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 Knowing nothing ~ Joe & Yamato

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Yamato Ishida
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BeitragThema: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Di Jan 02, 2018 12:18 am

Anfang der Sommerferien
Im Park
Joe & Yamato & Sora


Vollkommen zufrieden mit sich und der Welt schlenderte Yamato neben Sora her. Ihre Finger waren miteinander verhakt, so wie eigentlich immer, wenn sie alleine unterwegs waren. Es war regelrecht seltsam, dass etwas, was er vorher noch nie getan hatte, plötzlich zu so einer Gewohnheit wurde. Außerdem mochte Yamato es wirklich Händchen zu halten. Dabei hat er sich nie für einen anhänglichen Typ gehalten. War er ja auch eigentlich nicht, wenn es um andere Menschen ging. Aber bei Sora war das etwas ganz anderes. Allerdings hatte er vorher noch nie ein Mädchen so viel um sich gehabt wie sie. Jedenfalls nicht in diesem Sinne. Dass er vorher schon von Mädchen umgeben war wie beispielsweise damals in der Digiwelt, oder von unzähligen Fans, die ihn und seine Band Kollegen nun belagerten, war etwas ganz anderes.
Sora und er trafen sich alleine aus dem Grund, dass sie sich mochten. Mehr mochten, als es unter Freunden üblicher. Denn immerhin war er Experte in Sachen Freundschaft. Jedenfalls wenn man seinem Wappen Glauben schenken konnte, was Yamato immer noch manchmal schwer fiel, und dass das was sie beide verband mehr als Freundschaft war, hatten sie beide schon herausgefunden. Nun galt es herauszufinden ob das, was sie miteinander verbandt, ihrem Wappen glich.
Und auch jetzt noch, obwohl er schon länger mit Sora ausging, machte Yamato genau diese Frage nervös.
Woher sollte er wissen, ob er ein Mädchen liebte, wenn er noch nie vorher verliebt war? Natürlich war das eine Sache, für die es keinen Handbuch gab. Yamato war einfach unsicher und wollte nichts falsch machen. Immerhin könnte er Sora damit sehr verletzen und gerade so jemanden wie sie wollte er natürlich auf gar keinen Fall verletzen. Außerdem fürchtet er immer noch darum, die Freundschaft zu ihr zu zerstören, wenn sie einmal eine Grenze überschritten hatten. Mittlerweile vermutete der Musiker jedoch auch, dass sie diese Grenze vielleicht sogar schon längst überschritten hatten. Immerhin blieb es ja nicht nur beim Händchen halten, wenn sie sich sahen. Denn sie knutschten immerhin auch wie wild herum.
Er benahm sich zumindest wie ein verliebter Teenager, das war dem Sänger durchaus bewusst. Allerdings wollte er erst dann wirklich aussprechen, dass er sich ernsthaft in sie verliebt hatte, wenn er sich sicher war. Genau das hat er Sora sogar  schon längst gesagt und sie hatte Verständnis dafür. Sie wollte vermutlich auch nichts überstürzen.
Sie hatten sich darauf geeinigt, erst dann mit den anderen zu reden, wenn sie sich sicher waren. Sie wollten wirklich beide kein Aufsehen erregen für etwas, was sich vielleicht als gar nichts herausstellte.
Und deswegen trafen sich die beiden noch immer nur heimlich. Ein schlechtes Gewissen hatte Yamato deswegen schon. Vor allem Taichi gegenüber. Ihr gemeinsamer bester Freund wusste nämlich immer noch von nichts. Dass sie ihn beide sogar des Öfteren deswegen anlügen mussten, weil sie miteinander verabredet waren und keine Zeit für ihn hatten machte die Sache nicht besser. Und auch Treffen zu dritt wurden immer schwieriger, je länger die Sache zwischen ihm lief. Natürlich war ausgeschlossen, dass sie sich vor Taichi so benehmen konnten, wie sie es taten, wenn sie alleine waren. Wenn der Fußballer in der Nähe war, gaben sie sich beide äußerst distanziert.
Aber nun waren Sommerferien und das macht es wesentlich leichter Sora auch alleine zu treffen. In der Schule traf er sie meistens nur dann an, wenn auch der Fußballer anwesend war.   Der heutige Tag gehört daher nur ihnen. Sie hatten sich verabredet um ein Eis zu essen und danach gemütlich durch den Park zu schlendern. Wie schon die ganze Zeit über, seit Yamato sie abgeholt hatte, trug er ein breites Grinsen zur Schau. Sie schafft es einfach immer wieder diese Seite an ihm hervor zu kitzeln, von der er nicht mal gewusst hatte, dass sie in ihm steckt hat. Natürlich war nicht länger der grimmige elfjährige Junge, aber dass er ein Dauergrinser war, war eben auch neu. Das Eis, dass sie  geholt hatten, hatte er natürlich ausgegeben. Yamato bestand darauf, dass er derjenige war der Sora etwas ausgab. Dabei war Sora wirklich emanzipiert. Anders als andere Mädchen bestand sie meistens darauf ihre Tasche selber zu tragen oder für Essen selbst zu bezahlen. Vermutlich mochte Yamato sie deswegen sogar nur noch mehr. Die Mädchen, die er sonst kannte schienen zerbrechlich und weniger selbstständig zu sein. Sora war anders und das machte sie in seinen Augen nur umso besonderer.
Trotz des schönen Wetters, suchten sie sich  einen schattigen Platz unter einem Baum. So hatten sie wenigstens ein bisschen mehr Privatsphäre. Und das schien erstaunlich schwer zu sein, wenn man Teil einer aufstrebenden Rockband war. Dann seit Knife of Day ihre Managerin erhalten hatte, wurden sie immer bekannter. Yamato war selbst überrascht, wie schnell der Bekanntheitsgrad der Band zu genommen hatte. Das hatte allerdings leider auch zur Folge, dass er noch öfter angesprochen wurde. Und das leider auch, wenn Sora bei ihm war. Und das zu vermeiden hatten sie sich in einen ruhigeren Teil des Parks zurückgezogen.
Yamato lehnte sich mit dem Rücken an den Baumstamm, während Sora sich an ihn lehnte. Zumindest manchmal war es sehr angenehm, dass sie nicht immer nur die starke, selbständige Seite zeigte, sondern ihm auch ein bisschen das Gefühl gab , als Beschützer fungieren zu können. Das war immerhin etwas, womit er sich auskannte. Denn Takeru nicht mehr so klein war, war es ganz angenehm, nun jemanden zu haben auf den er stattdessen aufpassen konnte. Das würde er Sora  jedoch so niemals sagen. Es würde sie nicht nur verlegen machen, sondern vielleicht sogar an ihrem Stolz kratzen. Also war das ein Gefühl, dass Yamato vorerst für sich behalten würde.
"Du hast da...", begann er, ließ den Satz dann doch unbeendet, nachdem er ein paar leichte Spuren des verspeisten Eises in ihrem Mundwinkel bemerkt hatte. Es gab immer an bessere Methoden, das Eis zu entfernen, als sie darauf aufmerksam zu machen. Also lehnte Yamato sich einfach vor um seine Lippen leicht auf ihre zu legen. Sanft küsste er die Eisspuren von ihren Lippen, ohne jedoch danach den Kuss direkt zu beenden. Immerhin war das Gefühl viel zu schön, um es nun direkt enden zu lassen. Und der letzte Kuss musste  bestimmt auch schon mindestens drei Minuten her sein. Es war also eindeutig Zeit dafür sie noch einmal ausgiebig zu küssen.
Wie um seine Intention noch deutlicher zu machen, legte er die Arme um Sora um sie nähern sich an zu ziehen. "Ich könnte das den ganzen Tag machen", murmelte er gegen ihre Lippen, als er ohnehin eine kurze Atempause benötigte. Seine Hand hatte mittlerweile den Weg in ihren Nacken gefunden und hielt Sora so an Ort und Stelle. Vermutlich war es ganz gut, dass sie nicht in seiner Wohnung waren. Denn dann wäre es eindeutig schwerer Selbstbeherrschung zu bewahren.
Seine Augen wanderten kurz über ihr Gesicht und, bevor er sie erneut schließen wollte um Sora weiter zu küssen.
Doch da nahm er eine Bewegung war, weswegen sein Blick hochflackerte. Augenblicklich weiteten sich Yamatos Augen geschockt. Denn die Bewegung, die er wahrgenommen hatte, war durchaus etwas, dem er seine Aufmerksamkeit schenken sollte. Denn jemand hatte sich ihnen  genähert. Jemand, der ihm außerordentlich gut bekannt vorkam.
"Verdammt", wisperte er und ließ sofort von Sora ab.
Nur wenige Meter von ihnen entfernt stand Joe, der nicht minder überrascht wirkte sein. Es war unmöglich, dass er sie nicht bemerkt hatte. Seinem Blick nach zu urteilen, hat er auch ganz genau gesehen, was sie bis gerade getan hatten. Yamato konnte sein Freund nicht mal verdenken, dass er überrascht oder geschockt war. Immerhin hatten sie es bisher ja auch noch niemandem erzählt, und das schloss nun mal auch Joe mit ein.
Aber was sollten sie jetzt tun? Es war klar, dass sie nicht so tun konnten, als wäre nichts passiert.

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Zuletzt von Yamato Ishida am Di Jan 09, 2018 2:51 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Di Jan 02, 2018 6:45 pm

Anfang der Sommerferien
Im Park
Joe & Yamato (& Sora)


Auch wenn nun die Sommerferien für alle Schüler angefangen hatten konnte Joe sich nicht zurück lehnen. Jetzt erst begann die heiße Phase in der Uni, weshalb der blauhaarige Teenager sich immer und immer gestresster fühlte. Es war normal das er in der Zeit kein Auge zubekam und Kaffee sein bester Freund war, so schlimm wie jetzt war es jedoch noch nie gewesen. Auch letzte Nacht hatte er Stunde um Stunde vor den Skripten gesessen, nur um sich dann um kurz vor fünf einzugestehen, dass er nicht ein Wort in den vergangenen Stunden verstanden hatte.
Sein Bruder Jim war es gewesen, der ihn schließlich ins Bett gesteckt hatte, nachdem er tatsächlich am Schreibtisch eingeschlafen war. Kein Wunder das der Digiritter nun Nackenschmerzen hatte und nicht wusste wie er sitzen sollte. Immerhin war es nun früher Nachmittag und Joe hatte fast sechs Stunden geschlafen. Danach jedoch war er aufgeschreckt und hatte geschockt auf die Uhr geschaut nur um festzustellen das er aus seinem Zeitplan gefallen war. Sofort setzte das schlechte Gewissen ein, weshalb er im Eiltempo eine kalte Dusche genommen hatte und etwas zu Mittag gegessen hatte. Danach hatte er sich wieder an seinen Schreibtisch setzen wollen. Nach ein paar Minuten wurde die Augen allerdings wieder schwer.
„Wie wäre es mal mit einem Tapetenwechsel? Eine kleine Pause würde dir auch gut tun. Du weißt das zu viel lernen auch nicht gut ist Joe, sonst verhaust du eine Klausur nach der anderen“, hatte Jim ihm geraten und der musste es schließlich wissen.
Mit einem Nicken hatte der Blauhaarige es zur Kenntnis genommen und seine Sachen zusammen gepackt. Natürlich waren ihm wieder all die Schüler in den Sinn gekommen, die nun frei hatten weshalb einige Orte einfach nicht in Frage kam. Nach mehreren Minuten, auch weil sein Kopf voller anderer Gedanken war, hatte er sich für den Park entschieden in dem er so einige stille Plätze kannte.
Es war nun also schon kurz vor fünfzehn Uhr, als Joe Kido den Park erreicht hatte und sich einen Platz gesucht hatte. Ein Baum, welcher Schatten spendete, fungierte als perfekter Platz für den Studenten. Dazu hatte er vor sich jede Menge Platz um all seine Bücher und Zettel auszubreiten. Geschockt stand sein Mund offen, als ihm bewusst wurde wie viel er noch vor sich hatte. Zudem kam es ihm wie eine Ewigkeit vor das er mal etwas getan hatte, was nicht mit Lernen in Verbindung stand. Wie um alles in der Welt sollte er das wirklich nur schaffen? Es war, als stände dem jungen Studenten eine unmögliche Aufgabe bevor. Was würde er jetzt nicht alles geben um diesen Stapel Lernmaterialien gegen ein bösartiges Digimon einzutauschen.
So gut der Tapetenwechsel ihm auch tat, aber die frische Luft hatte es echt in sich. Es war nicht einmal eine Stunde vergangen, da hatte Joe all die Papiere zur Seite gelegt und einfach versucht zu entspannen. Es war der erste Moment seit langem das er sich so etwas mal gönnte und um ehrlich zu sein tat es dem Brillenträger einfach gut. Vielleicht hatte Jim ja recht und ein Pausentag würde wirklich Wunder bewirken.
Mit dieser Erkenntnis packte Joe seine Sachen zusammen und gähnte ein weiteres Mal an diesem Tag. Ein Eis oder eine kalte Cola würde mit Sicherheit jetzt gut tun, dachte er sich und machte sich langsam wieder auf den Weg zum Ausgang des Parks. Soweit war alles in Ordnung. Die Sonne schien, überall waren spielende und lachende Kinder, Yamato und Sora saßen knutschend unter einem Baum, die Vögel zwitscherten, eine leichte Brise wehte....
Moment mal, hatte er richtig gesehen?
Mit einem Mal schoss sein Kopf herum, als er den blonden Mann zusammen mit der zierlichen Frau erblickte. Es bestand kein Zweifel daran das die Beiden sich zu küssen schienen. Noch dazu sahen sie verdammt nochmal wirklich wie Yamato und Sora aus, aber war das möglich? Fing er nun schon an zu träumen und das bei vollem Bewusstsein? Oder wollte dieses ihm einfach nur sagen das er mehr mit seinem Freund machen sollte?
Total benommen strich er sich über sein Gesicht und machte einen Schritt auf die Beiden zu, als diese sich voneinander lösten und ihre Gesichter nun zu erkennen waren. Nun konnte Joe mit Sicherheit sagen das es sich um seine Freunde handelte. Aber wie um alles in der Welt hatte er das verpassen können?
Als er seinen Freund musterte, sah dieser mindestens genauso geschockt aus wie Joe selbst. Mit Sicherheit hatten sie ebenso wenig mit ihm gerechnet wie andersrum er mit ihnen.
Aber nun war es passiert, nun konnten sie es nicht ändern und was wäre Joe für ein Freund wenn er nun so tat als hätte er nichts gesehen? Noch dazu war auch er etwas neugierig. Wer hätte zudem ahnen können, dass eine Pause solch eine spannende Wendung in seinem Leben schaffen konnte? Irgendwie war er nun ein wenig froh das er sich für eine Pause entschieden hatte, auch wenn Yamato und Sora nicht so begeistert schienen.
Mit vorsichtigen Schritten ging der Student zu seinen Freunden und sah sie entschuldigend an, da er einfach in etwas geplatzt war, das scheinbar nicht für seine Augen bestimmt war. Er hob seine Hand und winkte ihnen zu, während er mit der anderen verlegen an seinem Hinterkopf kratzte: „Hallo Leute, na wie geht’s? Genießt ihr auch das schöne Wetter?“.
Halleluja, noch nie hatte der Brillenträger so einen Quatsch vor seinen Freunden von sich gegeben. Aber was sollte man denn sagen, wenn man zwei von ihnen beim Knutschen erwischte? Irgendwie schien alles komisch und das wussten sie mit Sicherheit alle.


Zuletzt von Joe Kido am Mo Jan 08, 2018 5:02 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Sa Jan 06, 2018 9:35 pm

Anfang der Sommerferien
Im Park
Joe & Yamato & Sora

Sommerferien. Endlich. Dieses Schuljahr zog sich aber auch wirklich hin, so begrüßte Sora die Freizeit, die sie nun endlich hatte, welche sie mit vielen Lehrplänen und...Treffen mit Yamato füllte.
Heute war einer dieser Tage, an dem sie sich mit dem Bassisten von Knife of Day verabredet hatte. Die Sonne schien auf Tokyo hinab und übermannte die Stadt mit einer Hitzewelle, was sie jedoch nicht weiter störte. Sie zog sich ihre 3/4-lange orangene Hose und ihr gelb kariertes Spaghetti-Blüschen über. Das war ein Look, den sie mochte und der bei so einem Wetter nicht zu warm war. Zufrieden betrachtete sich die junge Frau im Spiegel und trug als letztes noch einen Lipgloss auf. Ja, so konnte sie definitiv das Haus verlassen. Ihr Blick glitt zur Uhr. Du liebe Zeit! Schon so spät? Yamato würde sie bereits bald abholen kommen, nun aber schnell. Geschwind zog sie ihre Korb-Keilabsatzschuhe an und schwang ihre Umhängetasche um, kurz darauf klingelte es auch schon an der Türe. "Ich bin jetzt weg, Mama. Bis später!", rief sie noch, die Türklinke bereits in der Hand.

Eilig verließ sie das Haus und begrüßte den jungen Mann mit einer freundschaftlichen Umarmung, ehe sie sich direkt auf den Weg machten. Heute schlenderten sie, nach einem leckeren Eis, durch den Park, ganz gemütlich, denn dieser war bei solch einem Wetter trotzdem leer. Ihre schlanken und filigranen Finger waren mit denen von Yamato verkreuzt. Eine kleine Berührung, welche sie jedoch sehr genoss und da war schon wieder dieses Kribbeln in der Magengegend, welches aufregend und angenehm war. Mit einem warmen Lächeln fixierte sie den Weg vor sich. Jedes mal, wenn sie mit dem jungen Mann Zeit verbrachte, fühlte sie sich so wohl und geborgen. Es war schwer zu beschreiben - sie war einfach zu gern bei ihm und das löste bei ihr dieses Lächeln aus. Ähnlich wie Yamato ging es ihr genauso, ohne zu wissen, dass der andere sich ebenso quälte. War das, was sie für den Blondschopf empfand, Freundschaft oder vielleicht schon Liebe? Die Frage suchte sie immer wieder heim. Bevorzugt nachts, wenn sie versuchte zu schlafen.
Sie beschritten eine Allee, deren Bäume verspielte und tanzende Schatten auf den Gehweg warfen. Es war angenehm, manchmal aus der prallen Sonne zu flüchten und durch die Schatten der Bäume zu laufen. "Taichi hatte mich angerufen und fragte, was ich heute mache.", sagte sie beiläufig, während sie nach wie vor den Blick auf den Boden geheftet hatte. "Ich sagte ihm, ich müsse lernen...", man merkte ihr das schlechte Gewissen an. Wieso fand sie denn nur nicht heraus, wie es momentan um die beiden stand, sodass sie endlich mit den Lügen aufhören konnten? Sie hasste es, zu lügen, besonders, wenn es ihren besten Freund betraf.
Kurze Zeit später drehte sie den Kopf in die Richtung von Matt, der grinste. Sofort musste sie bei diesem Anblick auch wieder Lächeln. Es war einfach so schön, ihn so zu sehen. Ein seltener Anblick, der scheinbar nur ihr vergönnt war. Zwar plagte sie das schlechte Gewissen wegen Tai, aber bei Yamatos Lächeln ging es ihr gleich schon besser, jedoch fühlte sie sich immer noch etwas schuldig gegenüber dem Fußballer.
"Das nächste Eis zahle übrigens ich.", kündigte sie an, grinste schelmisch dabei und drückte seine Hand ein wenig.
Das Ende der Allee war noch in weiter Ferne, doch entdeckten sie ein sehr gemütliches, schattiges Plätzchen unter einem großen Baum, der etwas Abseits der Allee auf einer Wiese stand. Sie beschlossen, sich dort nieder zu lassen. Yamato ließ sich direkt an dem Baum nieder und lehnte sich an dessen Stamm, Sora tat es ihm gleich und setzte sich gleich neben ihn, jedoch lehnte sie sich an den jungen Mann und schloss für einen Moment die Augen. Der Wind wehte durch die Blätter des Baumes und lies diese rauschen. Der Duft von Yamato stieg ihr in die Nase. Es war ein angenehmer Duft, sie mochte es und bekam einfach nicht genug davon.
Yamato erhob die Stimme, woraufhin sie die Augen wieder aufschlug und zu ihm aufsah. "Du hast da...", begann er, doch setzte er den Satz nicht fort. Fragend blickte sie zu ihm auf. Was war denn nur? Sie versuchte, anhand seiner Blickrichtung auszumachen, was er im Auge hatte. Hatte sie etwa noch was von dem Schokoladeneis im Gesicht?! Sie sollte wirklich aufhören, immer diese Eissorte zu nehmen, denn das konnte sie besonders gut um ihren Mund verteilen. Wie peinlich es einfach nur war. Der Impuls, ihre Tasche zu greifen und ein Taschentuch hervorzuholen, machte sich gerade in ihr breit, als Yamato sich aber schon zu ihr beugte und sie zärtlich küsste. Langsam schloss sie ihre Augen wieder und bewegte die Hände weg von ihrer Tasche, um sich mit einer ordentlich abzustützen und die andere auf seine Brust zu platzieren. Genauso zärtlich, wie ihr der Kuss gegeben wurde, erwiderte sie ebendiesen. Wie sie sich ihm einfach nur hingeben konnte und wollte. Was tat dieser Junge nur mit ihr? Er zog sie regelrecht in seinen Bann, aus welchem sie nie wieder entkommen wollte.
Im nächsten Moment legte er seine Arme um sie und da war es wieder. Dieses Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Sicherheit, was Sora so sehr mochte, gepaart mit dem unendlich aufregenden Kribbeln in ihrer Magengegend. Nur kurz setzte der Blondschopf ab, blieb ihr aber nah, um etwas zu murmeln. Sie spürte seinen Atem auf ihren Lippen abprallen, noch so ein Gefühl was ihr Herz Radschläge machen ließ und was ihr gelegentlich auch einen Gänsehautschauer bescherte. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen, während sie langsam ihre Augen aufschlug und in seine sah. Dieses unendliche, wunderschöne Blau, in welches sie so gern eintauchte und sich verlor. "Ich auch...", flüsterte sie leise zurück und schmiegte sich dabei etwas mehr an den Körper des jungen Mannes. Nun bekam sie wirklich eine Gänsehaut, als er mit seiner Hand auch noch in ihren Nacken strich. Kurz musterten die beiden einander, ehe sie zu einer weiteren Runde ansetzen wollten. Sie neigte sich erneut langsam seinen Lippen entgegen und war im Begriff, ihre Augen zu schließen, als Yamato sich jedoch etwas abwand. Sofort kam Irritation bei der orangehaarigen, jungen Frau auf. "Stimmt etwas nicht..?", fragte sie vorsichtig und etwas verunsichert nach.
"Verdammt...", ertönte es von dem Blonden und er löste sich von ihr. Verwirrt richtete sie sich auf und sah sich dann auch um, nur um zu sehen, was Yamato sah. Da stand ihr langjähriger Freund und Kampfgefährte Joe und starrte die beiden an. Ihr Kopf nahm eine rote Farbe an, ähnlich wie bei einer Tomate. Hatte er die beiden wirklich gesehen? Wie konnten sie nur so unvorsichtig gewesen sein?! Selbst Joe war dieser Augenblick unangenehm, das konnte man ihm auch anmerken. Sofort rappelte sich die junge Frau auf und klopfte eilig ihre Hose ab. "J..Joe..! Was..machst du denn hier?", gab sie stammelnd und überrascht von sich. Dieser versuchte ebenso kläglich wie die junge Frau das Thema zu wechseln. Wie sollten die beiden denn jetzt nur diese Situation aufklären? Sora räusperte sich und versuchte sich ersteinmal zu beruhigen. Mit einer Hand fuhr sie sich über die Stirn und blickte abwechselnd von einem Mann zum Anderen. "E..es ist nicht das, wonach es aussah.", sagte sie schließlich, um wenigstens irgendwie eine Erklärung von sich zu geben. Allerdings war es die schlechtese Erklärung, die ihr eingefallen war. Wonach sah es denn sonst aus? Sie war sicher nicht ohnmächtig gewesen und das war auch ganz klar keine Mund-zu-Mund-Beatmung. Joe war ja nicht blöd. "B...bitte behalt...das für dich, okay..?", fügte sie ganz kleinlaut hinzu und sah verlegen auf den Boden. Ihre Hände hatte sie vor sich zusammen genommen und sie spielte nervös an ihren Fingernägeln herum.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Mo Jan 08, 2018 4:23 pm

Anfang der Sommerferien
Im Park
Joe & Yamato & Sora


Joe starrte sie an, als würde er seinen eigenen Augen nicht trauen. Nach und nach mischte sich auch noch etwas in seinem Mimik, dass Yamato als tiefes Unbehagen beschreiben würde. Und genauso fühlte er sich gerade auch.
Einer von ihnen musste etwas sagen! Sie konnten nicht nur so dastehen und sich anstarren. Das war ja sogar noch peinlicher! Außerdem war sich Yamato auch sicher, dass auch seine Wangen zumindest einen Rotschimmer angenommen hatten.
Als dann allerdings Joe zu sprechen begann, starrte Yamato ihn ungläubig an. Das war nicht sein Ernst? Wollte er wirklich so tun, als hätte er gar nichts mitbekommen? „Das… Wetter…?“, wiederholte er daher ungläubig. Ob Joe dachte, dass es besser wäre, so zu tun, als wäre nichts passierte? Das kam Yamato dann allerdings auch falsch vor, obwohl er nichts lieber tun würde als das.
Als Sora dann auch zu sprechen begann, schloss Yamato kurz die Augen. Sie machte es nicht gerade besser. Aber wenigstens hatte die beiden es überhaupt geschafft, etwas zu sagen.
„Ich glaube nicht, dass er dir das glaubt“, informierte er Sora, die Joe versuchte weiß zu machen, dass sie nicht herumgeknutscht hatten. Joe war immerhin weder dumm, noch blind. Yamato seufzte.
Wie zum Schutz schob Yamato die Hände in die Tasche. „Hi…“, begrüßte er Joe für seinen Verhältnisse ziemlich verlegen. „Ich kann es erklären“, fügte er dann hinzu und warf Sora einen aufmunternden Blick zu. Immerhin war das hier immer noch Joe. Er war ein netter, verständnisvoller Kerl. Sie hätten es wirklich auch schlechter treffen können. Auch wenn es ein gehöriger Denkzettel war, sich vorsichtiger zu verhalten.
Er wandte sich ganz Sora zu. „Ich regel das“, bot er Sora an. Joe und er verstanden sich immerhin ziemlich gut. Vermutlich hätte Yamato ihm eben auch von Sora erzählen sollen. Aber solange nicht mal Taichi davon wusste, war das wirklich nicht möglich gewesen. „Soll ich dich später anrufen… oder vorbei kommen?“ Vorbei kommen beinhaltete, ihre Mutter zu sehen, was immer noch ungewohnt für den Blonden war. Soras Mutter war zwar nett, aber irgendwie respekteinflößend.
Da es nun ohnehin egal war, dass Joe in unmittelbarer Nähe stand, fasste er kurz nach Soras Hand. „Mach dir keine Sorge. Ich rede mit ihm.“ Dennoch fühlte sich Yamato nun unsicher. Er konnte nicht einschätzen, was es bedeutete, dass das, was sich eigentlich nur zwischen Ihnen abspielte, plötzlich an die Öffentlichkeit geriet. Bisher hatte es ihm so gut gefallen, dass es nur Sora und ihn gegeben hatte. Dass das allerdings zumindest ein wenig vorbei war, war auch klar.
Am liebsten hätte er Sora gleich noch mal geküsst, wie um sich zu vergewissern, dass zwischen ihnen alles okay war. Aber das traute er sich dann doch nicht vor Joe.






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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Mo Jan 08, 2018 5:01 pm

Anfang der Sommerferien
Im Park
Joe & Yamato & Sora


Konnte diese Situation eigentlich noch unangenehmer werden?
Mit Abstand war das der Gedanke, der sich gerade in Joe seinem Kopf fest gesetzt hatte. Sie standen beziehungsweise saßen hier wie kleine Kinder, die keine Worte fanden um vernünftig miteinander zu kommunizieren. Dabei kannte der blauhaarige Teenager seine Freunde schon eine gefühlte Ewigkeit und hatte mit ihnen Dinge erlebt, die er sich damals nie im Leben erträumt hätte. Zudem kannte er sie dadurch in allen Lebenslagen. Ob sie schnarchten, fluchten oder andere Dinge taten. Nichts war ihnen in der Digiwelt erspart geblieben, einfach weil sie rund um die Uhr aufeinander gehockt hatten.
Und nun schien alles irgendwie aus den Fugen zu geraten, weil der Brillenträger zu einem ungünstigen Zeitpunkt an einem ungünstigen Tag in eine ungünstige Richtung geschaut hatte, nur um seine Freunde dann in einer ungünstigen Situation zu erwischen. War es das aber?
Ehrlich gesagt wusste der Digiritter das nicht, da er sich noch nie mit Gefühlen auseinander gesetzt hatte. Natürlich waren da schon ein paar Mädchen gewesen die er ganz hübsch fand und auch in der Uni gab es eine die er ehrlich gesagt interessant fand. Verliebt war er deswegen aber noch lange nicht. War es denn nicht trotzdem schön für seine Freunde, dass diese sich gefunden hatten? Verdammt ja, wenn es nur nicht so plötzlich für ihn gekommen wäre.
Sora ihre gestammelten Worte machten den Blauhaarigen nur noch verlegener, obwohl er sich nicht erklären konnte wieso. Sie so zu sehen war etwas völlig Neues für ihn, da sie sonst fast immer einen kühlen Kopf bewahrte und immer die passenden Worte für alles fand. Jetzt war sie allerdings so gar nicht soramäßig drauf. Alles seinetwegen, na super.
Ob er etwas darauf sagen sollte? Immerhin wollte er nicht der Auslöser für irgendwelche negativen Gefühle sein. Es war außerdem nicht seine Angelegenheit. Sie beide waren alt genug und taten nur das, was für sie das Richtige war. Langsam aber sicher merkte Joe, wie er sich deswegen für seine Freunde freute.
Yamato ergriff das Worte und versuchte Sora zu beruhigen, sehr gut. Er selbst hätte es an dieser Stelle mit Sicherheit nie im Leben geschafft. Erst recht nicht, weil er noch nie ein Mädchen so beruhigen musste mal abgesehen von Mimi, aber wer konnte sie schon beruhigen? Genau deswegen waren seine Erfahrungen in diesem Bereich gleich Null.
Aufmerksam hörte Joe daher seinem Freund zu und musste schmunzeln, als dieser sagte er selbst sei nicht blind. Tja, wäre ich ohne meine Brille los gelaufen, dann hätte ich euch mit Sicherheit nicht erkannt mein Lieber, dachte er sich, doch behielt den Gedanken für sich. Eine willkommene Abwechslung bei all den peinlichen Momenten und dem Schweigen untereinander. Nur deswegen hatte er sich auch dummerweise nach dem Wetter erkundigt. Ein kläglicher Versuch von dem Offensichtlichen abzulenken, wie er nun selbst bemerkte.
In der Zwischenzeit, in der die Beiden versuchten sich über den weiteren Tagesablauf auszutauschen, setzte Joe seine Tasche ab und streckte sich. Durch diese stocksteife Haltung, die er perplex eingenommen hatte, taten ihm langsam alle Knochen weh. Noch dazu war letzte Nacht ja einfach nicht seine gewesen. Langsam fiel ihm wieder ein wieso er sich wieder auf den Weg gemacht hatte. Eine kühle Cola zur Belohnung für seine Lernerei.
Langsam hob er seine Stimme an und sah unsicher in die Richtung von Yamato und Sora: „Ich will euch echt keine Umstände machen Leute. Ich meine ich war sowieso auf den Sprung. Meinetwegen können wir das Ganze auch erst mal sacken lassen und ein anderes mal drüber quatschen“.
Wenn er ihnen ihren Tag mit seiner Anwesenheit ruiniert hatte, dann würde er mit Sicherheit ein schlechtes Gewissen bekommen. Dass sie nun nicht so tun konnten, das sie ihn nicht gesehen hatten war ihm klar, aber Yamato sollte Sora nicht seinetwegen alleine lassen. Das gehörte sich doch nicht. Mal sehen was die Beiden dazu sagen würden. Hoffentlich wurden sie auch etwas Lockerer, denn sonst würde der Digiritter irgendwann noch Probleme bekommen den Beiden je wieder in die Augen zu schauen und was dann? Es würde mit der Zeit alles noch peinlicher werden als so schon.
Innerlich freute Joe sich schon auf den Tag an dem sie zu dritt irgendwo sitzen würden und über diese Situation lachen würden. Hoffentlich würde er bald kommen und eine kühle Cola dazu.
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Mo Jan 08, 2018 5:39 pm

Anfang der Sommerferien
Im Park
Joe & Yamato & Sora

Was für eine wirklich merkwürdige Situation dies doch für die drei war. Keiner wusste etwas zu sagen, ohne blöd da zu stehen; aus diesem Grund herrschte für einen kurzen Moment Stille. "Ich glaube nicht, dass er dir das glaubt", gab Yamato von sich, woraufhin Sora ihre Hand an ihre eigene Stirn legte und seufzte. "Das glaube ich ja selber nicht einmal...", gab sie als Verteidigung von sich. Der blonde, junge Mann setzte fort und versicherte, dass er die Situation erklären könne, woraufhin Sora etwas unsicher zu ihm aufsah. Er sah jedoch zuversichtlich aus, was der Orangehaarigen irgendwie Sicherheit vermittelte. Ihr Blick glitt wieder zu Joe. Und dann war es so klar. Das war Joe. Der zuverlässige, freundliche und verständnisvolle Joe. Egal, was man ihm erklärte, er würde es sicherlich verstehen. Und dieser Gedanke beruhigte sie ungemein, auch wenn ihr Herz von Yamatos Zärtlichkeiten noch schnell schlug. Ihr Blick glitt kurz zu ihrer Armbanduhr. Sie hatte die Zeit ganz vergessen, so wollte sie doch später noch mit ihrer Mutter essen gehen. "Ich wollte heute Abend mit meiner Mutter noch etwas essen gehen. Ich kann Dich auch anrufen.. Oder ich melde mich einfach, wenn ich wieder zu Hause bin.", erklärte sie kurz. Es tat ihr unglaublich Leid, dass sie Yamato nun mit der Erklärung dieser Situation allein lassen musste, doch war sie tatsächlich schon ziemlich spät dran.
Sie spürte eine zarte Berührung an ihrer Hand. Sofort kam wieder dieses angenehme Gefühl in ihr auf und ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. "In Ordnung.", gab sie ruhig von sich, löste sachte ihre Hand aus der Yamatos und wendete sich dann Joe zu. Vor diesem verbeugte sie sich höflich. "Es tut mir leid, falls diese Situation auch Dir unangenehm sein sollte.", danach richtete sie sich wieder auf und sah in Joes Augen auf. "Ich muss jetzt leider wirklich gehen, falls... es noch Fragen geben sollte.. ich bin erst in anderthalb Stunden mit meiner Mutter weg und bis dahin auf meinem Handy erreichbar.", erklärte sie und lächelte die beiden jungen Männer an. Ihr Blick glitt nochmal zu Yamato, welchen sie mit einem leicht verlegenen Lächeln noch einmal kurz musterte. Auch sie musste den Impuls unterdrücken, ihm nicht noch einen Kuss aufzudrücken, doch auch die junge Frau traute es sich nicht, diesen Schritt vor Joe zu tun. "Also dann... Wir sehen uns..!", verabschiedete sie sich schließlich und wand sich ab zum Gehen. Hoffentlich hatte Joe Verständnis dafür, dass sie weg musste. Das war wirklich ein hundsmieserables Timing, dass sie sich jetzt auch noch aus dem Staub machte. Nach einigen Metern sah sie nochmal kurz über ihre Schulter zurück zu den Jungs, welche sich unterhielten. Bei diesem Bild musste sie nochmal Lächeln. Auf Joe konnte man sich wirklich verlassen.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Di Jan 09, 2018 2:51 pm

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Joe & Yamato & Sora



Joe schien auch keine Anstalten zu machen, zu verschwinden. Das war immerhin ganz gut. Dann hatte Yamato auch die Möglichkeit, alles zu erklären und Joe begreiflich zu machen, wieso er niemanden etwas gesagt hatte. Denn nun wollte er auch unbedingt mit seinem Freund darüber sprechen. So konnten sie die Situation ja schließlich nicht stehen lassen.
Und da er wusste, dass Sora ohnehin bald schon wieder gehen musste, war es gar nicht so schlecht, wenn Joe etwas Zeit eingeplant hätte. Immerhin war das hier gewiss kein Gespräch, das man zwischen Tür und Angel führen sollte.
„Melde dich“, stimmte er zu und drückte ihre Hand ein wenig fester. Vermutlich hätte auch sie beide nach dem Gespräch mit Joe ein wenig Redebedarf. Doch den Gedanken musste der Blonde erstmal verschieben um sich auf das Gespräch mit Joe vorzubereiten.
Trotzdem sah er Sora nach, als sie sich verabschiedete und letztendlich davon ging. So hatte er sich den Nachmittag mit ihr wirklich nicht vorgestellt. Aber daran konnte man jetzt auch nichts mehr ändern. „Tja… das ist… nicht so gelaufen, wie ich mir das vorstellt hatte“, sagte Yamato und zuckte mit den Schultern. Mit den Augen verfolgte er immer noch Soras Schritte.
Erst, als Sora außer Sichtweite war, wandte er sich wieder vollkommen Joe zu. „Du machst keine Umstände, Joe“, seufzte Yamato. „Wenn machen wir welche.“ Und das war wohl für sie beide sehr unangenehm. Immerhin wollten sowohl Sora als auch er nie Umstände machen.
Jetzt, wo er alleine mit Joe war und ihm klar, wurde, dass er vermutlich über seine Gefühle sprechen musste, war Yamato doch mulmiger zu Mute, als er vor Sora hatte zugeben wollen.
„Es ist nicht so, dass wir nichts gesagt hätten, weil wir jemanden ausschließen wollten… es weiß nämlich wirklich niemand, dass… dass wir uns sehen“, erklärte Yamato und richtete den Blick dabei auf alles, nur noch auf Joe. Wieso nochmal hatte er angeboten, dass er das Gespräch führen könnte? Sora war so viel besser mit Worten als er!
Sein Blick fiel auf den kleinen Kiosk. „Willst du was?“, erkundigte er sich und nickte in Richtung des Verkaufsstandes. Sein Mund fehlte sich gerade auch schon extrem trocken an. Das musste auch an der Aufregung liegen.
„Nicht mal Taichi weiß davon. Deswegen wäre es wirklich gut, wenn du es den anderen nicht erzählen würdest“, fuhr Yamato fort, während er sich in Bewegung setzte. „Es ist… nicht so einfach, weißt du?“ Eigentlich fühlte es sich ganz einfach an, wenn er mit Sora zusammen war. Aber wenn sie weg war, dann waren da eben auch alle möglichen Sorgen, die es mit sich brachte, dass sie einander trafen und mehr als nur Freunde waren. „Es ist nicht so, als wäre sie irgendein Mädchen… Sora ist…“ Er stockte und versuchte nach den richtigen Worten zu suchen. Doch Joe kannte Sora immerhin auch schon länger. Er wusste bestimmt, was er meinte. „Wenn ich das verbocke… Taichi bringt mich um“, endete Yamato äußert lahm. Vermutlich wäre nicht nur Taichi dann wütend auf ihn. Allerdings bezweifelte er, dass die anderen wütender auf ihn sein würden, als er selbst auf sich. Da war es doch kein Wunder, dass er die ganze Sache zumindest vorerst für sich behalten wollte, oder?


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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Mi Jan 17, 2018 6:37 pm

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Vielleicht hätte er einfach wegschauen sollen oder sich irgendwie ablenken sollen und dennoch fiel sein Blick einfach auf die Hände seiner Freunde, die sich zu drücken schienen, als würden sie sich nie wieder los lassen wollen. Klar wurde es mit jeder Minute begreiflicher in dem Kopf des Studenten, dennoch sah es einfach so ungewohnt aus. Um daher nicht ganz so unverschämt und gaffend zu wirken, drehte er sich für die letzten Sekunden um und stemmte seine Arme in seine Seiten.
Sobald er hörte wie Sora sich von Yamato und ihm entfernte, schielte der nervöse Brillenträger zu seinem Freund. Irgendwie sah der Blonde neben ihm ebenso angespannt aus, wie er selbst. Vor allem, da er scheinbar die Worte nicht fand um all das zu erklären was er ihm wohl erklären wollte. War Yamato ihm jedoch eine Antwort auf all seine Fragen schuldig? Natürlich nicht und dennoch würde er es tun. Wie ein wahrer Freund.
Als er schließlich seinen Freund hören hörte, musste er leicht schmunzeln und sah ihn an: „Das ist gut zu hören. Ich wollte euch immerhin nicht irgendwie stören oder so. Ich bin ehrlich gesagt auch nur durch Zufall hier gelandet“. Man gut das er keinen Umstand für die Beiden darstellte, dennoch war sein Timing einfach schlecht gewesen und egal wie gut er sich da raus reden wollte, es brachte nichts. Nicht einmal die Tatsache das es wirklich einfach nur ein Zufall war stimmte den Blauhaarigen gut.
Noch unbehaglicher wurde ihm allerdings, als Yamato sich und Sora als Umstand betitelte. Vorerst hielt Joe den Mund, da er erst mal auf eine Erklärung warten wollte. Der Blonde würde solch eine Aussage nicht ohne triftigen Grund treffen. Irgendwas würde also noch kommen.
So war das also!
„Langsam ergibt es Sinn. Wenn nicht mal Taichi etwas weiß“, Joe tippte sich an sein Kinn und dachte darüber nach was dieser Hitzkopf wohl zu der Situation sagen würde. Mit Sicherheit wäre ihm das ein Dorn im Auge. Und da Yamato stets auf einen gerechten Umgang bestand, konnte Joe es verstehen das sein Freund ihm daher auch nichts gesagt hatte. Umso schlimmer, wenn man solch ein Geheimnis vor den Augen verschwinden sah, wie in ihrem Fall.
Auf Yamato seine Frage nickte der Student und machte sich gemeinsam mit ihm auf den Weg zu einem kleinen Verkaufsstand. Währenddessen lauschte er seinem Freund weiter und versuchte die Informationen zu verinnerlichen, die er gerade bekam. Dabei wurde ihm immer klarer wieso die Beiden es geheim gehalten hatten. Es war ja auch nicht so das ständig jeder alles wissen musste. Manchmal brauchte man einfach seine Privatsphäre und wer konnte es den Beiden verübeln das sie sich erst mal selbst sicher sein wollten?
„Ich hätte niemals gedacht das Sora für dich nur irgend ein Mädchen ist. Wir alle haben sie lieb und das weißt du. Sie war schon immer eine riesige Stütze in unserer Gruppe. Du hast definitiv einen guten Frauengeschmack mein Freund“, Joe klopfte Yamato im Gehen auf die Schulter und versuchte so das Ganze noch etwas lockerer zu halten. Wer mochte es schon verkrampft? Vor allem wenn diese Lage ohnehin schon so verwirrend und unbehaglich war.
„Ach ja und was Taichi angeht. Ich bin mir sicher das er anfangs ziemlich entsetzt sein wird und wie immer irgendwie handeln wird, ohne das er groß nachdenkt. Allerdings bin ich mir sicher das auch das sich schnell legen wird und er einsehen wird das ihr Beiden euch gut tut. Zumindest hoffe ich das. Also zumindest sah es... ach vergiss es“, lachend rieb Joe sich seinen Nacken und merkte wie ihm die Röte ins Gesicht und in die Ohren schoss. Noch ein paar Worte und er hätte sich echt in eine unangenehme Lage geritten. Nochmal konnte er es nicht gebrauchen, dass er sich wünschte eins mit dem Boden zu werden. Immerhin wollte er nun für seinen Freund da sein und in Ruhe mit ihm reden. Ein bisschen Ablenkung von der Uni und ein gutes Gespräch mit Yamato, genau das Richtige.


Zuletzt von Joe Kido am Di Jan 23, 2018 10:12 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Do Jan 18, 2018 3:16 pm

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Joe traf den Nagel eigentlich auch sofort auf den Kopf, weswegen Yamato schuldbewusst den Kopf senkte. „Ich hab ein wirklich schlechtes Gewissen wegen Taichi“, gestand er und richtet den Blick auf die Spitzen seiner Schuhe. „Ich weiß eben nur nicht, wie er reagieren würde. Momentan kann ich mir fast jede Reaktion vorstellen.“ Wobei es mit Sicherheit nicht besser werden würde, je länger sie es ihrem besten Freund verschwiegen würden.
Mittlerweile waren sie an dem Kiosk angekommen und Yamato bestellte sich eine Cola. Kaum, dass er die gefühlte Dose in der Hand hatte, wartete er nur noch auf Joe, bevor sie sich beide von dem kleinen Laden entfernten und eine Bank anstrebten.
Froh darüber, nun etwas zu haben, was seine Aufmerksamkeit erforderte, betrachtete Yamato die Coladose ohne sie direkt zu öffnen. Joes Worte waren zwar nett gemeint, halfen jedoch nicht gerade dabei Yamato zu beruhigen im Gegenteil. „Ich weiß, dass ihr sie alle mögt“, seufzte Yamato. „Aber das macht es nicht gerade einfacher. Von ihrem Wappen ganz zu schweigen.“ Verlegen drehte er die Dose in den Händen hin und her. „Es kommt mir unwahrscheinlich vor, dass sie mich mag. So mag“, spezifizierte Yamato genauer. „Bisher hat noch keiner von uns etwas in dieser Richtung gesagt…“ Schon oft hatte sich Yamato gefragt, ob es einfacher wäre, wenn sie ein anderes Wappen hätte. Aber so fühlte es sich an, als würde extrem viel von ihm erwartet werden und Yamato glaubte einfach, dass er diesen Ansprüchen gerecht werden könnte.
Dennoch konnte er ein schwaches Lächeln nicht unterdrücken. „Tja danke“, antwortete Yamato, als Joe ihn für seinen Frauengeschmack lobte. „Mich wundert, dass noch keiner von euch auf die Idee gekommen ist, mit ihr auszugehen“, gab Yamato offen zu. Generell war er oftmals erstaunt, wieso er der Erste aus ihrer Gruppe war, der mehr Interesse an Sora zu haben schien. Oder aber, die anderen verschwiegen es. „Oder … oder denkst du, Taichi…?“ Yamato ließ den Satz unvollendet. Joe wusste auch sicher so genau, was ihn beschäftigt und es war immerhin keine Kleinigkeit. Ein weitere Grund, wieso er zögerlicher war. Was, wenn sein bester Freund sich für das gleiche Mädchen interessierte? In Yamatos Augen wäre das nur zu gut nachvollziehbar. Er hatte früher mal mit Taichi darüber gesprochen und damals hatte der Fußballer ihm versichert, dass es nicht so war. Nun hatte Yamato allerdings eine gewisse Scheu Sora zum Gesprächsthema zwischen ihnen beiden zu machen.
Leider aber war Joe auch der Meinung, dass Taichi die Neuigkeit nicht besonders gut auffassen würde. „Er wird nicht denken, dass es eine gute Idee ist“, seufzte Yamato und könnte es seinem Kumpel wirklich nicht verübeln. Ihm selbst fielen ja auch schon sehr viel Kandidaten ein, die besser zu Sora passen würden.
Der letzte Teil von Joes Satz jedoch ließ Yamato aufhorchen und er sah erstaunt von der Coladose auf, die er immer noch nicht geöffnet hatte. „Du denkst, wir tun einander gut?“, fragte er nach. Seine Mundwinkel hoben sich eindeutig nach oben. Sora tat ihm gut, so viel stand fest. Er hoffte, dass es umgekehrt auch genauso war. Ein Blick auf Joe jedoch verriet ihm, dass ihm das gesamte Thema mindestens genauso unangenehm war, wie Yamato selbst.
Der Blonde schüttelte lachend den Kopf. „Früher haben wir gedacht, dass feindliche Digimon unser größtes Problem wären. Jetzt kommt mir das einfacher vor, als mit einem Mädchen über meine Gefühle zu reden“, fand Yamato und öffnete endlich die bereits nicht mehr so kühle Cola.


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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Di Jan 23, 2018 10:10 pm


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Das Yamato ein schlechtes Gewissen wegen seinem besten Freund hatte konnte Joe nachvollziehen. Er selbst würde es bei jedem beliebigen Freund schrecklich finden, wenn er sich nicht zu seiner Freundin bekennen könnte, wenn er denn eine hätte. Auf der anderen Seite konnte der Student auch die Argumentation des Blonden verstehen. Diese Dreiecksgeschichte zwischen ihm, Taichi und Sora war eben noch nie einfach gewesen. Natürlich wussten sie alle das Taichi und Sora eher auch wie beste Freunde waren und dennoch hatte Joe manchmal das Gefühl gehabt sie hätte irgendwie weit mehr verbunden, aber vielleicht hatte er sich das auch eingebildet. Immerhin hatten sie durch die Digiwelt alle irgendwie einen besonderen Draht zueinander. Würden die Anderen also direkt vermuten er hätte was mit Mimi, nur weil sie eine Zeit lang allein in der Digiwelt unterwegs gewesen waren? Absurder ging es wohl kaum, das musste er sich selbst gerade eingestehen. Und so konnte es ja auch bei den Beiden sein.
Joe holte sich ebenfalls eine kalte Cola und war dankbar über dieses zuckersüße Getränk, welches seine grauen Zellen wieder aktivieren sollte. Immerhin schien es ihm immer noch an Konzentration zu mangeln und gerade die brauchte er um seinem Freund aufmerksam lauschen zu können. Sofort öffnete der Student die Dose, als sie an einer Bank ankamen und sich auf diese setzten, ehe er einen tiefen Schluck nahm und sich leicht verschluckte. Hoffentlich würde er schnell durch den Zucker wacher werden. Ein paar Mal hustete Joe noch, danach wandte er sich seinem Freund wieder zu, um seinen Worten zu folgen.
Langsam schüttelte der Blauhaarige seinen Kopf, als er versuchte Yamato an seinen Worten zu hindern, da er es als absoluten Schwachsinn befand. Manchmal machte der Blonde sich einfach viel zu viele Gedanken, obwohl diese Sorgen sich mit der Zeit doch legen würden. „Ich schätze Sora nicht so ein, dass sie mit solchen Worten einfach um sich schmeißen würde. Vielleicht hat sie mit unter anderem das Wappen der Liebe bekommen, weil sie einfach weiß was es heißt wahrhaftig zu lieben. Ich meine wir alle lieben unsere Eltern seit wir denken können, aber bei Sora war es doch nie wirklich einfach gewesen. Sie war die Einzige, die wirklich darüber nachgedacht hat. Ich wette sie kann sehr gut ihre Gefühle einschätzen und sagt deswegen nicht leichtfertig das sie andere liebt. Das soll doch immerhin etwas Besonderes sein und solch eine Liebe braucht doch Zeit. Ich weiß ja nicht wie lange ihr euch schon seht, aber vielleicht ist es einfach noch zu früh. Mach dir da keinen Stress“.
Gerade fühle Joe sich wie ein Held, weil er solch schlaue Worte zusammen bekommen hatte. Innerlich lobte er die Cola und seine Wunderwirkung, ehe seine Ohren rot anlief, nachdem was Yamato von sich gab. Selbst dran denken Sora zu daten? Wie bitte?
Seltsamerweise hatte der Student wirklich noch nie daran gedacht Sora oder eines der anderen Mädchen aus seinem Freundeskreis um so ein Treffen zu bitten. Dafür hatte er doch gar keine Zeit und außerdem lag es nicht in seinem Interesse. Sora mochte wirklich eine tolle heranwachsende Frau sein, aber sie war für ihn dennoch stets eine Freundin gewesen. Joe hatte einfach nicht das Auge für solche Dinge und hatte daher nie einen romantischen Hintergrund zwischen ihm und Sora gesehen, auch weil sie nicht dieses eine Mädchen war, das sein Interesse geweckt hatte.
„Sei dir sicher das ich noch nie darüber nachgedacht habe Sora um ein Date zu bitten. Für mich ist und war sie schon immer nur eine Freundin“, irgendwie war ihm das peinlich, weil er das Gefühl hatte sich in irgendwas zu verrennen: „ Nicht das sie es nicht wert wäre. Ich meine ich habe ja schon gesagt das sie toll ist, aber nich für mich. Ich meine, ach man. Sie ist mir einfach nie so aufgefallen wie dir scheinbar“.
Niemals hätte der Digiritter mit solch einer Tiefe gerechnet, die das Gespräch nun hatte. Yamato beschäftigte dieses Thema wirklich sehr, verständlich. Er schien es wirklich ernst mit Sora zu meinen, was Joe wirklich bewunderte. Und genau deswegen verstand er auch all seine Ängste: „Ich kann dir nicht sagen was Taichi von dem Thema hält. Ich kann halt wirklich nur von mir reden, wie ich es eben getan habe. Ich schätze mal der einzige Weg das heraus zu finden ist es mit ihm das Gespräch zu suchen. Vielleicht wird es am Anfang echt schwer, aber was passiert ist, ist passiert und ja ich finde wirklich das ihr euch gut tut. Du siehst sehr glücklich aus und von daher gönne ich euch Beiden das. Taichi ist dein bester Freund. Auch wenn er am Anfang wirklich sauer sein wird, bin ich mir sicher das er es irgendwann annehmen wird. Du kennst ihn. Er ist ein riesiger Dickkopf und dennoch hat er das Herz am rechten Fleck“.
Nach seinen Worten nahm der Blauhaarige einen tiefen Schluck seiner Cola und lehnte sich nach hinten an die Bank. Die Sonne schien immer noch leicht durch die Bäume und wärmten ihn. Auch wenn dieser Tag irgendwie merkwürdig war, Joe war dankbar das er hier sein konnte und helfen konnte. Es tat gut mal etwas dazu beitragen zu können, anstatt nur auswendig zu lernen.
Sein Kopf ging wieder zur Seite, als er mit einem Lächeln auf Yamato seine Worte anmerkte: „Stimmt, ich habe dich noch nie so über Gefühle reden hören. Scheint fast so, als hätte es auch etwas Gutes das ich euch gesehen habe. Eine schöne Übung für den Ernstfall“. Mit seinem Ellenbogen stupste Joe seinen Freund an und lachte über seine eigene Bemerkung, auch wenn diese echt unlustig war. Im Anschluss, nachdem er sich wieder beruhigt hatte, sagte Joe rasch noch: „Nein, jetzt im Ernst. Wenn du all die bösartigen Digimon überlebt hast, dann schaffst du auch das und vergiss nicht: eigentlich ist es nur unsere Freundin Sora. Du kennst sie schon so lange und weißt wie lieb und gutmütig sie ist. Wenn jemand Ahnung von all dem hat, dann Sora. Ich bin mir sicher du schaffst das“.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Do Jan 25, 2018 9:20 pm

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Joe & Yamato

Joe war eigentlich wie immer betonte ruhig und das mochte Yamato. Zumindest hab es ihm nicht das Gefühl, dass der Andere absolut nicht zufrieden mit ihm war. Wenn Joe finden würde, dass er nicht der Richtige für Sora war, würde er es ihm doch sagen, oder nicht? Andererseits… dazu war Joe wahrscheinlich zu nett und diplomatisch…
„Ich weiß“, beteuerte Yamato schnell, als Joe seine Überlegung, zu den wohl drei wichtigsten Worten überhaupt mitteilte. „Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht mal, wie ich reagieren würde. Panisch vermutlich“, gab Yamato mit einem schulterzucken zu. Manche Mädchen beteuerten, dass sie ihn liebten, aber dass da nichts Wahres dran sein konnte, wusste wohl jeder. Immerhin kannten die ihn nicht. Sora allerdings… die würde so etwas nie sagen, wenn sie es nicht so meinen würde. Und dann? Würde er es auch sagen müssen. „Ich habe keine Ahnung davon. Es ist ihr Wappen, nicht meins…“ Er lachte nervös auf. „Und wir wissen alle, dass ich mit meinen Wappen schon genug Probleme habe. Ich… sage euch nie, dass ich euch mag. Wie sollte ich dann einem Mädchen sagen, dass ich sie… du weißt schon“, sprach Yamato seine Hauptsorge aus...
Immer noch konnte er Joe bei dem Thema nicht anschauen. Aber jetzt, wo er einmal ins Reden gekommen war, bemerkte der Blonde auch, dass es ihm guttat, endlich mit jemanden über seine Bedenken zu sprechen. „Ich glaube auch nicht, dass Sora das Problem ist… sondern ich. Ich mag Sora wirklich. Sehr sogar. Ich mochte sie schon immer. Und jetzt mag ich sie eben noch mehr. Sie gefällt mir wirklich“, gab Yamato zu und konnte nicht verhindern, dass seine Wangen sich leicht rot färbten. „Sora ist das erste Mädchen, das mich wirklich interessiert…“ Joe wusste, dass Yamato eigentlich keine Probleme haben dürfte, an Mädchen zu kommen. Selbst der Ältere hatte schon mitbekommen, dass die Band seine Beliebtheit gesteigert hatte. „Aber woher soll ich wissen, ob das jetzt Liebe ist?“ Das war eben das große Problem. „Ich hab echt Angst, es vor die Wand zu fahren… Du kennst mich doch…“
Endlich schaffte es Yamato seinen langjährigen Freund anzusehen. Yamato fühlte sich offenkundig ratlos und das, obwohl er meistens von sich behaupten konnte, dass er wusste, was zu tun war. Aber in dieser Station war er hilflos. Ob Joe einen Rat wusste? Zwar kannte er sie beiden ziemlich gut, aber auch Joe hatte keine Erfahrung mit Beziehungen, soweit Yamato wusste.
Auf Yamatos Gesicht schlich sich en Grinsen, als er Joe doch tatsächlich in Verlegenheit gebracht hatte. „Schon okay“, beruhigte er den Studenten. Ihm kam es immerhin zu Gute, dass der Ältere Sora nicht auf diese Weise mochte. Vielleicht war er aber auch wirklich nur der Erste, dem aufgefallen war, wie toll Sora war. „Für mich war es auch neu. Kurz vor den Sommerferien hat es anfangen“, gab Yamato zu und dachte dabei an sein erstes Konzert mit Knife of Day. Das war vermutlich der Startschuss gewesen.
Und Joe bestätigte ihm den Verdachte, dass er glücklich wirkte gewesen. Das hatte er schon öfter von Leuten gehört, die nicht wussten, dass Sora die Ursache war. Allerdings musste Yamato zugeben, dass er wirklich mehr lächelte, seit er Sora traf und das schien anscheinend außergewöhnlich für ihn zu sein. „Ich muss mit Taichi reden… sobald es etwas zu bereden gibt“, seufzte Yamato, dem es wirklich vor dem Gespräch graute. „Bisher sind wir nicht zusammen… also gibt es nichts, was ich ihm genau sagen kann. Er würde Dinge wissen wollen, die ich weder ihm noch ihr gerade sagen kann“, sagte Yamato leise. Er hatte keine Ahnung, ob er es jemals würde sagen können. So etwas kam ihm immerhin nicht leichtfertig über die Lippen.
Das bestätigte auch Joe direkt, weswegen Yamato nur noch verlegenen dreinschaute. „Danke… das baut mich auf“, brummte er immer noch beschämt. Andere hätten bestimmt viel weniger Problem damit einem Mädchen zusagen, wie sehr sie es mochten.
Endlich nahm auch Yamato einen Schluck von seinem Getränk, das mittlerweile schon ganz warm war, weswegen er angewidert das Gesicht verzog. „Nur…“ Yamato schnaubte. Nur Sora war eine Untertreibung. „Sora ist …“ Yamato senkte verlegen den Blick, als ihm klar wurde, dass er sie als perfekt hatte betitelt wollen. „Ich hoffe nur, sie weiß, was sie tut und mit wem“, fügte er stattdessen hinzu.


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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Fr Jan 26, 2018 10:33 pm


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Irgendwie war es dem Blauhaarigen schleierhaft wie sein Freund nur so denken konnte. Natürlich verstand er was Yamato meinte, wenn er sagte, dass er keine Ahnung von der Liebe hatte. Joe hatte ebenso wenig seine Erfahrungen bis jetzt sammeln können. Mal abgesehen von ein paar Blicken zu einem Mädchen oder aber mal ein paar Tagträumen in Vorlesungen lief nichts in der Richtung in seinem Leben. Allerdings sollte er sich auch diese verkneifen, wenn er sein Medizinstudium mit Bravur abschließen wollte. Wirklich kontrollieren konnte er es allerdings nicht und so müsste es doch auch Yamato gehen, oder etwa nicht? Liebe war etwas, für das es anscheinend keine Worte gab. Irgendwie musste man es einfach fühlen. Und jeder, der damit in Kontakt stand, war doch in erster Linie glücklich. Wie sollte man davor also Angst haben? Selbst wenn es jemand war wie Yamato, der es nie wirklich einfach gehabt hatte.
Wenn Joe an früher dachte, fielen ihm die kleinen Streitigkeiten zwischen ihm und Taichi ein. Es war die Zeit, bevor die Beiden sich wirklich so verstanden hatten, wie es nun war. Damals hatte Takeru gebettelt lieber Taichis Bruder zu sein, als dieser Yamato nicht verstanden hatte. Der Bassist hatte es nie wirklich einfach gehabt. Wirklich verstanden hatte Joe es erst, als er erfahren hatte das seine Eltern getrennt lebten und sein Bruder bei seiner Mutter war, während er selbst bei seinem Vater lebte. Noch dazu arbeitete dieser viel. Auch wenn er Yamato liebte, so hatte Joe es zumindest empfunden, als er ihm begegnet war, war es scheinbar nie einfach für den Blonden gewesen. Natürlich musste er so seine Probleme damit haben. Umso wichtiger war es da doch das zu zulassen, was nun auf ihn zukam. Sora würde ihm mit Sicherheit neue Dimensionen zeigen können. Aber vielleicht hatte er genau davor Angst? Etwas zu entdecken, das er mochte und dann wieder verlieren könnte. Und dann war da noch Taichi.
Bei all den Gedanken und Yamato seinen Worten lehnte der Student sich zurück und versuchte durchzuatmen. Wie sollte denn ein einzelner Mensch das alles verarbeiten? Kein Wunder das sein Freund so reagiert hatte, als er bemerkt hatte was Joe gesehen hatte. Ein tiefer Schluck seiner Cola folgte, als der Brillenträger nachdachte, wie er seine Worte formulieren sollte: „Vielleicht siehst du das Ganze einfach viel zu streng. Es gibt nicht nur einen Weg. In der Liebe kann man nicht zwischen gut und böse oder Dunkelheit und Licht wählen. Das ist nicht wie mit den Digimon, es ist viel schwerer. Du selber machst dir so einen Stress, sodass du es doch nur gegen die Wand fahren kannst. Vielleicht solltest du lernen den Moment zu genießen“.
Wieder nahm Joe einen Schluck seiner Cola, bis das warme Gebräu alle war und er sich dennoch erfrischt fühlte. Natürlich war er in einer Situation, in der er sich so große Töne erlauben konnte, da er selbst nicht betroffen war, dennoch wusste der Blauhaarige das es nicht einfach sein würde. Nicht nur das Yamato sich Sorgen wegen Taichi machte, nein. Sora selbst galten auch seine Sorgen und das obwohl sie doch selbst am Besten wusste, was gut für sie sein würde. Wie konnte sein Freund dann nur so schlecht von sich denken?
„Du fertigst das etwas ab. Vielleicht solltest du wirklich mal mit Sora über Dinge wie Gefühle reden, damit du dir sicher sein kannst wo ihr nun steht. Es muss ja nicht direkt heißen das ihr zusammen seid, aber wenn du nicht vorher mit Taichi reden kannst, sollte das bald passieren. Ich merke doch wie sehr dich das mitnimmt und das kannst du selbst mit deiner Band doch nicht gebrauchen. Wenn ich nämlich so was hätte, dann würde ich durchdrehen. Mit Sicherheit würde ich dann eine Prüfung nach der anderen verhauen und das könnte ich mir persönlich gar nicht erlauben. Also pack das Problem bei den Wurzeln und warte nicht lange. Natürlich ist es nicht nur Sora, aber auch Sora ist in gewisser Hinsicht nur ein Mensch und kein böses Digimon. Sie wird dir also nicht an die Gurgel gehen, wenn du verstehst was ich meine. Sie wird schon wissen was sie macht und was nicht“.
Langsam stand Joe auf und streckte sich etwas, ehe er seine Coladose neben sich abstellte und mit einem Lächeln zu dem Bassisten runter schaute: „Ich bin kein Beziehungsexperte, auch weil ich selbst noch nie eine hatte, aber ich bin mir sicher das du dir einfach nur selbst wirklich zu viel Druck machst. Dabei müsst ihr euch das gemeinsam aufbauen“.
Als der Student sich wieder auf die Bank setzte, schloss er seine Augen und genoss etwas die Sonne, die leicht an seiner Nase kitzelte. Ein befreiendes Gefühl an einem schönen Tag. Yamato sollte die guten Dinge sehen und sich nicht so die Laune vermiesen lassen, denn auch wenn er manchmal ein verkorkster Typ war, so hatte er sein Herz an der richtigen Stelle. Joe wusste das er sein Glück verdient hatte. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis auch dieser das sehen würde und akzeptieren würde das zwischen Sora und ihm nun mal mehr war als sein Wappen vielleicht sagte. Dafür würde ihres wohl umso heller in ihrer Beziehung strahlen und ihm vielleicht zeigen was es wirklich hieß zu lieben. Zu wünschen war es ihm.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Mi Jan 31, 2018 2:28 pm

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Joe schwieg eine ganze Weile lange, vermutlich um zu verarbeiten, was Yamato ihm gerade alles anvertraut hatte. Es war anscheinend eine schwierige Situation für sie beide. Natürlich war genau so etwas auch noch nie vorgekommen. Bei all den schwierigen Situationen, die auch gerade Joe und er zusammen durchgemacht hatten, waren Mädchen eben nie ein Thema gewesen.
Dennoch erstaunte es Yamato, dass ausgerechnet der immerzu besorgte Joe ihm plötzlich riet, dass er alles zu streng sah. Der Blonde konnte gar nicht anders als amüsiert auflachen. „Das sagst ausgerechnet du mir“, feixte er natürlich prompt zurück und knuffte den anderen kurz mit dem Ellenbogen. Vermutlich aber hatte der Ältere einfach trotzdem Recht. Nur konnte Yamato eben auch nichts dagegen tun, dass er sich eben doch äußert viele Gedanken machte. Zwischenmenschliche Bindungen waren für ihn einfach nach wie vor ein schwieriges Thema. „Sag das mal meinem Kopf. Der dreht durch, sobald sie nicht mehr bei mir ist. Solange Sora da ist, ist alles gut. Sobald sie weggeht, frage ich mich, wir gerade einen Fehler machen… naja viel mehr sie. Ich bin mir sicher, dass es keiner ist“, gab Yamato zu. Denn dass er die Zeit mit Sora zusammen wirklich genoss, stand fest. Er hatte sie gerne um sich und freute sich immer, wenn sie sich sahen. Die Gedanken und Sorgen kamen erst dann, wenn sie nicht mehr bei ihm war. Allerdings glaubte er dann auch eher, dass sie sich verrannte und nicht er. Sora war das Beste, was ihm passieren konnte, das war Yamato klar. Aber das machte die Situation ja nicht einfacher.
Entsetzt starrte Yamato seinen Freund an. „Über Gefühle reden? Ich?“ Das schloss sich doch schon automatisch aus, fand er jedenfalls. „Ich finde es dafür auch noch zu früh…“, musste er außerdem zugeben. „Wir treffen uns erst seit ein paar Wochen…“ Wie drückte man auch nett aus, dass man sich nicht sicher war. „Ich schätze, sie mag mich auf eine andere Art als früher. Aber wir haben beide beschlossen, dass wir uns Zeit damit lassen und nichts überstürzen wollen.“ Das hieß natürlich nicht, dass er niemals das Gespräch suchen müsste. Dass das anstand, war ihm selber ja auch klar. Yamato stützte den Ellenbogen auf seinem Knie ab um sich mit dem Kinn an seine Handfläche zu lehnen.
Joe kam auf seine Band zu sprechen, weswegen Yamatos Miene sich nur noch mehr verfinsterte. „Die Band weiß es natürlich in gewisser Weise. Ich schätze zumindest, dass sie es sich denken können. Sora kommt zu jedem Gig“, erklärte Yamato und konnte selbst jetzt nicht verhindern, dass sich seine Mundwinkel anhoben. Obwohl die Band ihm deswegen ab und an auf die Nerven ging, war er doch eindeutig erfreut darüber, dass sie so oft bei Auftritten dabei war.
Yamato wandte sich wieder dem Studenten zu, der natürlich prompt prophezeite, dass er sämtliche Prüfungen vermasseln würde. Das glaubte er ihm direkt. Aber zum Glück war er anders als Joe. Allerdings wollte Yamato auch kein Arzt werden und hatte daher nicht derartige Prüfungen vor sich. „Mich wundert sowieso, dass du so lange schon hier draußen sitzt. Müsstest du dich nicht irgendwo zum Lernern verbarrikadieren?“, erkundigte sich Yamato. Er konnte sich kaum daran erinnern, wie lange es her war, dass er mit Joe mal mehr als ein paar hektische Worte gewechselt hatte. Dass der Ältere sich gerade die Zeit nahm, war ihm hochanzurechnen.





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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Sa Feb 03, 2018 4:16 pm


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Für einen kurzen Augenblick hatte Joe das Gefühl, dass Yamato sich endlich wohl fühlte, als dieser ihn mit seinem Ellenbogen knuffte. Dass der Blonde mehr Kraft besaß und dem Studenten leicht den Atem verschlagen hatte (im wahrsten Sinne des Wortes), das verschwieg er. Dennoch schien die Situation entspannter, als der Bassist sich wohl über ihn lustig zu machen schien. Anfangs fand Joe das ganz und gar nicht komisch, dennoch musste er irgendwann selbst lachen. Natürlich wusste er ja, wie schwierig er manchmal war und das er früher wirklich ein Kontrollfreak gewesen war. Umso mehr tat es ihm nun gut auch mal über sich selbst lachen zu können, genau wie in diesem Augenblick. Das Leben war immerhin ernst genug, da musste Joe es sich ja nicht noch schwerer machen.
„Lach nicht so Yamato, immerhin habe ich versucht meinen Horizont mal ein bisschen zu erweitern. Wenn du das so sagst, dann klingst du ja fast schon wie Gomamon. Der hat mich damit auch immer aufgezogen. Das war alles andere als nett“, bei der Bemerkung musste der Brillenträger direkt an seinen Digipartner denken. Schmerzlich wurde ihm wieder bewusst wie sehr er ihn an manchen Tagen vermisste, auch weil sein unaufhaltsames Gebrabbel manche Tage einfach erträglicher gemacht hatte. Mit Sicherheit würde es Joe beim Lernen ebenso gut tun wenn Gomamon ab und zu einfach mal einen Spruch zog, nur damit sie beide einfach mal vor Lachen auf dem Boden lagen und nicht mehr konnten. Das wäre zumindest total schön, dachte Joe sich dabei und hatte ein breites Grinsen auf den Lippen.
Als der Jüngere mit seinen Worten fort fuhr, konnte der Brillenträger sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als dieser offenbarte wie es ihm ohne Sora erging. Irgendwie war es ja schon süß, dachte sich der Student, dennoch passt es zu dem sonst so taffen Yamato einfach ganz und gar nicht. Noch nie hatte er solch einen Einblick dem Blauhaarigen offenbart, der ganz und gar baff war. Was sollte er dazu denn nun sagen? Es war das erste Mal in diesem Gespräch das Joe sprachlos war und einfach nur weiterhin den Worten seines Freundes lauschte.
Irgendwann atmte der Student durch, als Yamato eine Pause zwischen seinen Sätzen einbaute. Langsam fand Joe zu sich und versuchte auch dafür Worte zu finden, auch wenn er absolut keine Ahnung hatte was er sagen sollte. Zu solch einem Thema hatte er noch nie etwas gelesen. Zwar kannte er die Anatomie eines Herzens und deren Funktionen, wie es aber den Teil mit der Liebe schaffte, war ihm bis jetzt ein unerforschtes Rätsel. Zudem bezweifelte der Blauhaarige auch das sie jemals etwas dazu in der Uni lernen würden. „Ich denke es ist einfach ein gutes Zeichen, wenn du Sora so schnell vermisst. Es zeigt doch wie wichtig sie dir ist und das ist doch gut. Ich bin mir sicher ihr wird es auch so ergehen, sonst würdet ihr euch nicht schon wochenlang treffen, oder nicht?“.
Schließlich kam der Bassist auf seine Band zu sprechen. Dem Studenten wäre es auch komisch vor gekommen, hätten diese nichts davon mit bekommen. Immerhin hatten sie, mal abgesehen von der Schule und Taichi damit, die meiste Zeit mit Yamato zu tun. Sie probten Joe seines Wissens nach sehr oft und hatten auch einige Auftritte. Sollte der Blonde also die Orangehaarige irgendwie in seinem Leben mit einbauen wollen, dann mit Sicherheit so, dass die anderen aus seiner Band das mit bekamen. Und immerhin das wurde dem Blauhaarigen bestätigt, puh.
„Ich finde es gut das Sora dich da scheinbar auch unterstützt. Das zeigt doch auch, dass sie dein Hobby akzeptiert, wenn man das mit deiner Band noch als Hobby ansehen kann. Ich an deiner Stelle würde mich über die Sache mit Sora etwas mehr freuen, als nur Trübsal zu blasen. Nachher macht deine brummige Stimmung nach alles kaputt“, zögerlich sah Joe zu Yamato rüber, in der Hoffnung wegen des Kommentars nicht einen auf den Deckel zu bekommen.
Kurz darauf musste dann ja sein Lieblingsthema kommen, was auch sonst? Gerade hatte der Blauhaarige wirklich angefangen die Uni und all den Kram zu vergessen, da kam Yamato mit seinem Lernprozess an. Es war richtig das Joe wenig Zeit für Smalltalk und seine Freunde hatte, aber auch das legte sich eigentlich immer sobald die Klausuren durch war. Wie unfair also von seinem Freund nun sowas zu sagen.
Beleidigt zog Joe eine Schnute, als er verkündete: „Ich nehme mir nun mal auch Zeit für meine Freunde oder eine Cola. Heute zum Beispiel habe ich einfach mal eine Pause gemacht weil ich so gut voran gekommen bin“, dann fiel ihm ein das es nicht der Wahrheit entsprach, weshalb er sofort seinen Kopf hängen ließ: „Naja zumindest bilde ich mir das sehr gerne ein. Das Lernen macht mich gerade einfach wahnsinnig und ist mega anstrengend. Ich wäre durchgedreht, hätte ich heute wieder kein Sonnenlicht abbekommen. Außerdem bekomme ich gerade nichts in meinen Kopf rein. Ich habe da auch noch ein paar andere Dinge im Kopf“.
Kurz war er mit den Gedanken bei Megumi, einem Mädchen aus seinem Unijahrgang, die er in letzter Zeit des öfteren positiv erlebt hatte. Manchmal passierte es, dass der Blauhaarige beim Lernen eher an sie dachte als an das, was relevant war. Konnte man ihm seine Schwärmerei allerdings verübeln? Immerhin war er auch nur ein Teenager mit einem normalen Hormonhaushalt, der sich nach etwas Anerkennung sehnte, aber das war eine andere Geschichte. Hier ging es immerhin nicht um ihn und seine heimlichen Beobachtungen, sondern um Yamato und Sora. Zumindest versuchte Joe sich das einzureden, nur damit er nicht an Meg und ihr seidiges Haar dachte, welches ihm so gefiel.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Mi Feb 07, 2018 4:06 pm

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Kaum, dass Joe Gomamon erwähnte, verstummte Yamato und richtete seinen Blick in den blauen Himmel. „Irgendeiner muss Gomamons Job übernehmen, solange es nicht hier sein kann“, sagte er und versuchte nicht zum ersten Mal sich vorzustellen, was Gabumon zu den neusten Entwicklungen sagen würde. Es war ewig her, dass sie sich gesehen hatten und wenn es jemanden gab, der ihn verstand, dann war es sein Digimon. Vermutlich aber würde sein digitaler Freund nicht mal richtig verstehen, was es mit Sora genau auf sich hatte. Immerhin waren Mädchen noch nie ein Thema gewesen, das Yamato länger beschäftigt hatte. Aber er war sich sicher, dass Gabumon Sora mochte. „Ich vermisse Gabumon. Ich würde gerne wissen, was es von der ganzen Sache hält“, gab Yamato zu. Immerhin war sein Digimon das einzige Wesen gewesen, vor dem er irgendwann das Gefühl abgelegt hatte, dass ihm etwas unangenehm sein musste. Gabumon hatte immer zu ihm gehalten. „Wobei ich glaube, dass sie so etwas wie Dates nicht verstehen würden…“, fügte Yamato grinsend hinzu und er war nicht der Beste, um so etwas zu erklären.
Verlegen sah Yamato zu Joe hinüber, als der zu einer Schlussfolgerung kam, die Yamato so nicht ganz ausgesprochen hatte, aber sie dennoch der Wahrheit entsprach. „Ich… klinge kitschig, oder?“, wollte er wissen. Eigentlich klang er nie kitschig, weswegen sich Yamato über sich selbst wunderte. „Das bleibt unter uns, okay?“ Nur um sicher zu gehen. „Ich wollte mein Image gerne etwas länger behalten.“ Lässig zuckte Yamato mit den Schultern. Er würde wirklich gerne an seinem coolen Image festhalten auch wenn er anscheinend verknallt in ein Mädchen war.
Kurz zuckte Yamato zusammen, als Joe die Band als ein Hobby bezeichnete. „Hey, hey. Das ist als würde ich Lernen, als die Hobby bezeichnen“, beschwerte er sich lachend ohne es seinem Freund wirklich übel zu nehmen. „Ich weiß, dass es nicht für immer sein kann. Aber gerade… gerade ist es eben mehr als nur ein Hobby. Wir sind auf dem Weg echt bekannt zu werden. Wir verhandeln gerade einen Vertrag mit einer Plattenfirma“, erklärte Yamato nicht ohne Stolz und grinste breit. Immer noch war er deswegen extrem gut gelaunt und das würde sich bestimmt auch so schnell nicht legen. „Und Sora… die freut sich für uns. Zum Glück. Ich wüsste nicht, wie ich die Sache mit ihr angehen sollte, wenn sie sich nicht freuen würde.“ Und dabei war es nicht immer einfach für sie. Jedenfalls nahm Yamato an, dass es nicht besonders angenehm war, wenn man jemanden datete, von dem anderen Fotos und Unterschriften wollten. Für ihn wäre das vermutlich nichts.
„Ich blase gar kein Trübsal. Das ist meine übliches Gelassenheit, schon vergessen?“, beschwerte sich der Blonde mit einem Anflug eines Grinsens. „Sora kennt mich. Sie weiß, dass ich nicht… ich bin nicht gerade der unbeschwerte Typ Mensch. Also hoffe ich, hat sie sich das schon genauestens überlegt, bevor es ernster wurde“, fügte Yamato hinzu. Es wunderte ihn zwar immer noch, dass sie ihn dennoch mochte. Aber sie tat es anscheinend. Hoffentlich hielt das auch noch etwas länger an. „Ich mache mir nur Gedanken, ob wir bereit für so einen Schritt sind. Oder ob es unsere Freundschaft zerstört, wenn es nicht klappt. Oder… dass sie es besser treffen könnte.“ Etwas hilflos zuckte Yamato mit den Schultern. „Ich blase vielleicht ein wenig Trübsal“, stimmte er seinem Freund dann zu, als ihm klar wurde, dass er sich wirklich sehr viele Gedanken machte. Aber das war doch immer wichtig, oder nicht? Er musste seine Schritte genauestens bedenken, wenn er nicht wollte, dass es schief ging.
Dass es bei Joes Studium gut lief, freute Yamato natürlich. „Freut mich. Dann bekommen wir dich vielleicht auch mal öfter zu Gesicht?“, erkundigte er sich.
„Weißt du, Taichi hat demnächst ein Spiel, Sora ein Turnier und wir treten auch bald wieder auf. Ich kann dir Karten besorgen“, bot Yamato an, nachdem er aufgezählt hatte, was bei ihnen in nächster Zeit alles anstand. „Kann ja nicht gut sein, wenn du dich nur in deinem Zimmer einsperrst. Die anderen würden sich bestimmt freuen.“ Und er verstand sofort, dass jeder mal eine Pause brauchte. So viel konnte ein Mensch doch gar nicht lernen, auch wenn Joe es tapfer versuchte. Wieso nicht diese Pausen mit ihnen verbringen?
Dann aber horchte Yamato auf. Andere Dinge? Das klang ernst und sofort war er besorgt. „Alles in Ordnung?“, wollte er daher natürlich direkt wissen. Wenn sein Freund Probleme hatte, wollte Yamato zumindest versuchen zu helfen. Das war immerhin Ehrensache.




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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Mi Feb 07, 2018 8:15 pm


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In Joe seinem Magen staute sich ein flaues Gefühl, als sein Freund so viel über die Digimon redete. Klar, er hatte mit dem Thema angefangen, es jedoch nicht so weit gesponnen. Irgendwie war es für ihn klar das er Gomamon und die Anderen nicht mehr so schnell zu Gesicht bekommen würde, denn seit dem letzten Kampf war es wieder ruhiger um die Digiwelt geworden. Alle hatten ihr Leben weiter gelebt, wie man an diesem jüngsten Beispiel nun perfekt sehen konnte, und jeder hatte nun mit anderen Dingen in seinem Leben zu kämpfen. Für Joe selbst waren es noch immer die Selben, da das Lernen nach wie vor sein größter Feind in dieser Welt war. Gomamon würde den Kopf schütteln, würde es wissen was er nach wie vor trieb. Immerhin hatte es sich auch andere Dinge für seinen Partner gewünscht, die der Student nie so hatte umsetzen können, leider.
Niedergeschlagen starrte Joe somit auf seine Hände und ließ das auf sich wirken, was Yamato über die Digimon gesagt hatte. Dabei stahl sich ein kleines Lächeln auf sein Gesicht, denn auch wenn er die Digimon am Anfang für seltsam erklärt hatte, sie waren ihm ans Herz gewachsen. Sein Leben ohne sie war irgendwie öde. Umso schöner, wenn er mit jemandem über sie reden konnte. „Ich verstehe was du meinst. Sie schlüpfen aus Eiern und empfinden eben nicht diese Liebe, wie wir sie empfinden können. Klar unsere Partnerdigimon lieben uns schon, aber eben anders. Es ist nicht das Selbe. Gabumon wäre mit Sicherheit am Anfang etwas überfordert. Gomamon mit Sicherheit auch. Wahrscheinlich würde es mir nicht einmal glauben, wenn ich sage, dass ich eine Freundin hätte“, gerade als er das ausgesprochen hatte, wurde Joe rot und wedelte abwehrend mit den Händen vor sich rum: „Also nicht das ich eine Freundin hätte oder so. Das ist nämlich nicht der Fall. Dafür habe ich ja gar keine Zeit“.
Der Themenwechsel war daher wie gerufen. Langsam wich die rote Farbe aus dem Gesicht des Studenten, als er sich bildlich vorstellte wie Yamato dank Sora richtig auftaute und ein richtig romantischer Typ wurde. In der Tat passte es so gar nicht zu seinem Freund, denn immerhin kannte er diesen von klein auf als sehr kühlen und gelassenen Menschen. Irgendwie war es daher auch leicht absurd, aber Dinge schienen sich nun mal zu ändern und Yamato tat es auch. Das war wohl das Ding mit der Zeit, wie es viele schon angekündigt hatten.
„Vielleicht ist es ein bisschen kitschig, aber stehen Frauen nicht darauf?“, vorsichtig legte der Student sich einen Finger an sein Kinn und dachte darüber nach wie es bei Megumi wohl wäre. Und schon wieder gingen seine Gedanken zu Themen, an die er gerade nicht denken wollte. Seltsam nur wie ein einziges Mädchen einen einfach verwirren kann. Um also wieder zum Thema zu kommen, hob Joe abwehrend seine Hände: „Ich finde dich nach wie vor ziemlich cool. Wenn ich ehrlich bin, wärst du eh der Erste, den ich wegen Frauen fragen würde. Immerhin kommst du so oder so gut bei den Frauen an“.
Genau das lag ja auch irgendwie an seinem 'Hobby' für das der Blauhaarige eins auf den Deckel bekam. Damit hatte er eh schon gerechnet, weshalb er in ein herzliches Lachen verfiel und Yamato dabei anschaute. „Du weißt doch wie ich das gemeint habe. Ich weiß natürlich das du viel mehr in der Musik siehst und dafür hast du auch meinen vollsten Respekt. Außerdem ist Lernen dagegen sowieso ein ödes Hobby. Vielleicht sollte ich es ja auch mal mit etwas Anderem versuchen? Vielleicht in den Semesterferien“. Das war wirklich keine schlechte Idee. Der Student konnte sein Leben außerhalb der Uni echt mal etwas Interessanter gestalten. Eventuell würde ihm das ja auch schon im Leben helfen oder viel mehr bei den Frauen. Arg, immer dieser Nebengedanke mit den Frauen.
„Ich gebe wirklich mein Bestes, damit ihr mich mehr sehen könnt. Es nervt mich ja selbst manchmal, dass ich so unerreichbar wirke. Dabei sind es wirklich nur die Bücher, die mich abhalten, aber prügel dir mal die ganze Anatomie eines Menschen in einem Semester gefühlt rein. Der blanke Horror, das kann ich dir sagen“, ein verzweifeltes Lachen zierte die Worte des Brillenträgers, als er hilflos zu Yamato sah: „Über Konzertkarten würde ich mich daher freuen. Jede Abwechslung in meinem Leben ist mir willkommen. Und generell ist Abwechslung gut, auch für dich. Denk also nicht nur an das Negative was zwischen Sora und dir passieren könnte, sondern auch an das Gute. Ansonsten lass es auf dich zu kommen. Ich glaube nicht das sie dir böse sein könnte, wenn es eben nicht mehr als Freundschaft wäre. Sora kann einfach niemandem böse sein. Das ist zumindest meine Meinung. Also versuch etwas entspannter zu sein, okay?“.
Der Digiritter hatte da leicht reden. Immerhin wirkte er alles andere als entspannt, sobald er an Megumi denken musste. Somit hörte er ja nicht einmal selbst auf seine eigenen Worte. Schlimmer wurde es noch, als sein Freund zu bemerken schien das ihn etwas beschäftigte. Und wieder kam die Röte in sein Gesicht, als hätte er einen starken Sonnenbrand innerhalb weniger Sekunden bekommen. Ohne eine Chance dies zu verstecken, versuchte Joe sich daher zu entspannen. Seinem Freund konnte er eh nichts vormachen und wenn er so offen sein konnte, wieso also nicht auch er?
Daher nahm Joe all seinen Mut zusammen, als er nervös mit seinen Fingern spielte und anfing zu reden: „Es gibt da ein Mädchen in meiner Uni das ich ganz toll finde. Irgendwie geht sie mir nicht aus dem Kopf und nun weiß ich einfach nicht was ich machen soll“.
Puh, nun war es raus und dennoch war der Brillenträger so angespannt wie vorher. Was sein Freund dazu wohl sagen würde, dass auch der Student jemanden gut fand? Gefühlt war es ja unmöglich, da wirklich jeder dachte Joe würde nur lernen, doch Fehlanzeige. Auch der Blauhaarige fing langsam aber sicher an erwachsen zu werden. Die Zeit veränderte wohl auch ihn.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Do Feb 08, 2018 3:32 pm

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Es war wohl nicht verwunderlich, dass Yamato angesichts von Joes Worten tatsächlich zu seinem Freund hinüber schielte und ihn musterte. Natürlich sahen sie sich äußert selten, aber bis vorhin hatte er noch nie das Gefühl gehabt, deswegen etwas im Leben des anderen zu verpassen. Und nun war er aufrichtig erstaunt, als dieser Worte wie ‚Freundin‘ in dem Mund nahm. Yamato war auch klar, dass sie alle älter wurden und das feste Partnerschaften anscheinend ein wichtiges Thema wurden. Aber selbst er hatte Schwierigkeiten damit, sich Joe so vorzustellen. Vermutlich aus dem gleichen Grund, den auch der Ältere nannte. Er hatte Joe einfach in seinem Kopf als jemanden mit wenig Zeit abgespeichert. Es gab kaum Zeiten, in denen der Student nicht lernte. Wie sollte er da noch eine Freundin unterbringen? Yamato und Sora fiel es ja schon schwer sich zu treffen. Allerdings wirkte Joe so verlegen, dass Yamato lieber nicht weiter darauf einging. Denn er wollte natürlich auch nicht, dass sein Freund sich unwohl fühlte.
„Tun Frauen das?“, hakte Yamato nach. Bisher war er auch ganz gut mit seiner distanzierten Art angekommen. Diejenigen, die sich seine Fans nannten, schienen jedenfalls total darauf zu stehen. „Ich war noch nie kitschig und trotzdem mögen die Fans mich.“ Allerdings kannte Sora ihn auch wesentlich besser als alle diesen Mädchen. „Fairer Weise… ich bin Leadersänger einer Band… das reicht in den meisten Fällen aus um interessant zu wirken“, seufzte Yamato. Deswegen war er auch umso erleichterter, dass er sich mit einem Mädchen traf, das ihn darüber hinaus kannte. Sora wäre niemals nur mit ihm ausgegangen, weil er Musiker war.
Yamato schüttelte den Kopf. „Ich glaube, ich kenne mich gar nicht aus… obwohl ich in einer Band bin“, stellte Yamato fest. Deswegen wunderte es ihn umso mehr, dass Joe als Erstes ihn ansprechen würde. Er war bestimmt kein guter Ratgeber. Er wusste, dass es gewisse Grundsätze gab, die man beachten sollte, wenn man ein Mädchen beeindrucken wollte. Aber selbst das tat er nicht. „Weißt du… Ich halte Sora keine Türen auf oder trage ihre Taschen. Das hab ich nie getan, wieso sollte ich jetzt damit anfangen?“, erklärte er Joe. Er glaubte aber auch nicht, dass Sora das sonderlich störte. „Aber ich glaube, dass Mädchen das eigentlich mögen.“ Er lehnte sich gemütlicher auf der Bank zurück. „Ich würde dir raten, Takeru zu fragen. Der scheint besser zu wissen, wie man mit Mädchen umgeht.“ Jedenfalls wirkte es so, als hätte auch sein kleiner Bruder keine Schwierigkeiten Mädchen kennenzulernen und er war definitiv charmanter als Yamato.
Mit hochgezogenen Augenbrauen musterte Yamato seinen Gesprächspartner. „Was anderem?“, wiederholte er belustigt. „Was schwebt dir denn da vor? Nehm es mir nicht übel, aber ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du was anders machst außer lernen.“ Eine Sportart jedenfalls würde er Joe nicht unbedingt zu schreiben. „Wie wäre es mit Schach?“, schlug Yamato mit einem Schmunzeln vor. Das wäre zumindest etwas, bei dem er sich den Älteren auch vorstellen konnte.
Nun schien Joe ein schlechtes Gewissen zu haben, was Yamato prompt Leid tat, weswegen er ihm die Hand auf die Schulter legte. „Wir wissen alle, dass dein Studium hart ist. Jeder hat Verständnis dafür“, versicherte er Joe, damit der sich zumindest keine Sorgen mehr machte, dass er irgendjemanden verärgerte. Abwehrend hob Yamato die Hände. „Lieber nicht, ich glaube nicht, dass es was für mich wäre“, sagte er hastig. Er hatte wirklich kein Interesse, sich mit Medizin zu beschäftigen. Das war schon nichts für ihn, wenn er selber krank war. Dann wartete er auch nur immer darauf, dass es von alleine wegging.
Dass Joe wirklich Konzertkarten wollte, freute Yamato umso mehr. „Nächste Samstag treten wir auf. Aber ich warne dich, es ist laut und voll“, informierte er Joe. „Wir können mittlerweile Eintritt verlangen. Ich hoffe darauf, dass wir bald aus Bars rauskommen und in echten Hallen spielen dürfen“, erklärte Yamato.
Dass Sora ihm nicht böse wäre, da war sich Yamato eigentlich auch sicher. Aber das hieß ja nicht, dass er nicht trotzdem ihre Gefühle verletzten könnte und das wollte er auf keinen Fall. Dennoch nickte er. Immerhin sollte er wirklich versuchen, sich weniger Gedanken zu machen. Denn das tat ihm nicht gut und der Beziehung zu Sora auch nicht wirklich.
Nur dämmerte es Yamato schon sehr bald, dass Joe sich selber vielleicht nicht ganz so sehr an seine eigenen Ratschläge hielt. Denn so rot wie der plötzlich wurde, konnte das ja nur einen Schluss zu lassen. Es gab ein Mädchen! Und schon rückte Joe auch mit der Sprache heraus, weswegen Yamato ihn gespannt und etwas überrascht ansah. Joe hatte also wirklich jemanden kennengelernt. Das kam nun echt unerwartet.
„Warte mal… es gibt ein Mädchen… Aber habt ihr irgendwie mehr Kontakt?“, erkundigte sich Yamato. Denn für ihn war es immer noch schwer vorstellbar, sich einfach so in jemanden zu verlieben, den man kaum kannte. Da waren Sora und er eindeutig im Vorteil. „Studiert sie auch Medizin?“ Dann würde sie ja bestens zu Joe passen und konnte auch dessen Leistungsdruck nachempfinden, was nicht das Schlechteste wäre, nahm Yamato an. „Ich dachte, du hättest keine Zeit für eine Freundin“, wiederholte Yamato die Worte des Älteren feixend. So gefiel ihm das Gespräch schon wesentlich besser.





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BeitragThema: Re: Knowing nothing ~ Joe & Yamato    Do Feb 15, 2018 10:26 pm


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Halleluja! Genau diesen Gedanken bekam der Student immer wieder, als er bemerkte wie es von Yamato und Sora langsam zu ihm über ging. Dabei wollte er doch gar nicht das Gesprächsthema sein. Irgendwie muss es ihm raus gerutscht sein, auch das er Ratschläge gut gebrauchen könnte, auch wenn er keine Zeit hätte. Natürlich könnte er sich auch etwas an Zeit frei schaufeln, keine Frage und das würde er auch, wenn er eine Chance in der Frauenwelt oder zumindest bei Megumi hätte, aber wirklich wohl war ihm dabei einfach nicht. Er müsste doch dann aus seiner Komfortzone raus kommen und genau das war nicht wirklich sein Ding. Viel lieber hatte er Dinge die er kannte und einschätzen konnte, wieso sonst war er nicht wirklich für jedes Abenteuer zu haben? Sicherheit spielte eben einen besonders großen Faktor in der Welt von Joe Kido.
Dennoch lauschte der Brillenträger gespannt den Worten seines Freundes. Das dieser sich nicht als Romantiker ansah war ihm nun klar. Und natürlich reichte sein Status als Sänger für manche Frauen auch aus. Mit Sicherheit würden sogar ältere Damen auf Yamato abfahren. Er sah nicht schlecht aus, das musste Joe als Mann ebenso zugeben. Noch dazu konnte er singen und genau das war es, was die Mädchen in all diesen öden Schnulzen doch wollten. Zumindest hatte er das beiläufig mal mit bekommen, nicht das er selbst sie gesehen hätte, niemals.
Sora war dazu auch nie ein Mädchen gewesen das auf solche Gesten wert gelegt hatte, im Gegenteil. Sie war stets eigenständig gewesen und hatte sich durch alles gekämpft was angefallen war. Mit Sicherheit würde sie solche Gesten auch eher ablehnen, einfach weil sie so bescheiden war. Eine Geste, die nicht viele Frauen hatten. Joe seine Gedanken gingen dabei zu Mimi über, die damals schon gewollt hatte das er die Notfalltasche trug, einfach weil sie ihr angeblich zu schwer gewesen war. Dabei war sie einfach nur eine kleine Prinzessin, das wussten alle und deswegen hatte sie diese Aufgabe auf andere übertragen und er war damals derjenige gewesen der nicht nein gesagt hatte. Hätte er das mal gemacht.
Kurz darauf kam Yamato auf seinen kleinen Bruder Takeru zu sprechen, weshalb dem Studenten beinah die Spucke weg blieb. Verdutzt sah er seinen Freund an, der schon jünger war als er selbst. Wie um alles in der Welt sollte er dann mit seinem jüngeren Bruder darüber reden?
„Das mit Takeru war hoffentlich ein Scherz. Ich meine ich kann doch nicht mit ihm über Frauen reden. Wie stehe ich denn bitte da? Nein, das wäre mir peinlich“, die Röte schoss in das Gesicht des Brillenträgers.
Wenn er das machen würde, dann könnte er Takeru und vor allem sich nicht mehr ins Gesicht schauen. Natürlich hatte er nebenbei schon etwas mit bekommen das der Jüngste aus ihrer damaligen Truppe wirklich ein Händchen hatte was Frauen betraf. Damals schon war er es auch gewesen der immer so eine positive Ausstrahlung hatte und optimistisch war. Auch sowas würde mit Sicherheit bei Frauen gut ankommen, eben all das was Joe nicht so aufweisen konnte. Dennoch war das kein Grund sich bei Takeru zu erfragen wie das mit Frauen nun mal ging und wenn er deswegen den Rest seines Lebens Single bleiben würde. Das Risiko war es ihm wert, wenn er dafür nicht vor einem jüngeren Teenager stehen müsste um nach Tipps zu fragen, die in Sache Frauen helfen würden.
Mit einem Nicken stieg Joe wieder in das Gespräch ein, als es um sein Studium ging. In der Tat konnte er sich Yamato unter keinen Umständen in seinem Studiengang vorstellen. Viel mehr war sein Freund ein praktischer Mensch, der es vielleicht nicht so einfach hatte sich all diese Dinge in den Kopf zu prügeln. Der Blauhaarige dagegen hatte schon einiges an Übung was das Lernen betraf. Für ihn war das alles ein Klacks. „Einigen wir uns also darauf das du bei deinem Bass bleibst und ich bei meiner Medizin. Ich denke das wird für alle das Beste sein“, ein Lachen kam kurz nach dieser Aussage über die Lippen des Studenten.
Kurz darauf ertönte ein Schnauben, als Joe sein Lachen beendete und Gekränkt drein blickte: „Ich kann mit Sicherheit mehr als Schach. Irgendwann beweise ich dir das noch. Davon aber mal abgesehen würde ich mich echt freuen, wenn wir wieder mehr machen. Das mit deinem Konzert behalte ich im Hinterkopf und wer weiß, vielleicht findest du mich mal anstatt der Fangirls in der ersten Reihe wieder. Wäre doch lustig, wenn ich in meiner Studentensprache ein cooles Schild bastel und es hoch halte“. Allein schon der Gedanke war für den Blauhaarigen Grund genug auf das Konzert zu gehen. Einmal wollte er sich so was trauen und etwas machen, was so gar nicht typisch für ihn war. Noch dazu könnte er Yamato vielleicht so etwas aus der Ruhe bringen. An sich wirkte dieser ja immer gelassen und Joe dagegen war es, der angespannt war. Nur einmal sollte sich dies ändern. Was für ein Erfolg das doch wäre.
Und dann passierte es, was er nicht wollte. Die Realität holte den Studenten ein, als er bemerkte wie der Blonde ihn nun doch auf Megumi ansprach, die immer noch in seinen Gedanken war. So ein Mist. Wieso kann ich denn nicht einfach auch mal so gelassen reagieren wie Yamato? Dann hätte er das mit Sicherheit nicht mitbekommen, dachte Joe sich, als er verlegen nach unten sah und sich seinen Nacken rieb. Wie sollte er denn auch anfangen? So unter dem Motto: Ja, ich habe da jemanden kennen gelernt, aber ich habe keine Ahnung ob sie weiß das ich existiere. Genau dann würde sein Freund spätestens denken das er die Ratschläge von Takeru mehr als nötig hätte und genau das wollte er unter allen Umständen verhindern.
Seufzend hob Joe seinen Kopf wieder an, als er den Bassisten ansah: „Ich kann dir dazu nicht wirklich viel sagen. Nur das sie unbeschreiblich ist und ich keine Ahnung habe, wie ich das anstellen soll“. Nun hatte er sich also doch als Depp geoutet, super. Aber was sollte der Student denn machen? Mit Sicherheit war es kein Geheimnis das er sich nicht mit Frauen auskannte. Zumindest würde Yamato es wissen, weil Joe ihm gesagt hätte, wenn er eine Freundin hätte. Aber vielleicht könnte er ihm ja doch weiter helfen. Wünschen würde es sich der Blauhaarige jedenfalls.
Ein Schulterzucken unterstrich seine Aussage: „Zeit kann man sich schaffen und wie ich bereits gesagt habe will ich ja nun doch etwas mehr von meinem Leben haben. Und weil sie in meinem Studiengang ist, wäre es mit Sicherheit kein Problem zusammen zu lernen. Soweit ich weiß ist sie auch sehr lernbegeistert. Diese Gemeinsamkeit hätten wir schon mal“. Viel mehr konnte der Student über die Brünette jedoch auch gar nicht sagen, nur das er sie unbeschreiblich schön fand. Viel war das aber nicht. Noch ein Grund rot anzulaufen und zu hoffen das der Moment schnell vorbei sein würde, denn sonst würden sie in diesem Gespräch wieder an so einen unangenehmen Moment kommen in dem Joe sich wünschte weit weg zu sein.
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