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 Spielzeugstadt

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AutorNachricht
Taichi Yagami

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BeitragThema: Spielzeugstadt   Mi Dez 30, 2015 9:14 pm

Hier befindet sich die Spielzeugstadt.
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   So Jan 14, 2018 4:55 pm

15. August
16:05
Daisuke (& Shota & Ryouta)



Das durfte nicht wahr sein. Warum war hier keine Spur von den anderen? Zumindest diejenigen, die vor Davis durch das Portal auf Izzys Laptop gereist sind, müssten doch bereits angekommen sein. Doch weit und breit konnte der Jugendliche niemanden erblicken. Auch auf Mails oder Anrufe reagierte keiner.
Leichte Panik und ein ungutes Gefühl stieg in ihm auf. Hoffentlich spielten die anderen ihm nur einen blöden Streich. Allerdings konnte er sich das unter den Umständen, in denen sie sich gerade befanden, eher weniger vorstellen. Die anderen wussten über den Ernst der Lage Bescheid, und sie alle waren keine kleinen naiven Kinder mehr. Auch sein Digimonpartner Veemon schien sich Sorgen zu machen, denn dieses zupft mit besorgniserregtem Gesicht an Daisukes Jacke. „Was machen wir jetzt? Wir scheinen die anderen verloren zu haben.“
Daisuke seufzte. Was wusste er denn, was sie jetzt am besten machten? Das Einzige, was er im Moment wusste, war, wieso er eben in Koushiros Zimmer so unmotiviert war und ein komisches Gefühl bei der ganzen Sache hatte. Hinterher war man eben immer schlauer. Dennoch ärgerte es ihn, dass er nicht schon vorher wusste, was passieren wird, wenn sie in der Digiwelt ankamen. Besonders blöd war das jetzt auch für die Neulinge, die ja überhaupt keine Ahnung von der Digiwelt hatten.
Nun war es jedoch zu spät, sie steckten alle in der unglücklichen Situation fest und mussten zusehen, wie sie zurechtkamen, genau wie beim letzten Besuch.

Daisuke atmete einmal tief ein und aus, um etwas herunterzukommen und blickte sich dann noch mal in Ruhe um. Auf jeden Fall konnten er und Veemon nicht einfach nur rumstehen und Wurzeln schlagen, irgendetwas mussten sie unternehmen. Doch um sie herum schien nichts weiter als Wald zu sein. Oder…?
„Hey, sieh mal dort drüben!“, platzte es plötzlich aus Davis heraus, als er zwischen einigen Bäumen Schlosstürme entdecken konnte und zeigte für Veemon in diese Richtung, damit auch dieser es sehen konnte. „Lass uns in diese Richtung gehen, vielleicht sind die anderen auch dort.“ Hoffnung keimte in Davis auf, und auch Veemon schien nicht mehr ganz so verzweifelt, wie es bis eben noch der Fall war.

Ohne weitere Umschweife machten sich die beiden auf den Weg. Zuerst gingen die beiden Partner schweigend nebeneinander her und Davis fing an, sich einige Gedanken zu der aktuellen Situation zu machen. Würde es von nun an immer so ablaufen, dass sie improvisieren mussten, wenn sie in die Digiwelt kamen? Wie sollten sie ihren neuen Rivalen besiegen, wenn sie keinen ihrer Pläne richtig umsetzen konnten, so wie es wollten? Daisuke entfuhr ein genervter Seufzer. Es war ja nicht so, als hätte er noch andere Probleme, um die er sich zu kümmern hatte. „Machst du dir immer noch Gedanken wegen Kari und Takeru?“, fragte Veemon plötzlich wie aus dem Nichts und riss seinen Partner somit aus den Gedanken. Daisuke verdrehte nur die Augen und gab ein Schnaufen von sich. Veemon zog traurig die Augenbrauen zusammen. „Nimm es nicht so schwer. Selbst wenn Kari dich nicht liebt, sie mag dich trotzdem gerne und schließlich seid ihr auch befreundet. Das ist manchmal viel mehr wert als eine Beziehung“,versuchte Veemon den jungen Fußballer aufzumuntern. Ganz unrecht hatte Veemon ja nicht, in dem Punkt musste Daisuke seinem Partner zustimmen, trotzdem fiel es ihm einfach schwer, den Liebeskummer von eben auf jetzt abzuschalten. Dennoch schätzte Daisuke es, wie Veemon versuchte, ihm etwas den Schmerz zu nehmen. „Danke für deine Worte, Veemon“, bedankt der Schüler und schenkte seinem Partner ein kleines Lächeln.

Kurz darauf erreichten sie auch schon das Ende des Waldes und fanden sich an einer Stadtgrenze wieder. „Kennst du diese Stadt?“, fragte Davis und hoffte inständig, dass sein Partner die Frage bejahen würde. Sonst wäre das hier das Labyrinth 2.0. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass diese Stadt bestimmt nicht so aggressiv sein würde. „Soweit ich mich nicht irre, ist das die Spielzeugstadt. Wegen verlaufen oder ähnlichem musst du dir eigentlich keine Gedanken machen. Hier geht alles recht lustig zu“,antwortet Veemon. Das erleichterte und ermutigte Davis ungemein. „Na dann lass uns mal nach den anderen suchen! Vielleicht finden wir nebenbei auch gleich die Wappen der Neuen.“
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Shōta Akimoto

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Do Jan 18, 2018 9:05 am

15. August
16:05
Daisuke & Shōta (& Ryouta)



Shōta konnte seinen Augen kaum trauen. Langsam rappelte er sich auf und blickte sich um. Er war umgeben von Häusern aber die sahen nicht so aus wie in der realen Welt, sondern waren kunterbunt und wirkten wie...Spielzeug? So hatte sich der Rotschopf die Digiwelt ganz und gar nicht vorgestellt, die anderen hatten ihm zwar gesagt dass es merkwürdige Orte hier gab aber trotzdem hatte diese Welt in Shōtas Vorstellung mehr etwas von einem Naturreservat gehabt, momentan machte sie auf ihn allerdings mehr den Eindruck als wäre er in einem irren Videospiel gelandet.
Gazimon stand neben ihm und blickte sich mit großen Augen um, dann sah es zu seinem Partner „Ähm..ist dir eigentlich aufgefallen, dass wir ganz allein sind!?“ sagte es mit nervöser Tonlage.
Der Rotschopf sah sich ein weiteres Mal um. Sein Freund hatte Recht, allerdings konnten sie auch nicht besonders weit sehen, da überall Häuserfassaden und Bauklötzchen ihnen die Sicht versperrten.
„Vielleicht kommt man immer etwas verstreut hier an. Wir sollten die anderen suchen oder uns zumindest einen Platz suchen, wo wir besser gesehen werden können.“ sagte Shōta ruhig.
Bisher war er noch ziemlich gefasst, doch auch er machte sich Sorgen. Die Meisten seiner Truppe waren vor ihm aufgebrochen und er selbst war nur kurz nach Kenshin an den Laptop getreten. Er hoffte, dass zumindest sein Freund in der Nähe war, sie hatten die Digiwelt doch so gern gemeinsam entdecken wollen.
Aber obwohl er hier völlig fremd war, kam ihm die Digiwelt bisher nicht besonders bedrohlich vor aber der Schein trog. Er wusste von den Gefahren, genau aus diesem Grund begann er auch nicht nach den anderen zu rufen, wer weiß wer ihn sonst noch hören konnte. Er konnte und wollte ohnehin nicht kämpfen, allein die Erzählungen der alten Digiritter waren ihm diesbezüglich reichlich befremdlich erschienen.

Der Schüler warf einen kurzen Blick in seine Tasche, zum Glück war alles noch da, und suchte darin dann nach seinem Fernglas. Er hing es sich um den Hals, hielt sein Handy griffbereit, dass allerdings keinen Empfang zu haben schien und setzte sich dann langsam in Bewegung.
„Wir sollten uns unauffällig verhalten. Du kannst dich noch immer an gar nichts erinnern Gazimon?“
Das graue Digimon schüttelte den Kopf „Nein, ich weiß auch nicht wie das passieren konnte, aber ich glaube hier war ich noch nie.“ gab es zu und bog dann an einer kleinen Kreuzung ab.
„Sieh mal, ich glaube da hinten ist so etwas wie ein Marktplatz“ seine Ohren zuckten, er konnte niemanden hören, alles war still.
„Sehr gut, lass uns dort hingehen aber sei vorsichtig!“ gab der Schüler zu Bedenken und lief dann weiter.

Als sie endlich am Platz angekommen waren, konnten sie noch immer niemanden sehen aber immerhin hatten sie jetzt eine freiere Sicht. Ein Wald befand sich in der Nähe, hohe Türme, wie von einem Schloss, ragten in einiger Entfernung auf und überall stapelten sich die seltsamsten Spielzeuge, oft in Übergröße.
Shōta setzte sich auf eines der Bauklötzchen, nahm sein Fernglas in die Hand und schaute Richtung Wald. Sofort sprang er auf.
„Hey, das ist doch dieser Davis! Großartig!“ rief der Schüler und winkte dem Teenager zu.
„Davis, wir sind hier drüben!“
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Do Jan 25, 2018 8:18 pm

15. August
16:05
Daisuke, Shōta (& Ryouta)




Daisuke hatte den Wald kaum hinter sich gelassen und die Stadt betreten, als er aus einiger Entfernung eine Stimme vernehmen konnte. Er wusste nicht, ob er sich das nur einbildete, aber könnte schwören, dass diese Stimme nach ihm rief. „Hörst du das auch, Veemon?“, fragte der Schüler deshalb sicherheitshalber bei seinem Partner nach. Der kleine Drache spitzte zuerst die Ohren und lauschte, bevor er freudig antwortete: „Ja, da ruft jemand nach uns. Wenn ich mich nicht irre, ist es einer der neuen Digiritter.“ Großartig! Wenn einer der Neuen in der Nähe war, war der Rest der Gruppe bestimmt auch dort. Schließlich würde kein alteingesessener Digiritter die Neuen auf sich allein gestellt lassen. Wobei Daisuke sich dann fragte, wieso er als Einziger von der Gruppe woanders landete, falls die anderen Digiritter auch da sein sollten. Schnell schob er diesen Gedanken jedoch wieder beiseite – es war ja nun auch nicht so wichtig – und versuchte so laut wie möglich zu schreien: „Hey, Moment ich komm zu euch rüber!“ Dann ließ der Fußballer Veemon vorangehen, da dieser genauer sagen konnte, aus welcher Richtung die Stimme stammte.

Während die beiden immer weiter in die Spielzeugstadt vordrangen, schaute der 15-Jährige sich seine Umgebung etwas genauer an. Veemon sagte zwar, dass es schwer sein würde, sich hier zu verlaufen und alles recht lustig zuginge – was Davis ihm auf jeden Fall auch abnahm – aber man konnte ja nie wissen. Falls sie hier mal auf der Flucht vor irgendetwas sein sollten, schadete es bestimmt nicht zu wissen, wo man sich gerade befand und wo man hinkonnte.
Je mehr Davis sich in der Stadt umsah, desto mehr stellte er fest, dass sie ihrem Namen wirklich sehr gerecht wurde. Es fühlte sich so an, als wären er und sein Partner geschrumpft und in ein Kinderzimmer gestopft worden. Abgesehen von den Stofftieren, die in unterschiedlichen Größen hier und da verteilt waren, fiel ihm nämlich auch bei genauerem Hinsehen auf, dass die meisten Häuser aus Bauklötzen oder Lego-Steinen bestanden. Teilweise waren diese farblich noch nicht mal aufeinander abgestimmt. Ganz nach dem Motto: Hauptsache bunt. Hier und da konnte Davis auch Jack-in-The-Box sowie Karussell-Musik vernehmen.

Nach einer Weile näherten sich die beiden einer Art Markplatz, auf dem sie eine Person und ein Digimon erkennen konnten. Der Rot-Brünette legte einen Zahn zu, um die Person nicht länger warten zu lassen. Es war tatsächlich einer der neuen Digiritter! Doch vom Rest der Truppe war wider erstem Erwarten weit und breit keine Spur. Das ungute Gefühl kam wieder zurück und versetzte Daisuke mehrere, ziehende Stiche in der Magengegend. Das einzig Gute jedoch war, dass ihm wenigstens einer über den Weg lief, was der 15-Jährige sich auch wieder etwas beruhigte. So konnten sie zusammen unter anderem darüber nachdenken, wie sie weiter vorgingen. Schließlich hieß es ja nicht umsonst, dass mehrere Köpfe schlauer sind als nur einzelne.
„Hey!“, begrüßte Davis sein Gegenüber, der auf einem Bauklotz mitten auf dem Platz stand und ein Fernglas in den Händen hielt. „Du bist Shōta, richtig?“, fragte der Junge daraufhin zur Sicherheit nochmal nach, bevor er zur nächsten Frage überging: „Weißt du, was mit den anderen passiert ist? Oder wo sie sind?“ Obwohl Davis schon eine Vorahnung hatte, was er gleich hören würde, gab er die Hoffnung nicht auf, bis die Wörter ausgesprochen waren. Während Davis also ganz gespannt auf Shōtas Antworten war, ging sein Partner Veemon zu Gazimon. „Ich glaube, wir wurden uns auch noch nicht richtig vorgestellt, mein Name ist Veemon. Freut mich, dich kennenzulernen“, stellte sich der Rookie bei dem Virus-Digimon vor.
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Ryouta Katashi

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Sa Feb 03, 2018 11:15 am

15. August
16:05
Daisuke, Shōta & Ryouta

Die Umgebung, in welcher Ryouta sich wiederfand, war befremdlich. Er stand auf und klopfte seine Kleidung ab, während er sich nicht wirklich erinnern konnte, wie er dort gelandet war - und vor allen Dingen nicht, wie er auf den Boden gekommen war. Langsam blickte sich der Jugendliche um. Er war in einem Waldstück, doch weiter vorne konnte er bunte Türme erkennen, wie von einem Märchenschloss. Als erstes ging er jedoch zu einem der Bäume und fasste ihn vorsichtig an. Er fühlte sich an wie ein normaler Baum, auch wenn es anders roch. Mit einem Kopfschütteln wandte er sich der rosanen Mauer zu, während er sich umblickte. Sollten sie nicht alle an einem Punkt heraus kommen? Wo waren die anderen? Immerhin waren doch nicht wenige vor ihm durch das Portal gegangen. Auch an der Mauer konnte Ryouta niemanden erkennen, allerdings wagte er nicht, zu rufen. Nach allem, was er wusste, war dies vermutlich feindliches Territorium und er wollte keinerlei negative Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Stattdessen wägte er kurz ab, in welcher Richtung er der Mauer folgen sollte, um einen Eingang zu finden. Es erschien ihm am Wahrscheinlichsten, dort einen der anderen zu finden, zogen Städte doch immer stark an und bildeten einen verlässlicheren Treffpunkt, als der Wald, der sie umgab.

Ohne tatsächlichen Anhaltspunkt entschied sich Ryouta für eine Richtung, beschloss allerdings, im Schatten der Bäume zu bleiben und so der Mauer zu folgen - direkt an der Mauer kam er sich so bloßgestellt und verletzlich vor und entgegen der anderen Kinder und Jugendlichen - der anderen Digiritter - besaß er keinen Partner, auf den er sich verlassen konnte. Dennoch holte er das Digivice heraus - und war überrascht, als er drei blinkende Punkte darauf erkannte, von welchen sich zwei aufeinander zu bewegten, der letzte jedoch stehen geblieben war. Ryouta nahm seine Schritte wieder auf und stellte fest, dass der dritte Punkt sich erneut in Bewegung setzte. 'Nun', dachte er, 'dieser Punkt bin wohl ich.' Gleichzeitig bedeutete es auch, dass andere Digiritter in der Nähe sein mussten. So wechselte er seine Laufrichtung, um zu den Punkten zu gelangen, die sich scheinbar innerhalb der Mauern aufhielten.

Da er sich nicht sicher sein konnte, blieb er dennoch wachsam - und immer noch außerhalb offener Sicht. Erst als er das Stadtportal erreichte, musste er sich aus dem Schutz der Bäume begeben. Immer wieder kontrollierte er die Lage mit dem Digivice, während er durch die befremdliche Stadt ging. Die Türme und Häuser waren knallbunt udn wirkten, als wären sie aus Bauklötzen gebaut, es gab riesige Spielzeugeisenbahnen, große genug, dass ein Kleinkind darauf Platz fände, Bauklötze groß genug, um sie als Sitzgelegenheit zu verwenden und überall Spielzeug. Irgendwo hatte er bereits Zinnsoldaten laufen gesehen, sich allerdings vor ihnen versteckt, da er sich nicht sicher war, ob sie ihn womöglich angreifen würden.

So lief Ryouta durch diese merkwürdige Stadt, immer wieder mit Blick auf das Digivice, um die richtige Richtung ein zu schlagen, bis er tatsächlich zwei Menschen in einiger Entfernung erkennen konnte. Die beiden sprachen miteinander, und er erkannte zumindest Shōta. Er und der Junge waren einige Zeit zuvor gemeinsam in einem Aufzug stecken geblieben, und der Jüngere war - sofern Ryouta sich erinnerte - beeindruckt davon gewesen, wie ruhig Ryouta geblieben war. Auch jetzt wirkte Ryouta ruhig, seine Gesichtszüge waren still und undeutbar, als er auf die beiden zutrat. "Hallo." Immerhin, sie waren zu dritt - allerdings auch nur zu dritt, mehr Punkte hatte er auf dem Digivice nicht gesehen, auch wenn er es gleich noch einmal kontrollieren würde.
Ryouta merkte, wie er bereits jetzt genervt davon war, dass gleich zu Beginn etwas schief lief. Wenn er es richtig in Erinnerung hatte, gehörte höchstens der Junge mit der Fliegerbrille der Gruppe von Digirittern an, welche bereits Erfahrung hatten - keine guten Voraussetzungen für ein Gelingen des Vorhabens.
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Shōta Akimoto

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Do Feb 08, 2018 11:58 am

15. August
16:05
Daisuke, Shōta & Ryouta

Shōta atmete erleichtert auf, Davis hatte ihn scheinbar bemerkt und kam nun auf die Beiden zu. Immerhin war der Rothaarige nun nicht mehr allein und vor allem hatte er nun jemanden bei sich, der die Digiwelt bereits kannte.
Der Schüler war zwar ganz und gar nicht auf Shōtas Wellenlänge, zumindest soweit er das bisher beurteilen konnte, aber in einer ernsten Situation wie dieser konnte er sich zusammenreißen und sein persönliches Befinden hinten anstellen.
„Hallo Davis.“ erwiderte er freundlich, doch als dieser ihn mit Fragen bombardierte, wurde Shōta doch etwas ungehalten. Woher sollte gerade er wissen was passiert war oder wo sie sich befanden. Seine anfängliche Freude über Unterstützung wich einem Unwohlsein, denn wenn selbst jemand, der diese Welt bereits kannte, so unsicher und planlos war, wie würde dieses Vorhaben dann weiterhin verlaufen?
Trotzdem bemühte er sich Ruhe und einen freundlichen Tonfall zu bewahren, er atmete tief aus und sah Davis direkt an.
„Ja, ich bin Shōta. Aber woher soll gerade ich wissen, was mit den anderen geschehen ist? Ich habe viel weniger Ahnung von dieser Welt als du, ich bin das erste Mal hier. Ich dachte Izzys Plan wäre sicher aber das bezweifle ich mittlerweile etwas.“
Der Rothaarige war direkt und sprach häufig das aus was er gerade dachte. Er wollte die Digiwelt zwar noch immer erkunden und sich auf die Suche nach seinem Wappen begeben, aber die Voraussetzungen waren ungünstig und das schmälerte seine anfängliche Euphorie gewaltig.

Gazimon lauschte unterdessen Veemons Worten, allerdings nur mit einem halben Ohr, denn wie immer verfolgte es genauestens über was sich Shōta gerade unterhielt. Er wich schon in der realen Welt kaum von der Seite seines Freundes aber hier in der Digiwelt fühlte es sich noch viel mehr für den Rotschopf verantwortlich, daher war sein Interesse an einem Gespräch mit dem blauen Digimon nur bedingt vorhanden.
„Ohh ja, stimmt, sorry Kumpel. Ich bin Gazimon, freut mich ebenso.“ antwortete es endlich und nickte Veemon zu. Vielleicht wusste es ja mehr als sein menschlicher Digipartner.
„Hast du vielleicht ne Ahnung wo wir uns hier befinden? Du warst doch schon häufig in der Digiwelt.“
Doch gerade als Gazimon noch weitere Fragen stellen wollte, bemerkte es, wie sich eine weitere Person näherte.
„Wir bekommen Zuwachs.“ murmelte es sich mehr zu sich selbst.

„Wir sollten uns vielleicht erst ein mal einen Platz suchen, wo wir nicht schon meterweit zu sehen sind, hier scheint außer uns ja ohnehin kein weiterer Digiritter mehr zu sein...“
Gerade als Shōta die Worte ausgesprochen hatte, erspähte er in der Ferne, dass jemand auf sie zu kam.
„Ohh...“ gab er nur sichtlich überrascht von sich, ehe auch schon Ryouta kurze Zeit später vor ihnen stand.
„Hey Ryouta“ gab der Schüler etwas unsicher von sich, denn er hatte noch immer Schwierigkeiten mit ihm umzugehen, er konnte sein Gegenüber einfach überhaupt nicht einschätzen. Aber es gab jetzt Wichtigeres und Shōta ertappte sich dabei, dass er froh war, dass der Dunkelhaarige nun zu ihnen gefunden hatte. Er war zwar ebenso ein neuer Digiritter und obendrein der einzige, der noch kein Digipartner besaß aber dafür bewahrte er in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf und brachte konstruktive Lösungsansätze und genau das war das, was sie jetzt gebrauchen konnten.

Er blickte auf das Digivice, das der Größere in den Händen hielt und betrachtete die blinkenden Punkte. So hatte er also zu ihnen gefunden, auf die Idee war Shōta selbst gar nicht gekommen. Sofort angelte er sein eigenes Digivice aus der Hosentasche, auf dem Display war das Gleiche zu sehen.
„Ich habe eben schon zu Davis gesagt, dass es vielleicht sinnvoll wäre erst mal in Deckung zu gehen. Du hast uns mithilfe deines Digivices gefunden!? Vielleicht finden wir so auch die anderen, wenn wir vorsichtig weitersuchen.“ gab er nun zu Bedenken.
Es war nicht seine Art als Erster Vorschläge zu machen aber es musste definitiv etwas geschehen, je länger sie hier standen, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sie sehen würde.  
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Mi Feb 14, 2018 12:01 am

15. August
16:05
Daisuke & Shōta & Ryouta


Daisuke war wohl etwas zu übermütig mit seinen Fragen gewesen. Warum er manchmal auch nie vorher nachdachte bevor er zu reden begann. Davis fing an, sich etwas zu schämen und schlecht zu fühlen, als sein Gegenüber ein Seufzer von sich gab. Shōta hatte aber natürlich absolut recht, es war Shōtas erstes Mal in der Digiwelt. In der Hinsicht war der Fußballer von den beiden derjenige mit mehr Erfahrung. Er sollte sich eigentlich weniger aus der Ruhe bringen lassen. Das war nun wirklich kein guter Start gewesen, hoffentlich verbreitete der Rot-Brünette nicht allzu sehr Unsicherheit bei dem neuen Digiritter wegen seiner Fragen. „Entschuldige, das war wirklich eine blöde Frage“, berichtigte Daisuke seinen Fehler. „Ich dachte nur, vielleicht bist du außer mir noch jemandem begegnet bis jetzt, oder es wäre noch einer von uns in der Nähe… Normalerweise gehen Izzys Pläne auch immer auf, deswegen bin ich gerade etwas verwundert…“ Je mehr der Fußballer sich erklärte, desto blöder kam er sich vor und spürte, wie er langsam zu der Farbe einer knallroten Tomate errötete, und versuchte es noch so gut wie möglich in den Griff zu kriegen, um nicht ganz wie der letzte Depp dazustehen.

In der Zwischenzeit lief es bei Veemon auch nicht sonderlich gut. Sein Gegenüber, Gazimon, schien sich zuerst mehr auf das Gespräch ihrer Digimonpartner zu konzentrieren, bevor es sich an das blaue Drachendigimon wandte. „Wir sind hier in der Spielzeugstadt. Normalerweise ist es hier ziemlich heiter, ich habe keine großen Bedenken, dass uns etwas Schlimmes zustößt“, antwortete Veemon freudig auf Gazimons Frage, und hofft mit einem entspannten Lächeln, die Situation etwas zu lockern. Als Gazimons Blick dann plötzlich an dem Rookie vorbeischweifte und es etwas vor sich hinmurmelte, blickte Veemon über seine Schulter und konnte in einiger Entfernung eine Person erkennen, die genau auf sie zusteuerte. „Oh hey, gehört er auch zu uns?“, fragte es interessiert. Kurz darauf erkannte der Rookie bei genauerem Hinsehen, um wenn genau es sich handelte: Der Schwarzhaarige ohne Digimonpartner. Schnell tapste Veemon zu Davis und zupfte diesem am Bein, um auch ihn darauf aufmerksam zu machen. Allerdings war Daisuke auf das Gespräch mit Shōta fixiert, der gerade vorschlug, einen Platz zu suchen, an dem sie nicht so leicht zu sehen waren. „Ich habe mich auf dem Weg hierher bereits etwas umgesehen. Hier und da gibt es auf jeden Fall einige Gassen, in die man recht gut verschwinden kann“, reagierte der Fußballer auf den Vorschlag seines Gegenübers, der das Gesagte jedoch nicht wirklich mitzubekommen schien.
Der Blick des Rothaarigen ging an dem 15-Jährigen vorbei und begrüßte jemanden hinter ihm, der sich als Ryouta herausstellte. Noch einer der neuen Digiritter! Auf der einen Seite beruhigte das Davis, denn je mehr sie waren desto besser. Und es ließ die Hoffnung wieder aufkeimen,dass die anderen doch noch hier waren, nur eben über die ganze Stadt verstreut.

Auf der anderen Seite machte sich Daisuke Gedanken. Denn falls sie in einen Kampf verwickelt werden sollten, mussten sie vorsichtiger gegebenenfalls sein, dass ihnen nichts passierte, da Ryouta keinen Partner besaß. Zumal es auch noch offenstand, ob Shota und Gazimon denn richtig in der Lage sein würden, zu kämpfen, was der Schüler stark bezweifelte. Aber immerhin waren sie eine kleine Hilfe, und das war besser als komplett alleine kämpfen zu müssen.
Abgesehen von den Kämpfen jedoch würde Ryouta aber bestimmt nützlich sein, denn der Schwarzhaarige mit dem bleichen Gesicht machte einen ziemlich gefassten sowie intelligenten Eindruck. Allein schon die Tatsache, dass Ryouta sein Digivice benutzt hatte, welches er immer noch fest umklammert hielt, um Shota und Daisuke zu finden, zeigte dem Schüler, dass der Schwarzhaarige gute Ideen zu haben schien. Daisuke war es bis eben noch gar nicht in den Sinn gekommen, auf dem Digivice nach den anderen zu schauen.

Dieses Mal hielt sich Daisuke jedoch mit seinem Haufen an Fragen zurück und begrüßte den Neuankömmling so ruhig und freundlich wie möglich: „Hey, schön dass du da bist. Mein Name ist Daisuke, du kannst mich aber auch Davis nennen.“ Dann hielt er ihm aus Höflichkeit noch die Hand hin und legte ein ehrliches Lächeln auf.
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Ryouta Katashi

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Fr Feb 16, 2018 8:03 pm

Ryouta nickte Shōta nochmal kurz zu, liess den Jüngeren allerdings erst einmal reden, ehe er erneut mit einem Nicken zustimmte - in Deckung zu gehen erschien ihm sinnvoll, und auch die Gassen, welche der andere Junge erwähnte erschienen ihm für den ersten Augenblick angebracht. Als sich der andere vorstellte, erkannte er in ihm den Jungen wieder, welcher bei der Besprechung deutlich zu spät gekommen und mitten in die Unterredung hinein geplatzt war. Der Junge, der neben Yagami Hikari gesessen hatte. "Davis?" Ryoutas Augenbrauen zogen sich bei dem Spitznamen leicht zusammen. "Ich denke, dass dich Ichijouji Ken einmal erwähnt hat. Wir besuchten gemeinsam einen Business-Englisch-Kurs an der Universität." Seine Stimme war sanft und leise, allerdings sehr geschäftsmäßig und nüchtern - es lag nichts darin, was erahnen liess, welche Dinge Ken über Davis gesagt hatte, ob diese positiv oder negativ gewesen waren oder was er persönlich von den Dingen hielt, die erwähnt worden waren.
Der Älteste hielt kurz inne, ehe er die von Daisuke dargebotene Hand nach einigen Momenten zögerlich annahm - immerhin war diese Geste doch sehr vertraut und ausgesprochen europäisch, während Ryouta durch seinen Vater eine sehr strenge Schule - und die entsprechende Etikette - gewohnt war. "Katashi, Ryouta. Sehr erfreut." Er verneigte sich dennoch leicht - schlicht und ergreifend, weil ihm die Etikette viel zu sehr in Fleisch und Blut übergegangen war, um es nicht zu tun.
"Allerdings sollten wir nun womöglich tatsächlich in Deckung gehen. Mir behagt nicht, wie ausgestorben die Stadt wirkt." Sein Blick glitt zu den beiden Digimon, während er sich fragte, ob eines von ihnen bereits an diesem Ort gewesen war, und ob es wohl Informationen zu bieten hatte. Allerdings hatte die Gruppe nun einstimmig beschlossen, sich einen Unterschlupf zu suchen, und tatsächlich fanden sie nicht etwa nur eine leere Seitengasse, sondern ein offen stehendes Gebäude, welches ebenfalls leer war - aber einen guten Ausblick auf die Straßen und den Platz bot.

Hier holte Ryouta erneut sein Digivice heraus, doch es blieb für den Moment bei jenen drei Punkten. "Ich bezweifle, dass weitere von uns in direkter Nähe sind. Allerdings wurde von Izumi ein Kommunikationsmittel erwähnt. Diese D-Terminals." Er benannte Koushiro mit dem nachnamen, da er mit dem intelligenten, rothaarigen Jungen bei weitem nicht vertraut genug war, um ihn beim Vornamen zu nennen. Bei Shota und Davis eben so wenig, allerdings hatte er nicht das Gefühl, eine andere Wahl zu haben. Besonders bei letzterem, der Ryouta bereits mehrfach durch sein etwas plumpes Auftreten aufgefallen war. Sein Blick richtete sich nun auch vorrangig auf den einzigen 'Kampferprobten' Digiritter, wenn man es so wollte.
"Wenn einer von euch dieses Gerät besitzt, könnten wir versuchen, zu Izumi Kontakt auf zu nehmen. Er sagte, dass er uns auf der Karte im Blick behalten könnte, vermutlich durch eine ähnliche Funktion wie die des Digivices. Wenn es uns gelingt, zu den anderen Kontakt auf zu nehmen, könnten wir versuchen, einen Treffpunkt zu koordinieren und in Verbindung bleiben. So könnten wir uns auch über mögliche Gefahren und Hindernisse austauschen, falls wir einen Ort passieren, an welchem ein anderer Teil der Gruppe vor uns war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die einzigen sind, die von dem Rest getrennt wurden. Ansonsten kann uns Izumi womöglich weitere Funktionen der Digivice benennen. Ich besitze ein anderes, als du, Davis. Vielleicht gelingt es uns ja mit deinem Digivice, die restlichen Digiritter zu finden, sollte es uns nicht möglich sein, über das Terminal Kontakt zu ihnen oder Izumi auf zu nehmen. Und wenn dieser über die Karte mögliche Aufenthaltsorte herausfinden kann, ist es uns vielleicht auch darüber möglich."

Er trug diese Dinge strukturiert und ruhig vor, wobei er sich überwiegend an Davis wandte, der ja bereits in der Digiwelt gewesen war und entsprechende Erfahrungen vor zu wiesen hatte. "Ortskunde wäre ein weiterer Vorteil. War bereits Jemand von euch hier? Veemon? Gazimon? Ist es hier immer so verlassen, oder ist es ungewöhnlich, dass eine Stadt in der Digiwelt derart ausgestorben ist? Ich muss gestehen, es gefällt mir nicht." Tatsächlich war 'nicht gefallen' eine massive Untertreibung - denn trotz seiner ruhigen Ausstrahlung war Ryouta nervös. Das alles klang nach einer ziemlich großen Falle, oder zumindest nach einer nicht unwesentlichen Bedrohung. Er wollte so viele Informationen wie nur möglich zusammen tragen, damit sie einen Plan entwickeln konnten - denn einfach drauflos zu laufen würde sie unweigerlich in Bedrängnis bringen, da war sich der angehende Geschäftsmann sicher.
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Shōta Akimoto

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Do Feb 22, 2018 1:57 pm

15. August
16:05
Daisuke & Shōta & Ryouta


Shōta hatte bemerkt, dass Daisuke sich etwas unwohl gefühlt hatte, als er ihn so direkt mit seiner Meinung konfrontiert hatte. Er musste einfach lernen seine Worte etwas freundlicher zu verpacken aber das war absolut nicht seine Stärke, er redete nicht gerne um den heißen Brei herum. Aber darüber konnte er sich auch später noch Gedanken machen, es ging hier nicht darum möglichst sympathisch zu wirken, sondern ein Problem gemeinsam zu lösen und das würden die Drei schon irgendwie schaffen.

Nun konzentrierte er sich wieder darauf was seine beiden Mitstreiter zu sagen hatten und war erleichtert, als sie endlich einen weniger auffälligen Ort aufsuchten. Kurz bevor sie gingen, nahm er das Fernglas noch einmal in die Hand und blickte sich um – nichts zu sehen, er atmete tief durch und folgten den Beiden in das offen stehende Gebäude. Er schaute sich kurz um und beugte sich dann etwas zu Gazimon herunter.
„Kannst du bitte die Tür im Auge behalten? Es scheint hier keinen Schlüssel zu geben und es besteht immer noch die Möglichkeit dass uns jemand folgt oder von weitem beobachtet hat. Aufgrund der Geschehnisse hier, kann man gar nicht vorsichtig genug sein.“
Gazimon nickte daraufhin und schaute zu Veemon „Du hast zwar gesagt hier sei es ungefährlich aber ich kann mich nicht an die Zeit in der Digiwelt erinnern, Shōta und ich sind ein bisschen nervös.“ sagte es etwas kleinlaut und knetete nervös seine Pranken, ehe es sich dann wenige Meter von der Tür entfernt hinsetzte und den Blick starr auf den Türknauf richtete.

Shōta folgte unterdessen den Erklärungen des Schwarzhaarigen und nickte als dieser geendet hatte. Er selbst hatte keines dieser Terminals und soweit er verstanden hatte, besaßen auch nur die Digiritter der „zweiten Generation“ diese Geräte. Daher blickte er hoffnungsvoll in Davis’ Richtung. „Hier ist dein Typ gefragt Daisuke.“
Noch bevor er dazu kam Davis über das D-Terminal auszufragen, hörte er wie Ryouta zu den Digimon sprach. Er hatte Recht, die Stadt wirkte wie ausgestorben, es war ungewöhnlich still, vor allem wenn man bedachte, dass sie hier von Unmengen von Spielzeugen umgeben waren. Außerdem hatte er auch noch Veemons Erklärung im Ohr und passte die so gar nicht zur aktuellen Lage.
Der Rotschopf wusste, dass Gazimon nicht gern mit Fremden sprach, vor allem bei Menschen hatte er so seine Probleme, er lächelte seinem Partner zu, der erst Ryouta und dann ihn mit großen Augen angesehen hatte und äußerte dann ebenfalls seine Bedenken.
„Gazimon kann sich an die Digiwelt leider nicht erinnern. Ich teile deine Bedenken aber. Die Spielzeuge stehen hier doch sicher nicht nur zur Dekoration herum. Außerdem habe ich mir die Umgebung mit dem Fernglas angesehen. Einige der Wege und auch Spielzeuge sehen aus, als wären sie schon häufiger benutzt worden. Es sind Gebrauchsspuren erkennbar. Vielleicht sind die Digimon bei unserer Ankunft auch nur geflohen aber das kann ich mir kaum vorstellen, zumal ja Gazimon und Veemon bei uns sind.“

Nun hatte Shōta seinen Bedenken noch mehr Raum gegeben, nervös ging er die zwei, drei Schritte zum nächsten Fenster, noch ehe Ryouta oder Davis antworten konnten. Er wollte erst sicher gehen, dass alles in Ordnung war, dann könnten sie sich weiter unterhalten. Gerade setzte er das Fernglas an seine Augen, als ein ohrenbetäubendes Dröhnen zu hören war, so als würde jemand mit dem überdimensionalen Bauklötzern Bowling spielen.
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Sa Feb 24, 2018 12:50 pm

15. August
16:10
Daisuke & Shōta & Ryouta


Daisuke zuckte kurz zusammen, als Ryouta den Namen seines besten Freundes Ken erwähnte. Zwar hatte Ken ihm von dem Business-Englisch-Kurs erzählt, aber von Ryouta erwähnte er nichts. Allerdings konnte der Fußballer es nachvollziehen, wieso Ken es nicht tat, denn ihm entging nicht, dass Ryouta einen ziemlich geschäftsmäßigen Ton anschlug. Zudem zögerte der Schwarzhaarige zuerst, bevor er Davis‘ ausgestreckte Hand zur Begrüßung entgegennahm und verneigte sich dabei leicht, als er sich vorstellte. Dem 15-Jährigen war sofort klar, was für eine Art Person er vor sich hatte. Zudem hatte der Schüler vom Gefühl her die Befürchtung, dass Ryouta um einiges schlimmer war vom Verhalten her als Ken zu Beginn.
Wenn das wirklich der Fall sein sollte, wäre das vorerst bestimmt ein recht unangenehmer Aufenthalt hier in der Digiwelt. Das hatte dem Schüler gerade noch gefehlt. Scheinbar war er in letzter Zeit wirklich nur von Pech verfolgt. Wieso landete er ausgerechnet mit so einem in einer Gruppe?
Dennoch wollte Daisuke die Hoffnung nicht so schnell aufgeben. Wenn der Fußballer es geschafft hatte, mit Ken klarzukommen, würde das auch mit Ryouta auf irgendeine Weise klappen. Der Schüler riss sich zusammen und versuchte, sich so wenig wie möglich anmerken zu lassen, indem er ein Lächeln aufsetzte. „Freut mich ebenfalls.“

Nach dieser Vorstellungsrunde machte sich die Gruppe auf, einen Unterschlupf zu finden. Während Daisuke Ausschau hielt, welches Versteck sie am besten in Anspruch nahmen, bemerkte er, dass Ryouta gar kein Digimon bei sich hatte. „Tut mir leid, wenn ich das so direkt frage… aber wo ist eigentlich dein Digimonpartner?“, wendete Davis sich daher direkt an Ryouta, in der Hoffnung, nicht allzu aufdringlich und nervig rüberzukommen. Der Grund interessierte ihn schlicht und einfach zu sehr.

In einer leeren Seitengasse fanden sie dann letztendlich Unterschupf in einem Gebäude. Erst jetzt fiel Daisuke auf, dass es hier verdächtig still war, jedoch sprach er seine Gedanken nicht laut aus. Der Fußballer hatte schon genug Unwohlsein versprüht. Stattdessen hörte er aufmerksam zu, als Ryouta eine ziemlich strukturierte Ansprache zu Kommunikationsversuchen zu den anderen Digirittern hielt. Auf der einen Seite war Davis ja wirklich froh, dass wenigstens einer einen kühlen Kopf zu behalten schien und Ideen für die weiteren Abläufe hatte, doch auf irgendeine Weise ertrug der Fußballer kaum die Art, wie Ryouta seinen Plan darlegte. Es vermittelte Davis den Eindruck, als wäre er dämlich und als ob er keinen Millimeter zugehört hätte bei der Besprechung. Er dachte nicht, dass er doch schon so schnell genervt sein würde von dem Schwarzhaarigen. Dennoch brachte Davis es über die Bühne, sich zusammenzureißen und erklärte in einem freundlichen, ruhigen Ton: „Ich habe vorhin als wir noch getrennt waren bereits versucht, Izzy und die anderen zu erreichen über das D-Terminal, leider erfolglos. Aber wer weiß, vielleicht hat sich in der Zwischenzeit was geändert. Ich probiere es gleich nochmal. Ich überprüfe auch gleich mal mein Digivice.“ Dann schaute er zu Shōta und lächelten diesen mit einem dankenden Nicken an, als dieser ihn ansprach. Die Worte des Rothaarigen motivierten und beruhigten den 15-jährigen Schüler wieder etwas. Dann zückte er sein D-Terminal und begann, zuerst eine Mail an Izzy zu schicken, in der Hoffnung, dieses Mal mehr Glück zu haben.

Unterdessen gesellte Veemon sich zu Gazimon, welches dem blauen Drachen mitteilte, dass es sich nicht mehr an die Zeit in der Digiwelt erinnern konnte und deshalb nervös sei, genauso wie sein Partner. „Wie meinst du das, du kannst dich an die Zeit hier nicht mehr erinnern?“, fragte das blaue Drachendigimon interessiert, den Blick ebenfalls auf die Tür gerichtet. „Aber ich kann es sehr gut verstehen, dass ihr nervös seid. Aber habt keine Angst. Selbst wenn was passieren sollte, sind ja immer noch Davis und ich da.“ Nachdem Veemon seinen Satz beendete, blickte es lächelnd zu Gazimon.

Veemon zuckte zusammen, als die beiden Digimon plötzlich von dem neuen, schwarzhaarigen Digiritter angesprochen wurden. „Ich war schon einige Male hier“, antwortete Veemon, nachdem der rothaarige Digiritter gesprochen hatte. „Normalerweise ist es hier wirklich etwas belebter, aber ich nehme an, es findet eine Versammlung oder irgendein Fest im Schloss statt während wir uns hier unterhalten. Dann ist es hier schon mal recht ruhig“, fügte Veemon dann hinzu und hoffte, Shōta damit etwas beruhigen zu können, der nervös einige Schritte auf das nächstgelegene Fenster machte. Mit hochgezogener Augenbraue blickte Veemon erwartungsvoll zu seinem Partner und betete für ein bisschen Unterstützung, um die Lage etwas zu entspannen.

Dieser war jedoch immer noch mit seinen Geräten beschäftigt und war innerlich am Fluchen, da es keine Veränderung zu vorhin gab. Nach wie vor keine Antworten oder überhaupt mal eine Reaktion. Durch diese Ablenkung verfolgte er die Situation, die gerade vor sich ging, nur mit halben Ohr und war deshalb recht verwirrt, als sein Partner ihn nun leicht böse anblickte. Gerade, als der Schüler fragen wollte, ob er was gefragt wurde, ertönte ein explosionsartiger Lärm, der Daisuke fast die Ohren wegfliegen ließ. Vor Schreck und um sich zu schützen ließ er seine beiden elektrischen Geräte zu Boden fallen und hielt sich mit beiden Händen die Ohren so fest zu, wie er nur konnte. Mit zusammengezogenen Augenbrauen und absolut verwirrtem Blick sah er fragend zu Veemon, der anscheinend auch nicht wusste, was gerade abging. Das war ja nun wirklich die absolute Krönung. So viel dazu, dass hier nichts großartig passieren würde. Schlimmer konnte es gar nicht mehr kommen, es war fast wieder wie im Labyrinth. Genervt und wütend stapfte Daisuke Richtung Fenster, blieb neben Shōta stehen, und blickte Richtung Marktplatz.

Er glaubte kaum, was er dort sah: irgendetwas zerstörte die Stadt. Häuser stürzten zum Teil ein und die überdimensionalen Spielzeuge sowie Bauklötze wurden mit Leichtigkeit kreuz und quer durch die Luft geschleudert. Und die Zerstörung kam immer näher auf sie zu. Was zur Hölle war hier los? Auf jeden Fall mussten sie handeln. Und das schnell. „Leute, raus hier oder wir werden gleich begraben“, schrie Daisuke so laut er konnte, um gegen den Lärm anzukommen und blickte ernst zu Shōta und Ryouta.
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Ryouta Katashi

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Mi März 14, 2018 10:17 am

Ryouta war es gewohnt, Menschen zu lesen - mehr noch, er war darauf gedrillt worden, auf Kleinigkeiten in Gestik und Mimik zu achten, heraus zu finden, wenn ihn jemand anlog, wenn jemand Schwäche zeigte, wenn Jemanden etwas unangenehm war - oder er Hintergedanken hatte. Immerhin hatte er bereits jetzt geschäftliche Kontakte und übernahm Aufgaben in der Firma seines Vaters - es war obligat, dass er im Umgang mit wichtigen Personen nicht nur die korrekten Umgangsformen kannte und anwenden konnte, sondern dass ihm Details im Auftreten des anderen nicht entgingen, die er - oder sein Vater - zum Vorteil nutzen konnten. Entsprechend entging Ryouta nicht, dass das Lächeln, welches ihm der Rothaarige schenkte, nicht echt war. Und es traf ihn, kurz, doch er ignorierte das Gefühl. Wenn man war, wie er, gewöhnte man sich schnell daran, dass niemand mit einem befreundet sein wollte; dass es eben keine Freude war, ihn kennen zu lernen oder gezwungen zu sein, Kontakt mit ihm zu pflegen. Und sicher war es besser so, denn eigentlich besaß er keine Zeit für Freunde, keine Kapazitäten für Kindereien, während er doch für sein Studium lernen musste oder sich um die Aufträge kümmern, die sein Vater ihm erteilte.

Als ihn Davis etwas später nach dem Digimonpartner fragte, hielt Ryouta kurz inne. "Keine Sorge, ich denke die Frage ist gerechtfertigt. Ich habe keinen Partner. Zumindest bisher noch nicht.", erklärte er ruhig. "Mein Digivice... Vater hatte es bei sich, in einer Schublade. Ich kann nicht einmal erklären, woher das Gefühl kam, dass es meines ist. Tatsächlich hatte ich es beinahe vergessen - bis ich auf Ken traf und seines sah." Tatsächlich war sich Ryouta manchmal noch immer nicht sicher, ob es tatsächlich richtig war, ob es wirklich seines war... ob er überhaupt ein recht hatte, hier zu sein, oder das alles womöglich ein riesiger Fehler war. Allerdings war er nun hier - und war gezwungen, das beste daraus zu machen und die Gruppe, in welcher er sich befand, bestmöglich zu unterstützen - mit den Mitteln, die ihm eben zur Verfügung standen. Und das war in erster Linie sein Verstand.

Dass er durch seine Art aneckte war ihm auch hier zu deutlich bewusst. Er war es gewohnt, in Gruppen eine leitende Rolle ein zu nehmen - nichts geringeres wurde von ihm erwartet, und Dinge zu lenken und zu organisieren war eine seiner stärksten Fähigkeiten. Dass er dabei derart viel Unmut auslöste entging ihm in diesem Augenblick völlig - denn eigentlich lag es nicht in seiner Absicht, Davis oder Shōta das Gefühl zu geben, sie wären dumm, oder als hätten sie keine Ahnung - es war nur so natürlich für ihn, Arbeitsschritte zu verbalisieren, damit alle auf demselben Stand waren. Und woher hätte er wissen sollen, dass Davis bereits versucht hatte, Kontakt auf zu nehmen, wenn dieser es nicht sagte? So nahm er die Worte des anderen nur mit einem Nicken zur Kenntnis. "Sehr gut, danke." Sehr gut natürlich, dass Davis es bereits versucht hatte - das Ergebnis allerdings war natürlich eher ungünstig. Aber vielleicht hatte er nun ja mehr Erfolg.

Die Erklärung des blauen Digimons - Veemon - klang beruhigend, auch wenn sie Ryouta nicht wirklich überzeugte. Er hatte schlicht und ergreifend ein ziemlich ungutes Gefühl bei der gesamten Situation - welches sich einen Augenblick später bestätigte, als es mit einem Mal sehr, sehr laut vor dem Fenster wurde und Davis sogar seine Geräte einfach fallen liess. Geistesgegenwärtig hob der Älteste sie auf, ehe er sicher ging, dass sie alle sicher aus dem Raum und dann aus dem Gebäude kamen, er selbst bildete dabei das Rücklicht udn scannte noch einmal den Raum nach nützlichen Gegenständen, ehe auch er das Gebäude floh. Auf dem Marktplatz konnte er dutzende schwarze gestalten sehen - fast sahen sie aus wie aus schwarzen Legosteinen zusammengesetzte Dinosaurier* - und erinnerten ein wenig an den Digimonpartner von Taichi. In dem Nebel, der sich aus Schutt und Staub über den Marktplatz gelegt hatte, verbarg sich noch etwas größeres - doch Ryouta konnte nicht erkennen, was es war, und wenn er ehrlich war, wollte er auch nicht heraus finden, was hier gerade dabei war, die Häuser zu zerstören. Da er sich nicht auskannte, folgte er stattdessen Davis, in der Hoffnung, dass er sie zu einem halbwegs sicheren versteck führen würde - doch wichtiger war, dass sie aus der Schusslinie gerieten, denn im nächsten Augenblick zerbrach bereits das Haus, in welchem sie kurz zuvor noch gewesen waren, unter einem lauten Knall und brach in sich zusammen.

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Mo März 26, 2018 3:20 pm

15. August
16:10
Daisuke & Shōta & Ryouta


Shōta schwirrte der Kopf, dieser brüllende Lärm ließ ihm im ersten Moment den Atem stocken und er war heilfroh, dass Davis neben ihm stand und sogleich reagierte. Er selbst war wie versteinert und Davis’ Aufforderung zu verschwinden, klang nur dumpf in seinen Ohren. Doch er folgte seinem Mitstreiter sogleich aus dem Haus und zuckte als eben dieses mit einem Krachen zerstört wurde. Wären sie auch nur 2-3 Minuten länger geblieben, dann wären sie jetzt unter Schutt und Asche begraben, diese Erkenntnis traf den Jugendlichen wie ein Schlag. Die Digiwelt war eben kein Zoo, wo man fremdartige Kreaturen einfach gefahrlos bestaunen konnte. Der Schüler beschleunigte nun sein Tempo, dicht gefolgt von Gazimon, das nun nicht mehr von Shōtas Seite wich. Die langen Ohren des Digimons zuckten und noch im Laufen schaute es sich um.

Gazimon hatte angesichts der Gefahr sofort reagiert. Doch es hatte keine Panik oder gar Angst, es war völlig darauf fokussiert Shōta zu beschützen und war sofort zu seinem Partner gesprungen. Als sie flüchteten blickte es sich um und entdeckte nun ebenfalls die BlackToyAgumon, die wie eine kleine Armee über den Marktplatz marschierten. Doch hinter diesen skurrilen Wesen befand sich noch etwas viel Größeres und als der Rauch sich etwas lichtete, jagte es dem grauen Digimon eine Gänsehaut über den Rücken, sodass sich seine Haare aufstellten wie Borsten. „Das...das ist WaruMonzaemon, das können wir niemals besiegen.“ brüllte es völlig außer Atem, als sie hinter einer noch intakten Wand kurz zum Stehen kamen. Sogleich spürte es einen stechenden Schmerz und fasste sich an den Kopf. „Ahh, was ist nur los...“ Es setzte sich und sah zu den anderen. Es verstand selbst nicht woher es mit einem Mal den Namen dieser Monster gekannt hatte, aber sie waren plötzlich da gewesen, als hätte ein Blitz in sein Gedächtnis eingeschlagen.
Gazimon wandte sich nun direkt an Veemon, doch ehe es auch nur ein Wort sagen konnte, spürte es abermals diesen elektrisierenden Schmerz, gefolgt von einigen, undeutlichen Bildern. Es sah einen Turm und darin befand sich eine Falltür, die sich langsam öffnete, daraufhin wurde alles in gleißendes Licht gehüllt und dann verschwamm die Erinnerung. Das graue Digimon schüttelte den Kopf und bemerkte, dass es angestarrt wurde. Schnell vertraute es seine Gedanken der Gruppe an, denn es wusste dass sie hier nicht sicher waren und unbedingt ein besseres Versteck finden mussten.

Der rothaarigen Schüler hatte mit weit aufgerissenen Augen seinem Partner gelauscht. Während sie geflohen waren, hatte sich seine Schockstarre kurzzeitig gelöst, doch nun machte sich stattdessen Ratlosigkeit breit. Er nahm sein Digimon in die Arme und streichelte ihm über den Kopf „Geht es dir wieder besser? Alles wird gut, das verspreche ich dir!“ sagte er leise und blickte dann zu den beiden Jugendlichen auf.
„Ich habe keine Ahnung wer oder was WaruMonzaemon ist aber ich möchte es auch gar nicht erst kennen lernen, mal ganz abgesehen von diesen Spielzeug-Dinos, die sehen auch nicht sehr freundlich aus. Was sollen wir jetzt tun Davis? Kämpfen ist wohl keine Option, du wärst völlig auf dich allein gestellt...aber wir können auch nicht ewig davonlaufen, wir brauchen ein Versteck.“
Das war wohl jedem hier schon klar gewesen aber er selbst hatte momentan keinerlei Ideen, schließlich hatte er diese Stadt zuvor noch nie betreten, die ganze Digiwelt war ihm völlig fremd. Es fiel dem Rotschopf immer schwerer Ruhe zu bewahren aber Panik würde nur noch alles schlimmer machen. Als Gazimon ihm mit einem Nicken versicherte, dass es ihm wieder besser ging, stand er auf, er wagte es jedoch nicht einen Blick auf die drohende Gefahr zu werfen, zu groß war das Risiko entdeckt zu werden, wenn der Gegner nicht ohnehin schon lange wusste, wo sie sich befanden.
Shōta musste wieder an die Worte seines Digipartners denken. Was hatte es mit diesem Turm und der Falltür auf sich? War das vielleicht ein Hinweis...oder doch nur ein Hirngespinst angesichts der drohenden Gefahr? In diesem Moment ärgerte es ihn umso mehr, dass er sich vorhin nicht noch einen besseren Überblick über die Stadt gemacht hatte.
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Mi März 28, 2018 8:11 pm

15. August
16:10 Uhr
Daisuke & Shota & Ryouta



Interessiert horchte Davis Ryoutas Erklärung, was es mit dem Digimonpartner und seinem Digivice auf sich hatte. In der Hinsicht erinnerte Ryouta ihn irgendwie total an Ken. Als der Schwarzhaarige dann gedankenversunken vor sich herschaute, bekam Davis das Gefühl, ihn etwas aufzumuntern zu müssen. Es musste sich nicht schön anfühlen, als Einziger noch kein Digimon zu haben. An Ryoutas Stelle würde Davis sich auch Gedanken machen, ob das alles auch überhaupt seine Richtigkeit hatte, in der Digiwelt zu sein. Doch dann erinnerte der Schüler sich daran, wie es bei Beginn seiner Reise gewesen war. Er war Veemon auch erst in der Digiwelt begegnet. Das bestärkte den Fußballer nur noch mehr, den neuen Digiritter etwas zu trösten. „Dein Digimonpartner wird bestimmt nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich bin mir absolut sicher, dass du Teil unserer tollen Truppe bist. Bei Veemon und mir war es auch so, dass wir uns erst in der Digiwelt kennengelernt haben“, sagt der Fußballer aufmunternd und schenkte dem Schwarzhaarigen ein ehrliches, freundliches Lächeln.

Als Daisuke wenige Augenblicke später im Versteck mitten dabei war, eine E-Mail zu schreiben, blickte er kurz überrascht auf, als Ryouta sich in einem neutralen Tonfall bei ihm bedankte, dass der Rot-Brünette das übernahm. „Kein Thema“, murmelte der 15-Jährige und widmete sich dann wieder seiner Arbeit. Das ließ seine Wut auf den Schwarzhaarigen zumindest ein wenig vergehen und Davis schöpfte wieder ein klein wenig Hoffnung. Vielleicht wurde es ja doch noch mit den beiden.


Nach Davis Aufforderung, das Gebäude zu verlassen ging alles ganz schnell. Die fünf vergeudeten keine Zeit und verließen im Nu das Versteck, ehe es auch schon hinter ihnen zusammenfiel, kaum als sie draußen waren. Erschrocken zuckte Davis zusammen, ließ sich davon jedoch nicht allzu lange beirren und steuerte auf eine Seitengasse zu. Kurz bevor der Schüler hinter der nächsten Ecke verschwand, ließ er seinen Blick nochmal Richtung Marktplatz schweifen und stellte fest, dass mehrere BlackToyAgumon und ein riesiger, gruseliger Teddybär hinter dem Chaos steckten. Gerade als Daisuke Veemon fragen wollte, ob es das unbekannte Digimon kannte, meldete sich bereits Gazimon mit dem Namen zu Wort. Verwundert blickte Davis zu Shōtas Partner. Hieß es nicht, Gazimon hatte keine Erinnerung mehr an die Digiwelt? Kamen etwa gerade seine Erinnerungen zurück? Das wäre natürlich ziemlich förderlich, noch einen Kopf mehr zu haben, der neben Veemon einem aus der Patsche helfen konnte.
Nachdem die Gruppe kurz an einem noch stabilen Haus zum Stehen kam, erzählte Gazimon, was mit ihm los war, dass er mit schmerzverzerrten Gesicht und auch sonst völlig fertig dastand. Als die beiden Wörter Turm und Falltür fielen, schossen Daisuke sofort die Türme des Schlosses durch den Kopf, das sich zum Glück in der Nähe befand. Der Schüler konnte sich sonst keinen anderen Reim darauf machen. Die Frage war nur, ob sie es auch rechtzeitig schafften bis dahin, ohne vorher von der Armee hinter ihnen eingeholt zu werden.

Als Shōta dann auch noch aussprach, was Davis gerade dachte, geriet der 15-Jährige aufgrund des Zwiespalts, was sie jetzt besser machen sollten, etwas mehr unter Zeitdruck. Doch innerhalb einer Sekunde hatte er einen Plan, den er auch so schnell wie möglich erklärte, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. „Passt auf, ich bin mir sehr sicher, dass Gazimon von einem der Schlosstürme redet. Wir machen uns sofort auf den Weg dorthin. Etwas sagt mir, dass es dort etwas Wichtiges gibt. Ich werde auf dem Weg dorthin mit Veemon die Nachhut bilden. Sollten die BlackToyAgumon und WaruMonzaemon uns zu Nahe kommen, werden Veemon und ich sie so gut wie möglich von uns fernhalten, damit sie uns nicht am Weiterkommen hindern. Aber wenn wir uns nicht jetzt sofort auf die Socken machen, können wir den Plan gleich in die Tonne werfen. Mit dem ganzen Haufen auf einmal werde ich nicht fertig.“ Veemon nickte zustimmend und wärmte sich bereits für den bevorstehenden Kampf auf. Doch plötzlich hielt das blaue Rookie-Digimon kurz inne und öffnete den Mund, um etwas zu sagen, ließ es dann aber doch bleiben. Fragend sah der Rot-Brünette seinen Partner an, doch der winkte nur ab. „Alles gut passt schon. Lasst uns einfach abhauen von hier“, gab es in einem verdächtigen Tonfall von sich, ehe es einige Schritte Richtung Schloss losmarschierte. Mit hochgezogener Augenbraue sah Davis Veemon nach, zuckte dann aber nur mit den Schultern und setzte sich dann auch in Bewegung, nachdem er die anderen aus der Gruppe den Vortritt überlassen hatte.

Nach einigen Metern hielt es Daisuke dann nicht mehr aus. Er musste wissen, was seinem Partner auf der Zunge lang. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass Ryouta und Shota zu abgelenkt waren, um zuzuhören und auch die Gegner hinter ihnen noch eine gute Entfernung zu ihnen hatten, knöpfte sich der 15-Jährige das Drachendigimon vor. „Was ist hier los? Was wolltest du sagen?“, fragte er keuchend und sah in das besorgte Gesicht des Rookies. „Naja“, antwortete es zögerlich. „WaruMonzaemon ist auf dem Ultra-Level und Gazimon hat nicht ganz unrecht damit, dass es nicht einfach zu schlagen ist. Mein Champion-Level wird dann eventuell nicht langen und ohne Wormmon wird eine Digitation aufs Ultra- oder Mega-Level nicht möglich sein.“ Davis schluckte. Das hatte er ja ganz vergessen. Aber das war nun nicht mehr zu ändern, sie mussten zusehen, auch so zurechtzukommen. Und das würde auch mit Sicherheit hinhauen. „Okay, wir kriegen das auch so hin. Wenn wir Glück haben und es stimmt, dass einige Digimon im Schloss anwesend sein werden, haben wir zumindest noch etwas Unterstützung. Und wer weiß, was wir im Turm finden? Also erst mal abwarten und Tee trinken und du hälst schön weiter die Klappe jetzt“, bestimmte Davis in einem ruhigen Tonfall, um nicht die Aufmerksamkeit der anderen Gruppenmitglieder auf sich zu ziehen. Mehr Zeit für das Gespräch bekamen die beiden nicht. Ein paar vereinzelte BlackToyAgumon schafften es anscheinend, einen Zahn zuzulegen und waren nun in Reichweite, um die Gruppe anzugreifen. Genervt verdrehte Daisuke die Augen, doch wenigstens waren es nur ein paar Abgezählte. Die schaffte sein Partner locker. „Veemon, dein Einsatz!“, rief Daisuke und ehe er sich versah, digitierte Veemon ohne zu Zögern zu ExVeemon, um die Spielzeugdigimon aus dem Weg zu räumen.
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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Fr Apr 06, 2018 12:41 pm

Mit den aufmunternden Worten von Davis hatte Ryouta nicht gerechnet, doch er nahm sie nur mit einem Nicken zur Kenntnis. Teil dieser tollen Truppe... er wusste nicht, ob er jemals wirklich ein Teil von etwas sein würde. Nicht im Sinne tatsächlicher Zugehörigkeit - dafür waren zu viele Jahre vergangenen, die er als Einzelgänger und Ausgeschlossener verbracht hatte, gleichgültig anfänglicher Bemühungen, doch Freunde zu finden. Interessanter war viel mehr die Tatsache, dass auch Daisuke seinen Partner erst in der Digiwelt kennengelernt hatte - was tatsächlich die Möglichkeit gab, dass er vielleicht doch einen Partner hatte - und diesen finden könnte.
Die Flucht liess allerdings wenig Zeit für weitere Gedanken diesbezüglich, dafür war es erst einmal wichtiger, dass sie in Sicherheit kamen. Tatsächlich übernahm der erfahrenere Digiritter die Führung, in eine Seitengasse. Von sicher waren sie dort weit entfernt, und Ryouta wusste, dass sie sich beeilen mussten, um weiter zu kommen - weg zu kommen. Denn auch diese Gebäude würden nicht mehr lange stehen und ihnen Schutz bieten.

Der Rauch lichtete sich und nun konnte Ryouta das andere Digimon ebenfalls erkennen - es sah aus, wie ein schwarzer Teddybär, doch irgendwie unheimlich. Gazimon kannte sogar den Namen - allerdings verhielt es sich merkwürdig, als wäre es krank. Dafür hatten sie keine Zeit - Ryouta konnte bereits hören, wie die nächsten Gebäude in sich zusammenfielen, und ein leichtes beben durch den Boden ging. Doch statt in Panik zu verfallen, atmete er tief durch und versuchte sich zu konzentrieren - sein verstand war alles, was er besaß. Es musste doch eine Lösung geben, irgendetwas! Weit war er jedoch nicht gekommen, als Davis nun einen Plan zum besten gab. Ryoutas Blick richtete sich auf die Schlosstürme und er nickte. "Ich werde vorgehen", beschloss der Jugendliche selbstbewusst, denn er arbeitete bereits an einem möglichst sicheren Weg dorthin. Er schloss zu dem blauen Digimon auf, verschaffte sich einen Überblick über die Situation und schlug einen Weg ein, der sie hoffentlich möglichst um den Großteil der Digimon herumführen würde - ein Weg, mit dem sie hoffentlich das Schloss erreichten, bevor die Digimon ihnen den Weg abschneiden konnten.

Er warf Shōta und Gazimon kurz einen Blick zu und vergewisserte sich, dass beide weitergehen konnten, ehe er den Weg vorgab. Nicht, weil er ihn kannte - sondern weil er sich zumindest einen kurzen Überblick über die Lage der Häuser verschafft hatte, als er die Möglichkeit erhalten hatte. Das Gespräch zwischen Veemon und seinem Partner bekam der Dunkelhaarige nicht mit, allerdings war ihm auch so bewusst, dass es unmöglich war, dass ein einziges Digimon all die anderen besiegte. Er hatte keine Ahnung von den Digitationsleveln - in diesem Moment war es allein die Menge der BlackToyAgumon und die Größe des Bären - WaruMonzaemon - die ihm das Gefühl gaben, dass es nicht gelingen konnte.
Als er hinter sich ein gegrolltes "Spielzeugflamme!", hörte, wandte sich Ryouta um, um gerade noch zu sehen, wie Veemon plötzlich größer wurde, und es mit den wenigen feindlichen Digimon aufnahm. Allerdings kamen die Geräusche der zerstörten Häuser erneut näher, weshalb Ryouta die anderen antrieb, schneller zu machen - auch wenn Davis Partner scheinbar mit den kleineren für den Moment fertig wurde.

Tatsächlich kamen sie sogar in die Nähe des Schlosses, als das Teddydigimon neben ihnen durch Häuser brach und ihnen den Weg versperrte. Ryouta wich zurück, während nun von den Seiten noch mehr feindliche Digimon zu ihnen strömten, sie umzingelten. Als das große Bärendigimon mit seiner Pranke ausholte, schnappte sich der Jugendliche - der nie in seinem Leben glücklicher über den vielen Sport gewesen war - den Arm vom Shota und zog ihn mit sich, um der Attacke aus zu weichen. Zähneknirschend sprang er wieder auf die Beine und half dem Jüngeren hoch, während er sich nach Davis, Veemon und Gazimon umblickte und sein Herz ihm bis zum Hals schlug - selbst wenn seine nüchternen Gesichtszüge allenfalls etwas angespannt wirkten.

Die Digimon griffen erneut an, und dieses Mal wurden sie alle voneinander getrennt. Gazimon blieb bei Shota, das veränderte Veemon bei Davis, und er.... er war allein. Mit verbissenen Zügen nahm er eine der Grundkampfhaltungen ein. Er würde es ihnen zumindest nicht einfach machen - selbst, wenn er keine Flammen speien konnte, wie die Digimon. Als das schwarze Bärendigimon sich allerdings ihm zuwandte und mit dröhnender Stimme seine Pranke hob, traf es ein Donnerball, der das Digimon zumindest kurz zum Innehalten bewegte. Irritiert hob er den Blick - und sah einen vermummten Menschen mit einem Hexenhut und einem merkwürdigen Stab vor sich stehen. Tatsächlich benötigte Ryouta einen Augenblick um zu begreifen, dass es kein anderes Kind war, sondern ein Digimon - und er verstand es auch erst, als das Digimon, welches ihn beschützt hatte, den Kopf zu ihm wandte und stechend intelligente Augen unter der Hutkrempe und blonden Haaren hervor lugten - aus einem blauen Gesicht.
Sich wohl sicher, dass Ryouta unversehrt war, hob es den Stab erneut und stellte sich schützend vor ihn, ehe es eine gelbe Energiekugel aussendete. "Wir werden es nicht besiegen können! Digiritter! Lauft zum Schloss, schnell! Wir werden es aufhalten." Aus seiner sanften, dunklen Stimme sprach Gewissheit und Ryouta würde es sich nicht zweimal sagen lassen - allerdings würde er nicht ohne die anderen beiden gehen. Egal, wie verwirrt er über das Auftauchen dieses wohl freundlichen Digimons war- und suchend sah er sich nach ihnen um, während er erneut vor den feindlichen Digimon zurückwich.
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Shōta Akimoto

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   So Apr 08, 2018 12:09 pm

15. August
16:20 Uhr
Daisuke & Shota & Ryouta

Shōta starrte seinen Mitstreiter fassungslos an, als dieser seinen Plan erklärte. Das war so ziemlich das genaue Gegenteil von dem was der Kupferblonde gewollt hatte. Daisuke würde sich wissentlich in Gefahr begeben, nur damit sie eine Chance hatten Gazimons wirrer Vision zu folgen. Warum tat er das? War es das was die Digiritter verband? Sie waren mutig und standen füreinander ein, obwohl sie sich anfangs vermutlich genauso wenig gekannt hatten, wie das Trio jetzt. Noch währenddessen der Schüler seinen Plan erklärte, begann Shōta sich Vorwürfe zu machen.
Er hatte bisher nichts zu ihrer Sicherheit beigetragen. Ryouta hatte einen kühlen Kopf bewahrt und gute Vorschläge präsentiert und Davis sprang nun für alle in die Bresche. Er selbst hatte sich immer zurückgehalten und er wusste nicht einmal genau wieso. Er wollte abwarten und die Lage überblicken aber in dieser Situation war sein Zögern völlig unangebracht. Doch jäh wurden seine Gedanken unterbrochen als sein Mitschüler seine Ausführungen nun beendet hatte.
Kurz hielt er inne und murmelte ein „Danke Daisuke, dass du dich so für uns alle einsetzt.“ als er an ihm vorbeiging. Shōta wusste nicht ob der Brünette es überhaupt gehört hatte, schnell schloss er dann zu Ryouta auf, der schon die Führung übernommen hatte.

Gazimons Kopf schwirrte noch immer aber es versuchte mit der Gruppe Schritt zu halten. Als Daisuke und Veemon sich von der Gruppe absetzten, drehte es sich mit einem unguten Gefühl noch einmal zu ihnen zurück – konnte aber nur einzelne Brocken ihren Gesprächs hören und ehe es sich weitere Gedanken darüber machen konnte, war Veemon plötzlich zu einem viel größeren Drachendigimon digitiert. Das graue Wesen konnte nicht anders als Veemon dafür zu bewundern.
„Ich möchte ihnen auch helfen Shōta, wir können doch nicht einfach nur zusehen!“ rief es aufgebracht, doch der Rotschopf versuchte es zu ignorieren. „Wir müssen weiter“ sagte er kurz angebunden, wohlwissend dass Gazimon sich momentan wohl genauso nutzlos fühlte wie er.
„Du bist unfair! Wir sind den anderen so überhaupt keine Hilfe, nie tust du etwas!“ schrie es nun schon fast und kurz zögerte Shōta, doch er sah auch dass Ryouta keine Zeit verlieren wollte. Er versuchte sich zu beruhigen und wägte für einen kurzen Moment tatsächlich ab, ob er nicht doch Daisuke und Veemon zur Hilfe kommen sollte, doch das wäre ziemlich dumm und obendrein würde er damit alle anderen nur unnötig in Gefahr bringen.
„Versteh‘ doch. SO sind wir den anderen auch keine Hilfe! Hab Geduld und komm jetzt.“ sagte er genervt, doch auch mit Sorge in der Stimme und rannte dann weiter.

Endlich kam das Schloss immer näher und Shōta spürte seit der Auseinandersetzung mit seinem Digimon nun auch etwas, es war als würde das Schloss sie zu sich ziehen, noch einmal beschleunigte er also seine Schritte – ehe mit einem lauten Knall das riesige WaruMonzaemon zwischen den Häusern hervorbrach. Die nächsten Sekunden verliefen fast wie in Zeitlupe, das riesige Bärendigimon holte zu einem mächtigen Schlag aus, doch noch während Shōta die Eindrücke verarbeitete, wurde er gepackt und mitgerissen. Die Pranke schnellte nur wenige Zentimeter an ihnen vorbei, ehe er sich auch schon wieder aufrappelte und den Schwarzhaarigen erstaunt anblickte.
Ryouta hatte ihn soeben gerettet und es war dem Kupferblonden völlig egal aus welchem Impuls heraus das geschehen war. Ohne ihn, hätte es Shōta garantiert erwischt. Zitternd und noch völlig perplex sah er Ryouta kurz aber mit sehr dankbarem Blick und weichen Gesichtszügen an.
„Du…hast mich gerade gerettet. Da…danke, das werde ich dir nie vergessen.“ stammelte er und meinte es wirklich ernst.

Doch kaum hatte er seinen Dank ausgesprochen rauschten schon wieder die Attacken der kleinen Spielzeugdinosaurier auf sie zu. Gazimon sprang noch gerade rechtzeitig vor Shōta und brüllte „Blitzbetäubung“ Daraufhin spie das graue Digimon eine elektrisch geladene, violette Wolke aus, die die Spielzeugflamme des Gegners neutralisierte. Doch als der violette Rauch verschwand, stellte der Schüler mit Erschrecken fest, dass sie getrennt wurden. Daisuke hatte zumindest das digitierte Veemon an seiner Seite doch Ryouta stand nun völlig auf sich allein gestellt inmitten der Gegner.
Auch Gazimon war dies nicht entgangen und rannte sofort in Richtung des schwarzhaarigen Jungen. „Wir müssen ihm helfen JETZT“ brüllte es seinem Partner zu, denn der bedrohliche Riesenteddy rückte dem Schüler immer mehr auf den Leib. Shōta wich den Attacken der BlackToyagumon geschickt aus, denn zum Glück war er ein guter Läufer und Gazimon machte immer wieder von seiner Blitzbetäubung sowie seiner scharfen Klauen Gebrauch. Doch sie waren zu langsam. Das Bärendigimon setzte zu einer Attacke an „Neeeein“ schrie der Rotschopf aus voller Kehle, um das große Digimon vielleicht doch noch auf sich zu lenken, doch plötzlich erschien ein weiteres Digimon und es…half Ryouta! Shōta konnte es kaum fassen, doch es blieb kaum Zeit. Er kämpfte sich weiter zu Ryouta vor, ohne dabei auf das merkwürdige Digimon mit dem Hexenhut zu achten. Sie hatten keine Zeit!

Gazimon setzte noch ein paar Mal die Blitzbetäubung ein, auch um den Gegnern die Sicht zu nehmen und als sich der Rauch lichtete, waren sie nur noch wenige Meter von Ryouta entfernt. Sie hasteten auf ihn zu. „Zum Glück..dir ist nichts passiert…los! Wir müssen weiter!“ rief Shōta keuchend und packte seinen Kameraden am Arm um ihn im Laufen mit sich zu ziehen. Als dieser sich ebenfalls in Bewegung setzte, ließ er ihn los und sagte abermals atemlos.
„Fast geschafft! Wir müssen einen Eingang finden“ und wie es schien hatte der Schwarzhaarige nur wenige Augenblicke später einen gefunden. Er hatte wieder die Führung übernommen und lotste die kleine Gruppe nun erfolgreich in den Turm.

Der Rothaarige sprang gefolgt von Gazimon durch die Tür, doch sofort wurde ihnen schier die Sicht genommen weil der ganze Raum von einem gleißend hellen Licht erhellt wurde. „Ahhhh“ stöhnten der Rothaarige und das graue Digimon wie aus einem Mund. Doch das unangenehme Blenden ließ schnell nach und wich einem warmen, fast brennenden Gefühl und wieder spürten sie diese Anziehungskraft, als würde jemand sie zu sich rufen. Langsam schritt Shōta weiter in den Raum hinein, sein Kopf fühlte sich seltsam leer an, die Kampfgeräusche hallten nur noch dumpf wider. Plötzlich ein Knarren, er stand auf etwas Hölzerneres, was sich bei genauerem Hinsehen als besagte Falltür herausstellte. Wie fremdgesteuert kniete er sich nieder und hob die Tür an. Mit der Hilfe seines Digipartners schaffte er dies auch und als die Falltür umklappte und mit einem Scheppern auf den Schlossboden fiel, zeigte sich an der Innenseite ein seltsames Symbol. Es leuchtete in einem intensiven Orange, gleißend hell, fast wie Feuer. Wie hypnotisiert starrten die Beiden das Symbol an, ehe es anfing zu pulsieren, langsam blasser wurde und dann mit einer Intensität wie 100 Nadelstiche auf dem linken Handrücken des Teenagers wieder auftauchte.
Shōta hielt sich zitternd die Hand und stöhnte vor Schmerz, doch so plötzlich der Schmerz kam, so schnell ging er auch wieder und wurde von einem von Kraft und Energie abgelöst. Gazimon und er sahen sich an und nickten sich wissend zu, sie beide spürten eine völlig neue Verbundenheit zueinander und hatten das Gefühl sich wortlos zu verstehen.

Dann wandte sich der Rotschopf zu Ryouta. „Wir müssen den anderen helfen, auch dem Digimon, das dich gerettet hat.“ Sagte er eilig und rannte auch schon wieder auf die Tür zu.
„Ich denke…nein ich weiß, dass Gazimon jetzt digitieren kann – ich erkläre dir später alles“ fügte er eilig noch hinzu und preschte dann nach draußen.
Die BlackToyAgumon waren einfach überall, das große Bärendigimon konnte er allerdings aufgrund des Staubs weiterer, einstürzender Gebäude nicht sehen. Auch das Digimon mit dem Hexenhut schien von der Bildfläche verschwunden. Doch da, er sah ExVeemon um sich schlagend.
„Jetzt oder nie! Pass bitte auf dich auf Gazimon“
Shōta nahm sein leuchtendes Digivice in die linke Hand, auf der das Wappen noch immer hell leuchtete und streckte sie in die Höhe - Gazimon sprang auf die Gegner zu und wurde in das Licht gehüllt.
Als es wieder den Erdboden erreichte, stand nun ein großer, schwarzer Hund vor dem Teenager. Es sah einem Dobermann erstaunlich ähnlich, überragte mit einer Größe von mindestens 2 Metern aber jeden Hund der realen Welt. Außerdem trug es ein massives, stachelbesetztes Halsband, hatte Klingen an den Läufen und auch die langen Klauen waren rasiermesserscharf und auffällig lang. Aus gleißend roten Augen sah es zu Shōta hinunter, nickte und stürzte sich dann mit grollendem Gebrüll in den Kampf.
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Mo Apr 09, 2018 11:40 pm

15.August
16:20
Daisuke, Shota & Ryouta


Daisuke entging nicht der geschockte Gesichtsausdruck, mit dem Shota den Schüler anstarrte, als er seinen Plan erklärte. Allerdings konnte der Rot-Brünette das gut nachvollziehen, früher hätte er wahrscheinlich auch zuerst so reagiert. Doch sie hatten keine andere Wahl, wenn sie hier heile rauskommen wollten. Ein Lächeln legte sich auf Daisukes Gesicht, als sich der Kupferblonde sich leise bei ihm bedankte und nickte kaum merklich. Nachdem die beiden neuen Digiritter vorgegangen waren, lief auch Daisuke endlich los.


Leider stellte sich der Plan kurz darauf als schwerer heraus als gedacht. Zwar schaffte es ExVeemon, eine beträchtliche Menge an BlackToyAgumon mit seinem Vee-Laser und den Klauen von der kleinen Gruppe fernzuhalten und sie kamen auch gut voran, doch plötzlich eskalierte alles komplett. Sie waren bereits fast am Schloss angekommen, als neben ihnen ein Haus zusammenbrach und WaruMonzaemon gefolgt von einer Staubwolke vor ihnen steht. Von nächster Nähe machte es sogar einen noch furchteinflößenderen Eindruck, was Daisuke kurzzeitig das Blut in den Adern gefrieren ließ. Dann lief alles wie in Zeitlupe. Der Schüler sah paralysiert mit an, wie der gruselige Teddy seine Pranke ausholte und direkt auf die beiden neuen Digiritter losging. Daisuke spürte, wie sein Herz wie wild anfing zu schlagen und das Adrenalin in sekundenschnelle durch seinen Körper strömte. Wie in Trance hechtete er los, um sich schützend vor die Neuen zu schmeißen. Er würde es sich niemals verzeihen, wenn ihnen auch nur ein Kratzer zugefügt wurde. Schließlich war er doch auch der erfahrenste von der Gruppe und durfte daher doch erst recht nicht zulassen, dass was Schlimmes passierte. Allerdings war Ryouta etwas schneller und manövrierte den Kupferblonden und sich selbst aus der Schussbahn. Dennoch eilte Daisuke weiter zu ihnen, da er merkte, wie schon die nächsten BlackToyAgumon sich zum Angriff bereit machten. Hoffentlich schaffte er es noch rechtzeitig. Wie es aussah, würde er zumindest am Anfang die Wange hinhalten, da ExVeemon im Moment noch mit einer kleinen Horde von BlackToyAgumon zu kämpfen hatte.
Fast hatte der Fußballer Ryouta und Shota erreicht, als er wie aus dem Nichts einen stechenden Schmerz im rechten Oberarm verspürte. Mit schmerzverzerrtem Blick blieb er stehen und drückte seine linke Hand so fest er konnte gegen den Schmerz, doch er verschwand nicht. Wann wurde er angegriffen? Stand der Schüler so sehr unter Adrenalin, dass er es nicht mitbekommen hatte? „Davis! Dein Arm! Er leuchtet blau“, bemerkte ExVeemon und schien einen gewaltigen Energieboost erhalten zu haben, denn es stößt auf einmal mit nur einem Schlag mehrere Dutzend BlackToyAgumon von sich und in seinen Augen brennt richtige Kampflust. Verdutzt schaute Davis nun seinen Arm herunter und stellte fest, dass dieser tatsächlich in einem blauen Licht leuchtete. Schnell zog er seine Jacke aus, um es besser erkennen zu können. Der Schüler sah verblüfft zu ExVeemon, als er feststellte, dass sich das Wappen der Freundschaft auf seine Haut gebrannt hat. War ExVeemon deshalb gerade stärker geworden?

Während Daisuke seine Zeit verschwendet hatte, sich über das Wappen und den Schmerz Gedanken zu machen, griffen weitere Digimon an und trennten die Gruppe nun komplett. Daisuke war sofort klar, dass sie umgehend Ryouta helfen musste, schließlich war er der einzige ohne Digimonpartner. ExVeemon half Gazimon dabei, den Weg dorthin von den BlackToyAgmumon freizuräumen, doch sie waren wieder zu langsam. Das WaruMonzaemon holte schon wieder aus und visierte Ryouta an. Während Shotaeinen lauten Schrei von sich gab, konnte Daisuke nur die Augen zusammenkneifen. Alles was er daraufhin hörte, war ein lauter Knall. Ängstlich öffnete er langsam wieder die Augen, und stellte mit Erleichterung fest, dass ein anderes Digimon den Angriff abgeblockt hatte. Wenn Daisuke sich nicht irre, war es ein Wizardmon und es schien auf ihrer Seite zu sein. Das war auf jeden Fall gut. „Geht ohne mich vor. Etwas sagt mir, dass das Wappen der Freundschaft, das auf meinem Arm erschienen ist, meinem Partner mehr Kraft verleiht. Da ich leider nicht weiß, wie weit ich mich dadurch von ExVeemon wegbewegen kann, bleibe ich hier“, wendet sich Daisuke an Shota und Ryouta, nachdem Wizardmon sie aufgefordert hatte, zu verschwinden.


Der Kupferblonde ließ sich scheinbar auch nicht zweimal bitten, denn so schnell wie er auf den Schwarzhaarigen gehechtet war, so schnell hatte er ihn auch am Arm gepackt und weiter Richtung Schlosstürme gezogen und waren wenig später außer Reichweite. Hoffentlich würden sie nicht allzu lange brauchen.
Dank Gazimons Attacke fiel es ExVeemon nun noch leichter, die BlackToyAgumon aus dem Weg zu räumen und Wizardmon somit zu unterstützen. Die Reihen unter den Spielzeug-Digimon lichteten sich somit langsam immer mehr und es wurde immer übersichtlicher.

Der einzige Störfaktor war allerdings immer noch dieser überdimensional große hässliche Teddybär, der unablässig versuchte, auf Davis und die Digimon loszugehen. Mittlerweile schnaufend und genervt wie sonst was wich der Fußballer mürbe den Angriffen aus. Ab und zu startete ExVeemon auch mal eine Konter-Attacke, doch es hatte tatsächlich kaum eine Wirkung. Das konnte es doch gar nicht geben. Irgendwie musste es doch einen Ausweg geben. Dann fiel Davis etwas ein. WaruMonzaemon merkte es immer sofort, wenn es angegriffen wurde, weshalb die Angriffe auch nicht so effektiv ausgeführt werden konnten. Man musste es also vielleicht einfach nur mal richtig ablenken, dann konnte man hinterrücks eine gescheite Attacke starten. Der 15-Jährige blickte zu seinem Partner, der anscheinend auch sofort verstand und sich für das folgende kampfbereit machte. Zuerst atmete Davis noch einmal tief ein, überwand dann seine Angst vor dem gruseligen Teddy und rannte direkt in dessen Blickfeld. „Hey du riesiges hässliches Vieh! Hier bin ich! Komm und ho, mich doch!“, brüllte der Digiritter mit der Fliegerbrille und freute sich, als er tatsächlich die Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Der schwarze Teddy gab ein wütendes Grunzen von sich und holte schon die Pfote ein weiteres Mal für einen Angriff aus, die auch nicht lange auf sich warten ließ und auf den Schüler zuschoss. Komischerweise spürte Davis keinen Millimeter Angst, ganz im Gegenteil. Er wusste, dass alles gut gehen würde und ExVeemon im richtigen Moment zuschlug. Dann spürte er wieder diesen Schmerz, den er eben beim Wappen der Freundschaft gespürt hatte, doch diesmal war es der linke Arm, der sich so anfühlte, als würde er gleich abfallen. Das musste das Wappen des Mutes sein.

Dann ging alles wieder ganz schnell. Daisuke bekam noch mit, wie die beiden neuen Digiritter wieder zurück waren und Gazimon digitierte und zur Hilfe eilte. Keine Sekunde später erfüllte das Digitationslicht ExVeemon, welches zu Magnamon digitierte und WaruMonzaemons Angriff mit einem Magnastrahl abblockte. Was auch immer jetzt passieren mochte, verlieren konnten sie nun nicht mehr, davon war Daisuke überzeugt. Wenn selbst Kimeramon gegen Magnamon keine Chance hatte, war das bei dem Teddy mit Sicherheit keinen Millimeter anders. „Hau rein Magnamon und hol uns hier raus!“, feuerte Davis seinen Partner an und war nun unendlich erleichtert. Gleich hatten sie es geschafft.


Zuerst wehrte sich das Ultra-Digimon noch ordentlich, doch mit der gemeinsamen Kraft von Wizardmon, Magnamon und Shōta Digimonpartner, das nun ein Dobermon geworden war, schafften sie es nach einem nervenaufreibenden Kampf schlussendlich doch noch, den Teddy klein zu kriegen.  Der Rest war dann nur noch ein Klacks. Dennoch ließ Magnamon zum Abschluss noch einen letzten Magnakracher los, um ganz sicher zu gehen, dass der Kampf auch wirklich beendet war, bevor es direkt wieder zurückdigitierte. Erschöpft und seufzend ließ sich Davis zu Boden sinken, nachdem sich der aufgewirbelte Staub gelegt hatte. „So, kurze Pause bitte!“, bat Daisuke seine Kollegen. Dann gab er ein Seufzen von sich. „Und eine Erklärung hätte ich auch gerne, bitte... Was genau ist hier jetzt passiert?“


Zuletzt von Daisuke Motomiya am Mi Apr 11, 2018 8:58 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ryouta Katashi

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Di Apr 10, 2018 11:40 pm

15. August
16:20 Uhr
Daisuke & Shota & Ryouta

Vollkommen überrumpelt liess Ryouta sich von dem jüngeren Digiritter ziehen. "Moment! Was ist mit Daisuke?", fragte er, doch liess sich noch immer verwirrt und überrumpelt mitziehen - und blickte zurück, ohne Davis oder sein Digimon zu sehen. Dort war nur das andere, mit dem Hexenhut, welches aktuell kämpfte. Als er Davis letztendlich doch erblickte, rief er ihnen zu, dass sie vorgehen sollten - und etwas anderes, das Ryouta nicht verstand. Die Starre abstreifend, straffte Ryouta erneut die Schultern und begab sich auf die Suche nach einem Eingang zu diesem ominösen Türmen - und wurde tatsächlich fündig. "Hier!", rief er und öffnete ihn. Ein ungutes Gefühl machte sich in ihm breit - was, wenn sie am Ende darin in der Falle saßen? Doch der Rotblonde Junge und sein Partner sprangen beide durch die Tür - und weiterhin mit ungutem Gefühl folgte Ryouta ihnen, während er sich immer wieder misstrauisch umblickte. Wenn ihnen einige der Digimon folgten, sie würden in der Falle sitzen, ein Gedanke, der ihm alles andere als behagte.

Im Innern des Turms war es blendend hell und Ryouta kniff die Augen zusammen, nun noch mehr auf der Hut, als zuvor. "Wartet!" Er wollte ihnen sagen, dass es eine Falle sein könnte, doch die beiden rannten einfach vor - bis sie tatsächlich besagte Falltür fanden. Immer wieder blickte Ryouta über die Schulter, während das ungute Gefühl in seinem Magen stärker wurde - ein Gefühl von drohendem Unheil, dass irgendetwas schlimmes passieren würde. Vermutlich hätte er es üblicherweise als irrational abgetan, aktuell gab es jedoch genug logische Gründe, auf der Hut zu sein, und so behagte es ihm nicht, als der Jüngere einfach die Falltür öffnete - und im nächsten Augenblick vor Schmerz stöhnte und sich die Hand hielt. "Nein!"
Mit einem Satz war er bei Shōta, sich ganz sicher, dass er verletzt war - womöglich vergiftet - dass es eine Falle gewesen war. Doch bevor er etwas sagen kann, sprang er einfach auf die Füße - dass sie den anderen helfen mussten. Verwirrt sah er ihn an, eine Verwirrung, die es tatsächlich in seine nüchternen Züge schaffte, wenn auch weiterhin eher dezent. Da er es kaum erwarten konnte, aus diesem Schloss heraus zu kommen, gab er sich mit dem versprechen zufrieden, später eine Erklärung zu erhalten - und folgte ihnen wieder hinaus. Draußen tobte der Kampf weiter, und als Shōta sein Digivice hob, wurde Gazimon in grelles Licht gehüllt und wandelte sich, ebenso wie das veränderte Veemon, welches nun golden wurde. Doch Ryouta kümmerte sich nicht um die beiden Digiritter und ihre Partner - sein Blick glitt umher auf der Suche nach dem Fremden, der ihm das leben gerettet hatte. Letztendlich fand er es - an anderer Stelle, während er leuchtende Kugeln auf die Gazimon stellte. "Pass auf, hinter dir!" Er rief, als sich ein anderes Digimon an es heran schlich - und tatsächlich wandte es sich um und blockte die Attacke. Voller Staunen verfolgte Ryouta den Kampf, während welchem sich das Wizardmon einmal sogar vervielfältigte, um das Teddydigimo zu verwirren, so dass die Partner von Davis und Shōta gemeinsam angreifen konnten- Kein leichtes Unterfangen - denn als der Bär seine Attacke erneut einsetzte, konnte Ryouta sehen, dass es tatsächlich das richtige Wizardmon traf - und keine seiner Kopien. "NEIN!" Das Digimon hatte ihn gerettet und er würde nicht zulassen, dass ihm etwas geschah! Ryouta bemerkte kaum, wie das Digivice in seiner Hose zu leuchten begann, ehe eine große Attacke sie alle blendete - und als es vorbei war, waren nur noch sie übrig - Davis und Veemon, Shōta und Gazimon und... wo war das Digimon mit dem Hut? Ryoutas Herz machte einen Satz, während er sich umsah. Überall waren bunte Partikel in der Luft - hatten sie die anderen Digimon getötet? Was war mit dem anderen guten Digimon?

Er sank nicht auf den Boden, wie es Davis tat, doch fuhr er sich in erschöpfter Geste über den Nasenrücken, während sein Kopf sich mit einem unangenehmen Schmerz meldete - und eine Migräneattacke ankündigte. Wundervoll. Doch er ruhte sich nicht aus, sondern lief einige Schritte, dorthin, wo er Wizardmon zuletzt gesehen hatte - und stolperte fast über etwas, was wie eine Wattewolke mit einer kleinen Kerze aussah. Vorsichtig ging er in die Hocke und berührte es, erstaunt darüber, wie weich es sich anfühlte. Es öffnete helle gelbe Augen und blickte ihn an, tatsächlich glaubte er, dass die Flamme an seinem Kopf wärmer zu scheinen schien - und war erstaunt, dass es überhaupt nicht brannte. Erneut leuchtete das Digivice, als er es nun berührte. "Gefunden." Die Stimme des Wesens klang rauchig, als es leicht zu schweben begann. "Ich habe dich endlich gefunden!" Ryoutas Augenbrauen zogen sich erneut zusammen,s ein nüchternes Gesicht still, der Ausdruck ins einen grauen Augen nachdenklich. Was bedeutete das - dass das hier sein Partner war? Vorsichtig holte er das Digivice heraus und betrachtete die Rauchwolke, die ihn anblickte. "Ich bind ein Partner, Digiritter! Ich bin Mokumon." Noch immer irritiert nahm er das Digimon hoch, weil er das Gefühl hatte, dass es erschöpft war - und war wieder erstaunt darüber, wie warm und weich es war. Mit Mokumon zusammen kehrte er zu den anderen beiden zurück. Er wollte es sich nicht eingestehen - aber er war verstimmt. Er konnte sich nicht erklären, wann in seinem Leben er zuletzt so wenig von dem begriffen hatte, was um ihn herum geschah. Allerdings plante er, erst alles zu überdenken und seine Fragen säuberlich zu notieren, ehe er sich einen der älteren Digiritter beiseite nehmen und seine Fragen stellen würde. "Ich denke, ich habe nun auch einen Partner.", erklärte er daher nur schlicht - ohne Mokumon los zu lassen.
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Shōta Akimoto

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Mo Apr 16, 2018 1:55 pm

15. August
16:20 Uhr
Daisuke & Shota & Ryouta


Shōta verfolgte den erbitterten Kampf ihrer Digimon, das vibrierende Digivice noch immer in seiner Hand haltend. Der Kampf war schon wenige Augenblicke nachdem Dobermon zur Hilfe geeilt war, dank Magnamon, entschieden und der Rotschopf atmete erleichtert auf.
Dann blieb sein Blick auf Dobermon haften, dass gerade mit wenigen großen Sätzen auf ihn zugesprungen kam und er konnte noch immer kaum fassen, dass es sich um dasselbe Wesen wie Gazimon handelte. Auch wenn er von den älteren Digirittern bereits viel über Digimon und die Digiwelt erfahren hatte, hatte es ihm immer an Vorstellungsvermögen gefehlt, wie so eine Digitation wohl aussehen würde. Es war wie bei einem Schmetterling, nur war diese Metamorphose viel schneller von statten gegangen und hing auch unmittelbar mit ihm selbst und seinem Wappen zusammen.
„Hey Shōta alles in Ordnung?“ bellte Dobermon ihn mit tiefer Stimme an, ehe es wieder in helles Licht gehüllt würde und mit einem Mal zu einem viel kleineres Digimon zurück digitiert war, dass der Schüler noch nie zuvor gesehen hatte. Nun fiepste es mit quietschender Stimme. “Ohh, ich bin zu Pagumon zurück digitiert.“ gab es erschrocken von sich.

Der Schüler nahm das runde Digimon mit den langen Ohren in den Arm und streichelte es kurz. „Vielen Dank für deine Hilfe, du warst wirklich großartig!“
Daraufhin sah er sich nun endlich auch nach seinen beiden Kumpanen um. Seit er den Schlossturm betreten hatte, war er so fixiert auf das anziehende Licht und den anschließenden Kampf gewesen, dass er blindlings drauf los gestürzt war, ohne den warnenden Worten Ryoutas Beachtung zu schenken. Daisuke war unweit von ihm auf die Knie gesunken und Ryouta kam gerade zu ihnen zurück. Hatte er da etwa ein Digimon im Arm? Woher hatte er es so plötzlich...war dies vielleicht das Digimon mit dem Hexenhut, das ebenfalls zurück digitiert war? In den letzten Minuten war definitiv zu viel geschehen, aber immerhin waren die Digiritter vorerst in Sicherheit.
Der Brillenträger ließ sich nun auch auf einen Stein sinken und atmete tief durch, als Ryouta ihnen gerade offenbart hatte, dass dieses seltsame Wesen in seinen Armen tatsächlich sein lang ersehnter Digipartner war. Er nickte dem Schwarzhaarigen kurz zu "Endlich!" wandte sich aber dann an Daisuke.

„Ohh ja, ich schätze wir können alle eine kurze Pause gebrauchen.“ der Rotschopf  schenkte dem Brünetten ein Lächeln.
„Du hast uns den Arsch gerettet, ohne deine und Veemons Hilfe hätten wir diesen Horrorbären nie besiegt und ich mein Wappen niemals erreicht. Auch dir vielen Dank Ryouta“ kurz pausierte der Schüler, ehe er fortfuhr.
„Ich möchte nicht ewig an diesem Ort bleiben, wer weiß was hier sonst noch so lauert. Aber ich schätze ich bin euch eine Erklärung schuldig. Diese...Energie, die von meinem Wappen ausging, wurde irgendwann während der Flucht so stark, dass sie mich magisch anzog. Deswegen war ich auch so unvorsichtig, als wir endlich den Turm erreicht hatten. Irgendwie hatte ich keinerlei Zweifel daran, dass dies der richtige Ort sein würde. Na ja..und jetzt habe ich mein Wappen wohl gefunden und Gazimon konnte digitieren.“ Shōta hielt seinen Mitstreitern seine linke Hand hin, auf der das kantige Wappen deutlich zu sehen war.
„Wo sind eure Wappen? Was ist in der Zwischenzeit passiert?“ er blickte zu Ryouta und seinem Digimon. „Ich habe das Gefühl nur die Hälfte mitbekommen und verstanden zu haben.“ gab er stirnrunzelnd von sich.  
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Spielzeugstadt   Fr Apr 20, 2018 11:31 pm

15. August
16:25 Uhr
Daisuke, Shota & Ryouta


Ein fettes Grinsen breitete sich auf Daisukes Gesicht aus, als Ryouta mit einem wolkenartigen Digimon auf dem Arm verkündete, dass er nun auch einen Digimon-Partner besaß. „Hey siehst du! Ich wusste, du findest ihn noch. Ist das nicht cool?“, beglückwünschte der Schüler den Schwarzhaarigen und freute sich wirklich aufrichtig für ihn. Dann wandte er sich an das watteartige Digimon. „Wie war dein Name? Mokumon? Freut mich sehr, dich kennenzulernen. Du musst bestimmt das Wizardmon eben gewesen sein, das uns geholfen hat, liege ich richtig? Vielen Dank für deine Hilfe!“ Auch wenn Ryouta es die ganze Zeit über gut versteckt hatte, merkte Davis, dass er sich die ganze Zeit fragte, ob er wirklich mit der ganzen Digimonsache zu tun hatte. Doch nun war jeder Zweifel ausgeschlossen, so wie der 15-Jährige es sich bereits dachte.

Auch Shōta schien erleichtert zu sein, als dieser sich mit einem „Endlich!“ an ihn wandte. Lächelnd nickte der Digiritter dem Kupferblonden zustimmend zu. Erst dann merkte er, dass Gazimon verschwunden war und war für den ersten Moment verwirrt, bis er ein Pagumon entdeckte. Das Champion-Level hatte Gazimon anscheinend so viel Kraft gekostet, dass es auf das Ausbildungs-Level zurückdigitierte, was allerdings absolut verständlich war, immerhin war das der erste Kampf, an dem die beiden beteiligt waren. Das konnte schon etwas mehr Energie in Anspruch nehmen. Auch Magnamon hatte sich wieder zurück zu Chibomon digiert und saß mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck neben Davis. Entzückt streichelte der Schüler ihm kurz über den Kopf und freute sich ebenfalls, dass WaruMonzaemon aus dem Weg geräumt war. „Ach was, das mache ich doch gerne. Ich helfe doch gerne aus der Patsche. Und ich kann doch gerade euch nicht im Stich lassen“, nahm er Shōtas Dank entgegen und gab an sein Gegenüber ein verlegenes Lächeln zurück. Gebannt horchte Davis dann der Geschichte, was denn nun in dem Turm passiert war und atmete erleichtert auf, dass sie Gazimons Vision doch richtig verstanden zu haben, dass es dort was zu holen gab. Interessiert betrachtete der Digiritter Shōtas ausgestreckte linke Hand, an der man ein Wappen erkennen konnte. Dann waren sie ihrem Ziel doch schon um ein Stück nähergekommen, das war gut. „Jap, das wird definitiv dein Wappen sein, das du da gefunden hast“ kommentierte Davis das Tattoo. „Hat es bei dir im ersten Moment auch so geschmerzt?“ Dann betrachtete er seine beiden Oberarme genauer, die vorhin für einen kurzen Moment brutal geschmerzt haben und konnte immer noch nicht so ganz glauben, dass er da wirklich seine beiden Wappen sah. Wieso war das nur so, dass die Wappen sich nun auf diese Art und Weise äußerten? Hing es damit zusammen, dass es eine neue Generation an Digirittern gab? Womöglich. Davis schüttelte leicht den Kopf und widmete sich wieder den aktuellen Problemen, Darüber Gedanken machen konnte er sich auch später noch, wenn alle wieder versammelt waren. Doch dazu musste sie auch erst einmal wieder zu den anderen gelangen. Davis begann, in seinen Taschen nach seinem Terminal zu kramen, um zu sehen, ob der Nachrichtendienst endlich wiederfunktionierte, konnte es jedoch ums Verplatzen nicht finden. Fragend scannte er mit seinem Blick die Umgebung ab, um zu sehen, ob es irgendwo rumlag, konnte aber nichts entdecken. „Hat jemand mein D3-Terminal gesehen?“, fragte er dann in die Runde, als er das Suchen aufgab. Mehr Augen sahen auch mehr aus nur ein Paar.
Bei Shōtas Frage, was mit Ryoutas Wappen war, horchte Davis auf und blickte interessiert zum Schwarzhaarigen und war gespannt, wie es wohl aussah. Vor allem hoffte er, dass der neue Digiritter es überhaupt schon gefunden hatte, denn schließlich war es ja das heutige Ziel dieser Reise. Doch wenn es nicht hier war, konnten sie auch nichts dagegen machen, dann war es eben so.
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