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» Friendship then as now ~ Tomiko & Kenshin
von Tomiko Nakamura Do Feb 15, 2018 9:27 pm


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 Friendship then as now ~ Tomiko & Kenshin

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Tomiko Nakamura

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BeitragThema: Friendship then as now ~ Tomiko & Kenshin   Mi Jan 31, 2018 9:19 pm

Irgendwann in den Sommerferien



Es war nun der dritte Tag den Tomiko wieder in Tokio in ihrem alten Haus wohnte. Noch immer fühlte es sich so surreal an, zumal die Blondine nie damit gerechnet hätte ihre Eltern so schnell überredet zu bekommen. Natürlich war hier in Tokio einfach der Unterricht an den Schulen strukturierter, das wusste sie, da sie es ja selbst vergleichen konnte, aber das es Grund genug war wieder umzuziehen war auch für Miko eine Überraschung gewesen. Umso schöner war es dann also, als ihre Eltern ihr das offenbart hatten.
Auch die Albträume, die sie damals gehabt hatte, als sie noch hier gewohnt hatte, waren nicht wieder gekommen. Sie waren schließlich nur wegen der Ereignisse von vor sieben Jahren weggezogen, als sie von Monstern entführt worden waren. Jetzt jedoch wusste Tomiko worum es sich gehandelt hatte. Mit einem Mal hatte alles irgendwie mehr oder weniger Sinn ergeben und die Angst war einfach verschwunden. Dafür aber hatte sie nun neue Fragen, die ihr auf der Seele brannten.
Mit dem Kopf halb in einem Karton verharrte die Schülerin an Ort und Stelle, als sie das Zupfen an ihrem luftigen Sommerkleid fühlte. Die zarte Stimme war immer noch ungewohnt und dennoch erfüllte es sie mit Glück, als sie diese vernahm: „Was machst du denn da Miko?“.
Das Grinsen auf dem Gesicht der Blondine wurde größer, als sie aus dem Karton kam und ein kleines Buch in der Hand hielt. Sie zeigte es dem hasenähnlichen Wesen, welches ein Digimon war und beobachtete es. Verwirrt streckte es seine Hand danach aus und nahm das kleine Buch mit dem gelben Umschlag in die Hand. Seine Augen wurden groß, als es fragte: „Was ist das?“.
„Das mein liebes Lunamon ist mein Tagebuch“, sagte sie zu dem Digimon.
Digimon? Ja, richtig. Dieses Wesen war ein digitales Monster, welches sich in den Garten der Blondine verirrt hatte oder viel mehr gewartet hatte. Scheinbar war Miko dazu bestimmt worden ein Digimon an ihrer Seite zu haben, auch wenn sie nicht ganz genau wusste wieso. Noch dazu hatte sie in einem Karton ein kleines Gerät gefunden das einem Spielzeug aus ihrer Kindheit ähnelte. Irgendwie schien das alles ein komischer Zufall zu sein, auch weil sie niemals gedacht hätte je wieder so ein Monster zu Gesicht zu bekommen. Lunamon dagegen wirkte jedoch harmlos im Vergleich zu den Geistern von damals, die sie gefangen genommen hatten. Ihr Digimon war klein, verschmust und süß. Niemals würde dies jemals irgendwem etwas antun können, so viel war sicher.
„Was ist ein Tagebuch?“, der Kopf des kleinen Digimon neigte sich zur Seite.
Ein Lachen seitens der Blondine erhellte den Raum: „Das ist ein Buch in das man all seine Gedanken und Gefühle reinschreiben kann oder eben das, was man an einem bestimmten Tag erlebt hat“.
„Und was hast du da reingeschrieben?“.
Tomiko nahm ihr Tagebuch zurück und lächelte, als sie an die Zeiten dachte in denen sie da rein geschrieben hatte: „Dort steht alles drin was ich zusammen mit meinem alten Freund Kenshin erlebt habe“.
„Das klingt schön“, Lunamon kuschelte sich an sie.
„Das ist es auch, sehr sogar. Ich glaube ich werde ihn nun mal besuchen gehen“, gab Tomiko ein und erhob sich vom Boden.
„Oh ja besuchen! Ich will mitkommen!“.
Mit einem strengen Blick schaute die Schülerin ihr Digimon an: „Das geht nicht“.
„Aber, aber wieso?“, gab es traurig ein.
„Na weil Kenshin vielleicht nicht weiß was du bist und ich möchte erst mal selbst schauen ob er da noch wohnt, wo er damals gewohnt hat. Du bleibst bitte so lange in meinem Zimmer und machst keinen Unsinn. Da liegen immer noch deine Stifte und deine Blätter und sobald Sura kommt, tust du bitte wieder so, als seist du ein Kuscheltier, okay?“.
„Alles klaro wundebaro“, sagte das Digimon und begab sich wieder zu seinen Stiften und Papieren.
Lächelnd schüttelte Miko den Kopf und zog sich eine Strickjacke über. Dieses kleine Ding war wirklich zuckersüß. Mit einem Blick auf ihre Armbanduhr, die sie nur widerwillig um hatte, stellte Miko fest das es gegen fünf Uhr am Nachmittag war. Ihre Eltern würden erst in zwei Stunden frühstens daheim sein. Wenn sie Sura dem Hausmädchen also sagen würde, das sie noch eine Runde spazieren würde, dürfte das kein Problem sein. Sura war eh dafür, dass Tomiko wieder neue Freunde fand. Sie sollte eben zu dieser Uhrzeit nur eine Jacke mitnehmen, obwohl es mega warm war, aber das war der älteren Dame egal. Sie glaubte selbst das Miko sich bei dreißig Grad im Schatten eine Erkältung zuziehen könnte. Sie machte sich halt Sorgen, was ja auch irgendwie süß war, weshalb die Blondine sich nie beschwerte.
Als Tomiko unten war, zog sie ihre weißen Ballerina an und nahm sich ihre Umhängetasche, ehe sie in die Küche ging um Sura Bescheid zu geben. Diese freute sich natürlich über die Pläne der Schülerin und wünschte ihr viel Spaß. Den werde ich hoffentlich haben, dachte Miko sich und verschwand aus dem protzigen Elternhaus, welches sie so sehr vermisst hatte. Das es so riesig und luxuriös war war nicht der Grund wieso sie es vermisst hatte. Viel mehr war es einfach die Vergangenheit, die an diesem Klotz hing und die Miko so viel bedeutete. Sie hatte hier ihre besten und schönsten Erinnerungen sammeln können und war nun einfach mega glücklich dort weiter machen zu können, wo es damals so abrupt geendet hatte.
Schnellen Schrittes schlenderte die Blondine durch die Straßen und erkannte jedes kleine Detail wieder. Es war, als wäre die Zeit stehen geblieben. Nichts hatte sich verändert. Noch immer waren hier und da diese vertrauten Bäume, die Bushaltestellen, einige Blumenbeete und alles war ordentlich wie damals schon. Fast hatte Tomiko wieder das Gefühl elf Jahre zu sein und wie jeden Tag einfach Kenshin besuchen zu wollen. Als sie jedoch in seine gewohnte Straße bog, bildete sich ein Kloß im Hals der schüchternen Schülerin. Was wäre denn, wenn er nicht mehr hier wohnte? Vielleicht wusste er aber auch nicht mehr wer sie war. Immerhin war er drei Jahre jünger als sie. Es könnte ja sein das sie gar nicht so relevant für ihn gewesen war wie andersrum eben der Fall gewesen war.
Sie hatte es damals geliebt einfach jeden Tag und jede freie Minute mit dem Brünetten zu verbringen. Er hatte sie stets mit seiner Art zum Lachen gebracht. Noch dazu hatte seine Liebe zu den Tieren einfach eine Art Faszination in ihr freigesetzt. Miko hatte den kleinen Jungen auf eine Art und Weise geliebt, vielleicht wie einen Bruder den sie nie hatte, sich aber immer gewünscht hatte. Vielleicht aber auch anders. Darüber hatte sie sich jedoch nie wirklich Gedanken machen können, einfach weil sie damals elf Jahre alt gewesen war und es nicht in ihrem Interesse gewesen war über solche Gefühle zu schreiben. Und dennoch hatte sie jedes mal, wenn sie über Kenshin in ihrem Tagebuch geschrieben hatte, ein kleines Herz dahinter gemalt. Das war ihr letztens, als sie die Kartons gepackt und das Buch entdeckt hatte, aufgefallen.
Langsam schüttelte Miko den Gedanken ab, als sie vor dem Haus stand und durchatmete. Sie machte sich auf jegliche Wendungen gefasst. Ihr Blick glitt zu der Klingel, als sie den Namen las und ihr ein Stein vom Herzen fiel. Es stand nach wie vor Kobayashi drauf, was schon mal ein gutes Zeichen war. Fehlte nur noch der nötige Mut zu klingeln.
Ach stell dich nicht so an Miko, ihr wart mal die besten Freunde. Mit Sicherheit wird er dich nicht einfach abweisen, dachte sie sich und klingelte mit zitternder Hand, noch bevor sie wirklich bereit war. Für einen kurzen Moment wollte die Blondine sich umdrehen und so schnell es ging weglaufen, doch es war zu spät. Ihr Herz machte einen riesen Satz, als dir Tür sich öffnete und sie ein Stück nach oben schauen musste. Noch immer waren es diese vertrauten dunkelblauen Augen, die sie ansahen und dennoch war es irgendwie nicht der Kenshin, den sie kannte. Er war so riesig geworden und nicht mehr der kleine süße Kerl von damals. Aus ihm war ein richtiger junger Mann herangewachsen und dazu noch ein verdammt gutaussehender, wie sie es beurteilen konnte, auch wenn Miko keine Ahnung von Jungs hatte. Sie hatte sich noch nie für welche interessiert, aber dieser war die Ausnahme. Es war ihr damals bester Freund und irgendwie war er es immer noch, das konnte sie spüren.
Am liebsten wäre sie ihm mit Tränen in den Augen um den Hals gefallen, einfach weil sie ihn so vermisst hatte, entschied sich jedoch dagegen und versuchte es auf die klassische Variante, die ihre Mutter ihr immer eintrichterte: „Hallo Kenshin, ich bins Tomiko. Ich bin mit meiner Familie zurück in Tokio und dachte ich melde mich einfach mal“.
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Kenshin Kobayashi

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BeitragThema: Re: Friendship then as now ~ Tomiko & Kenshin   Mi Feb 14, 2018 10:29 pm

Irgendwann in den Sommerferien



„Hat jemand meine schwarzen Highheels gesehen? Die mit dem Keilabsatz?“, fragte Frau Kobayashi, während sie hastig an der Küche vorbeilief. Kenshin, welcher am Küchentisch saß und gerade ein Glas frisch gepressten Orangensaft an seinen Mund führen wollte, hielt in seiner Bewegung inne und überlegte kurz.
„Hast du schon in deinem Schuhschrank geschaut?“, rief er seiner Mutter zu, welche sofort in der Tür erschien.
„Schätzchen, meinst du, ich würde sie suchen, wenn sie dort drinstehen würden.“ Bevor Kenshin reagieren konnte, war sie schon wieder aus der Tür verschwunden.
„Hab sie gefunden“, hörte er die Stimme seines Vaters von oben herunter rufen und schon war seine Mutter wieder in seinem Blickfeld erschienen.
„Wunderbar, wo waren sie?“, wollte die Brünette von ihrem Mann wissen, während sie Kenshin einen Blick zuwarf, der wohl so viel wie 'habe ich dir doch gesagt' heißen sollte und drehte sich dann in die Richtung, in der sich die Treppe in das obere Geschoss befand. Der Brünette hörte seinen Vater die Treppe runterkommen und seine Mutter begann zu strahlen und klatschte begeistert in die Hände. „Du bist mein Held!“
Schmunzelnd schüttelte Kenshin seinen Kopf.
„In deinem Schuhschrank.“ Kenshins Vater drückte ihr die Schuhe in die Hand. „Können wir dann jetzt?“
"Tja, dann habe ich wohl nicht richtig geguckt", meinte sie Schulterzuckend und drehte sich in die Richtung ihres Sohnes. „Nächstes Mal höre ich dann wohl gleich auf dich.“
Dass sie das die letzten Male auch schon meinte, verkniff sich Kenshin lieber. Nicht nur, weil sein Vater hinter ihrem Rücken stand und mit einem bittenden Gesichtsausdruck seinen Zeigefinger auf seinen Mund legte, sondern, weil er genau wusste, wie seine Mutter reagierte, wenn man ihr sagte, dass sie Unrecht hatte. War ja schon ein Fortschritt, dass sie es selbst eingesehen hatte. Daher schenkte er ihr nur ein Lächeln.

„Was hast du heute vor?“, fragte nun sein Vater, welcher am Türrahmen gelehnt stand, während seine Mutter in die Schuhe schlüpfte und sich dann wahrscheinlich vor dem Spiegel im Flur musterte.
„Weiß ich noch nicht“, meinte er wahrheitsgemäß und zuckte mit den Schultern. „Vielleicht gehe ich in den Park.“ Definitiv wollte er gemeinsam mit Bearmon rausgehen, das Wetter war herrlich und es wäre eine Schande, den Tag im Haus zu verbringen.
„Na dann viel Spaß“, wünschte der ältere Kobayashi ihm und hob die Hand zum Abschied.
„Ach, aus der Dose auf dem Küchentisch kannst du dir gerne Geld nehmen, falls du dann doch mal mit der Niedlichen vom letzten Mal ein Eis essen gehen willst!" Seine Mutter steckte ein letztes Mal den Kopf durch die Küchentür und sah Kenshin mit leuchtenden Augen voller Erwartungen an.
„Er hat dir doch gesagt, dass sie nur gelernt haben“, schaltete sich sein Vater ein. „Jetzt komm endlich, sonst kommen wir noch zu spät!“
„Ist ja gut“, murmelte sie nur. „Dann bis später!“ Sie warf Kenshin noch zwei Luftküsse zu uns verschwand dann aus seinem Sichtfeld.
„Viel Spaß euch beiden!“, rief er noch und als er die Tür zufallen hörte, stieß Kenshin einen langen und lauten Seufzer aus und ließ sich tiefer in den Stuhl sinken. Er liebte seine Mutter, aber sie war eben ziemlich anstrengend. Vor allem, wenn es um Mädchen ging. Wenn er irgendwann eine Freundin haben sollte, hätte er es definitiv nicht einfach...

Endlich führte er das Glas an seine Lippen und leerte dieses genüsslich. Nichts war besser als ein kühler, frischgepresster Orangensaft. Er stellte das leere Gefäß auf die Spüle und sah in den Schrank, aus dem er eine Packung Müsli holte. Der Brünette bereitete eine große Schale mit dem Müsli und kalter Milch aus dem Kühlschrank zu und stellte diese mit einem Löffel auf den Tisch, an dem er eben noch gesessen hatte. Dann ging Kenshin zur Treppe. „Bearmon, du kannst runterkommen!“
Sofort hörte er, wie seine Zimmer Tür geöffnet wurde und die darauffolgenden tapsigen Schritte. Dann schon sah er das kleine Bärenartige Wesen die Treppen runterkommen. Es versuchte sich zu beeilen, war jedoch ziemlich vorsichtig. Der Brünette war sich ziemlich sicher, dass es nicht gerade einfach war, mit solch kurzen Beinen eine Treppe nehmen zu müssen. Mit der einen Hand hielt es seine lilafarbene Basecap fest und mit der anderen stützte es sich an der Wann ab.
„Ich freue mich so!“, trällerte das Digimon als es mit leuchtenden Augen vor Kenshin stand. „Was machen wir denn heute?“
„Erstmal musst du etwas essen“, meinte Kenshin schmunzelnd und ging zur Küche. „Komm, ich habe dir dein Lieblingsmüsli gemacht.“
Das Strahlen im Gesicht des kleinen Bären wurde noch intensiver. „Au ja!“, rief es begeistert und eilte dem Jungen in die Küche hinterher. Es erblickte die Schale auf dem Tisch und setzte sich gleich auf den Stuhl davor. Genau in diesem Moment war ein lautes Magenknurren zu hören, woraufhin sich die Wangen des Digimon rot verfärbten.
„Das Brauch dir doch nicht peinlich sein“, meinte Kenshin mit einem ehrlichen Lächeln. „Lass es dir schmecken!“ Der Junge setzte sich gegenüber von Bearmon, welches nach der Aufforderung von Kenshin auch gleich seinen Löffel in die Hand nahm und das Müsli in seinen Mund hineinschaufelte. Dabei landete das Müsli auch auf dem Tisch und dem Boden. Amüsiert beobachtete der Junge seinen Freund.
Als es plötzlich klingelte zuckte Kenshin zusammen und auch Bearmon hielt in seiner Bewegung inne. Kurz sahen sie sich an. „Ist sicherlich nur ein Postbote“, überlegte der Brünette. „Pass auf, du bist ganz leise und wenn ich im Flur stehe und 'Müsli' sage, versteckst du dich, klar?“
„Klar“, nickte Bearmon eifrig und nahm die Nahrungszufuhr wieder auf.

Kenshin öffnete die Tür und sah verwundert zu dem Mädchen herab, welches vor ihm stand. Also kein Postbote. Aber er kannte sie auch nicht, zumindest konnte er sie vorerst nicht zuordnen, vielleicht hatte sie sich an der Haustür geirrt. Trotzdem durchfuhr dem Brünetten ein angenehmer Schauer als er sie so vor sich stehen sah.
„Hey“, begrüßte er sie mit einem freundlichen Lächeln. „Kann ich dir helfen?“
Tomiko... Die Gesichtszüge entgleisten ihm. Konnte das denn sein? Er sah das Mädchen mit großen Augen an. Die blonden Haare, diese warmen braunen Augen... Es war tatsächlich Tomiko. Dies erklärte dann auch dieses Gefühl, dass er zuvor verspürt hatte.
„Miko“, wiederholte er leise. Gleich darauf legte sich ein roter Schimmer auf seine Wangen. Wie hatte er sie nicht erkennen können? „Wow, das ist eine große Überraschung“, meinte er und sah sie noch immer ungläubig an. Dann schüttelte er seinen Kopf kaum merklich, sie musste ihn ganz sicher für einen Idioten halten. Er schenkte ihr ein Lächeln. „Es ist schön, dich zu sehen“, meinte er ehrlich und ging einen Schritt auf sie zu, um sie zur Begrüßung zu umarmen, wobei er feststellte, dass sie sogar noch so roch wie damals. „Willst du vielleicht reinkommen?“, fragte er woraufhin ihm aber einfiel, dass in der Küche ein kleines pelziges Wesen saß, welches sie sicherlich überraschen würde. „Oder sollen wir spazieren gehen?“, Setzte er hastig hinterher. Dann erst kam ihm in den Sinn, dass sie vielleicht nur kurz vorbeikam um Hallo zu sagen, rein aus Höflichkeit, schließlich haben ihre Eltern sie schon früh dazu erzogen. „Also ich meine, wenn du nichts Anderes vorhast. Nach so einem Umzug ist man sicherlich erschöpft.“
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Tomiko Nakamura

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BeitragThema: Re: Friendship then as now ~ Tomiko & Kenshin   Do Feb 15, 2018 9:27 pm

Irgendwann in den Sommerferien
Haus der Familie Kobayashi


Mit jeder Sekunde die Tomiko vor der Haustür der Kobayashis verbrachte wuchs ihre innere Anspannung immer und immer mehr an. Natürlich, sie kannte Kenshin doch schon von klein auf und schon damals waren sie die besten Freunde gewesen, dennoch hatte sie so ein beklemmendes Gefühl. Das dieser heranwachsende Mann, der scheinbar ihr Freund aus alten Zeiten war, sie nicht erkannte, bestätigte sie in ihrer geklemmten Art. Hätte sie gekonnt, dann wäre sie direkt davon gelaufen, nur um sich nicht damit auseinander setzen zu müssen.
Noch nie waren ihre Wangen so tiefrot angelaufen wie scheinbar jetzt. Miko konnte das Glühen in ihnen klar und deutlich spüren, wobei es vielmehr schon ein brennen war. Unwohl war schon kein Ausdruck mehr für die Sekunden, die ins Land strichen während Kenshin nichts sagte. Die ersten Worte dagegen trafen sie noch mehr, als er wirklich absolut keine Ahnung hatte wer sie war. Hatte sie sich denn wirklich so stark verändert oder war es ihr bester Freund, der sich in all den Jahren so geändert hatte?
Als er sie schließlich verwirrt ansah und sie nun endlich einordnen und begrüßen konnte, wurde es nicht besser, im Gegenteil. War es denn überhaupt eine gute Idee hier her zu kommen?, dachte die Blondine sich, als sie verlegen den Blick auf den Boden senkte. So viele Gedanken die in ihrem Kopf herum schwirrten und alle handelten von dem Gedanken ob es denn nun richtig war hier her zu kommen und Kenshin in seinem Leben zu stören. Wen anderes kannte Miko allerdings nicht und dabei sehnte sie sich so sehr nach etwas Gesellschaft. Es waren Sommerferien und es gab nichts was sie tun könnte, mal abgesehen vom Tennis spielen, Geige spielen oder ihrem Garten. Vielleicht könnte sie auch mit Lunamon einiges erleben, aber dennoch würde etwas fehlen und das waren Freunde. In Kyoto hatte sie jede Menge zurück gelassen und das alles für ihre Heimat, eine gute Zukunft und auch ein wenig weil sie Kenshin mehr vermisst hatte, als sie ihre jetzigen Freunde vielleicht vermissen würde. Immerhin hatte dieser Junge sie ihre gesamte Kindheit begleitet, auch wenn er jünger war als sie. Sie waren unzertrennlich gewesen, zumindest hatte sie es immer als solches empfunden.
Ein zartes Lächeln huschte auf das Gesicht der verunsicherten Teenagerin, als sie aufsah und versuchte die passenden Worte zu finden: „Ich war doch schon immer gut für Überraschungen. Wenn es dir nicht passt, dann kann ich auch gerne wieder gehen. Ich war nur gerade in der Nähe und dachte ich schaue einfach mal, ob du hier noch wohnst“. Eine glatte Lüge und wenn Shin sie immer noch so gut kannte wie damals, und daran zweifelte sie eigentlich nicht, da sie jeden Tag zusammen verbracht hatten, dann würde er direkt wissen das sie gelogen hatte. Sie war immerhin seinetwegen los gegangen, weil sie den Drang gehabt hatte ihn zu sehen und in ihre Arme zu schließen. Sie wollte endlich wieder dieses heimatliche Gefühl, welches damals schon immer durch ihre Brust geflossen war.
Doch statt dieses Gefühles bekam sie immer mehr Angst und hob deshalb schützend die Arme vor ihren Körper. Das er sich über ihren Besuch freute bekam sie daher nicht ganz mit und legte den Kopf schief, als dies bei ihr ankam. Wieder diese zarte Röte, die in ihre Wangen stieg, als sie ihren Freund beobachtete. Ob dies wirklich so gemeint war?
Im gleichen Atemzug bot er ihr an rein zu kommen oder mit ihm zu spazieren? Miko war total überfordert. Mit so viel Initiative seinerseits hatte sie nicht gerechnet. Ehrlich gesagt hatte sie mit gar nichts gerechnet. Irgendwie war ihr nämlich gar nicht in den Sinn gekommen darüber nach zu denken, was sie eigentlich wollte. Ja, sie hatte schauen wollen ob Kenshin hier immer noch lebte, aber was dann? Hatte sie mit ihm reden wollen? Eigentlich schon. Wusste sie worüber? Kein bisschen. Und nun stand sie hier, wie ihre Mutter es ihr immer geprädigt hatte, wenn sie ein Referat nicht vorbereiten würde, und hatte von nichts eine Ahnung.
Einmal, zweimal, dreimal atmete Tomiko daher durch und versuchte ihre Gedanken zu ordnen, ehe sie bemerkte wie schlecht sie in diesem Moment war. Dabei hatte sie schon so oft darüber nachgedacht was sie tun würde, wenn sie Kenshin endlich wieder sehen würde. Jedes Mal war sie ihm um den Hals gefallen, also wieso jetzt nicht? Sie stand hier und tat so als wäre der Junge ihr gegenüber ein Fremder. Eine Art Barriere bereitete sich zwischen den Beiden unbemerkt aus und Tomiko wurde nicht wohler bei der Sache. In ihren Gedanken war einfach alles perfekt gewesen, so wie es sein sollte und nun war es einfach das Gegenteil.
Der Druck, welchen sich die Brünette wie immer selbst aufbaute, stieg immer mehr an und übermannte Miko, weshalb daher eine kleine Träne über ihre Wange lief. Das es gemischt mit der Freude war, weil sie Shin nun wieder hatte, das beachtete sie gerade eher weniger. Wichtiger war es endlich über ihren Schatten zu springen und genau das tat sie.
Bevor sie sich weiter vor dem Jungen blamierte, der ihr so wichtig war, fiel sie ihm einfach um den Hals und klammerte sich an seine (für sie riesige) Gestalt, ehe die Tränen immer mehr wurden. Ein leises Schluchzen war zu hören, als sie ihre Finger in sein Shirt grub und dann über alles hinweg nuschelte: „Ich habe dich so sehr vermisst, weißt du das eigentlich?“.
Auch wenn dies weniger vernünftig wirkte und auch gar nicht durchdacht war, Miko genoss den Moment, einfach weil sie ihren besten Freund irgendwie wieder hatte und ihren Gefühlen einfach mal Platz machen konnte, die sie immer mit sich herum schleppen musste. Es war befreiend und so schön, etwas das sie schon lange nicht mehr hatte.
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