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 Der Stadtpark

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AutorNachricht
Taichi Yagami

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Anzahl der Beiträge : 208
Arbeit/Hobby : Schüler/Fußballer

BeitragThema: Der Stadtpark   So Jan 03, 2016 9:56 pm

Hier befindet sich der Park.
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Melody Watanabe

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Anzahl der Beiträge : 19
Arbeit/Hobby : Schülerin

BeitragThema: Spaziergang durch den Stadtpark   Di Nov 08, 2016 11:07 am

Es war ein gemütlicher Sonnabend im Spätsommer als Melody und ihr Partner Gotsumon durch den ruhigen Stadtpark spazieren wollten. Leichte Wolkenschwaden bedeckten den ansonsten klaren Himmel. Sie tapste verträumt durch den Park, wobei sich ihre Blicke immerzu in den verschiedenen, noch blühenden Blüten und Bäumen verloren. Solange Gotsumon und sie durch den Park spazierten, redeten die beiden nicht sonderlich viel miteinander, da das kleine Gesteinsdigimon wusste, wie ihre Partnerin war, wenn sie sich in der Natur befand. Wie in einer anderen Welt war sie dort, einfach glücklich über jedes blühende Blatt und jeglichen Windzug der ihr ihren Pony von ihrer Stirn wehte. Sie mochte es, ihre Freundin zu beobachten, während ein sanftes Lächeln ihre Lippen umspielte. Doch anders als sonst schaute Gotsumon ihr nicht so gebannt zu, denn Sie spürte etwas in ihrer Umgebung. Jedoch konnte sie sich noch nicht erklären was genau dieses Gefühl war.

Es dauerte nicht lange bis Melody komplett in ihre eigene Welt eintauchte. Binnen einer gefühlten halben Stunde machte sich im Bauch von Gotsumon ein ungutes Gefühl breit. Es war schwer zuzuordnen, sodass die Kleine langsam immer wieder vor ihr hin- und her sprang um mehr über dieses Gefühl zu erfahren, während die Brünette sich an den letzten gemeinsamen Sommer mit ihren Eltern erinnerte. Vor drei Jahren im September, noch in den Sommerferien. Gotsumon kannte Melody zu dem Zeitpunkt noch nicht und Geschwister hatte sie keine, wollte sie auch nicht. Sie war glücklich gewesen, denn ihre Eltern waren immer gut zu ihr, was verständlich war, denn sie war ihr einziges Kind. Sie haben sie Disziplin gelehrt und Geduld. Auch zur Musik brachten sie ihre Tochter. Denn ihr Vater war ein begnadeter Pianist, der seine Tochter schon im Krabbelalter mit auf Konzerte nahm. Mit 4 durfte sie das erste mal auf dem weißen Flügel in ihrem Anwesen klimpern. Seitdem war sie immer häufiger am Flügel und versuchte immer mehr über die Musik zu lernen. Keiner aus ihrer Familie verstand, wieso sie so begeistert von Musik war, doch jeder hörte ihr gerne zu.
Der letzte gemeinsame Sommer von ihr und ihren Eltern War für sie der wohl schönste, doch zugleich auch traurigste Sommer. Er hatte sie von Grund auf geändert. Mit niemandem hatte sie über ihren Verlust gesprochen, nicht einmal Gotsumon wusste was passiert war. Sie hatte sich ihren Mitmenschen gegenüber total verschlossen, nur noch dann etwas gesagt wenn sie gefragt wurde. Selbst ihr Patenonkel Haruka, bei dem sie seither wohnte hatte seine Nichte zunächst nicht wiedererkannt. Erst als der Flügel bei ihm aufgestellt wurde und Melody das erste mal wieder gespielt hatte, erkannte er sie wieder. Denn ihre Haltung der Musik gegenüber hatte sie nicht geändert. Vielleicht war sie sogar noch mehr vertieft in die Musik geworden, denn sie spielte seitdem besser denn je. Mit jeder einzelnen Taste die sie spielte, spürte man einen Augenblick ihres Lebens. Dies war wohl der einzige Anlass, bei dem man etwas von ihrer tragischen Vergangenheit spürte. Doch sobald ein Lied zuende war, war sie wieder der gleiche verschlossene Mensch der selten etwas von sich gab.

Damals im Sommer waren ihre Eltern mit ihr nach Paris gereist. Sie konnte zwar kein französisch doch trotzdem hatte sie dort eine Menge schöner Erinnerungen, die sie nun Stückchen für Stückchen im Kopf durch ging. "Weißt du, Gotsumon, du hättest Papa sehr gemocht glaube ich...", murmelte sie plötzlich in die Richtung ihrer Partnerin. Als diese bemerkte, dass Melody gar nicht so vertieft in die Natur war und gerade tatsächlich mit Ihr über ihre Eltern reden wollte, blieb die Kleine stehen. Das Mädchen hielt ebenfalls hinter ihr an und fuhr fort, "Du hörst mir so gerne beim spielen zu. Er hat mich dazu gebracht, damals...". Ihr Gesichtsausdruck wurde leer. Bevor ihr ein schmerzliches Lächeln entglitt. Gotsumon schaute sie verletzt an als sie es wahrnahm, danach wandt das Gesteinsdigimon sich um. Der Park war leer, in der Ferne konnte man einen Jungen erkennen, ziemlich klein sah er aus, mit schwarzen Haaren, langsam näherte er sich auf seinem Skateboard. Etwas weiter hinter ihm bummelte ein braunhaariges Mädchen die wohl mit einem Hund oder etwas in der Art in ihre Richtung kam. Hier und dort wirbelten braune und gelbe, manchmal auch rötlich gefärbte Blätter durch die Luft. Eine Weile hielt Gotsumon inne wobei sie ihren Blick strickt in die Richtung der beiden hielt. Denn vor allem während sie in die Richtung schaute, verstärkte sich das ungute Gefühl.Erst als Melody nachfragte, fiel ihr auf dass sie eine lange Zeit nichtssagend da stand. "was ist denn, kleine?", erkundigte sich die Brünette. Das Steindigimon drehte sich zu seiner Partnerin und schilderte ihr kurz: "Irgendetwas stimmt mit den beiden da hinten nicht, bleib bitte hinter mir bis ich weiß, was es ist." Melody nickte und beobachtete den kleinen Skateboardfahrer, der nun immer schneller zu werden schien. Es sah so aus als ob er mit jemandem reden würde, doch beide sahen keine weitere Person, nur Gotsumon spürte noch eine weitere Präsenz, die wohl auch für ihr unruhiges Gefühl im Bauch verantwortlich war.


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Melody Watanabe

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Anzahl der Beiträge : 19
Arbeit/Hobby : Schülerin

BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Mo Jan 02, 2017 1:29 am

10. August
18.10 Uhr
Melody, Kenta &' Rin


Gebannt lauschte die Brünette der Geschichte von Terriermon und Rin, wobei sie sich kein lächeln verkneifen konnte... "Er kann zwar ziemlich anstrengend sein, doch ich würde ihn niemals gegen irgendetwas in der Welt eintauschen.", gab das Mädchen von sich. Melody konnte sie vollkommen verstehen, Gotsumon War ebenso eine Kandidatin. Die Lebensfreude, die Melody immerzu von Gotsumon ausgehend gespürt hatte, War gleichermaßen anstrengend wie auch ein Segen. Wer weiß, vielleicht wäre sie niemals auf Leute zu gegangen, so wie heute, wenn sie ihre Partnerin nicht kennen gelernt hatte. Es freute sie, dass Rin und sie die gleiche Ansicht bezüglich ihrer Digimon Partner teilten. "Ich weiß was du meinst, Gotsumon ist da nicht anders.", murmelte Melody lächelnd. Sie war froh die beiden Teenager kennen gelernt zu haben und hoffte instinktiv, dass sie die beiden auch auf ihrer Schule wieder sehen würde. Doch bevor sie sich weiter Gedanken über die schule machen konnte stellte Kenta eine begründete Frage: "Wisst ihr vielleicht ob es irgendeinen Grund gibt warum wir überhaupt unsere Partner getroffen haben ? Versteht mich nicht falsch, ich bin froh Commandramon getroffen zu haben. Aber es muss doch irgendeinen Grund geben dafür, oder?"

Warum sind wir digiritter? hallte Melody die frage des schwarzhaarigen  im Kopf. Sollten wir etwas beschützen? Unbewusst schaute sie zwischen sich und den anderen beiden Teenagern hin und her und verglich sie miteinander. Der Junge, Kenta, der kleiner War als, sie, das Mädchen Rin, das ebenfalls ein Stück kleiner war und sie, das Mädchen, welches gerade erst her gezogen war. Sie hatten keine auffälligen Gemeinsamkeiten, zumindest keine offensichtlichen. Das einzige was man als offensichtlich betrachten konnte, War dass alle 3 ein Digimon hatten und nicht viel über die Geschichte wussten, dachte sie. "Nun, ich weiß ebenso wenig, weshalb wir unsere Partner bekommen haben, doch ich teile Rins Ansicht, daß die kleinen eher eine Bereicherung für unser Leben sein müssten als alles andere. Ich für meinen Teil, muss sagen, dass ich froh bin, Gotsumon zu haben, denn sie zeigt mir jeden morgen aufs neue was für Schöne Dinge diese graue Welt uns bieten kann...", begann sie zu erzählen, bevor sie verstummte. Sie kannte ihre Gesprächspartner kaum und trotzdem fühlte sie sich geborgen bei den beiden. So sehr, dass sie nun schon fast zwei mal über ihre Eltern geredet hätte. Ob ihre wilden Theorien die beiden wohl interessierte, fragte sie sich im Stillen.
Schließlich kam sie zu dem Entschluss, das sie aufhören sollte, sich Gedanken über ihre Worte zu machen wenn sie heute noch etwas anderes machen wollte, als hier im Park zu sitzen. Natürlich würde die beiden ihre Theorie interessieren, sonst hätte der schwarzhaarige wohl kaum danach gefragt. "Da wir Digiritter genannt werden, vermute ich mal, wir müssen irgendetwas beschützen. Was weiß ich zwar nicht, aber dies erscheint mir als einziges logisch. Kennt einer von euch beiden denn noch andere Digiritter?", beendete sie ihren Satz, während sie die beiden aufmerksam aus ihren grünen Augen beobachtete.
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Nobu Kisaragi

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Anzahl der Beiträge : 25

BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Mi Jul 19, 2017 2:15 pm

Cf. Wohnung von Mimi


11. August
14:00 Uhr
Mimi & Nobu



Während Nobu fuhr, wusste er gar nicht wohin ihn sein Weg bringen würde. Eigentlich fuhr er die ganze Zeit nur und folgte dem Straßenverlauf, ohne sich groß darüber Gedanken zu machen wohin ihn das bringen wird. Und eigentlich war ihm das alles auch egal. Schließlich geisterte die ganze Zeit was anderes durch seine Gedanken. Da war es ja schon fast ein Wunder, dass er keinen Unfall baute. Er war einfach nicht ganz bei der Sache. Aber wie konnte er auch? Wenige Minuten zuvor ist immerhin nahezu alles zerbrochen was ihm wirklich am Herzen lag. Und das nur wegen dieser Lüge. Warum hatte sie ihm so etwas verheimlicht. Und warum reagierte er nur so empfindlich darauf. Das war doch alles zum verrückt werden und seine Gedanken wollten einfach kein Ende nehmen. Sonst war er doch auch immer stets derjenige, der Probleme offen ansprach um sie direkt zu klären. Aber dieses Mal war er derjenige der gegen seine Prinzipien verstieß und die Flucht suchte. Aber bisher war er einfach auch nicht der jenige, der sich in so einer Situation befand. Er war nie jemand der mit den Lügen eines Menschen konfrontiert wurde. Kurz nachdem ihm direkt ins Gesicht gelogen wurde. Aber gab ihm das das Recht nun so zu handeln? Er war sauer, ja. Sehr sauer. Doch wusste er auch, dass er nicht ewig sauer sein konnte. Vor allem nicht, wenn er sich wieder vor Augen führte, wie sie aussah, mit ihrem Tränengefluteten Gesicht. Ein Anblick den er sich lieber nicht erneut ins Gedächtnis rufen wollte. Denn das war wir ein Stich in sein Herz. Das war wohl das letzte was er wollte, dass sie wegen ihm Tränen vergoss. Doch… war es überhaupt nur seine Schuld? Er konnte sich wohl kaum die ganze Schuld für ihre Trauer zuschreiben, oder doch? Es kam ihm so vor, als würde diese gesamte Situation nicht nur seine Welt auf den Kopf stellen, nein, seine Gedanken waren ebenfalls komplett durcheinander. Warum konnte er nicht einfach mal kurz abschalten.
Abschalten. Das war wohl das richtige Wort. Denn Nobu fand sich direkt auf einem Parkplatz wieder. Ein Parkplatz, welcher ihm nicht wirklich unbekannt war. So stieg er, lediglich mit seinem Autoschlüssel bewaffnet, aus dem Wagen. Sein Handy ließ er wohl recht bewusst in diesem, immerhin war sein Interesse nicht sonderlich hoch auf Nachrichten oder Anrufe zu reagieren. So legte Nobu einfach die wenigen Meter zurück. Er ging den Weg entlang den er eigentlich doch so gut kannte. Den er unzählige Male entlang gegangen war. Doch es war eine gefühlte Ewigkeit her, dass er diesen Weg alleine entlang ging. Was fehlte war die gut gelaunte Brünette, die niemals zugelassen hätte, dass auf diesem Weg geschwiegen wird. Die seine Hand hielt. Und einfach an seiner Seite war. So fiel es ihm doch ungewöhnlich schwer den Weg langzugehen. Denn auch wenn ihm bereits auf dem Weg zum Part einige Menschen entgegen kamen, fühlte er sich einsam. Es hätte ihm wohl nicht egaler sein können ob und wie viele Menschen hier ebenfalls waren. Immerhin drehten sich seine Gedanken dennoch weiterhin nur um einen Menschen. Ein Mädchen. Sein Mädchen.
Vielleicht sollte er doch einfach zurück. Zurück zu ihr und einfach alles versuchen zu klären. Zu reden. Doch da war die Gefahr zu groß, dass sie wieder weint, wegen ihm. Und das konnte er sich erstmal nicht antun. Die grünen Augen wanderten über die angelegte Parkanlage, und auch wenn er sonst unglaublich gerne hier war, fühlte es sich falsch an. Wenn er hier war, war es entweder mit seiner Kamera oder mit Mimi. Idealerweise sogar mit beidem. Aber heute, war er hier, und hoffte vielleicht hier Kraft schöpfen zu können. Oder gar eine Lösung für sein derzeitiges Problem zu finden. Auch wenn er doch schon wusste, was die beste Lösung war und die war das Gespräch mit Mimi. Doch irgendwie hatte der großgewachsene Mann einfach Angst vor einer erneuten Konfrontation. Angst sie erneut zu verletzen. Angst sie erneut weinen zu sehen.
So ließ Nobu sich, nachdem er bereits etwas durch den Park gewandert ließ er sich kurzerhand auf einer Bank nieder. Nur um dann festzustellen, dass er die Bank nicht sonderlich ideal gewählt hatte. Es war weniger das Problem, dass er von hier aus eine direkte Sicht auf verliebte Pärchen hatte. Nein, das Problem war, dass er bereits oft auf dieser Bank saß. Während Mimi neben ihm war oder vor ihm und sich freudig ablichten ließ. Warum zog ihn dieser Ort grade so magisch an? Es kam ihm so vor, als hatten seine Beine sich komplett von alleine hier her bewegt ohne das er einen Teil dazu begetragen hatte. Ob er unterbewusst einfach nur an einen Ort wollte, welchen er nach diesem Tiefschlag mit etwas positivem verband. Doch das es nun ausgerechnet der Ort war, an dem er und Mimi ihr erstes richtiges Treffen hatten, war nun wirklich nicht abzusehen. Oder? Einmal fuhr er sich mit beiden Händen übers Gesicht. Was sollte er nun tun?
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Mi Jul 19, 2017 5:41 pm

11. August
15:00 Uhr
Mimi & Nobu


Nach einer gefühlten Ewigkeit kam Mimi am Rande des Stadtparks an und bekam ein flaues Gefühl in der Magengegend. Ehrlich gesagt hatte sie die ganze Zeit darüber nachgedacht was sie zu Nobu sagen sollte und wie sie dies am Besten anstellen konnte. Auf all diese Dinge hatte sie nach all der Zeit, die sie hier her gebraucht hatte nur leider keine Antwort.
Ein paar Meter weiter war eine Bank auf die sich die Brünette rasch setzte. Ein Ziehen hatte sich in der letzten Zeit zu einem stechenden Schmerz entwickelt. Zwischendurch hatte sie Angst gehabt ihre Eltern doch anrufen zu müssen, nur um ihnen Bescheid zu geben, dass sie sie abholen müssten. Bei dem Gedanken dann mit Nobu nicht reden zu können hatte Mimi jedoch immer wieder die Zähne fest zusammen gebissen und war tapfer jeden Schritt weiter gegangen. Nun saß sie auf dieser einsamen Bank und hob ihren Knöchel auf das andere Bein. Vorsichtig schob sie dabei ihre Socke runter und schaute sich die Verletzung an, die teils noch im Schuh mit steckte. Zischend ließ sie die Luft aus ihren Lungen, als sie sah das alles an ihrem Fuß weiter angeschwollen war. Wenn ihre Eltern oder aber Palmon das sehen würden, würde sie wirklich Ärger bekommen. Vielleicht würde sogar Nobu etwas dazu sagen, sie sogar dafür tadeln. All das war der Brünette aber egal, denn einzig und allein das Gespräch mit ihrem Freund zählte für sie in diesem Moment.
Mit einem abschätzenden Blick schaute Mimi sich in der Gegend um und versuchte ein Anzeichen auf Nobu seine Anwesenheit zu finden. Immer weiter glitt sie dabei mit ihren Augen den Pfad der Straße entlang und atmete erleichtert auf, als sie auf einem entfernten Parkplatz das Auto ausmachen konnte das ihrem Freund gehörte. Im wahrsten Sinne des Wortes fiel Mimi ein Stein vom Herzen, da sie sich nun sicher sein konnte ihn irgendwo antreffen zu können. Der Weg war also nicht um sonst gewesen, wobei … vielleicht wollte Nobu ja nicht mit ihr reden.
Immer noch rieb die verunsicherte Frau sich an ihrem Knöchel, als ihr ein Paar entgegen kam, welches fröhlich Händchen hielt und so vertraut wirkte. Innerlich schien es sie zu zerreißen andere so glücklich zu sehen während sie selbst keinen blassen Schimmer hatte wie es mit ihrer Beziehung weiter gehen sollte. Wenn ihr ihr Knöchel keine Tränen in die Augen getrieben hatten, dieses Paar tat es. Wieso waren auch andere Menschen glücklich obwohl sie es nicht war?
Sofort sprang Mimi auf, auch wenn sie dadurch wieder die Belastung auf ihren Knöchel ließ. Es würde sie ja nicht umbringen, schließlich war es nur ihr Fuß der schmerzte. Außerdem war es eine willkommene Abwechslung zu dem Schmerz in ihrem Herzen. Langsam kam sie wieder in Bewegung und ging auf den Eingang des Parks zu. Mit jedem Schritt wurde Mimi dabei unwohler, da sie vor dem Zusammentreffen mit Nobu doch etwas Angst hatte.
Würde er sie abweisen? Vielleicht würde er sie nicht einmal ansehen? Und was sollte sie machen, wenn er nicht mit ihr reden wollte? All das würde ihr Herz gar nicht vertragen.
Dennoch konnte sie sich nicht davon abhalten lassen den Blondschopf weiter zu suchen und zu hoffen das er sich anhören würde, was sie zu sagen hatte. Die Frage war nur was sie zu sagen hatte. Die Wahrheit kannte er nun schon und entschuldigt hatte sie sich auch. Vielleicht war dieser Moment aber auch gar nicht planbar und die Brünette müsste ihrem Freund gegenüber stehen, um dann ihr Herz dann sprechen zu lassen. Vielleicht würde das ja wissen was zu tun war und sie aus all dem retten. Möglich war immerhin vieles in dieser Welt.
Da es schon früher Nachmittag war und gutes Wetter herrschte, schien Mimi die Sonne frontal auf die Haut. Langsam bekam sie das Gefühl ihre Körper würde in Flammen stehen, oder war es doch die Panik die in ihr aufstieg? So viele Sachen passierten mit ihr, sodass sie den Überblick über das Wesentliche verlor und keine Ahnung mehr hatte was alles nun passiert war. All diese Reize denen sie ausgesetzt war und die die Gefühle der jungen Frau durcheinander brachten. Wie konnte ein normaler Mensch nur so viel aushalten?
Je weiter Mimi in den Park vordrang und Erinnerungen an vergangene Tage hochkamen, desto mehr fragte sie sich ob es richtig war hier her gekommen zu sein. Nobu hatte immerhin um Ruhe und Zeit gebeten. Als seine Freundin hätte Mimi vielleicht diese Entscheidung akzeptieren müssen und ihm das geben sollen, was er brauchte, aber wie? Sie litt unter all dem doch so sehr.
Als sie an einigen Plätzen vorbei kam, an denen sie mit Nobu gemeinsame Dinge unternommen hatte, versetzte ihr dies immer wieder einen kleinen Stich ins Herz. Niemals hätte die Brünette gedacht, dass das so sehr weh tun würde. Die Liebe hatte stets für sie nur in einem positiven Licht gestanden und nun bekam sie knallhart die schlechten Seiten einer solchen Liebe zu spüren. Ob das, was sie da gerade in sich trug Liebeskummer war? Und wie wäre es dann erst, wenn der Blondschopf sich wirklich von ihr trennen würde? Nie mehr würde sie dann seine grünen Augen sehen können und diesen Blick, den er drauf hatte, wenn er sie ansah. Nie mehr würde sie sich dann in seine Arme kuscheln können und ganz tief seinen Geruch einatmen können, nur um dann das Gefühl zu verspüren das sie am richtigen Ort sei. Niemals mehr würde sie seine unfassbar weichen Lippen auf ihren eignen zu spüren bekommen und sein Lächeln erblicken, welches sie an ihm doch so liebte. Was also wäre das für eine Welt, wenn sie den Mann verlieren würde, der ihr in den letzten Monaten gezeigt hatte, wie man wirklich lebte und das Leben genoss?
Den Blick hatte Mimi die ganze Zeit eisern auf den Weg gerichtet, was zu ihrem Übel ein Fehler war. Als sie schließlich aufsah, konnte sie nur wenige Meter von sich den unglaublich gut gebauten Körper ihres Freundes erblicken. Wie er da saß. Seine Beine hatte er von sich gestreckt, während seine Arme über das Rückenstück gelehnt waren. Sein Blick ging in den Himmel, als würde er diesen nach irgendwas absuchen. Vielleicht nach Antworten, die er auf seine Fragen haben wollte? Wissen konnte Mimi es noch nicht, aber herausfinden wollte sie es. So viel stand fest.
Auch wenn ihre Beine zitterten und sie das Gefühl hatte gleich umzukippen, da ihr Herz vor Aufregung zu rasen schien, nahm sie all ihren Mut zusammen und setzte einen Schritt vor den anderen. Kurze Zeit später kam sie an, mit den nächsten Tränen in den Augen, ohne das sie dies wollte. Ihr Ziel war es doch ein normales Gespräch mit ihm zu führen. Tränen würden ihr dabei nicht helfen, im Gegenteil. So musste er doch denken das sie für solche Situationen noch nicht reif genug war und wahrscheinlich würde er mit dieser Annahme sogar Recht haben. Allerdings würde Mimi das nicht einschüchtern. Sie würde nun stark bleiben und versuchen dem gewachsen zu sein, was sie nun erwartete.
Ihre Finger verfingen sich in ihrem Rock und zogen an diesem, ihre Beine zitterten und in ihrem Hals bildete sich ungewollt ein Kloß. Vorsichtig versuchte die Brünette diesen hinunterzuschlucken und ihre Stimme wieder zu finden: „Nobu ich muss mit dir reden. Ich weiß du hast gesagt du brauchst Zeit und das verstehe ich auch, aber ich kann das nicht. Ich meine ich kann nicht warten und darauf hoffen das du dich meldest, während ich zu Hause wahnsinnig werde ohne dich. Ja, ich habe einen Fehler gemacht, aber ich habe es doch nicht mit Absicht gemacht. Ich wollte Palmon schützen und eigentlich auch dich schützen. Das alles ist nicht so leicht, wirklich nicht. Außerdem hatte ich Angst du würdest mich nicht wollen, wenn du von all dem etwas wüsstest. Ich meine wer kann schon jemanden wollen, der so viele Verpflichtungen hat? Vielleicht hättest du mir das alles auch nicht geglaubt und mich für einen Freak gehalten“.
Mit jedem Wort schien die Stimme der sonst so taffen Frau mehr zu brechen und auch der Mut, welchen sie zusammen gekratzt hatte war langsam verbraucht. Sie hatte wirklich stark bleiben wollen, jedoch schien der Ausdruck ihres Freundes sie schier umzubringen.
Ohne es zu wollen fiel Mimi nach vorne und klammerte sich um Nobus Hals. Dabei hatte sie das Gefühl ihre letzte Kraft aufzubrauchen und ihn zu erwürgen, jedoch konnte sie damit nicht aufhören. Es tat einfach zu gut ihn in den Armen zu haben und seinen Duft einatmen zu können. Sofort fühlte sie sich wie benebelt und hatte das Bedürfnis diesen Moment niemals zu beenden. Zu sehr liebte sie ihn und genau das wollte sie ihm auch beweisen.
„Es tut mir Leid Nobu, so Leid. Bitte verzeih mir, ich werde auch alles daran setzen es wieder gut zu machen. Nur sei mir bitte nicht mehr böse. Ich liebe dich doch viel zu sehr. Niemals könnte ich es mir verzeihen, wenn ich dich nun verlieren würde. Bitte liebe mich auch noch, obwohl ich so schrecklich war. Mehr will ich gar nicht“, die verzweifelten Wörter der Brünette wurden mit den nun unaufhaltsamen Tränen untermauert, die ihr langsam das Gesicht runter liefen und das Shirt ihres Freundes durchnässten.
Ihre Finger krallten sich zudem in den Stoff und wollten diesen nie mehr los lassen. Langsam schien sie das Gleichgewicht zu verlieren und rutschte immer weiter auf Nobu seinen Schoß. Er hatte Abstand gebraucht und gerade den nahm sie ihm. Abstand halten war einfach nicht ihre Stärke, erst Recht nicht, wenn es um sie als Paar ging.
Was er nun von ihr denken mochte, wo sie sich nun so zum Affen machte und verzweifelter denn je an diesem Mann hing. Noch dazu konnte die ganze Welt sie beobachten. Ob er sich dadurch bedrängt fühlen würde ihr zu verzeihen oder es ihr übel nehmen war, da sie ihre Chance so schamlos ausnutzte? Mimi waren die Blicke egal und auch die Meinung der anderen. Sie pfiff auf jeden, der sie nicht nahm wie sie war. Dazu war es nie ihr Plan gewesen sich so zu verhalten, im Gegenteil. Sie hatte ja reden wollen, allerdings hatte sie wirklich die Führung ihrem Herzen überlassen, welches so gehandelt hatte. Genau das war es, was sie tief in sich fühlte und was sie wollte. In der Hoffnung er würde sie verstehen und dem Ganzen ein gutes Ende geben, hielt Mimi sich weiter an Nobu fest und verweilte dort so. Sie konnte ihm nicht in die Augen schauen aus Angst etwas zu sehen, das sie nicht erfreuen würde. Einzig und allein eine Antwort wollte sie und möglichst eine Positive. Alles andere war ihr in dieser Sekunde egal auf der Welt. Einzig und allein Nobu zählte.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Mi Jul 19, 2017 10:57 pm

11. August
15 Uhr
Mimi & Nobu


Wie lange er schon auf dieser Bank saß wusste Nobu nicht mehr. Ebenso hatte er nicht mitgezählt, wie oft er bereits seine Position geändert hatte. Immerhin drehten sich seine Gedanken um etwas anderes, als das er sich darüber nun den Kopf zerbrechen konnte. Seufzend entschied er sich irgendwann seinen Blick gen Himmel zu richten und einfach mit seinem Blick den Wolken zu folgen. Vielleicht wäre das gut genug als Ablenkung. Nur für einen kurzen Augenblick. War das zu viel verlangt?
Gerade als er es tatsächlich schaffte sich auf etwas im Horizont zu fixieren, wurde er von ein paar Schritten davon abgelenkt. Langsame Schritte. Sehr langsame. Also eindeutig Schritte von jemanden, der es auf ihn abgesehen hatte und sich also direkt einen Weg zu ihm bahnte. Nobu musste nicht einmal seinen Blick senken um zu wissen, um wen es sich handelte. Dafür kannte er Mimi einfach zu gut. Er wartete noch etwas ab, ohne sich nur einen Millimeter zu rühren. Erst als sie mit einer doch ungewohnt schwachen Stimme das Wort erhob, galt sein Blick ihr. Es konnte sich jedoch kein Lächeln auf seinen Lippen bilden, wie sonst wenn er Mimi sah. Vor allem die Tränen in ihren Augen machten das beinahe unmöglich für ihn. Zu sehr plagte ihn der Gedanke, dass er für diese Tränen verantwortlich war. So blieb er ruhig, er schwieg einfach ohne das sich auch nur ein Muskel in seinem Gesicht rührte. Stattdessen lauschte er einfach ihren Worten. Für gewöhnlich hätten diese ein Seufzen aus Nobu herausgekitzelt, aber nichteinmal das brachte er über die Lippen während sie sprach und ihm ihr Herz ausschüttete. Warum redete sie sich nur sowas ein? Sie machte sich einfach zu viele Sorgen ohne das es eigentlich nötig wäre. Eigentlich wollte er ihr nun wiedersprechen, ebenfalls das Wort erheben, doch als er noch in seinen Gedanken nach den richtigen Worten fischte, wurde er direkt von der zierlichen Frau übermannt. Damit hat er tatsächlich wirklich nicht gerechnet. Aber irgendwie passte es doch zu Mimi, schließlich gab sie ihm doch schon das Gefühl, dass er als eine Art sichere Hafen für sie diente. Aber dennoch war er doch recht verwundert über ihren spontanen Angriff. Und direkt erhob sie wieder das Wort, wobei es dieses Mal ein verzweifeltes flehen und betteln war. Und mit nur noch mehr Tränen gepaart war, worunter sein Shirt leiden musste.
Aber das war wohl offensichtlich das Zeichen für Nobu, dass er nun etwas sagen sollte. Das hatte sie immerhin verdient. Doch zuerst huschte ihm ein leises Seufzen über die Lippen, „Hör doch bitte endlich auf zu weinen. So verstehe ich dich doch nicht.“ Hielt er ihr vor, auch wenn das eigentlich immer der Satz war, den er nutzte um seine Schwestern vom weinen abzuhalten und da klappte es bisher immer noch. Da sie sich selbst doch schon recht gut positioniert hatte, hatte Nobu nicht viel zu tun. Sein Kinn legte er vorsichtig auf ihren Kopf ab, während er mit einer Hand, auch wenn etwas zögernd, durch ihr Haar fuhr. „Habe ich dir jemals den Eindruck vermittelt, dass du mir etwas verheimlichen musst? Dass ich dich für etwas verurteilt hätte?“ murmelte er leise. Das waren die Fragen die ihn beschäftigten. Eigentlich hielt er sich immerhin für jemanden, der recht frei von Vorurteilen war und das wirkte nun etwas überrumpelnd auf ihn, dass sie Angst hatte er würde wegen sowas schlechter von ihr denken.
Ein kurzer Kuss auf ihren Haaransatz musste erstmal reichen, ehe sich dann doch ein leichtes Schmunzeln auf seinen Lippen bildete. „Außerdem weiß ich doch schon längt das du ein Freak bist.“ Neckte er sie, während er sie noch etwas dichter an sich an sich heranzog und so die letzten Zentimeter zu ihr überbrücken, während er seine Arme um sich schlung. „Ein totaler Freak was Mode und Trends angeht. Und jemand jede Situation nutzt um das zu sagen was auch immer in seinem Kopf vorgeht, egal wie unpassend es ist, ist sicherlich auch ein Freak. Und Freaks haben bestimmt auch so ein riesiges selbstbewusstsein.“ Zählte er auf, während sich zwischendrin ein kurzes Lachen versteckte. Einen Arm löste er vorsichtig von ihr, nur um dann vorsichtig ihr Kinn anzuheben, um sie zu zwingen ihn anzusehen. Und tatsächlich lag dabei ein Lächeln auf seinen Lippen. „Und ein Freak würde auch nicht darauf hören, wenn ich nach etwas Zeit für mich frage. Aber so ist meine Freundin einfach. Und obwohl sie ein Freak ist, liebe ich sie.“ Erklärte er ihr mit einem kurzen Zwinkern. Das sie überhaupt einen Moment an seiner Liebe gezweifelt hatte war vielleicht schon etwas verletztend, aber irgendwo auch verständlich.
So musste vorerst ein kurzer Kuss auf ihre Stirn reichen, „Bitte hab einfach nie wieder ein Geheimnis vor mir.“ Bat er sie und lehnte denn seine Stirn gegen ihre, während seine Hand kurz über ihre Wange strich, auch wenn diese immernoch recht nass von ihren Tränen war.
„Außerdem… wie könnte ich nur lange auf dich böse sein?“ hauchte er leise auf ihre Lippen, „Obwohl, ich wäre vielleicht wirklich sauer, wenn ich erfahren würde, dass du trotz deiner Verletzung soweit zu Fuß gelaufen bist.“ Fügte er, wissentlich dass es der Fall war, hinzu. Aber das war wohl nur noch ein Beweis mehr, dass Mimi ein Freak war. Und das Nobu einen Freak liebte.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Mo Jul 24, 2017 7:49 pm

11. August
15 Uhr
Mimi & Nobu


Mimi ihre Finger hatten sich fest in den Stoff gekrallt, als sie versucht hatte das zu unterdrücken, was am Ende doch hochgekommen war. Sie war einfach schrecklich wenn es darum ging die Fassung zu behalten und ruhig zu bleiben. Es wollte ihr einfach irgendwie niemals wirklich gelingen, erst Recht nicht bei Nobu. Wie sollte sie da auch die Füße still halten und nichts tun, wenn sie solche Angst hatte diesen Mann zu verlieren?
Seine durchdringende Stimme war so ruhig und samtig, so wie sonst auch. Es hatte eine beruhigende Wirkung, noch dazu drang sie so melodisch in den Kopf der Brünette. Es wäre unmöglich gewesen dieser Stimme nicht zu lauschen, erst Recht, weil sie keineswegs mehr sauer klang. Vielmehr hatte sie etwas Belustigtes, auch wenn Mimi das beim besten Willen nicht verstehen konnte. Auch das er sie mit seinen Schwestern verglich traf sie, da sie doch bei Weitem nicht war wie die kleinen Rabauken. Okay, vielleicht war sie es ein bisschen oder aber auch ein bisschen mehr, aber vor ihm zugeben würde sie diese Tatsache niemals.
Noch immer konnte die Brünette ihrem Freund nicht in die Augen sehen und auch die Tränen schienen kein Ende zu nehmen. Irgendwie schafften es immer wieder ein paar Tropfen sich den Weg an das Tageslicht zu erkämpfen und ihre Wangen runter zu rollen, ehe sie dann auf dem hellen Shirt des Blondschopfes landeten. Das, was er eben gesagt hatte, war ein Anfang, reichte allerdings nicht um die verunsicherte Frau zu beruhigen, wie auch?
Er wusste das sie ein Freak war, versuchte er somit weiterhin und schaffte es ein bisschen an das Herz der Brünette anzuecken. Irgendwie fühlte es sich dadurch nicht mehr ganz so kaputt und wirkte fast so, als könnte es wieder normal schlagen. Noch berauschender war es, als er sie als sein Freak bezeichnete. Hieß das etwa wirklich, dass er ihr nicht mehr sauer war? Konnte es etwa doch sein das er sie ein wenig verstand und sie doch noch liebte? Immerhin hatte er sie in keinster Weise abgewiesen, so wie sie es gedacht hätte. Immerhin saß sie gerade mal eine Stunde nach dieser Bombe, die sie ungewollt hatte platzen lassen, auf seinem Schoß und bedrängte ihn, als würde es kein Morgen geben.
Jeder andere Mann hätte sie doch schon längst von sich gestoßen und sie zutiefst gehasst. Genau mit so etwas hatte Mimi auch gerechnet, auch wenn Nobu niemals der Mann für solche Abweisungen wäre. Dennoch hätte sie es verstanden. Stattdessen war er wie immer verständnisvoll und ging mit ihr um, als wäre sie sein liebster Schatz. Das Herz der Brünette wurde schwer, als sie wirklich begriff was das Ganze bedeutete. Die einzelnen Tränen, die nun vor Freude ihr Gesicht überströmten wischte sie mit ihrem Arm weg und hob vorsichtig den Kopf an, ehe sie wieder das satte Grün erblickte, welches ihr immer die Sprache verschlug.
Kein Hass, keine Verzweiflung, keine Abneigung. Alles wirkte so vertraut und normal, fast so, als hätten sie ihren ersten wirklichen Streit überlebt. Bei dieser Erkenntnis konnte Mimi langsam durchatmen und entspannte sich etwas. Der Druck in ihren Finger wurde weniger und auch ihre Sicht wurde klarer, als die letzten Tränen wirklich getrocknet waren. Dieser Mann schaffte es einfach wirklich sie innerhalb von Sekunden tausende Gefühle durchleben zu lassen. Das die Brünette da noch lebte und nicht längst an einem Herzinfarkt verstorben war, auch weil er sie durch seine Worte und seine Taten regelmäßig aus der Bahn war, grenzte an ein Wunder.
Dennoch musste Mimi es einfach wirklich wissen: „Heißt das, das du mir nicht mehr sauer bist? Oder zumindest nicht mehr so sauer das du nicht mehr mit mir reden willst?“. Irgendwie konnte sie das alles kaum fassen. Glückshormone durchströmten den Körper der zierlichen Frau und mit einem mal wusste sie nicht mehr wohin damit.
Ihre zierlichen Finger vergruben sich daher wie von allein in dem Haaransatz ihres Freundes, ehe sie sich zu ihm beugte und ihm einen Kuss auf seine Lippen drückte. Dabei bedacht nicht zu weit zu gehen ließ Mimi es oberflächlich beginnen, merkte jedoch schnell das sie mehr wollte. Sie wollte immer mehr von diesem Mann, konnte sich jedoch nur nie wirklich fallen lassen. Vielleicht war es wegen der Schuldgefühle gewesen, da sie ihn immer angelogen hatte, doch jetzt war da nichts mehr und genau das veranlasste die Brünette mehr zu wollen. Sie rückte sich auf seinem Schoß zurecht und klammerte sich erneut regelrecht an den muskulösen Mann, der sie immer wieder in den Wahnsinn trieb. Vorsichtig fing sie an, an seiner Unterlippe zu knabbern und ihn immer mehr ein zu nehmen. Langsam war sie bereit für alles weitere. Sie wusste nun wie sehr er sie wirklich liebte, das er anscheinend anzunehmen schien, was sie seit ihrer Kindheit war. Allein der Gedanke stimmte die zierliche Frau so fröhlich und euphorisch. Sie konnte einfach nicht mehr abwarten ihr Leben lang mit diesem Mann zu verbringen, doch bevor es so weit war würden sie das hier und jetzt zusammen verbringen.
Langsam hörte Mimi auf, bevor sie ihre Augen öffnete und Nobu ansah: „Ich liebe dich wirklich sehr Nobu. Du bist für mich einfach das Beste auf dieser Welt, allein schon weil du mich nicht dafür verurteilst was ich bin. Und ich schwöre dir wirklich das es alles war, was du von mir noch nicht wusstest. Ehrlich gesagt bin ich nun auch froh das du es weißt. Und ich weiß nun auch so einiges mehr“.
Die zierlichen Finger der Digiritterin kraulten bei diesen Worten den Blondschopf am Kopf. Sie wusste das er es genießen würde und hoffte ihn so etwas um den Finger wickeln zu können. Normalerweise tat er sich schwer, schaffte es aber dennoch irgendwie immer sich aus ihren Versuchen zu winden. Ob es wirklich der Fall war oder er ihr das einfach vorspielte, das wusste sie nicht mit Sicherheit. Was sie allerdings wusste, war die Tatsache das sie nun alles weitere mit diesem Mann genießen würde.
Langsam wanderte Mimi mit ihrem Mund an sein Ohr und hauchte ihm die nächsten Worte zu: „Du bist alles für mich Nobu, das weiß ich nun mit Sicherheit. Ich kann gar nicht oft genug sagen, dass ich dich liebe. Ich will dich für immer bei mir haben, ganz und ich denke das ich langsam bereit für alles weitere bin“.
Die Röte, welche Mimi schon erwartet hatte, zog sich über das Gesicht der Brünette. Sie wusste ganz genau das ihr Freund den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen würde, zumal er etwas länger auf sie wartete. Sie selbst wollte sich sicher sein und nun war sie es. Dazu hatte sie ja keine Ahnung gehabt worauf sie sich da einlassen würde und ob Nobu der Richtige war. Jetzt jedoch hatte sie den Beweis geliefert bekommen. Er hatte auf sie gewartet, sie geliebt und nie unter Druck gesetzt. Noch dazu blieb er bei ihr und fing sie auf, obwohl sie ihn so verletzt hatte. Was könnte sie da mehr wollen?
Unsicher was er dazu sagen würde, blieb Mimi mit dem Gesicht an seiner Seite und schmiegte sich weiter an ihn. Es wäre peinlich, wenn er sehen würde wie rot sie allein wegen des Gedankens war. Dabei war es doch etwas ganz Normales, auch wenn die Brünette nicht wusste, wie das alles passieren würde. Mit einem mal schlug auch ihr Herz wieder etwas schneller. Niemals hätte sie gedacht irgendwann mal solch ein Angebot zu machen. Allerdings würde Mimi so etwas niemals sagen, wenn sie sich nicht wirklich sicher war. Die Frage war jedoch: wie könnte man sich bei solch einem Mann nicht sicher sein? Die Brünette war so verunsichert gewesen, weshalb sie gar nicht gesehen hatte wie perfekt dieser Mann doch eigentlich war.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Mi Jul 26, 2017 2:40 am

11. August
15 Uhr
Mimi & Nobu


Ob er nicht mehr sauer war? Wusste er nicht. Garantiert hatte er noch irgendwo Grund genug um sauer auf sie zu sein. Doch das war für den Blonden einfach in diesen Momenten unmöglich. Nein, wie sollte es möglich sein auf sie sauer zu sein, wenn sie hier vor seinen Augen weinte? So schüttelte nur mit einem Schmunzeln auf den Lippen den Kopf. Ob ihr das als Antwort ausreichte? Bestimmt nicht. Zwar war er sonst eher ein Mann der gerne und viel Sprach, doch in diesem Moment hoffte er, dass diese kurze Geste ausreichte. Und das war es anscheinend so. Immerhin spürte er wenige Sekunden später ihre zarten Lippen auf seinen. Wie hätte er diese Lippen missen können? Seine Hände waren auch gut an ihrer Hüfte positioniert, doch gerade als er im Laufe des intersiver werdenden Kusses sie weiter zu sich ziehen wollte erledigte sie das bereits von selbst. Dies gepaart mit einer plötzlich viel offensiveren Mimi sorgte für ein zufriedenes Grinsen auf seinen Lippen. Dieses Mädchen war unglaublich. Und nun verfluchte er sich, dass er auch nur einen Moment daran gezweifelt hatte. Das Mädchen das hier auf seinem Schoss saß war einfach sein Mädchen.
Doch sie löste den Kuss dann doch, woraufhin Nobu seufzend seine Stirn gegen ihre lehnte. Er wollte mehr von ihr. Er wollte viel mehr. In seinen Augen hätte dieser Kuss einfach ewig so weitergehen können, beziehungsweise in eine Richtung weitergehen, welche bisher ihnen verborgen blieb. Aber nun schenkte er ihr seine volle Aufmerksamkeit, gepaart mit einem Lächeln. „Ich liebe dich auch.“ Lauchte er ihr lächlend entgegen. Sie konnte er auch anders? Allein diese Augen, diese großen Haselnussbraunen Augen, welche er so gerne sah zeigten ihm, dass er jede Kleidigkeit an diesem Mädchen liebte. Sie war wunderschön. In seinen Augen der schönste Mensch auf der Welt. Und der Mensch, dem wohl für immer sein Herz gehören würde. Was sie ihm nur erneut bewies, während sie durch seine Haare fuhr. Verdammt, er liebte es ihre zierlichen Finger in seinen Haaren zu spüren. Als würde sie genau wissen, was ihm da gefällt. Sie schaffte es einfach immer und immer wieder den Jungen komplett zu begeistern. Weshalb er auch seine Augen für einen kurzen Moment einfach schloss, nur um diese sanften Berührungen vollkommen genießen zu können.
Doch direkt in dem Moment als er ihren Atem an seinem Ohr spürte riss er die Augen auf. Was hatte sie vor? Beinahe schon nervös wurde sein Griff um die Hüfte seiner Freundin fester, während ihm die Millisekunden wie Stunden vorkamen, in welchen er auf ihre Worte wartete. Doch diese Worte rissen ihn dann doch etwas mehr aus der Bahn, als ihm lieb war. Wahrscheinlich wurde er auch etwas rot um die Nase, doch darüber konnte er sich gerade keine Gedanken machen. Nein. In seinem Kopf schwirrten ganz andere Gedanken. Gedanken die nicht jugendfrei waren und welche er lieber nicht offen aussprach. Mimi war ein aufrichtiger Mensch, sie würde sowas nicht einfach so anbieten. Niemals. Nervös schluckte Nobu. Wie reagierte man angemessen auf solch ein Angebot? Er würde es ja schließlich in diesem Moment nur sehr schlecht umsetzen können. Und das wäre sicherlich nicht in Mimis Interesse. Er schätze sie da doch etwas romantischer, kitschiger ein. Nun war es erstmal die oberste Priorität seine Gedanken zu ordnen, auch wenn das gar nicht möglich schien. Dieser Tag schien wie verhext.
Verlegen räusperte sich der Blonde, „Du solltest mir sowas nicht einfach so anbieten… weißt du?“ gestand er leise, darauf bedacht, dass die Worte die er sprach auch nur sie erreichten. Immerhin war sie die einzige die es zu interessieren hatte, was er sprach, „Ich bin auch nur ein Mann… und wir reagieren ganz empfindlich auf solche Angebote.“ Fügte er hinzu. Und bekam das Gefühl das er mit jedem Wort immer leiser wurde, beinahe als würde seine Stimme versagen, da er sich darauf konzentrieren musste, dass Mimi nicht zu spüren bekommt, wie sehr ihm ihr Angebot gefiel. Erneut atmete er tief durch, das schien ihm irgendwie für einen kurzen Moment alles zu erleichtern, ehe er seinen Kopf auf ihrer Schulter ablegte. Auch wenn dies in diesem Moment plötzlich auch schon viel zu gefährlich schien. Ohje. Seit wann roch sie so anziehend. Ihren Geruch genoss er schon immer, aber plötzlich kam es ihm so vor, als wäre Mimi mit diesem Angebot um ein vielfaches attraktiver geworden, was sie ohnehin schon war. Und das war nicht gut. „Vielleicht… solltest du mir das lieber irgendwann anbieten… wenn wir alleine sind… und ich es auch annehmen kann.“ Murmelte er, schon beinahe nervös.
Also musste er sich doch wieder etwas von Mimi lösen, auch wenn er das nicht wollte. Er hob seinen Kopf erneut und lehnte sich etwas nach hinten, während sein Griff sich parallel etwas lockerte. „Du machst mich wahnsinnig…“ beschwerte er sich halbherzig. „Am besten… wir, ähm“ ganz großes Kino Nobu, jetzt schaffst du es keine ganzen Sätze mehr zu sprechen. Was wäre in diesem Moment am Besten? Mimi schnellstmöglich zu sich nach Hause schaffen, ja. Aber das konnte er nicht machen. Es würde ihm doch etwas komisch vorkommen, denn die Wahrscheinlichkeit bestand, dass sie ebenso einfach komplett durcheinander war und nicht wusste, was sie über die Lippen brachte. Dieser Gedanke ließ Nobu wieder etwas runterfahren. Ja, er müsse einfach auf ein zweites Angebot waren, wenn sie mal alleine sind. Dann hätte er die Garantie. Und vor allem etwas Vorlaufzeit, um Vorbereitungen zu treffen. „Am besten ich bringe dich nach Hause. Wenn du jetzt wirklich den ganzen Weg gelaufen bist, machen sich deine Eltern sicherlich sorgen.“ Überlegte er laut. Das war einfach der vernünftigste. Ja, vernünftig. Das war das Stichwort, an welches Nobu sich nun erstmal halten sollte.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Do Jul 27, 2017 6:48 pm

11. August
15 Uhr
Mimi & Nobu


Hatte sie ihren Freund gerade richtig verstanden? Sie hatte die ganze Zeit gedacht das es genau das war, was er wollte. Er hatte immerhin so lange auf sie gewartet und sich nie beschwert, auch wenn es ihm immer schwer gefallen war seine Finger von ihr zu lassen. Und nun da sie bereit war um den nächsten Schritt mit ihm zu machen, da wollte er sie nicht? War sie etwa doch nicht die Richtige dazu oder wieso um alles in der Welt wollte er nicht mit ihr schlafen?
Sie sollte ihm so etwas nicht einfach anbieten, weil er auch nur ein Mann sei. Dachte er etwas sie wusste nicht was er war? Okay, genau genommen hatte sie keine Ahnung wie das alles für ein Mann war, sie konnte ja nur von sich reden. Allerdings hatte auch sie zwischendurch immer wieder dieses Stechen und Ziehen zwischen den Beinen bemerkt, als er sie geküsst hatte und seine Hände ihren Körper lang gefahren waren. Anfangs hatte sie es falsch gedeutet und gedacht er hätte ihr irgendwie weh getan. Mit der Zeit jedoch hatte sie schnell raus gefunden das sie ihn schlichtweg einfach wollte. Dennoch hatte ihr Kopf ihr immer wieder gesagt sie solle noch etwas warten, immerhin sollte das alles doch etwas Besonderes werden und mit dem Richtigen sein. Natürlich wusste Mimi das es das perfekte erste Mal niemals geben würde, dennoch würde sie sich nicht mit irgendwas Schlechtem abspeisen lassen. Einige Erwartungen konnte sie ja haben.
Langsam hob sie ihren Kopf an und sah dann wieder zu ihm. Das alles konnte sie so nicht auf sich sitzen lassen. Seltsamerweise lag etwas in seinem Blick, das sie als eine Art Bewunderung auffassen konnte. Was um alles in der Welt geschah hier gerade? Moment mal, sie sollte ihm das anbieten, wenn sie alleine waren? Er wollte sie also doch? Anscheinend hatte er sie etwas missverstanden, weshalb sie leicht rot anlief und sich in Gedanken auf die Unterlippe biss.
Sie hatte ihm doch nur sagen wollen, dass sie ihn liebte und nun bereit für ihn war. Es sollte doch kein Angebot sein es hier im Freien direkt mit ihm zu tun. Dazu hätte Mimi doch niemals im Leben den Mumm dazu. Noch dazu würde es sie noch mehr verunsichern, da sie ja so schon keine Ahnung hatte was genau sie machen sollte oder wie sie irgendwas anzustellen hatte. In der Hinsicht war sie sich unsicher, sehr unsicher. Vielleicht sollte sie mal mit jemandem reden, dem sie vertraute. Spontan fiel ihr da nur Sora ein, allerdings würde sie diese nur ungerne in solch eine unangenehme Situation mit reinziehen, zumal sie mit Yamato in ihrem Kopf doch eh mehr als genug um die Ohren hatte.Wohl oder übel würde Mimi allein durch dieses Abenteuer müssen.
Seufzend nahm sie zur Kenntnis das Nobu sie wohl nach Hause bringen wollte. Ja, ihre Eltern würden sich Sorgen machen. Das Handy der Brünette war auf stumm geschaltet und piepste somit nicht, wenn jemand sie erreichen wollen würde. Sicherlich würde sie aus allen Wolken fallen, wenn sie einen Blick drauf werfen würde. Ihre Eltern hatten sie sicherlich schon mehrere Male angerufen. Ob es sich noch um eine einstellige Zahl von versäumten Anrufen handeln würde oder schon im zweistelligen Bereich war?
Leicht verwirrt durch die ganze Situation und etwas schuldbewusst, da sie damit angefangen hatte, stand Mimi langsam von ihrem Freund auf, nur um dann zu merken, wie sie das Gleichgewicht verlor und sich neben Nobu wieder auf die Bank fallen ließ. Auch wenn sie es hasste das zugeben zu müssen, sie hatte es etwas an diesem Tag übertrieben. Gelohnt hatte es sich zwar allemal, dennoch bekam sie dafür nun die Konsequenzen zu spüren. Eine Hand legte Mimi um den kaputten Knöchel, nur um zu spüren wie dick er immer noch war. Ein Katastrophe durch die sie sich zu Hause noch einiges anhören durfte.
Mit einem leicht verzehrten Blick sah Mimi nun zu ihrem Freund: „Würde es dir etwas ausmachen, wenn ich erstmal mit zu dir kommen würde? Vielleicht können wir da ja nochmal in Ruhe über alles reden. Ich will nicht den Rest des Tages ohne dich versauern. Außerdem würde ich gerne noch eine Weile Mama und Papa aus dem Weg gehen. Ich bin mir sicher sie werden sauer, wenn sie von meinem Knöchel mitbekommen. Ehrlich gesagt ist er doch noch etwas dicker geworden, aber das war es mir wert“.
Gekonnt versuchte Mimi das Thema zu umgehen und einen Grund zu finden mit zu ihm zu kommen. Bei ihm war es schon eher der Fall, dass man etwas ungestörter sein konnte. Natürlich hatte die Brünette es eigentlich nicht eilig ihren Plan, den sie nun im Kopf hatte, in die Tat umzusetzen, jedoch war sie auch eine Frau der Taten. Wenn sie etwas aussprach, dann meinte sie es auch so. Nobu müsste das eigentlich wissen. Noch dazu war Mimi nun einfach neugierig.
Der Tag war noch jung und sie selbst war noch meilenweit davon entfernt sich ins Bett legen zu wollen. Auch wenn sie morgen wieder in die Schule gehen würde, so wollte sie jetzt noch ihre Zeit mit ihrem Freund verbringen. Das Palmon nun zu Hause auf sie wartete war zwar ein kleiner Stich in ihr Herz, allerdings wusste das Digimon sich auch allein zu beschäftigen. Ansonsten würde sie dem kleinen Monster in den Abendstunden schon erklären, wieso sie nicht so schnell wieder daheim gewesen war.
Vorsichtig ließ Mimi ihren Fuß wieder runter und stand langsam wieder auf: „Ich denke langsam geht es auch wieder. Sicherlich brauche ich einfach nur ab und an ein paar kleine Pausen. Das ist alles, mach dir keine Sorgen“.
Natürlich würde Nobu sich Sorgen machen, das wusste Mimi mit Sicherheit. Ansonsten würde es nicht ihr Freund sein. Wenn es um solche Dinge ging wie ihre Gesundheit, dann würde Nobu sie auch vor einer Fliege retten, nur damit diese sie nicht mit Krankheiten anstecken würde. Er sollte nur nicht wieder auf die Idee kommen sie durch die Gegend zu tragen. Mimi war schon groß und würde das auch alleine schaffen, zwar unter Schmerzen aber darauf kam es gerade doch gar nicht an.
Noch dazu konnte Mimi sich einen Gedanken in eine andere Richtung einfach nicht verkneifen. Zuvor hatte sie diese immer beiseite geschoben, auch wenn sie stets vorhanden waren. Immerhin war die Brünette nicht ganz unschuldig. Sie genoss seine Küsse und seine Berührungen, rieb sich schamlos an ihm und liebte es, wenn er ihr das ein oder andere Wort zuflüsterte, welches nicht für jedes Ohr bestimmt war. Das er sie also nun tragen könnte und seine Hände dabei an gewissen Stellen ruhen könnten, begeisterte Mimi zum Einen, schreckte sie aber auch ab. Wie hatte sie dem Mann nur die Monate über widerstehen können?
Langsam ging Mimi vor, ohne das Nobu etwas dazu sagen konnte. Sie wollte die Situation nicht noch weiter verschlimmern, indem sie die peinliche Stille die Führung überließ. Noch dazu hatte sie es doch etwas eilig aus dieser Menschenmasse zu kommen. Mit Sicherheit sah sie noch immer verheult aus und ihre Augen waren sicherlich noch rot von all dem. Sicherlich hatten auch ganz viele Menschen gesehen, wie sie in Tränen ausgebrochen war. Peinlich.
Einen Schritt setzte Mimi langsam vor den anderen. Immer mehr beruhigte sie sich dabei und merkte, wie ihr Herzschlag sich nun wieder stabilisierte. Sie hatte das Ganze doch tatsächlich geschafft, ohne das etwas Schlimmes geblieben war. Zufrieden streckte Mimi ihre Hand nach hinten aus, damit ihr Freund diese ergreifen konnte. Für sie war er das Kostbarste auf Erden und ein Geschenk an sie. Was auch immer sie richtig gemacht haben musste, um so einen Mann zu bekommen, sie war froh das es so war. Nun konnte sie sich unbeschwert auf einen schönen Nachmittag mit ihrem Freund freuen, ohne das etwas gab, was diese gemeinsame Zeit zerstören konnte. Zumindest dachte Mimi das.
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Nobu Kisaragi

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Sa Jul 29, 2017 1:55 am

11. August
15 Uhr
Mimi & Nobu


Mimi war einfach zu niedlich in ihrer ganzen Erscheinung. Ihre noch rot gefärbten Wangen ließen ihn direkt etwas Grinsen, wie konnte so eine Eigenschaft einen Menschen nur so niedlich machen. Wahrscheinlich weil er es so selten zu Gesicht bekam, dass seine Freundin tatsächlich verlegen war. Immerhin strotze sie für gewöhnlich vor Selbstbewusstsein, eine Eigenschaft die er ebenfalls an ihr liebte und sehr schätze. Was ihm dann doch eigentlich weniger zusagte war die Tatsache, dass sie sich von ihm löste. Ja, das würde vielleicht sein Problem lösen, Hinsichtlich der Tatsache, dass er sie nach dem Angebot einfach viel zu attraktiv fand, was sie nicht bemerken sollte. Doch vermisste er direkt ihre Nähe. Früher hätte er sich nie für jemanden gehalten, der jemals so klammern würde. Aber jetzt wo er sich eine Freundin angelacht hatte, die das Klammern beinahe perfektionierte färbte das einfach an ihn ab. Skeptisch blieb er sitzen und begutachtete die Show, welche Mimi ihm bot, ehe sie sich neben ihm niederließ. Er beugte sich etwas vor und begutachtete Mimis Knöchel. Und hätte sie am liebsten direkt gemaßregelt. Wie konnte sie nur so unvorsichtig sein? Immerhin hätte sie schon längst spüren müssen, wie weh es tat. Wobei sie das wahrscheinlich auch gar versuchte auszublenden um zu ihm zu kommen. Egal was es war… sie war unmöglich. So huschte ihm kurzerhand ein Seufzen über die Lippen. Hätte sie nicht wie sonst an sich denken können und vor allem auf sich achten. „Und du glaubst, dass ich nicht wegen deinem Knöchel sauer bin?“ hinterfragte er, während seine grünen Augen ihre großen Augen suchten. Denn das war er. Doch wollte er ihr das natürlich nicht auf die Nase binden, das war ein schlechter Augenblick sowas auszudiskutieren. So lehnte er sich dann, erneut seufzend, wieder zurück, „Wenn du das gerne möchtest, können wir zu mir.“ Räumte er ihr ein, „Aber meine Mutter müsste gleich die Kleinen abholen.“ Informierte er sie, und für gewöhnlich hieß das, dass sie dann keine Ruhe hätten. Immerhin würde er von den Zwillingen ordentlich was zu hören bekommen, da er sie nicht abgeholt hatte. Und konnte schon ausmalen, was er sich für Vorwürfe anhören durfte, von Kindergartenkindern. Allein dieser Gedanke gepaart mit dem Wissen, was Mimi ihrem Knöchel angetan hatte ließ ihn ihr Angebot beinahe vergessen.
Immerhin gab es dann auch wieder etwas interessanteres zu analysieren. Mimi stand auf. Und er sollte sich keine Sorgen machen. Er musste sie nicht einmal eindringlich mustern um festzustellen, dass er doch allen Grund hat sich zu sorgen. Erst musterte schon beinahe belustigt, ihre versuche vernünftig zu gehen. Das konnte sie doch nicht ernst meinen. Es war ja schon beinahe lächerlich wie sie sich voranschleppte.
So erhob Nobu sich ebenfalls, auch wenn recht langsam, da er sich das alles nicht mehr mit ansehen konnte und folgte Mimi, welche nur wenige Schritte vorangekommen war. Aufholen war da also kein Problem. Ihre Hand musterte er kopfschüttelnd, und holte den geringen Abstand soweit auf, dass er direkt hinter ihr stand. Ihre Hand ignorierte er gekonnt und legte stattdessen seine Arme um sie. „Bist du sicher, dass die alleine gehen willst?“ murmelte er leise, während er sich bereits etwas vorbeugte, und seine Lippen beinahe ihr Ohre berührten. Sie wusste ganz genau, dass Nobu es sich nicht mit ansehen kann, dass sie so vor sich hin humpelte und eindeutig Schmerzen hatte. Zumindest ging er davon aus, dass sie ihn gut genug kannte um das zu wissen.
Seine Arme wollte er gar nicht von ihr lösen, dafür fühlte sie sich einfach zu gut an, „Ich kann dich auch einfach über die Schulter werfen, wenn du dich quer stellst.“ Scherzte er dann, während er den Abstand dann doch noch verringerte. Einen kurzen Kuss drückte er ihr auf die Wange, ehe er erneut Leise das Wort erhob, „Umso schneller du einwilligst, umso schneller sind wir zu Hause.“, und in diesem Moment ging ihm dann doch wieder ihr Angebot durch den Kopf. Auch wenn er es eigentlich noch nicht annehmen wollte. Vielleicht nur bis zu einem gewissen Punkt. Aller Anfang war ja bekanntlich schwer. Und ob Mimi das nicht nur im Affekt anbot wusste er auch nicht. Und wenn sie wirklich diesen nächsten Schritt gemeinsam machen wollten, dann wollte Nobu etwas Vorlauf haben. Es sollte immerhin für Mimi etwas Besonderes sein und dann lag es an ihm, es auch nach allen Regeln der Kunst besonders machen. Auch wenn er allgemein weniger der Freund von diesem Kitsch war. Aber was tat dieser Mann nicht alles, um seine Prinzessin glücklich zu machen?
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Mo Jul 31, 2017 4:40 pm

11. August
15 Uhr
Mimi & Nobu


Nobu schien es ihr einfach nie wirklich leicht machen zu wollen. Hätte er nicht einfach ihre Hand ergreifen können und alles wäre gut gewesen? Nein, natürlich nicht. Der Blondschopf tat anscheinend gerne das Gegenteil von dem, was Mimi gerne gehabt hätte. Sie war doch extra früher aufgestanden und naja... vor gelaufen wäre gelogen. Sie war schlichtweg ein paar Schritte vorgegangen und somit signalisieren wollen, dass sie sehr wohl gehen konnte. Scheinbar war ihrem Freund dies egal. Er hatte ihr sogar zu verstehen gegeben das er wegen ihrem Knöchel sauer sei und wegen nichts anderem. Natürlich klang es einleuchtend, aber würde sich die Brünette das bieten lassen? Sicherlich nicht.
Sie streckte ihre Nase empor und verschränkte die Arme vor der Brust, als er ihr sogar noch sagte, es wäre schneller, wenn er sie über die Schulter werfen würde. Was war sie denn? Ein Sack Reis? Mit Sicherheit nicht. Der Gedanke war einfach abschreckend und alles andere als romantisch, gerade das was Mimi doch so verzweifelt irgendwie wollte.
Irgendwann allerdings wurde auch das der Brünette zu doof, weshalb sie die Arme runter nahm und mit ihrem Augen rollte. Wie immer konnte sie einfach nicht lange genug nein sagen. Dieser Mann hatte es geschafft, dass sie all ihren Willen im Nu über Bord warf und das alles nur, weil sie nicht wollte, dass er sie so tadelnd ansah. Irgendwas stimmte da nicht, wirklich nicht. Dennoch würde Mimi es nicht ändern wollen, da sie selbst wusste wie gut er ihr tat. Irgendwie brachte er sich ja schon auf den Boden der Tatsachen zurück. Manchmal konnte sie das eben gut gebrauchen.
„Okay, du hast gewonnen. Nimm mich hoch und trag mich. Aber nur, wenn ich bei dir ein leckeres Eis bekomme und mit deinen Schwestern dies verputzen darf. Es ist schon wieder eine Ewigkeit her, dass ich sie gesehen habe“, bevor Nobu etwas dazu sagen konnte, hielt Mimi ihrem Freund grinsend den Mund zu: „Und ja, sobald ich wieder fit bin, gehe ich mit dir Sport machen. Wir wollen ja nicht das dieses leckere Eis doch irgendwann mal ansetzt. Ich weiß doch und deine Schwerstern habe ich auch erst letzte Woche gesehen“.
Mit einem süßen Lächeln auf den Lippen legte Mimi ihre Arme um den Mann, nein ihren Mann, und sah diesen verträumt an. Unglaublich das er einfach zu ihr gehörte. So viel Glück hatte sie schon lange nicht mehr empfunden, vor allem weil sie nun auch ihren ersten wirklichen Streit überstanden hatte und es in dieser Beziehung nun einfach nichts mehr gab, was sich dazwischen drängen konnte. Nobu wusste all ihre Geheimnisse und kannte Mimi somit in und auswendig, genauso wie es hoffentlich auch andersrum war.
„Tu mir bitte nur ein Gefallen. Ich will nicht über deiner Schulter hängen. Mir wird kopfüber schlecht. Außerdem könnte doch mein Rock hoch rutschen und jeder würde meinen Po sehen können. Willst du das etwa?“, leichte Röte überzog das Gesicht der Brünette, als diese ihre Bemerkung bezüglich ihrer Bekleidung fallen lies. Hatte sie es doch tatsächlich ausgesprochen? „Wow Mimi, ein Vorschritt. So schaffst du es vielleicht doch noch deinen Freund um den Finger zu wickeln“, dachte sie sich und spielte verträumt wieder mit den Haaren in seinen Nacken.
Lächelnd drückte sie schließlich einen Kuss auf sein Kinn und bemerkte dabei die leichten Stoppeln an diesem. Sie hätte sie niemals erträumen können etwas wie einen Bartwuchs attraktiv zu finden. Mit der Zeit hatte sie aber einfach ihr Geschmack verändert, so wie die Brünette selbst. Sie war nun eine Frau, da war es doch klar das sie nun einen Mann an ihrer Seite brauchte und keinen kleinen Jungen mehr. Ihre erste Beziehung und Mimi bildete sich jetzt schon ein eine absolute Kennerin zu sein, was dieses Gebiet betraf. Wo sollte das nur hinführen?
Bei einem Kuss jedoch blieb es nicht, weshalb Mimi vorsichtig an dem Kinn des Blondschopfes knabberte und versuchte weiter oben an seine Lippen zu kommen. Schwieriger als gedacht, da dieser Mann sie gut einen Kopf überragte und Mimi mit ihrem Knöchel nicht auf ihren Zehenspitzen stehen konnte. Genau deshalb reichte ihr Manöver nur bis knapp zu den Lippen, ehe sie sich langsam wieder richtig hinstellte: „Also Eis, deine Schwestern und dann Zweisamkeit in deinem Zimmer klingt doch nach einem super Plan für den Nachmittag oder nicht? Ich bin mir sicher das wir viel Spaß haben werden. Und heute Abend gehe ich dann auch brav nach Hause und erkläre meinen Eltern alles in Ruhe. Ich werde sie auch gleich schon mal anrufen und in Kenntnis setzen wo ich nun bin“.
Fast hätte sie vor lauter Nervosität vergessen, dass sie ihre Eltern benachrichtigen musste. Ehe sie dies nochmal vergessen konnte, griff Mimi in ihre Tasche und zog das Handy heraus. Schnell tippte sie eine kurze Nachricht ein in der stand das alles gut sei und sie nun bei Nobu wäre. Sie würde später mit ihnen reden, wenn sie wieder zu Hause war. Nobu würde auch dafür sorgen das sie heile zu Hause ankommen würde. Bevor sie einen Anruf sehen konnte oder eine Nachricht bekam, stellte die Brünette den Flugmodus an. Sicherlich würde sie dafür später noch ein paar Takte zu hören bekommen, aber das machte ihr nichts aus. Immerhin war sie groß genug um etwas Freiraum in ihrem Leben verdient zu haben, dazu war sie nicht in Lebensgefahr. Manchmal waren ihre Eltern ja auch süß, aber in der Regel waren sie einfach nur zu über fürsorglich.
Nachdem die zierliche Frau das Handy wieder verstaut hatte, sah sie ihrem Freund mit einem weiteren Lächeln in die Augen: „Ich bin fertig. Von mir aus können wir los und uns einen schönen Nachmittag machen“.
Genau das war ihr Ziel, denn nach all dem Stress hatten sie sich das verdient.
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Mitori Daidouji

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Sa Sep 16, 2017 4:23 pm

11. August
ca. 14 Uhr
Miki Hatake & Mitori Daidouji (+ Floramon)



Mitori bekam allmählich das Gefühl, den Bogen raus zu haben! Sie sah zwar noch nicht so cool aus wie die Profi-Skater im Fernsehen, aber sie hatte die Inliner an ihren Füßen immerhin halbwegs unter Kontrolle. Halbwegs. Sie stieß ihre Füße energisch vom Asphalt ab, und sauste mit breitem Grinsen über die Wege der Grünanlage. Sie unterschätzte ihr eigenes Tempo maßlos, während sie ihr Fahrkünste maßlos überschätzte; Sie stieß mehrmals fast mit Spaziergängern und Joggern zusammen, weswegen sie beinahe am laufenden Band "'Tschuldige, 'Tschuldige, Tschuldige, Tschuldige, Tschuldige!" rief. Ein blumiges Köpfchen ragte aus Mitoris Rucksack heraus und tat so, als wäre es nur Teil eines sehr merkwürdigen Plüschtieres. Weil Floramon gerne mit Mitori raus ging, hatte es die Kunst, ein Spielzeug zu simulieren, perfektioniert. Es verlangte dem Digimon jedoch eine Menge Selbstkontrolle ab, eine ausdruckslose Miene zu bewahren; Das Tempo und die 'Fahrkünste' ihrer Partnerin machten ihr Sorgen. Als die Luft rein war und in der Nähe Niemand zu sehen war, sprach das Pflanzendigimon leise: "Geht... es dir gut?"
Mitori hätte die sanfte Stimme durch den Fahrtwind fast überhört, antwortete jedoch: "Mir geht es super-duper-gut! Warum fragst du?!" Sie sprach um einiges lauter; Es war ihr offensichtlich egal, dass Jemand denken könnte, dass sie Selbstgespräche führte. Eigentlich mochte sie den Gedanken sogar, aus Prinzip. "Nehme mir meine Anmerkung bitte nicht übel, meine Gute; Aber du bist noch aufgekratzter und unkonzentrierter, als sonst... Du bist gerade aus dem Haus gestürmt, als hätte dich ein Flymon gestochen." Mitori verzog leicht ihre Miene, als sie verstand, worauf Floramon anspielte. "Ich mag ihn nicht." antwortete sie ihrer Partnerin trotzig, und ließ die Inline-Skates noch kräftiger gegen den Boden knallen. Die Blume sprach verzagt: "Aber... Du kennst ihn doch noch gar nicht richtig. Also ich finde, er wirkt nett..." "Sie wirken am Anfang immer nett."
Das Digimon seufzte daraufhin und schwieg sich aus. Sie wusste, dass es nur wenig Sinn machte, mit Mitori zu sprechen, wenn sie so war.

Als Mitori heute nach Hause gekommen war, hatte sie einen Mann am Esstisch sitzen sehen. Sie hätte am liebsten einen Rückwärts-Salto aus der Haustür gemacht. Mutter hatte ihr den alten Knacker (zumindest fand Mitori, dass er viel zu alt für Ma' war!) mit rötlichen Wangen vorgestellt; Anscheinend trafen sie sich schon seit ein paar Monaten. Mitori war enttäuscht und wütend darüber, dass Ma' diesen Mann vorher nicht einmal erwähnt hatte und sie jetzt einfach so damit überrumpelte. Etwas abrupt hatte sie die Ausrede aufgetischt, sie hätte sich mit ihrer Klassenkameradin zum Lernen verabredet, und war der Situation so schnell wie möglich entflohen. Nicht, dass ihr wirklich Jemand abkaufte, dass sie sich in irgendeiner Form mit Jemandem zum Lernen traf. Vor allem nicht Ma'.

Während Mitori so darüber sinnierte, was eine bessere Ausrede gewesen wäre (und es war Alles zwischen 'Ups, Ich habe was in der Schule vergessen' und 'Hoppla, Ich habe ein schweres Verbrechen begangen und muss das Land augenblicklich verlassen' war Alles dabei gewesen) achtete das Mädchen nicht so recht darauf, wohin sie fuhr. Sie hörte Floramon nur noch panisch "Mitori, halte an! Da geht es runter!" wispern, ehe sie auch schon einen kleinen Hügel herunter rollte und die Kontrolle über ihre Beine verlor. Ihre Augen waren starr geweitet, und sie bemerkte eine große Person vor sich auf dem Weg. "Vorsiiiiiiiicht!" rief sie zwar, doch spürte im nächsten Moment, wie sie mit Jemandem zusammen prallte...
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Miki Hatake

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Do Sep 21, 2017 4:27 pm

11. August
ca. 14 Uhr
Miki Hatake & Mitori Daidouji (+ Floramon)

Das warme Wetter hielt Miki natürlich nicht davon ab, Sport zu treiben. Er hatte ja immerhin eigentlich die gesamte Zeit während des Unterrichtes nur darauf gewartet endlich aktiv werden zu können. Nicht, dass er den Unterricht hasste oder sich langweilte. Er vermisste nur einfach die Ferien, in denen er eigentlich die ganze Zeit über hart trainiert hatte. Miki brauchte es einfach, sich aktiv zu betätigen. Und er hatte sich auch die gesamte Zeit darauf gefreut, mit der Schulmannschaft wieder richtig durchzustarten. Sicher, einige der Spieler hatten sich auch in den Ferien getroffen, aber es hatte auch ein paar gegeben, die verreist waren. Nun aber gab es keine Ausreden mehr und Miki hatte sich ein sehr strenges und hartes Training überlegt, dass sie noch besser werden ließ. Sie würden damit auf jeden Fall die nächste Saison gewinnen können.
Und gerade jetzt war das eben ein sehr wichtiger Punkt. Denn er befand sich in seinem Abschlussjahr. Das hieß, dass man von ihm erwartete, dass er sich entschied, was er danach machen wollte. Natürlich hatte sich der Sportler schon lange entschieden. Er wollte Sport studieren. Doch das würde kosten. Also hoffte er, dass sein Studium finanziert werden würde. Nur war das eben gar nicht so einfach. Dazu musste man wirklich gut sein. Noch besser wäre es allerdings, wenn eine der bekannten Fußballmannschaften ihn entdecken würde. Dann würde er natürlich sofort alles andere aufgeben und seinen Traum verwirklichen.
Eigentlich unterstützen seien Eltern ihn dabei auch. Aber jedes Mal, wenn das Gespräch auf seien Zukunft kam, konnte er ihnen ansehen, dass sie Sorge hatten. Sorge, dass er es nicht schaffen würde und am Ende ohne einen Job da stand. Miki wusste, dass die Familie das nicht würde tragen können. Sie brauchten Verdiener.
Besser, er dachte nicht darüber nach sondern versuchte sich vollkommen auf sein Ziel zu konzentrieren. Nachdem er die ganze Zeit im Unterricht gesessen hatte, tat es nämlich nun gut, einfach durch den Park zu joggen. Vielleicht würde er später ein paar Bälle kicken. Denn nur weil er Torwart war, hieß das ja schließlich nicht, dass er nicht auch Schüsse beherrschten sollte.
Im Park war tatsächlich viel los. Mehr als bei seinen morgendlichen Runden in den Ferien und es nervte Miki bereits schnell, dass er andauernd Spaziergängern oder spielenden Kindern ausweichen musste. Vielleicht würde das ja besser werden, wenn er den kleinen Hügel hinauf joggte.
Doch Miki kam gar nicht erst oben an. Denn auf dem schmalen Weg kam ihm plötzlich jemand entgegen gerast, der so schnell war, dass Miki ihn erstmal nicht hatte kommen sehen. Reflexartig wollte sich Miki bereits anspannen und einfach aus dem Weg springen. Immerhin war er schnell und einen Hechtsprung zur Seite hatte er schon als Kind drauf gehabt. Nur wurde ihm im letzten Moment klar, dass es sich um die Person, die da auf ihn zuraste um ein Mädchen auf Inlineskates handelte. Und sie schien Probleme zu haben. Anders konnte man den panischen Ausdruck und die schnelle Abfahrt ja nicht erklären.
Also entschied sich Miki im aller letzten Moment dazu, abwehrend die Hände zu heben und das Mädchen auszubremsen. Ihm war zwar schon vorab klar gewesen, dass sie zu schnell war als das ihm das komplett gelingen würde, aber er konnte sie auch nicht weiter fahren lassen. Das war immerhin gefährlich!
Dennoch biss er die Zähne zusammen, als das Mädchen schmerzhaft gegen ihn prallte und er prompt ins Taumeln geriet. Gemeinsam stürzten sie ins Gras neben dem Weg und Miki schloss kurz genervt die Augen. Er mochte Dummheit und Unvorsichtigkeit nicht. Aber da er das Mädchen nicht kannte, hielt er sich zurück um sie nicht gleich anzufahren. Außerdem war da ja noch etwas…
„Bist du verletzt?“, wollte er wissen und kämpfte sich in eine aufrichte Position zurück. Dabei begutachtete er das Mädchen neben sich. Sie wirkte jünger als er. Vermutlich war sie einfach leichtsinnig gewesen, als sie den Berg hinunter grollt war. „Hast du den Abhang nicht gesehen?“, hakte er weiter nach und rieb sich den leicht aufgeschürften Ellenbogen. Als Torwart war er es eigentlich gewohnt, blaue Flecken und kleine Schürfwunden vom Fallen zu haben. Aber dann trug er normalerweise eben nicht nur ein Shirt.
Miki fischte seien Kappe vom Boden, die bei dem Sturz runter gefallen war und setzte sie sich wieder auf. „Das hätte echt übel ausgehen können! Du musst besser aufpassen“, fand er. Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn er nicht zufällig Vorort gewesen wäre!


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Mitori Daidouji

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Sa Sep 23, 2017 3:30 pm

11. August
ca. 14 Uhr
Miki Hatake & Mitori Daidouji (+ Floramon)

Mitori kam weniger elegant mit dem Gesicht platt auf dem Rasen auf; Es war immerhin eine halbwegs-weiche Landung. Trotzdem zuckte ein stechender Schmerz durch ihren Knöchel und sie ächzte leise auf. "Autsch."  murmelte sie in das Gras hinein, bevor sie ihren Kopf langsam aufrichtete und erst mal etwas Erde ausspuckte. Wenigstens ging es Floramon gut, die standhaft auf ihrem Rücken den 'Plüschtier-Modus' hielt. "Heiliger Bimbam! Das nenne Ich mal eine Bruchlandung!"  sprach sie mit geweiteten Augen und sah sich nach der Person um, in die sie hinein gefahren war. Es war ein Junge, nicht viel älter als sie, der zusammen mit ihr auf die Wiese gefallen war. Toll. Noch eine unangenehme Begegnung mit einem Kerl.
"Es tut mir so, so, so Leid! Super-duper Leid!"  beteuerte Mitori sofort und gestikulierte wild mit ihren Armen, nachdem sie sich aufgesetzt hatte. Sie sah den braunhaarigen Typen mit ihrem schmutzigen Gesicht an.  Sie studierte seine Gesichtszüge genau und legte mit neugierigen Augen den Kopf schief. Er wirkte etwas genervt, aber bewahrte zunächst seine Fassung. Er fragte zu erst, wie es ihr ging.  Ob er wohl wartete, bis sie ihr Wohlergehen bestätigte, um sie  dann anzufahren?

Da raus musste, was raus musste, antwortete ihm das junge Mädchen nach einem kurzen Schulterzucken: "Ach, Na ja! Kennst du das? Dass eine Verletzung mehr weh tut, wenn man sie sieht? Es ist ein ähnliches Prinzip wie mit Schrödingers Katze, finde Ich! Solange Ich mein Hosenbein nicht hochziehe, kann Ich nicht sicher sein, wie verletzt Ich bin, also befindet sich meine Verletzung und mein Schmerzgefühl in einem inkonsistenten Zustand! Cool, oder? ... Also das sollte es zumindest, aber mein Knöchel tut schon ein wenig weh... Aber er würde bestimmt mehr wehtun, würde Ich es sehen, also lasse Ich es lieber bleiben!"  Ihr Ton klang plauderhaft, und Floramon fragte sich innerlich, warum dieses Mädchen nicht einfach normal mit 'Ja' oder 'Nein' antworten konnte...
Selbst nach einem Herzinfarkt würde sie den Sanitätern ein Ohr abkauen. "Aber was ist mit dir? Dein Ellbogen ist aufgeschlürft!"  meinte sie, während sie ihre Lippen leicht verzog und den groß-gewachsenen Jungen mit einem Welpenblick anstarrte. Sie griff sich wie automatisch an ihren Ellbogen, als wäre sie dort selbst verletzt. Sie hatte ein schlechtes Gewissen.
Schließlich begann die junge Digiritterin in der Seitentasche ihres Rucksacks umher zu kramen. Dabei ging sie auf die nächste Frage des Jungen ein: „Um dir meine heutige Leichtsinnigkeit zu erklären, müsste Ich gaaaaaanz weit ausholen, und dafür haben wir Beide vermutlich keine Zeit... Außerdem wäre das Ganze etwas zu Persönlich. Also musst du mir wohl einfach glauben, wenn Ich dir sage, dass Ich einen guten Grund hatte, den Abhang nicht zu sehen... Ah, hier!“  
In ihren Händen erschienen eine kleine Wasserflasche und ein Taschentuch. Beides hob sie ihm leicht schmunzelnd hin. „Für deinen Ellbogen. Es ist kein Pflaster, aber... Vielleicht tut es gut, mit kühlem Wasser darüber zu streichen...?“  sagte sie, und zuckte wieder mit ihren Schultern.  „Das hätte echt übel ausgehen können! Du musst besser aufpassen“  Mitori nickte zustimmend, und schien nachdenklich zu werden. „Da sagste' was, Kumpel! Wenn du nicht zufällig im Weg gejoggt wärst, dann... wäre Ich vielleicht... im Krankenhaus gelandet, und hätte durch ein Schädel-Hirn-Trauma jegliche Erinnerungen an meine Vergangenheit und meine eigene Person verloren, was in einer herzergreifenden Geschichte voller familiärer und emotionaler Dramen geendet hätte, während Ich versuche, mich selbst wiederzufinden! Und der Plot-Twist; Ich mag die Person nicht, die Ich einmal war...“  sprudelte es in einem von Ernsthaftigkeit-durchzogenem Tonfall aus dem Mädchen heraus. Floramon musste sich beherrschen, nicht ihre Augen zu verdrehen; Selbst das Digimon, obwohl es Mitori so nahe stand, war sich nie so wirklich sicher, ob sie sich in solchen Momenten über die Situation lustig machte, oder es ernst meinte und ihre Vorstellungskraft einfach nur mit ihr durchging. Vielleicht war es etwas von Beidem. „... Aber du hast schon Recht. Ich würde es gerne wiedergutmachen; Dort hinten ist ein kleiner Kiosk! Ich würde dir ein Getränk, oder einen Snack ausgeben! Oder so! Hm, klingt gut, oder?“ schlug sie etwas plötzlich und fröhlich vor, dabei klatschte sie in die Hände.
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Miki Hatake

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Do Sep 28, 2017 10:34 am

11. August
ca. 14 Uhr
Miki Hatake & Mitori Daidouji (+ Floramon)

Was ihn da getroffen hatte, war kein einfaches Mädchen, sondern ein Flummi. Einer der richtig aufgedrehten Sorte, stellte Miki bereits nach den ersten paar Worten fest. Auch das noch! Wieso konnte sie nicht einfach dankbar sein, dass er sie vor einem schlimmen Sturz bewahrt hatte, ein Dankeschön stammeln und weiter fahren? Nicht, dass er unhöflich war. Es war nur so, dass er einfach nicht recht damit umgehen konnte, wenn er an solche Mädchen geriet. Eigentlich geriet Miki ja auch nie an Mädchen und das machte es nicht gerade einfacher.
„Ja ja, schon okay“, wehrte Miki hastig ab, als sich das Mädchen wortreich und schnell entschuldigte. Sie war ja der reinste Wasserfall. Das war etwas, was sich mit seinem Wesen biss. Und es wurde noch schlimmer. Sie redete einfach drauf los und Miki sah sich gezwungen abwehrend die Hände zu heben. „Woah“, machte er, als sie einfach immer weiter redete und er nicht mal sicher war, ob es überhaupt einen Zusammenhang gab. Was er allerdings heraus hörte war, dass sie nicht nachsehen wollte, was genau mit ihrem Knöchel los war. Kein Wunder, dass er die Augen verdrehte. „Das ist unvernünftig, schimpfte er sofort. Er kannte sich immerhin mit Verletzungen aus. In seiner gesamten Sportlaufbahn hatte er schon öfter eine Verletzung erlitten und wusste, dass man sie eigentlich auch sofort behandeln musste. War doch klar!
„Lass mich mal sehen“, bot er an. Nicht, dass er einen Versucht startete, ihr näher zu kommen. Hier ging es nur darum, dass er sich sorgte. „Ich kenne mich ein bisschen aus“, fügte er erklärend hinzu. Das blieb wohl auch nicht aus, wenn man einen Sport ausübte, bei dem es öfter mal verletzt Knöchel gab.
Irritiert sah Miki noch einmal zu seinem Ellenbogen und zuckte mit den Schultern. „Nicht weiter schlimm. Hab schon schlimmere Verletzungen gehabt.“ Wenn man auf Ascheplätzen spielte beispielsweise. Er würde trotzdem zuhause zur Sicherheit einmal ein Desinfektionsmittel auftragen. Doch das Mädchen kam ihm zu vor und hielt ihm eine Wasserflasche hin, die er seufzend annahm. „Danke“, murmelte er und nahm zur Kenntnis, dass das Mädchen nicht mit einem Fremden über persönliche Beweggründe sprechen wollte und das respektierte Miki natürlich. Es war recht vernünftig. Alles, was danach folgte war jedoch wieder irgendwie unvernünftig und er hatte erneut Schwierigkeiten ihren Ausführungen zu folgen. Kein Wunder, dass er sich also lieber darauf konzentrierte, seine Wunde mit Wasser zu reinigen. Danach gab er ihr die Flasche zurück und sah sie mit einem Kopfschütteln an.
„Redest du immer so viel?“, wunderte er sich, während er aufstand und sich den Drecke von den Sportklamotten klopfte. Er war sich auch nicht ganz sicher, ob sie ihn aufzog, weil er sie getadelt hatte oder ob sie einfach immer so war. „Spinnst du oft Geschichten?“, wollte Miki wissen und war dann im nächsten Moment schon wieder erstaunt. Lud sie ihn ein? Einfach so? Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Miki wurde eigentlich nie eingeladen. Schon gar nicht von Mädchen. Es gab aber auch nie Gelegenheit dazu, fiel ihm dann auch noch ein. Er blinzelte daher verwirrt und betrachtete er das Mädchen, dann den Kiosk. Sollte er das Angebot annehmen? Eigentlich ließen sich Jungs doch nicht von Mädchen einladen, oder? Also schüttelte er den Kopf. „Nicht nötig“, sagte Miki daher. „Aber danke.“
Unschlüssig stand er nun vor dem Mädchen und wusste nicht, ob er einfach weiter gehen sollte, oder noch bleiben sollte. „Ich bin übrigens Miki“, stellte er sich letztendlich vor. Das war immerhin nur höflich.
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Mitori Daidouji

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Fr Nov 10, 2017 12:31 am

11. August
ca. 14 Uhr
Miki Hatake & Mitori Daidouji (+ Floramon)

Mitori beobachtete den braunhaarigen Typen mit neugierigen Augen und legte den Kopf schief; Er wirkte so abgespannt, während sie so daher quasselte! Ob sie wieder zu viel quasselte? Zumindest zu viel für ihn? Er hob ja sogar abwehrend die Hände, als stünde sie kurz vor einem Angriff! Die bescheuerte Nervensäge in ihr wollte ihm jetzt erst recht ein Ohr abkauen; Aus irgendeinem Grund machte es ihr manchmal Spaß, Leute mit ihrem Verhalten zu überfordern. Sie mochte es, ihre Gestik und Mimik in bestimmten Situationen zu beobachten... Aber gleichzeitig wirkte der Junge irgendwie ganz nett auf sie und Mitori hatte für Gewöhnlich keine Interesse daran, Andere ernsthaft zu verärgern. Zumindest nicht bewusst. Außerdem hätte er sie für den unbeabsichtigten Bodycheck von gerade eben total anfahren können! - Was er nicht getan hat; Stattdessen zeigte er Interesse an ihrem Wohlergehen, bezeichnete sie als unvernünftig (was sie an ihren Bruder erinnerte) und sprach ''Lass mich mal sehen'' mit etwas zu ruhiger Stimme... Ihre Augenbrauen wanderten leicht in die Höhe. ''Öhmm... okaaay? Aber fasse mich bitte nicht an, danke.'' antwortete das junge Mädchen doch etwas argwöhnisch Er wirkte zwar nett nett und ehrlich besorgt, aber wer wusste schon-... ''...Und Danke für die Fürsorge!'' fügte sie hastig hinzu, weil sie gleich im nächsten Moment bemerkte, wie grob sie klang. Ihr fiel es manchmal schwer, Jungs zu vertrauen; Sie verstand sich besser mit anderen Mädchen. Zumindest... zum Teil? Okay, eigentlich nicht mal wirklich mit denen; Aber ihre einzige wirkliche Schulfreundin war halt... ein Mädchen. Mitori zog schließlich – mit gewissem Zögern in ihren schmalen Fingern -  das Hosenbein hoch und zog den Inliner ab. Sie dachte sofort, dass sie Recht hatte; Es tat gleich viel mehr weh, als sie es sah. Ihr Knöchel war ein wenig angeschwollen, was ihr gar nicht gefiel; Genau so wenig wie die Rötung. Ihre Mundwinkel fielen leicht ab. ''Ganz großartig...'' murmelte Mitori. Floramon  musste ein wenig mit sich kämpfen, um nicht aus dem Rucksack zu springen und zu einer besorgten Glucke zu mutieren – Am liebsten hätte sie den Tadeln des fremden Jungen auch zugestimmt. Aber... das ging wohl schlecht. Mitori blickte von ihrem Knöchel auf, als er erklärte, dass er sich mit so etwas auskannte. ''Echt? Wie das?'' fragte sie grinsend und sah ihn mit großen Augen an. ''Wirst du sooo oft von Mädchen auf Rollerskates angerempelt?'' scherzte sie. Mitori nahm die Wasserflasche wieder an sich und betrachtete kurz seine Ellbogen, bevor er sich erhob.
''Jep. Ich rede immer total viel!'' verkündete sie beinahe schon stolz. Vermutlich, weil es ihr vollkommen egal war, dass er dies nicht als Kompliment gemeint hat. Oder sie bemerkte es einfach nicht.  ''Na ja, also meistens... Ich schätze, Ich rede nicht so viel, wenn Ich schlafe... Aber selbst dann quassel Ich manchmal vor mich her, meint Flor- meint meine Schwester. So im Traum halt. Ich bekomme meine Klappe anscheinend kaum zu, haha!'' Sie hätte ihm gerne für seine Freundlichkeit gedankt, aber anscheinend hielt er nicht viel von solchen Gesten. Das war aber schon in Ordnung so! Darauf bestehen würde sie nicht, also nickte sie, mit einem leicht enttäuschten Gesichtsausdruck und sprach immer noch im sprudelndem Tonfall: ''Okay, Miki – hübscher Name übrigens - aber du verpasst was! … Ja, gut, eigentlich nicht. Besonders tollen Kram gibt es da jetzt nicht... Oh, und Ich bin Mitori!'' Sie erhob sich, und beim Auftreten zuckte ein brennender Schmerz durch ihren Fuß. Sie verzog ihre Lippen. ''Tja, dann humpel Ich mal... Irgendwohin?'' Sie wollte schon sagen ''nach Hause'', aber dann fiel ihr ein, dass sie noch nicht nach Hause wollte. Nicht, solange der dort war.
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Miki Hatake

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BeitragThema: Re: Der Stadtpark   Fr Nov 17, 2017 2:54 pm

11. August
ca. 14 Uhr
Miki Hatake & Mitori Daidouji (+ Floramon)


Als das Mädchen ihm gestattete ihre Wunde anzusehen, schien sie jedoch nicht ganz begeistert davon zu sein. Allerdings nicht, weil sie Angst hatte, ihre Verletzung wäre schlimmer als gedacht, sondern weil er sie dazu anfassen konnte. Erstaunt sah er sie an. „Natürlich nicht“, versicherte er ihr sofort. Er hatte gar nicht vorgehabt sie überhaupt zu berühren. Denn Miki war selber jemand er persönlichen Grenzen wahrte. Er fasst nicht einfach so Menschen an. Vielleicht wirkte er etwas reservierter deswegen, aber gewiss lag hinter diesem Verhalten keine böse Absicht. „Ich möchte nur helfen, falls nötig“, beruhigte er sie und begutachtete dann die Haut, die sie freilegte.
„Das sieht bestimmt böser aus, als es ist“, sagte Miki sofort, als das Mädchen wirklich gar nicht begeistert reagierte. Das konnte er ihr nicht verdenken. Niemand war gerne verletzt. „Am besten läufst du zu Fuß nach Hause und schonst deinen Fuß etwas. Kühlen könnte auch nicht schaden“, riet er ihr. „Ist aber nicht gebrochen oder verstaucht. Ich würde sage eine Schwellung. Tut natürlich trotzdem höllisch weh.“ Das kannte Miki natürlich schon. Er hatte selber ja auch schon öfter eine Sportverletzung davon getragen.
„Nein, zum Glück nicht“, lachte Miki. „Ich spiele Fußball. Und da bekommt man sowas öfter zusehen“, erklärte er daher Und Miki nahm so etwas imemr ernst. „Leider habe ich gerade nichts zum Kühlen dabei. Auf dem Platz sind wir besser vorbereitet. Aber vielleicht können wir irgendwo einen Wasserhahn finden“, schlug er vor. Das könnte zumindest die Schmerzen gerade lindern. Dennoch bezweifelte er irgendwie, dass sich das Mädchen wirklich ausruhen würde. Sie sah nicht gerade aus wie jemand, der die Beine hochlegte. Er selbst konnte das ja auch nur bedingt gut, aber sie wirkte wie ein Wirbelwind.
Er lachte, als sie weiterplapperte und scheinbar den Schmerz schon wieder verdrängt hatte. „Glaube ich dir direkt. Mir fällt es auch schwer zu glauben, dass du den Mund hältst, wenn du schläfst“, musste er zugeben. Wie viel hatte sie in der kurzen Zeit jetzt schon von sich gegeben? Vor allem im Vergleich zu ihm?
„Mitori, freut mich“, antwortet der Sportler mit einem Lächeln, als sie über das ganze Gerede sogar schon fast vergaß sich selbst vorzustellen. Das Lächeln verschwand jedoch sofort, als sie das Gesicht schmerzhaft verzog. „Okay, das sieht gar nicht so gut aus“, stellte er fest und seufzte. Er konnte sie jetzt jedenfalls nicht einfach so stehen lassen. Sie hatten offenbar Schmerzen. „Komm wir kühlen den Fuß wirklich erst mal etwas“, schlug er vor und deutet auf eine Bank in der Nähe. „Setz dich dahin und ich besorg Getränke und was zum Kühlen.“ Er selbst trug ihre Inliner, sah jedoch davon ab sie anzufassen. Eigentlich würde er sie ja stützen, aber da sie ziemlich deutlich mit ihrer Bitte sie nicht anzufassen gewesen war, wollte er es gar nicht erst anbieten.
Kaum, dass Mitori saß, beeilte sich Miki zwei kühle Getränke zu besorgen und kaufte sogar eine Dose extra für ihren Knöcheln. Damit kehrte er zu der Bank zurück und reichte ihr zwei der Getränkedosen. „Sie hatten nichts anders zum Kühlen“, entschuldigte er sich und ließ sich in einigem Abstand neben ihr auf der Bank nieder.
Nach kurzem Schweigen räusperte er sich. „Wo wohnst du denn? Ist es weit von hier? Vielleicht sollte dich jemand abholen?“, machte er den Vorschlag. Das wäre jedenfalls die einfachste Lösung.
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