehr vermisst hier zu sein, das glaubst du gar nicht“.
Als Nobu ihr schließlich aus dem Wagen half, erfreute es sie, als er ihr für einen kurzen Weg nur als Stütze dienen wollte. Ihre Füße taten zwar schon weh, aber sie konnten dennoch einiges ab. Dabei dachte sie wieder an früher und daran wie viele Kilometer sie vereinzelt schon an einigen Tagen zurück gelegt hatte. Diese paar Meter dagegen waren ein Kinderspiel. Nachdem ihr Freund die Tür des Hauses geöffnet hatte, kam dieser vertraute Geruch aus den Räumen, welchen die Brünette sofort einhüllten und in ihren Bann zogen. Seltsamerweise mochte sie den Geruch dieser vier Wände, auch wenn sie sonst ein Problem mit fremden Gerüchen hatte. Mimi fühlte sich daheim immer am wohlsten, dieser Geruch jedoch hatte es ihr schon irgendwie angetan.
Wieder einmal zierte ein Lächeln ihre Lippen, als die kleine Frau langsam in das Haus ging und ihre Schuhe auszog. Einen Augenblick später umschlossen zwei starke Hände ihr Gesicht und drehten es zu diesen grünen Augen. Gerade wollte sie sich in ihnen verlieren, als ein weiches paar Lippen die ihre berührten und ihr einen Kuss raubten. Allein diese kleine Berührung benebelten die Brünette leicht und ließen sie sich wünschen, er würde sie sofort mit in sein Zimmer nehmen.
Allerdings schlug sie dies schnell aus dem Kopf, als ihr Freund sie an das Eis erinnerte, welches sie doch hatte haben wollen. Verdammt, daran hatte sie schon gar nicht mehr gedacht. Wieso um alles in der Welt hatte sie nur angefangen von so einer Kalorienbombe zu sprechen? Wahrscheinlich, weil sie das Süße mit seinen Schwestern in Verbindung brachte. Diese kleinen und bezaubernden Mädchen waren einfach Zucker pur. Wie konnte sie da nicht an Eis denken? Und dann noch die Tatsache, dass Mimi etwas Süßem einfach niemals widerstehen konnte. Eine Eigenschaft, die ihr manchmal wirklich alle Nerven kosteten.
Noch bevor sie protestieren konnte, hoben die Hände ihres Freundes sie an einer Stelle hoch, die er so zuvor noch nie gewählt hatte. Wie waren ihr seine Berührungen nicht aufgefallen? War sie etwa doch wieder in seinen Augen versunken? Leicht errötet ließ sie sich von ihm in die Küche tragen und trug dabei ein leichtes Grinsen auf den Lippen. Okay, der Gedanke an Eis an solch einem Tag gefiel ihr doch irgendwie. Immerhin war Eis einfach lecker, aber Nobu wäre es in dieser Sekunde vielleicht mehr.
Als sie in der Küche ankamen, setzte der Blondschopf sie kurzerhand auf der Arbeitsfläche ab. Was hätte sie nicht alles dafür gegeben ihn bei sich zu behalten. Am liebsten hätte sie ihm ihre Beine um den Leib geschlungen und für immer an sich gebunden. Dennoch ließ sie ihn ziehen und sich auf die Suche nach ihrem Eis machen. Dabei wollte er ihr imponieren, wie süß einfach. Als Mimi also das Erdbeereis erblickte, strahlten ihre Augen sofort mehr: „Du weißt einfach immer, wie du mich um den kleinen Finger wickeln kannst, oder?“. Natürlich wusste er das. Nobu war einfach ein aufmerksamer junger Mann, der sich Sachen in kürzester Zeit merken konnte. Allein die Tatsache das sie erst einmal nebensächlich gesagt hatte ihr Lieblingseis wäre Erdbeere ließ sie nicht daran zweifeln, dass er ihr immer aufmerksam folgte.
Ziemlich schnell war der Blondschopf fertig und gab der Brünette eine Schale mit einer riesigen Kalorienbombe. Nicht nur das sie ihr heißgeliebtes Eis bekam, nein. Er hatte ihr sogar erlaubt Schlagsahne und Streusel drauf zu haben. Dabei wusste Mimi mehr als genug wie wichtig es Nobu war gesund und sportlich zu leben. Sicherlich würde sie deswegen mit ihm das ein oder andere Gewicht drücken müssen, aber auch das war okay. Sie liebte es schließlich ihm dabei dann zuschauen zu können, wie er sich verausgabte. Für sie hatte es eben auch seine Vorteile, vor allem wenn sie so einen Freund hatte, der dann alles zur Show stellte, was er zu bieten hatte. Für gewöhnlich hatte Mimi eigentlich nie Gefallen an solchen Proleten gefunden, dieser jedoch hatte es ihr angetan. Vor allem aber auch die Küsse bei jedem einzelnen Liegestütz, wenn sie sich unter ihn legte und ihm so als Anreiz diente. Das allein war schon Grund genug, immerhin konnte dieser Mann viele Liegestütze. An Ausdauer mangelte es nicht und an Küssen ebenso wenig.
Mimi nahm freudig ihren Eisbecher entgegen: „Dankesehr mein Schatz. Ich werde danach natürlich irgendwann mit dir ein bisschen Sport betreiben, versprochen“. Ein Zwinkern, welches normalerweise sein Job war, zierte ihre Aussage und ließ sie danach jedoch aufhorchen. Erst dann merkte sie, wie anzüglich ihre Worte gewesen waren, weshalb sie errötete. Hoffentlich hatte er es nicht als solches aufgefasst, um Himmels Willen.
Um sich abzukühlen steckte Mimi einen Löffel voll mit Eis in ihren Mund und ließ die Creme langsam auf ihrer Zunge zerfließen. Die Kälte tat gut und ließ sie wieder einen freien Kopf bekommen. Verdammt, sie musste langsam mal an etwas Anderes denken. So würde es immerhin nicht weiter gehen, wenn sie ihren Freund nicht noch unnötigerweise mit diesem Thema zu nah treten wollte.
Als seine Stimme sich erhob, hörte Mimi auf und sah ihn rasch an. Noch immer stand er vor ihr und sah sie dabei innig an. Er wollte sich also umziehen, ja gut, aber wieso wollte er sie allein lassen? Mimi ließ ihren Löffel aus dem Mund gleiten und stellte kurzerhand ihr Eis zur Seite. Schließlich tat sie das, was sie vor ein paar Minuten schon hatte tun wollen. Sie griff nach einer seiner Hand und zog ihn näher an sich. Er war einfach viel zu weit weg und das hasste sie einfach. Ganz automatisch schlossen sich ihre Beine um seinen Leib, als hätte sie es noch nie anders getan. Die Augen der Brünette waren dabei immer noch auf seine gerichtet und versuchten zu erkennen woran er gerade dachte. Was würde sie nicht alles geben, wenn sie dafür Gedanken lesen konnte oder zumindest die ihres Freundes.
Ihre freie Hand strich eine Haarsträhne aus dem Gesicht von Nobu, ehe sie ihre Stimme wieder fand: „Aber du willst mich doch nicht alleine hier lassen oder? Nimm mich bitte mit, ich bin auch artig“, sie hatte das Gefühl die Luft würde sie förmlich statisch aufladen und wäre somit fast greifbar. Irgendwie beunruhigte sie das, animierte sie allerdings auch weiter zu gehen, weiter als sonst. Mit einem Mal legte sie ihre Hände an den Saum seines Shirtes und biss sich auf die Lippe: „Oder aber ich kann dir auch hier etwas helfen, wenn du mich nicht mit nehmen willst“. Ihre Hände wurden immer sicherer und fordernder. Langsam zogen sie sich hoch über seine Bauchmuskeln und erkundeten jeden Hügel, welcher sich durch sein hartes Training gebildet hatte. Wie hatte sie ohne diesen Mann nur je leben können?
„Es tut mir Leid wenn ich zu weit gehe Nobu, aber langsam kann ich einfach nicht mehr klar denken. Ich liebe dich und ich will dich einfach ganz nah bei mir haben. Unterbreche mich, wenn es falsch ist, aber gerade jetzt fühlt es sich für mich einfach mehr als richtig an“, noch ehe sie ihr letztes Wort wirklich ausgesprochen hatte, landeten ihre Lippen auf seinen und zogen sie in einen fordernden Kuss. Noch nie hatte sie solch einen Hunger verspürt und mit jeder Bewegung an seinen Lippen schien dieser sich noch weiter auszubreiten. Man hätte dies schon fast als Gier bezeichnen können.
Vorsichtig und mit leicht zitternden Händen, ob vom Kuss oder von ihrer Nervosität wusste Mimi nicht, zog sie an seinem Shirt und schob dies somit Millimeter für Millimeter weiter nach oben, ehe sie sich kurz von seinen Lippen löste, nur um es ihm über dem Kopf auszuziehen. Seltsamerweise wehrte er sich nicht. Wollte er das etwa doch auch? Mit einem Mal schlug der Brünette das Herz bis zum Hals und verschlugen ihr somit die Sprache. Selbst das Atmen vergaß Mimi, auch weil sie sich nun wirklich einen ausschweifenden Blick über seinen Oberkörper gewährte. Natürlich hatte sie ihn schon öfter gesehen, aber nicht so, nicht mit diesen Augen und verdammt nochmal, sie liebte einfach was sie sah.
Bevor sie sich ganz vergaß, schaute Mimi wieder nach oben und erwiderte den hungrigen Blick des Blondschopfes, ehe sie ihre Lippen wieder auf die seiner drückte. Wenn sie es nicht besser wüsste, würde sie sagen, sie wäre nun im Himmel angekommen, allerdings wäre das noch eine Untertreibung. Nobu Kisaragi war viel besser als der Himmel und das konnte sie mit Sicherheit sagen, ohne das Mimi den Himmel kannte.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Haus der Kisaragis   Do 3 Aug 2017 - 1:43

11. August
15:30 Uhr
Mimi & Nobu


Mimi war einfach sein Mädchen. Das bekam er immer und immer wieder zu spüren. Sie war schlichtweg eine Prinzessin wie sie im Buche stand und der hochgewachsene Mann hätte niemals gedacht, dass er an sowas jemals sein Herz verlieren könnte. Aber das war einfach geschehen und er liebte sie mit jeder Faser seines Körpers und konnte sich keine bessere Frau an seiner Seite vorstellen. Niemals. Vor allem weil sie seine Schwestern ebenso viel Liebe schenkte und das sie die Brünette ebenfalls bedingungslos mochten. Das war wohl eine der Vorraussetzungen die Nobu an seine Freundin stellte und Mimi… sie schaffte einfach in jeder Hinsicht perfekt in den Augen des Mannes zu erscheinen. Also wäre er ja wohl mehr als verrückt wenn er sie wegen irgendwas gehen ließ. Und umso froher war er, dass dieses Mädchen auch keine Anstanden machte seine Seite jemals zu verlassen.
So schenkte er ihr ein kurzes Schmunzeln, als sie die Tatsache erwähnte, dass er wusste wie er sie um den Finger wickeln kann. Das mit einem Ja zu beantworten wäre zu einfach. Und lag nicht in Nobus Natur. Stattdessen genoss er einfach die Tatsache dass sie ihm das zumutete. Und Nobu gab es sich einfach auch stets Mühe um jede Kleinigkeit, jedes Wort und einfach alles was Mimi tat und von sich gab zu registrieren und die Informationen auszuwerten und zu nutzen. Zu nutzen um Mimi nur ansatzweise so glücklich zu machen, wie sie ihn glücklich machte. Und dieser Satz sorgte einfach dafür, dass er eine Art Genugtuung fühlte, immerhin trugen seine Taten damit offensichtlich Früchte.
Und diese Früchte konnte er wenig später ernten. Mit einem leichten Grinsen auf den Lippen lauschte er ihrem Versprechen. Sie wollte zusammen mit ihm Sport treiben? Etwas skeptisch musterte er sie. Denn diese Ehre kam ihm selten zu Teil. Meist war sie eher moralische Unterstützung, was sie mehr als gut genug tat. Das war wohl der Grund warum er sie nie dazu drang wirklich mitzumachen, dann bei jeder erfolgreich durchgeführten Übung mit einem Kuss belohnt zu werden war einfach eine viel bessere Aussicht. Auch wenn er den Anblick von Mimi in einem kurzen Sportdress wohl auch nicht ablehnen würde. Und ebenso würde ihm eine gemeinsame Dusche nach dem Training ihm auch mehr als nur gefallen. Doch diesen Gedanken sollte er nicht weiterspinnen, das würde nur schief gehen. „Ich freu mich schon drauf.“ Entgegnete er ihr dann lediglich knapp. Denn auch wenn er den Sport eher als Mittel zum Zweck sah. Aber nun gefiel ihm die Aussieht mit Mimi sich sportlich zu betätigen doch erstaunlich gut.
Und in dem Moment, wo er sich gerade abwenden wollte, um für einen Augenblick in seinem Zimmer zu verschwinden wurde er von Mimi direkt an sie heran gezogen. Doch etwas überrascht ließ er das über sich ergehen. Und nahezu automatisch legte er seine Hände an ihrer Taille ab. Während es sich beinahe schon so anfühlte als würden sie sich eine Ewigkeit einfach nur anschauen. Doch Mimi brach dieses Schweigen und bat ihn sie mitzunehmen. Noch bevor Nobu darauf mit mehr als nur einem Schmunzeln antworten konnte, lenkte ihn Mimis folgende Tat zu sehr ab, als das er die passenden Worte finden konnte. Und tatsächlich musste der sonst so wortgewandte Mann einmal kräftig schlucken. Ob er sich ihre Worte gerade nur eingebildet hatte? Oder einfach nur verhört? Doch ließ sie ihren Worten direkt Taten folgen. Auch wenn erst langsam und zögernd. Doch allein schon da bekam Nobu das Gefühl, dass er seine Muskeln doch etwas mehr anspannen sollte. Mimi mochte diese, das wusste er. Und deswegen redete er sich wohl ein das zu tun. Zu konzentriert auf das, was sie da tat schaffte er es erneut nicht einmal ein Wort über seine Lippen zu bringen. So war er dann doch recht erleichtert, dass Mimi das Wort erneut übernahm und ihm gar keine Möglichkeit gab darauf zu antworten. Stattdessen genoss er ihre zarten Lippen und die Tatsache, dass sie einfach zu sehr nach dem Erdbeereis schmeckte, welches wenige Sekunden zuvor noch auf ihrer Zunge lag.
Seine Hand vergrüb sich direkt in ihren Haaren und drückte sie nur noch etwas näher an sich heran. Zu sehr wollte er in diesem Moment Mimi einfach haben. Viel zu sehr wahrscheinlich. Also war es weniger verwunderbar dass sein Kuss nur von Sekunde zu Sekunde verlangender wurde. Er wollte Mimi in diesem Moment einfach komplett für sich haben. Und dass es ihr ähnlich erging bewies ihm die Tatsache, dass sie, auch wenn eher vorsichtig, ihm tatsächlich aus seinem Oberteil half. Und auch wenn es ihm nicht zusagte, denn Kuss bereits zu unterbrechen war das wohl für einen kurzen Moment nötig. Das Shirt legte er kurzerhand neben ihr auf dem Tresen ab immerhin gab es in diesem Moment wesentlich wichtigeres zu tun.
So ließ Nobu sich auch nicht lange bitten und nahm den Kuss dankend an. Das Mimi heute nun ausgerechnet einen Rock bei ihrer Kleiderwahl gewählt hatte war wohl Segen und Qual zugleich. So schafften es seine Hände nur viel zu kurz an ihrer Taille zu verweilen, aber es reicht um sie weiter an die Kante des Tresens zu ziehen. Seine Hand vergrub sich wenig später in ihrem Haaransatz an ihrem Hinterkopf vergrub fuhr seine Zunge leicht über ihre Lippen und flehte um Einlass. Seine andere Hand hatte es sich derweil auf ihrem Bein bequem gemacht und fuhr bereit ihren Oberschenkel langsam hinauf. Doch nachdem seine Fingerspitzen bereits unter dem Stoff ihres Rockes verschwunden waren hielt seine Hand an. Und Nobu musste sich eingestehen, dass sein Herz wohl zuvor noch nie so schnell geschlagen hatte. Und das war wohl auch der Grund dafür, dass seine Hand etwas zitterte. Es fühlte sich zu richtig an, um das zu beenden. Doch Nobu löste dann bereits den Kuss von sich aus. Auch wenn er bereits etwas außer Atem war schenkte er ihr ein Lächeln, „Artig… so so…“ tadelte er sie leise, während er mehr jedes Wort gegen ihre Lippen hauchte. Darauf folgte nur ein kurzer Kuss auf ihre Lippen. Was sie hier taten war immerhin nichts mehr, was man als artig definieren konnte. Aber ihm gefiel es zu sehr, als dass er sich weiter dazu äußern konnte. So lehnte er sich zu ihrem Ohr, so nah das seine Lippen beinahe dieses berührten. „Ich liebe dich auch.“ Fing er leise an, es kam ihm oft vor, dass er das zu selten sagte. Da Mimi mit diesen Worten nicht so geizte, doch sie beschwerte sich nie darüber, wenn er ihr nur mit Taten bewies, was er für sie empfand. Es war nicht so, dass er es nicht häufiger sagen wollte. Nur bewies er ihr seine Liebe lieber über Küsse und ähnlichen Gesten. „Du machst mich ganz verrückt…“ beschwerte er sich dann noch murmelnd, ehe er leicht in ihr Ohrläppchen biss und sich von da an ihren Hals hinabarbeite. Doch da sie im Gegensatz zu ihm noch keine Hüllen fallen gelassen hatte, musste er leider frühzeitig aufhören, weshalb ihm ein kurzes Knurren über die Lippen huschte. Er löste seine Hand aus ihren Haaren und auch seine Hand wich von ihrem Oberschenkel. Er griff nach seinem Shirt, welches er ungern liegen lassen wollte ehe er Mimi wieder auf seine Arme hob. Die Küche war einfach kein guter Ort um das hier fortzuführen, vor allem weil Nobu nicht abschätzen konnte, ob und wann seine Mutter mit seinen Schwestern durch die Tür schnellen wird. Und er hätte nicht gewusst was unangenehmer gewesen wäre, es den beiden Mädchen oder seine Mutter zu erklären, warum er oben ohne in der Küche stand und regelrecht an Mimi klebte.
So ließ Nobu keine weitere Zeit verstreichen und machte sich mit Mimi auf dem Weg in sein Zimmer. Die Tür riss er dabei regelrecht auf, immerhin wollte er nicht länger als nötig auf sie verzichten, vor allem nicht, nachdem er feststellen musste wie sehr er sie wollte.
Das Shirt ließ er direkt auf den Boden fallen, damit wollte er keine unnötige Zeit verschwenden und schloss die Tür dann ebenso unsanft wie er sie geöffnet hatte. Aber das war Nobu in diesem Moment herzlichst egal. Das einzige was ihn in dem Moment interessierte war Mimi und auf die wollte er sich einfach nur fokussieren, weshalb er alles andere ausblendete. So ließ er sie dann doch sehr sanft auf seinem Bett nieder. Auch wenn sie schon einige Nächte gemeinsam in diesem verbracht hatten fühlte es sich nun plötzlich so fremd und ungewohnt an. Und auch wenn er Mimi schon so oft sah und jede Gelegenheit nutzte um sie sich genau einzuprägen wirkte sie in diesem Moment doch vollkommen anders. Jetzt war sie nicht nur das süße Prinzeschen um das er sich gerne kümmerte, jetzt war sie die Frau die er liebte und mehr als alles andere auf der Welt begehrte.
So ließ er sich nicht lange bitten und fuhr dort fort, wo er wenige Momente unterbrach und liebkoste den Hals der Brünetten sanft, während seine eine Hand ihren noch vom Stoff bedeckten Körper erkundete. Doch die Stellen an ihrem Körper die in diesem Moment zu verführerisch waren ließ er doch vorerst aus, denn das wäre ein großer Schritt für das Paar und Nobu machte der Gedanke viel zu nervös, dass Mimi sich nicht so sicher war wie er. So musste er sich wohl oder übel erneut von ihrem Hals lösen und rutschte mit seinem Kopf etwas höher. Seine Stirn gegen ihre gelehnt suchten seine Augen die ihre, die Augen, welche er so sehr liebte. Die Augen welche ihn schon bei ihrem ersten Zusammentreffen so unglaublich faszinierten und die Augen, von welchen er sich wünschte, dass er für immer in diese Blicken konnte. „Denkst du… also…“ fing er dann zögernd an, während seine Hand dann auch zum stillstand kam. Es war komisch das offen auszusprechen. Warum war er plötzlich so unglaublich nervös? „Fühlst du dich wirklich bereit?“ kam es ihm dann über die Lippen, das worum er sich am meisten sorgte. Denn es gab immerhin einen Grund warum sie so lange gewartet haben und er wollte nur nichts überstürzen oder eher… er wollte nichts tun bei dem Mimi sich nicht komplett wohl fühlte. Denn auch wenn sie bisher eindeutig den Anschein machte, als würde sie es wollen kannte er sie doch gut genug um zu wissen, dass es sich dabei auch nur um eine kurzzeitige Euphorie handeln könnte und unter diesem Aspekt wollte er nicht voreilig handeln. Und auch wenn sein Körper ihn spüren ließ, dass er nicht mehr lange warten konnte, schaffte es dann doch der Verstand noch kurzzeitig überhand zu gewinnen. Doch das dieser nach einer eindeutigen Zusage komplett aussetzen würde, war Nobu ebenso bewusst.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Haus der Kisaragis   So 29 Okt 2017 - 16:33

11. August
15:30 Uhr
Mimi & Nobu


Zu lange hatte Mimi auf solch einen Moment warten müssen. Natürlich wollte sie mit ihrer Jungfräulichkeit nicht einfach so um sich werfen. Es gehörte sich für eine Frau in ihrem Alter nicht. Dennoch fühlte sie einfach das Nobu der Richtige war. Er hatte sie nie verletzt, im Gegenteil. Bis jetzt trug Nobu sie in jeder Sekunde auf Händen und auch sonst war er meilenweit von dem Niveau der Trottel entfernt, die Mimi in den USA kennen gelernt hatte.
Mit ihren rehbraunen Augen schaute die Brünette zu ihrem Freund empor, der über ihr kniete und sie mit seinem sinnlichen Grün ins Visier genommen hatte. Sie selbst konnte seine Vorfreude jetzt schon deutlich spüren und merkte selbst, wie ihr das Herz bis zum Hals schlug. Dennoch überkam sie ein leichter Schauer als sie daran denken musste wie unerfahren sie war. Ob es ihm überhaupt mit ihr gefallen würde? Noch dazu hatte er in seinem Leben mit Sicherheit schon viel mehr mit einer Frau getan als nur das bisschen kuscheln, was sie bis jetzt getan hatten. Natürlich hatte Mimi nicht nach seinen Abenteuern im Bett gefragt, auch wenn sie sonst manchmal etwas taktlos war. In diesem Fall wäre es ihr einfach zu peinlich gewesen. Noch dazu hätte es sie verletzt zu wissen wie viele Frauen er vor ihr schon berührt hatte.
Mit einem Mal bildete sich ein riesen Knoten in ihrem Bauch, der sie zusammen zucken ließ. Noch nie hatte sie solche Zweifel gegenüber sich selbst gehabt, aber wie sagte man so schön? Irgendwann war immer das erste Mal. Mit einer verschwommenen Sicht starrte sie nun wieder zu ihrem Freund auf, der natürlich sofort wusste das etwas mit ihr nicht zu stimmen schien. Wie schaffte er es nur immer zu wissen was in ihr vor sich ging?
Mit zaghafter Stimme versuchte sie die richtigen Worte zu finden, auch wenn es für diesen Selbstzweifel einfach keine Worte gab: „Du weißt ich liebe dich über alles Nobu, aber ich habe einfach Angst“. Konnte sie ihre Angst ihm gegenüber wirklich offen sagen? Sie schämte sich für ihre Gedanken, denn immerhin konnte Nobu nichts für seine Vergangenheit. Dazu konnte er sie ja schlecht ändern. Ihr Freund war einfach schon ein Mann, der sein Leben mit Sicherheit genossen hatte und sie selbst? Sie war ein naives und dummes Mädchen, welches da das ihr Freund nicht mit ihr zufrieden sein könnte.
Mit Tränen in den Augen klammerte sich die Brünette an den Hals ihres Freundes und zog ihn an sich, ehe er etwas dazu sagen konnte. Zu groß war die Angst vor einer Abfuhr oder einer Begründung dafür das sie falsch lag. Auch rechtfertigen konnte sich die sonst so taffe Digiritterin nicht in diesem Moment nicht. Dieser Mann war einfach alles für sie und momentan ihre größte Schwäche. Es fühlte sich falsch an nun zu weinen und ihn so unter Druck zu setzen, aber Mimi konnte ihre Tränen einfach nicht zurück halten. Ununterbrochenliefen sie und breiteten sich auf der nackten Schulter ihres Freundes aus, an der sie ihr Gesicht versteckt hielt. Ihre zierlichen Finger suchten an seinem breiten Kreuz ihren Halt und gruben sich in seine Haut.
Es dauerte einige Minuten und viele Streicheleinheiten von Nobu, ehe sich die zierliche Brünette wieder gefangen hatte. Die Tränen auf ihren Wangen fingen an zu trocknen. Dennoch dachte Mimi nicht daran Nobu auch nur einen Millimeter von sich weg zu lassen. Sie hielt ihn fest an sich gedrückt und genoss seine Nähe. Allein diese Art von Liebe reichte ihr gerade um sich vollständig zu fühlen. Seine Wärme durchfloss ihren gesamten Körper und erinnerte sie daran wie schön es war einfach bei ihm zu sein. Als sie seine zaghaften Bewegungen spürte, ließ sie ihn gewähren, aber nur so weit das er sich neben sie legte und einen Arm um sie tat.
Langsam schlossen sich die braunen Augen der Digiritterin: „Danke das du mich so liebst, wie ich bin. Ich weiß ich bin manchmal etwas anstrengend, aber ich mache es wirklich nicht mit Absicht. Ich versuche mich zu ändern, wirklich“. Mit jedem weiteren Moment neben ihm beruhigte sich der Herzschlag von Mimi weiter. Vorsichtig öffnete sie wieder ihre Augen und schaute Nobu wieder an. Zu groß war einfach die Versuchung ihn zu beobachten. Zudem lag er das erste Mal in ihrem Leben oberkörperfrei neben ihr. Mit großen Augen bestaunte die sonst so vernünftige Brünette das Tattoo, welches von der Brust bis runter zu seinem Arm verlief. Auch wenn Mimi noch nie über solche Körperkunst nachgedacht hatte, gefiel es ihr mit jeder Sekunde mehr. Es hatte etwas Verführerisches und Verbotenes an sich. Ohne darüber nachzudenken ging sie schließlich mit ihrem Zeigefinger über das Kunstwerk und zog die Linien entlang. Auch dort war seine Haut so schön wie sonst überall. Sie konnte seine Muskeln an der Brust spüren und zog daher die Linien zu seinem Bizeps weiter. Auch dort fühlte sich alles ganz normal an. Hatte sie etwa gedacht es würde sich durch die Farbe anders anfühlen?
„Wieso hast du eigentlich dieses Tattoo? Oh..“, Mimi schaute ihren Freund schließlich wieder an und bemerkte seinen amüsierten Blick. Sie fühlte sich ertappt und lief direkt rot an. Vielleicht hatte sie mit der Aktion doch ein wenig übertrieben, aber was sollte sie tun? Sie war einfach zu neugierig. Wie sollte sie dort auch nicht der Versuchung nachgeben? Es war einfach wie eine Einladung gewesen zu erkunden was sie bis jetzt nicht gesehen hatte, auch wenn sie alles hätte erkunden können, aber auch das würde eines Tages geschehen. Für diesen Augenblick zählte einfach ihre gemeinsame Zeit mit Nobu und das er sie trotz allem liebte. Mehr wollte sie gerade nicht, außer vielleicht das dieser Moment nie zu Ende gehen würde, aber das war leider nicht möglich.
Ein Knall und schrille Kinderstimmen, sowie eine feste Frauenstimme zogen Mimi aus ihren Tagträumen und brachten sie zurück in die Realität. Es war also Zeit sich dem Alltag zu stellen. Panisch schaute die Brünette ihren Freund an, der noch immer entspannt neben ihr lag und sie mit einem Grinsen anschaute. Scheinbar schien es ihn zu amüsieren das sie rot sah, nur weil seine Familie nach Hause gekommen war, aber was wäre bitte peinlicher als die Blicke seiner Schwester, während sie halbnackt in seinen Armen lag.
Mit einem Mal klopfte es an der Zimmertür und die Stimmen seiner Schwestern waren klar und deutlich zu hören. Ihre Schuhe mussten sie verraten haben, denn genau jetzt riefen sie nach ihr und das sie spielen wollten. Verdammt, peinlicher konnte es doch nicht werden, oder?
„Verdammt Nobu tu doch etwas!“, verunsichert sah Mimi zu Nobu rüber. Wenn nicht gleich etwas passieren würde, das die Beiden davon abhielt hier rein kommen zu wollen, dann würde die Brünette noch vor Scharm im Erdboden versinken wollen. So viel war sicher.
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Nobu Kisaragi

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Anzahl der Beiträge : 25

BeitragThema: Re: Haus der Kisaragis   Mo 30 Okt 2017 - 0:16

11. August
15:30 Uhr
Mimi & Nobu


Es wäre nicht korrekt, wenn man behaupten würde, dass Mimi ein einfaches und unkompliziertes Mädchen war. Eher war genau das Gegenteil. Doch das störte Nobu nicht. Immerhin wusste der Blonde ja, auf was er sich einließ. Auch wenn er sich wohl kaum dagegen wehren konnte sein Herz an die Brünette zu verlieren. Und irgendwie genoss er die Kopfschmerzen, die ihm seine Freundin mit ihren Eigenarten immer wieder bescherte. So wurde es immerhin nie langweilig mit ihr! Und so fiel es ihm auch nicht schwer, sich komplett in Mimi zu verlieben. Nun endlich einen Schritt weiter gehen zu können, war etwas was Nobu schon ewig in den Fingern kribbelte, doch war er einfach nicht der Typ, der irgendwas zu etwas drängen wollte weshalb er geduldig, aber doch all Zeit bereit, auf den Schritt von Mimi wartete.
Das sie ihn wagte überraschte Nobu, doch würde er sich wohl darüber beschweren. Doch nur kannte er Mimi auch bereits gut genug, um direkt festzustellen, dass sie sich nun doch weniger wohl fühlte, weshalb er selbst einen sprichwörtlichen Gang runterschaltete. Ehe er sich versah sprach Mimi nun auch das offen aus, was er sich wenige Augenblicke zusammengereimt hatte. Schweigend lauschte er ihren Bedenken, wissentlich dass er wohl doch etwas zu offensiv vorgegangen ist. Und wie er Mimi kannte, gab es nun keine Worte um sie wirklich zu beruhigen oder umzustimmen. So gab er seiner Freundin genau das, was sie brauchte. Immerhin stellte seine Schulter sich bereits oft genug als den idealen Ort für Mimis Tränen heraus und so ließ er sich weiterhin schweigend von Mimi regelrecht erdrücken, was er mit einem leichten Schmunzeln über sich ergingen ließ. Seine eine Hand wanderte derweil durch ihr langes und unglaublich weiches Haar um den Beruhigungsprozess etwas zu beschleunigen. Aber auch für ihn hatte es so seine Vorteile, immerhin liebte er es genauso mit seiner Hand durch ihr Haar zu fahren. Wohl etwas was man nur verstehen konnte, wenn man Hals über Kopf in jemanden verliebt ist. Und das war Nobu einfach.
Doch bei aller Liebe die er für Mimi empfand, irgendwann wurde diese Position für den doch recht gut durchtrainierten Studenten zu viel. So versuchte er sich von seinem kleinen Klammeräffchen zu lösen, sehr vorsichtig und zögernd selbstverständlich. Denn er wusste nur zu gut, dass Mimi ihn wohl niemals freiwillig sich sonderlich weit von ihr entfernen ließ. Dabei reichte es ihm erstmal sich nur auf das Bett zu legen und nicht weiterhin sein gesamtes Gewicht auf seine Arme zu verteilen. Und das ließ Mimi tatsächlich auch zu, nachdem der erste Schock ihrerseits verdaut war. Doch wusste Nobu genau, dass seine Prinzessin nach solchen emotionalen Ausbrüchen noch viel Zuwendung bedarf. So schloss er sie ihn seine Arme um den Abstand zueinander besser überbrücken zu können während er immer wieder ihren Rücken auf und ab strich, während sie erneut wieder die Stimme erhob. Ihr Versprechen sorgte für ein leichtes Kopfschütteln seinerseits. „Du musst dich nicht ändern. Dummerchen.“ Tadelte er sie, ohne jedoch seine Stimme sonderlich zu erheben. Immerhin liebte er sie so wie sie war, doch er war sich sicher, dass sie das ganz genau wusste. So sollte ein kurzer Kuss auf ihre Stirn als Liebesbeweis in diesem Moment genügen. Immerhin blieb ihm auch wenig Zeit mehr zu sagen, da er Mimis zarten Berührungen wenig später spürte. Eine Mischung aus Verwunderung und Belustigung machte sich in dem Blonden breit, während er mit seinen Augen jede Bewegung von Mimis Finger genaustens beobachtete. Wenn er so drüber nachdachte, hatte Mimi bisher nie wirklich die Möglichkeit gehabt, seine Körperkunst so lange und von so nahem zu betrachten. Auch wenn sie schon bei ihm übernachtet hatte, bevorzugte er es vorerst sich dabei nicht obenrum zu entkleiden. Es kam ihm bisher einfach unangebracht vor, da er Mimi einfach nicht überrumpeln wollte. Aber ihr Interesse an seinem Überkörper zeugte davon, dass es weniger ein Problem darstellen würde, dies nun zu ändern. Immerhin hatte Nobu nichts zu verstecken. Ganz im Gegenteil, er war mehr als stolz auf seinen Körperbau und wartete nur auf die passende Gelegenheit Mimi diesen zu präsentieren. In der Hoffnung, dass ihr das allgemein auch wirklich so zusagte und es nun nicht nur ein spontanes Interesse ihrerseits war. Ihre Frage warf ihm jedoch etwas aus der Bahn und entlockte ihm gepaart mit einem amüsiertem Grinsen ein kurzes Lachen. „Wieso?“ wiederholte er nur, ehe das sich das Grinsen auf seinen Lippen nur noch mehr ausbreitete, „Ich bin in einer Gang, mehr kann ich dir leider nicht verraten.“ Neckt er sie mit einem Zwinkern. Immerhin hatte es für Nobu einen genauen Grund. Es gefiel ihm einfach und ebenso gefiel ihm die Tatsache, sich etwas vom gewöhnlichen Pöbel abzuheben. Aber das einfach zu sagen, wäre immerhin zu einfach und langweilig. Immerhin war Nobu nicht der Typ Mensch, der sowas einfaches und offensichtliches beim Namen ansprach. Da genoss er einfach die Gelegenheit mehr einen neckisches Spruch über die Lippen zu bringen, welchen er mit einem kurzen Kuss besiegeln wollte. Doch erneut wurde Nobu bewiesen, dass dieser Tag einfach nicht so zu Nobus Vorteil verlaufen wollte.
Immerhin war es kaum zu überhören, dass der Rest der Familie Kisaragi gerade eingetroffen war. Erneut wurde Nobu mit einer gemischten Gefühlswelt konfrontiert. Irgendwie gefiel ihm es nicht wirklich nun bereits unterbrochen zu werden, denn den trauten Moment alleine mit Mimi zu genießen war etwas, was er nur schwer aufgeben konnte, doch auch die Erleichterung, nicht bereits komplett nackt zu sein machte sich in ihm breit. Aber ebenso war er doch mehr als amüsiert über Mimis recht panische Situation. Für ihn war es nichts sonderlich weltbewegendes oberkörperfrei in der Nähe seiner Familie zu sein. Und ebenso waren die es auch mittlerweile gewohnt. Doch im Zusammenhang mit Mimi würde seine Mutter es sicherlich nicht gutheißen, wenn Nobu sich halb nackt im Haus bewegt. „Ich mach das schon.“ Flüsterte er Mimi grinsend zu ehe er sich von ihr löste um dann aufzustehen.
Den recht kurzen Weg vom Bett in Richtung Tür war schnell zurückgelegt und ebenso schnell war das Shirt vom Boden aufgehoben. Während Nobu also die Zimmertür öffnete zog er sich schnell das Shirt über den Kopf während er mit einem „Schnappt sie euch!“ seine Schwestern dazu animierte das Zimmer zu stürmen um sich zu Mimi aufs Bett zu werfen. Die perfekte Gelegenheit für Nobu sein Shirt richtig anzuziehen und sich mit einem frechen Grinsen zu seiner Freundin zu drehen, während er seine Hände in seiner Hosentasche vergrub. „Ihr kommt kurz alleine zurecht?“ erkundete er sich nur höflicherweise. Immerhin war er für die Mädchen direkt abgeschrieben. Das war etwas an was er sich gewöhnen musste. Mimi war der Mittelpunkt für die beiden Mädchen geworden und er konnte das auch niemanden verübeln. Während die Zwillinge zu beschäftigt damit waren Mimi von ihrem aufregenden Tag im Kindergarten zu erzählen verschwand Nobu aus seinem Zimmer um seine Mutter aufzusuchen, welche sichtlich verdutzt über die Anwesenheit ihres Sohnes war. Immerhin hatte er sich ja vorher telefonisch bei ihr abgemeldet. Und das bedarf einer Entschuldung, welche Nobu seiner Mutter mit einem verlegenen Schmunzeln gab, sowie dem Versprechen ihr später genauer zu erklären, was los war. Immerhin war die recht kleine und zierliche Frau besorgt um ihren Ältesten, so wie nahezu immer.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Haus der Kisaragis   Mo 30 Okt 2017 - 18:37

11. August
15:30 Uhr
Mimi & Nobu


Nobu schien alles viel lockerer zu sehen als sie selbst. Aber wie konnte er in solch einer bremslichen Situation nur so ruhig bleiben? Schien es ihn denn gar nicht zu stören das seine Schwestern ihn sehen konnten, wie er nur halb angezogen mit ihr im Bett lag? Vielleicht sah Mimi das alles aber auch viel zu eng. Sie kannte sich in dieser Hinsicht gar nicht aus und wusste zudem das Nobu oben ohne mit Sicherheit kein fremder Anblick für die Beiden war.
Es beruhigte sie dennoch stark, als sie sah wie er mit einer fließenden Bewegung sein Shirt vom Boden aufhob und es sich überzog. Auch wenn es so richtig war, konnte Mimi dennoch nicht abstreiten das es sie traurig machte nun nicht mehr dem Muskelspiel zuschauen zu können. Eventuell hatte sie doch ein sehr großes Interesse daran diesen Kerl oben ohne zu sehen, aber nur nicht jetzt. Es wäre einfach falsch. Langsam musste die Brünette sich wieder einkriegen oder die Röte in ihren Wangen würde weiter ansteigen.
Innerlich versuchte sie daher das Thema zu wechseln und dachte wieder über sein Tattoo nach. Was hatte er denn damit gemeint? In einer Gang? War das etwa so ein Rebellending oder ein Studentending? Mimi war keine Gang bekannt in der Nobu hätte sein können. In einer ruhigen Minute würde sie ihn sich noch einmal zur Brust nehmen und ihn darauf ansprechen. Nicht um sonst galt sie unter ihren Freunden als die neugierigste Person. Auf den Mund gefallen war sie auch nicht, weshalb sie sich jetzt schon unter Kontrolle bringen musste die Worte nicht einfach aus ihrem Mund sprudeln zu lassen.
Als Nobu schließlich an seiner Zimmertür ankam und diese öffnete, dauerte es nicht lange bis Nazomi und Nanami in das Zimmer gestürmt kamen und die Brünette auf dem Bett erwischten. Mit einem Lachen stürmten sie auf Mimi zu und nahmen sie sofort in Beschlag. Es vergingen keine zwei Sekunden, da lag die Eine schon halb auf ihr während die andere an ihrem Oberteil zuppelte und ebenfalls ihre Aufmerksamkeit wollte. Auch wenn sie Mimi vielleicht ein paar Tage nicht gesehen hatten, fühlte es sich gerade an, als wäre eine halbe Ewigkeit vergangen. Die Brünette konnte es den Beiden allerdings auch nicht verübeln. Sie waren beide gerade einmal vier Jahre alt und dabei die komplette Welt zu erkunden. Für sie war ein ganzer Tag sicherlich mehr als für Mimi selbst. Dementsprechend hatte sie nie etwas dagegen wenn Nanami und Nazomi bei ihr waren und ihr von ihrem Tag erzählten.
„Hey ihr Beiden, wenn ihr nicht langsam von mir krabbelt und euch brav neben mich setzt, dann kann ich euch gar nicht verstehen“, sie wusste so würde sie die Zwillinge bekommen. Immerhin hassten sie es wenn ihnen nicht die volle Aufmerksamkeit galt. Ein wenig konnte Mimi sich selbst in ihnen wieder finden. Genau das brachte sie immer und immer wieder zum Schmunzeln, da sie nun besser nachvollziehen konnte wie schwer es ihre Eltern mit ihr hatten.
Nanami war die Erste die sich lächelnd neben sie setzte und sie durch ihre dunklen Augen ansah. Es war immer wieder erstaunlich wie sehr die Zwillinge nach ihrer Mama kamen, während Nobu wohl voll und ganz wie sein Vater aussah. Mimi selbst konnte das leider nicht beurteilen, da der Vater vor ein paar Jahren umgekommen war. Dennoch hatte sie ihn auf ein paar Bildern vereinzelt im Haus sehen können. Er schien wirklich ein toller Mann gewesen zu sein, denn auf jedem Bild hatte man ihn mit seiner Familie lachend vorfinden können. Mimi war bei dem Anblick immer wieder warm ums Herz geworden. Irgendwie hatte sie fast schon sich und Nobu in den Bildern wieder gesehen und gehofft, dass ihre Bilder später einmal genauso schön sein würde.
Es zog an ihrer linken Seite, zu der sie nun auch Nazomi sehen konnte. Die Beiden hörten der zierlichen Brünette aufs Wort, wenn sie wollten, denn seltsamerweise sahen sie sie irgendwie als eine Art Vorbild an. Für Mimi selbst war es eine riesen Ehre, auch wenn sie keine Ahnung hatte womit sie das nur verdient hatte. Beschweren würde sie sich allerdings auch nicht, da sie sich vorstellen konnte wie sehr die Mädchen ohne Vater leiden mussten und sie selbst hatte sich früher immer eine kleine Schwester gewünscht. Indirekt hatte sie nun zwei an ihrer Seite, die sie niemals wieder missen wollen würde.
„Heute war es ganz toll im Kindergarten Mimi. Wir haben ganz viel gespielt“, sagte Nazomi schließlich und brachte die Digiritterin so zum Lächeln. Ihre glockenhelle Stimme und die ihrer Schwester hatten sich schon längst in das Herz von ihr geschlichen und erfüllten sie jedes Mal voller Liebe, wenn sie sprachen und dabei so strahlten.
Mimi strich der Kleinen durch ihr Haar und sah sie weiterhin lächelnd an: „Das klingt echt schön Nazomi und was genau habt ihr gespielt?“.
Sofort schossen die Arme von Nanami in die Luft: „Teestunde!“.
Schon früh hatte die Brünette von ihrem Freund erfahren, dass dieser sehr oft mit jeglichen Kuscheltieren zur Teestunde teilnehmen musste. Es stand bei der Familie Kisaragi an der Tagesordnung dieses Ritual immer und immer wieder durchzuführen. Die Mädchen schienen es einfach zu lieben sich in andere Rollen zu versetzen und Tee auszuschenken. Das es sich dabei meistens um Leitungswasser handelte schien sie nicht zu stören. Irgendwann, hatten sie gesagt, würden sie richtigen Tee ausschenken und Plätzchen dazu backen. In den warmen Sommermonaten taten es Schlammkuchen und Blättertee allerdings auch noch. Manchmal aber, wenn die Mädchen lieb und nett waren, kochte Frau Kisaragi (oder Honoka, wie Mimi sie nennen sollte, die sich dies jedoch noch nicht zutraute) den Beiden einen richtigen Tee, den sie dann zum Spielen mit ihn ihr Zimmer nehmen durften. Das Gekreische war dabei immer unüberhörbar, als hätten sie gerade das aller tollste Geschenk in ihrem Leben bekommen.
Wenn Mimi an ihre Kindheit zurück dachte, dann schämte sie sich etwas das sie sich niemals über solche Kleinigkeiten gefreut hatte. Sie hatte stets das Beste gewollt und immer angefangen zu schreien, wenn es das nicht war, was sie hatte haben wollen. Nun sah sie das komplette Gegenteil vor sich und verstand gar nicht mehr wieso es wirklich nur die teuersten Sachen sein mussten. Ihre Eltern hatten ihr nur nie einen Wunsch abschlagen können. Sie war ihr einziges Kind in das sie all ihre Liebe stecken konnten und das hatte sie als Kind eben ausgenutzt. Nanami und Nazomi dagegen waren nie allein. Sie hatten immer sich und mussten niemals alleine spielen. Wieso sollten sie da dann also wert auf all den Kram legen, den Mimi gebraucht hatte um sich über ihre Langeweile hinweg zu setzen. Die Zwillinge hatten es in manchen Hinsichten einfach so viel schöner und einfacher.
„Das klingt echt schön ihr Zwei. Wollen wir später zusammen mit Nobu auch einen Tee trinken?“, sagte die Brünette schließlich und strich nun auch Nanami durch die Haare.
Beide nickten und antworten zusammen mit einem lauten Ja.
Als Mimi sich zu ihrem Freund wenden wollte, bemerkte sie nun das dieser gar nicht mehr anwesend war. Nanu? Wo war er denn hin? Peinlich das sie nicht einmal bemerkt hatte das er weg gegangen war. Mit ihren Gedanken war die Digiritterin mal wieder so sehr bei sich und den Mädchen gewesen, dass sie ihren Freund einfach vergessen hatte.
Vorsichtig stand sie auf und drehte sich zu den Zwillingen: „Was haltet ihr davon wenn ihr langsam in eurem Zimmer alles vorbereitet, während ich mal schaue wo euer Bruder ist?“.
„Ist gut!“, sagte Nanami und flitzte los.
„Machen wir“, erwiderte Nazomi und lief freudig ihrer Schwester hinter her.
Nachdem Mimi nun wusste das die Beiden beschäftigt waren, machte sie sich auf und schaute nun wo der Blonde abgeblieben war. Langsamen Schrittes machte sie sich auf den Weg in Richtung der Küche, in der sie Frau Kisaragi vermutete. Wenn Nobu also nicht bei ihr war, dann würde sie einfach seine Mutter fragen.
Sobald sie die Tür zur Küche erreicht hatte, konnte sie mit ihren braunen Augen die große Gestalt ihres Freundes ausmachen. Mit dem Rücken stand er zu ihr und unterhielt sich mit seiner Mutter, wie sie vermutet hatte. Mit einem Mal fühlte Mimi sich leicht unwohl, da sie das Gefühl hatte ungeschickterweise in ein Gespräch zu platzen, welches vielleicht nicht für sie bestimmt war. Wenig später bemerkte Frau Kisaragi sie auch schon. Es dauerte deshalb auch nicht mehr lange bis auch Nobu verstand was los war und sich zu ihr drehte.
Mit leiser Stimme und einem zarten Lächeln nahm Mimi das Wort in die Hand: „Ich habe dich gesucht. Du warst auf einmal weg. Ich habe Nanami und Nazomi versprochen mit ihnen eine Teeparty zu machen und sie wollten dich dabei haben. Hast du Zeit oder soll ich ihnen sagen das du nach kommst?“.
Innerlich wurde die Brünette immer nervöser und hoffte einfach nicht wirklich gestört zu haben. Niemals würden Nobu oder Frau Kisaragi es ihr übel nehmen, dennoch gehörte es sich einfach nicht unangekündigt in ein Gespräch zu platzen und das wusste Mimi.
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