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 Das Hauptquartier

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AutorNachricht
Taichi Yagami

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Anzahl der Beiträge : 201
Arbeit/Hobby : Schüler/Fußballer

BeitragThema: Das Hauptquartier   Mi Dez 30, 2015 9:21 pm

Hier befindet sich das Hauptquartier.
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Akira Tanaka

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Anzahl der Beiträge : 16
Arbeit/Hobby : Fürstin der Finsternis

BeitragThema: Re: Das Hauptquartier   Mo Nov 07, 2016 12:25 pm


10. August
18:30 Uhr
Fürstin der Finsternis & Lobmon

Es hätte eigentlich ein Tag wieder jeder andere werden können, den Akira in der Digiwelt verbrachte. Ihr persönlicher Rückzugsort. Es war etwas paradox, dass die Welt mit den Wesen, die sie so sehr verabscheute, ihr Ruheort geworden war. Aber Serverraum, in mitten des Irrgartens war ihr so vertraut. Das Blinken der Maschinen war beruhigend. Hier war alles, wie Akira es wollte. Jedes Detail stimmte. Hier hatte sie das Gefühl von Kontrolle, die sie so dringend benötigte und die bewirkte, dass sie sich gut fühlte.
„Akira?“, durchbrach eine schüchterne Stimme die Stille und sie seufzte auf. Genervt schloss sie die Augen und hoffte, dass das kleine Monster sich dazu entschließen würde, sie in Ruhe zu lassen. Sah es denn nicht, dass sie beschäftigt war. Akira arbeitet an einem neuen Code, der bewirken sollte, dass das Labyrinth auch ohne ihre Kontrolle so funktionierte wie es sollte. „Akira….“
Genervt sah sie von dem Bildschirm auf und schenkte dem Digimon, das schüchtern an sie heran getapst war einen bitterbösen Blick. „Du sollst mich nicht so nennen!“, erklärte sie barsch. „Entschuldige… Fürstin der Finsternis...“, fiepste das Digimon. „Aber du solltest dir das ansehen“, forderte es, wobei ihm sichtlich ins Gesicht geschrieben stand, dass es das Gespräch lieber beenden würde.
Da es aber ihrem Blick standhielt, stand Akira seufzend auf. „Was?“, verlangte sie zu wissen und ließ sich von Lobmon zu einem der Bildschirme führen, die das gesamte Labyrinth zeigten. Kontrolle war ihr wichtig und daher musste sie auch jederzeit wissen, was in dem Irrgarten vor sich ging.
Doch was sie nun auf den Bildern sah, ließ sie stocken. Akira hatte mit weiteren Digimon gerechnet. Solche, deren Codes von dem Labyrinth magisch angezogen wurden und die es dann nie mehr verlassen würden. Aber auf den Bildschirmen befanden sich nicht nur digitale Monster sondern Menschen.
„Wer ist das?“, verlangte sie zu wissen und zoomte die Bilder heran. „Mach den Ton an!“, befahl sie und Gesprächsfetzen drangen an ihre Ohren. Sie hatte niemanden von diesen jungen Leuten schon mal gesehen. Eigentlich hatte sie noch nie Menschen in der Digiwelt gesehen, auch wenn sie bereits geahnt hatte, dass sie nicht die Einzige sein konnte.
Nervös kaute sie auf ihrer Unterlippe herum, während ihre Augen über die einzelnen Gruppen huschten. „Das scheinen Digiritter zu sein. So wie du“, erklärte Lobmon und fing sich einen bösen Blick ein. „Ich bin kein Digiritter!“, fauchte sie eisig. Das hatte sie ihrem Digimon schon so fot erklärt. Aber Lobmon schien die Hoffnung nicht aufgeben zu wollen. Naives Datenbündel! Sie war nur hier um die Digiwelt zu vernichten. Lobmon duldete sie nur, weil es ihr half. Jedenfalls war es ihr im Moment nützlich und da es sich weigerte zu verschwinden, hatte sie akzeptiert, dass sie es nützlich einsetzen konnte.
„Aber sie sind welche. Sie reden davon, dass sie herausfinden wollen, wieso das Labyrinth existiert. Sie wollen den Digimon helfen“, berichtete Lobmon und Akira ballte die Hände zu Fäusten. „Ach ja?“ Das passte ihr so gar nicht in den Kram. Niemand sollte ihre Pläne durchkreuzen und schon gar nicht diese Digiritter. „Viel Glück wünsche ich denen“, schnaubte sie und verschränkte die Arme vor der Brust. „Lass die Eater auf sie los“, befahl sie Lobmon und zog sich ihren Stuhl näher zu den Bildschirmen. Das dürfte immerhin interessant werden.
Doch noch bevor sie sich hingesetzt hatte, tauchte etwas in ihrem Blickfeld auf, das sie in der Bewegung innehalten ließ. Hinter einem Typ mit der seltsamsten Frisur, die Akira je gesehen hatte, tauchte jemand auf, den sie tatsächlich kannte. Ihr Herz begann verräterisch schnell zu schlagen, als sie jeden Zweifel ausschloss. „Koushiro“, wisperte sie entsetzt. „Was?“ „Warte mit den Eater“, wies sie Lobmon anstelle einer Antwort an. Es ging dieses Vieh gar nichts an, dass sie Koushiro kannte. Sie war nicht hier um persönliche Dinge mit Lobmon zu besprechen. Davon abgesehen wusste sie ja selber nicht, wie genau sie zu dem nervigen Jungen stand.
„Wir müssen ihn da loswerden“, erklärte sie und versuchte möglichst gefasst zu wirken. „Der kann uns nämlich tatsächlich gefährlich werden“, log sie. Wobei so eine große Lüge war das gar nicht. Koushiro war der Einzige, dem sie zutraute ihre Codes zu verstehen und zu verändern. Die anderen wirkten nicht gerade wie Computergenies. Eher wie eine Pfadfinder oder so.
Mit den Füßen stieß sich Akira vom Boden ab und brachte so den Stuhl ins Rollen, bis sie wieder an ihrem Programm saß. „Was machst du jetzt?“, wollte Lobmon wissen, während sie schon eifrig in die Tasten schlug. „Ich schicke ihn raus“, erklärte sie. Das war eigentlich kein Problem. Wenn sie es schaffte, Daten der Digimon so zu verändern, dass sie ins Labyrinth gezogen wurden, schaffte sie es auch so zu verändern, dass sie abgestoßen wurden. Aber hier war vorsichtig geboten. Denn im Gegensatz zu den digitalen Monstern war es ihr bei Koushiro nicht egal, wenn sie seinen Datensatz irreparabel verändern würde. „Dieser Junge darf das Labyrinth nicht betreten. Wenn er unsere Arbeit findet, wird er sie auf jeden Fall mit etwas Geduld entschlüsseln und verändern können“, murmelte Akira, während sie sich auf die Codes konzentrierte.
Mit Enter bestätigte sie die Eingabe und rollte zu den Bildschirmen zurück. „Ist nichts Persönliches, Koushiro“, erklärte sie dem Bildschirm, bevor sich der Junge vor ihren Augen aufzulösen begann. „Akira!“, fiepste Lobmon entsetzt. „Ist er…?“ „Nur vor dem Eingang, Dummchen“, unterbrach sie das Digimon schroff. „Wieso sollte ich einen Menschen umbringen wollen?“ Vor allem Koushiro? Das wäre ja absurd. Total unlogisch! „Ich sagte doch, er darf das Labyrinth nicht betreten. Und dank der Codeveränderung kann er das nun auch nicht mehr“, erklärte sie dem Digimon, das aus großen Augen die Bildschirme beobachtete. „Das war sehr schlau von dir.“ „Ich weiß. Und jetzt lass die Eater auf sie los!“, befahl Akira und versuchte ihren Herzschlag zu kontrollieren. Dass Koushiro hier war, passte ihr so gar nicht in den Kram.

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