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 endless sincere love ~ Mimi & Sora

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AutorNachricht
Mimi Tachikawa

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BeitragThema: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Do Feb 01, 2018 5:39 pm

Irgendwann Ende August
Wohnung von Familie Takenouchi
Mimi & Sora


Dies war mit Abstand der schlimmste Tag.
Ihre rehbraunen Augen waren von einem Schleier der Tränen verdeckt und dennoch konnte sie das gewohnte Blond erkennen, durch das sie immer mit ihren Fingern gefahren war. Diese Gestalt, die sie nun so sehr vermissen würde, auch jetzt schon, würde nun einfach aus ihrem Leben verschwinden und sie hier alleine lassen. Nichts hatte er da gelassen, nicht einmal ein Foto von sich oder ein T-Shirt an das sie sich in den nächsten Nächten klammern konnte. Er hatte sie nun einfach allein gelassen, mit all den Gefühlen die er in ihr geweckt hatte.
Vorsichtig setzte Mimi sich auf die Bank hinter sich, auf der sie zuvor noch mit Nobu gesessen hatte. Es war ihr schwer gefallen sich von ihm zu verabschieden, auch wenn es das einzig Richtige war. Er hatte eine wahnsinnige Chance bekommen, die er nicht sausen lassen konnte. Irgendwie hatte sie ihn sogar etwas gedrängt sie an zu nehmen, da er sich ihretwegen noch Sorgen gemacht hatte, aber was wäre Mimi für ein Mensch gewesen wenn sie ihm diese Chance vermasselt hätte?
Dennoch meinte es das Schicksal nicht gut mit ihr. Sie war gerade mal ein paar Monate aus den USA wieder in Tokio. Irgendwie vermisste sie nun ihre zweite Heimat. Das Nobu nun dort gelandet war machte es nicht besser. Zum ersten Mal nach Michael war es Mimi immerhin gelungen sich auf einen Jungen einzulassen und nun war er einfach fort.
Die Brünette legte ihr Gesicht in ihre Hände und versuchte durch zu atmen. Er hatte es ihr vor ein paar Wochen gesagt, gerade als sie ihm alle Geheimnisse offenbart hatte. Sie hatte ihm von der Digiwelt erzählt, von Palmon und all den Abenteuern. Sie hatte ihm ihr Herz ausgeschüttet und geschenkt und nun war er einfach fort. Das Loch in ihrer Brust schmerzte immer noch, dabei war der Blondschopf nicht einmal wirklich weg. Das Flugzeug stand immer noch auf der Landebahn und immer noch hatte die Brünette Zeit genug um ihn zu hindern, aber wofür? Er würde sie doch nur danach hassen. Außerdem brachte es einfach nichts sich an etwas zu klammern, das es nicht mehr gab. Mimi hatte versucht sich damit abzufinden und wie es aussah war es das Beste für alle, vor allem für sie.
Dennoch konnte sie sich nicht ansehen, wie er wirklich das Land verließ, weshalb sie sich ihre Handtasche nahm und aus dem Flughafen verschwand. Der nächste Bus würde in ein paar Minuten da sein, Gott sei Dank. Schon vorher hatte sie mit Sora abgemacht, dass sie an diesem Tag zu ihr kommen würde. Sie brauchte ihre beste Freundin mehr denn je. Noch dazu war sie die Einzige, die wusste das Nobu und sie nun getrennt waren. Nicht einmal ihr bester Freund Koushiro hatte eine Ahnung von all dem, aber einfach nur, weil sie die Jungs nicht damit belasten wollte. Es waren Mädchenkram, den sie auch mit einem Mädchen besprechen wollte und wer eignete sich da besser als ihre über alles geliebte Freundin? Außerdem hatten alle anderen eh immer noch mit ihren eigenen Problemen und den in der Digiwelt zu kämpfen.
Langsam kam das Geräusch von quietschenden Reifen an die Ohren der Brünette, als diese dann aufsah und den Bus bemerkte. Vorsichtig stieg sie ein und zeigte dem Fahrer ihre Fahrkarte. Ihre Augen glitten dabei durch die Reihen und erspähten ein paar unangenehme Typen aus ihrem Jahrgang. Um ein Haar hätte Mimi sich daher nach ganz vorne gesetzt, nur um denen aus dem Weg zu gehen, aber wer verdammt war sie denn, dass sie sich von solchen Schmierlappen einengen lassen würde?
Gerade wollte sie einfach an ihnen vorbei gehen, um sich weiter hinten auf einen freien Platz nieder zu lassen, als einer von ihnen an Mimi ihr Kleid griff und bei sich behielt. Sofort lief die Schülerin rot an und drehte sich genervt um: „Behalt deine schmierigen Finger gefälligst bei dir!“.
„Aber aber, warum bist du denn so bissig Mimi? Konnte dein Freund dir nicht alle Wünsche erfüllen? Wenn du mit zu mir kommst, dann kann ich das gerne übernehmen“, sein Grinsen dabei ließ das Blut der Brünette fast gefrieren. Sie hasste solche Anmachen und fand es einfach nur widerwärtig. Selbst wenn er der einzige Typ auf dem ganzen Planeten wäre, sie würde ihn niemals an sich ran lassen. Mimi besaß hohe Ansprüche und das wusste sie. Dieser Kerl dagegen konnte nicht mal den ersten Punkt auf ihrer Liste erfüllen und das waren angemessene Manieren gegenüber einer Frau.
Wutentbrannt ballte die Digiritterin ihre Hände zu Fäuste und starrte ihn fassungslos an: „Wenn du mich nicht gleich los lässt, dann prügel ich dich windelweich und das meine ich ernst!“.
Irgendwas musste in ihrem Blick gelegen haben, denn mit einem Mal ließ er von ihr ab und drehte sich zu seinem Kumpel. Dabei schüttelte er genervt seinen Kopf und murmelte nur ein leises „Frauen, die denken auch sie seien etwas Besseres“.
Sie wollte sich auf diese Stufe nicht herablassen, weshalb Mimi schnell weiter ging und sich in einer Reihe am Fenster nieder lies. Als sie nach draußen sah, konnte sie ein Flugzeug sehen welches gerade abhob. Ob Nobu wohl gerade da drin saß?
Langsam schlichen heiße Tränen ihre Wangen hinab und tropften auf das Kleid der Brünette. Erst jetzt realisierte sie, dass sie vor Wut und Kummer angefangen hatte zu weinen. Kein Wunder das der Kerl sie so seltsam angeschaut hatte. Wer hatte denn schon Lust auf eine Heulsuse? Schnell kramte die Schülerin ein Taschentuch aus ihrer Tasche, da sie diese für solche Fälle eingesteckt hatte. Natürlich hatte sie gewusst, dass sie um die Tränen nicht rum kommen würde. Es war einfach ihre Art damit umzugehen. Sie war eben auch nur ein Mensch und ein sentimentaler noch dazu, auch wenn sie immer auf stark tat. Manchmal gingen aber auch ihre Mauern zugrunde, genau wie in diesem Moment.
Die restliche Fahrt über versuchte Mimi sich abzulenken. Sie zählte Autos in verschiedenen Farben, checkte in einem Handspiegel ihr Make-Up und sah nach ob Sora eine Nachricht geschrieben hatte. Eigentlich hatte sie aber auch auf eine von Nobu gehofft, auch wenn sie wusste das im Flugzeug der Flugmodus drin sein sollte. Sie war es nur nicht gewohnt das er sich nicht meldete. Immer hatte er ihr geschrieben und immer war er für sie da gewesen. Wie sollte sie das also einfach so vergessen und so tun als wäre es nie gewesen? Es ging einfach nicht, dass sie ihn von dem einen auf den anderen Tag aus ihrem Leben streichen konnte. Wie hatte er sich das nur gedacht?
Ihr Blick glitt auf ihr Handy und wieder tropften Tränen runter, die auf das Display kamen und direkt auf Nobu seinem Gesicht landeten: „Ich hasse dich dafür das du mich im Stich gelassen hast Nobu“.
Die Durchsage des Busses kam auf. Sofort packte die Brünette ihre Sachen zusammen und stopfte ihr Handy in ihre Tasche, als sie bemerkte das sie raus musste. Als der Bus hielt, stieg sie aus und sah ihre Mitschüler ein letztes Mal strafend an. Danach befand sie sich in der Wohngegend, in der viele ihrer Freunde wohnten. Ohne auch nur eine Sekunde zu verlieren ging Mimi direkt zu dem Haus in dem ihre Freundin Sora wohnte. Als sie vor der Tür stand, klingelte sie bei Familie Takenouchi und hoffte das die Orangehaarige schnell aufmachen würde.
Als die Tür aufging und sie den Schopf ihrer Freundin erkannte, dauerte es keine Sekunde, bis sie ihre Arme um den Hals ihrer Freundin warf und bitterlich im Hausflur los weinte: „Er ist weg Sora. Er ist einfach weg und hat mich allein gelassen“.
Es hallte im ganzen Treppenhaus. Überall konnte sie ihre Stimme hören, die so gequält und schmerzerfüllt war. Jeder würde sie hören und sich seinen Teil denken, aber das war Mimi egal, denn sie litt. Einmal in ihrem Leben wollte sie einfach mal nicht darauf achten was andere von ihr dachten sondern dem Schmerz seinen Raum lassen. Es galt nur noch zu hoffen das ihre Freundin Sora sie irgendwann im Laufe des Tages beruhigen konnte, denn sonst wusste die Brünette nicht, wie sie weiter machen sollte.


Zuletzt von Mimi Tachikawa am So Feb 04, 2018 2:16 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Do Feb 01, 2018 6:37 pm

Irgendwann Ende August
Wohnung von Familie Takenouchi
Sora (& Mimi)

Heute war der Tag. Der Tag, an dem Sora alles geben musste, um für ihre beste Freundin da zu sein. Nobu hatte ein Stipendium im Ausland erhalten und würde für die nächsten Jahre außerhalb von Japan und somit weit weg von Mimi leben. Zwar gönnte Sora das dem Blondschopf, aber sie wusste ganz genau, wie sehr Mimi darunter leiden würde.
Vor einigen Wochen hatte Mimi ihr davon erzählt, dass Nobu fort gehen würde. Dort hatte sie ihre Freundin schon aufgefangen und versucht, ihr dabei zu helfen einzusehen, dass Nobu das richtige tat.
An dem heutigen Tage war er geflogen ohne Absicht, die nächste Zeit wieder zu kommen. Sora hatte Mimi angeboten, mit zum Flughafen zu kommen, doch wollte sie die letzten Momente mit Nobu scheinbar lieber allein verleben, was Sora verstehen konnte.
So war die junge Frau bei sich zu Hause geblieben und hatte alles für Operation "Mimi aufmuntern" organisiert. Sie hatte Zutaten für Mimis Lieblingsessen eingekauft, gemeinsames Kochen würde die Brünette sicherlich schon mal auf andere Gedanken bringen.
Das Sofa im Wohnzimmer hatte sie ausgezogen und darauf eine ganze Kissenlandschaft sowie viele gemütliche Decken verteilt. Ihre Mutter war für die nächsten Tage extra zu ihrem Vater gegangen, damit die Mädels den Tag für sich hatten. Sora hatte ihr Digimon bei Yamato abgeladen, den sie natürlich über die Lage informiert hatte. Dieser war zwar nicht begeistert, den redseligen Partner von Sora bei sich aufzunehmen, hatte aber letzten Endes doch zugestimmt.
Außerdem hatte Sora reichlich Nagellack und Gesichtsmasken, anderen Beautykram und ein Haufen Zeitschriften hervorgeholt, damit sie sich gut ablenken konnten.
Auf dem Wohnzimmertisch hatte sie ein paar Filme verteilt die wirklich jedes Genre abdeckten. Von Comedy, über Action bis hin zu Horror und Splatter war alles vertreten.
Zufrieden stemmte Sora ihre Hände an die Hüften und betratete ihr Werk. Ja, da konnten sie einen gemütlichen Abend haben, der Mimi hoffentlich gut ablenkte.
Ihr Blick glitt zur Uhr. Halb Zwei. Bald würde Nobu fliegen, Sora hatte also noch etwas Zeit und so begab sich die junge Frau in die Küche und bereitete einen Nachtisch zu, den Mimi auch sehr mochte. Sie stellte diesen nach getaner Arbeit in den Kühlschrank und begann dann, sich fertig zu machen. Sie trug eine Jeans-Hotpants und darauf ein hellgelbes T-Shirt.
Und dann klingelte es auch schon an der Türe. Sora eilte zu dieser hin, öffnete sie und schon stürzte das brünette Mädchen in ihre Arme und fing bitterlich an zu weinen.
Sie schloss die Arme mitfühlend um den leicht zitternden Körper der Anderen und drückte sie an sich. Mit der einen Hand strich sie über Mimis Schopf, an welchen sie sich auch sanft mit ihrer Wange lehnte. Sie ließ sich ihre Freundin ausweinen, bis sie sich ein bisschen beruhigt hatte, erst dann löste sie sich ganz vorsichtig von ihr, um ihr ins Gesicht zu sehen und ihr sanft die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. "Komm erstmal rein.", sagte sie sanft und blickte sie mitfühlend mit einem Lächeln an. Sobald Mimi die Wohnung betreten hatte, schloss Sora die Türe und wand sich ihrer Freundin zu. "Möchtest Du etwas trinken? Einen Tee oder etwas Wasser? Wir haben auch Säfte da... Das wird dir bestimmt gut tun.", schob sie die Frage nach und nahm ihr schon mal die Tasche ab, die sie bei sich trug.


Zuletzt von Sora Takenouchi am So Feb 04, 2018 1:09 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Do Feb 01, 2018 6:59 pm

Irgendwann Ende August
Wohnung von Familie Takenouchi
Mimi & Sora


Es dauerte einige Minuten bis die Brünette wirklich realisiert hatte, was genau sie getan hatte. Ihre Augen brannten leicht vom Weinen und ihr Hals kratzte jetzt schon vom ganzen Schluchzen. Wie sollte sie nur die nächsten Tage dann überleben?
Vorsichtig spürte sie, wie Sora sie ein Stück nach vorne schob und sie mit einem Lächeln ansah. Auch wenn Mimi nicht wusste wieso, aber es half einfach das friedliche Gesicht ihrer besten Freundin zu betrachten. Irgendwie hatte sie etwas Beruhigendes an sich, irgendwas das ihre Tränen stoppte und dafür war sie der Orangehaarigen wirklich dankbar. Kurz danach strichen ihre sanften Finger die heißen Tränen an ihren Wangen weg. Langsam fingen auch die an weh zu tun. Scheinbar hatten die letzten Wochen der Trauer eine gute Grundlage dafür gebildet, dass der Brünette bei jedem kleinen Aussetzer in dieser Richtung schon alles weh tat. Hoffentlich würde dies nicht all zu lange andauern, immerhin hatte die Schülerin keine Lust auf rote Augen, eine heisere Stimme oder aber aufkommende Pickel in ihrem Gesicht. Und all das wäre auch noch seine Schuld, obwohl sie ihm niemals so viel Platz in ihrem Leben einräumen wollte. Zumindest wenn es darum ging ihr Leben zu ruinieren, denn eigentlich würde Mimi ihn sofort wieder nehmen, wenn er gleich vor der Tür stehen würde.
Auf Sora ihre Bitte hin nickte die Brünette und zog sich ihre Schuhe aus, ehe sie eintrat und beobachtete wie ihre Freundin die Tür schloss. Jetzt schon fühlte sie sich wegen dem Aussetzer leicht beschämt und wollte sich gerade entschuldigen, als die Orangehaarige sie nach etwas zu Trinken fragte. Wie schaffte Sora es nur das alles so gelassen zu sehen, wo Mimi doch so ein Theater um etwas machte, das sie schon seit Wochen wusste?
Die Wangen der Digiritterin fingen an zu glühen, was kein gutes Zeichen war. Es brannte leicht und innerlich hoffte Mimi das es gleich vorbei sein würde. Ihren Blick senkte sie auf ihre Finger, an denen sie nervös spielte. Die Tasche, die sie dabei gehabt hatte, hatte Sora ihr schon erfolgreich abgenommen, aber irgendwie musste sie sich doch ablenken können.
Mit zitternder Stimme sagte sie schließlich: „Eine heiße Milch mit Honig wäre nicht schlecht. Ich habe das Gefühl, dass meine Stimme langsam weg geht“.
Jetzt schon hörte die Brünette sich verändert an, was ihre Vermutung bestätigte und sie daran erinnerte wie schwach sie doch in den letzten Minuten oder aber auch in der letzten Stunde gewesen war. Könnte sie sich doch nur ein bisschen mehr zusammen reißen, dann wäre das nicht passiert. Die sonst so taffe und selbstsichere Mimi war genau da angekommen, wo sie niemals sein wollte. Und irgendwie tat es ihr Leid das gerade Sora nun alles abbekommen würde.
Langsam folgte sie Sora, die sich auf den Weg in die Küche gemacht hatte. Da sie sich nicht beobachtet fühlte, ließ sie ihren Blick durch den Raum schweifen und entdeckte am Herd einen zubereiteten Nachtisch. Es war ein leckerer Schokopudding und daneben standen Sahne und Erdbeeren. Ihre Augen weiteten sich sofort. Sora war mit Abstand die beste Freundin die man sich wünschen konnte, denn immerhin dachte sie wirklich immer an alles. Die Digiritterin liebte nämlich Schokopudding mit Sahne und Erdbeeren, hatte für Nobu in letzter Zeit aber immer wieder darauf verzichtet.
Er war so sportlich und durchtrainiert gewesen, weshalb die Brünette Angst gehabt hatte nicht zu ihm zu passen. Auch wenn er ihr dies immer hatte ausreden wollen, war es ihm nicht gelungen. Sie hatte versucht sich mit ihm und irgendwelchen Models zu messen, hatte sich einen eigenen Fitnessplan erstellt und auf alles ungesunde verzichtet, nur um ihre sonst so schöne Figur weiter zu definieren. Dass sie sich dabei unwohl gefühlt hatte, das war ihr egal gewesen, Hauptsache Nobu sah in ihr kein dickes kleines Mädchen. Er war doch auch anderes gewöhnt, allein schon weil er drei Jahre älter gewesen war. Mit Sicherheit hätte er bei allen anderen Mädchen ebenso eine Chance gehabt und um genau das zu verhindern war Mimi ihren Prinzipien nicht treu gewesen.
Jetzt brach sie allein schon wegen dem Anblick dieser Leckerein in Tränen aus, einfach weil sie sie so liebte. Schnell wischte sie diese weg, damit Sora sie nicht sah und dachte sie würde wieder einen leichten Zusammenbruch erleiden. Es waren immerhin Freudentränen, denn Mimi wusste das ihre Freundin einfach die Beste auf der ganzen weiten Welt war.


Zuletzt von Mimi Tachikawa am So Feb 04, 2018 2:17 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Do Feb 01, 2018 8:33 pm

Irgendwann Ende August
Wohnung von Familie Takenouchi
Mimi & Sora

Mimi schien sich langsam wieder zu beruhigen, was die Orangehaarige wirklich erleichterte. Es war gut, dass man sich mal ausweinte, aber ihre beste Freundin so am Boden zerstört zu sehen, machte selbst sie fertig.
Eine heiße Milch mit Honig war vermutlich eine sehr gute Idee, so krächzend, wie sich die Andere anhörte. Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen wand sich Sora der Küche zu, um den Wunsch des Mädchens nachzugehen. Sofort holte sie die Milch aus dem Kühlschrank und einen kleinen Topf aus einem der Küchenschränke. "Fühl Dich bitte wie zu Hause. Meine Mutter ist bei meinem Vater, wir haben die Wohnung für uns. Und ich dachte mir, vielleicht kochen wir nachher zusammen?", während sie sprach, holte sie den Honig hervor und eine Tasse, ehe sie sich zu dem anderen Mädchen umdrehte und auf die Zutaten für die Leibspeise der Anderen deutete. "Und zum Nachtisch gibt es Schokopudding mit Sahne und frische Erdbeeren.", schloss sie ab und entdeckte den Pudding neben dem Herd. Du liebe Zeit, den wollte sie doch in den Kühlschrank geräumt haben!
Zügig griff sie nach der süßen Sünde und verstaute sie solang im Kühlschrank. Dann wand sie sich wieder ihrer Freundin zu, die so aussah, als hätte sie wieder ein paar Tränen vergossen. Erneut strich Sora über ihre Wange und griff nach einer Packung Taschentüchern, die sie der anderen reichte.
Es war wirklich schwierig, Mimi so zu sehen, wo sie sonst immer so stark und fröhlich war. Für diese Charaktereigenschaften bewunderte Sora die Digiritterin. Doch auch die stärkste Fassade konnte mal risse bekommen und bröckeln und es war Soras Aufgabe, das zu verhindern. "Ich dachte mir, wir lassen heute mal alle Essensregeln, regeln sein und lassen uns richtig gehen, mhm?", sagte sie und versuchte dabei etwas Begeisterung mit sich zu bringen, in der Hoffnung, dass das die Andere anstecken würde.
"Außerdem haben wir ganz viele Filme zum schauen. Taichi hat mich eingedeckt, als ich sagte, ich plane einen Mädelsabend mit Dir. Und seine Sing Star Editionen hat er mir gleich auch noch mit gegeben.", sie hoffte, die Andere mit den Ideen und Vorschlägen schon etwas aus der Reserve locken zu können.
Auf diesen Mädchenabend hatte sich Sora schon gefreut, auch wenn der Grund dafür nicht gerade der Beste war. Aber nach den vergangenen Ereignissen in der Digiwelt, konnte auch sie mal einen lockeren Abend vertragen, wo sie all ihre Sorgen und den Kummer vergaß und sie war sich sicher, mit Mimi an ihrer Seite, würde der Abend so gut werden, dass beide jungen Frauen mit neuer Kraft daraus hervor gingen.


Zuletzt von Sora Takenouchi am So Feb 04, 2018 1:08 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Do Feb 01, 2018 10:55 pm

Irgendwann Ende August
Wohnung von Familie Takenouchi
Mimi & Sora


So? Sie hatten die Wohnung also für sich, was wie Balsam für Mimi war, da sie wirklich nicht vor Frau Takenouchi weinen wollten. Natürlich kannte sie die Brünette seit dem Kindergarten und mit Sicherheit hatte es schon schlimmere Dinge gegeben in denen sie sie entdeckt hatte, aber dennoch wollte sie Frau Takenouchi nicht auch noch mit ihren Problemen auf die Nerven gehen. Es würde ja wohl reichen, wenn sie dies mit Sora eventuell mal hatte, was Mimi allerdings nicht hoffte, da Sora einfach viel zu wertvoll war, als das sie jemand fallen lassen könnte.
Langsam ließ sie sich auf einem Stuhl nieder und lächelte etwas, als sie ihre Freundin beobachtete, ehe sie auf ihre Bemerkung antwortete: „Kochen klingt wirklich gut. Ich habe einen riesen Hunger und will einfach mal wieder etwas Gutes essen“. Sie beobachtete wie Sora den Nachtisch in den Kühlschrank tat und freute sich jetzt schon am Meisten darauf: „Ich liebe Schoki und Sahne und vor allem Erdbeeren. Du hast einfach an alles gedacht“.
Scheinbar hatte sie mit den Worten die Aufmerksamkeit der Orangehaarigen erhascht, da diese sich zu ihr drehte und sie bemitleidend ansah. Mimi wusste das Sora es nicht mit Absicht tat. Sie wusste das ihre Freundin sie liebte und für dieses Geschenk war sie auch dankbar, dennoch brauchte sie das Mitleid nicht. Sie wollte immer stark wirken oder stark sein, einfach weil sie nicht immer als dieses schwache Mädchen abgestempelt werden wollte das sie einmal war. Mit ihrem Prinzessiningehabe hatte sie es zu früheren Zeiten mehr als übertrieben, weshalb ihre Freunde mit Sicherheit einige Male in der Digiwelt genervt gewesen waren. Auch, weil die Brünette gerne nur an sich gedacht hatte und alles andere egal gewesen war. Erst als ihre Freunde bei Kämpfen umgekommen waren, hatte sie langsam verstanden um was es ging. Durch die Digiwelt und auch Palmon war sie ein anderer Mensch geworden und hatte sich gebessert. Natürlich gab es immer noch Tage an denen sie nur an sich dachte, aber sie war nicht mehr so zimperlich und so schnell klein zu kriegen. Nie, bis auf jetzt.
Als Sora ihr ein Taschentuch anbot, nahm sie es dankend an und wischte sich die Tränen weg. Der Mascara klebte dick an diesem, aber das war ihr egal. Gleich würde sie einfach ins Bad gehen und sich abschminken. Es würde sie eh keiner mehr zu Gesicht bekommen bis auf Sora und der konnte sie sich auch natürlich präsentieren. Die Schminke war einfach nur ein gutes Versteck um das zu verdecken was wirklich unter der Maske lauerte. Gerade war es ein kleines verletzliches Mädchen welches die Liebe ihres Lebens verloren hatte und genau das bedrückte sie ein wenig.
Als die Stimme der Digiritterin an ihr Ohr drang, horchte Mimi auf und fing ein wenig an zu lächeln: „Ich finde es echt schön was du dir alles für mich überlegt hast. Essen klingt einfach himmlisch, genauso wie Filme oder singen. Oh ja, beim Singen vergesse ich einfach alle Sorgen. Das würde ich später super gerne machen“. Das Singen war wirklich eine Art Pflaster für die Schülerin, welches sich immer über all ihre Wunden gelegt hatte, wenn mal etwas war. Es gab ihr einfach Kraft und erinnerte sie daran das nicht alles auf der Welt schlecht war.
Und wieder hatte Mimi einfach das Gefühl sie könnte Sora nicht genug danken, weil diese alles für sie tat. Womit hatte sie nur so eine gute Freundin verdient, wenn sie manchmal nicht so viel zurück gab, wie sie bekam? Fakt war, dass sie jetzt umso mehr im Hinterkopf behielt etwas für Sora zu machen, das mal nur für sie war. Sie wollte einfach mal danke sagen, danke für alles und ihr zeigen wie wichtig ihre Freundschaft für die Brünette war.
Vorsichtig stützte sich Mimi mit einem Ellenbogen auf dem Tisch neben sich ab und tippte sich mit den Fingern an ihr Kinn, ehe sie darüber nachdachte, was sie nun sagen konnte. Trübsal könnte sie auch wann anders blasen, jetzt wollte sie tun, was sie am Besten konnte: Tratschen.
Plötzlich kam ihr ein pikantes Thema in den Sinn, was die Schülerin schon lange interessierte: „Du Sora? Ein süßes kleines Vögelchen hat da im übrigen was gezwitschert. Was läuft denn nun eigentlich zwischen Yamato und dir? Das brennt mir schon länger auf der Seele, nur waren wir nie wirklich allein und nun will ich alle Details wissen. Ausreden gibt es nicht“.
Ein weiteres kleines Lächeln stahl sich auf das Gesicht der Brünette, als sie das Thema erfolgreich gewechselt hatte. Nun hatte sie ihre gewünschte Abwechslung während ihre Freundin ihre heiße Milch vorbereitete. Gespannt schaute sie sie an, um jedes kleinste Detail ihrer Körperhaltung studieren zu können. Sie wusste Sora konnte nicht lügen, also hieß es nun zurück lehnen, der Darbietung zuschauen und richtige Schlüsse ziehen. Der Abend konnte somit echt noch spannend werden. Endlich mal etwas Drama das nicht von ihr kam, genau nach Mimis Geschmack.


Zuletzt von Mimi Tachikawa am So Feb 04, 2018 2:18 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Fr Feb 02, 2018 2:50 am

Irgendwann Ende August
Wohnung von Familie Takenouchi
Mimi & Sora

Ihre beste Freundin schien von ihren Plänen für den Abend begeistert zu sein. Gott sei Dank.
Gerade mit dem Karaoke-Spiel konnte man Mimi eigentlich immer aus der Reserve locken. Zum Glück hatte Tai genug von diesen Spielen, sodass Sora sich diese ausleihen konnte. Sie musste ihm als Dank dafür unbedingt einen Kuchen vorbei bringen.
Sora wand sich dem Herd zu und schaltete die Platte aus, als die Milch heiß genug war.
Sie griff die Tasse, füllte die Milch hinein und stellte sie zu Mimi auf den Tisch. Honig und einen Löffel legte sie separat dazu, immerhin wusste sie nicht, wie viel Honig ihre beste Freundin in dem Getränk haben wollte.
Sora zog noch eine schlichte Glasschale aus einem Schrank und befüllte diese mit einigen Keksen, ehe sie die Schale auf den Tisch zu Mimi stellte. Sich selbst gönnte sie ein Glas Saft und dann setzte sie sich direkt zu ihrer Freundin auf den nächstbesten freien Stuhl.
"Wir machen uns einen richtig tollen Abend! Du wirst sehen, wir werden viel Spaß haben!", versicherte Sora ihr und lächelte sie an.
Die junge Frau bediente sich an einem der Kekse und biss herzhaft in diesen.
Doch dann erhob die brünette Digiritterin das Wort und wollte das Thema wechseln.
Gerade wollte Sora den Rest ihres Kekses den Rachen runter befördern, als Mimi die Situation mit Yamato ansprach und prompt verschluckte sich die Orangehaarige an den letzten Krümeln ihrer Süßigkeit. Hustend angelte sie nach ihrem Saftglas und leerte den Inhalt in einem Zug. "Wie.. kommst Du denn jetzt darauf?", wollte sie mit roten Wangen wissen. Verlegen wand Sora den Blick etwas zur Seite und kratzte sich an der Wange. Dank Biyomons Plappermaul wusste nun die halbe Besatzung von Yamatos und Soras Gefühlen und sie kam eh nicht umhin, mal darüber zu sprechen; das war sie den Anderen immerhin schuldig, wie sie fand. Sie atmete einmal tief ein und aus und blickte wieder zu ihrer besten Freundin. "Nun.. Also...Das fing kurz vor den Sommerferien an. Yamato und ich haben uns öfter allein getroffen und... wir waren uns sehr lange nicht sicher, was das nun zwischen uns ist. Erst als wir im Labyrinth waren wurden wir uns unserer Gefühle bewusst.", erklärte sie verlegen und spielte etwas mit dem leeren Saftglas in ihrer Hand herum. Sie wusste, dass es nichts bringen würde, ihre Freundin anzulügen. Dazu hatte sie eigentlich auch keinen Grund. Sollte es nicht sogar andersherum sein? Eigentlich müsste sie ihr Glück in die Welt hinaus schreien.
Auch wenn dies eigentlich jetzt kein Thema war, mit dem Sora gerechnet hatte, so war sie doch froh, dass sie Mimi damit ablenken konnte.
"Wir hielten es deswegen erstmal gemein, weil wir uns erst selbst sicher sein wollten.", schob sie noch entschuldigend hinterher, weil sie und ihr Freund dieses Geheimnis so lange mit sich getragen hatten.


Zuletzt von Sora Takenouchi am So Feb 04, 2018 1:08 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Sa Feb 03, 2018 3:32 pm

Irgendwann Ende August
Wohnung von Familie Takenouchi
Mimi & Sora


„Dankeschön“, Mimi nahm ihre heiße Milch mit einem Lächeln an und umfasste vorsichtig die Tasse mit ihren Händen. Sora hatte ein Gespür für die richtige Temperatur, da es sich nicht zu heiß und auch nicht zu kalt anfühlte. Als sie den Löffel nahm und sich einen großen Haufen Honig in die Milch rührte, beobachtete sie gespannt ihre Freundin im Augenwinkel, die jetzt schon leicht nervös wirkte.
Während sie sich ein Glas Saft geholt hatte, hatte die Schülerin sie wirklich mit der Theorie über sie und Yamato überrumpelt. Natürlich hätte Mimi da mit mehr Feingefühl ran gehen können, jedoch wäre das nicht mimimäßig gewesen. Sie hatte doch das Wappen der Aufrichtigkeit und knallte nun mal geradewegs heraus, was ihr durch den Kopf ging.
Während sie also mit dem Löffel in ihrem Getränk rührte und hoffte, dass der Honig sich bereits mit der Milch verbunden hatte, lag ihr Blick weiterhin auf der Gestalt ihrer Freundin. Rote Wangen zierten nun das Gesicht der Orangehaarigen, als diese wissen wollte wie sie nun darauf kam. Wirklich? Es lag doch auf der Hand das Mimi als beste Freundin irgendwann mal dieses Thema ansprechen würde. Was wäre sie denn für Eine, wenn sie es nicht tun würde? Wenn es einen Kodex für beste Freundinnen gab, dann standen die festen Freunde der anderen mit Sicherheit doch an erster Stelle im Kodex. Naja an Zweiter, wenn man mal bedachte das die erste Regel besagte man solle seine beste Freundin für niemanden vernachlässigen. Auf jeden Fall musste Mimi es einfach wissen, sonst würde sie den ganzen Tag nicht ruhig bleiben können. Es musste geklärt werden und zwar dringend!
Das Lächeln der Brünette wurde groß, als sie einen kurzen Schluck aus ihrer Tasse nahm um Sora weiterhin auf die Folter zu spannen, ehe sie dann erwiderte: „Naja mir entgeht doch nichts. Außerdem habe ich sowieso in letzter Zeit das Gefühl gehabt du hättest da jemanden kennen gelernt, denn irgendwie warst du immer so gut drauf, fast so wie ich. Da konnte doch dann nur ein Junge im Spiel sein, aber das es Yamato ist, da wäre ich nie im Leben drauf gekommen“.
Langsam stellte Mimi ihre Tasse wieder ab und sah gespannt ihre Freundin an, als diese noch weiter zu erröten schien, wenn das überhaupt möglich war. Dann erhob sich wieder ihre Stimme und mit einem Mal versuchte die Orangehaarige zu erklären wie es dazu gekommen war. Irgendwie war es süß wie unschuldig sie dabei doch wirkte. Als hätte Sora noch nie irgendwelche unanständigen Dinge im Kopf gehabt, aber wieso sollte Mimi sich da raus nehmen? Sie hatte es selbst noch als zu früh empfunden um mit Nobu weiter zu gehen. Sie hatte die Zeit gebraucht und nun gab es keine mehr. Daher war es wohl auch in Ordnung wenn Sora sich da langsam mit befasste, auch wenn Yamato und sie sich doch nun auch schon eine Ewigkeit kannten.
Mimi tippte sich an die Unterlippe, als sie über die Worte ihrer Freundin nachdachte. Danach nickte sie bedacht und lächelte sie an: „Ich bin dir nicht böse oder so, nur weil du es mir nicht gesagt hast. Keine Sorge. Ich war ja eh irgendwie auch sehr viel mit mir und mit Nobu beschäftigt“, bei dem Gedanken zog sich das Herz der Brünette etwas zusammen: „Wäre ich nicht so abgelenkt gewesen, hätte ich vielleicht ein bisschen mehr davon mit bekommen, aber so... Naja nun weiß ich es ja. Und die Anderen wissen auch echt immer noch nichts? Ich meine nicht einmal Taichi? Ich meine klar muss man sich sicher sein, aber um Himmels Willen. Ich könnte so was niemals so lange für mich behalten.  Dennoch freut es mich das ihr euch nun sicher seit“, die Augenbrauen der Digiritterin wippten nun auf und ab, als sie sagte: „Dann liebt ihr euch also?“.
Direkt und knallhart, wie man es von Mimi kannte. Sie war verdammt nochmal neugierig und wollte einfach alle Details wissen. Irgendwie hatte sie ja viel in den vergangenen Monaten verpasst, einfach weil sie mit den Gedanken ganz woanders gewesen war. Nun hatte sie die nötige Zeit für alles und hatte Einiges, was sie aufholen musste. Bei ihrer besten Freundin angefangen, die nun einen Freund hatte, den sie ihr wohl oder übel verschwiegen hatte.
Nochmal nahm Mimi einen tiefen Schluck der Milch, die Balsam für ihre Stimmenbänder war. Langsam aber sicher füllte sich auch ihr Magen und die Brünette fühlte sich etwas besser, irgendwie lebendiger als zuvor. Egal wie Sora es machte, aber sie half jetzt schon der Brünette mega weiter. Ein Glück.


Zuletzt von Mimi Tachikawa am So Feb 04, 2018 2:18 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    So Feb 04, 2018 1:07 am

Irgendwann Ende August
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Mimi & Sora

Sora war wirklich nicht die Art von Mensch, die oft über ihre Gefühle sprach. Sie versuchte stets allein mit Problemen oder Gefühlen umzugehen und wollte damit niemanden belästigen. Dies war vermutlich auch einer der Gründe, wieso sie so lang brauchte, um sich den Gefühlen zu Yamato bewusst zu werden. Sie hatte Angst, ihn mit ihren Gefühlen zu belasten und genau aus diesem Grund, hatte sie ihm auch ihre Gefühle verschwiegen, obwohl sie sich schon länger bewusst war, dass sie in den Blondschopf verliebt war.
Sora stellte das Glas auf dem Tisch ab und spielte noch weiterhin damit rum. Ihr Blick fixierte das durchsichtige Gefäß dabei. Die Lust auf die Kekse war ihr nach dem halben Erstickungsanfall zumindest auch vergangen.
"Es... tut mir leid, dass ich Dir nichts gesagt habe.", gab Sora reumütig zu und ihr Blick wurde etwas verbitterter. Es tat ihr wirklich leid, dass sie ihrer besten Freundin nichts davon gesagt hatte. Schließlich erhob die Brünette das Wort und dort hob Sora endlich wieder den Blick zu dem Mädchen an. Als sie in das breite Lächeln des Mädchens sah fühlte sich die junge Frau gleich besser. Sie schien ihr wirklich zu verzeihen und das erleichterte Sora ungemein. Sie konnte ihrer besten Freundin scheinbar wirklich nichts verheimlichen, was sie im Grunde genommen auch eigentlich gar nicht wollte. Und das war auch gut so.
Dennoch wurde Sora verlegen. Sie wirkte glücklicher die letzte Zeit? Sie war natürlich glücklich über ihre entdeckten Gefühle zu Yamato, aber hatte sie dies wirklich so offensichtlich nach Außen getragen? Ihr selbst war es nicht aufgefallen und vermutlich fiel dies auch nur den Personen auf, mit denen sie viel zu tun hatte. Wobei Taichi ja auch ganz schön überrumpelt wirkte, als Biyomon sich verplappert hatte. Yamato und sie hatten sich aber auch alle Mühe gegeben, es vor Taichi geheim zu halten, was der Orangehaarigen mitunter wirklich schwer gefallen war. Bei ihren anderen Freunden ließ sie sich normal gehen, vielleicht lag es daran? Oder es war wirklich einfach so, dass Mimi einfach ihre andere Ausstrahlung bemerkt hatte, das würde sie ihrer Freundin zumindest zutrauen.
Sora biss sich etwas auf die Unterlippe und lächelte verlegen. "Es passierte einfach irgendwie. Auf einmal war da mehr, als Freundschaft. Yamato..", sie seufzte kurz aus, ehe sie fortfuhr: "Yamato ist wirklich ein großartiger Mensch. Er hat Seiten an sich, die ich vorher zugegebenermaßen gar nicht kannte. Und diese Seiten sind einfach so wundervoll und mitreißend. Außerdem...habe ich das Gefühl, bei ihm wirklich sicher zu sein.", als sie jedoch merkte, wie sehr sie über den Blondschopf ins Schwärmen geriet, lief sie wieder etwas rot an und sah verlegen auf ihr Glas.
Sora war dankbar darüber, dass Mimi wieder das Wort erhob. "Mach Dir bitte keine Vorwürfe. Es ist alles in Ordnung.", versicherte sie ihrer Freundin, damit diese kein schlechtes Gewissen bekam. "Niemand wusste davon, dass wir uns treffen, Taichi auch nicht. Nur... Joe.", Soras Blick glitt erneut verlegen zur Seite. "Er...ist quasi über uns gestolpert, als wir uns im Park getroffen hatten.", erklärte sie kleinlaut. Dann entkam ihr ein Seufzer. "Ich hätte es wirklich gern vernünftig verkünden wollen, aber Biyomon musste ja so viel schnattern.", nun folgte ein kurzes, trauriges Lachen. Manchmal wünschte sie sich wirklich, dass ihr Digimonpartner nicht so redselig wäre, aber dann wäre es immerhin nicht Biyomon, oder? Sie war einfach nur unendlich froh, dass nach dem letzten Ausflug in die Digiwelt, ihr Partner noch an ihrer Seite war, es hätte auch ganz anders ausgehen können, und dieser Umstand bedrückte Sora.
"Dann liebt ihr euch also?", kam es dann plötzlich von Mimi und Soras Kopf fuhr nach oben. Hatte sie das gerade wirklich...? Was wunderte sich Sora überhaupt? Vor ihr saß doch Mimi. Die Mimi, die immer so direkt war und das war eine wundervolle Eigenschaft von ihr, mit der Sora sonst eigentlich immer gut umgehen konnte. Und dann Mimis Blick. Sie schien wahrlich Freude daran zu haben, Sora gerade etwas durch den Kakao zu ziehen. Solang sie dies von Nobu ablenkte, war es Sora aber recht.
Man konnte der jungen Frau dennoch richtig ansehen, wie rot ihr Gesicht wieder anlief. Wieder glitt ihr Blick zur Seite, sie zog ihre Schultern ein wenig an und ballte ihre Hände zu Fäusten, um diese im nächsten Augenblick auf ihre Oberschenkel zu pressen. "Ja.", antwortete sie knapp und kleinlaut und auf ihren Lippen zeigte sich ein kleines, schmales Lächeln.
Auf einmal fühlte sich Soras Kehle ziemlich trocken an und sie zog es vor, noch ein weiteres Glas vom Saft zu konsumieren. Sie erhob sich mit dem Glas, ging an den Kühlschrank und schenkte sich noch etwas ein. Während sie bereits etwas davon trank, setzte sie sich wieder an den Tisch und stellte das Glas dann ab. "Wie sieht es bei Dir eigentlich mit Hunger aus? Wir können direkt mit kochen anfangen, wenn Du möchtest.", versuchte sie die Andere von diesem Beziehungsthema abzulenken, denn Sora hatte das ungute Gefühl, dass Mimi vielleicht zu viel nachdachte und wieder bei Nobu landen würde und das wollte Sora um jeden Preis verhindern.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    So Feb 04, 2018 2:46 pm


Irgendwann Ende August
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Mimi hätte nie damit gerechnet das ihre Freundin solch ein Problem damit hatte über ihre Gefühle zu Yamato zu reden. Die Brünette hatte nämlich stets gedacht es sei nicht so schwierig für sie, da Sora doch immerhin die Trägerin des Wappens der Liebe war. War es daher nicht normal das man sich mit Gefühlen gut auseinander setzen konnte, oder lag sie etwa falsch? Zumindest musste Sora doch wissen wie es sich anfühlt zu lieben, denn sonst hätte ihr Wappen doch niemals geleuchtet. Oder gab es einen Unterschied zwischen all den Sorten an Liebe? Natürlich musste es das, denn Mimi liebte Nobu schließlich nicht so, wie sie ihre Eltern liebte. Es gab einen erheblichen Unterschied, weshalb man die Dinge nicht auf eine Stufe stellen konnte. Und dennoch hatte Mimi immer angenommen Sora wüsste einfach was Liebe war. Wie dumm von ihr, nur weil sie das Wappen der Aufrichtigkeit trug und stets einfach in die Welt schrie was ihr durch den Kopf ging. Niemand war eben wie der andere und zwischen ihn beiden lagen schließlich auch erhebliche Unterschiede, dessen war die Digiritterin sich nun noch mehr bewusst.
Das Verschlucken der Orangehaarigen schmiss Mimi ganz kurz aus der Bahn, jedoch beruhigte die Ältere sich schnell wieder. Auch wenn sie nun nicht mehr nach den Keksen griff, konnte es sich die Brünette nun noch weniger verkneifen. Genüsslich griff sie zu und steckte sich einen halben Keks in den Mund und biss ab. Er schmeckte wirklich gut und fast hätte sie vor Wonne auf geseufzt, da es ihr erster Keks seit Wochen war. Der Zucker war einfach beruhigend und die Süße war unbeschreiblich. Eine Art Explosion entstand auf ihren Geschmacksknospen, die sich über diese Abwechslung zu freuen schienen.
Als Sora dann anfing endlich etwas über ihren Schatz Preis zu geben, wurde Mimi hellhörig. Sie musste bei der Bemerkung über seine neu entdeckten Seiten etwas schmunzeln, da sie sich da einiges vorstellen konnte. Yamato war immerhin einer dieser nachdenklichen und ruhigen Menschen, die zwar ihre Meinung gut vertreten konnten und dennoch irgendwie unnahbar waren. Die Brünette hatte schon immer gefunden das der Digiritter einer der spannendsten Personen war, einfach weil er irgendwie immer ein Pokerface besaß und nie jemanden wirklich an sich ran gelassen hatte. Wenn er Gefühle gezeigt hatte, dann wirklich wenn es auch angemessen war. Ansonsten hatte Mimi sich immer bei ihm gedacht das stille Wasser tief sind und er bei der richtigen Person auftauen würde. Das es sich dabei allerdings um Sora handeln würde, das hätte sie niemals gedacht. Dennoch freute sie sich für die Beiden.
Vorsichtig trank Mimi einen weiteren Schluck und sah Sora an, ehe sie auf ihre Bemerkungen erwiderte: „Ich freue mich wirklich für euch Beide. Auch wenn ich mir zuvor noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht habe, finde ich das ihr euch gut ergänzt und zusammen passt. Vielleicht kannst du ihn ja endlich mal dazu bringen, dass auch er endlich mal etwas mehr lächelt“. Bei ihrer letzten Bemerkung konnte die Schülerin sich ein Zwinkern nicht verkneifen, denn sie wusste wie provokant es war. War nur zu hoffen das Sora wusste wie sie es meinte und es ihr nicht krumm nahm. Immerhin wollte sie wirklich nur das Beste für Yamato, da sie ihn doch irgendwie mochte und wenn Sora es war, dann umso besser. Schließlich war ihre Freundin von Grund auf eine herzensgute Seele und kümmerte sich immer wunderbar um jeden. Wenn es jemand schaffen würde Yamato um den Finger zu wickeln, dann war es die Orangehaarige, keine Frage.
Gerade wollte Mimi sich einen weiteren Keks, als sie abrupt stoppte und Sora mit einem entsetzten Gesicht ansah: „Wie bitte? Joe wusste davon? Verdammt und selbst der hat den Mund gehalten. Also ich muss schon zugeben das mich das nun doch getroffen hat“, die Schülerin hielt sich die Brust, als würde ihr Herz gerade zerreißen: „Aua Sora, aua. Wie kannst du mir so was nur antun?“. Danach brach sie in schallendem Gelächter aus und hielt sich eine Hand vor den Mund: „Ich hätte super gerne das Gesicht von ihm gesehen, als er das mit bekommen hat. Ich meine das muss doch lustig gewesen sein, oder nicht?“.
Noch bevor Sora wirklich darauf antworten konnte, löcherte Mimi sie weiter mit Fragen und ehe sie sich versah, rutschte ihr die alles entschiedene Frage aus dem Mund. Sie sah wie das Gesicht ihrer Freundin immer rötlicher wurde, als sie darauf antworte. Die Brünette sprang vom Stuhl und merkte wie dieser nach hinten umfiel. Danach quietschte sie etwas und freute sich total: „Ich wusste doch das du verliebt bist. Ich habe es gewusst, ja. Oh mein Gott wie süß ist das denn“. Mit einem Mal fiel sie ihrer Freundin um den Hals und drängte sich leicht an sie. Sie musste sie einfach knuddeln, da sie sich unendlich für sie freute. Sora hatte so viel Glück in ihrem Leben einfach verdient und wenn Mimi ehrlich war, dann war der Bassist ja schon cool. Würde er ihrer Freundin aber weh tun, dann müsste die Schülerin Hackfleisch aus ihm machen, egal ob Digiritter oder nicht.
Als Sora ihre Stimme wieder zu vernehmen war, musste Mimi lachend zur Kenntnis nehmen, dass sie ihre Freundin beinah erdrückte. Langsam löste sie sich und sah die Digiritterin an, als diese sie nach dem Essen fragte. Mit einem Lächeln auf den Lippen nickte die Brünette: „Langsam bekomme ich wirklich Hunger. Die Kekse waren einfach zu gut und nun schreit mein Magen nach etwas Leckerem. Und währenddessen will ich weiterhin alle Einzelheiten wissen“.
Auf einmal war Nobu wie weggeblasen. Zu groß war einfach die Freude die Mimi für ihre Freundin empfand. Dazu kam die Neugier auf alles was Sora und Yamato schon erlebt hatten. Diese kleine Achterbahnfahrt der Gefühl schien nun perfekt zu sein. Wenn die Schülerin vor einer halben Stunde noch todtraurig gewesen war, so war sie nun bei bester Laune. Es gab eben nichts Schöneres als gutes Essen, eine sturmfreie Bude und jede Menge Tratsch.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    So Feb 04, 2018 5:18 pm

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Zwar war Soras Wappen das der Liebe, aber das machte es für die junge Frau eigentlich nur noch schwerer. Sie hatte in der Vergangenheit eine kurze Schwärmerei für Tai, ehe sie merkte, dass er eher wie ein Bruder für sie war, doch wirklich richtig verliebt war sie noch nie. Woher sollte sie also wissen, wie sich richtige Liebe anfühlte? Wer konnte ihr sagen, dass das, was sie für Yamato empfand wirklich Liebe war? Diese Frage konnte der jungen Frau niemand beantworten, sie musste es selbst herausfinden und akzeptierte ihre Gefühle für ihn schließlich in einer für sie schwersten Stunde, was sie aber nur umso sicherer werden ließ mit ihrem Entschluss, die Gefühle für Yamato als Liebe zu akzeptieren.
Dass Mimi etwas verdutzt guckte, als sie sagte, dass sie sich lange nicht sicher war, unterstrich nur, wie unsicher sie mit Gefühlen war. Immerhin war sie sich inzwischen sicher, dass er der Richtige für ihre Seite war und das war es definitiv wert, so lang für eine Antwort zu warten.
Umso erleichterter war Sora, als Mimi sagte, dass sie sich für die Beiden freute. Es schien beinah so, als würden ihr einige schwere Lasten vom Herzen fallen. Hoffentlich würde das Gespräch mit Tai auch so gut verlaufen, das waren Sora und Yamato diesem immer noch schuldig. Wobei Sora auch bei Taichi vermutete, dass dieser die Umstände inzwischen verdaut hatte, so wirkte es zumindest bei dem letzten Ausflug in die Digiwelt. "Dankeschön.", konnte Sora darauf nur äußern. Es schien ihr gerade so wenig zu sein, was sie Mimi als Dank entgegenbringen konnte, doch war dieser Dank aufrichtig von Herzen.
"Mehr lächeln...?", schob Sora jedoch verdutzt nach. Kurz überlegte sie. Yamato war wirklich nicht der Typ, der viel grinsend oder lachend durch die Weltgeschichte stiefelte, doch seitdem sie mit ihm Zeit verbrachte, wirkte auch er viel glücklicher und schenkte ihr so oft ein Lächeln oder Lachen. Irgendwie gefiel Sora der Gedanke, dass er sich nur ihr gegenüber so offen gab und nur ihr das Lächeln zeigte, was sie so verzauberte. "Ich werde es versuchen...?", schob sie jedoch gleich unsicher nach, als Mimi ihr zu zwinkerte.
Sofort schlich sich aber wieder das schlechte Gewissen um die Ecke, als Mimi gekränkt wirkte, dass Joe es vor allen anderen wusste. Gerade wollte Sora zur Erklärung ansetzen, doch Mimi spielte theatralisch weiter die verletzte, beste Freundin. Nun musste Sora grinsen. "Das war echt nicht lustig!", wehrte sie sich gleich mit einem Lachen in der Stimme. "Da bist du ahnungslos im Park, sitzt gemütlich unter einem Baum, bist dabei diesen wundervollen Menschen zu kü....ehm.. ja und dann war da auf einmal Joe der so schaute, als wäre er gerade Zeuge eines tragischen Verkehrsunfalls geworden.", erinnerte sich Sora daran zurück und musste etwas Schmunzeln. Wenigstens konnte sie jetzt über diese Sache lachen.
Sie nahm einen erneuten Schluck aus ihrem Saftglas und war froh darüber, dass sie sich noch was nach genommen hatte, denn nach der Verkündung, dass sie und Yamato nun offiziell zusammen waren, erschien ihr ihre Kehle staubtrocken.
Von jetzt auf gleich entkam Mimi ein freudiges Quieken und sie sprang regelrecht von ihrem Platz auf, warf den Stuhl versehentlich um und fiel der Orangehaarigen freudig um den Hals. Sora konnte nicht anders, als die Arme ebenfalls um ihre Freundin zu legen, die sich so sehr für sie freute. Sora musste schmunzeln und ihr wurde wieder einmal bewusst, wieso Mimi ihre beste Freundin war. Die Brünette war ein Mensch, der mit den Anderen fühlte und das war eine großartige Charaktereigenschaft, die Sora sehr an ihr bewunderte. "Danke", brachte Sora nach der Umarmung mit einem warmen Lächeln hervor. Sie war unglaublich froh darüber, dass die Jüngere sich so sehr für sie freute.
Gott sei Dank stimmte Mimi zu, sich langsam um das Essen zu kümmern, dann konnte man dieses Thema also abhaken. Oder auch nicht, denn die Brünette verkündete, dass sie alle Details wissen wollte. "Was denn für Details..?", wollte Sora mit einem nervösen Lachen wissen. Wobei... wollte sie es wirklich wissen? Wohl eher nicht.
Sie griff nach einer Kochschürze und reichte Mimi auch eine, ehe sie ihre umlegte und diese verschloss. Dann kramte sie nach den Utensilien, die sie zum Kochen benötigten und anschließend konnte es auch schon los gehen.
Was Sora jedoch prompt auffiel war Mimis Stimmungswechsel. Sie schien Nobu doch tatsächlich gerade etwas vergessen zu haben, denn die Freude für Sora war selbst bei Mimi so riesig, dass scheinbar Trauer keinen Platz in der zierlichen Person fand. Mit einem Lächeln fand die junge Frau auf jeden Fall, dass es dieses Verhör deutlich wert war.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    So Feb 04, 2018 7:52 pm

Irgendwann Ende August
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Gespannt hing Mimi an Sora ihren Lippen. Sie konnte nicht anders als los zu lachen. Es war sogar fast zum Schreien wie die Orangehaarige die Begegnung mit Joe erläuterte. Mit einem Mal fühlte es sich für die Jüngere an, als wäre sie live dabei gewesen. Immerhin war der Student ebenso unerfahren wie fast alle anderen der Digiritter. Noch dazu war das moralische Verhalten von Joe so ausgeprägt wie bei niemand anderem. Daher wäre es kein Wunder gewesen, wenn er versucht hätte den Beiden zu sagen das es keine gute Idee war, aber würde der Blauhaarige so etwas übers Herz bringen? Niemals, denn auch Joe hatte sein Herz am rechten Fleck wie Mimi fand und sie war sich ebenso sicher das er ihnen ihr Glück ebenso gönnte. Wer konnte den Beiden ihr Glück denn bitte nicht gönnen?
Ihre Gedanken glitten zu Taichi, der mit den Beiden in einer Klasse war. Schon damals im Kindergarten und auch sonst immer in der Schule waren die Drei stets zusammen gewesen, kein Wunder. Sie waren ja auch alle in einem Alter. Mimi dagegen war ja ein Jahr jünger, genauso wie Koushiro, weshalb sie eher in einer Klasse landeten. Worauf die Brünette aber eigentlich kam, war ihr Gedanke, den sie früher immer gehabt hatte. Taichi war stets der Anführer der Gruppe gewesen und Mimi hatte stets zu ihm aufgesehen. Er hatte für alles eine Antwort und einen Weg gefunden, auch wenn dieser manchmal schwer gewesen war. Nicht immer waren sie alle einer Meinung gewesen und dennoch hatte sie immer das Gefühl gehabt Taichi sei interessanter als Yamato. Vielleicht aber auch nur für sie, weil Mimi Geheimnisse hasste und wer war bitte ein größeres Geheimnis als Yamato höchstpersönlich?
Immer wieder hatte die Digiritterin auch das Gefühl gehabt das Sora sich eher für den Brünetten interessieren würde, als für den Bassisten. Das es nun doch anders kam wunderte sie etwas. Immerhin hatten Sora und Taichi zusammen Fußball gespielt, wenn sie sich nicht irrte und irgendwie waren sie sich doch auch schon ähnlicher, oder nicht? Vielleicht zogen Gegensätze sich ja aber auch. Wenn sie nämlich an sich und Nobu dachte, dann fand sie auch kaum Gemeinsamkeiten, mal abgesehen von der Liebe zur Fotografie, wobei Mimi auch lieber das Motiv war als Diejenige die die Kamera bediente. Und vielleicht dachte die Brünette gerade auch einfach viel zu viel über das alles nach. Sora liebte Yamato, das hatte sie eben gerade gesagt.
Der Wahnsinn, fand sie immer noch, auch als sie Sora wieder frei gab und sie weiterhin mit einem Lächeln beäugte: „Das du mir so was Wichtiges aber nur nie wieder verschweigst, verstanden? Sonst bin ich dir irgendwann wirklich noch böse“. Würde sie nie, da Mimi ihrer besten Freundin einfach nichts übel nehmen konnte. Dafür war Sora ihr zu wichtig. Außerdem hatte diese schon genug für sie getan, weshalb die Schülerin ständig das Gefühl hatte in ihrer Schuld zu stehen. Der heutige Tag war das perfekte Beispiel dafür.
Als Sora sich erhob, holte sie zwei süße Schürzen. Natürlich achtete Mimi da auf die Motive und fand süße kleine Tiere darauf wieder, die sie faszinierten. Mit einem Danke nahm sie ihre Schürze entgegen und band sich diese um. Dabei vernahm sie eine Frage von der Älteren, die sie wieder zum Grinsen brachte. Mit Sicherheit war sie wieder rot angelaufen, dachte Mimi sich und riskierte dabei einen Blick in das tatsächlich errötete Gesicht.
Aber hatte sie wirklich geglaubt Mimi würde sich mit dem Bisschen zufrieden geben was Sora ihr bis jetzt erzählt hatte? Sie musste doch wirklich alles wissen. Wann es angefangen hatte, wie es dazu gekommen war, wie oft sie sich schon geküsst hatten und noch ganz vieles anderes. Um wirklich alles zu verstehen brauchte die Brünette mehr Details. Wäre doch gelacht, wenn sie diese nicht aus der Orangehaarigen kitzeln konnte.
Lächelnd wandte die Brünette sich daher wieder ihrer Freundin zu und stützte sich beiläufig an der Arbeitsplatte der Küche ab: „Ich möchte einfach so viel wie möglich erfahren. Wie war euer erster Kuss? Habt ihr euch vor Joe wirklich geküsst? Wann habt ihr angefangen euch zu treffen und was habt ihr dann unternommen?“. Immer und immer mehr Fragen sprudelten aus dem unaufhörlichen Mund der Jüngeren. Fast hätte sie ein schlechtes Gewissen bekommen bei all den Fragen, doch wäre das nicht Mimi gewesen. Sie schämte sich für diese Fragen nicht, da es in ihrer Natur lag das auszusprechen was sie dachte. Was konnte sie denn auch dafür, dass sie nun mal nicht auf den Mund gefallen war? Okay, eigentlich liebte sie es sich selbst beim Reden zu zu hören, doch gönnte sie nun ihrer Freundin eine angemessene Sendezeit, aber nur weil sie sich auch wirklich für sie interessierte. Andernfalls hätte sie auch nicht nachgefragt. Das gehörte ebenso zu ihr und ihrem Wesen. Sie war von Grund auf ehrlich, da es ja auch ihr Wappen besagte.
Mit einem Schmunzeln beobachtete die Brünette daher weiter und wartete auf eine Antwort, während sie nebenher hoffte das sie mit dem Essen schnell voran kamen. Ihr Bauch meldete sich nämlich und erinnerte sie daran, dass sie wahnsinnigen Hunger hatte der zu stillen war. Hoffentlich würde Sora das nicht zu schnell mit bekommen, denn sonst würde sie vom Thema ablenken und das konnte Mimi nicht gebrauchen. Locker lassen würde sie dadurch nämlich mit Sicherheit nicht. Der Tag war noch lang. Sie würde also immer wieder anfangen, wenn die Orangehaarige es nicht jetzt Preis geben würde. Für Sora war es also der beste Weg es einfach direkt zu erzählen, denn sonst könnte für sie der Tag noch unangenehmer werden, als mit einer Heulattacke von der Brünette und selbst die war schon nicht schön, so viel stand fest.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Do Feb 08, 2018 9:02 pm

Irgendwann Ende August
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Mimi brach in schallendes Gelächter aus und Sora hatte das Gefühl, dass ihr Lachen in der ganzen Wohnung widerhalle. Es tat wahnsinnig gut, ihre beste Freundin so lachen zu sehen, das stand ihr so viel besser, als die Tränen zuvor.
Auf Soras Lippen schlich sich ein bescheidenes Lächeln, als sie an das Aufeinandertreffen mit Joe zurück dachte. Im Nachhinein war es wirklich witzig gewesen und der Blauhaarige war ja auch - entsprechend seines Wappens - wirklich zuverlässig gewesen und hatte dieses Geheimnis für sich behalten.
Ob die Jungs inzwischen auch über diese Situation lachen konnten? Sora war sich nicht so sicher darüber, besonders, wenn Mimi sie darauf ansprechen sollte. "Besser das bleibt erstmal noch unter uns. Ich weiß nicht, ob die Jungs das inzwischen auch so witzig finden, wie wir.", entgegnete sie mit einem leisen Lachen und schlug gerade ein Ei auf.
Geschickt buchsierte Sora einige der Zutaten in eine Schale, nahm einen Schneebesen und wirbelte diese zusammen.
Sora hatte in ihrem Leben wirklich sehr viel Zeit mi Tai verbracht, was durchaus daran lag, dass sie sehr lange das selbe Hobby teilten. Noch Heute trafen sie sich manchmal und kickten ein paar Bälle, auch wenn diese Momente wirklich sehr rar geworden waren. Dennoch genoß die Digiritterin diese Zeiten mit Taichi. Gerade deswegen schien sie sich eine Zeit lang auch mal in ihn verguckt zu haben, bis ihr jedoch bewusst wurde, dass sie ihn eher wie einen Bruder liebte, da sie die sportliche Leidenschaft teilten und es das war, was sie verband.
Bei Yamatao hingegen... Sora hatte früher nie allein irgendetwas mit ihm gemacht, wenn dann war Taichi die treibende Kraft und trommelte die drei zusammen, sodass sie etwas unternahmen. Yamato und Sora konnten einander immer gut leiden aber allein getroffen hatten sie sich nie wirklich. Erst, seitdem sie öfter Zeit mit dem Blonden verbrachte, wurde ihr bewusst, wie wundervoll dieser doch war und wie sehr er sie mit seinem Charakter in seinen Bann zog.
Erst als Mimi die Stimme wieder erhob, sah die junge Frau auf und schon zeichnete sich ein Grinsen auf ihren Lippen ab. "Na, ich hoffe ja nicht, dass ich nochmal in so eine Situation komme.", sie hatte wirklich nicht vor, den Partner zu wechseln; ihre kleine Welt war doch gerade erst ein kleines bisschen größer geworden dank ihm und sie schwebte einfach auf dieser berühmten siebten Wolke.
Sora merkte, dass sie mit den Gedanken abgeschweift war, als ihr das Handgelenk vom Rühren weh tat. Sie legte den Schneebesen beiseite und bereitete das Essen weiter zu.
Zögernd hob sie den Blick, als sie merkte, dass sich der Kopf der Brünetten, grinsend in ihr Sichtfeld schob. Und dann geschah es. Wie ein Regenschauer prasselten Fragen der Jüngeren auf Sora ein und für einen Moment stockte ihr der Atem und sie war überfordert. "E...ehh.. Mo..Moment!", unterbrach Sora die Andere stammelnd, damit sie nicht alles komplett durcheinander warf. "Immer langsam.", schob sie noch etwas lachend hinterher. Mimi war absolut wissbegierig und Sora hatte ja schon geahnt, dass sie ins Kreuzverhör geraten würde, aber dass Mimi die Fragen so herausschoss, damit hatte sie nun nicht gerechnet.
Wieder lief Sora rot an, als sie zu ihrem ersten Kuss ausgefragt wurde.
"Der...erste Kuss..", kurz musste sie in sich gehen, ehe sie fortfuhr: "Es war, als würden mir Flügel wachsen und ich könnte alles erreichen. Ein wahnsinniges Kribbeln durchflutete mich und...", nun entkam ihr ein kurzes Lachen. "... ich hatte ein bisschen Bange, dass meine Knie zu weich werden würden und ich einfach umkippe." Sie fand, dass es eine absolut schwere Frage war. Wie sollte sie diesen wundervollen Moment nur in Worte fassen, wo ihr bei dem Gedanken an Yamato immer die Worte fehlten? Sie zog es vor, ihre nächste Frage zu beantworten, woraufhin sie auch wieder lachen musste. "Ja...Yamato und ich waren gerade unterwegs im Park und hatten uns unter einen Baum gesetzt. Und...während wir gerade dabei waren uns...naja, Du weißt schon...stand da auf einmal Joe, der uns ansah, als hätte er einen Geist gesehen.", erklärte sie ausführlich und kratzte sich dabei an der Wange.
Ein kurzes Seufzen entfuhr ihr, als sie bei der vorerst letzten Frage angekommen war und sie gerade dabei war, das Gemüse in die Pfanne zu schubsen. "Dass wir uns getroffen haben... das fing kurz vor den Sommerferien an. Ich bin zu seinen Konzerten gegangen und manchmal waren wir auch einfach in der Stadt und haben ein Eis gegessen. Also wirklich nichts Besonderes.", erklärte sie beiläufig. Wobei sie insgeheim ihre letzte Aussage revidieren musste. Jeder Moment, den sie mit Yamato verbrachte, war ein besonderer Moment, egal was sie machten. Und bei diesen Gedanken schlich sich ein warmes Lächeln auf ihre Lippen, während sie mit dem Kochlöffel durch die Pfanne ging.

Ein Grummeln entkam dem Magen ihrer Freundin und wieder musste Sora etwas grinsen. "Das Essen ist bald fertig.", beruhigte sie das Wesen im Bauch ihrer Freundin, welches grummelnd auf die Fütterungszeit wartete. "Kannst Du zwei Teller aus dem Schrank über der Spüle holen, bitte?", fragte sie ihre Freundin und konzentrierte sich auf die letzten Schritte des Kochens in der Pfanne.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Di Feb 13, 2018 9:33 pm

Irgendwann Ende August
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Das Grinsen der Brünette konnte kaum noch größer werden und dennoch fühlte es sich weiterhin an, als würde es immer und immer mehr wachsen. Ihrer Freundin dabei zu zuhören, wie sie in ihren Gedanken an Yamato versank war unbeschreiblich schön. Noch nie zuvor hatte Sora so sehr gestrahlt und mit einem Mal fühlte es sich für Mimi an, als würde sie die Liebe in der Luft greifen können. Kein Wunder das ihre Freundin genau dieses Wappen hatte. Sie kannte keine Person die so viel Liebe und Mitgefühl in sich trug wie die Orangehaarige, denn egal was war, sie hatte immer ein offenes Ohr für jeden.
Mimi konnte sich noch ganz genau daran erinnern, wie sie im Schloss der Gekomon gelebt hatte und Sora es gewesen war, die sie auf den rechten Weg gebracht hatte. Niemals war sie allein gewesen, weil ihre Freundin immer an ihrer Seite gewesen war. Genau das machte die Ältere auch einfach aus. Man konnte sich immer und überall auf sie verlassen, genau deshalb war sie ja auch ihre allerbeste Freundin.
Als die Brünette ihre Schürze umgebunden hatte, beobachtete sie Sora dabei, wie diese die Eier aufschlug, die sie zuvor in die Rührschüssel gegeben hatte. Währenddessen gab sie zu jeglichen Fragen eine Antwort, auch wenn diese manchmal nicht so ausführlich waren, wie Mimi es sich erhofft hatte. Außerdem war sie verwundert wieso sie nie gesehen hatte wie Sora sich mit Yamato getroffen hatte, zumal es schon vor ein paar Monaten angefangen hatte. Zu dem Zeitpunkt hatte die Schülerin wieder in Tokio gelebt, also wieso hatte sie das verpasst? So was konnte doch nicht passieren, nicht ihr.
Und dann die Geschichte mit dem ersten Kuss, als würde man Flügel bekommen. Irgendwie hörte sich das so unglaubwürdig an, aber irgendwie auch schön. Natürlich hatte Mimi ihren ersten Kuss schon vor längerer Zeit gehabt, denn sie war schon in zwei Beziehungen gewesen. Nobu war nicht ihr erster Freund gewesen, aber irgendwie bereute sie es auch nicht gewartet zu haben. Wenn sie an Michael dachte, dann kam ihr immer wieder eine wieso in den Kopf. Klar war es Michael damals gewesen der sie aufgebaut hatte, als sie ihre Freunde in den USA vermisst hatte, dennoch hatte Mimi ihn nie so geliebt wie er sie. Er war wirklich ein großartiger Mensch gewesen und manchmal vermisste sie die Zeit mit ihm, aber mehr als Freundschaft hatte sie dann wohl doch nicht für ihn empfunden. Wirklich bewusst war es ihr jedoch erst vor wenigen Monaten geworden, als sie mit Nobu entdeckt hatte was wirklich Liebe war und so hatte es sich in den USA bei Michael eben nie angefühlt.
Dementsprechend war auch ihr erster Kuss ausgefallen. Es war auch bei einem Treffen in der Eisdiele gewesen, als Michael ihr ein Kompliment bezüglich ihres Aussehens gemacht hatte. In dem Moment hatte Mimi sich nicht viel dabei gedacht. Erst als seine Lippen auf ihren gelegen hatten und ein leichter Minzgeschmack seines Eis an ihren Mund gehangen hatte, hatte sie verstanden was er wollte. Leider hatte es nicht so erwartend gekribbelt und auch sonst hatte es sich nicht wirklich aufregend angefühlt. Dennoch mochte die Brünette den Blonden sehr, weshalb sie es als Liebe abgestempelt hatte und gehofft hatte das mit den weichen Knien würde noch kommen. Sie waren ein paar Monate ein Paar gewesen, doch irgendwann hatte die Digiritterin es aufgegeben an die großen Gefühle zu hoffen, aber da sie Michael nie weh tun wollte, hatte sie sich nicht getrennt. Erst, als sie zurück nach Tokio ziehen sollte, kam dieser Schlussstrich der alles andere als schön war, denn wie befürchtet hatte Michael mehr an ihr gehangen als Mimi lieb gewesen war und so hatte sie ihn mit einem gebrochenen Herzen zurück gelassen.
Nun wusste die Brünette selbst wie es sich anfühlte. Bei einem kurzen Gedanken an Nobu wurde ihr klar das es bei ihnen nicht anders abgelaufen war, nur das sie nun daheim saß und Liebeskummer hatte. Genau deswegen wünschte sie sich gerade einfach mal wieder mit Michael quatschen zu können. Vielleicht würde sie ihm ja einfach mal schreiben.
Während Mimi also in ihren Gedanken hing, erzählte Sora ihr von der Begegnung mit Joe. Ein Lächeln stahl sich auf die Lippen der Jüngeren, als diese sich es wieder bildlich vorstellte. Es musste einfach so gut ausgesehen haben wie Joe da verwirrt gestanden haben musste. Was würde sie nicht also alles geben um das noch mal sehen zu dürfen, aber leider war das nicht möglich. Schade eigentlich.
Auf die kommende Bitte von Sora fing die Brünette kurz darauf an den Tisch zu decken, als sie nebenbei mit ihren Gedanken wieder bei Nobu hing. Der Tag war ein pures Auf und Ab ihrer Gefühle, denn auch Mimi wurde es langsam zu viel. Sie wollte nicht so sehr zwischen weinen und lachen schwanken, doch konnte sie selbst kaum ihre Gefühle beherrschen. Es tat ihr so Leid, aber was sollte sie machen?
Als sie das Besteck neben die Teller anordnete, schluckte sie einen Kloß in ihrem Hals herunter. Langsam drehte sie sich zu ihrer Freundin, die am Herd immer noch am Gange war. Zaghaft erhob sie ihre Stimme, die dank der heißen Milch etwas besser klang: „Glaubst du eigentlich das Nobu mich genauso vermissen wird wie ich ihn? Ich meine wie ist es denn für dich, wenn du mal nicht bei Yamato bist? Tut es dir genauso weh oder vermisst du ihn genauso sehr, wie ich Nobu gerade vermisse?“.
Ein leichter Schleicher stahl sich vor die Augen der Brünette, was ihr das Sehen erschwerte. Vorsichtig versuchte sie diesen weg zu wischen, da sie sich die Tränen eigentlich gar nicht erlauben wollte. Gerade hatte sie doch noch solch eine gute Laune gehabt und einfach gelacht. Sie würde gutes Essen bekommen, mit Sora singen und einen tollen Tag haben. Dann würden sie Abends zusammen Filme schauen und einfach Mädchenkram machen. Sie würden bis tief in die Nacht miteinander reden und einfach Zeit zusammen verbringen, genau wie es beste Freundinnen machen würden. Alles wäre perfekt, bis auf eine Sache.
Morgen hätte sie es nämlich Nobu erzählt. Sie hätte ihm alles berichtet und sich darüber gefreut wie schön es war, doch nun war er erst der Grund. Sora lenkte sie seinetwegen ab und nur seinetwegen war sie so traurig. Er würde also niemals hören wie toll die Zeit gewesen war, weil er nicht mehr da war. Mit einem Mal spürte Mimi nun wieder das Loch in ihrem Herzen, welches kurz zuvor noch still gehalten hatte. Nun hatte es sie jedoch wieder komplett eingenommen, dabei hatte sie es nicht einmal beabsichtigt, aber wie sollte man so was auch planen? Es war ja auch nie geplant gewesen das sie ihre Liebe verlieren würde und dennoch war es einfach so passiert, ganz plötzlich und ohne Grund, genau wie ihre Stimmungsschwankungen. Manchmal konnte man eben einfach die Dinge nicht beeinflussen, sondern musste sie eben so nehmen wie sie kamen.
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Mi Feb 14, 2018 6:11 pm

Irgendwann Ende August
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Sora war es wirklich nicht gewohnt über ihre Gefühle zu reden, sie beschäftigte sich sonst nur allein mit ihren Gefühlen und ihren Gemütszuständen. Deswegen war sie gerade etwas nervös und versuchte, sich dies nicht anmerken zu lassen. Sie strahlte eine Hitze aus, was sie an frühere Zeiten erinnerte, wo sie frisch entdeckte, wie interessant Yamato doch geworden war.
Die Pfanne mit dem Essen schwang sie geschickt in ihrer Hand, wirbelte den Inhalt noch einmal etwas durcheinander, damit auch alles gut verrührt war. Das angebratene Essen zischte in der Pfanne und verkündete, dass es verzehrfertig war.
Vorsichtig ließ Sora den Blick zu ihrer Freundin gleiten, die etwas stiller geworden war. Die ganze Rederei über Soras Gefühle zu Yamato waren zwar überaus schmeichelhaft, aber sie glaubte, dass die Brünette sicherlich wieder an Nobu denken würde bei dem Thema Liebe. Mimi hatte in diesem Bereich schon etwas mehr Erfahrungen gesammelt als Sora, immerhin war sie Michael sehr nah gewesen, damals in den USA, doch diese Verbindung musste sie kappen, als sie zurück nach Japan zogen und nun passierte ihr genau das gleiche. Die Liebe ihres Lebens verließ sie, um in die USA zu reisen für eine phantastische Chance, einen großen Schritt ins Leben zu tun.
Soras Gedanken schweiften etwas ab, wie würde sie reagieren, wenn Yamato fort gehen würde? Sofort zog sich ihr Magen und ihr Herz zusammen. Was für eine furchtbare Vorstellung das allein schon war und die arme Mimi musste diesen Horror geradewegs durchleben. Soras Blick wurde ernst. Sie musste einfach alles daran setzen, dass sie Mimi durch diese Zeit half und das bezog sich nicht nur auf diesen einen Abend. Immerhin war der Kummer nicht einfach beiseite gewischt. Diese Sache würde noch eine ganze Weile an ihr knabbern, bis sie darüber hinweg war. Mit einem entschlossenen Blick fixierte die junge Frau die Pfanne vor sich, während Mimi das Geschirr aus den Schränken holte.
Erst als die Jüngere die Stimme erhob, wurde Soras Blick wieder weich und sie sah über der Schulter zu ihrer Freundin. Sie hörte sofort heraus, dass sie einen Kloß im Hals hatte. Sie schob die Pfanne vom heißen Herd, machte diesen aus und wand sich sofort an Mimi. Ein Lächeln zeigte sich auf Soras Lippen und sie legte ihre Hand aufmunternd auf die Schulter der Brünetten. "Er wäre ein Dummkopf, wenn er Dich nicht vermissen würde." Kurz überlegte die Orangehaarige auf die Frage der Anderen. "Mh.. Ja, ich vermisse ihn schon. Wäre ja komisch, wenn nicht. Ich weiß, dass er hier um die Ecke wohnt und es ihm gut geht, dennoch sind die Gedanken immer bei ihm.", antwortete sie ehrlich und sah sofort wieder die trüben, glänzenden Augen Mimis. Sofort legte sie die Arme um die junge Frau und zog sie eng an sich. "Du... musst nicht immer die Starke sein. Es ist doch nur normal, dass Du ihn vermisst. Wenn Dir nach weinen zumute ist, tu es. Ich werde es niemandem verraten, versprochen.", gab sie beruhigend von sich und strich der anderen sanft über den Kopf, wie sie es schon zuvor getan hatte. Sora konnte ganz genau verstehen, wie schwer es für sie war, umso mehr wollte sie, dass Mimi nicht allein war und bei sich daheim allein die Augen ausweinte. Es tat gut, die Gefühle los zu lassen, es tat gut, dass sie einmal los ließ. Danach würde es ihr hoffentlich besser gehen.

Das Essen in der Pfanne war noch heiß, so musste sie es nicht nochmal erwärmen und konnte direkt zwei Portionen auf die Teller machen, die sie kurz darauf auf den Tisch stellte. Zusammen mit Mimi gönnte sie sich diese warme Mahlzeit und sie sorgte dafür, dass das Thema "Jungs" nicht mehr angesprochen wurde. Sora quatschte über den neusten Promi-Tratsch, die neuste Serie, die sie und Mimi verfolgten, die Castingshows, die im TV liefen, einfach belangloses Zeug, das einen gut ablenkte und für Gesprächsstoff sorgte.
Nachdem sie mit dem Essen fertig waren, verräumte sie das Geschirr in der Spülmaschine. "Was hälst Du davon, wenn wir jetzt unsere Schlafsachen anziehen und dann eine schöne Gesichtsmaske auflegen und damit etwas singen?", die Vorstellung allein bescherte Sora schon ein Grinsen im Gesicht. Wie Mimi wohl mit der Algenpackung im Gesicht "We are the Champions" singen würde? Die Vorstellung schien für Sora einfach schon extrem gut und sie selbst würde auch alles geben, damit sie eine leidenschaftliche Gesichtsmasken-Performance abliefern würde.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Do Feb 15, 2018 10:59 pm


Irgendwann Ende August
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Als Mimi den letzten Teller abgestellt hatte, ballte sie ihre Hände zu Fäuste um so all die Wut und Trauer in sich zu behalten, die sie nun in sich anstaute. Natürlich musste es raus und gerade war sie ein platzendes Energiebündel. Ehrlich gesagt konnte sie nicht einmal definieren, ob es nun wirklich Wut auf Nobu war, die sie empfand oder einfach wirklich pure Trauer. Natürlich war da etwas in ihr, das ihr sagte sie muss ihn hassen, denn immerhin würde er sich nun ein schönes Leben ohne sie machen. Auf der anderen Seite hatte er noch vor einigen Stunden vor ihr gestanden, mit Tränen im Gesicht und hatte ihr versichert das er nie wieder eine Andere so lieben könnte wie sie. Wie würde sie ihn denn da hassen können, wenn sie ihn doch liebte?
Unzählige Liebesfilme hatte es gegeben in denen Mimi genau so was gesehen hatte und sich jedes Mal gefragt hatte wie die Frauen das schafften. Wie konnten sie nur so weiter machen? Wie konnten sie manchmal so viel weinen? So sauer sein? Wo nahmen sie all die Energie her? Würden sie sich je neu verlieben? Und nun stand sie hier in der Küche von Sora und befand sich in eben dieser Situation in der sie am liebsten laut geschrien, geweint, geschlagen hätte und zu Boden gegangen wäre, ohne das es jemand gesehen hätte. Im Endeffekt kannte sie die Antwort auf all ihre Fragen: Sie würde es nicht so einfach schaffen über Nobu hinweg zu kommen, einfach weil er ihre erste große Liebe war.
Als Sora mit einem Mal vor ihr stand und sie sanft in ihre Arme zog, spürte Mimi ein Ziehen in ihrer Brust und wusste das sie jeden Moment einfach nicht mehr konnte. Ihre Hände zitterten, also würde gleich alles aus ihr sprudeln. All das Mitgefühl ihrer Freundin war einfach zu viel für das kleine Herz der Brünette, die eh schon mehr als überfordert mit der Situation war. Noch dazu ihre aufrichtigen Worte. Das war es am Ende, was sie übermannte. Ihr Versprechen das es niemand zu hören bekommen würde, dass sie einen schwachen Moment hatte, das war alles für sie und ließ zu das alles raus konnte.
Ein lautes Schluchzen erfüllte den Raum, als Mimi ihre Hände entspannte und bemerkte wie ihre Tränen immer schneller ihre Wangen entlang rannen. Ihr Körper zitterte und irgendwie schaffte sie es einfach nicht sich unter Kontrolle zu halten. Ihre Arme umschlangen den zierlichen Körper der Orangehaarigen und suchten den Halt, den Sora ihr immer bieten würde. Weitere Tränen und das Brennen in ihren Wangen symbolisierten all den Schmerz in ihrer Brust der sich tief vergraben wollte, nur um sie in ihrer Einsamkeit zu quälen. Spätestens morgen Abend allein im Bett wäre all das raus gekommen, so wie es sein sollte. Denn sie hatte vor Nobu kaum geweint, auch als er sich nicht mehr umgedreht hatte. Sie hatte die Busfahrt überstanden und im Flur hatte sie sich schnell gefangen. Jetzt jedoch konnte sie das Ende bei weitem nicht sehen, obwohl sie es sich sehnlichst wünschte. Es sollte aufhören, das mit Nobu sollte ein Ende haben und sie los lassen, denn eigentlich wollte sie doch auch nur ihr Leben leben.
„Ich kann einfach nicht mehr Sora. Ich verstehe nicht wieso er mich allein lassen konnte, wenn er mich doch liebt“, mehr konnte Mimi zwischen den Tränen und allem nicht von sich geben. Das Schlucken fiel ihr schwer und generell hatte sie ihren Körper kaum noch unter Kontrolle. Das Zittern wurde schlimmer und die Brünette wusste, dass sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch war. Aber wie sollten ihre Nerven es auch aushalten, wenn diese seit Wochen strapazierten wurden, weil sie wussten das irgendwann dieser eine Tag kommen würde. Es würde vorläufig einfach kein Ende für dieses Drama geben. Dies war ihr persönlicher Liebesfilm, abgestimmt auf ihr Leben, nur leider ohne dieses bekannte Happy End, wie es sie in all den Filmen gab, die sie über den Herzschmerz gesehen hatte.

Lange hatte es gedauert, bis Sora ihre Freundin dazu bekommen hatte sich auf einen Stuhl zu setzen. Eine Decke war um sie gelegt worden, weil sie noch immer zitterte. Dabei konnte Mimi nicht einmal sagen ob ihr wirklich kalt war oder ob es einen anderen Grund hatte. Dennoch tat ihr die Wärme gut. In einer Hand hatte sie währenddessen ihre Gabel und stocherte leicht in ihrem Essen rum, weil sie nach ein paar Gabeln voll einfach nicht wirklich mehr konnte. Es schmeckte köstlich, keine Frage und eigentlich hatte sie auch wahnsinnigen Hunger. Dennoch wusste die Brünette einfach nicht wie sie es runter bekommen sollte. Es fühlte sich einfach falsch an, weil ihr Körper so empfindlich war und sie das Gefühl hatte es würde eh gleich alles wieder raus kommen. Wünschen würde sie es sich für diesen Tag jedoch nicht.
Als sie weitere zehn Mal das Essen von einer Ecke in die Andere geschoben hatte, schob Mimi ihren Teller seufzend von sich weg und sah Sora entschuldigend an: „Es war super lecker, aber gerade kann ich einfach nicht essen. Vielleicht später, okay?“.
Wieder bekam sie einen besorgten Blick, der ihr ebenso zusetzte. Immerhin wollte Mimi nicht das ihre Freundin sich ihretwegen solche Sorgen machte. Es war doch nicht fair das Sora ihretwegen so viel Kummer in sich trug. Sie wollten doch Spaß haben und Sora sollte nicht wegen Mimi mit leiden müssen. Genau deswegen kam ihr Vorschlag wie gerufen. Vielleicht würde die Ablenkung ja wirklich ablenken und ihnen zusammen gut tun.
Mit einem Nicken willigte die Schülerin daher ein und stand vom Stuhl auf, ehe sie sich auf den Weg zu ihrer Tasche machte. Sie hatte extra einen flauschigen Pyjama eingepackt. Den mit dem Jelly Beans-Muster, einen aus den USA. Ein kleiner Knoten bildete sich im Magen der Teenagerin, doch versuchte sie diesen zu vergessen. Sie drehte sich mit einem Lächeln zu Sora um, die ihr gefolgt war: „Ich ziehe mich schnell im Bad um und schminke mich mal ab. Man weiß ja nie was heute noch passiert. Außerdem ist das mit Gesichtsmasken auch nicht so schön. Ich beeile mich auch. Du kannst dich ja auch solange umziehen“, danach schnappte Mimi sich ihre Kulturtasche mit sämtlichen Dingen die sie brauchte und verschwand im Bad.
Dort angekommen schloss sie hinter sich ab und rutschte die Tür hinunter auf den Boden. Einen Moment brauchte sie einfach um sich zu finden und runter zu kommen. Dabei brannten ihre Augen wieder, jedoch ignorierte sie es. Langsam zog sie ihr Handy aus einer ihrer Taschen und sah mit einem verschleierten Blick auf ihr Handy. Innerlich war sie leer, als sie keine Benachrichtigungen vorfand. Aber was hatte sie auch erwartet? Er würde noch immer fliegen. Noch dazu hatte er gesagt, er würde sich erst mal nicht melden, damit sie in Ruhe trauern konnte um über ihn hinweg zu kommen. Anfangs hatte sie dem zugestimmt, doch jetzt wollte sie es nicht mehr. Sie wollte ihm nachreisen und bei ihm sein, das war alles.
Wütend warf Mimi ihr Handy in eine Ecke und legte sowohl ihre Hände als auch ihren Kopf auf ihren Knien ab. Langsam aber sicher wurde alles um sie herum wieder nass, was an sich kein gutes Zeichen war. So leise es ging ließ sie ihrem Frust freien Lauf. Dabei vergaß sie ganz was um sich herum passierte. In diesem Moment zählte nur die innere Leere und der Schmerz, der alles weitere füllte was es noch gab. Und mehr war da gerade nicht.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Sa Feb 17, 2018 12:21 am

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Mimi weinte vollkommen erbittert und Sora war einfach nur da und hielt sie wortlos in den Armen, strich ihr sanft über den Kopf und schaukelte sie ganz leicht, um sie vielleicht etwas zu beruhigen.
Natürlich hatte Mimi danach keinen Hunger mehr, was die junge Frau auch verstand. "Halb so wild. Ich decke es dir ab und wenn du Appetit drauf hast, dann mache ich es dir nochmal schnell warm.", ihre Stimme war freundlich und warm, während sie Mimis Teller an sich nahm und beiseite räumte und etwas abdeckte.
Die jüngere Digiritterin erhob sich, um sich in ihren Schlafanzug zu begeben. "Klar, lass Dir ruhig alle Zeit der Welt. Ich bin hier.", wohl wissend, dass die andere, sobald die Türe zum Bad zu gehen würde, sich heimlich die Augen ausweinen würde.
Sora stand da und sortierte die Kissen auf dem ausgezogenen Sofa, ihr Blick glitt zu Mimi, die gerade ins Bad verschwand.
Mitfühlend und voller Schmerz sah Sora die Badezimmertüre an. Sie konnte sich einfach vorstellen, wie sehr Mimi unter diesem Verlust litt und langsam gingen ihr die Ideen aus, sie aufzufangen. Ein leiser Seufzer entglitt ihr und sie warf das Kissen einfach etwas frustriert aufs Sofa, um dann in ihr Zimmer zu gehen und sich ihren Schlafanzug anzuziehen. Er bestand aus einer hellgrauen Hose mit schwarzen Herzchen und einem dunkelgrauen Oberteil.
Als sie wieder zurück kam, ließ sie sich auf dem Sofa nieder, ihr Blick glitt immer wieder mal zur Badtüre, die sie besorgt musterte.
Was konnte sie nur tun, damit es der anderen besser gehen würde?
Doch dann musste sie an den letzten Ausflug in die Digiwelt denken, wie sie Biyomon in ihren Armen verlor. Das war zwar ein wenig anders, aber auch Sora hatte ein Verlustgefühl und egal, wie sehr man ihr zu sprach oder sie versuchte abzulenken, sie brauchte eine Zeit, bis sie sich davon erholt hatte. Bei Mimi würde es genauso sein. Wenn sie aus dem Bad heraus kam, könnte sie vermutlich ihre fröhliche Maske auflegen, doch Sora wusste, dass sie die nächsten Wochen und vielleicht Monate noch daran zu knabbern haben würde.
In der Zeit, bis die andere zurück kommen würde, beschloss Sora, sich die Packungsbeilagen der Beautyprodukte durchzulesen. Sie würde Mimi jetzt nicht stören. Sie solle sich alle Zeit der Welt nehmen, bis sie bereit war, wieder aus dem Bad zu kommen.
Sora griff nach ihrem Handy und schrieb etwas mit Yamato. Ob er mit dem Babydigimon überfordert war? Nyokimon war wesentlich ruhiger, als Yokomon und die weiteren Entwicklungen ihres Digimonpartners, wahrscheinlich war dies auch der Grund, wieso Yamato dem zugestimmt hatte. Biyomon wäre ihm sicherlich zu anstrengend gewesen.
Auf Soras Lippen bildete sich ein leichtes Schmunzeln, als sie ein Foto von ihm erhielt mit ihrem Digimon in seinen Armen. Beide sahen irgendwie zufrieden und glücklich aus. Ein tolles Foto, wie sie fand. Nun hatte sie sich aber genug damit beschäftigt und legte ihr Handy beiseite, um dann schon mal den Fernseher für die Karaoke-Session vorzubereiten. Leise dudelte die Musik des Menüs aus den Lautsprechern, während Sora noch ein wenig zu Trinken und ein paar Snacks holte. Hoffentlich ging es der Anderen jenseits der Badezimmertüre schon etwas besser.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Do Feb 22, 2018 4:41 pm


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Es dauerte einige Zeit bis der Brünette klar wurde was sie eigentlich getan hatte. Erschrocken fuhr ihr Kopf nach oben, als sie zu ihrem Handy krabbelte und dieses entsperrte. Ihr Fokus lag dabei nicht auf den nicht vorhandenen Nachrichten, sondern auf der Uhrzeit. Es war bereits eine Viertelstunde vergangen. Mit Sicherheit würde Sora langsam anfangen sich Sorgen zu machen, auch wenn sie niemals her kommen würde um sie zu stören. Sie wusste das Mimi gerade einfach ihre Zeit brauchte und akzeptierte dies mit Sicherheit auch. Eine Eigenschaft die nicht viele besaßen, denn die Orangehaarige wusste immer was zu tun war. Sie würde Mimi in ihrer Trauer nicht einengen und dafür war sie ihr dankbar.
Dennoch überkam das schlechte Gewissen die Jüngere, als sie sich aufraffte. Schnell zog sie sich um und kuschelte sich in ihren Pyjama. Ein angenehmes Gefühl, irgendwie heimisch und es hatte etwas beruhigendes. Sicherlich würde es ihr so schneller besser gehen. Vorsichtig drehte die Schülerin sich danach zum Spiegel, obwohl sie sich vor dem Anblick fürchtete. Und wie zu erwarten hatte ihre gesamte Schminke sich im kompletten Gesicht verteilt. Leichter Ekel überkam die Brünette, als sie sich nach ihrer Kulturtasche umsah. Sie holte ein kleines Aschminktuch aus dem Beutel und fing an sich das schwarze Zeug aus dem Gesicht zu wischen. Es dauerte eine Zeit, bis alles weg war und Mimi sich im Spiegel wieder anschauen konnte. Danach spülte sie ihr Gesicht mit klarem Wasser ab und trug eine leichte Creme auf. Durch das ganze Durcheinander hatte sie Angst Pickel zu bekommen, denn das war das Letzte was sie in ihrer jetzigen Situation gebrauchen konnte.
Nachdem sie fertig war, schmiss Mimi das Abschminktuch weg und packte ihre Sachen zusammen. Sie sperrte die Tür auf und brachte ihre Klamotten zu ihrer Tasche, ehe sie mit unsicheren Schritten zum Wohnzimmer der Familie Takenouchi ging. Ihre Augen waren total aufgequollen und rot, weshalb es ein leichtes für Sora war ihr anzusehen das sie geweint hatte. Würde sie sie dann in den Arm nehmen? Würde sie ihr sagen das alles gut werden würde? Irgendwie schien nämlich gar nichts gerade gut zu sein. Vielleicht würde es das die nächsten Wochen auch nicht werden. Oder aber die Brünette würde nie wieder glücklich werden. Wie wäre das denn?
Die Digiritterin schüttelte den Kopf, als der Gedanke eine Gänsehaut verursachte. An so was wollte sie gar nicht denken. Mit Sicherheit würde sie irgendwann wieder glücklich werden. Es würde doch nur seine Zeit brauchen, ja so war es. Vorsichtig strich sie sich über die Oberarme und versuchte sich wieder zu beruhigen, als sie in das Wohnzimmer ging und somit auch in das Sichtfeld ihrer Freundin. Schon jetzt wurden ihre Wangen rot, weil sie sich so für ihren kleinen Ausbruch schämte. Dabei war es doch nur Sora, ihre beste Freundin, die mehr Verständnis hatte als jeder andere Mensch den sie kannte. Aber es war eine natürliche Reaktion und irgendwie konnte sie es einfach nicht abschalten. Genau deswegen versuchte sie ein Lächeln aufzusetzen, als sie sich räusperte und versuchte die Aufmerksamkeit ihrer Freundin zu bekommen. Diese saß nämlich auf dem Sofa und tippte an ihrem Handy.
„Danke das du auf mich gewartet hast. Ich habe etwas länger gebraucht, tut mir Leid“, vorsichtig nahm Mimi neben ihrer Freundin Platz und zog die Beine an ihren Körper. Sofort zog sie diese mit ihren Armen fest an sich und versuchte so sich warm zu halten. Es war nicht kalt im Raum, aber dennoch hatte die Brünette das Gefühl von innen zu frieren.
Langsam glitt ihr Blick über all das, was Sora in der Zwischenzeit schon vorbereitet hatte. Scheinbar hatte sie es sich nicht nehmen lassen ihren Plan durch zu ziehen. Ein gutes Gefühl, denn so würde für Mitleid heute keinen Platz geben. Ablenkung war zudem doch irgendwie die beste Medizin. Genau deswegen erschien ein echtes Lächeln auf den Lippen der Jüngeren, da es doch noch ein guter Tag werden konnte. Auch wenn sie vielleicht noch das ein oder andere Mal weinen würde, sie würde nie allein sein und das war die Hauptsache.
„Danke für alles“, mit den Fingern wies Mimi auf die Sachen auf dem Tisch: „Du bist echt die beste Freundin die es gibt“.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Sa März 03, 2018 9:02 pm

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Sora wusste ganz genau, dass ihre beste Freundin im Bad saß und sich die Augen ausweinte, was man gelegentlich auch mit einem Schluchzer der Brünetten vernehmen konnte. Immer wieder glitt der Blick der Digiritterin besorgt zur Badezimmertüre. Mimi war sonst so tough und stark und nun war sie so zerbrechlich. Dennoch verstand Sora es, dass die Andere ihre Zeit für sich brauchte und auch mal alleine weinen musste. Sie drängte sie nicht. Wenn sie Zeit brauchte, sollte sie sich diese nehmen, Sora hatte dafür Verständnis. Ihr war es kurz zuvor ja auch ähnlich ergangen, als sie aus der Digiwelt zurück kamen, als sie mit den Anderen auf der Suche nach den Wappen waren.
Weiterhin tippte Sora noch ein wenig mit Yamato herum und fragte, was er den Tag über zusammen mit Gabumon und Nyokimon unternommen hatte. Er war einkaufen gewesen und hatte den beiden Digimon ein leckeres Essen gezaubert. Ein wenig beneidete Sora die beiden Digimon, die das Essen ihres Freundes vernichten durften. Anschließend bekam sie noch ein Foto geschickt, auf dem Gabumon mit Nyokimon friedlich am schlafen war. Nun zeigte sich ein warmes Lächeln auf Soras Lippen. Ihr Digimonpartner war bei Yamato einfach in den besten Händen. Und für einen kurzen Moment kamen wieder Gefühle in ihr auf, dass sie eine schlechte Digiritterin war. Nyokimon wäre in Yamatos Händen einfach sicherer aufgehoben, als in ihren eigenen. Der Gedanke verflog so schnell wieder, wie er gekommen war. Sie wusste, dass es totaler Unsinn war, dennoch knabberte sie immer noch an der Tatsache, dass sie Biyomon nicht beschützen konnte. Sie fixierte weiterhin das Bild auf ihrem Handydisplay und merkte, dass sie weinte, als eine Träne auf diesen fiel. Schnell wischte sie sich diese beiseite und atmete einmal tief durch. Nyokimon ging es gut und nach wie vor liebte das kleine Digimon die orangehaarige junge Frau und genauso war es anders herum auch.
Gerade als Sora sich die Tränen weg gewischt hatte hörte sie, wie die Badezimmertüre aufgeschlossen wurde. Schnell verabschiedete sich von Yamato und legte ihr Telefon beiseite, um sich dann aufzurappeln. Mimi musste wahnsinnig geweint haben, denn ihre Augen sahen wahnsinnig geschwollen aus. "Du brauchst Dich nicht entschuldigen. Manchmal habe ich auch einen richtigen Kampf, das Make Up wieder ab zu kriegen, was ich mir ins Gesicht geschmiert habe.", gab sie beruhigend von sich und servierte damit Mimis Ausrede, so lang im Bad gewesen zu sein. Sora zog es definitiv vor die Jüngere nicht auf ihre geschwollenen Augen anzusprechen. Sofort rappelte sich die junge Frau auf und klopfte neben sich auf das ausgezogene Sofa. Die Jüngere nahm wie ein Häufchen Elend neben ihr Platz und kauerte sich zusammen. "Möchtest Du eine Kuscheldecke haben?", fragte Sora einfach und erhob sich vom Sofa, um die Kuscheldecken aus ihrem Zimmer zu holen. Ein Nein würde sie eh nicht dulden. Als sie mit den Decken zurück kam, blieb sie vor dem Sofa stehen, warf eine Decke unausgebreitet auf ihren Platz und breitete die andere aus, sodass diese halb über Mimi fiel. Und endlich konnte sie ihrer Freundin auch ein ehrliches Lächeln entlocken, was sie sogleich auch lächeln ließ. Sora fühlte sich geschmeichelt dank des Kompliments. "Wir haben noch ganz vielen anderen Knabberkram da, falls Du was anderes möchtest. Ah! Aber such Du doch schon mal aus, was wir als nächstes machen. Ich hab was Wichtiges vergessen.", sagte sie schnell und eilte noch mal in die Küche. Der Nachtisch den Mimi sich so sehr verdient hatte stand noch im Kühlschrank und wartete darauf, vernichtet zu werden. Sie richtete diesen ordentlich an, verteilte einige Erdbeeren auf dem Pudding und gab noch selbst geschlagene Sahne oben drauf, nur um dann noch etwas Kakaopulver auf der weißen Schicht zu verteilen. Danach balancierte sie mit den Schalen zurück ins Wohnzimmer und reichte die größere an ihre Freundin. "Hau rein.", sagte sie mit einem Grinsen und ließ sich dann endlich dicht neben der Jüngeren nieder.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Mo März 12, 2018 8:37 pm


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Wie schaffte es Sora nur immer wieder das alles bei ihr einfach so leicht und perfekt wirkte? Sie hatte ja nicht einmal ein Problem damit gehabt das die Jüngere so lange gebraucht hatte. Stattdessen stand sie ihr immer noch sie lieb zur Seite und verstand weiterhin alles was sie tat. Gab es überhaupt Worte um ihre beste Freundin beschreiben zu können? Mit Sicherheit würde man diese noch erfinden müssen.
Kurz nachdem Mimi sich neben der Orangehaarigen platziert hatte, kam diese auch schon mit der Idee um die Ecke eine Kuscheldecke zu holen. Auch wenn ihr bunter Pyjama gefüttert war und warm hielt, so hatte sie doch eine leichte Gänsehaut die sie jetzt erst bemerkt hatte. Ein kurzes Nicken kam über sie, als sie auch schon sah wie Sora aufstand um diese zu holen. Wenig später war sie dick eingepackt und als wäre das noch nicht genug bekam sie kurz darauf ihren langersehnten Nachtisch, den sie fast schon vergessen hatte.
Die Wangen der Brünette wurden rot, als sie diesen mit einem leisen Danke annahm und anfing sich einen Löffel nach dem anderen genüsslich in den Mund schob. Der Geschmack der Sahne war eine Geschmacksexplosion. Die Süße tat gut und gab der zierlichen Teenagerin die Energie, die ihr zuvor gefehlt hatte. All das Weinen war einfach zu viel für sie gewesen. Es hatte sie schlapp werden lassen, doch wurde dies gerade wieder etwas besser.
Verstohlen schielte Mimi zu Sora, als sie einen Bissen ihres Essens runter schluckte und mit einem leichten Lächeln versuchte diese zu beruhigen: „Mir geht es nun schon viel besser, danke. Dein Essen bewirkt echt Wunder. Da kommt selbst das Essen meiner Mutter nicht ran“.
Kurz darauf war die Schale leer, die Mimi auf den Tisch stellte, ehe sie sich nach hinten lehnte und ihren Kopf auf der Schulter ihrer Freundin ablegte. Dabei zog die Brünette die Kuscheldecke weiter hoch bis nur noch der Kopf frei war. Erst da wurde ihr wieder richtig warm. Wieder stahl sich ein kleines Lächeln auf die Lippen der Jüngeren.
„Ich würde jetzt am liebsten einen Film schauen und einfach nichts tun. Hier ist es gerade einfach so schön warm. Ich genieße es gerade und deine Schulter ist auch echt bequem wenn ich das mal so sagen darf“, flüsterte Mimi um die Stille nicht weiter unnötig in die Länge zu ziehen: „Mir ist auch egal was für einen Film wir schauen, solange wir keinen Liebesfilm sehen. Ich bin für alle andere Genre offen“.
Ein leises Piepsen war zu vernehmen. Es dauerte etwas bis der Brünette klar wurde das es sich bei diesem Ton um ihr Handy gehandelt hatte. Scheinbar war eine Nachricht angekommen, die allerdings nur von einer Person stammen konnte. Als Mimi nämlich mit Nobu zusammen gekommen war, hatte sie es sich nicht nehmen lassen ihm einen eigenen Ton zu geben, nur um dann immer zu wissen wann er es war, der ihr schrieb. Wenn sie sich sonst immer gefreut hatte diesen Ton zu hören, so war es jetzt eher ein ungutes Gefühl wenn nicht sogar leichte Panik die in ihr aufkam.
Verunsichert schaute sie zu Sora, da sie nicht wusste was sie machen sollte. Sie wollte nicht schon wieder weinen und egal was sie dort lesen würde, es würden Tränen fließen. Allerdings war sie aber auch neugierig und wollte unbedingt wissen was er ihr zu sagen hatte. Wie sollte sie sich denn da richtig entscheiden? Immerhin war es auch unhöflich die Nachricht nicht zu lesen, da sie Nobu dazu auch noch gebeten hatte sich zu melden, wenn er sicher gelandet war. Und nur seinetwegen hatte sie ihr Handy auf laut gestellt.
„Ich habe Angst Sora“, gab Mimi schließlich zu: „Kein Digimon, kein Kampf, nicht einmal eine Klausur, der Umzug in die USA oder aber die Trennung von Michael haben mir so viel Angst gemacht wie diese Nachricht. Ich habe Angst das er mir noch irgendwas geschrieben hat das mich zum Weinen bringt. Ich kann dir nicht mal sagen was es sein könnte, aber dennoch habe ich einfach Angst“.
Ihr Blick wurde von Sekunde zu Sekunde glasiger, auch wenn die Brünette es nicht wollte. Sie wollte stark bleiben und Sora nicht noch eine Heulattacke antun, aber wie konnte man es abstellen, wenn die Tränen ohne Ankündigungen einfach flossen? Sie musste schleunigst auf andere Gedanken kommen, denn sonst wäre das nächste Unglück nicht weit weg, so viel stand fest. Vielleicht sollte sie auch einfach das Handy ausschalten oder die Nachricht einfach löschen. Sie könnte auch das Handy nehmen und es aus dem Fenster werfen, es zerschlagen oder im Klo runter spühlen. Mit Sicherheit wäre alles einfacher als ohne zu weinen diese Nachricht zu lesen.
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BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Di Apr 03, 2018 8:13 pm

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Hoffentlich würde es der Brünetten bald besser gehen. Sora setzte sich wirklich für ihre beste Freundin ein, um diese aus dem Emotionssumpf zu fischen. Jedenfalls, so empfand es Sora, schien sich Mimis Mimik etwas zu erhellen, als sie den Nachtisch entgegen nahm. Die junge Frau wusste, was Mimi mochte, schließlich kannten sich die beiden jungen Frauen auch schon lang genug. Mit einem Lächeln ließ sich Sora wieder neben ihre beste Freundin sinken, schnappte sich ihre Kuscheldecke und schlang diese nun auch um sich. Zwar hatte die Jüngere nur spärlich von dem Abendessen gegessen, aber Sora war erleichtert, dass sie zumindest die Nachspeise aufzuessen schien. Das war gut. In so einer Situation brauchte man viel Kraft und die bekam man durch Essen. Wobei die junge Frau sich selbst auch nicht daran gehalten hatte, nach dem letzten Ausflug in die Digiwelt, wo sie ihren Digipartner verloren hatte. Sie hatte nach dieser Zeit doch ziemlich abgenommen, weil sie kaum gegessen hatte. In dieser Hinsicht war Sora wohl unverbesserlich. Sie achtete einfach immer auf das Wohlergehen der Anderen und bei sich selbst vergaß sie ihre Bedürfnisse oft.
Soras Hoffnung, dass es Mimi besser ging, bestätigte sich mit den Worten der Jüngeren. Gott sei Dank! Erleichtert lächelte Sora die andere an. "Das freut mich sehr zu hören.", entgegnete sie mit einem warmen Ton darauf. Gleichzeitig wurde sie aber auch etwas verlegen, als Mimi das Essen lobte. "Sag doch sowas nicht.. Deine Mutter kocht doch super gut..!", ein wenig beschämt legte die Orangehaarige eine Hand an ihre eigene Wange, bis ihr ein kleines, leises Kichern entkam und sie noch ergänzte: "Aber vielen Dank, Mimi."
In Null Komma nichts hatte Mimi die Schale geleert und lehnte sich an Sora, welche sachte ihren Kopf gegen den ihrer Freundin lehnte. Hoffentlich war der Kummer jetzt ein wenig beseitigt. Dann äußerte die Jüngere einen weiteren Wunsch, dem Sora unverzüglich nachkommen wollte. "Alles klar. Ich mach uns etwas witziges an..", kurz löste Sora sich von der jüngeren, krabbelte zum Blu Ray Spieler und legte dort einen Film ein, ehe sie wieder zu ihrer Freundin auf die Lümmelwiese hoppste und den Film startete. Wieder kuschelte sich Sora an die Andere. Irgendwie tat ihr die Nähe der Jüngeren auch gut. Hin und wieder spürte Sora doch ein Ziehen im Herzen, wenn sie an Nyokimon dachte und was es alles durch gemacht hatte und die Nähe ihrer besten Freundin lenkte sie doch auch gut ab.
Sie hatten gerade den Film angefangen, als ein Piepsen ertönte, was Sora etwas irritiert umsehen lies. Oh nein. Auch die Orangehaarige begriff, dass es sich dabei um Mimis Handy handeln musste. Vorsichtig glitt der Blick zu der Anderen, um ihre Reaktion auszumachen. Und in der Tat hob Mimi den Blick unsicher zu Sora. Es schien Nobu gewesen zu sein, sie hatte ihm doch diesen extra Klingelton zugewiesen? "Soll ich nachsehen?", fragte Sora schließlich, um Mimis inneren Kampf zu einem Ende zu verhelfen. Mimis Worte ließen Sora wieder diesen Mitfühlenden Blick annehmen und sie kam nicht umhin, ihre Freundin zu umarmen und sie an sich zu drücken. "Es...wird alles Gut werden. Es braucht nur Zeit...", flüsterte sie leise und strich mit der Hand über den Schopf der Anderen. Entschlossen ließ Sora ab von der Jüngeren, stand auf und griff das Handy. Ihre Augen huschten über den Bildschirm und lasen die Nachricht. "Er ist gut gelandet.", sagte Sora nur. Es stand noch ein wenig darin, dass er sie vermisste und hoffte, dass es ihr gut ging, doch die Digiritterin hielt es für klug, das fürs Erste nicht zu erwähnen. Sie wischte mit dem Finger über den Bildschirm und schaltete das Gerät lautlos. Hoffentlich würde Mimi diese Information ausreichen.
Sora ließ das Mobiltelefon wieder an den Platz sinken und ließ sich erneut neben Mimi nieder. Wieder schloss Sora die Arme um die Brünette, in der Hoffnung, dass ihr die Tränen erspart blieben.
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Mimi Tachikawa

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Wappen : Aufrichtigkeit
Digimonpartner : Palmon

BeitragThema: Re: endless sincere love ~ Mimi & Sora    Di Apr 17, 2018 6:24 pm

Irgendwann Ende August
Wohnung von Familie Takenouchi
Mimi & Sora


Als Mimi ihre Schale abgestellt hatte, schaute sie zu, wie Sora den Film startete und erst da sah sie ihre Freundin genauer an. Ehrlich gesagt war es ihr zuvor kaum aufgefallen, dennoch konnte man, wenn man genau hinsah, genau erkennen, dass Sora in letzter Zeit wirklich abgenommen hatte. Mimi war natürlich bewusst woran es legen musste und auch, dass es Grund genug war, dennoch hatte sie dank ihrer eigenen Sorgen mal wieder nur an sich gedacht und gar nicht auf die Signale ihrer Freundin geschaut. Es beschämte sie zutiefst und tat ihr unglaublich Leid, aber wie sollte sie das nur in Worte fassen. Die Schamesröte, welche ihr nun ins Gesicht geschrieben war, würde sie eh verraten.
Im nächsten Moment zog die Brünette ihre Decke ein gutes Stück höher um sich in dieser verstecken zu können. Am liebsten wäre sie einfach im Erdboden verschwunden. Als Sora dann neben ihr saß und sie sich an sie gelehnt hatte, konnte sie sogar den Unterschied spüren, aber wie sollte man seiner besten Freundin denn sagen das sie mehr essen sollte? Mimi selbst hatte ja auch mal wieder etwas mehr Essen nötig, aber noch lange nicht so sehr wie Sora. Uff, das war doch alles nicht so leicht. Noch schlimmer konnte es doch nicht mehr werden...
Und genau das hätte sie sich einfach sparen können. Unter der Decke zusammen gekauert wartete die Brünette die quälend langen Sekunden ab, in denen ihre Freundin die SMS las, die sie von Nobu bekommen hatte. In diesen Sekunden fühlte es sich zunehmend an, als würde sie wahnsinnig werden. Ihre Atmung war komplett ausgefallen, was ihr aber erst bewusst wurde, als sie tief ausatmete, sobald sie Sora ihre Stimme vernahm. Doch dann kam die bittere Enttäuschung auf und übermannte sie so extrem, sodass ihr fast wieder wie wild Tränen über das Gesicht strömten.
Was sollte das denn heißen? Er war gut gelandet. Mehr nicht? Keine Entschuldigung? Keine Beschreibung seiner Gefühle? Seiner Umgebung? Nicht ein nettes Wort?
Ihr kleines Herz zog sich ein Stück weiter zusammen, als würde es dem Loch in ihrer Brust Platz machen wollen und als wäre das alles nicht genug gewesen, fing die quirlige Brünette wieder an zu schluchzen. Sie warf die Decke weg und fiel um den Hals der Orangehaarigen, ehe sie jammerte: „Wir sollten noch mehr Eis essen. Ich weiß es ist für uns Beide eine scheiß Zeit. Hab mal gelesen das da nur Eis helfen kann, ganz viel Eis“. Auch wenn es keine schöne Art und Weise war so ihrer Freundin auch sagen zu wollen, dass sie es ebenso nötig wie sie hatte, so hatte sie es doch irgendwie wieder in Worte gefasst.
Langsam löste sie sich von Sora und sah ihr in ihre vertrauten Augen, in denen sie so oft schon Trost gefunden hatte: „Hast du das damals auch so dolle gespürt? Tat dir dieser Verlust auch so doll weh? Ich meine wie hast du das überlebt? Gerade du Sora, wo dein Herz doch das Allergrößte ist, das ich kenne“. Ein weiterer Schluchzer und noch einer. Sie alle umrahmten die Worte der Brünette und zeigten einfach wie verzweifelt sie war. Diese Gefühlsausbrüche waren dabei so anstrengend und dennoch konnte sie nicht anders. Sie musste einfach wissen wie man damit fertig werden könnte. Und auch wenn es taktlos war ihre Freundin nach dem Verlust ihres Digimonpartners zu fragen, so war es dennoch Mimi ihre Art so direkt danach zu fragen. Zudem konnte sie einfach schon keinen klaren Gedanken mehr fassen. In ihren Kopf waren einfach zu viele Fragen, Sorgen und zu viel Kummer. Es galt einfach diesen los zu werden, auch wenn sie dabei etwas taktlos war. Hoffentlich würde Sora ihr dies nicht übel nehmen, schließlich verstand sie ja sonst auch alles.
Dennoch umarmte Mimi ihre Freundin wieder, da es ihr wirklich leid tat und nuschelte an ihrer Schulter: „Es tut mir Leid das ich so eine unsensible Kuh bin, aber ich muss einfach verstehen wie man damit umgehen soll. Eis kann ja nicht alle Wunden heilen Sora... Oh Gott, es tut mir so Leid“, und mehr brachte die Brünette einfach nicht raus. Dazu fehlten ihr einfach zum ersten Mal die Worte.
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