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 You were always there beside me ~ Sorato

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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: You were always there beside me ~ Sorato   Do März 22, 2018 4:31 pm

Juni
Auf den Straßen Tokyos
Sora & Yamato




Prompt hoben sich Yamatos Mundwinkel zu einem Lächeln an, als Sora zu weiteren Konzerten zusagte. Wenn das so weiter ging, würde er noch Muskelkater vom Lächeln bekommen. Denn normalerweise ging der Blonde äußert sparsam damit um. Sora allerdings schien genau zu wissen, wie sie ihn dazu brachte. Und das gefiel ihm. Yamato kam sich selbst entspannter und ausgeglichener vor und das war angenehm. Ob Sora den Effekt auf ihn hatte oder diese neuen Gefühle konnte er noch nicht sagen. Vielleicht ging auch beides miteinander einher. Das würde er eindeutig noch herausfinden müssen.
Erneut hatte er Sora zu erröten gebracht. Das war auch etwas, das neu war. Sora war an vieles gewohnt. Sie war mit Taichi befreundet, der manchmal unbedacht und unhöflich sein konnte. Und soweit sich Yamato erinnern konnte, hatte er es noch nie geschafft, dass sie errötete. Wobei das ja auch noch nie sein Ziel gewesen war. Und auch jetzt tat der Musiker es nicht mit Absicht. Vermutlich hatten sie beiden einfach noch etwas zu lernen auf diesem Gebiet.
Yamato beobachtete Sora etwas besorgt. Ob sie seine Bitte gut auffassen würde, oder ob ihr das Sorge bereiten würde? Dass sich seine Mitschülerin so viel Zeit mit der Antwort ließ, beruhigte ihn nicht gerade. Dennoch seufzte er erleichtert, als sie ihm schließlich zustimmte. „Es ist nicht so, als wäre es mir irgendwie unangenehm oder so…“, stellte er klar. „Jedenfalls nicht wegen dir.“ Jeder würde ihm wohl zustimmen, dass er eine gute Verabredung ergattert hatte. „Ich dachte eher… dass es umgekehrt so sein könnte.“ Er schenkte Sora ein schüchternes Lächeln, bevor er seufzte und die Hände tiefer in seine Hosentaschen schob. Eine Geste, die er schon immer gemacht hatte, wenn er unsicher war. „Ich glaube, ich bin wahnsinnig schlecht in Verabredungen oder darin, mit Mädchen zu reden oder Menschen an mich ran zu lassen. Deswegen tut es mir jetzt schon leid, wenn ich etwas vermassel… das liegt nicht in meiner Absicht“, versicherter er Sora hastig, jedoch ohne sie anzusehen. „Und ich bin ganz ehrleichtert, dass du mich schon kennst… und weißt, worauf die dich einlässt…“, fügte er leise und verlegen hinzu. „Und du willst mich trotzdem treffen…“ Hoffentlich erinnerte sie sich nicht plötzlich an alle seine Fehler und sagte das Date noch ab. Aber andererseits hätte sie dann gar nicht erst zugesagt, oder? Das war die Hoffnung, an die sich Yamato nun klammerte. Aber nur weil Sora das so sah, hieß das ja nicht, dass ihre Freunde die Idee auch gut fanden. Besonders viel Sorgen machte er sich da wegen Taichi. Er war zwar sein bester Freund, aber er wusste auch wie kein anderer, dass Yamato schwierig war. Und ob er so jemanden passend für seine beste Freundin empfand, war einfach fraglich. Alles in allem, war wohl wirklich kein Wunder, dass Yamato erstmal für sich behalten wollte, dass sie sich trafen.
Seine negativen Gedanken und Sorgen wurden jedoch davon abgelenkt, dass eine nur zu bekannte Melodie an seine Ohren drang und er freudig überrascht zu Sora hinüber sah. „Dir scheint unsere Musik jedenfalls zu gefallen“, sagte er, erneut mit einem Lächeln. Bisher kam noch nicht sofort vor, dass jemand anders ihre Musik summte. Und das war für Musiker doch ein großes Kompliment.




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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: You were always there beside me ~ Sorato   Do März 22, 2018 9:51 pm

Juni
Auf den Straßen Tokyos
Sora & Yamato

Was tat dieser junge Mann nur mit ihr? Noch nie brachte sie jemand mit so einfachen Worten dermaßen aus der Fassung. Tai hatte zwar auch gern eine große Klappe und dachte selten nach, bevor er sprach, aber nie hatte der Brünette Sora dermaßen den Boden unter den Füßen weggerissen. Was hatte Yamato nur, was sie so dermaßen aus dem Konzept brachte? Vorsichtig linste sie zu dem jungen Mann und bekam schon eine mögliche Antwort auf dem Silbertablett serviert: sein Lächeln. Er lächelte auf eine Art, die sie gar nicht von ihm kannte und so noch nie gesehen hatte und sie kannten sich immerhin schon sehr viele Jahre. Er war sonst eher der ruhigere, verschlossenere Typ und jetzt auf einmal war er ganz aufgeschlossen und führte Sora in Dimensionen von ihm, von denen sie nicht dachte, dass er sie besaß. Die junge Frau konnte aber auf jeden Fall von sich sagen, dass sie diese Gefühle auf eine Art sehr genoss. Es war neu und aufregend den Blondschopf so kennen zu lernen, Seiten von ihm zu entdecken, die er anderen gegenüber nun mal nicht zeigte. Beinah wie eine Suche nach einem geheimen Schatz.

Sie wusste immer noch nicht, was sie dazu sagen sollte und führte ihren Weg neben ihm einfach fort. Das sein Geruch dauernd in ihrer Nase hing, machte das alles nicht wirklich besser. Am liebsten hätte sie sich komplett in seiner Jacke versteckt. Wieso konnte sie nicht aufhören, rot anzulaufen?
Vorsichtig linste die junge Frau wieder zu ihrem Mitschüler, der mit weiteren Erklärungen ansetzte, wieso sie ihre Treffen vor ihren Freunden erstmal nicht breit treten sollten. Doch dann wandelte sich Soras Blick von Verlegenheit in Überraschung um. Wie schlecht dachte der junge Mann denn nur von sich selbst? "Wie bitte?", brachte sie einfach aus Reflex hervor, damit sie sich vergewisserte, dass sie sich nicht verhört hatte. Sie konnte es nicht ganz verstehen, wieso er so schlecht von sich dachte, doch wenn sie genauer darüber nachdachte, war er sich schon als Kind manchmal selbst im Weg. Zu Sora war Yamato jedenfalls immer freundlich und hilfsbereit, suchte stets ihre Meinung auf und sie musste sich eingestehen, dass sie schon von klein auf vollkommenes Vertrauen in Yamato hatte. Er hatte einen starken Charakter, einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Freundschaft. Nicht umsonst war er der Träger des Wappens der Freundschaft. Kein anderes Wappen hätte besser zu ihm gepasst, wie Sora fand. "Ich glaube, Du bist viel zu streng mit Dir.", murmelte sie schließlich in seine Jacke hinein und hatte den Blick auf den Fußweg vor sich geheftet. "Ich kenne Dich ja nun schon ein paar Jahre und ich glaube, Du bist stärker, als Du denkst, egal in welcher Hinsicht. Und... was Verabredungen angeht, bin ich doch auch keinen Deut besser.", in ihr wuchs der Drang, den Blondschopf anzusehen und so gab sie diesem Wunsch nach und sah zu ihm auf, mit roten Wangen die selbst noch hinter der Jacke hervorlugten, ehe sie fortfuhr: "Kein Mensch ist perfekt, das solltest Du dir vor Augen halten. Und außerdem lerne ich gerade eine aufregende Seite von Dir kennen, die mir so noch niemals aufgefallen ist und...", nun merkte sie, wie sehr ihr Herz wieder bis zum Hals schlug, ehe sie den Blick verlegen nach vorn gleiten ließ. "...und mir gefällt das...denke ich.", beendete sie murmelnd ihre Ansprache und hoffte, dass sie gerade nicht totalen Unfug geredet hatte.

Als sie wenig später beim Summen der Melodie erwischt wurde, schnappte sie kurz nach Luft. Hatte ihr Ohrwurm so sehr das Ruder übernommen, dass sie nicht mal mitbekommen hatte, dass sie summte? Dennoch lächelte die junge Frau, als sie die gehobenen Mundwinkel ihres Mitschülers erblickte. "Ja, ich mag eure Musik. Sind einige gute Ohrwürmer dabei." von seiner Stimme fing sie besser gar nicht erst an zu reden, sonst würde sie es vermutlich schaffen, dass er fluchtartig nach Hause lief und das war wirklich nicht in Soras Absicht, denn sie genoss die Nähe zu dem jungen Mann zunehmend immer etwas mehr.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: You were always there beside me ~ Sorato   So März 25, 2018 11:08 pm

Juni
Auf den Straßen Tokyos
Sora & Yamato

Erstaunt wanderte Yamatos Blick zur Seite, als er Soras Gegenwehr zu seinen Worten vernahm. Doch kaum, dass sie weitersprach, musste er leise auflachen. „Sagt die Richtige“, entgegnete er mit einem Lächeln. Sora war schon immer jemand gewesen, der viel zu wenig auf sich selbst achtete und dafür viel mehr auf andere. Das hatten sie wohl in der Tat gemeinsam. Wobei Sora es viel besser schaffte, sich dabei auch auszudrücken und war deswegen auch immer schon besser bei anderen ankommen. Er hingegen tat sich oft schwer damit, vermutlich auch jetzt. Aber Sora schien er damit nicht abzuschrecken. Zum Glück! „Du vergisst da was: Du kennst mich und meine Fehler… aber ich kenne dich auch“, erinnerte er sie. Nicht, dass Sora viele Fehler hatte. Aber auch er hatte sie an persönlichen Tiefpunkten erlebt und sie dadurch nur noch mehr gemocht. Nun fiel ihm auf, wie sehr er sie deswegen gerade nur noch einmal mehr mochte. „Und wenn jemand auch streng mit sich selbst ist, dann bist das du.“ Dabei schenkte er ihr erneut ein warmes Lächeln, um Sora zu versichern, dass er das alles andere als schlimm fand. Wahrscheinlich verstanden sie sich deswegen gut. „Als wir Kinder waren, fand ich dich schon ziemlich cool. Weil du auf alle anderen aufgepasst hast und dabei immer so freundlich warst. Ich hab mich dabei nie so geschickt angestellt. Manchmal wollte ich, dass mir das auch so einfach gelingt wie dir. Ich glaube, ich habe erst realisiert, dass du manchmal ähnlich unsicher bist wie ich, als du erfahren hast, was dein Wappen ist“, erinnerte sich Yamato und hob den Blick Richtung Himmel. Das alles schien so ewig her zu sein. Und dennoch konnte er sich an viele Situationen noch sehr genau erinnern. Unter anderem an diese Situation, in der er Sora das erste Mal richtig überfordert erlebt hatte. „Und dann war ich froh, dass ich nicht alleine so viel Angst wegen meines Wappens hatte. Das hat mir Mut gemacht und ich hab dich wirklich verstanden damals.“ Erneut senkte er den Blick, bis er wieder bei Soras Gesicht angekommen war. In gewisser Weise waren sich sogar ihre Wappen ähnlich gewesen. Allerdings erschien ihm der Unterschied jetzt ziemlich groß. Freundschaft war wesentlich weniger kompliziert als Liebe, das wusste Yamato zumindest jetzt. „Aber du hast auch immer irgendwie weiter gemacht. Das war beeindruckend“, erinnerte sich Yamato und wandte den Blick schließlich wieder ab.
„Es ist so ewig her…“ Und jetzt hatte er sie um ein Date gebeten. Das war alles furchtbar surreal und der Elfjährige von damals hätte das wohl alles ziemlich abwegig gefunden. "Und jetzt sind wir hier..."
Sie traute ihm eindeutig mehr zu, als er sich selbst. Ob das tröstlich war, wusste er ja nicht gerade. „Hoffen wir mal, dass du Recht hast… und ich das hier nicht in den Sand setzte“, lachte Yamato ein wenig nervös und zuckte hilflos mit den Schultern. „Überhaupt ist das eigentlich dein Spezialgebiet… oder nicht?“, zog er sich gekonnt aus der Affäre und zwinkerte Sora kurz zu, bevor er wieder erst wurde. „Ich bin jedenfalls froh, dass du es bist“, fügte Yamato leise hinzu. Wie könnte er auch nicht? Vor allem nach dem, was sie zu ihm gesagt hatte. Er gefiel ihr? Weil sie eine Seite an ihm kennenlernte, die er so selber nicht von sich kannte? Yamatos Wangen wurden heißer. Vermutlich lief er gerade rot an. Aber das war nun auch schon egal, oder? Er hatte sich ohnehin schon ein wenig blamiert vor ihr, weil er so anders war als sonst. Nur so lange es ihr gefiel, war daran wohl nicht so viel auszusetzen. „Um ehrlich zu sein, glaube ich auch nicht, dass ich die Seite selbst schon mal bemerkt habe. Ich bin… nicht so…“ Er suchte nach dem richtigen Wort. „Kitschig, sonst.“ Ob das ein passendes Wort war, wusste er nicht. Aber seine Gedankengänge wirkten auf den Musiker alle samt sehr kitschig.
Seine Mimik hellte sich augenblicklich auf. „Das ist ein gutes Zeichen. Wenn unsere Musik im Kopf bleibt, haben wir alles richtig gemacht“, freute sich Yamato. „Das Line-up für die ersten Auftritte festzulegen war allerdings auch ein gutes Stück Arbeit. Als Band muss man sich erstmal finden und eine persönliche Note reinbringen. Wenn wir den Anfang vermasseln, war's das. Und wenn wir jetzt etwas machen, was wir nicht sein wollen, hängen wir damit fest“, erklärte er. „Deswegen war jeder Song Schwerstarbeit. Ich glaube, ich habe meinen Dad echt genervt damit. Der war sogar noch öfter arbeiten als sonst“, lachte Yamato, der im Grunde jede frei Minute damit verbracht hatte Songtexte auszuprobieren oder Melodien zu erproben.


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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: You were always there beside me ~ Sorato   Mo Apr 02, 2018 9:35 am

Juni
Auf den Straßen Tokyos
Sora & Yamato

Wieder lief die junge Frau rot an bei den Worten des Blondschopfs. Er kannte sie eben auch nicht erst seit gestern und wusste ganz genau, wie sie tickte, denn schon als sehr junges Mädchen priorisierte sie das Wohl anderer Menschen weit über ihr eigenes. Aber das war in Ordnung für sie gewesen, so wie es heute immer noch der Fall war. Sie war ein harmoniebedürftiger Mensch und solang es den Menschen um ihr herum gut ging, war für sie auch alles in Ordnung. Umso mehr hing sie sich rein, wenn es jemandem eben nicht gut ging und dafür stellte sie sich eben gerne auch hinten an. Zaghaft linste die junge Frau hinter dem Rand des Jackenkragens hervor, um zu dem jungen Mann neben sich aufzusehen. Er und Fehler? Das war so ein hartes Wort. Jeder Mensch hatte Schwächen, eine von Yamatos war zum Beispiel Takeru. Sie wusste einfach, dass der blonde Junge dem Bassisten sehr wichtig war und das konnte sie auch verstehen, es war absolut selbstverständlich für sie. Die ruhige und verschlossene Art Yamatos empfand Sora auch nicht als Schwäche. Und dass er manchmal in hitzigen Diskussionen mit Taichi endete zeigte doch auch nur, dass er durchaus eine eigene Meinung hatte, die er vertrat. Konnte man diese Eigenschaften als Fehler bezeichnen? Sora empfand das nicht so.
Oder meinte er Momente, in denen er die Antwort auf eine komplizierte Frage nicht kannte? Sora erinnerte sich zurück an den ersten Ausflug in die Digiwelt. Yamato hatte sich dort eine Zeit lang von der Gruppe entfernt, um eine Antwort auf Fragen zu finden. Aber auch das empfand Sora nicht als Fehler. Manchmal dauerte es, bis man eine Antwort auf etwas fand und wenn es einem leichter fiel, allein zu sein; was sollte daran ein Fehler sein?
Egal, wie lang Sora über Yamatos Worte nachdachte, sie fand einfach nichts an ihm, was man als Fehler hätte bezeichnen können.
"Streng mit sich selbst?", murmelte die orangehaarige Frau leise in den Stoff. War sie das wirklich? Kurz dachte sie nach und ihr wurde bewusst, dass es stimmte, was sie erneut rot anlaufen ließ. Sein warmes Lächeln auf diese Aussage machte es nicht gerade besser und sie spürte erneut ihr Herz hämmern. Der Kloß, der sich in ihrem Hals gebildet hatte, schwoll weiter an und sie versuchte, diesen herunter zu schlucken. Doch dann glitt Soras Verlegenheit in Überraschung um. So hatte sie das noch nie gesehen, aber er hatte Recht. Sie waren sich tatsächlich ziemlich ähnlich in manchen Angelegenheiten. Irgendwie spürte Sora, dass ihr diese Tatsache mehr als gefiel. Sonst dachte sie immer, sie teilten sich lediglich das Geheimnis der Digimon miteinander, aber das war dann wohl doch mehr, als gedacht.
Sora erinnerte sich ebenfalls an diese schwere Zeit zurück. DemiDevimon hatte die Kinder einst sehr gut manipuliert und Soras strenge Erziehung hatte ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen, dass ihr die Annahme ihres Wappens nur erschwert hatte. Sie erinnerte sich weiter zurück, als Yamato und Joe gezwungen waren in Digitamamons Restaurant zu arbeiten. Bis zu diesem Zeitpunkt war Freundschaft für Yamato auch kein so einfaches Thema, gerade auch mit seiner distanzierten Art, doch auch er hatte den steinigen Weg gemeistert und sein Wappen akzeptiert. Im Grunde ging es jedem der Digiritter so. Sie mussten alle einen steinigen Hang erklimmen, um zu erkennen, was sie waren, was sie ausmachte.
Auf Soras Lippen zeigte sich ein zierliches Lächeln. "Das... freut mich wirklich zu hören. Ich hatte damals immer zu Tai und Dir aufgesehen. Ihr wart beide so stark und mutig...Ich wollte einfach niemandem eine Last sein und habe einfach versucht, mein Bestes zu geben.", ihr Blick glitt erneut auf den Weg vor sich. Kurz mussten sie an einer Ampel halten, die rot zeigte, ehe es kurz darauf grün wurde und sie ihren Weg weiter fortsetzen konnten.
Es war beeindruckend, wie sie sich damals einfach durch gebissen hat? Sie hatte keine andere Wahl gehabt, sie waren die Digiritter, sie konnte nicht einfach aufgeben, sie musste durchhalten und das war ihr manchmal wirklich schwer gefallen. Bei den anderen hingegen sah es so einfach aus, gerade bei Tai und Yamato und dafür hatte sie immer zu den Beiden aufgesehen, auch wenn es Momente gab, in denen sie auch nicht mehr konnten, so fassten sie schnell neuen Mut und neue Kraft.
"Erstaunlich, wie das Leben manchmal so seine Streiche spielt.", entgegnete Sora mit einem Lächeln. Bis vor ein paar Tagen hätte sie wirklich niemals gedacht, dass sich ihr Weg mit dem des Bassisten so dermaßen kreuzen würde.
"Zum in-den-Sand-setzen gehören meiner Meinung nach auch zwei Leute.", antwortete sie mit einem leisen Kichern. Klar, war sie auch nervös, nicht anders musste es ihm ergehen, aber sie kannten sich eben auch schon lang genug und irgendwie hoffte sie, dass alles gut gehen musste. "Meins?", kam es dann aber fassungslos von der jungen Frau und kam nicht umhin, Yamato überrascht anzusehen. Das Zwinkern, was danach folgte sorgte wieder dafür, dass Soras Wangen rot wurden. Wieso sah er nur so gut aus und brachte sie auf einmal dermaßen aus dem Takt? Langsam und beinah etwas mechanisch wand sie den Kopf wieder nach vorn und heftete den Blick auf den Fußweg. "Na, dann hoffe ich mal, dass ich nicht alles vermassel. Erwarte bitte nicht zu viel von mir..", murmelte sie und hob die Hände an um kurz ihr Gesicht darin zu verstecken. Erst bei seinen folgenden Worten linste die junge Frau vorsichtig hinter ihren Händen hervor. Er war froh, dass er sich für sie interessierte? Wieder machte ihr Herz einen Hüpfer. Das freute sie wirklich mehr, als man es annehmen konnte.
Immerhin konnte sie ihn auch etwas aus dem Takt bringen und dieses Mal war es der junge Mann, der rot anlief. Ein erneutes Bild, was Sora nicht von dem Blondschopf kannte, was sie aber sehr süß fand und so kam sie nicht umhin, ihn dieses Mal anzusehen mit einem warmen Lächeln. Kitschig? Dieses Wort ließ Sora noch mehr schmunzeln, sodass es schon ein Grinsen war. "Mach Dir keine Sorgen. Für mich ist das vollkommen in Ordnung.", beruhigte sie ihn gleich. Eigentlich gefiel es ihr sogar viel mehr, als sie zugeben mochte. Er war auf einmal so aufgeschlossen zu ihr und sie sog einfach jede Information, ob es seine Worte oder seine Gesten waren, wie einen Schwamm in sich auf. Es war wirklich eine wundervolle Seite an dem jungen Mann, die sie absolut neugierig auf mehr machte.
Das Band-Dasein klang alles andere als einfach. Wieder eine Sache, die er sehr gut meisterte und wofür die junge Frau ihn beneidete. Mit einem warmen Lächeln hörte sie ihm zu und schlenderte neben ihm her. Es war wirklich schön, ihn so offen zu erleben, ihn so vom Schwärmen seiner Lieblingsbeschäftigung zu hören. "Den ersten Schritt habt ihr ja auch schon gut gemeistert. Ich bin sicher, ihr werdet bald noch erfolgreicher.", pflichtete sie ihm bei und unterstrich ihre Worte abermals mit einem Lächeln.
Ihr Blick glitt erneut nach vorn, sie konnte schon den Gebäudekomplex erkennen, in dem sie zusammen mit ihrer Mutter lebte. Irgendwie freute sie sich auf ihr Bett, aber zeitgleich wollte sie einfach noch länger bei Yamato sein und sofort verspürte sie ein etwas bedrückendes Gefühl. Sie würden sich gleich fürs Erste auf Wiedersehen sagen müssen und dann würden sie sich vermutlich erst wieder in der Schule sehen. Das Matsuri beim Tempel wäre erst am kommenden Samstag. Auf einmal schien ihr eine Woche unendlich lang. Am liebsten würde sie den jungen Mann gleich am nächsten Tag wiedersehen, ihr Inneres tobte regelrecht und schien sie dazu drängen zu wollen, ihn nach einem gemeinsamen Frühstück oder dergleichen fragen zu wollen, doch musste sie wirklich mit sich kämpfen, diesem Drang nicht nachzugeben. "Wo und wann wollen wir uns denn am Samstag treffen für das Matsuri?", warf sie schließlich einfach mal ein. Das hatten sie noch gar nicht ausgemacht. Das Fest begann ab sechs Uhr Nachmittag, ob sie vorher noch etwas unternehmen würden? Andererseits würde ein Stadtbummel mit einem Yukata eher unpraktisch sein.
Je mehr sie darüber nachdachte, was sie gemeinsam an diesem Tag unternehmen konnten, desto nervöser wurde sie. Hoffentlich würde die Zeit bis zum kommenden Samstag schnell rum gehen.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: You were always there beside me ~ Sorato   Di Apr 10, 2018 4:48 pm

Juni
Auf den Straßen Tokyos
Sora & Yamato



Obwohl es naheliegend gewesen wäre, hatte Yamato noch nie mit Sora über die Digiwelt gesprochen. Jedenfalls nicht, wenn dort nicht gerade ein Problem herrschte. Eigentlich sprach er generell mit niemanden über die Digiwelt. Zumindest nicht über damalige Probleme. Nicht einmal Taichi sprach so etwas an. Vermutlich weil jeder von ihnen wusste, dass sie alle damals nicht alles richtig gemacht hatten. Allerdings konnte Yamato wie eigentlich jedes Mal, wenn er daran zurück dachte, nicht verhindern, dass er sich wie ein Idiot vorkam. An einer Freundschaft zu zweifeln war ja eine Sache, aber seinen Freund zum Kampf herausfordern eine andere. So gerne Yamato diese Sache auch ungeschehen machen wollte, war es aber wohl etwas, was nicht nur seine persönliche Entwicklung geprägt hatte, sondern seine Freundschaft zu Taichi. Denn war es für ihn schwer vorstellbar, dass jemand zu ihm aufgeschaut hatte.
Deswegen winkte er auch sofort ab, als Sora genau das gestand. „Taichi war mutig. Ich hatte eigentlich ziemlich viel… nicht Angst. Aber ich war dauernd besorgt. Wegen Takeru, wegen Gabumon, wegen der Gruppe“, gab er zu. Sorge schien Taichi eher fremd gewesen zu sein. Gerade deswegen hatte er aber auch ab und an gestoppt werden müssen, fand Yamato auch heute noch. „Du warst keine Last, Sora“, sagte er und sah sie verwundert von der Seite aus an. Wie konnte sie das annehmen? „Du hast die Gruppe zusammengehalten.“ Das war ihm schon damals klar gewesen. Zwischen Taichis und seinen Streitereien hatte es jemanden geben müssen, der dafür gesorgt hatte, dass die Gruppe nicht zersplitterte. Und das war Sora gewesen. Heute wie damals fand Yamato das bewundernswert. „Und du hast Taichi und mich meistens vom Streiten abgehalten.“ Jedenfalls hatten sie irgendwann auf Sora gehört. Meistens… Er war Sora ein schwaches Grinsen zu. „Wir waren ziemlich anstrengend, glaube ich.“ Das tat ihm heute natürlich leid. Damals hätte er ja aber auch nicht ahnen können, dass er einen der anderen Digiritter um eine Verabredung bitten würde. Dann hätte er sich vielleicht ein wenig besser präsentiert.
Dafür hatte er dann wohl jetzt seine Chance das zu tun. Immerhin galt es nun auch mehr herauszufinden, als sie bisher übereinander wussten. Es reichte eben nicht aus, dass man sich leiden konnte und anscheinend anziehend fand. Das wusste Yamato selbst auch. Dennoch machte es ihn nervös, wenn er sich vorstellte, dass genau das bedeutete, dass er jemanden noch näher an sich heran lassen sollte. Zwar war er längst nicht mehr so verschlossen wie früher, aber er war immer noch vorsichtig. Und leise Zweifel, ob ausgerechnet er gerade der richtige Kandidat für ein Mädchen wie Sora war, machten es da eben auch nicht besser.
Dennoch ließ er sich von ihren Worten ermutigen. Sora war ebenfalls nervös und für sie war die Situation auch neu. „Und wir sind nicht so schlecht daran, zusammen mit neuen Situationen klar zu kommen“, stimmte Yamato zu. Wenn sie die Digiwelt überstanden hatten, dann würden sie doch wohl locker mit einem Date klarkommen!
Als es nun Sora war, die ihr Gesicht hinter den Händen versteckte, weil sie sich wohl überfordert fühlte, hielt Yamato an und zog vorsichtig eine ihrer Hände von ihrem Gesicht fort, wobei er sie direkt in seiner Hand behielt. „Du kannst es glaube ich gar nicht vermasseln“, beruhigte er sie. Die Sora, die er bisher kannte, würde es nicht vermasseln. Es wollte ihm auch partout nichts einfallen, wie sie eine Verabredung vermasseln könnte. Den wichtigsten Punkt hatte er immerhin bereits geklärt. Wenn zwischen ihr und Taichi nie etwas gewesen war, dann war alles gut.

Ihre Hand in seiner fühlte sich warm an. Hatte er Soras Hand überhaupt jemals genommen? Takeru, natürlich. Taichi war auch vorgekommen. Aber zu den restlichen Digiritter hatte er immer Abstand gewahr. Auch jetzt wirkte die Geste auf Yamato intim. Fast noch intimer als der gemeinsame Besuch auf der Tanzfläche.
Yamato seufzte. „Ich hoffe es.“ Musik war ihm immerhin wichtig. Er konnte es sich nicht vorstellen, dass Musik nicht Teil seines Lebens wäre. Und die Band machte diese Einstellung nur leichter. „Es ist eine Sache, für sich Musik zu machen. Aber es ist viel besser, wenn man Zuhörer hat“, erklärte Yamato und senkte dann verlegen den Blick. „Das habe ich durch Gabumon gemerkt.“ Wenn sein Partner ihn nicht so oft darum gebeten hätte für ihn Mundharmonika zu spielen, wäre er vielleicht nie auf die Idee gekommen, seine Musik mit anderen zu teilen. Der Gedanke an sein Digimon stimmte Yamato melancholisch. „Es wäre schön, wenn Gabumon mehr davon mitbekommen könnte“, fügte er hinzu und schüttelte dann leicht den Kopf. Solche Gedanken wollte er sich nicht heute machen.
Und der Abschied von Sora sollte auch nicht traurig enden. Denn nun standen sie schon vor ihrem Wohnhaus, was wohl hieß, dass sich ihre Wege nun trennen würden. Eigentlich war Yamato das noch gar nicht so Recht. Aber das zu sagen traute er sich dann doch nicht. Dafür hielt er immer noch ihre Hand in seiner.
„Ich würde dich ja mit dem Roller abholen… aber im Kimono gestaltet sich das als schwierig“, erklärte er verlegen. Dann würden sie wohl Bahnfahren müssen. „Willst du schon früher hin? Wir könnten um 4 losfahren?“ Er hatte einfach nur eine Zahl ins Blaue gesagt, die ihm weder zu früh, noch zu spät erschienen war. „Wann fängt es eigentlich an?“ Vielleicht hätte er das zuerst fragen sollen. Schon hatte er den ersten Fehler gemacht, weswegen er verlegen lächelte.




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BeitragThema: Re: You were always there beside me ~ Sorato   Sa Apr 14, 2018 8:02 am

Juni
Auf den Straßen Tokyos
Sora & Yamato

Die Zeit in der Digiwelt war bereits lange vorbei und dennoch erinnerte sich Sora oft an diese zurück. Die Abenteuer mit ihren Digimon war schon wirklich aufregend und prägend. Die ganze Gruppe wurde erwachsender dadurch und immer mehr zusammengeschweißt. Auch wenn sie mit einigen ihrer Entscheidungen Fehler gemacht hatten, so ging letzten Endes alles gut für die Gruppe aus. Und jeden Schritt, jede Entscheidung die sie damals getroffen hatten, machte sie zu dem Menschen, der sie heute waren. Und das hatte eben auch die Freundschaft zwischen Taichi und Yamato verstärkt und das machte die beiden jungen Männer zu einem starken, freundschaftlichen Duo. Genau das war der Grund, wieso Sora zu den beiden Jungs aufsah.
Wieder wand die junge Frau den Blick zu dem Blondschopf. "Es ist doch nur normal, dass Du dir um deinen Bruder Sorgen machst. Es würde mir dabei nicht anders ergehen. Zumal wir damals ja schon jung waren und Takeru noch mal etwas mehr. Es ist normal, dass Du dir Sorgen um Menschen - oder Gabumon - machst, die Du liebst. Und Du hast damals, sowie heute, alles dafür gegeben, dass es jedem gut geht.", entgegnete Sora sofort. Egal, wie sehr er sich dagegen aussprach, für die junge Frau war er definitiv jemand, zu dem sie aufgesehen hatte und das heute auch noch tat.
Sie hatte die Gruppe damals zusammen gehalten? Kurz ließ Sora seine Worte erneut durch ihren Kopf gehen. Das war ihr damals aber nicht gelungen. Sie erinnerte sich an die Zeit zurück, als Taichi sie aus der Pyramide befreit hatte und wo er eine Zeit lang in die reale Welt zurück gekehrt war. In der Zeit war sie sogar die Erste gewesen, die sich von der Gruppe abgewendet hatte, um den Braunhaarigen wieder zu finden. War sie wirklich jemand, der die Gruppe zusammen gehalten hatte? War das nicht doch auch eher Taichi gewesen? Etwas unsicher sah sie zu dem Blonden auf und dennoch zeigte sich ein kurzes, Lächeln auf ihren Lippen. Auch wenn sie das etwas anders sah als Yamato, so freute es sie dennoch, dass er es so empfand. "Danke.", entgegnete sie schließlich ruhig und wand den Blick wieder ab, um zu sehen, wohin sie lief. Zwar waren die Straßenlaternen an, aber dennoch war es ziemlich dunkel. Irgendwie war sie ganz froh darum, dass Yamato bei ihr war. "Anstrengend waren wir alle.", warf sie ihm gleich entgegen. Jeder hatte seine Momente, in denen er zweifelte und eine Diskussion anzettelte.

Als sie jedoch ihr Gesicht in ihren Händen versteckt hatte, um ihre Verlegenheit nicht preis zugeben, konnte sie zwischen einer Lücke ihrer Finger wahrnehmen, dass Yamato stehen geblieben war und reflexartig blieb sie ebenfalls stehen. Dann spürte sie eine zarte Berührung an ihrer Hand, die Yamato am nächsten war und prompt stieg ihr Puls wieder an und ihr Herz schlug schneller. Zwar war Sora eine taffe und bodenständige, junge Frau aber ihre Hand in der seinen fühlte sich so zerbrechlich und klein an. Beinah ungläubig sah sie zu ihrem Schulkameraden auf. Wie optimistisch er ihr gegenüber doch war! Sora beschlich immer mehr die Angst, dass sie absoluten Unsinn von sich geben könnte und dass er gerade so zuversichtlich war, machte es nicht wirklich besser.
Sie setzten ihren Weg fort, was jedoch nun anders war: sie hielten immer noch die Hand des Anderen. Irgendwie war das Gefühl, was sich nun in Sora breit machte, so warm und angenehm und wieder erschien dieses angenehme Kribbeln in ihrem Bauch. Zaghaft linste Sora zu Yamato auf, der weiter sprach, als wenn nichts wäre. Merkte er nicht, dass er immer noch ihre Hand hielt? Wobei das Sora gar nicht unrecht war. Immerhin kam wieder dieses warme, einnehmende Gefühl in ihr auf, was sie sanft einhüllte, wie ein Mantel.
Gabumon? Stimmt. Er hatte seinem Digimonpartner oft auf der Mundharmonika vorgespielt. Wieder huschte ein zartes Lächeln über Soras Lippen bei diesen Gedanken. Gleichzeitig wurde sie aber auch traurig. Wie es Biyomon wohl ging? Dem Blondschopf schien es genauso zu gehen, denn auch er vermisste seinen Digimonpartner. Ein leiser Seufzer entkam Sora, als sie den Gedanken an Biyomon lieber zur Seite schob. Es war nicht möglich, das Vogeldigimon zu sehen. Mitfühlend sah sie zu dem Blondschopf auf. "Ist...es in Ordnung, wenn ich mehr davon mitbekomme?", kam es dann, mehr oder weniger, unkontrolliert aus Soras Mund hervor. Und kurz nachdem sie ausgesprochen hatte, merkte sie auch schon, wie sie rot anlief. Dennoch würde sie seiner Musik gerne öfter lauschen. Und immerhin hatte er sie ja auch zu weiteren Konzerten eingeladen. Ob sie allerdings ein guter Ersatz für Gabumon war, wagte sie zu bezweifeln.
Doch ehe sich Sora versah, hielten sie wieder an. Irritiert sah sie sich um und bemerkte, dass sie vor dem Eingang des Mehrfamilienhauses stand. Auf einmal machte sich in Sora ein unwohles Gefühl auf. Sie wollte noch nicht gehen. Sie wollte am liebsten weiterhin mit dem jungen Mann Zeit verbringen, seine Hand an ihrer spüren, die Wärme seiner Jacke weiterhin um sich wahrnehmen, weiter mit ihm reden und entdecken.
Für einen kurzen Moment herrschte Stille, als wisse keiner von Beiden, was sie als nächstes sagen sollten, doch Yamato brach diese Stille. Ein leises Kichern entkam Sora. Die Vorstellung, mit ihm zusammen auf einem Roller in Kimonos zu sitzen, amüsierte sie irgendwie. "Ich habe gehört, das Fest beginnt ab 14 Uhr. Wir können die Tram um 16:12 Uhr nehmen, wenn Dir das recht ist.", antwortete sie ihm ruhig und hielt auch weiterhin seine Hand. Ihr Körper gab dem Wunsch nach, mit dem Daumen über seinen Handrücken zu streichen. Wie weich seine Haut doch war. Das war ihr wirklich noch nie aufgefallen. Wie auch? Sie hatten noch nie Händchen gehalten.
Nur widerwillig löste sie aber ihre Hand von der seinen, öffnete die Jacke und zog sie aus, um sie ihm dankend zu reichen. Sofort ergriff die Nachtkälte sie und umschloss sie. "Danke für den schönen Abend und fürs nach Hause bringen.", sie zupfte sich an den Ärmeln ihres Pullis rum, während sie sprach. "Bitte gib auf Dich acht, wenn Du nach Hause läufst. Und...", sie stockte. Konnte sie von ihm verlangen oder ihn darum bitten, dass er sich kurz meldete, wenn er daheim angekommen war, einfach damit sie wusste, dass es ihm gut ging? Sie war unsicher diesbezüglich. Immerhin wollte sie ihn nicht nerven oder bemuttern. Aber es war spät und es konnte eben viel passieren. Aber Yamato war alt genug, um sicher ein paar Straßen weiter zu gehen, weswegen die junge Frau beschloss, die weiteren Worte einfach weg zu lassen. "Ich freue mich auf Samstag. Wir sehen uns in der Schule.", brachte sie nur schwer über die Lippen und blieb einfach regungslos da stehen. Für einen Moment hoffte sie, dass er noch ein Gesprächsthema anfing. Ihr Inneres schrie danach, bei ihm zu bleiben, aber sie konnten ja schließlich unmöglich die ganze Nacht vor der Haustüre verbringen. Ein zierliches Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab und sie strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. "Gute Nacht.", hauchte sie schließlich sanft, zwang sich, den Blick von ihm abzuwenden und setzte sich schweren Schrittes in Bewegung zur Haustüre.

In der Wohnung angekommen wurde die junge Frau von ihrer Mutter in Empfang genommen mit einer langen Umarmung. "Ich habe mir schon angefangen Sorgen zu machen, Sora.", kam es streng von ihrer Mutter, als die Frau die Umarmung gelöst hatte. "Entschuldige bitte. Ich war noch mit Yamato und seinen Freunden unterwegs. Er hat mich netterweise nach Hause gebracht.", erklärte Sora sofort, um ihre Mutter zu beruhigen. Dieser schien es aber gar nicht so zu gefallen und beruhigte sie nicht wirklich. "Verstehe.", gab die Mutter nur von sich. Es war bereits viel zu spät für Diskussionen, aber Sora wusste, dass sie sich noch auf eine weitere Standpauke einstellen konnte. Die beiden Frauen verabschiedeten sich voneinander und entließen sich in die Nacht.
Als Sora ihr Zimmer betreten hatte, schloss sie leise die Türe hinter sich und lehnte an dieser. Der Mond schien fahl in ihr Zimmer und beleuchtete es so, dass man gerade alles erkennen konnte. Sofort merkte sie, wie ihr Herz schneller schlug, als die Gedanken wieder zu dem blonden Digiritter schweiften. Was war an diesem Abend nur passiert? So plötzlich? Sie legte ihre Hand auf ihr Herz und spürte zu deutlich, wie schnell es raste. Es war dennoch angenehm und sie genoss dieses Gefühl. Sie setzte sich auf ihr Bett und griff sich mit ihren Händen überkreuzt an ihre Oberarme. Sie vermisste die Wärme, die sie zuvor umschlossen hatte. Sie ließ sich zurück sinken und kauerte sich auf dem Bettzeug zusammen, ihr Blick an die Decke geheftet, in Gedanken bei Yamato und dem gerade verlebten Abend. Und dann stieg auf einmal ein Geruch in ihre Nase, der ihr nur zu bekannt vorkam. Es war der Geruch von Yamato, der durch die Jacke wohl an ihr heften geblieben war. Er war nicht stark, aber er war da. Sofort kauerte sie sich mehr zusammen, schloss die Augen und lächelte leicht. "Yamato..", murmelte sie leise in die Dunkelheit und dann ergriff der Schlaf sie auch schon und zog sie in seinen Bann.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: You were always there beside me ~ Sorato   Fr Apr 20, 2018 4:32 pm

Juni
Auf den Straßen Tokyos
Sora & Yamato

Tatsächlich war Yamato aufrichtig überrascht, dass Sora der Meinung war, er habe sich um andere gesorgt. Natürlich war das der Fall gewesen, aber Yamato war sich auch bewusst, dass das hinter seiner schroffen, distanzierten Art nicht für jeden erkennbar war. Früher hatte er geglaubt, dass lediglich sein Wappen darüber Aufschluss gegeben hatte, dass ihm andere wichtig waren. Dass es ausgerechnet Sora, die er in der Hinsicht immer bewundert hatte, aufgefallen war, war beruhigend. Dennoch brachte es ihn auch prompt in Verlegenheit. „Ich… gebe mir zumindest Mühe“, murmelte Yamato ausweichend. Sie wussten wohl beide, dass Sora darin wesentlich besser war als er selbst. Aber auch Sora hatte ein anderes Selbstbild von sich, wie Yamato wieder einmal dämmerte. Ihm war klar gewesen, dass sie ebenfalls nicht ganz davon überzeugt war. Immerhin teilten sie die gleiche unschöne Erinnerung an dunkle Höhlen, die sie selbst heraufbeschworen hatten. Wahrscheinlich war es deswegen auch so leicht mit ihr umzugehen.
„Du warst nicht anstrengend“, entgegnete Yamato. Wobei sie da vermutlich auch die Ausnahme bildete. Abgesehen von Hikari fiel ihm niemand anders ein, der nicht auch anstrengend gewesen war. Allen vorweg Taichi und er selbst. Zum Glück lag diese Phase weit hinter ihnen.
Und dass sie langsam erwachsen wurden, zeigte sich wohl auch darin, dass sie beiden nun gerade Hand in Hand über die dunklen Straßen gingen. Früher hätte der Musiker das komisch gefunden. Heute fühlte es sich richtig an. Jedenfalls wenn er nicht zu lange darüber nachdachte, dass er wirklich im Begriff war Sora zu daten. Denn das war einfach etwas, was er nie erwartet hätte. Dabei freute er sich nun sogar darauf.
Yamato horchte auf und sah zur Seite. „Du meinst die Konzerte?“, wollte Yamato verlegen wissen. „Oder… was darum herum passiert?“ Denn natürlich waren die Konzerte nur das Sahnehäubchen. Sie probten viel und dann gab es noch die Phasen, in denen er Liedzeilen und Melodien ausprobierte. „Ich glaub, ich bin nicht sonderlich spannend wenn ich an meiner Musik sitze“, gab er zu. Zumindest hatte Sora seine tristen Gedanken übe Gabumon mit der Frage verbannt.
Das war insofern gut, weil sich das Treffen dem Ende neigte. Dabei war es so viel länger gegangen, als Yamato erwartet hätte. Und nun fiel ihm der Abschied schwer, was lächerlich war. Sie sahen sich doch in der Schule schon wieder. Dann aber wäre Taichi sicher dabei.
„Alles klar. Dann hole ich dich um 15:45 Uhr ab?“, schlug Yamato vor und wurde dann direkt nochmal rot. Eigentlich machte man das bei einer Verabredung doch so, oder? Aber dann würde er dort klingeln müssen und er hatte noch nie bei Sora geklingelt. Dann würde sicherlich ihre Mutter die Tür öffnen oder zumindest mitbekommen, dass er Sora abholte. „Oder… nicht?“, wurde er nun unsicherer. „Wir können uns auch an der Haltestelle treffen, wenn dir das lieber ist… ich dachte nur…“ Und schon begannen weitere Schwierigkeiten die solche Verabredungen mit sich brachten.
Schweigend, dafür aber mit einem Lächeln nahm Yamato die Jacke entgegen, die Sora ihm zurückgab. "Danke dir“, entgegnete er. Immerhin hatte sie sich sein Konzert angehört. „Ist ja nicht weit“, winkte er dann jedoch ab, als sich Sora darum sorgte, dass er auf dem Weg in das andere Haus abhandenkommen könnte. Dabei hatte er schon wesentlich gefährlichere Wege alleine zurückgelegt. Dennoch konnte er nicht anders, als die Tatsache süß zu finden, dass sie sich sorgte.
Unsicher warf er Sora einen letzten Blick, gepaart mit einem Lächeln zu. „Dann… gute Nacht“, murmelte er und hob die Hand zum Abschiedsgruß, bevor er sich auf machte, um in den nächsten Wohnkomplex zu gelangen. Weit war es wirklich nicht und deswegen brauchte Yamato auch nicht lange, um vor seiner eigenen Haustür zu stehen.
Erst dort fiel ihm auf, dass er gar nicht zurück erwidert hatte, dass er sich ebenfalls freute. Also zückte er schnell sein Handy, während er seine Schuhe im Wohnungsflur abstreifte. ‚Ich freu mich auch auf Samstag‘ Gut, vielleicht hätte er sich das auch sparen können. Aber es kam ihm wesentlich netter so vor. Und er freute sich ja auch wirklich. Allein der Gedanke daran ließ ihn grinsen.
Das Grinsen verging dem Blonden jedoch, als er an der Küche vorbei ging und einen Blick auf die Spüle warf. Prompt hielt er genervt inne, als er den schmutzigen Teller und eine leere Packung eines Aufwärmgerichtes fand. Wenigstens bedeutete das, dass sein Dad schon Zuhause war. So schnell verfolg also die Spannung des Abends, in dem er nicht nur Erfolg mit der Band, sondern auch bei einem Mädchen gehabt hatte. Jetzt hatte ihn sein Alltag also auch wieder. Seufzend begab sich Yamato trotz später Uhrzeit an den Abwasch.

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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: You were always there beside me ~ Sorato   So Apr 22, 2018 8:18 pm

Juni
Samstag, 15:40
Wohnung der Takenouchis & die Straßen Tokyos
Sora & Yamato

Die kommenden Schultage waren wie jede anderen auch. Sora und Yamato verhielten einander wie immer, sodass niemand erahnen konnte, was beim letzten Konzert von Knife of Day alles passiert war. Nur gelegentlich warf Sora dem Blondschopf heimliche Blicke zu, ließ sich dabei aber von niemandem erwischen. Und mit jedem Blick merkte sie, dass sie ihn immer mehr vermisste. Der Samstag schien in so unendlicher Ferne zu liegen, dass ihr jeder Tag wie eine unendliche Qual vor kam.
Vor niemandem zeigte sie aber dieses unbändige Verlangen nach dem jungen Mann, sondern überspielte die Sehnsucht, die sich aufgebaut hatte.

Und dann kam Freitagabend. Ihre Hausaufgaben für die kommende Woche hatte sie bereits erledigt, genauso waren alle Aufgaben im Haushalt erledigt. Und nun saß sie da. Auf ihrem Bett, den Blick aus der Balkonfenstertüre gen Himmel gerichtet. Die Sterne funkelten bereits am Nachthimmel und doch zeigte sich noch kein Anzeichen von Müdigkeit bei der jungen Frau, im Gegenteil. Ein ganz anderes Gefühl beherrschte gerade ihren Körper - Nervosität. In weniger als vierundzwanzig Stunden würde sie endlich wieder allein mit dem Bassisten sein. Ihr Blick ruhte auf dem hellen Mond, der in ihr Zimmer schien und dieses sanft beleuchtete, doch ihr Herz begann von Minute zu Minute schneller zu schlagen. Immer wieder tauchte sein Gesicht vor ihr auf mit diesen tiefblauen Augen, die zum abtauchen einluden.
Die Stunden schritten immer weiter voran und Sora konnte vor Aufregung gar nicht einschlafen, so war es, dass sie lange den Mond und die Sterne beobachtete und sich im Bett hin und her wälzte, bis sie irgendwann vor Erschöpfung doch nach gab und sich dem Schlaf hingab.
Und dann war er da, der Tag auf den sie so sehnlichst gewartet hatte. Bis Viertel vor Vier war es aber noch lange hin und so beschloss Sora, sich ein ausgiebiges Frühstück zu gönnen und später ein angenehmes Bad zu nehmen. Und eh sie sich versehen konnte, war es auch schon soweit, sich fertig zu machen. Sie legte etwas Schminke auf, jedoch nicht zu viel, das mochte sie nicht. Danach legte sie ihren Yukata an, ein Farbverlauf von blassem rosa zu einem tiefen rot, bestückt mit Blumen- und Kirschblütenmotiven in rosarot und apricot, darauf ein zart rosaner Obi mit einem gelben Band. Wie lang hatte sie diesen Yukata schon nicht mehr an gehabt? Sie konnte sich nicht daran erinnern, aber nach wie vor passte er hervorragend. Ihr Haar band sie zurück und schmückte dieses mit einer kleinen, unauffälligen aber passenden Spange. Ihr Blick glitt in den Spiegel und blieb auf ihrem Erscheinungsbild haften. Ob sie Yamato gefallen würde? Was er wohl tragen würde? Ihre Wangen färbten sich ein klein wenig rosa bei den Gedanken an Yamato. Ihre Mutter zupfte an Soras Obi herum, um die Schleife fertig zu ziehen. Soras Griff um den kleinen Beutel mit ihren Wertsachen festigte sich. Die Aufregung stieg immer weiter in ihr an. Wie spät war es eigentlich? Ihr Blick glitt zur Uhr, die bereits zwanzig vor vier anzeigte. "Ich muss gehen, sonst verpasse ich meinen Bus.", sagte Sora schließlich und warf ihren Blick über ihre Schulter zu ihrer Mutter. "Ich bin jetzt auch fertig.", entgegnete diese und musterte ihre Tochter zufrieden. "Viel Spaß mit Deinen Freunden, mein Schatz.", fügte ihre Mutter noch hinzu und gab ihr einen Kuss auf die Wange. "Danke.", sagte Sora kleinlaut und erwiderte die warme Geste, ehe sie sich dann auf den Weg machte und die Wohnung verließ. Es war ihr nicht so wohl dabei, ihre Mutter zu belügen, doch hatten die zwei jungen Leute sich ein Versprechen gegeben und dieses wollte sie unbedingt einhalten.
So schnell sie in ihren Geta laufen konnte, machte sie sich auf den Weg zur Bushaltestelle. Viertel vor Vier hatten sich die beiden dort verabredet und sie konnte es nicht abwarten, Yamato endlich wieder zu sehen.
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