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 Das Managerbüro

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AutorNachricht
Taichi Yagami

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BeitragThema: Das Managerbüro   Do Mai 31, 2018 9:55 pm

Hier befindet sich das Büro von Rin Kudara.
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Rin Kudara

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BeitragThema: Re: Das Managerbüro   Do Mai 31, 2018 9:58 pm


16. August
14:00 Uhr
Rin (& Yamato)


Ungeduld zählte definitiv zu den Schwächen von Rin, wenn man es überhaupt als solche betiteln konnte. Eigentlich war die Brünette perfekt. An ihr gab es nichts, was in irgend einer Art als durchschnittlich empfunden werden konnte. Und diese kleine Ausnahme war eben nichts, was sonst an der Tagesordnung stand. Für gewöhnlich war es nämlich nicht sie, die auf irgendwen warten musste, sondern umgekehrt: alle Menschen warteten auf Rin.
Und nun war er gekommen, der Zeitpunkt, an dem sie sich in Geduld üben musste. Mit ihrem perfekten Äußeren, welches sie nun schon zehn mal in den letzten drei Minuten übeprüft hatte, saß sie auf ihrem Bürostuhl und überschlug immer mal wieder die Beine übereinander. Dabei tippte sie eilig einige Emails an ihrem Rechner, die sie sonst erst in den nächsten Wochen geschrieben hätte, weil es Dinge waren, die warten konnten. Relevantes hätte sie mit Sicherheit nicht aufgeschoben, soviel stand fest. Jetzt jedoch beschäftigte sie sich mit Kleinigkeiten, die sie sonst niemals interessiert hätten.
Ein weiterer ungeduldiger Blick auf ihr Handy verriet ihr, dass sie immer noch keine Nachricht von dem Leadsänger ihrer neuen Band hatte. Anscheinend empfand es der Bassist für komisch sie warten zu lassen, obwohl sie täglich ein Update ihrer Arbeit haben wollte. Er wusste einfach wie sie war und hatte sich darauf eingelassen. Sie nun also warten zu lassen war einfach eine absolute Frechheit. Wohl oder übel musste die Brünette daher in den sauen Apfel beißen und selbst den ersten Schritt machen. Dabei empfand sie es als erniedrigend und abstoßend, aber was tat man nicht alles für sein Geld? Und wenn es Textnachrichten an Teenager beinhaltete, dann war das wohl so.
Mit ihren perfekten Gelnägel, die in einem dunklen rot strahlten, griff sie nach ihrem Handy und suchte die Nummer des Bassisten, ehe sie ihre Mitteilung eingab. Dabei ließ sie eine freundliche Anrede und generell jeglichen anderen Schnick-Schnack weg, den alle anderen Menschen gebrauchen würden. Sie war jedoch nicht alle anderen und was scherrte es sie, dass die Nachricht nun so bissig rüber kam. Er sollte immerhin merken was er getan oder besser gesagt nicht getan hatte.
'Ich erwarte dich pünktlich in einer Stunde bei mir im Büro. Denk ja nicht daran mich warten zu lassen, denn davon kann ich dir nur abraten'.
Ein Blick auf die Uhr verriet der Managerin, dass es fast vierzehn Uhr war. Er würde also schon wach sein und generell auf dein Beinen sein. So viel konnte sie von ihm immerhin erwarten, auch wenn er scheinbar kein Verantwortungsbewusstsein für seine Karriere hatte.
Langsam ließ sie ihr Handy neben sich gleiten, um sich darauf hin wieder ihrem Rechner zu widmen. Kurz kam ihr in den Sinn, dass sie Langeweile hatte, wenn sie niemanden hatte, den sie herum kommandieren konnte. Dann jedoch empfand Rin diesen Gedanken einfach als banal und tat diesen ab, immerhin war auch Langeweile etwas, dass in ihrem Leben keinen Platz fand. Sie würde sich nun einfach ein paar Videos anschauen und hoffen, dass der Blondschopf so schnell es ging hier auftauchen würde. Dann hätte sie, was sie wollte und alles wäre wieder perfekt.
Genauso perfekt und vollkommen, wie sie es schließlich war.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Das Managerbüro   Fr Jun 01, 2018 5:25 pm

16. August
15:00 Uhr
Rin & Yamato

Bereits seit der SMS seiner Managerin hatte Yamato kein wirklich gutes Gefühl. Immerhin kam es nicht besonders oft vor, dass er an einem Samstag in ihr Büro zitiert wurde. Und dann auch noch alleine. Denn nach der Nachricht, die eher geklungen hatte, als hätte nur er sie erhalten. Und als die anderen auch noch bestätigt hatten, dass sie nicht erscheinen mussten, war er vollkommen unruhig geworden. Was wollte Rin alleine von ihm?
Bisher war er eigentlich ganz gut mit seiner Managerin ausgekommen, solange er sich an ihre Vorgaben hielt. Ab und an wurde sie schon mal ungehalten, wenn er keine Lust auf ihre sorgsam geplanten PR-Maschen hatte. Aber bisher hatte er immer das Gefühl gehabt, sie würde ihn mögen. Umso mehr verwunderte ihn der Umgangston in der SMS. Dabei war Yamato selber nicht jemand, der betont höfliche und ausschweifende Nachrichten versendete. Aber diese klang noch eine schwer wütenden Rin.
Ob es an seiner Verletzung lag? Bestimmt passte es der Managerin gar nicht, dass er nicht zu den Proben erschien. Ob ihn da jemand verpetzt hatte? Aber als würde eine Woche ohne Proben ihn komplett rausbringen. Er würde keine Probleme haben nächste Woche wieder rein zu finden, das wusste der Musiker. Und abgesagt werden musste auch noch nichts wegen ihm. Wieso also die schlechte Laune?
Also Yamato pünktlich das Bürogebäude betrat, war wie zu erwarten kaum jemand anwesend. Es gab eben wenige Personen, die an einem Samstag arbeiteten. Die Empfangsdame begrüßte ihn mit einem strahlenden Lächeln, welches er nicht wirklich erwiderte. „Hi“, brummte er ihr kurzangebunden zu ohne anzuhalten. Das Empfangspersonal kannte ihn und die Band. Immerhin waren sie nun schon einige Zeit unter Vertrag bei diesem Management. Anders als Kazuki allerdings nahm sich Yamato nie die Zeit, um mit dem Empfangsmädchen zu reden. Es reichte doch, wenn die ihren Job machten. Außerdem wüsste er auch gar nicht, was er sagen sollte.
Heute aber stand ihm die Laune erstrecht nicht nach Smalltalk. Er war extra früher von Taichi verschwunden, als er die Nachricht erhalten hatte und das, obwohl das Gespräch mit seinem besten Freund ebenfalls wichtig gewesen war. Und nun wurde sein Zeitplan komplett durcheinander gebracht. Denn heute Abend würde sein Bruder vorbeikommen und da Yamato nicht annahm, dass sich sein Vater um das Essen kümmern würde, musste er das auch noch erledigen. Hoffentlich würde das Gespräch mit Rin kurz werden. Und hoffentlich nicht zu unangenehm. Denn das wäre das Letzte, was Yamato nun noch gebrauchen könnte. Nicht nach allem, was in der Digiwelt passiert war.
Als er das Büro seiner Managerin erreichte klopfte er an und wartete, bis sie ihn herein bat. Selbst an diesem Samstag wirkte Rin beschäftigt und ihr Büro aufgeräumt. Er hatte sie noch nie in einem chaotischen Zustand zu Gesicht bekommen und es hätte ihn schwer beruhigt, wenn das heute der Fall gewesen wäre. Allerdings wirkte sie verstimmt und anders als sonst. Sonst fiel die Begrüßung ihm gegenüber immer netter aus.
„Hey“, grüßte er seine Managerin tatsächlich etwas verunsichert, was er jedoch versuchte zu überspielen. Mit den Händen in den Hosentaschen trat er an ihren Schreibtisch heran. „Was gibt es denn so Wichtiges?“, wollte er wissen und zog sich den Stuhl davor zu Recht um Platz nehmen zu können. Es wäre zwar höflicher zu warten, bis sie ihm einen Platz anbot, aber darauf hatte Yamato wirklich keine Lust. Immerhin war er an einem freien Tag extra hierhergekommen.
„Ist eigentlich alles halb so wild. Der Arzt meinte, ich kann nächste Woche schon wieder anfangen zu spielen und singen kann ich trotzdem“, begann Yamato. Sein Handgelenk tat auch kaum noch weh, weswegen er selbst auch keine Probleme sah. „Außerdem kann ich jedes Lied, eine Woche Zwangspause bringt mich nicht raus. Du musst dir keine Sorgen wegen des nächsten Auftritts machen“, stellte der Blonde klar und lehnte sich immer noch unsicher in seinem Stuhl zurück.

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Rin Kudara

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BeitragThema: Re: Das Managerbüro   Di Jun 05, 2018 9:36 pm


16. August
15:00 Uhr
Rin & Yamato


Für einen kurzen Augenblick zuckte das Auge der Brünette, als diese auf den Bildschirm ihres Computers starrte. Wut war etwas, was Rin nicht oft verspürte, aber wenn es um ein paat teure Designerschuhe ging, die sie unbedingt haben wollte, dann konnte der ein oder andere Ausfall ihrer Gefühlsebene schon mal vorkommen. Immerhin waren diese aus echten Wildleder und würden perfekt an ihr aussehen. Welches billige und unterbelichtete Wesen hatte ihr also gerade ernsthaft das letzte Paar in ihrer Größe direkt vor ihren Augen weggeschnappt?
Gerade hatte Rin auf die Arbeitsplatte ihres Schreibtisches hauen wollen, als sie Geräusche aus dem Empfangsbereich wahr nahm. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass ihr Schützling immerhin pünktlich war. Gut für ihn.
Einen kurzen Augenblick später öffnete sich die Tür zu ihrem Büro und das Zucken in ihren Auge war verschwunden. Wie immer setzte die Brünette ein absolutes Pokerface auf oder viel mehr ihr Alltagsgesicht. Der Blondschopf sollte nicht wissen was sie dachte, immerhin ging ihn das auch nichts an. Sie arbeiteten zusammen, nicht mehr und nicht weniger.
Seine Begrüßung geriet in ihr Ohr, was ihr missfiel. Irgendwas in seiner Stimme gefiel ihr heute gar nicht. Oder aber es war immer noch die Frustration wegen der Schuhe, die sie fest in der Hand hatte. Da sollte jemand nochmal sagen Rin Kudara sei nicht in der Lage Emotionen zu verspüren, auch wenn diese nur Schuhen galten. Allerdings würden diese ihr immer treu bleiben, komme was wolle.
Mit einem kurzen Blick auf sein Äußeres und die vermeintliche Verletzung, schaute Rin schließlich wieder auf ihren Bildschirm und schloss das Fenster mit den Schuhen. Er stand bereits vor ihr, als sie ihm mit einer Geste symbolisierte sich zu setzen. Genau da hatte er sich auch schon gesetzt, als sei es ihm egal gewesen was sie zu sagen hatte. Hatte er denn heute gar keinen Respekt vor ihr?
Und genau da fing er auch schon an darüber zu reden, wie es weiter gehen würde. Dabei war sie die Managerin und es war ihre Aufgabe die Strukturen zu überschauen. Er sollte doch wissen wie sehr sie es verachtete, wenn ihr jemand versuchte die Stirn zu bieten.
Mit einem fast unerkennbaren Klammergriff umfasste Rin ihre Stuhllehnen und versuchte tief durch zu atmen, als sie das erste Mal ihre Stimme gegenüber dem Bassisten erhob: „Mir ist egal was deine Ärzte zu sagen haben. Fakt ist, dass du die ganze letzte Woche lang nicht geprobt hast und mir das sehr missfällt. Ich dachte wir hatten klare Abmachungen, an die beide Seiten sich zu halten haben. Was meinen Teil betrifft, leiste ich wie immer saubere Arbeit, was man von dir gerade nicht behaupten kann. Und genau das gefällt mir gerade ganz und gar nicht. Bekomm das so schnell wie möglich wieder in den Griff, oder ich fühle mich gezwungen daraus ein paar Konsequenzen zu ziehen und das wollen wir doch beide nicht, oder?“.
Rin wusste wie es Yamato gegenüber rüber kommen musste. Ihre schroffe und kühle Art war ihm wohl bekannt, noch dazu war sie nie zu scherzen bereit. Er müsste wissen, dass sie es ernst meinte. Vielleicht würde sie einfach Gelder einbehalten oder weitere Konzerte in Betracht ziehen, einfach damit der Haushaltsplan stimmte und sie ihr gewohntes Geld bekam. Immerhin war ihre einzige Sorge, dass der Blondschopf in nächster Zeit nicht auftreten konnte und sie daher Massen an Gelder verlieren würden.
Ihre perfekten Finger legten sich an die Seiten ihrer Stirn und massierten ihre Schläfen. Die einschüchternden Augen hatte Rin geschlossen, als sie versuchte ihre Gedanken zu ordnen. Kurz darauf atmete sie aus, ehe sie ihre Augen wieder öffnete und dem Bassisten in die Augen sah: „Hör zu, ich möchte einfach nicht das ihr Schwierigkeiten bei den nächsten Auftritten bekommt. Natürlich liegt mir etwas an deiner Gesundheit, da ohne dich das Geld ja nicht verdient werden kann und ihr nur als Gesamtpaket überzeugen könnt. Dennoch habe ich keinerlei Verständnis für irgendwelche waghalsigen Aktivitäten, die dich in irgendeiner Weise verletzen. Zwing mich also nicht dir ein Verbot für andere Aktionen neben der Musik auszusprechen. Das würde uns Beide nur unglücklich machen“.
Ihn, weil er in seinem Leben eingeschränkt wäre und sie, weil er nicht mehr so gut gelaunt wäre und daher eventuell auf der Bühne nicht überzeugen würde. Es wäre eine Katastrophe, wenn die Fans merken würden, dass der Leadsänger mit den Gedanken woanders war oder gar traurig wirkte. Solch ein Risiko konnte Rin daher nicht eingehen.
In der Hoffnung ihre Worte wären richtig bei ihm angekommen, versuchte sie ihm ein leichtes Schmunzeln zu schenken. Immerhin sollte er wissen, dass sie sich stets bemühte ihn fair zu behandeln, auch wenn es mit Teenagern nicht immer einfach war. Sie waren einfach solch unberechenbare und hormongesteuerte Wesen. Fast noch schlimmer als notgeile und sexbesessene Männer, die einfach nur hormongesteuert und wahnsinnig dämlich waren und doch so leicht ausnehmbar waren.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Das Managerbüro   Mi Jun 06, 2018 4:06 pm

16. August
15:00 Uhr
Rin & Yamato


Alles an Rin machte deutlich, dass sie wütend war. Und zwar sehr. Dabei wusste Yamato wirklich nicht, was er verbrochen hatte. Sie konnte doch nicht ernsthaft wütend wegen des Handgelenks sein?
Scheinbar konnte sie das aber sehr wohl. Yamatos Augenbrauen wanderten in die Höhe, als er vernahm, dass es ihr egal war, was mit seinem Handgelenk war. Nicht gerade ein netter Zug von ihr. Und das bestätigte nur wieder einmal das Bild von seiner Managerin. Sie wollte Profit machen, um die Band ging es ihr nicht wirklich. Andererseits glaubte Yamato nicht, dass es viele Manager gab, die das anders handhabten. „Ich sagte doch, ich kann jeden Song. Eine Woche ohne Proben wird daran nichts ändern“, brummte Yamato alles andere als begeistert. Erst einmal hasste er es, bevormundet zu werden und dann missfiel es ihm auch noch, dass Rin ihn scheinbar für so schlecht hielt, dass eine kurze Zwangspause ihn vollständig rausbringen würde.
Genervt lehnte sich Yamato zurück und musterte die Frau vor sich. Was war denn mit ihr los? Sonst war sie nie so zu ihm und das irritierte den Musiker vollkommen. „Entschuldige, dass ich nicht spielen konnte“, gab er mit einem Augenrollen zurück. „Es ist nicht so, als hätte ich die Proben freiwillig nicht wahrgenommen.“ Glaubte sie ihm etwa nicht? Musste er das nächste Mal etwa ein ärztliches Attest mitbringen? So langsam kam sich der Blonde auf dem Arm genommen vor.
Vor allem, als sie ihm auch noch vorwarf, er würde sich nicht an seine Abmachung halten. „Wie bitte?“ Da musste er sich doch wohl verhört haben! Er machte immer das, was er sollte! Selbst dann, wenn er keine Lust darauf hatte. „Ich habe bisher jeden deiner Termine wahrgenommen, jede Probe, jedes dämliche Fotoshooting…“ Und die hasste er eigentlich wie die Pest. „Und jetzt falle ich eine Woche lang aus und du zitierst mich hier her?“ Verstand er das gerade richtig?
Seine blauen Augen blitzten vor Wut auf, als er sich weiter nach vorne lehnte. „Und du drohst mit Konsequenzen? Was für Konsequenzen?“ Das konnte sie doch nicht einfach so machen! Oder? Er musste Zuhause unbedingt diesen Vertrag finden und herausfinden, ob Rin doch das Recht hatte, Konsequenzen folgen zu lassen. Aber jeder konnte doch mal krank sein, oder nicht? Dagegen war er doch abgesichert? Yamato hatte wirklich Mühe seine Wut nicht deutlich zum Ausdruck zu bringen. Aber das vor ihm war immer noch eine erwachsene Frau und seine Managerin, was bedeutete, er hatte ein gewisses Maß an Höflichkeit zu wahren.
„Treppenlaufen“, sagte Yamato eisig und fügte dann hinzu: „Treppenlaufen wäre die waghalsige Aktivität, auf die ich demnächst verzichten soll?“ Das war zwar eine glatte Lüge, aber die Wahrheit über seine Verletzung konnte er ja wohl kaum sagen. Die Digiwelt war nichts, womit er hausieren gehen konnte. Und da er keinen Sport betrieb, musste eben diese etwas peinliche Ausrede her. „Ich hab eine Stufe übersehen… Soll ich mich jetzt von allen Treppen fernhalten, oder alles was sonst ein Verletzungsrisiko beinhaltet?“, erkundigte sich der Blonde dann sarkastisch.
Auf das mögliche Verbot jedoch starrte er sie sprachlos an. Es dauerte etwas, bis er seine Sprache zurückgefunden hatte. Das war jedoch auch kaum ein Wunder, wenn man bedachte, was er gerade erfahren hatte. „Du kannst mir nicht meine Freizeit verbieten“, stellte er klar. Das ging nun wirklich viel zu weit und das würde er nicht hinnehmen.
Yamato verschränkte die Arme vor der Brust. So war sie wirklich noch nie mit ihm umgesprungen und er mochte es nicht. „Ich hab dir doch versichert, dass die Band nicht drunter leiden wird. Ich will ebenso wenig Auftritte absagen oder mich blamieren oder die Jungs hängen lassen“, sagte Yamato um einen weniger aggressiven Tonfall bemüht. Dieses Gespräch musste er wohl oder übel vernünftig führen. „Ich mache nicht erst seit gestern Musik… Etwas mehr Vertrauen bitte“, fügte der Bassist hinzu und lehnte sich wieder in seinem Sitz zurück. Hoffentlich war dieses Gespräch bald vorbei!



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Rin Kudara

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BeitragThema: Re: Das Managerbüro   Do Jun 07, 2018 10:08 pm


16. August
15:10 Uhr
Rin & Yamato


Es fühlte sich an, als würde ein Muskel in Rins Kiefer anfangen zu zucken, doch wollte sie irgendwelche Reaktionen oder Emotionen auf das zeigen, was Yamato ihr gesagt hatte? Mit Sicherheit nicht. Es reichte schon vollkommen aus, dass der Bengel anscheinend den Ernst der Lage nicht erkannt hatte. Und genau dies war wieder einmal der Moment in dem der Brünette erneut klar wurde, wieso sie es hasste, wenn ihr Chef sie auf lästige Teenager ansetzte.
Knife of Day war nicht die erste Band, die Rin unter Vertrag genommen hatte. Allerdings war es die Erste, mit der sie es mehr als einen Monat aushielt. Das hatte die Band allerdings auch nur wegen ihrem Leadsänger zu verdanken. Yamato allein war es gewesen, der Rin irgendwie zu einhundert Prozent überzeugt hatte. Seine kühle Art und Weise hatte ihr gefallen und sie an einen Typen erinnert, den sie in ihrer Jugend mit Sicherheit angehimmelt hätte. Allein deswegen hatte sie deren Potenzial fördern wollen und ihnen die Chance gegeben sich zu beweisen: weil ihr Aushängeschild etwas ganz Besonderes war.
Und nun saß dieses besagte Aushängeschild vor ihr, mit einer trotzigen Art und Weise, die ihr mehr als missfiel, und lehnte sich gegen ihre Anweisungen auf. Sein Unterton war so bissig wie noch nie.
„Mir ist klar das du nach einer Woche nichts verlernt hast, aber dennoch geht es mir ums Prinzip. Ich dulde es einfach nicht, wenn Proben ohne meine Einstimmung ausfallen. Über solche Dinge will ich gründlichst informiert werden und das ist eben nicht passiert. Daher kann ich doch wohl behaupten, dass du deinen Aufgaben eben nicht zu einhundert Prozent erfüllt hast“, die Finger der Brünette verschränkten sich vor ihrer Brust, sodass Rin ihren Kopf auf diesen abstützen konnte. Wohl bedacht ihn nicht aus den Augen zu lassen, musterte sie ihn also und versuchte wie so oft seine Miene abzulesen. Allerdings war es bei dem Blondschopf nicht so einfach, wie bei anderen Menschen. Dieser konnte seine Emotionen eben genauso gut verbergen, wie sie selbst auch.
Kurz darauf ertönte dieses eine Wort. Treppenlaufen.
Anders als sonst, konnte die sonst so perfekte Rin sich nicht beherrschen und fing lauthals an zu lachen. Wenn sie es richtig verstanden hatte, dann hatte dieser halbe Rockstar es doch tatsächlich geschafft sich beim Treppenlaufen an der Hand zu verletzen. Noch nie war ihr so etwas zu Ohren gekommen und hatte so lächerlich geklungen. Außerdem hätte sie niemals im Leben daran gedacht, dass dieser Kerl es schaffen würde sich bei solch alltäglichen Dingen so hin zupacken. Ihr selbst war so was lächerliches nämlich noch nie passiert, nicht einmal in ihren höchsten High Heels.
Nachdem ihr Schützling angefangen hatte weiter zu reden, fuhr die Brünette sich mit ihren Fingern unter ihren Augen entlang. So viel hatte sie gefühlte Jahre schon nicht mehr gelacht, weshalb ihr sofort die Tränen gekommen waren. Auch die waren seltene Besucher, weshalb sie diese so schnell es ging los werden wollte, da sie für Rin als Signal der Schwäche galten.
Mit einem Nicken versuchte sie dem Blondschopf zu zeigen, dass sie ihn verstanden hatte. Ein weiteres Schmunzeln glitt ihr dabei über ihre Lippen, als sie ihre Stimme erhob: „Ich vertraue dir, sonst hätte ich dir nicht so viel Selbstständigkeit überlassen. Immerhin liegt es an euch, wann genau ihr probt. Allerdings glaube ich einfach, dass deine Bandkollegen jegliche Proben gebrauchen können. Ihr müsst stets in Topform sein und das kann ich eben nur erwarten, wenn ihr euch an eure Probezeiten haltet“.
Kurz nachdem Rin ihren letzten Satz gesagt hatte, ertönte ein Geräusch an ihrem Computer. Sie hatte natürlich alle Benachrichtigungen mit einem anderen Ton versehen. Von Band zu Band, bis hin von besonders wichtig zu irrelevant. Dieser Ton, den sie vernommen hatte, galt der Band des Bassisten und besagte ihr, dass die Sekretärin es als 'besonders wichtig' eingestuft hatte. Auch wenn sie manche Mitarbeiter hier als ungeeignet oder vielmehr talentfrei einstufte, versuchte sie jedem noch so kleinen Hinweis nach zu gehen und es ernst zu nehmen. An manchen Tagen gelang es ihr besser, als an anderen, allerdings hing sie dies auch nie an die große Glocke. Niemand wusste, dass sie sie insgeheim verachtete.
Augenrollend öffnete Rin daher den Anhang, den sie bekommen hatte und befand sich auf einer Klatschseite, die sie sonst nicht ansatzweise interessierte. Kurzzeitig wollte sie daher das Fenster wieder schließen, als ihr der Titel ins Auge sprang: 'Teenieschwarm und Leadsänger der Band „Knife of Day“ mit scheinbarer Freundin gesichtet'.
Innerlich fing die Managerin an zu kochen vor Wut, als sie das Foto von dem Bassisten sah, wie er mit einem orangehaarigen und, wenn überhaupt, durchschnittlichen Mädchen im Arm zu sehen war. Darunter war ein elendig langes Interview zu sehen, in denen sich mit Sicherheit viele Mädchen das Maul über ihre Konkurrentin zerreißen würden. Vielleicht würde Rin das später lesen, doch jetzt galt ihre Aufmerksamkeit wieder Yamato, der ihr nun einiges zu erklären hatte.
Jegliche Muskeln in ihrem Gesicht fingen an zu zucken, bis sie spührte, wie ihre Augen sich zu engen Schlitzen verzogen und sie den Blondschopf wütend anstarrte. Darauf bedacht ihn nicht direkt in die Enge zu treiben, versuchte Rin die richtigen Worte zu finden, doch gab es für solch eine Situation überhaupt welche?
Doch bevor sie überhaupt richtig darüber nachdenken konnte, überkam es sie einfach. Schnell drehte die Brünette den Bildschirm ihres Rechners zu ihm rum: „Was um alles in der Welt ist das?“. Verdammt nochmal, die Etikette einer vornehmen Frau war ihr gerade egal. Total wütend starrte sie den Teenager vor sich nun an und hoffte auf eine annehmbare Antwort, denn ansonsten würde sie sich und ihre guten Vorsätze erst recht vergessen.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Das Managerbüro   Fr Jun 08, 2018 11:38 pm

16. August
15:10 Uhr
Rin & Yamato


Einschränkungen, Meldepflicht, Absprachen. Das war es, was seine Managerin von ihm verlangte und nicht zum ersten Mal fragte sich der Musiker, wieso sie überhaupt einem Vertag zugestimmt hatten. Sicher, sie wollten bekannt werden und das ging eben am besten mit einem Management, unter einem richtigen Label. Aber dafür hatten sie anscheinend auch einiges in Kauf genommen. Gerade offenbarten sich Yamato erneut einiges mehr. Er seufzte und unterdrückte den Drang eine weitere bissige Antwort zu geben. Denn Rin wurde auch immer wütender und das war überhaupt nicht gut. Am Ende saß sie am längeren Hebel, das wusste er. Noch dazu war Yamato eben nicht nur für sich selbst verantwortlich. Deswegen zügelte er vorerst seinen Ärger. Vor allem, da auch seien Managerin langsam etwas runter kam.
„Verstehe. Das nächste Mal informiere ich dich“, gab er brav zum Besten, auch wenn ihm das gar nicht passte. Er hatte die Band informierte. Die Leute, die direkt davon betroffen waren. Scheinbar musste er sich wirklich noch stark daran gewöhnen, jetzt unter Vertag zu stehen.
Das plötzliche Lachen seiner Managerin überraschte Yamato dann jedoch sehr stark. Rin lachte nicht. Jedenfalls nicht so herzlich. Seine Notlüge war ihm dann doch prompt etwas peinlich. Wieso hatte er sich nicht auf die Schnelle etwas anderes einfallen lassen? Verlegen starret Yamato auf den Boden und wartete, bis das Gelächter aufhörte.
Wenigstens hatte ihre Belustigung ihre Wut davon getragen, sodass Rin ihm wieder gewohnt freundlich gegenüber trat. Also hoben sich auch Yamatos Mundwinkle wieder. Zum Glück war das überstanden. Blieb nur zu hoffen, dass weiter Treppenstürze ausblieben. Das war nur gerade das Letzte, woran er in der Digiwelt denken konnte. Vor allem nachdem es Taichi und Sora zu schwer erwischt hatte, war er sich fast sicher, dass sie weiter Unfälle gar nicht vermeiden konnten. Aber darum würde er sich dann Gedanken machen, wenn es soweit war.
„Die Jungs sind wirklich gut. Wir haben die neuen Songs schon darauf und ich hatte noch mehr Ideen“, berichtete Yamato um wenigstens noch ein paar positivere Informationen loszuwerden. „Wir wissen alle, dass wir uns anstrengend müssen. Niemand will die Fans enttäuschen“, versicherte Yamato noch einmal.
Sein Satz ging allerdings schon in einem Geräusch ihres PCs unter, dem sie auch prompt mehr Aufmerksamkeit schenkte. Das hieß dann wohl, dass er bald gehen durfte? Als sich Rins Blick wieder verfinsterte wünschte sich der Blonde auch direkt, nun gehen zu dürfen. Doch so viel Glück war ihm nicht vergönnt.
In Sekundenschnelle wurde Yamato klar, dass der wütende Blick tatsächlich ihm galt. Was war denn nun passiert? Was hatte der PC getan? Und wenn er gedacht hatte, dass die Geschäftsfrau eben schon wütend gewesen war, dann war das hier ein ganz neues Level.
Wenigstens spannte sie ihn nicht lange auf die Folter, sondern drehte den Bildschirm direkt zu ihm um. Sofort erkannte er den Grund ihrer Wut und Yamato wurde flau im Magen. Nicht, weil er sich für das Bild schämte, sondern weil ihm klar war, dass Rin nicht einverstanden war.
„Das ist Bubbletea. Schmeckt ganz okay, gibt es auch hier um die Ecke“, gab Yamato zur Antwort obwohl er genau wusste, dass sich ihre Frage nicht auf die beiden Getränke in ihren Händen bezogen hatten. Das Bild musste sogar in dieser Woche entstanden sein. Denn vor dieser Woche waren sie kein Paar gewesen und er hätte Sora nicht einfach so umarmt. Jedenfalls nicht on der Öffentlichkeit. Yamato starrte das Bild an, das das erste war, das er von Sora und sich als Paar sah. Kein Wunder, dass Gabumon fand, dass er glücklicher wirkte. Selbst Yamato fand dass er glücklich aussah. Lachend beugte er sich zu Sora hinunter, um ihr scheinbar etwas ins Ohr zu flüstern, während sie zu ihm aufsah, als hätte er ein Wundermittel gegen alle Krankheiten der Welt erfunden. Eigentlich mochte der Musiker das Bild. Wäre da nicht das kleine Problem, dass es jemand unbemerkt gemacht hatte und anscheinend ins Internet gestellt hatte und sich tatsächlich Menschen darüber aufregten, dass er eine Freundin haben könnte.
Diese Tatsache machte Yamato direkt wieder wütend. Es war doch wohl seien Sache, was er in seinem Privatleben anstellte. Also richtete er den Blick wieder auf Rin. „Oder meinst du eher: Wer ist das?“, korrigierte er sie kühl. Ihm gefiel nicht, wie sie von dem Bild sprach und tat, als wäre es eine absolute Katastrophe. „Das ist Sora. Du kennst sie. Sie bekommt immer meine Freikarten und Backstagepässe“, erinnerte er Rin daran. Sora war für die Band keine Fremde und zumindest seine Bandkollegen hatten ihre Beziehung schon lange kommen sehen. Rin scheinbar so gar nicht. „Sie ist meine Freundin“, fügte Yamato bestimmt hinzu und reckte trotzig das Kinn etwas höher. Ihm war egal, was Rin davon halten würde oder die Fans. Das war nun wirklich etwas, das ihm niemand vorschrieben konnte.




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Rin Kudara

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BeitragThema: Re: Das Managerbüro   Do Jul 26, 2018 9:35 pm

16. August
15:15 Uhr
Rin & Yamato


Gerade noch hatte Rin gedacht es würde für diesen Tag alles geklärt sein. Der Bassist war auf ihre Forderungen eingegangen und hatte dem zugestimmt, sie sogar milde gestimmt und wahrhaftig zum Lachen gebracht. Wenn die Brünette so darüber nachdachte, dann war es sogar etwas absurd und unwahrscheinlich. Sie lachte eigentlich nie und auch niemals wegen eines anderen Menschen. Würde Yamato es also irgendwem berichten wollen, würden die Meisten ihn warhrcheinlich auslachen. Außerdem stand ihr ein Lachen einfach nicht.
So absurd es klang, aber als Kind hatte sie ihr Lachen gemocht. Meistens hatte ihr andere Leute gesagt, wie schön und herzlich ihr Lachen auf sie wirkte. Irgendjemand, dessen Gesicht sie nicht mehr vor Augen hatte, aber ihre Worte noch kannte, sagte einmal, dass ihr Lachen eine ganze Stadt zum Strahlen bringen könnte, so aufrichtig und warm würde es klingen. Mit der Zeit war es jedoch weniger und unnatürlicher geworden. In ihrer Pubertät, als sie noch den absurden Wunsch gehegt hatte irgendwann mal einen Freund zu haben, hatte sie sich dabei erwischt, wie sie vor dem Spiegel das Lachen geübt hatte. Mit den Jahren war es einfach verblasst und hatte dazu noch so lächerlich ausgesehen. Seitdem hatte sie es weitestgehend vermieden. Das es nun also zu solch einem Lachen gekommen war, musste somit eine außergewöhnliche Situation darstellen. Aber dieser Typ, der in ihren Augen ihr doch so ähnlich war, hatte sich einfach bei einem Treppensturz verletzt. Was also blieb ihr da anderes übrig, als aus vollster Kehle zu lachen? Auch wenn sie ihm das nicht ganz abkaufen wollte oder konnte, denn so ungeschickt wirkte er einfach nicht, sie würde heute nicht weiter nachfragen.
Nun allerdings hatte ihre komplette Laune sich wieder verdunkelt. Da wo eben noch der Höhenflug in ihrem Magen statt gefunden hatte und ihre Muskeln im Gesicht sich zu einem Lachen verzogen hatten, war nun eiserne Kälte zu sehen. Nichts auf der Welt könnte diese Laune nun korrigieren, nicht einmal ein Missverständnis zwecks diesem Bildes. Immerhin hing an dem Blondschopf eine Menge Geld, welches sie sich um nichts auf der Welt entgehen lassen würde. Es galt also Probleme zu beseitigen und wenn dieses Problem nun einmal in Gestalt eines kleinen orangehaarigen Görs auftrat, dann würde sie auch das irgendwie wieder beheben.
Während ihre Hände immer noch verkrampft vor ihr lagen, versuchte sie mit aller Mühe den Worten ihres Schützlings zu folgen. Dies war allerdings nicht einfach, denn nun fühlte er sich scheinbar wieder ganz lustig. Auch wenn sie gelacht hatte und erleichtert über ihre Fortschritte war, so war es dennoch keine Einladung so ironisch ihr gegenüber zu werden. Immerhin wusste Rin was ein Bubble Tea war, auch wenn sie noch nie einen getrunken hatte. Solch eine Zuckerbombe Schrägstrich Chemiekeule kam ihr nicht in ihren Magen. Ihr Körper war ihre Waffe und die galt es nun mal zu pflegen. Außerdem fand sie solch süße Sachen eh total abstoßend.
Zähneknirschend schluckte die Managerin daher ihre Kommentare runter, die sie am liebsten deswegen los gelassen hätte. Auch weil sie wusste, dass er dicht machen würde, wenn sie ihn ein weiteres Mal an diesem Tag so angehen würde. Genau das konnte sie sich nicht erlauben. Wohl oder übel war sie auf den Bassisten angewiesen, auch wenn sie immer noch vertraglich am längeren Hebel saß. Verscherzen wollte sie es sich dennoch nicht.
Zum Glück kam er irgendwann mit den Worten an, die sie teils hören wollte, dann allerdings auch wieder nicht. Bei dem Wort Freundin entgleisten Rin alle Gesichtszüge und ihr Gesicht wechselte von panischem Weiß zu zornigem Rot immer in Sekundenabständen hin und her. Noch bevor sie es kontrollieren konnte, sprang sie von ihrem Schreibtischstuhl auf und erhob ihre Stimme: „Was fällt dir eigentlich ein mir so etwas zu verschweigen?“, ihre Stimme wurde immer lauter und zorniger: „Zumal das absolut inakzeptabel ist. Du wirst diese Beziehung sofort beenden müssen und der Presse ein klares Statement dazu geben. All deine Fans leiden unter deinem egoistischen Verhalten, ist dir das überhaupt bewusst? Was wollen sie denn mit einem unerreichbaren Star? Sie lieben dich doch deshalb so, weil du so echt und ihnen nah bist. Deine Fanbase ist daher wieder schneller weg, als du schauen kannst. Zumal gerade du das Aushängeschild bist, mal abgesehen davon würde ich keinerlei Beziehungen dulden, von keinem von euch und erst Recht nicht von dir! Habe ich mich da klar ausgedrückt? Du wirst das mit ihr beenden, sofort“.
Dabei war es der Brünette egal wer sie war. Auch wenn Yamato versucht hatte ihr zu erklären um wen es sich handelte, war sie dennoch schlecht daran sich beiläufige Gesichter zu merken. Da konnte sie sich schon eher an die auffallenden Haare erinnern, die sie so sehr gestört hatten. Sie hatten einfach solch eine grelle Farbe, weshalb Rin daher immer völlig angewidert weggeschaut hatte. Vielleicht hatte sie deswegen gedacht dieses Mädchen wäre nie eine Bedrohung, einfach weil sie dem Verschnitt einer Freundin für einen Star nicht ein bisschen ähnelte. Wenn die Brünette an andere Sänger dachte, kamen ihr prompt irgendwelche Models in den Sinn. Dieses Mädchen, wer auch immer sie nun sein mochte, war dagegen nicht einmal wirklich der Durchschnitt. Und dennoch empfand die Brünette ihr gegenüber nun ein unbehagliches Gefühl, auch wenn sie nicht wirklich deuten konnte was es war. Damit musste jedoch Schluss sein.
„Du wirst ihr außerdem keine weiteren Freikarten überlassen. Und solltest du weiterhin weiblichen Besuch empfangen wollen, sprich es vorher mit mir ab, ansonsten sind die Backstagepässe schneller weg, als du schauen kannst. Ich dulde solch ein rebellisches Verhalten einfach nicht. Ich hoffe, ich habe mich nun klar und deutlich ausgedrückt“, langsam aber sicher verging die Wut und mit ihr der erste Schock etwas, weshalb Rin sich wieder auf ihren Stuhl setzte und versuchte durchzuatmen. Dabei massierte sie etwas ihre Schläfe. All das und noch andere Dinge waren einfach zu viel. Wie sollte sie jemals irgendwelche Teenager richtig in den Griff bekommen, wenn diese nicht einmal ganz bei der Sache waren? Sie mochten zwar Potenzial haben, verschwendeten es allerdings in so vielen Fällen. Schade, denn mit ihnen könnte man eigentlich so viel erreichen.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Das Managerbüro   Mo Jul 30, 2018 5:34 pm

16. August
15:15 Uhr
Rin & Yamato



Natürlich war Yamato sofort klar gewesen, dass seine trotzige Aussage Rins Gemüt nicht besänftigen würde. Aber das war auch gar nicht das Ziel des Sängers. Nicht, wenn sie sich so verhielt. Erst die Warnung wegen seiner Freizeitgestaltung und nun drohte das nächste Gespräch, von dem Yamato schon ahnte, dass es nicht zu seiner Zufriedenheit verlaufen würde.
Doch auf das, was nun kam, war der Musiker kein bisschen vorbereitet gewesen. Er hatte bisher keinen Gedanken daran verschwendet, dass er sein Management darüber informieren müsste, dass er eine Freundin hatte. Natürlich hatte er darüber nachgedacht, was es bedeuten würde, wenn er nun fest mit Sora zusammen war. Aber das auch eher wegen ihr. Er hatte sich Sorgen gemacht, ob die Fans es ihr übel nehmen würden, ob es Konsequenzen für Sora hätte. Scheinbar sorgte sich Rin aber genau um die andere Seite.
Ihre Mimik wurde immer finsterer und schließlich sprang sie sogar auf. Eine Reaktion, die der Blondschopf nicht vorher gesehen hatte. Überrascht lehnte er sich weiter auf seinem Stuhl zurück und sah aus großen Augen zu Rin auf, die ihn anschrien. Yamato war so perplex, dass er erst einige Augenblicke brauchte, um überhaupt zu realisieren, was gerade passierte. Dann wechselte auch seine Stimmung von Überraschung schlagartig auf Wut und er ballte die Hände zu Fäusten, während er zu Rin auf sah.
Yamato war noch nie besonders gut darin gewesen, seine Wut unter Kontrolle zu halten. Hier allerdings war es notwendig. Rin war nicht nur erwachsen und irgendwie seine Vorgesetzte, sondern auch noch eine Frau und eigentlich war Yamato klar, dass er höflich bleiben musste. Aber so wie sie sich verhielt, war das verdammt schwer.
„Weil ich dich nicht über mein Privatleben informieren muss“, stellte er klar und lehnte sich ebenfalls wieder etwas vor. Er hatte sich für einen kurzen Moment überrumpelt einschüchtern lassen, aber das war nun vorbei. „Ich werde gar nichts beenden!“, fügte er bestimmt hinzu. Denn das konnte sie nun wirklich nicht von ihm verlangen. Da war sogar die erste Forderung, seine Freizeit so ungefährlich wie möglich zu gestalten, sinniger als diese.
Yamato lachte freudlos auf. „Mein egoistisches Verhalten?“ Das war doch lachhaft! „Es ist mir egal, was die Fans davon halten. Die sollten sowieso zu unseren Konzerten kommen, weil ihnen die Musik gefällt“, gab Yamato gereizt zurück. Was kümmerte es ihn, ob er einem Fan gerade das Herz brach? Was er auch noch für reichlich unrealistisch hielt. Immerhin kannten diese Menschen ihn kein bisschen. „Dann sollen sie eben verschwinden und sich eine andere Band zum Anhimmeln suchen, wenn sie nur zu den Konzerten kommen, weil sie finden, dass jemand gut aussieht“, erklärte Yamato, auch wenn er schon wusste, dass er mit dieser Ansicht alleine auf weiter Flur stehen würde. Rin würde das niemals dulden. Er wusste mittlerweile wie sie tickte und sie war darauf aus, Geld zu verdienen. Dass das besser mit einer Gruppe ohne Freundinnen ging, war ihm auch klar. Aber das war nicht sein Problem. Vor allem nicht, weil es nicht Bestandteil des Deals gewesen war.
Erneut schüttelte Yamato den Kopf. „Ich werde nicht mit ihr Schluss machen.“ Er hatte so lange gewartet, bis er sich wirklich sicher mit Sora war und nun wo es endlich offiziell war, würde er es nicht beenden. Er hatte nicht vor sie zu verlieren und erst recht nicht, weil seine Managerin etwas dagegen hatte.
Ablehnend verschränkte Yamato die Arme vor der Brust und musterte Rin, deren Forderungen noch lange nicht vorbei waren. „Du kannst nicht bestimmen, wem ich meine Freikarten überlasse“, brachte Yamato hervor. „Bisher hat sie dich auch nicht gestört. Ich sehe kein Problem darin, Sora weiterhin dabei zu haben. Sie hat bisher kaum ein Konzert nicht gesehen“, erklärte er und fixierte Rin dann. „Und ich will sie dabei haben. Ich dachte, es wäre wichtig, dass wir unbeschwert auf die Bühne gehen“, erinnerte er Rin. Und er würde sich definitiv nicht gut fühlen, wenn seine Freundin das Verbot erhalten hatte, bei seinen Konzerten dabei zu sein.
Er fand, dass er sich seinerseits ebenfalls ziemlich deutlich ausgedrückt hatte und Yamato hatte nicht vor, einen Rückzieher zu machen. Immer noch aufgebracht beobachtete er, wie Rin sich wieder auf ihren Stuhl sinken ließ und sich angespannt die Schläfen massierte. Er allerdings war alles andere als ruhig. Jedenfalls innerlich. Aber wie sollte er bei so einer Forderung auch Ruhe bewahren? Das war inakzeptabel und er war sich sicher, dass seine Bandkollegen auch alles andere als begeistert sein würden, wenn sie erfahren würden, dass die gleichen Bedingungen auch für sie galten. Von so etwas war vorher noch nie die Rede gewesen. Sonst hätte Yamato sich ganz sicher nicht dafür entschieden, sich unter Vertag nehmen zu lassen. So ein Management war ja schön und gut und ihm war bewusst, dass es ein großer und wichtiger Schritt gewesen war. Nun begann er allerdings auch zum ersten Mal diesen Schritt zu bereuen.





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