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 Die Wege des Labyrinths

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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Di Dez 06, 2016 12:47 pm

10. August
18:20 Uhr
Yamato & Taichi


Trotz des Sieges über die feindlichen Digimon war Yamato nicht erleichtert. Zu viele Probleme türmten sich vor ihnen auf. Und Yamato hatte keine Lösung für ihre gesamten Probleme, was ihn noch mehr belastete. Meistens wusste er ansatzweise, was zu tun war. Aber hier? Hier war er aufgeschmissen.
Tais Stimme riss ihn aus seiner negativen Grübelei und der Blonde sah auf. Irgendwie klang Taichi verändert und Yamato zog die Augenbrauen zusammen, während er Tais widersprüchlichen Schilderungen folgte. Normalerweise war Tai mehr als entschlossen, auch wenn er eine vollkommen dumme Idee hatte. Woher kam also nun die Unsicherheit?
Irritiert über diese vollkommen neue Seite an seinem besten Freund musterte Yamato ihn. Gut möglich, dass Tai die Situation ebenfalls zu schaffen machte. Aber es war ja nicht das erste Mal, dass sie in eine schwierige Lage gerieten und eigentlich hatte sich der selbsternannte Anführer nie daran gestört und trotzdem in seiner gewohnt selbstischen Art sein Ding durchgezogen.  
„Ich weiß es nicht, Taichi“, gab Yamato ehrlich zurück. Vielleicht erwartete man, dass sie versuchen würden zurückzugehen. „Aber wenn wir weitergehen finden wir Izzy bestimmt nicht. Und wir wissen nicht, wo die anderen sind. Sie zu finden ist die oberste Priorität“, sagte Yamato. Was wenn noch mehr ihrer Freunde einfach verschwunden waren? Wenn nicht, musste sie sie auf jeden Fall warnen!
Anscheinend aber war Tais Priorität eine andere. Yamato zog die Augenbrauen hoch. „Heller?“, widerholte er unglaublich. „Izzy ist vor unseren Augen verschwunden und du denkst darüber nach, wo es heller ist?“ Seine Stimme hatte einen wütenden Tonfall angenommen, was kein Wunder war. Immerhin war es irrelevante wo es heller und weniger unheimlich war. Relevant war, dass Koushiro weg war! Und sie waren schuld. Zumindest irgendwie.
Neben Tai hergehend, dem er immer wieder kritische blicke zu warf, versuchte sich Yamato einen Reim aus dem Verhalten seines besten Freundes zu machen. „Wir gehen nicht wirklich einfach nach draußen und lassen die anderen hier drin…“, brachte er schließlich hervor.  Wenn Tai das wirklich ernst meinte, dann wusste Yamato auch nicht wie er reagieren sollte. Wobei es schließlich nicht das erste Mal war, dass Taichi das Wohl der anderen nicht als oberste Priorität auf dem Schirm hatte. „Tai, könne wir kurz stehen blieben und darüber reden? Wir können nicht rausgehen! Wir müssen die anderen suchen!“, stellte Yamato klar und blieb zumindest stehen. Er würde keinen Schritt hier weitergehen bis Taichi ihm diesbezüglich zustimmte!
Zum Glück blieb auch Tai stehen. Jedoch nicht um das mit ihm zu diskutieren, sondern weil er glaubte etwas gehört zu haben. Yamato warf seinem Digimonpartner einen Blick zu. Garurumon hatte wahrscheinlich die besten Ohren von ihnen allen. „Ich habe auch nichts gehört“, pflichtete es Greymon bei, was Yamato an Sicherheit reichte.  „Nein Tai, da war nichts“, sagte er nun auch und das deutlich genervter als Greymon. Anders als das Digimon hatte Yamato nämlich keine Lust Rücksicht hat auf Taichi zu nehmen. Es war wohl offensichtlich, dass es ihm nicht gut ging. Wenn der Sänger es nicht besser wüsste, würde er fast behaupten, Taichi hätte Angst.
„Tai!“ Er packte seinen Freund am Arm. „Hast du mir nicht zugehört? Wir gehen nicht raus! Nicht ohne die anderen!“, bestimmte Yamato. Eigentlich waren sie in letzter Zeit oftmals einer Meinung gewesen. Aber wenn Taichis nun so blöde Entscheidungen traf, musste er eben einschreiten. „ Du willst Kari hier drin lassen?“ Das fiel ihm ziemlich schwer zu glauben. Taichi war mindestens genauso besorgt um Hikari wie er um Takeru.
Yamato warf Tais Digimon einen vielsagenden Blick zu. Denn auch er teilte die Meinung von Greymon. Tai war nicht er selbst. „Dir geht es nicht gut!“, stellte er klar. „Du bist egoistisch und…“ Ängstlich? Konnte er ihm das einfach an den Kopf werfen? Der Yamato von früher hätte nicht gezögert. Aber er wollte keinen Streit vom Zaun brechen und dem Träger vom Wappen des Mutes eine solche Unterstellung vorzuwerfen, würde im Streit enden.  „Du willst ohne unsere Freunde hier raus? Das können wir nicht machen. Wir suchen unsere Geschwister und… Sora und die anderen!“ Denn gerade um Takeru und Sora machte sich Yamato am meisten Sorgen.
Deswegen hielt er auch reichlich wenig davon auf Garurumon das Labyrinth zu verlassen. „Zu Fuß?“ Was stimmte denn bloß nicht mit Tai? „Taichi?“ Die Art und Weise wie er Garurumon betrachtete war ebenfalls neu und sah alles andere als gelassen aus. “Was ist los?” Eigentlich hatten sie keine Zeit um sich mit weiteren Schwierigkeiten aufzuhalten.
Yamato beeilte sich mit Tai Schritt zu halten. „Tai! Rede mit mir! Was ist los mit dir?“, forderte er nun doch besorgt. Dieses Veralten war absolut untypisch und es wurde noch schlimmer, als Tai endlich begann seine Sorgen auszusprechen. Yamato erstarrte, als Tai ihn plötzlich auf den Schultern packte. Etwas zu fest für seinen Geschmack. „Ich verschwinde nicht!“ Hoffte Yamato jedenfalls. Sicher konnte er das schließlich nicht sagen. „Deswegen müssen wir sie ja finden und das so schnell wie möglich“, stimmte er Taichi zu. „Wir finden sie und wir finden Koushiro wieder“, beruhigte er Tai, der wirklich etwas ängstlich aussah.
„Gib mir doch den Laptop“, forderte Yamato und wandte sich dann zu Garurumon um. „Mit dir sind wir schneller unterwegs. Wir müssen die anderen finden“, beschloss er, da Tai offenbar nicht in der Lage war, Entscheidungen zu treffen. „Wir beeilen uns die anderen zu finden“, sagte Garurumon, während es sich auf den Boden legte, damit die beiden aufsteigen konnten. „Jetzt komm schon!“, forderte Yamato und zerrte am Arm seines besten Freundes. „Es war deine Idee!“ Das war doch zum Verrückt werden! „Du kennst Garurumon doch!“ Und Greymon war viel größer und trotzdem hatte Tai keine Angst auf ihm Strecken zurückzulegen. „Es ist der schnellste Weg!“
„Hat er Angst vor mir?“, erkundigte sich Garurumon sichtlich irritiert. „Ja, hast du Angst vor ihm?“, blaffte nun auch Yamato genervt. Immerhin hatten sie gerade zusammen festgestellt, wie wichtig es war die anderen zu finden. „Taichi Yagami, hast du Angst?“ Das war lächerlich. Taichi hatte keine Angst. Manchmal keinen Plan, aber Angst? Und dennoch deuteten alle Zeichen darauf hin auch wenn Yamato es sich nicht erklären konnte. „Wir haben keine Zeit für so was. Steig jetzt auf Garurumon, damit wir unsere Freunde finden können!“

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Joe Kido

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Do Dez 08, 2016 8:22 pm

10. August
18:40 Uhr
Mimi, Miyako, Sora, Joe


Wieso musste sich ausgerechnet immer Joe sorgen um die anderen machen und sich darum kümmern, dass alles lief. Das war einfach unmöglich. Immerhin waren Tai, Matt und Davis alt genug um die Konsequenzen ihre Entscheidungen auch zu tragen. Niemand hatte den blauhaarigen jemals gefragt was er denn dachte, bevor sie in diese Todesfalle rein marschiert waren. Jeder erwartete nur Fürsorge und Treue von dem Ältesten.
Gomamon sah seinen Parner immer noch erschrocken an. Leider konnte Joe allerdings nicht deuten was er dachte. Bestimmt nichts Gutes. Auch Goma war nicht dankbar, für die Zeit, welche sie gemeinsam verbrachten. Genauso schien es auch Mimi zu gehen. Wie immer war sie viel zu temperamentvoll und ging direkt auf den Älteren los, welcher daraufhin einfach stehen blieb.
„Was verstehst du schon davon Mimi.“, fauchte er nur zurück. „Sie ist erwachsen und soll tun was sie will. Wenn wir ihr blind hinterher rennen, werden wir die Anderen auch nicht finden. Kapierst du nicht? Wir sitzen in der Falle. Ich bin fertig hier.“ Während Joe das sagte, war auch seine Stimme immer lauter geworden. Doch Mimi schien das nicht einsehen zu wollen, denn sie wandte sich einfach um und ging ihrer Freundin hinterher. Fast ungewollt ballten sich seine Hände zu Fäusten.
Neben ihm hatte Gomamon den Kopf schief gelegt. „Sie hat recht Joe. Was ist los mit dir?“, fragte er halb besorgt, halb verärgert.
„Fang nicht schon wieder damit an Goma.“, wimmelte Joe einfach ab und wandte seine Aufmerksamkeit zu Miyako.
„Das verstehst du nicht. Das war früher schon so. Tai ist kopflos in irgendetwas rein gerannt und wir hinterher. Ich habe es so satt. Ich ertrage es nicht mehr. An die Monster hätte Sora denken müssen, bevor sie einfach so verschwunden ist. Du kannst ihnen hinterher rennen oder bei mir bleiben. Ehrlich gesagt ist mit das egal. Was Izzy angeht, er hat genauso wenig Ahnung wie die Anderen. Wieso sollte ich solchen Menschen einen Gefallen tun?“, fuhr er sie einfach an und ging weiter. Irgendwie musste man ja auch diesem verdammten Labyrinth raus kommen. Vielleicht konnte Gomamon ja nochmal zu Ikkakumon digitieren und eine Wand eintreten oder so.
Joe war nur wenige Schritte weit gekommen, als er Miyakos Hand an seinem Arm spürte. Im nächsten Moment zuckte er unter ihrer Schimpftirade zusammen und ließ all ihre Wörter wie eine Welle gegen sich branden. Unruhig huschte sein Blick zurück zu Gomamon, der nur zustimmend nickte. Waren die denn alle von jeglichen guten Geistern verlassen? Andererseits hörten sich Miyakos Worte auch verdammt wahr an, was Joe noch wütender machte. Vielleicht waren die Anderen ihre einzige Chance hier wirklich raus zu kommen.
„Na schön.“, gab er resigniert nach. „Dann suchen wir dir Anderen eben. Meine Güte.“ Er fuhr sich mit den Fingern durch die Haare und schob sie dann tief in die Hosentaschen.
Ohne ein weiteres Wort marschierte Joe los, in die Richtung in der Sora und Mimi verschwunden waren. Wahrscheinlich war es ohnehin zu spät um sie zu finden. Doch ganz im Gegenteil, wenig später holten sie erst Mimi und dann auch Sora wieder ein. Letztere schien überhaupt nicht glücklich über diese Fügung, was Joe nur zu gut verstand.
„Jetzt sind wir genauso weit wie vorher.“, ließ Joe verlauten. In diesem Moment warf sich Biyomon auf Sora, die sich allerdings auf eine sehr unschönen Art ihrem Partner entledigte.
„Biyomon.“, sagte Gomamon entsetzt und ging zu ihr. Sie mochten zwar in einer ausweglosen Situation stecken, doch trotzdem waren die Digimon ihre Freunde. Joe starrte Sora entsetzt an, nicht in der Lage irgendetwas zu sagen. Egal was zwischen ihnen war, es schien aus dem Ruder zu geraten und das war beängstigend.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   So Dez 11, 2016 11:43 am

10. August
18:48 Uhr
Mimi, Miyako, Sora, Joe

Ihre Augen verfolgten das Spektakel, welches sich vor ihnen bot, doch wirklich glauben konnte sie es nicht. Was war nur mit ihrer besten Freundin los, die Fürsorge in Person? Dabei war Sora immer diejenige gewesen, die für ihre Freunde alle tat und ihre eigenen Belange gerne mal hintenanstellte – eine Charaktereigenschaft, die Mimi gerne mal kritisierte. Ihr war es immer wichtig gewesen, dass sich die Rothaarige bei all der Sorge um ihre Freunde nicht sich selbst vergaß. Aber ihre Freunde oder Yamato im Stich zu lassen war keineswegs das, was Mimi damit gemeint hatte. Mimi spürte, wie ihr Herz immer schneller schlug und sie die Wut unterdrücken musste. Anstatt auf die Auseinandersetzungen zwischen den Digirittern und den Digimon etwas zu ändern, sah sie sich in der Dunkelheit um. Irgendjemand machte sich einen Spaß mit ihnen und Mimi fand dies alles andere als lustig. Joe und Sora waren keine solchen Menschen. Irgendwas hatte ihnen übel mitgespielt.

Doch auch Mimis Blicke zu den Digimon wurden mitleidig. Daher bewegte sie sich zu den beiden und kniete sich zu Gomamon wie auch Biyomon hinunter. „Irgendwas stimmt mit den beiden nicht… Das muss an dem Labyrinth liegen… Gebt die Hoffnung nicht auf!“, flüsterte sie den Digimon zu, so dass es Sora und Joe nicht hören würden. Mimis Blick ging zu ihrem Digimon. Palmon nickte sofort und schritt zu den beiden anderen. „Sora-chan und Joe-kun haben sicher nur was Falsches gegessen. Wir müssen nur hier rauskommen, dann werden sie sicher wieder normal!“, murmelte das Digimon aufmunternd, woraufhin es nur zu Hawkmon blickte. Mimis hoffte, dass die beiden ihre Worte nicht gehört hatten. Wahrscheinlich würden sie Mimis Worte direkt in die Kritik stellen, denn sie waren nicht wirklich kompromissbereit. Zumindest nicht aktuell. Mimi musste einen kühlen Kopf bewahren, obwohl sich alles in ihr drehte und sie am liebsten in Tränen ausbrechen wollte. Ihre besten Freunde gingen sich förmlich an die Gurgel und wollten nicht mehr im Team arbeiten. Das erinnerte sie schmerzlich daran, dass auch sie damals ihre Freunde im Stich gelassen hatte, weil sie nicht kämpfen wollte. Dadurch hatte sie jedoch lernen müssen, dass die Lösung nicht in der Vermeidung bestand, sondern oftmals nur in der Konfrontation. Sie atmete tief ein und aus und richtete sich wieder auf. Erneut schien Sora alleine weitergehen zu wollen, was Mimi wütend machte. „Du kannst nicht einfach weitergehen!“, schrie sie der Älteren nach und packte diese am Handgelenk. Mimis Blick ging zu Miyako, die auch verunsichert wirkte.

„Mag ja sein, dass wir dich nerven, aber wenn du alleine weitergehst, verläufst du dich höchstens mehr, als dass du einen Ausgang findest. Also sei nicht so dumm und geh‘ alleine, sondern nutze den Vorteil, Acht Augen sehen mehr Möglichkeiten als nur Zwei!“, versuchte es Mimi mit einer gewissen Provokation. Es tat ihr im Herzen weh, mit ihrer besten Freundin so reden zu müssen. Fast schon hatte Mimi das Gefühl, mit ihrem jüngeren Ich zu sprechen, dann auch Mimi war damals sehr selbstsüchtig und egoistisch gewesen. Wenn die Tachikawa daran dachte, dann spürte sie einen brennenden Schmerz in der Brust. Mimi hoffte einfach nur, sie würden einen Weg in Innere finden, damit Sora und Joes Charakterzüge sich wieder normalisieren würden. Es musste doch schließlich einen Weg geben, das irgendwie zu ändern. Denn es gab keine Garantie, dass es sich draußen wieder ändern würde.

Mimi hatte wirklich Angst. Weder nach vorne noch zurück konnten sie wirklich sicher sein, ihr Ziel zu erreichen und dann hatten sie noch zwei Begleiter, die aktuell nur auf ihren eigenen Vorteil aus waren. Daher war es auch für eine Überwindung, einfach weiterzugehen. Sie löste sich wieder von Soras Handgelenk und sah sie eindringlich an. Wahrscheinlich würde sie nur wenig Vertrauen in die Braunhaarige setzen, wenn diese ihre Schwäche zeigte. „Und denk mal nach… Wenn du alleine gehst, sind wir gezwungen dir zu folgen und verlaufen und womöglich noch mehr. Also sollten wie gemeinsam mit Sinn und Verstand weitergehen, findest du nicht auch?!“, fragte sie nochmals.
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Taichi Yagami

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Do Dez 22, 2016 3:42 am

10. August
18:20 Uhr
Yamato & Taichi

Tai wollte dieses dunkle, unheimliche Labyrinth nur noch verlassen. Wie hatten sie nur so dumm sein können, dort hinein zu gehen? Was hatten sie davon gehabt? Sie hatten bisher rein gar nicht herausgefunden. Stattdessen waren sie angegriffen worden und Izzy war vor ihren Augen verschwunden. Das war ein absoluter Albtraum, dem Tai entfliehen wollte. Doch Yamato schien da ganz andere Pläne zu haben. Er wollte unbedingt die anderen suchen. Spielte sich nun als Anführer auf und wollte offenbar seinem Wappen gerecht werden.

Ohne zu murren überreichte Tai seinem besten Freund Izzys Laptop. Sollte er doch darauf aufpassen, war vielleicht sogar besser. Außerdem wollte er sich auch nicht deswegen mit Yamato anlegen, der wirkte ohnehin schon genervt und auf einen Streit oder gar eine Prügelei mit ihm hatte Taichi nun wirklich keine Lust.
„Glaubst du nicht, dass die anderen nicht auch ohne uns zurecht kommen?“, fragte er zögerlich und schaute an Garurumon vorbei in den dunklen Gang. „Also klar… sie könnten auch angegriffen werden, aber wenn das dieselben Digimon sind wie bei uns, schaffen die das doch locker…“
Tai schluckte. Was, wenn ihre Freunde von noch gefährlicheren Digimon angegriffen wurden? Er spürte, dass das ungute Gefühl in seinem Inneren mit jedem Gedanken schlimmer wurde. Doch – und das überraschte ihn ein wenig – lag es nicht daran, dass Sora und die anderen in Gefahr sein könnten. Ihm graute es eher davor, sich selbst in Gefahr zu bringen. Was war denn nur los mit ihm? Tai wusste, dass sein Gemütszustand komplett untypisch für ihn war. Er wusste nicht, wo dieses Gefühl herkam, doch er konnte auch nichts dagegen tun. Stattdessen schien es mit jeder Minute schlimmer zu werden.

„Taichi Yagami. Hast du Angst?“, riss Yamato ihn aus seinen Gedanken. Vehement verneinend schüttelte der Braunhaarige den Kopf.
„So ein Unsinn. Ich hab doch keine Angst“, behauptete er, zweifelte aber stark an seiner eigenen Aussage. Doch eigentlich war das doch absurd. Woher sollte diese Angst denn plötzlich kommen? Nur, weil Garurumon bei genauerem Hinsehen nicht sehr vertrauenswürdig aussah, bedeutete das noch lange nicht, dass er Angst hatte.
„Ich denke nur einfach, dass wir auf unsere Freunde vertrauen sollten. Außerdem gibt es keine Garantie, dass wir sie überhaupt in diesem Labyrinth finden. Wahrscheinlich verirren wir uns nur noch mehr hier drin, wenn wir jetzt wahllos zu suchen anfangen. Wenn Izzy hier wäre, würde er mir zustimmen, dass es klüger wäre, zum Ausgang zurück zu gehen und dort über die nächsten Schritte nachzudenken.“
Ja, das klang doch wirklich nach einer klugen Idee und kein bisschen nach jemanden, der Angst hatte.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Do Dez 22, 2016 4:22 pm


10. August
18:20 Uhr
Yamato & Taichi - später: Mimi, Miyako, Sora, Joe


Als wäre nicht alles schon schlimm genug drehte Taichi vollkommen durch. Und das war so untypisch, dass sogar Yamato die Worte fehlten. Etwas hilflos sah er zu den Digimon hinüber, die ihn aber ebenso ratlos ansahen.
Die Situation eskalieren zu lassen war jedenfalls nicht der richtige Weg. Aber Tai seinen Willen zu lassen auch nicht. Deswegen versuchte Yamato tief durchzuatmen und ruhig zu bleiben. „Ich weiß nicht, ob sie alleine zurechtkommen. Deswegen will ich ja nachsehen.“ Wenn er draußen warten würde und Takeru und den anderen etwas passieren würde, würde er sich das nicht verziehen. So sah es aus.
Aber er konnte Tai schlecht alleine stehen lassen. Denn wenn ihm dann etwas geschehen würde, würde er sich auch das nicht verziehen können.
„Okay, wenn du keine Angst hast, dann können wir ja nach den anderen suchen“, triumphierte Yamato und zog Tai mit der freien Hand zu Garurumon. Mit dem Laptop von Izzy in der Hand war es zwar etwas umständlicher, aber er glaubte in der momentanen Situation wirklich, dass Izzys heißgeliebten Laptop besser nicht Tai anvertrauen sollte.
Wartend sah er zu Tai. „Steig auf“, forderte Yamato und hoffte, dass sie nicht noch weiter unnötige Zeit verlieren würden. Jede unnötige Verzögerung konnte dazu führen, dass sie zu spät kamen. Tai nicht einfach am Kragen zu packen und mit zu zerren erforderte einiges an Selbstbeherrschung.
Allerdings wanderte die immer mehr gegen Null, je länger er sich in einer unnötigen Diskussion mit Taichi befand. „Izzy ist aber nicht hier!“, fauchte Yamato. Ihm war auch klar, dass es nicht besonders gut war, weiter in das Labyrinth vorzudringen. Aber ohne die anderen zu verschwinden konnte er einfach nicht mit sich vereinbaren.
„Tentomon kann weiterhin Markierungen machen, oder nicht?“, wandte er sich an Koushiros Digimon, das erstaunlich ruhig war. Eigentlich war es doch recht gesprächig und tat seine Meinung kund. Aber scheinbar wollte sich in diesen Streit niemand einmischen. „Natürlich mache ich das“, stimmte das Käferdigimon zu. „Wir müssen doch Izzy finden!“
Damit war ziemlich deutlich, dass Tai der Einzige war, der verschwinden wollte. „Du bist eindeutig überstimmt. Also steig jetzt auf …“ Yamato hielt inne, Weikl er wusste, dass das was ihm im Kopf schwebte, alles andere als nett war. „Oder ich lasse dich hier zurück.“ Aber wenn man nur bluffte, dann war es nicht ernsthaft böse, oder? Natürlich würde er Tai nicht zurücklassen. Er war sein bester Freund. Zumindest wenn er normal war und das war gerade offensichtlich nicht. Außerdem konnte er ihm viel erzählen. Yamato war sich ziemlich sicher, dass Tai Angst hatte. Und wenn er Recht hatte, würde er bestimmt nicht alleine zurückbleiben wollen. Das wollte sich Yamato zu Nutze machen.
Als sich Tai endlich dazu durchgerungen hatte, sich hinter ihn zu setzen, fiel Yamato tatsächlich ein Stein vom Herzen. „Wir beeilen uns“, versicherte er Tai, während Garurumon sich endlich vom Boden erheben konnte. „Festhalten“, ermahnte es die beiden. Festhalten war allerdings gar nicht so einfach mit einem Notebook in der Hand und ohne sich in einem Fellbüschel festzukrallen. Tai allerdings ließ sich das nicht zweimal sagen und suchte eher Halt bei Yamato.
„Okay, los geht’s“, kommandierte der Blonden und versuchte zu ignorieren, dass sich nicht einmal Sora so sehr bei ihm festhielt, wenn sie Roller fuhren. Was war nur los mit Taichi? Aber solange kein ernsthafter Grund zur Sorge bestand, musste er dieses Problem hinten anstellen.
Erstmal war es wichtiger, dass sie ihre Freunde fanden. Sehr viel wichtiger.
Garurumon jagte durch die Gänge, während Tentomon tatsächlich wie ausgemacht Markierungen bei jeder Abbiegung an den Wänden anbrachte und Greymon bildete die Nachhut. Allerdings erwartete sie keine weiteren bösen Überraschungen. Von Gegner war weit und breit nichts zu sehen.

„Ich glaube, ich höre etwas“, informierte Garurumon sie schließlich und sorgte dafür, dass sich alle anspannten. „Feindliche Digimon?“, hakte Yamato besorgt nach. „Nein… das hört sich an wie… Mimi!“ Yamatos Miene hellte sich auf. Mimi! Dann waren sie ganz in der Nähe ihrer Freunde. „Das ist gut! Siehst du, ich habe dir gesagt, wir finde sie!“, wandte er sich an Tai, während Garurumon die richtige Richtung einschlug.
Allerdings war Yamato dennoch angespannt. Denn bei Mimi müsste eigentlich auch Sora sein. Zumindest ging er stark davon aus, dass die beiden besten Freundinnen zusammen waren. Er hoffte jedenfalls, dass alle wohl auf waren.
Sie bogen um eine Ecke und erblickten dann auch schon die Gruppe, die ziemlich vollständig aussah. Sogar Joe war bei ihnen, was Yamato doch etwas überraschte. Aber je mehr sie auf einen Haufen fanden, desto besser.
Natürlich glitt sein Blick sofort zu Sora, immerhin hatte er sich seit Izzy verschwunden war, mit am meisten um sie gesorgt. Aber bei ihrem Anblick wurde ihm prompt anders. Ihr Zustand sah nicht gut aus. War sie verletz? Oder war einfach nur ihre Kleidung durch einen Kampf in Mitleidenschaft gezogen worden?
„Verdammt“, knurrte er und ballte die freie Hand zur Faust.
Je näher sie kamen, desto sicherer war Yamato sich aber, dass Sora nicht ebenfalls in einem Kampf geraten war, sondern wirklich verletzt war. Von einigen Kratzer abgesehen, schien sie Schmerzen im Arm zu haben. Innerlich fluchend biss Yamato die Zähne zusammen. Ob sie was auch immer passiert war hätten verhindern können, wenn sie sofort aufgebrochen wären und Taichi keine Diskussion angefangen hätte? Ein Streit dieser Art brachte nun überhaupt nichts und vor allem würde Sora auch nicht wollen, dass sich ihretwegen gestritten wurde.
„Was ist passiert?“, wollte der Blonde schon alarmiert von Weitem wissen ohne den Blick von Sora zu lassen. Er musste sich beinahe zwingend auch die anderen zu mustern. Aber zum Glück war keiner von ihnen ebenfalls verletzt. Dennoch wirkte die gesamte Situation auf ihn nicht gerade beruhigend. Hier stimmt auch etwas nicht und das sorgte für ein seltsam ungutes Gefühl.
Kaum, dass Garurumon zum Stehen gekommen war, löste sich Yamato aus Tais Umklammerung und sprang vom Rücken des Digimon. Er wartet nicht mal, bis es sich auf den Boden legte, damit es Absteigen leichter war. Das Notebook drückte er Joe in die Hand, während er auf Sora zukam.
„Bist du verletzt?“, erkundigte er sich und blieb kurz vor ihr stehen, die Hände unsicher erhoben, als wolle er sie an den Schultern fassen.
Sein Blick glitt prüfend über Sora. Er hatte ja gewusst, dass sie nicht hätte mitkommen sollen! Aber solche Sprüche halfen niemand gerade weiter. „Was ist mit deinem Arm?“ Die altbekannte Unsicherheit, die er empfunden hatte, wenn Takeru sich als Kind verletzt hatte, keimte sofort in ihm auf. Yamato fühlte sich prompt überfordert. Da er aber nicht wusste, was genau ihr fehlte, traute er sich auch gar nicht sie anzufassen um ihr nicht noch Schmerzen zu bereiten. Also ließ er unverrichteter Dinge die Hände wieder sinken.
Und weil er nicht wusste, wie man genau mit Verletzungen umging, sah er hilfesuchend zu Joe. „Kannst du dir ihren Arm nicht angucken?“, wollte er hilfesuchend von Joe wissen. Wenn jemand sich auskannte, dann doch er, oder nicht?
Es stellte sich immer mehr heraus, dass sie viel zu unüberlegt vorgegangen waren. Sora war verletzt, Izzy verschwunden, Taichi benahm sich besorgniserregend seltsam und wo sein kleiner Bruder war, wusste Yamato auch nicht.
Eigentlich wäre eine Aufklärung der Dinge ziemlich wichtig, aber das musste einen Augenblick warten, bis er endlich wusste, was Sora fehlte.


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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Do Dez 22, 2016 7:35 pm

10. August
18:40 Uhr
Mimi, Miyako, Yamato, Sora, Joe

Im Gegensatz zu der Orangehaarigen war der pinke Vogel sichtlich erfreuter darüber, dass sich die Gruppe nun doch nicht aufspaltete. Ebenso wenig sagte ihr zu, dass ihr doch recht nerviger Digimon Partner direkt so viel Aufmerksamkeit bekam. Im Endeffekt war Biyomon doch selbst Schuld. So würdigt sie diesem auch keinerlei Aufmerksamkeit. Es war einfach die Konsequenz aus dem unangemessenen Verhalten und Sora hatte wenig Interesse daran ihr Digimon weiter zu verhätscheln, nein, es wurde Zeit diese Rolle abzulegen. Schließlich merkte Sora von Sekunde zur Sekunde immer mehr, dass es keinen nachvollziehbaren Grund gab eine Freundschaft aufrecht zu erhalten, wenn sie keinerlei Sympathie empfand und das betraf mittlerweile nicht nur ihren Partner. Nein, dies galt für alle die sie umgaben und die sie jahrelang ihre Freunde schimpfte. Das ihre Gefühle gegen ihr Wappen arbeiteten interessierte sie recht wenig.
Die blieb sowohl von den anderen als auch von ihrem Partner nicht unbemerkt. Während die anderen versuchten das Vogeldigimon wieder aufzubauen, stand es zögernd auf und klopfte sich etwas Dreck vom Gefieder. Selbstverständlich erhoffte sich Biyomon ebenfalls, dass Sora möglichst schnell zu ihrem alten Ich zurückfindet, aber bisher sah es weniger danach aus. „Ich hoffe, dass du Recht hast.“ Murmelte Biyomon leise zu Palmon hinüber. Wissentlich dass dies wohl nicht der Grund ist. Nein, selbst das Digimon bemerkte, dass da mehr vor sich ging. Wenn es nur wüsste was genau. Jedoch tat es dem kleinen Vogeldigimon sichtlich in der Seele weh, dass Sora sich binnen Sekunden so stark verändern konnte. Jedoch folgte auf den einen Schreck direkt der nächste. Sora war wenig davon angetan, dass Mimi ihr eine Anweisung gab und diese damit verstärkte, indem sie Sora packte. Darauf reagierte diese sofort und riss sich unsanft von dieser los. Sora wollte sich von Mimi nichts sagen lassen und noch weniger wollte sie sich in irgendeiner Weise von ihr anfassen lassen. So fauchte sie nur ein knappes, „Könntest du es lassen mich anzufassen?“, eine kurze und direkte Aussage, die sogar die recht naive Braunhaarige verstehen sollte. Jedoch erhob Miyako, daraufhin das Wort und bekam von Sora kurz einen Blick zugeworfen, welcher offensichtlich nicht sonderlich erfreut war. „Du brauchst dich jetzt auch nicht mehr so aufzuspielen.“ Wollte sie die aussichtslose Situation etwa etwas auflockern? Was für ein schlechter Versuch. „Es bringt uns auch nicht hie raus, wenn wir uns entspannen.“ Tatsächlich schielte sie kurz zu ihrem Digivice, dieses gab aber bereits seit einer Weile kein Signal mehr von sich. „Was sollen diese Dinger schon ausrichten? Sie haben uns bisher nur Probleme bereitet. Allen voran, dass sie uns gegen unseren Willen hier her gebracht haben.“ Erklärte sie. Und es handelte sich hierbei weniger nur um ihre Meinung, schließlich war es eine Tatsache, dass sie damals niemand gefragt hat. Ebenso war es allen egal, ob sie überhaupt ein Digiritter sein wollte und ebenso wenig hatte sie kein Interesse mehr daran, ihre Zeit immer mit diesen Leuten zu verbringen. Da würde sie es doch bevorzugen, alleine in dem Labyrinth zu sein.

Aber lange schienen sie nicht alleine zu bleiben. Schließlich drangen aus einem der Gänge wieder Schritte. Etwas Großes war auf den Weg zu ihnen, aber dieses Mal durchdrang Sora keine Angst, nein. Ruhig blieb sie stehen, ohne sich nur einen Millimeter zu bewegen. Es war ihr beinahe Gleichgültig was auf sie zu kam, schließlich war es kein schweres die Monster hier zu besiegen. Eine Sache mit der Sora nun weniger Probleme hatte. Und das die anderen sich wohl ebenfalls in den Kampf stürzen würden kam ihr ebenfalls zu Gute, so müsse sie sich weniger die Hände schmutzig machen. Jedoch drang neben den Schritten dann plötzlich noch etwas anderes zu der Gruppe durch. Und dies ließ Soras Blut in den Adern gefrieren. Es war Yamatos Stimme, die Stimme die sie für gewöhnlich gerne hörte. Aber warum dieses Mal nicht? Es kam ihr plötzlich beinahe schrecklich vor, seine Stimme hören zu müssen. Und ebenso war es auch das erste Mal, dass sie sich nicht freute ihn bei sich zu wissen. Nein, genau das Gegenteil war der Fall. Ihr Blick verfinsterte sich etwas, als sie Yamato nun auch sehen konnte und er direkt auf sie zukam. Jedoch schwieg sie erst einmal. Warum machte er sich nur solche Sorgen? Skeptisch folgte sie mit ihren Augen seinen Händen. Kurz bevor sie diese wegschlagen wollte, nahm er sie von selbst wieder runter. „Sehe ich so aus, als bräuchte ich dein Mitleid?“ erkundigte sie sich leise mit einem rauen Ton. Schließlich war sie ja alt genug um sich um sich selbst zu kümmern, da brauchte sie Yamato nicht auch noch, der sie unnötig bemitleidet. Anders als die Digiritterin freute sich ihr Partner doch über die Anwesenheit der anderen und tapste mit schnellen Schritten zu Sora. Denn wenn Biyomon eines wusste, war es dass, das Sora bei Yamato und Tai anders reagierte und so erhoffte es sich, dass die Anwesenheit von Yamato und Tai Sora wieder wachrütteln können. Freudig blickte dieses also zu Yamato auf und erhoffte sich, dass dieser, wie durch Zauberei, Sora wieder normal wird. Stattdessen erntete es nur einen kurzen Blick von Sora, für mehr Aufmerksamkeit reichte es nicht. Nicht einmal die runden blauen Augen konnten derzeit das Herz der Orangehaarigen wieder etwas erwärmen. Staatdessen wanderte ihr Blick kurz zwischen Taichi, welcher ebenfalls ankam, und Yamato hin und her. Ihre Arme verschränkte sie vor der Brust, dies war zwar mit Schmerzen verbunden, aber dies ließ sie sich in dieser Situation nicht anmerken. „Wenn die Helden des Tages schon hier sind, hoffe ich auch, dass ihr jedenfalls wisst wie wir hier rauskommen.“ Schließlich war der Rest der Gruppe offenbar nicht fähig einen Weg nach draußen zu finden. Und das war derzeit Soras einziges Ziel. Diesen Ort sowie die Digiwelt zu verlassen und dann möglichst von den restlichen Digirittern zu distanzieren, denn auf eine Freundschaft zu diesen konnte sie mittlerweile gut und gerne verzichten. Und dass schloss Yamato ebenfalls nicht aus.
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Joe Kido

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mo Jan 02, 2017 11:58 am

10. August
18:40 Uhr
Mimi, Miyako, Yamato, Sora, Joe




Langsam aber sicher bekam Joe stechende Kopfschmerzen. Einerseits drückte die dunkle Stimmung auf seine Nerven, andererseits auch die Erwartungshaltung der Anderen. Außerdem war da natürlich noch das Verhalten von Sora. So gemein kannte er das Mädchen überhaupt nicht. Es wurde allmählich wirklich Zeit, dass sie aus dem Labyrinth raus kamen.
Tai, Matt und Izzy würden es je wohl schaffen, einen halbwegs anständigen Mann zu bilden und den Weg nach draußen auch ohne ihre Hilfe zu finden. Blöderweise pochten Mimi und Miyako immer noch darauf den Anderen zu helfen. Denn so wütend Joe auch war, musste er ihnen doch insgeheim zustimmen, dass alleine durch die Gänge zu irren wohl nicht die beste Lösung sein konnte.
Im Grunde kam Joe nur zu dem Schluss, dass er hätte daheim bleiben sollen. Bei Megumi und den Hausarbeiten die auf ihn warteten. Dort war er sicher vor den dummen Entscheidungen der anderen Digiritter. Wieso zur Hölle hatte er die Nachricht nicht einfach gelöscht oder ignoriert? Ungewollt ballte sich seine Hand zur Faust.
„Joe geht’s dir gut?“, fragte Gomamon vorsichtig. Er stand nicht wie sonst immer dicht neben dem Blauhaarigen, sondern etwas weiter weg. Als ob er Angst vor dessen Reaktion hätte.
„Blendend. Ich sitze hier nur fest.“, gab Joe schneidend zurück. „Dank unseren.... Freunden.“ Er betonte das letzte Wort besonders, verschränkte dabei die Arme vor der Brust. Wahre Freunde dachten aneinander und brachten sich nicht unnötig in Gefahr. So viel stand fest. Endlich kam das kleine Digimon etwas näher.
„Du verhältst dich komisch Joe.“, sagte es und legte den Kopf schief. „Tue ich nicht.“, antwortete Joe, auch auf die Gefahr hin, sich wie ein bockiges Kind anzuhören. „Ich bin so wie immer.“
„Glaub mir, wenn du so wärst wie immer, dann hätte ich dich niemals als Digimonpartner ausgewählt.“, stellte Goma fest und ging wandte sich wieder den anderen zu. Doch auch die waren nicht weiter gekommen. Sora und Mimi diskutierten aufgebracht. Das würde ihnen auch nichts bringen. „Ich wüsste nicht, wieso ich das Digivice in die Hand nehmen sollte. Wenn, dann zeigt es nur die Anderen und die will ich gar nicht finden. Ich will raus hier.“, gestand er zu Miyako und zuckte mit den Schultern.
Joe war gerade im Begriff Sora auch etwas gegen den Kopf zu werfen, damit sie wieder zu sich kam, doch in diesem Moment hörte er ein Geräusch. Irgendetwas kam schnell auf sie zu. Er seufzte entnervt und sah in die Richtung, bereit im Notfall einfach abhauen zu können, doch er sah nur Tai und Matt, auf Garurumon. Natürlich. Sie schlugen sich zu Fuß durch das Labyrinth um ihren Freunden zu helfen und die ließen sich ganz bequem von einem Digimon tragen. Wie Joe schon geahnt hatte, es war die Sache einfach nicht wert den anderen zu Folgen.
Aber als die anderen endlich bei ihnen standen, merkte der Älteste, dass Izzy fehlte. Angeblich waren die drei doch zusammen. Matt sprang sofort von seinem Digimon runter, raste an Joe vorbei und drückte ihm dafür den Laptop in die Hand. Wenn Sora in der Nähe war musste man ja auch nicht auf Joe achten. Genervt schnaubte der Blauhaarige auf. Wegen dem war er überhaupt hier rein geraten und jetzt gab es nicht mal ein Wort zum Dank.
„Wieso sollte ich?“, fragte er daher Matt gereizt und stellte den Laptop unachtsam gegen die nächste Wand. Er würde den Teufel tun und das Ding die ganze Zeit in der Hand halten für seinen angeblichen besten Freund. „Sie ist doch selber dran schuld. Außerdem will sie doch auch gar keine Hilfe.“
Wütend verschränkte Joe die Arme vor der Brust und lehnte sich an die Wand hinter sich. Matt würde diesmal seine Probleme selber ausbaden. „Da stimme ich Sora schon zu. Jetzt wo wir zusammen sind, sollten wir machen das wir hier raus kommen.“, gab er noch von sich und musterte den Blonden ganz genau. Egal was die anderen taten, Joe würde ganz sicher raus gehen. Eine kleine Stimme in ihm fragte sich schon, wo Kari und Takeru waren, doch die würde er ganz schnell zum Schweigen kriegen.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Fr Jan 06, 2017 4:21 pm

10. August
18:45 Uhr
Mimi, Miyako, Taichi, Yamato, Sora, Joe



Schockiert weiteten sich Mimis Augen, als sie die Reaktion von Sora voll abbekam. Nun verstand sie tatsächlich gar nicht mehr. Noch nie war sie von der Älteren so abweisend behandelt worden und tatsächlich traf das die sonst so temperamentvolle Tachikawa. „Entschuldigung…“, flüsterte sie verunsichert. Sie zog die Hand zurück und spürte, wie ihr eigenes Herz aufgeregt schlug. Mimi wusste nicht, was sie sagen sollte. Normalerweise hätte sie jetzt zickig reagiert und sich sicher mit Sora angelegt, aber diese war nun mal ihre beste Freundin, die sie definitiv nicht mit unbedachten Worten verletzen wollte. Dass Miyako und Joe nun wieder bei ihnen waren, erleichterte Mimi zwar, aber wirklich besser wurde die Situation dadurch auch nicht. Ihr Blick ging durch die dunklen Gänge des Labyrinths. Irgendjemand war hier, irgendjemand, der ihre Freunde auf irgendeine Art und Weise manipulierte und das verunsicherte sie nur, sondern machte sie auch wütend. In der Dunkelheit sahen sie nur in einem kleinen Lichtkegel was, aber sie war sich sicher, dass sie beobachtet wurden. „Egal, wer du bist! Ich werde‘ dich finden und dir sowas von eine verpassen!“, rief sie in den Gang hinein und ballte dabei die Hand zu Fäusten. Sie würde den Verantwortlichen dafür schon zur Rechenschaft ziehen. Ein anderer Gedanke, der sich ihr auftat, war jener, der sie wohl irgendwie aus dem Gemäuer führen musste. Vielleicht würden dann Sora und Joe wieder ihren Verstand finden.

Als es im nächsten Moment jedoch zu einem Rumpeln kam, zuckte sie erschrocken zusammen. Hatte man ihre Worte jetzt doch gehört oder was. Schockiert wand sie sich um, wobei sie eigentlich gar nicht hinsehen wollte. Da war es wieder: Sie bekam die Strafe für ihre unüberlegten Aussagen. So blickte sie erschrocken auf, als sie ein Grollen hörte. Doch ihr aufgeregter Herzschlag, ihr schneller Puls und ihre beschleunigte Atmung normalisierten sich wieder, als sie Garurumon mit Yamato wie auch Taichi sah. Sie konnte nicht beschreiben, welch eine Erleichterung durch ihren Körper strömte, besonders aber die Last, die sie auf den Schultern trug.

„Taichi-kun! Yamato-kun!“, trällerte sie gleich los. Ihr Herz schlug wieder etwas schneller, als sie Taichi sah. Bei ihm hatte sie sich schon als kleines Kind sicher gefühlt und genau das löste er aktuell auch bei ihr aus. Jedoch bekam sie ihre Zweifel, als sie seinen Gesichtsausdruck besser betrachten konnte. Hatte Taichi Angst? Er wirkte verunsichert und überhaupt nicht so, wie sie ihn kannte. Aber aufgrund der aufwühlenden Situation glaubte sie einfach, dass sie sich das nur einbildete. Genauer gesagt wollte sie sich das einreden, denn die Situation aktuell ließ selbst die sonst so optimistische Mimi etwas zweifeln. Ihr Blick ging wieder zu Sora, die sich nun mit Yamato auseinandersetzte. Aber anscheinend schien sie alles andere als amüsiert darüber zu sein, dass sich der Ishida um sie sorgte. Es musste wie ein Schlag ins Gesicht für Yamato sein, dass Sora so mit ihm umging. „Sie sind alles komisch!“, murmelte Palmon unsicher und sah zu Mimi hoch. Mimi nickte und ballte leicht die Hände zu Fäusten. Die junge Frau hasste es zu kämpfen und nun glaubte sie, dass sie sich auch gegen ihre Freunde stellen musste. Auch Joes Argument war ein Wort zu viel. „Wie wär‘s, wenn du einfach die Klappe halten würdest, wenn keine hilfreichen Antworten aus deinem Mund kommen?!“, fragte Mimi nun bissig den Blauhaarigen. „Es ist, als ob du dein Wappen hinter irgendeiner Ecke versteckt hättest und dich nun wie ein kompletter Vollhorst benimmst?! Macht es Spaß, andere so zu behandeln? Ihr habt euch beide!“ – nun sah sie zu Sora und zwischen ihr wie auch Joe hin un her – bewusst dazu entschieden, in das Labyrinth zu gehen und nicht uns, den anderen Digirittern, sondern den Digimon, Freunden von Biyomon und Gomamon zu helfen. Wenn euch das nicht gefällt, dann hättet ihr auch am Eingang warten können. Also haltet euch geschlossen, damit die Leute, die scheinbar nicht komplett den Verstand verloren haben, eine Lösung finden können!“, sprach sie nun wesentlich lauter aus und trat dabei nochmal fest auf den Fußboden. Ihr Blick ging zu Miyako und dann zu den beiden anderen Jungs, dann seufze sie. „Wir müssen einen Weg nach draußen finden. Ich bin mir sicher, dass die beiden wieder normal werden, wenn sie aus dem Laden hier kommen!“, meinte sie.


Zuletzt von Mimi Tachikawa am Fr Jan 06, 2017 4:41 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Taichi Yagami

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Fr Jan 06, 2017 7:30 pm

10. August
18:45 Uhr
Mimi, Miyako, Taichi, Yamato, Sora, Joe

Tai merkte Yamato an, dass der langsam aber sicher die Geduld mit ihm verlor. Und er konnte es verstehen. Er merkte, dass sein Verhalten nicht richtig war und obendrein komplett untypisch für ihn, aber er konnte auch nichts dagegen tun. Einfach alles löste in Taichi ein Gefühl von Angst und Panik aus. Ob es nun das genervte Gesicht seines besten Freundes war, die Dunkelheit des Labyrinths oder Garurumon und Greymon, die so unnatürlich riesig und furchteinflößend mit ihren messerscharfen Krallen und Zähnen waren. Wieso nur war ihm das vorher nie aufgefallen? Wie hatte er früher so arglos auf diese Wesen steigen und auf ihnen durch die Digiwelt reiten können? Unsicher schaute er zu Matt auf, der ungeduldig darauf wartete, dass er auf Garurumon stieg. Tai musste wirklich abwägen, wovor er mehr Angst hatte: vor einem Streit mit Yamato oder vor seinem Digimon. Eher widerwillig nahm er also all seinen Mut zusammen – oder zumindest das, was davon noch übrig geblieben zu sein schien – und kletterte auf den Rücken des Wolfdigimons. Sofort klammerte der Sportler sich an dem Blonden fest, ohne zu bedenken, dass dieser vielleicht auch noch atmen musste. Nur schwer konnte Tai dem Drang widerstehen, nicht sofort wieder von Garurumon hinunter zu springen. Doch selbst, wenn er wirklich gewollt hätte, hätte er keine Chance gehabt, da sich das Digimon sofort in Bewegung setzte und das nicht gerade langsam. Es kostete Tai sämtliche Selbstbeherrschung, nicht laut los zu brüllen.

Für seinen Geschmack dauerte dieser stürmische Ritt viel zu lange. Immer fester klammerte er sich an seinem besten Freund fest. Okay, vielleicht hatte er wirklich Angst. Aber hatte er damals das Wappen des Mutes nicht bekommen, weil er eben nicht ängstlich war? Wer auch immer sich das ausgedacht hatte, hatte sich damit wohl, auf längere Sicht gesehen, geirrt.
„Tai, sieh mal. Da vorne sind die anderen!“, hörte er plötzlich Greymon sagen. Daraufhin öffnete Tai die Augen und wagte einen vorsichtigen Blick über Matts Schulter hinweg. Und tatsächlich. Je näher sie kamen, konnte er seine Freunde in der Dunkelheit ausmachen. Das war gut. Sehr gut sogar. Sie schienen wohlauf zu sein. Doch kaum, dass Yamato von Garurumon gesprungen war und zu Sora rannte, erkannte er, dass seine beste Freundin am Arm verletzt zu sein schien.
„Oh mein Gott!!“, rief Tai entsetzt aus, hangelte sich mehr schlecht als recht von Matts Digimon hinunter und lief auf Sora zu. „Was ist passiert? Geht es dir gut? Du wirst doch nicht etwa den Arm verlieren? Oder sterben?! Matt, was sollen wir machen, wenn sie jetzt stirbt? Wir haben doch auch schon Izzy verloren!“
Einen verloren, einer verletzt. Was passierte als nächstes? Suchend schaute Taichi sich um. Kari fehlte. Warum fehlte Kari? Hoffentlich war ihr nichts passiert. Andernfalls würde T.K. was erleben! Doch dann würde Tai wohl Probleme mit Yamato bekommen und der konnte ordentlich zuschlagen, wie er in der Vergangenheit bewiesen hatte. Es blieb nur die Hoffnung, dass es allen gut ging. Was war hier nur los, verdammt noch mal? Joe und Sora verhielten sich auch eigenartig. Sie waren so abweisend. Das war so untypisch, gerade für die beiden. Das machte Tai nervös. Wenigstens schien Mimi normal geblieben zu sein, wobei ihre schlechte Laune und ihre heftige Ansage ihm auch einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Aber er gab ihr Recht.
„Yamato, siehst du? Mimi ist auch dafür, dass wir das Labyrinth verlassen. Also worauf warten wir dann noch? Vielleicht sind Kari, Takeru, Davis und Ken ja auch schon draußen und warten auf uns. Wir sollten wirklich nicht noch mehr Zeit verlieren. Sonst werden wir womöglich erneut angegriffen.“
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mi Jan 11, 2017 11:00 am


10. August
18:45 Uhr
Mimi, Miyako, Taichi, Yamato, Sora, Joe



Eigentlich hatte Yamato bisher von sich gedacht, dass er meistens einen kühlen Kopf behielt. Aber da hatte er die Rechnung ohne Sora gemacht, die verletzt worden war. Und zu allem Überfluss raubte Taichi ihm den letzten Nerv. Denn der war plötzlich neben ihm aufgetaucht und schrie ihm regelrecht ins Ohr. Arm verlieren? Sterben? Jetzt ging er eindeutig zu weit! „Das wird nicht passieren, Taichi!“, knurrte der Blonde gereizt und warf Tai einen bösen Blick zu, als der auch noch erwähnte, dass sie Izzy verloren hatten. Das war ein denkbar unpassender Zeitpunkt und eigentlich wollte Yamato auch sofort etwas dazu sagen, doch da lenkte Sora ihn ab.
Er wandte ihr perplex das Gesicht wieder zu, als ihre schroffe Stimme an sein Ohr drang. So sprach sie nie mit. So sprach sie überhaupt nie mit irgendwem. Und das verwirrte ihn so sehr, dass er sie einfach nur anstarrte, unfähig irgendetwas dazu zu sagen. Es kam ihm fast vor, als hätte sie ihm eine Ohrfeige verpasst und Endeffekt wäre ihm das lieber gewesen.
Biyomon gesellte sich zu ihnen und erntete ebenfalls Abweisung, was Yamato nun noch mehr verwirrte. „Was ist mit dir los?“, forderte Yamato zu wissen, als Soras abfälliger Tonfall ihn zusammen mit Taichi erneut traf. Denn hier etwas nicht stimmte, lag auf der Hand. Aber wieso musste ausgerechnet Sora ihn derart behandeln? Er schluckte schwer und versuchte sich einzureden, dass es eine logische Erklärung geben musste. Denn vor einer Stunde noch war ja alles in Ordnung gewesen und nun konnte sie ihn plötzlich nicht mehr leiden? Er wich etwas von Sora zurück.
Joe lenkte Yamato von seinem aufkeimenden Liebeskummer ab, in dem er sich wie ein kompletter Idiot benahm. „Was?“ Mehr brachte Yamato nicht mal zu Stand. Nicht Joe auch noch! Das war so untypisch, dass Yamato erstmal nicht einmal wütend werden konnte. „Spinnst du?“, fügte er dann doch verärgert hinzu.
War denn hier jeder verrückte geworden? Hilfesuchend sah er zu Mimi und Miyako hinüber, die zu seiner großen Erleichterung so wie immer wirkten. Wenn man davon absah, dass sie ebenfalls überfordert waren. Palmon sprach das aus, was auch Yamato dachte und er nickte ebenfalls. „Irgendwas ist mit ihnen passiert“, stimmte er zu und warf wieder einen besorgten Blick zu Sora, von der er etwas abgerückt war. Aus Selbstschutz hatte er sich etwas zurückgezogen. Denn weitere Kommentare von ihr konnte er wirklich nicht gebrauchen. Das war wirklich schmerzhaft.
„Vielleicht sollten wir alle kurz den Mund halten?“, pflichtete er Mimi bei und trat auf sie und Miyako zu, während Mimi den anderen eine Moralpredigt hielt. Sie hatte Recht, das wusste Yamato und ein großer Teil von ihm wollte seine Freunde auch einfach nur anschreien. Zumindest Taichi und Joe. Vor Sora hatte er zu großen Respekt, vor allem im Moment, wo sie sich entschieden hatte, ihn so zu behandeln.
Er wandte sich Mimi zu. „Ich weiß nicht, was passiert ist. Es war alles normal bis wir angegriffen wurden und plötzlich war er so…“, erklärte Yamato und deutete auf einen immer noch verängstigten Taichi. „Er hat Angst. Vor allem. Sogar vor Garurumon“, fügte Yamato fast schon verzweifelt hinzu. „Vermutlich hast du also Recht damit, dass etwas mit den Wappen nicht stimmt.“ Wieder warf er Sora einen Blick zu. Hoffentlich lag es daran, dass hier etwas mit ihrem Wappen passiert war. Allerdings war auch das eine unschöne These, die ihm anders werden ließ.
„Glaubt ihr, jemand hat ihre Wappen ins Gegenteil gewandelt?“, mischte sich Tentomon ein, den Yamato schon beinahe vergessen hatte. „Passiert das mit euch auch?“, erkundigte sich Garurumon, was Yamato einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Darüber hatte er noch gar nicht nachgedacht. Bestand die Möglichkeit, dass ihm das auch passieren konnte. Wenn er sich die anderen so ansah, waren die Auswirkungen verheerend und was das Gegenteil vom Wappen der Freundschaft war, wollte er nicht herausfinden. „Ich hoffe nicht“, antwortete Yamato ernst.
Sein Blick glitt zu Mimi und Miyako. „Eure Wappen sind in Ordnung?“, hakte er zur Sicherheit nach. Bisher hatten beide nicht gewirkt, als würde sie ihm eine Lüge auftischen und Miyako war nicht so abweisend wie Sora. Das waren doch schon mal gute Zeichen. Wenigstens etwas, wo alles andere bereits schief gelaufen war.
Und dann war da eben auch noch die Sache mit Izzy, die er erklären musste. „Wir haben Izzy verloren. Er hat sich einfach in Luft aufgelöst“, gestand er den beiden Mädchen. „Wir konnte nichts tun.“ Dieses Geständnis machte ihn erneut wütend. Immerhin machte es ihn selber fertig, dass er seinem Freund nicht hatte helfen können. Yamato ballte die Hände zu Fäusten. „Ich weiß nicht, wo er hin ist oder was mit ihm passiert ist.“
Während ihrer kurzen Lagebesprechung hatten sich die anderen Digiritter anscheinend dazu entscheiden, diese Moment dafür auszuwählen, um zu verkünden, dass sie den Irrgarten verlassen wollten. Zweifelnd sah Yamato zu den anderen hinüber. Vielleicht war es keine schlechte Idee sie aus dem Labyrinth zu bringen. „Takeru und die anderen sind noch hier drin“, wandte er sich wieder an Mimi und Miyako, die einzigen, die er gerade als richtige Gesprächspartner betrachtete, und das obwohl die anderen drei sonst seine ersten Ansprechpartner waren. „Wir können sie nicht alleine hier lassen…“ Was wenn auch ihre Wappen umgekehrt worden wären? Was wenn sie wie Izzy verschwunden waren? Wo steckte sein kleiner Bruder?
Allerdings hatte auch Mimi Recht, wenn sie sich erhoffte, dass alle wieder normal werden würden, wenn sie erstmal aus dem Labyrinth herauskamen. Mit zusammen gebissenen Zähnen nickte er, nachdem er noch mal zu Sora und Taichi gesehen hatte. „Wir müssen nur zurückkommen und die anderen finden“, verlangte er. Denn auf keinen Fall würde er seinen kleinen Bruder zurücklassen. Aber mit den drei Gestalten im Schlepptau würden sie auf keinen Fall schnell genug vorankommen.
„Habt ihr Markierungen oder so was gemacht, damit wir schnell hier rausfinden?“, hoffte Yamato, damit der Weg zurück auch wirklich schnell ging. Und dann würden sie hoffentlich alle wieder normal werden. „Taichi, komm her, wir suchen einen Weg nach draußen“, verlangte Yamato. Denn mit Taichi konnte er besser umgehen als mit Joe und vor allem mit Sora. Der hatte immerhin nur Angst, während die Reaktionen der andere beiden ihn wirklich verletzten.

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Hikari Yagami

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Do Jan 12, 2017 4:03 pm

10. August
18:50 Uhr
Daisuke, Hikari (Takeru)


Die junge Frau atmete erleichtert auf als die Feinde, die ihnen eben noch das Leben schwer gemacht haben, erledigt waren. Doch keiner von ihnen wusste genau wann die nächsten auftauchen werden. Ihre Arme breitete sie aus und Gatomon ließ sich dort nieder. "Geschafft" murmelte das kleine Tierdigimon als es sich entspannte und die Augen schloss. Es musste müde sein, sie hatten schon lange nicht mehr zusammen gekämpft und doch waren sie alle so verdammt tapfer. " ... ihr seit die Besten" lobte Hikari die Digimon aber drehte sich zu Daisuke um als dieser begann Veemon so seltsam zu behandeln. Stirnrunzelnd stand sie da und beobachtete erst einmal diese ungewohnte Situation. Was sollte dass denn bitte? Irgendwie war es wirklich seltsam wie sich der junge Mann benahm. Es war ungewohnlich für ihn, eigentlich war er sonst immer voller Tatendrang und war der Erste der normalerweise los stürmte um herauszufinden was dahinter steckte. Doch dieses Mal war es nicht so.

Daisuke wand sich von seinem Partner ab und sagte diese Dinge die nicht wirklich von ihm kommen konnten. Was war in ihn gefahren? Als Hikari jedoch diese Worte „Freunde, das ich nicht lache… Wir waren doch nie mehr als eine Zwecksgemeinschaft!“ hörte brach etwas in ihr. Geschockt sah sie ihn zuerst an und dann ging sie langsam auf ihn zu. Wahrscheinlich tat sie dies zum ersten Mal in ihrem Leben aber es musste sein, sie konnte ihm diese Worte nicht verzeihen. Sie holte mit ihrer rechten Hand aus und schlug ihm ins Gesicht. "Sag so etwas nie wieder" ihre Stimme klang gebrochen, es hatte ihr wirklich zu gesetzt diese Worte von Daisuke zu hören. Gatomon sah sie geschockt an, so ein Verhalten kannte man von der jungen Frau einfach nicht. "Zwecksgemeinschaft? Wir haben alle zusammen gekämpft, gelacht und geweint und du sprichst wirklich von einer Zwecksgemeinschaft?" ihre Stimme zitterte. " ... du warst es doch der uns immer wieder angetrieben hat ... du warst es doch der sich langsam zu unseren Anführer herangearbeitet hat ... Daisuke was ist mit dir los? Ist dir das alles egal was wir alle zusammen erlebt haben? Wie kannst du Veemon nur so von dir stoßen?" sie kannte ihn schon recht lange, ja sie hatte mitbekommen dass er sie umschwärmt hatte, hatte es aber nie wirklich ernst genommen. Was nicht bedeutete dass er ihr egal war. "Uns hat niemand dazu gezwungen das ist richtig aber warum bist du dann hier wenn du das alles nicht mehr willst?" sie verstand einfach nicht was auf einmal mit ihm los war. Dachte er schon immer so darüber? " ... du bist es doch der das Wappen des Mutes und das der Freundschaft bekommen hat ..." nein, sie verstand es nicht wirklich. "Hikari ..." meinte Gatomon leise.

"Lass uns die anderen finden, ich werde dich hier nicht allein lassen, danach kannst du zurück ... es ist ja das was du willst aber wir können die anderen nicht in Stich lassen das geht nicht" sie Hikari musste sich zusammen reisen. Es tat weh solche Worte zu hören und ja sie alle hatten mal an diesem Punkt gestanden dass sie nicht mehr kämpfen wollen, dass sie ein normales Leben führen wollen und doch hat sie keinen wirklich gehört der ihre Gruppe als Zwangsgemeinschaft beschrieben hat. Auch sie hätte lieber ein Leben in Frieden aber wenn sie darüber nachdachte was sie alles nicht erlebt hätte oder wen sie nie kennengelernt hätte dann war Hikari doch froh diese Dinge erleben zu dürfen. "Komm" ihr tat es schon leid ihm eine verpasst zu haben, sehr leid sogar aber in diesem Moment wusste sie sich einfach nicht zu helfen. Sie streckte eine Hand nach ihm aus, wollte seine Schulter berühren doch sie ließ es. SIe wollte ihm nicht zu nahe treten.
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Do Jan 12, 2017 9:19 pm

10. August
18:45 Uhr
Mimi, Miyako, Taichi, Yamato, Sora, Joe


Allmählich dröhnte der Kopf der Orangehaarigen regelrecht.  Das nun die größer gewordene Gruppe nicht mal für 5 Minuten still sein könne, schließlich wäre das der einzige Weg die anderen zu ertragen. So trug Taichi mit seiner unnötigen Übertreibung nicht sonderlich viel dazu bei, dass sich die Laune von Sora besserte, ganz im Gegenteil. Warum hat sie so einen Idioten so lange als besten Freund bezeichnet? Und warum fiel ihr nicht früher auf, dass sie seine Nähe alles andere als genoss. „Wie schaffst du es, dass jedes Wort das du sagst völliger Unsinn ist?“ fuhr sie Taichi an, in der Hoffnung, dass er daraufhin vielleicht endlich still ist. Auch wenn der Teil mit Izzy nicht sonderlich uninteressant war. Jedoch fehlte Sora im Moment wohl ihre Fürsorge, sodass sie gar nicht weiter nachharkte, was mit ihrem Freund passiert ist.
Der einzige aus der Gruppe, der Soras Laune minimal heben konnte war der Älteste, denn Joe stimmte ihr direkt zu. Er verstand, dass sie kein Interesse am Mitleid der anderen  hatte und genauso wenig wollte sie ihre Zeit hier weiter vergeuden.  „Endlich mal jemand, der es versteht.“ Murmelte sie nur. Schließlich hatten die anderen noch keinen Finger krumm gemacht, um von hier wegzukommen. Dabei waren Yamato und Taichi doch stehts diejenigen die solche Situationen zu klären wussten. Aber das es dieses Mal nicht der Fall und das bestätigte Sora nur, dass auf keinen von ihnen Verlass war und es so keinen Grund gab, sich weiter mit ihnen rumzuschlagen.
Als selbst Yamato sich von Sora entfernte, wurde selbst ihr Digimon Partner skeptisch und tat Yamato gleich. Schließlich tat es dem kleinen Vogel ebenso im Herzen weh, wie Sora momentan war. Deswegen fühlte es sich durchaus sicherer bei Yamato und blieb sicherheitshalber bei ihm. Schließlich entging dem Digimon nicht, dass Yamato und Sora sich seit einer Weile wohl doch näher standen, das war wohl der Grund, weshalb sie Yamato als rettende Insel nutze. Aufmerksam  lauschte sie Yamato und den anderen, während Sora sich anteilnahmslos weiterhin auf ihrer Postion verharrte. „Aber warum wurden ihre Wappen ausgetauscht…?" erkundigte sich das sichtlich bedrückte Vogeldigimon. Warum würde jemand einem Menschen so etwas antun? Und vor allem den Mitmenschen, die nun daruner zu leiden haben.
Das Geständnis traf dann Sora und Biyomon gleichermaßen. Nur dass Sora sich weniger davon anmerken ließ. Jedoch schaffte es Sora sich nicht erneut einen schroffen Kommentar von sich zu geben, „Wie kann er sich einfach in Luft auflösen? Ihr spielt euch doch sonst immer wie die großen Helden auf, warum konntet ihr nicht einmal jemanden retten, den ihr seit Jahren als euren Freund bezeichnet?“, so erhallten Soras Vorwürfe die Gänge. Sie hätte sonst niemals jemanden derart wegen eines Fehlers angefahren, jedoch kam es ihr in diesem Moment nicht sonderlich verwerflich vor.
Jedoch fuhr sie bei Yamatos zweiten Vorschlag direkt wieder dazwischen, „Wenn wir weiter versuchen die anderen zu finden, kommen wir hier nie raus. Und ich habe relativ wenig Lust mich noch weiter mit euch rumzuschlagen, ich will einfach hier raus und nach Hause.“ Stellte sie mit verschränkten Armen klar. Die Schmerzen in ihrem Arm wurden derweil bereits von ihrer Wut übertüncht.
Doch Soras mittlerweile nahezu unausstehliche Art störte nicht nur die anderen Digiritter, nein, allmählich platze auch dem sonst so gut gelaunten Biyomon der Kragen. „Jetzt hör doch endlich auf!“ fing das Digimon an, welches die neue Art von Sora nicht mehr ertragen konnte, „Jedes Mal, wenn du den Mund aufmachst, tust du deinen Freunden weh!“, der erböste Biyomon brachte jedoch kein weiteres Wort heraus, als es feststellen musste, dass Sora diese Aussage nicht sonderlich traf. Nur ein, „Es zwingt euch keiner bei mir zu bleiben.“ Erklärte die Orangehaarige nur knapp, jedoch wusste sie, dass sie die indirekte Aufforderung dahinter nicht verstehen würden. „Ebenso wenig kann man mich nicht zwingen, mich mit Leuten zu umgeben, die ich nicht mag.“ Fügte sie dann noch hinzu, ehe sie sich abwand. „Ich habe keine Lust mehr, meine Zeit hier zu verschwenden. Ihr schafft es ja eh nicht, einen Weg hier rauszufinden, vor allem nicht, wenn ihr euch noch auf die sinnlose Suche nach den anderen macht.“ Äußerte sie schroff ihre Gedanken und machte bereits wieder die ersten Schritte, durch einen beliebig gewählten Gang, „Ich brauche euch nicht, um hier rauszufinden. Tut was auch immer ihr wollt, aber lasst mich da raus.“ Warf sie nur noch der restlichen Gruppe zu, während ihre Schritte bereits etwas schneller wurden, da sie tatsächlich wenig Interesse hatte, dass einer der anderen ihr folgt.
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Joe Kido

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Fr Jan 20, 2017 12:11 pm

10. August
18:45 Uhr
Mimi, Miyako, Taichi, Yamato, Sora, Joe


Allmählich wurde das ganze hin und her für Joe zu dumm. Irgendwie schien jeder zu vergessen, dass sie immer noch in diesem Labyrinth standen und eigentlich keine Zeit für unnütze Diskussionen zu sein. Er stimmte Sora zu, am besten sollten sie so schnell wie möglich einen Ausgang finden. Sie konnten auch von außen Hilfe für die Anderen finden.
Das Verhalten von Yamato und Taichi machte die ganze Situation nicht im geringsten besser. Wie nicht anders zu erwarten war, spielte sich der Blonde sofort als Kopf der ganzen Gruppe auf, vor allem da Tai absolut unzurechnungsfähig wirkte. Aber natürlich galt seine ganze Aufmerksamkeit Sora, war ja auch nicht anders zu erwarten. Joe fühlte sich mit jeder weiteren Sekunde absolut fehl am Platz. Keiner schien ohnehin wirklich eine Notiz von ihm zu nehmen, oder gar nach seiner Meinung zu fragen.
„Was soll ich tun Matt? Sie will nicht das ihr geholfen wird. Soll ich sie dazu nötigen? Sora ist keine Puppe verdammt. Ich übrigens auch nicht.“, antwortete Joe seinem besten Freund gereizt. Das Mimi ihn dann noch anfauchte, brachte das Fass zum überlaufen.
„Halt endlich die Klappe Mimi.“, gab er aufgebracht zurück und ballte die Hände zu Fäusten. „Was bildest du dir eigentlich ein? Ich bin genauso wie immer und anscheinend der Einzige außer Sora mit etwas Menschenverstand, der hier raus will. Ich bin niemandem hier drin etwas schuldig. Außerdem kommen wir ohnehin nicht weit ohne Izzy. Er ist der Einzige, der all das hier versteht.“ Dabei streifte sein Blick Matt, verweilte kurz an dem Blonden und verlor sich dann. Joe verschränkte die Arme vor der Brust und sah anschließend demonstrativ in die andere Richtung.
„Joe!“, flüsterte Gomamon ihm eindringlich zu. „Bitte mach das nicht.“ Doch das Digimon hätte genauso gut mit der Wand neben sich reden können. Zu allem Überfluss stimmte Matt Mimi auch noch zu, was die ganze Situation nur noch schlimmer machte. Und wegen solchen Freunden saß er nun fest.
„Joe reiß dich zusammen. Sie brauchen dich.“, fügte Goma noch hinzu. „Sobald wir hier raus sind, wird es besser, dann wirst du wieder du, das weiß ich.“
Joe wollte seinem Partner gerade erklären, dass er doch schon wie immer handelte, als die Anderen anfingen über die Wappen zu sprechen. Ins Gegenteil umgekehrt? Das kam Joe doch recht unwahrscheinlich vor. Wer konnte schon die Macht für so ein Kunststück haben? Immerhin war es doch nicht so einfachdie kompletten Eigenschaften eines Menschen ins Gegenteil zu kehren. Einfach lachhaft überhaupt nur an so eine Möglichkeit zu denken.
„Ihr wisst aber schon, dass wir euch hören können?“, sagte er etwas lauter, damit alle ihn hören konnten. „Wer sollte unsere Wappen aus welchem Grund umkehren? Ich fühle mich nicht anders als sonst.“
Gomamon sah in zweifelnd an, zog es allerdings vor kein Wort über das Verhalten von Joe zu verlieren. Wahrscheinlich aus Angst vor neuem Streit in der Gruppe. Wieder ergriff Sora das Wort und sagte das einzig Logische. Wenn sie weiter in dem komischen Gang rumstanden, würden sie auch keinen Weg raus finden. „Sora hat recht.“, fügte er hinzu und sah der Orangehaarigen hinterher. Matt ließ sich nicht lange darum bitten und folgte ihr, was den Blauhaarigen nicht wunderte. Wieso sollte er höher im Kurs bei Matt stehen als ein schönes Mädchen? Wut strömte durch seine Adern wie Galle. „Ihr könnt gerne eure Geschwister suchen, aber ich gehe auch. Immerhin beachtet mich ja eh keiner und ich habe nicht die geringste Lust mein Leben aufs Spiel zu setzen.“
Er wandte sich zu Gomamon und seufzte. „Kommst du mit oder bleibst du bei ihnen?“, fragte er knapp und wandte sich schon mal zum nächsten Gang. Er war der Meinung aus dem wären sie gekommen. Immerhin hing da vorne eine Taschentuch an der Wand, wenn seine Augen sich nicht täuschten.
Gomamon sah hin und hergerissen aus und seufzte dann. „Natürlich komme ich mit dir.“ Ohne weiter darauf zu achten, lief Joe in den dunklen Gang.
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Taichi Yagami

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mi Feb 08, 2017 5:41 pm

10. August
18:45 Uhr
Mimi, Miyako, Taichi, Yamato, Sora, Joe

Die anderen verhielten sich seltsam. Obwohl Taichi sich eher im Hintergrund hielt, fiel ihm auf, dass ein Teil seiner Freunde sich eigenartig benahm. Genau wie er selbst. Ob es da einen Zusammenhang gab? Und wenn ja, was sollten sie dagegen tun? Sie wussten ja nicht einmal, was genau dieses Verhalten verursachte. Seufzend hockte er sich auf den Boden und vergrub seine Hände in seinen dichten Haaren.
„Wir hätten niemals hier her kommen dürfen“, murmelte er verzweifelt. Wären sie doch nur zu Hause geblieben. Dann hätten sie jetzt all diesen Ärger nicht.
„Tai, sag sowas nicht“, hörte er die Stimme seines Digimons, das sich von Greymon zurück in Agumon verwandelt hatte. „Es ist gut, dass ihr hier seid. Ohne euch wäre die Digiwelt verloren, da bin ich mir sicher.“
„Ach, was können wir schon tun? Das Ganze hier ist eine Nummer zu groß für uns. Siehst du das denn nicht, Agumon?“
Tai stand wieder auf und ging hinüber zu den anderen. Immerhin war Joe schon so weit, dieses Labyrinth zu verlassen. Damit waren sie schon zu zweit, vielleicht konnten sie den Rest der Truppe auch davon überzeugen. Allerdings schien Joe, der gemäß seines Wappens immer so zuverlässig handelte, kein Interesse daran zu haben, mit irgendwem aus der Gruppe zusammen zu bleiben. Vielleicht hatten die anderen Recht? Wurden ihre Wappen manipuliert? Das war beängstigend. Sehr sogar.
„Sorry, wenn ich mich einmische, aber ich fühle mich definitiv anders als sonst…“, sagte Tai zögernd. „Aber vielleicht hat Joe einfach nur schlechte Laune? Ich mein, sowas kommt doch bei jedem hin und wieder vor. Matt, du kennst dich damit doch aus.“
Sofort schlug er sich die Hände vor den Mund. Das war ihm raus gerutscht. Er musste wirklich auf sein Mundwerk achten, wenn er nicht wollte, dass sein eigentlich bester Freund noch wütender auf ihn wurde, als er ohnehin schon war.
„Und wenn es stimmt, was ihr sagt, wie sollen wir rausfinden, durch wen oder was die Wappen umgekehrt werden? In diesem Labyrinth kommen wir keinen Schritt weiter. Vielleicht sollten wir Joes Beispiel folgen und den Ausgang suchen…“
Wenn sie aus dieser bedrückenden Umgebung raus kamen, würden hoffentlich auch die Streitereien aufhören. Taichi gefiel es gar nicht, dass sie sich alle gegenseitig so angifteten.

Plötzlich ertönte ein panischer Schrei, der den eigentlichen Anführer der Gruppe zusammenfahren ließ. Was war nun los? Kamen neue Feinde auf sie zu? Schnell versteckte er sich hinter Yamato.
„Was passiert hier? Ich will hier endlich raus!“, sagte er mit angsterfüllter Stimme, während Miyako mit Hawkmon im Schlepptau an ihnen vorbei rauschte und dabei fast Joe umrannte. Panisch schaute Taichi in die Richtung, aus der das Mädchen gekommen war, doch da war nichts zu erkennen. Das war wirklich unheimlich.
„Hier ist der Ausgang!“, rief sie plötzlich, was Tai begeistert aufhorchen ließ. Endlich eine gute Nachricht.
„Also… ich bin dafür, ihr zu folgen“, meinte er und begann, sich in Bewegung zu setzen. Er hatte nur noch ein Ziel: das Labyrinth verlassen!
„Komm schon“, forderte er und griff nach Mimis Hand, die neben ihm stand. Ob sie wollte oder nicht, sie würde mitkommen. Außerdem hatte Tai Angst, allein zu gehen, obwohl er Yolei deutlich sehen und sich eigentlich gar nicht verlaufen konnte.
„Sora, Joe, Yama, kommt endlich. Worauf wartet ihr?“
Tai drehte sich noch einmal um, doch die drei waren verschwunden. Wie war das möglich?
„Ähm… Mimi? Ich bin doch nicht verrückt, oder? Die anderen waren doch eben noch da…“
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Joe Kido

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Di Feb 14, 2017 11:12 pm

10. August
18:45 Uhr
Miyako & Joe


Immerhin schien sein Digimonpartner endlich so etwas wie Vernunft angenommen zu haben. Obwohl Gomamon immer noch den Kopf ziemlich tief hängen ließ, trottete er Joe hinterher. Er wirkte bedrückt, fast unzufrieden. Wieso war Goma nur so niedergeschlagen? Immerhin hatte der Blauhaarige auch sein Leben beschützt.
„Ist alles gut mit dir?“, fragte er daher vorsichtig und blieb für einen kurzen Moment stehen. Gomamon sah ihm nicht ins Gesicht, stattdessen, studierte er den dreckigen Boden unter seinen Füßen.
„Du bist heute so.... komisch.“, gab das Digimon zurück. „Ich mag das nicht.“
Schon zum wiederholten Mal wurde Joe vorgeworfen er habe sich verändert und immer noch konnte er kein Fünkchen Wahrheit in dieser Aussage erkennen. Ganz im Gegenteil, die Anderen schienen komplett den Verstand verloren zu haben, mit ihrem ständigen Retterkomplex. Bis auf Sora, die sich durauch vernüntig verhalten hatte, wenn auch total abweisend. Wobei wenn Joe genau darüber nachdachte, war sie sogar richtig gemein gewesen, fast sogar hasserfüllt. Kaum wieder zu erkennen.
„Was sagst du zu Sora?“, fragte Joe vorsichtig. Irgendwie machte ihm die mögliche Antwort angst. Was wenn seine Freunde doch recht behalten hatten? Irgendwo hinter sich konnte der Blauhaarige die Stimmen von Jolei und Hawkmon hören.
„Sie war auch anders. Dieses Labyrinth. Es macht euch krank. Meinst du sie hätte Byomon normalerweise so behandelt?“, gab Gomamon schnell zurück und setze sich wieder in Bewegung.
Bevor Joe weiter antworten konnte, gab es plötzlich ein lautes Rumpel und die Wand zu seiner Linken setzte sich in Bewegung. Mit erhobenen Armen fiel er gegen die Wand auf der Anderen Site und knallte hart mit der Schulter gegen den kalten Stein.
„Die Wände Joe! Sie bewegen sich.“, hörte Joe sein Digimon schreien. Hastig stieß er sich wieder ab, packte Gomamon und drückte ihn fest an seinen Oberkörper. Dann rannte er blind los. Immer noch bewegten sich die Mauern hin und her, vor und zurück, fast so als ob sie eine neue Position suchen würden. Kein Wunder, dass sie sich vorhin so schnell verirrt hatten. Da brachten auch Mimis Taschentücher nicht viel.
Joe stolperte weiter vorwärts und wurde ziemlich hart von Jolei angerempelt, die an ihm vorbei rannte. Im nächsten Augenblick blendete ihn grelles Licht. Erschrocken sah er sich um stellte fest, dass er am Ende des Tunnels ein Ausgang offen stand. Das war ihre Chance.
Schnell rannte er weiter, genau auf Miyakos Stimme zu, die ihm den Weg aus dem Labyrinth zu weisen schien. Kurz darauf stand er endlich im Freien und blinzelte verwirrt in alle Richtungen.
„Miyako?“, fragte er und sah sich um. Zu seiner Erleichterung, stand das Mädchen, nur wenige Schritte von ihm weg. Plötzlich zuckte wieder ein stechender Schmerz durch seine Schläfe und er musste Gomamon absetzen um mit den Händen über die Stelle zu streichen.
„Joe geht es dir gut?“, fragte das Digimon schnell, doch der Schmerz war schon wieder verschwunden.
„Ja alles gut denke ich. Wo sind die Anderen?“, hastig warf Joe einen Blick über seine Schulter, doch konnte niemanden entdecken. „Miyako? Hast du die Anderen gesehen? Gehts dir gut?“ Schnell ging der Blauhaarige zu ihr legte eine Hand auf die schmale Schulter. Als er sicher war, dass sie sich nichts getan hatte, wandte er sich zurück zum Eingang. „Matt? Tai? Seid ihr da?“, rief er zum Eingang und sah dann zu Gomamon runter. „Ich hoffe sie finden raus, sonst müssen wir wieder rein und sie suchen. Wer weiß was ihnen ansonsten passiert? Da drinnen sind bestimmt viele gefährliche Digimon.“ Goma lächelte nur zufrieden und nickte.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Do Feb 16, 2017 3:33 pm


10. August
18:45 Uhr
Mimi, Miyako, Taichi, Yamato, Sora, Joe



Noch während er versuchte ein Gespräch mit Mimi und Miyako zu führen, die anscheinend die Einzigen waren, die noch bei klarem Verstand waren, eskalierte die Situation weiter. Etwas, was Yamato so nicht für möglich gehalten hätte. Wie konnte bloß alles einfach immer noch schlimmer werden?
„Wir wissen nicht mal, wie es jemand schafft die Wappen auszutauschen“, wandte sich Yamato an Biyomon, das nun ihm folgte. Verübeln konnte er das dem kleinen Vogel wirklich nicht. Sora war geradezu unheimlich. Sie war nicht sie selbst und die vernichtenden Blicke, die sich um sich warf, schmerzten.
Tai hingegen schien sich wenigstens irgendwie an der Unterhaltung beteiligen zu wollen, allerdings klappte das auch eher schlecht als recht und Yamato verdrehte die Augen. „Das tut hier überhaupt nichts zur Sache!“, informierte er Taichi ungehalten, als dieser ihn kurzer Hand zu einem Experten in Sachen schlechte Laune ernannte.
Und dann war da noch Joe. Den Yamato so gut es ging zu ignorieren versuchte, während der ihm Gemeinheiten an den Kopf warf. Die Hände ballte er mittlerweile zu Fäusten. Denn der Drang Joe einfach eine zu verpassen stieg mit jedem Wort, das dieser von sich gab. Und dennoch bestätigt auch jedes Wort immer mehr den Verdacht, dass die Wappen ihrer Freunde nicht funktionierten und vermutlich sogar umgekehrt worden waren. Denn sonst würde Joe sie niemals so behandeln.
„Ignorier ihn“, wies er Mimi an, als Joe nun auch noch sie beleidigte. Das musste gesessen haben. Immerhin kamen die beiden sonst ziemlich gut mit einander aus.
Seinem eigenen Vorsatz wurde der Blonde jedoch ziemlich schnell untreu, als die nächste Anschuldigung an seine Ohren drang. „Dass wir Izzy verloren haben war nicht unsere Schuld!“, fauchte er Joe an. Jeder hier musste doch wissen, dass sie ihren Freund nicht einfach so im Stich gelassen hatte. Wenn es etwas gegeben hätte, dass sie hätten tun können, hätte sie es getan. Sora schlug in die gleiche Kerbe, was noch schlimmer war. Beinahe hilflos starrte er Sora an. Sie sollte ihn von allen hier Anwesenden am besten kennen und wissen, dass er es selber kaum ertrug, dass sie Izzy verloren hatten.
Dass sie verschlug ohne Takeru und die anderen einen Weg nach draußen zu finden macht es nicht besser. Das Mädchen, in der er verliebt war, hätte nie von ihm erwartet, dass er seinen Bruder zurückließ. „Oder wir teilen uns auf“, versuchte Yamato einen verzweifelten halbwegs sinnvollen Vorschlag zu machen. „Ihr schafft die drei hier raus und…“
Ein Streit zwischen Sora und ihrem Digimon unterbrach seine Ausführung und er wandte den Blick wieder zu ihr um. Gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, dass sie sich auf eigene Faust auf machen wollte. „Wartet hier“, wies er Mimi an und beeilte sich Sora einzuholen, bevor sie sie in dem Irrgarten aus den Augen verlieren würden. Denn jemanden alleine hier herum irren zu lassen war sicher nicht gut.
Nur am Rande bekam Yamato mit, wie auch Joe sich selbstständig auf dem Weg machen wollte. Hoffentlich war jemand so geistesgegenwärtig und folgte auch ihm. Yamato jedenfalls war Sora auf den Fersen und holte sich auch gerade ein, um sie daran zu hindern einfach weiter zu laufen. Zum Glück eilten Garurumon und Biyomon ihm ebenfalls nach, was Yamato wenigstens ein winziges Gefühl der Sicherheit gab.
„Sora, jetzt warte! Es ist alleine viel zu gefährlich“, rief er ihr nach und schaffte es sie gänzlich einzuholen. Er griff nach ihrem unverletzten Arm um sie zum Anhalten zu zwingen. Er zuckte vor Soras Reaktion zurück, auch wenn er keine freundliche erwartet hatte.
„Sie ist nicht sie selbst“, murmelte Biyomon, auch wenn er das längst wusste. Aber dennoch tat ihre Reaktion weh. Nichts desto trotz umklammerte er ihren Arm fester. „Vergiss es. Ich lass dich nicht los“, informierte er sie und schaffte es sogar ihr dabei ins Gesicht zu sehen. „Du kannst dich damit abfinden, oder dich weiter darüber aufregen. Aber wir beide bleiben hier drin zusammen.“ Nur weil sie sich gerade nicht wie das Mädchen benahm, das er kannte, hatte er sie ja nicht weniger gern. Und deswegen stand für Yamato fest, dass er bei ihr bleiben würde, ob es Sora nun passte oder nicht.
Ein Schrei ertönte und ließ Yamato zusammen zucken. Der Blickkontakt brach ab, weil er panisch zurück zu den anderen sah.
„Das war Miyako“, sagte Garurumon beunruhigt. Das wusste Yamato auch. Sie mussten zurück und sehen, ob es allen gut ging. Doch gerade, als er sich umdrehte, begannen sich die Wände zu verschieben. Ohne lange darüber nach zu denken, setzte er sich in Bewegung und zerrte Sora hinter sich her. Dass sie sich dagegen sträubte war ihm egal. Wenn sie wieder bei klarem Verstand war, würde sie sich über sich selbst ärgern und den Gedanken nicht ertragen, dass sie sich nicht um ihre Freunde gekümmert hatte. „Bleibt zusammen!“, rief er den beiden Digimon zu, während sein Blick fest auf den Weg gerichtet war, der sie zu den anderen führen würde. Sie mussten es schaffen. Nur noch ein bisschen!
Schlitternd kam Yamato zum Stehen, als die Wand genau vor ihnen die letzte Lücke verschloss und so den Weg zu den andere versperrte. „Verdammt!“, fluchte Yamato und schlug mit der freie Hand gegen die Mauer, die ihnen den Weg versperrte. Schmerz durchzuckte ihn und er schloss kurz die Augen um zu versuchen einen klaren Kopf zu behalten.
„Tai? Mimi? Alles okay bei euch?“, versuchte er Kontakt aufzunehmen und wandte sich dann frustriert von der Wand ab. „Das bringt nichts. Wir müssen einen anderen Weg zu ihnen finden.“
Das waren bescheidene Aussichten angesichts der Tatsache, dass Sora ihn gerade verabscheute. „Am besten klettern wir auf Garurumon“, erklärte er ihr. Das ging jedenfalls schneller.




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Takeru Takaishi

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mo Feb 20, 2017 10:03 pm

10. August
18:55 Uhr
Daisuke, Hikari, Takeru



Was ging in diesem Labyrinth nur vor? Und vor allem, was war in den Brünetten gefahren? Wie konnte Daisuke so etwas nur sagen? Eine Zwecksgemeinschaft… Was fiel ihm ein?
Das letzte Mal als Takeru so eine Wut auf einen Menschen verspürte, fing er gleich darauf eine Prügelei mit Ken an, welcher damals noch als Digimonkaiser bekannt war. Und auch jetzt war er kurz davor gewesen, dem Brünetten eine zu verpassen, denn dieser hatte einfach nicht das Recht so über seine Freunde zu sprechen und erst recht nicht, so mit seinem Partner umzugehen!
Doch Hikari kam ihm zuvor. Und als hätte der Schlag seiner besten Freundin, welcher das Gesicht des Brünetten traf, einen Schalter umgelegt, war plötzlich jede Hoffnung in Takeru verschwunden. Jeder noch so kleine Funke Hoffnung war einfach ausgelöscht. Alles schien auf einmal aussichtslos. Warum waren sie überhaupt hier? Was haben sie sich gedacht? Dass sie die Digiwelt ein weiteres Mal retten könnten? Sie hatten es doch beim letzten Mal bereits nur gerade so schaffen können…

„Lass gut sein, Kari“, meinte er und legte ihr sanft seine Hand auf ihre Schulter. „Er hat Recht. Es hat keinen Sinn.“ Der Blonde senkte seinen Kopf und ein mächtiger Kloß machte sich in seiner Brust breit. Er fühlte sich plötzlich so hilflos. Was sollten sie denn schon ausrichten? Sie waren doch bloß ein paar Kinder. Kinder… Genauso fühlte er sich gerade. Jahre zurückversetzt, als wäre er wieder acht Jahre alt und völlig unerfahren, als wenn er all die Erfahrungen in der Digiwelt mit seinen Freunden nie gemacht hätte. So als ob er wieder der kleine weinerliche Junge wäre, der den anderen immer nur im Weg stand und selber nichts anrichten konnte.
Seine blauen Augen begannen zu brennen und salzige Tränen stiegen in diese, welche er jedoch noch zurückhalten konnte. Kraftlos schlug er seine Hand gegen die Wand und stützte seine Stirn gegen diese. „Es tut mir so leid, Patamon“, flüsterte er mit zittriger Stimme. „Wir haben keine Chance. Es gibt keinen Ausweg.“
Patamon, welches sich bereits zurück digitiert hatte, flog verwirrt auf seinen sonst so positiv eingestellten Partner zu. „T.K, was ist los mit dir?“
Takeru wagte es nicht seinem Partner in die Augen zu sehen, stützte seinen Kopf in seine Hände und schüttelte diesen fassungslos. „Wir können euch nicht helfen, das ist einfach zu viel.“
Das orangefarbene Digimon konnte den Sinneswandel seines Freundes nicht verstehen und setzte sich auf den Hut des Blonden, wie es dies so oft tat, und blickte fragend zu ihm runter.
„Matt hatte recht“, begann er nach kurzem Schweigen, „wir hätten draußen bleiben sollen.“
Takeru spürte wie sein Partner seinen Kopf wieder verließ, drehte sich um und sah in zwei große, runde Augen. Er wollte wegschauen, aber der zweifelnde Blick seines Freundes schien ihn dazu zu zwingen, ihn anzusehen. „Takeru, ich erkenne dich nicht wieder“, meinte das Digimon, das in der Höhe seines Gesichtes flatterte. „Was ist passiert?“
Er zuckte nur mit den Schultern, er wusste es ja selbst nicht. Er war derjenige gewesen, der in das Labyrinth vorgestürmt ist und nicht nur tatenlos rumstehen wollte. Und trotzdem wirkte alles mit einem Mal so aussichtslos. Er fand einfach keine Lösung für diese Situation. Am liebsten wäre er einfach umgekehrt und nach Hause gegangen. Wäre er doch einfach in seinem Zimmer geblieben und hätte ein Nickerchen gemacht, wie er es eigentlich vorhatte.
„Matt meinte doch, du sollst auf Kari aufpassen“, erinnerte das geflügelte Wesen ihn leise an die Worte des älteren Blonden – natürlich hatte es mitbekommen, wie Yamato dies zuvor seinem jüngeren Bruder zugeflüstert hatte. Takeru blickte zu seiner besten Freundin. Kari… Was sollte er schon ausrichten? Wie könnte er sie beschützen, wenn er sich ja nicht einmal selbst im Griff hatte? Wahrscheinlich war sie ohne ihn sowieso besser dran.
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Mimi Tachikawa

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mi Feb 22, 2017 9:42 pm


10. August
18:55 Uhr
Taichi & Mimi

Übelkeit stieg in der Tachikawa auf, während sie die Geschehnisse rund um sich herum über sich ergehen ließ. Sie verstand nicht, was los war und sie war allmählich genervt von der Situation. Ihre Freunde verhielten sich nicht einfach komisch, sie waren wir ausgewechselt. Sora, ihre beste Freundin, lehnte die Jüngere komplett ab, Taichi, ihr großer Schwarm, wirkte wie ein verängstigtes Kind und Joe, einer ihrer besten Freunde dachte nur an sich und ließ seine Freunde im Stich. Die junge Frau wusste nicht, was sie davon halten sollte, doch sie bemerkte, dass sie allmählich Kopfschmerzen davon bekam. So drückte sie ihre Fingerspitzen an die Schläfen und versuchte sich für den ersten Moment erstmal zu sammeln. Doch besonders einfach war es nicht. Als Miyako hektisch wurde und an ihnen vorbeistürmte, als Sora und Yamato verschwanden und Joe der Inoue folgte, spürte sie die Hand von Taichi an ihrem Handgelenk. Seine Hand fühlte sich eisig an. Dabei war er ein temperamentvoller Mensch, der stets dem Mut gefolgt war und immer handelte. Doch nun schien er wirklich verängstigt zu sein. Sie begann, dieses Gebäude zu verfluchen. Allerdings musste auch sie feststellen, dass ihre Freunde plötzlich verschwunden waren. „Sie waren doch noch da…“, murmelte nun auch Palmon. Mimi biss sich auf die Unterlippe. Unter anderen Umständen hätte sie sich gefreut, mit Taichi alleine zu sein. Andererseits waren sie in einer ganz anderen Situation. Verunsichert sah nun auch sie zu ihm auf, jedoch ohne das typische Gefühl der Sicherheit zu bekommen. „Nein… bist du nicht…“, antwortete sie auf seine Frage. Allerdings wusste sie nun auch nicht weiter. Es war, als hätte sich erneut eine Wand vor sich geschoben. „Wir müssen einen anderen Ausweg finden…“, murmelte sie.

Automatisch griff sie nach Taichis Hand und verhakte diese mit ihrer. Irgendjemand musste handeln und sie hatte nicht das Gefühl, dass dies Taichi sein würde. Vielsagend sah sie zu dessen Digimon-Partner, der womöglich all seine Hoffnungen in die Tachikawa setzte. „Dann suchen wir eben einen anderen Weg…“, meinte sie nur und setzte sich in Bewegung. Dabei zog sie den Yagami einfach mit sich. Diesem traute sie nämlich zu, dass er sich in eine ganz andere Richtung bewegen und womöglich noch in Panik geraten könnte. Sie mussten dringend hier rausfinden, damit der Braunhaarige wieder zu seinem alten Wesen fand. So hoffte sie zumindest, dass dies an der frischen Luft wieder der Fall sein würde. Daher schritt sie weiter und lief einfach drauf los, ohne ein wirkliches Ziel zu haben. Allerdings blieben sie nicht lange unbemerkt, als ein neues Digimon oder was auch immer die beiden angriff. „Schon wieder so ein Vieh!!“, sprach sie erschrocken aus. Ihr Blick ging zu Palmon, welchem sie zunickte. Im nächsten Moment leuchtete auch das Digivice der Tachikawa auf und hüllte ihren Partner in helles Licht.

Ein Kampf zwischen den beiden Wesen entbrannte und Mimi sah zu Taichi. Auffordernd blickte sie ihn an, bemerkte aber, dass er irgendwie gehemmt war. Also Togemon zurückgedrängt wurde, wurde sie wütend. „Unternimm‘ was, Taichi! Lass Agumon mitkämpfen!“, schrie sie den Träger des Mutes erbost an. Doch noch rührte er sich nicht. Daher löste sie sich auch einfach von ihm und lief näher zum Kampf. „Togemon, du schaffst es!“, schrie sie ihrem Digimon zu, damit es noch etwas Kraft sammeln konnte. Togemon stemmte sich gegen das fremde Digimon, als es hinter Mimi krachte. Diese zuckte erschrocken zusammen. „Mimi! Pass auf!“, hörte sie ihren Partner sagen. So drehte sich die junge Frau um und weitete ihre Augen. Ein weiteres, angriffslustiges Wesen stand hinter ihr, gab einen schrillen Laut von sich, bevor es zum Angriff ansetzte.
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Sora Takenouchi

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   So März 05, 2017 1:29 pm


10. August
18:45 Uhr
(Mimi, Miyako, Taichi,) Yamato, Sora(, Joe)


Das sich die Gruppe nun doch sichtlich verkleinerte störte Sora recht wenig. Jedoch war sie die einzige, deren Intention nicht darin lag, zusammen weiterzuziehen. Aber ebenso war sie nun auch nicht sonderlich begeistert, dass Yamato zusammen mit Garurumon und Biyomon ihr doch folgten. Wie sollte sie es nur noch deutlicher machen, dass sie keinen von ihnen bei sich haben will? Sie versuchte zwar mit etwas schnelleren Schritten genau dem zu entgegen, jedoch offensichtlich erfolglos.
Wenige Sekunden später holte Yamato sie bereits ein, und zwang sie wenig unsanft dazu stehenzubleiben. Was sie sich nicht bieten lassen wollte, sie versuchte sich mit zerren von ihm zu lösen und ihren Weg schließlich alleine fortzusetzen. Doch Yamato ließ diesen Versuch kläglich scheitern. Egal wie sehr sie sich versuchte zu wehren, es wollte nicht klappen. „Lass mich endlich los!“ fauchte sie nur noch, auch wenn dies ebenfalls wenig brachte. Als er ihr dann eindeutig klar machte, dass er sie nicht loslassen würde, wurde sie etwas ruhiger. Nicht weniger wütend, lediglich gab sie auf, sich von ihm loszureißen. So strafte sie Yamato mit einem Blick, der sprichwörtlich töten könnte, etwas was wohl noch nie jemand von der Orangehaarigen zu sehen bekommen hat. „Ich habe es wohl noch nicht deutlich genug gesagt… Ich will meine Zeit weder mit dir noch mit sonst jemanden von euch verbringen.“ Erklärte sie. Wissentlich das jedes ihrer Worte den Blonden verletzen würde. „Ihr könnt mich nicht zwingen, bei euch zu bleiben, während das einzige was ich für euch empfinde Hass ist…“ kurz hielt sie inne, ehe sie selbst ihren Blick kurz abwand, ihre folgenden Worte wurden wesentlich ruhiger und bei weitem nicht so bissig, jedoch wird das von der Bedeutung dieser mehr als genug übernommen, „Ich hasse dich… Ich hasse euch alle.“ Als sie nach diesen Worten wieder den Blick von Yamato suchte, wurde ihr erst bewusst, was Worte doch für starke Waffen waren, jedoch konnte sie es einfach nicht bereuen was sie gesagt hat.
Im Gegensatz zu den Digimon, wobei Biyomon diese Worte sichtlich tief trafen. Sora trug doch das Wappen der Liebe in sich, wie konnte sie es nun übers Herz bringen so etwas zu denken geschweige denn sogar auszusprechen. Ungläubig schüttelte der rosa Vogel sich, es muss sich doch verhört haben. Aber langsam musste das Digimon doch einsehen, dass hier etwas vor sich ging, womit wohl keiner jemals gerechnet hat. „Egal was hier passiert… ich will sofort, dass es aufhört.“ Murmelte das sonst so fröhliche Digimon vor sich hin, welches innerlich viel zu sehr mit dieser Situation zu kämpfen hatte.

Jedoch lenkte der nicht zu überhörbare Schrei alle Parteien ab, selbst die momentan gleichgültige Sora schenkte ihre Aufmerksamkeit der Richtung aus der Schrei kam. Noch bevor Sora einen Gedanken daran verschwenden konnte, warum sie das überhaupt interessierte lief Yamato bereits los und zog sie mit sich mit. Anfangs stolperte sie ihm eher nach, da sie nun doch kein Interesse daran hatte, wieder zu den anderen zurückzugehen, jedoch musste sie einsehen, dass es keinen Sinn machte, sich zu wehren, weshalb sie problemlos mit Yamatos Tempo mithielt. Jedoch konnte sie bereits abschätzen, dass sich die Wand viel zu schnell verschob, als dass sie noch zu den anderen kommen würden und so reduzierte sie ihr Tempo bereits, um nicht so wie Yamato ins Schlittern zu geraten.
Skeptisch beobachtete sie Yamato, allein sein Schlag gegen die Wand tat dem Mädchen irgendwo im Herzen weh. Gepaart mit der Verzweiflung, welche ihm ins Gesicht geschrieben war, war dies ein Anblick, den die Orangehaarige nicht ertragen konnte. Leise hauchte sie ein „Yamato…“ doch bevor sie nur noch ein weiteres Wort über ihre Lippen brachte, wurde der kleine Funken der alten Sora, welcher wieder zu leuchten anfing direkt wieder gelöscht, sodass sich wieder dieser dunkle Hass in dem Mädchen breitmachte.
„Sie zu suchen macht wenig Sinn.“ Erklärte sie, mit dem bereits bekannten schnippischen Ton, während sie sich wieder von ihm abwand. „Das einzige was ich will, ist hier raus kommen. Und wenn du kein Interesse hast, dieses schreckliche Labyrinth zu verlassen, dass bitte ich dich, mich endlich loszulassen und rausgehen zu lassen.“ Schlug sie ihm vor, während sie skeptisch das Digimon begutachtete, auf welchem Yamato den Weg fortsetzen wollte. „Und ich werde garantiert nicht auf das Ding da steigen.“ Stellte sie kurz klar, „Schließlich bin ich ja in der Lage selbst zu laufen.“, es kam für sie nicht mal ansatzweise würde sie einen Gedanken daran zu verschwenden, in so einer Art Hilfe von Yamato oder den Digimon anzunehmen, zumindest kam ihr das momentan so vor, als würde Yamato sein Bestes geben sie zu bemuttern, eine Eigenschaft die sonst immer ihr zugeschrieben wurde und welche sie nun auf sich angewendet regelrecht verabscheute.
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Taichi Yagami

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mo März 06, 2017 1:40 pm

10. August
18:55 Uhr
Taichi & Mimi

Tai war nach Schreien zumute. All diese Erwartungen, die an ihn gestellt wurden. Sicher, er war einmal mutig gewesen und ungestüm und hatte nicht darüber nachgedacht, was er tat. Aber nun war er älter und einfach vorsichtiger. Er hätte sich einfach durchsetzen sollen, dann wären sie jetzt nicht in dieser Situation. Hätte er ordentlich auf den Tisch gehauen, wären sie nicht in dieses Labyrinth gegangen. Wie hatte er nur so dumm sein können, als erster dort hinein zu stürmen? Nun hatten sie den Salat. Mimi und er waren vollkommen allein, sie hatten keine Ahnung, wo ihre Freunde waren oder in welche Richtung sie nun gehen sollten. Es war dunkel und unheimlich und hinter jeder Ecke konnte ein neuer Feind hervor schießen und ihnen das Leben noch schwerer machen, als es gerade ohnehin schon war.

„Schon wieder so ein Vieh!“, rief Mimi plötzlich aus, als eben genau so ein Feind natürlich in diesem Moment auftauchen musste. Das war so klar.
„Mir reichts. Ich will hier raus!“, sagte Tai verzweifelt und konnte nur schwer gegen den Drang, wegzulaufen, ankämpfen. Wo sollte er auch hin? Soweit er das beurteilen konnte, gab es hier sowieso keinen Ausweg. Allerdings hatte er auch nicht gerade Lust, sich von dem feindlichen Digimon angreifen oder gar verletzen zu lassen. Oder Schlimmeres!
„Unternimm was, Taichi! Lass Agumon mitkämpfen!“, wurde er von Mimi aufgefordert, deren Digimon bereits digitiert war und kämpfte.
Unsicher schaute der Braunhaarige zu seinem Digimon hinunter. Agumon war kämpfen ja gewöhnt. Es wusste, was zu tun war. Da war es doch unnötig, mit ihm zu reden und ihm Anweisungen zu geben.
„Tai. Ohne dich kann ich nicht digitieren“, sagte es flehentlich. Der Junge wusste das ja. Und wenn er Mimi und Togemon dabei zusah, wie sie gegen das feindliche Digimon kämpften, spürte er, dass er etwas tun musste. Dass er ihnen helfen musste. Doch er fühlte sich wie gelähmt. Er zitterte und hatte Angst.

„Mimi. Pass auf!“, schrie auf einmal Togemon und dann bemerkte auch Tai, dass seine Freundin gerade von einem weiteren Digimon angegriffen wurde.
„Kleine Flamme!“ Agumon preschte vor und griff den Feind an. Doch das Digimon zeigte sich davon wenig beeindruckt. Es ließ von Mimi ab und griff stattdessen Agumon an, das sich erbittert wehrte, aber nicht wirklich eine Chance hatte. Schon nach kurzer Zeit schien es am Ende seiner Kräfte zu sein. Erschöpft schaute es zu seinem Partner.
„Tai… bitte… wir brauchen dich. Du kannst das… ohne dich geht es nicht…“, keuchte es, während es kraftlos versuchte, wieder auf die Beine zu kommen. Das war doch zum verrückt werden. Sie glaubten alle an ihn und setzten auf seine Hilfe. Auch wenn die Angst in ihm unerträglich war, musste er sich endlich zusammen reißen. Er musste dagegen ankämpfen. Ohne ihn war Agumon verloren und das durfte er nicht zulassen. Das alles hier machte überhaupt keinen Sinn, er war nicht wirklich der Feigling, den er hier gerade gezwungenermaßen gab. Das musste endlich aufhören!
Tai zog sein Digivice aus seiner Hosentasche und richtete es auf Agumon. Sofort begann es zu leuchten und digitierte zu Greymon. Zu neuer Stärke gelangt, kämpfte es weiter gegen das feindliche Digimon. Tai lief hinüber zu Mimi.
„Geht es dir gut? Bist du verletzt?“
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mo März 06, 2017 5:54 pm

10. August
18:45 Uhr
Yamato & Sora



Wirklich das einzig Gute an dieser Situation war, dass Sora aufgehört hatte sich zu wehren. Allerdings war es nicht wie erhofft zu einem Sinneswandel gekommen. Alleine die Art, wie sie ihn ansah sorgte dafür, dass ihm kalte Schauer über den Rücken liefen. Und nun war er auch noch mit Sora alleine. Etwas, das er sonst ausnahmslos immer begrüßte. Aber das hier war nicht gut. Sie hatte gesagt, dass sie ihn hasste. Yamato wusste ganz genau, dass das nicht der Fall war. Gut, sie hatten noch nicht ganz genau spezifiziert, wie sehr sie ihn mochte. Aber er ging von etwas aus, das doch ziemlich gut war. Und obwohl Yamato wusste, dass Soras Worte nicht ihre eigenen waren, konnte er nichts dagegen tun, dass sie wehtaten.
„Sie meint es nicht so“, murmelte Garurumon, dem vermutlich aufgefallen war, wie sehr Soras Aussage ihn getroffen hatte. „Ich weiß.“ Alleine Yamatos Tonfall machte deutlich, dass er nicht weiter auf das Thema eingehen wollte. Besser, er ignorierte die Situation so gut es ging. Denn eine Diskussion schien hier ja auch nicht weiter zu helfen. „Wir bringen sie hier raus und finden einen Weg, wie sie wieder normal wird.“ Als würde er sie in diesem Zustand lassen. Er mochte Sora dafür viel zu gerne und er wollte die alte Sora zurück. Um jeden Preis. Gerade jetzt, wo es so gut zwischen ihnen lief und er der Meinung war, dass es nicht mehr lange gedauert hätte, bis sie es offiziell gemacht hätten. Aber in diesem Zustand war daran nicht mal ansatzweise zu denken.
Erst, als Soras leise Stimme an sein Ohr drang, wandte sich Yamato ihr wieder zu. Das, was ihn hatte aufhorchen lassen war ihre Stimmlage gewesen. Die hatte nämlich nicht so kalt und abweisend geklungen, als alles, was sie bisher von sich gegeben hatte. „Sora?“ Er hörte sich verzweifelt und hoffnungsvoll zugleich an. Und er war sich ziemlich sicher, dass es nicht viele Menschen gab, die das hervorrufen würden.
Der kleine Hoffnungsschimmer wurde jedoch direkt wieder ausgelöscht, als Sora zu ihrem neuen Ich zurückkehrte und sich wieder vor ihm verschloss. Resignierend seufzte Yamato. „Wir suchen sie ja auch nicht. Wir bringen dich hier raus“, stimmte er zu und wartete darauf, dass sie seiner Aufforderung nachkam. Allerdings war Sora wohl eben so wenig scharf darauf, den Weg auf Garurumon fortzusetzen, wie Taichi. Nur aus anderen Gründen.
Eigentlich war Ärger eine Emotion, die noch nie für Sora gepachtet gewesen war. Aber langsam sickerte sie ihn ihm durch. „Das Ding da ist Garurumon und es bringt dich hier raus“, entgegnete er nun ebenfalls schärfer. Mit der freien Hand fuhr er sich genervt über das Gesicht. Sicherlich er war es nicht das Beste, sie auf gleicher Ebene anzufahren.
„Nicht streiten“, versuchte Garurumon dazwischen zu gehen, wurde jedoch von Yamato übergangen. „Und hier raus ist das, was du gerade dringend nötig hast. Ich hoffe nämlich, dass du dann endlich wieder normal wirst!“ Die beiden Digimon wechselten besorgte Blicke, die Yamato ebenfalls ignorierte. „Ich weiß nicht, was mit euch passiert ist, aber so könnt ihr nicht bleiben.“ Wenn sie so bleiben würde, würde ihm das das Herz brechen, das stand fest. Wenn es etwas gäbe, was er tun könnte, dann hätte er es schon längst versucht. Nur hatten sie keine Ahnung, wie man damit umgehen sollte, wenn die Wappen nicht mehr das machten, was sie sollten, sondern genau das Gegenteil. Jetzt wünschte er sich die Dunkelheit zurück, mit der er wenigstens umgehen konnte. Aus so einer Lage hatte er Sora schon einmal geholt. Aber das hier? Yamato war schier überfragt und dass er sie nun lieber hatte als vorher machte es nicht gerade einfacher.
„Kannst du nicht wenigstens versuchen, wieder du selbst zu werden?“, fragte er flehend. Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus, das nicht einmal durch die Digimon gebrochen wurde. Und dabei war zumindest Biyomon ansonsten sehr redselig.
Erst nach einer ganzen Weile meldete sich Garurumon zu Wort. „Wir bringen alles wieder Ordnung.“ Immerhin einer, der tröstender Worte hatte. Schweigend nickte Yamato und begann dann in die Richtung zu gehen, die ihm am besten erschien. „Wollte ihr nicht aufsteigen?“ „Ich kann sie nicht zwingen…“, entgegnete Yamato, der sich bewusst war, dass er das körperlich sehr wohl konnte. Aber das kam ihm ziemlich falsch vor. Es war schon schlimm genug, dass er das Mädchen, mit der er ausging, zwang mit ihm zu kommen. „Taichi hast du gezwungen.“ „Das ist was anderes. Sora ist…“ Sora war Sora und nicht Taichi, den er zwar auch mochte, aber nicht so.
Scheinbar war das allerdings etwas, was sowohl Garurumon als auch Biyomon nicht ganz nachvollziehen konnten.
„Vielleicht solltest du weiter mit ihr reden? Es könnte doch sein, dass du sie noch mal erreichen kannst“, schlug Biyomon vor. Etwas, das Yamato eher wie ein sehr verzweifelter Vorschlag vorkam. „Sie hat auf dich reagiert“, stimmte Garurumon zu. Einmal. Und das nur äußerst kurz. Yamato war sich nicht sicher, ob er es weiter versuchen wollte. „Was wenn sie nicht mehr reagiert?“, gab er zu bedenken. Die Frage beschäftigte ihn schon seit er bemerkt hatte, was mit Sora los war. Vielleicht gab es ja Weg um sie zurückzubekommen. Aber wenn sie nicht auf ihn reagierte, dann wollte er lieber nicht so genau wissen, wieso. Denn entweder bedeutete das nämlich, dass das Problem größer war, als sie dachten oder aber, dass sie ihn einfach doch nicht so gerne hatte, wie er hoffte.
„Versuch es wenigstens!“, drängte Biyomon und er warf Sora einen kurzen Blick zu, bevor er seufzte. Eigentlich waren ihm solche Gespräche gar nicht so recht vor den beiden Begleitern. Aber es wirkte auch nicht so, als wären die gerade bereit dazu, weg zu hören.
„Erinnerst du dich eigentlich an überhaupt irgendwas? Wie du sonst reagieren würdest?“, wollte Yamato wissen. „Du wärst die Erste gewesen, die sich um Taichi und Joe gesorgt hätte und um Izzy.“ Vermutlich wäre sie sogar fast krank vor Sorge gewesen. „Und du hättest mir vorgeschlagen, dass wir zusammen nach Takeru und den anderen suchen. Du hättest außerdem deine beste Freundin nie so angefahren. Du bist eigentlich froh, dass Mimi wieder da ist, weil du sie die ganze Zeit über vermisst hast. Eigentlich würdest du überhaupt niemanden verletzen wollen. Du bist der gutherzigste Mensch, den ich kenne. Dass du jetzt erst an dich denkst und alle anderen dir egal sind, passt überhaupt nicht zu dir. Und ich wette, dass du das tief in dir drin auch weißt. Bestimmt machst du dir eigentlich große Sorgen um alle“, vermutete Yamato und sah sie prüfend an um zu erkennen, ob irgendetwas davon überhaupt zu ihr durchdrang. „Aber vermutlich ist es dir vollkommen egal, was ich dir gerade erzähle“, stellte er resignierend fest und beschleunigte sein Schritttempo. „Ist es normalerweise aber nicht. Hoffe ich jedenfalls. Und wenn es so wäre, wäre das wirklich…“ Er suchte nach dem passenden Wort. „Ärgerlich.“ Nicht ganz die passenden Worte. Egal. „Weil ich nämlich bei dir bin. Obwohl mein kleiner Bruder weg ist und ich Izzy verloren habe und mein bester Freund mich braucht.“ Und trotzdem hatte er keine Sekunde gezögert ihr nachzurennen. Ob sein Wappen auch nicht ganz in Takt war? Das würde Taichi und Koushiro erklären, aber nicht Takeru. Und außerdem machte er sich viel zu große Sorgen um alle. Wäre sein Wappen auch beschädigt, würde er sich ganz sicher anders verhalten. Aber die Vorstellung Sora alleine hier herumlaufen zu lassen, war ihm unerträglich vorgekommen. Und eigentlich war ihm auch klar, wieso.
„Sora, ich…“ Alles in ihm schrie, dass das kein guter Zeitpunkt war. Das war sogar ein sehr miserabler Zeitpunkt um ihr zu sagen, wie gern er sie hatte. Aber andererseits redete er sonst nie so viel über solche Dinge mit ihr. Und vielleicht brauchte er ja eben eine außergewöhnliche Situation, damit er es endlich über die Lippen brachte.
Nur schien jemand anders, das eben auch nicht für eine gute Situation zu halten, denn noch bevor er irgendetwas Weiteres sagen konnte, bogen vor ihnen erneut feindliche Digimon um die Ecke und lenkten Yamato kurzzeitig von Sora ab. Bevor er allerdings die Lage begreifen konnte, hatte Garurumon sich schon schützend vor sie gestellt und begann die Angreifer zurück zu drängen. Allerdings war Yamato schnell klar, dass er Garurumon Hilfe gebrauchen könnte. „Sora, wir brauchen Biyomon!“ Er fasste Sora an den Schultern. „Alleine schaffte Garurumon das nicht!“ Jedenfalls nicht ohne weitere Digitation und die schien gerade eher auszubleiben. Eine Attacke sauste an dem Wolfdigimon vorbei, weswegen sich Yamato Sora und sich aus der Schussbahn schob. Er unsanft kollidierten sie mit der nächsten Wand. „Komm schon, Sora…“, flehte er, während sein Handgelenk schmerzhaft protestierte, seit es erneut Bekanntschaft mit der Wand gemacht hatte. „Wir brauchen dich… Ich brauche dich! Ich hab Izzy verloren, obwohl ich auf ihn aufpassen sollte. Tai ist nicht er selbst und das ist passiert, während ich dabei war. Ich habe keine Ahnung wo Takeru ist. Und Garurumon hat keine Chance. Ich brauche dich jetzt, Sora.“

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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mo März 06, 2017 8:26 pm

10. August
18:45 Uhr
Yamato & Sora

Nahezu jedes weitere Wort ihrer ungewollten Begleiter prallte an ihr ab, als wenn sie eine unsichtbare Mauer um sich herum gerichtet hat. Keines der Worte schaffte es zu ihr durchzudringen. Ebenso überhorte sie gekonnt jedes Wort der Digimon, auch wenn sie das Gesprächsthema war. Ihr Blick war stur nach vorne gerichtet, in der Hoffnung diesen dämlichen Ort endlich verlassen zu können und alle hier einfach hinter sich zu lassen.
Auch wenn ihr nicht entging, das Yamato ungewöhnlich gesprächig war, hielt sie es nicht für nötig ihm auch nur einen Funken Aufmerksamkeit zu schenken. Aber bei seinen Worten, welche in die Hoffnung getränkt waren, die „alte“ Sora wiederzubekommen. Nur war für Sora keine Änderung an ihrem Verhalten erkennbar. So fing die Mauer allmählich an zu bröckeln und auch wenn sie es nie zugegeben hätte, schenkte sie seinen Worten Gehör. Eine Antwort oder sonstige Reaktion blieb jedoch aus, was nur dieses Mal an ihrem momentanen Verhalten lag, sondern eher daran, dass sie sich aus seinen Worten versuchte sich etwas zusammenzureimen. Alles was er erzählte wirkte so unreal, so war sie nicht. Nein. Er musste sich das alles ausdenken. Alle anderen waren ihr schließlich mehr als egal. Aber warum nur? Eine Frage, die sie sich nicht selbst beantworten konnte. So musste sie feststellen, dass sich wohl auch in ihrem Gedächtnis einige Lücken gebildet hatte, es waren in ihrem Kopf nur unscharfe Bilder von vergangenen Tagen die sie nicht zuordnen konnte. Aber es war doch unmöglich, dass Yamato die Wahrheit sagte. Kurz wand sie ihren sturen Blick von dem Gang ab und musterte erst die beiden Digimon, die ihren Partnern nicht von der Seite wichen. Wenn Yamato lügt… warum reagieren die Digimon denn ähnlich? Und Mimi und Miyako gaben ähnliches von sich. Was war hier nur los? Es konnte nicht an ihr liegen, unmöglich! Sie konnte sich ihre Gedanken und Gefühle schließlich nicht selbst vormachen, nein. Der Strohhalm an den sie sich klammern konnte war nur Joe, der verstand sie jedenfalls. Nur bekam er ebenfalls ähnliche Sprüche von der restlichen Gruppe zu hören.
In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken einfach und sie schaffte es einfach nicht, einen Gedanken zuende zu denken oder ihn zu irgendwas zuzuordnen. Was war hier los? Und wie sollte sie hier nun reagieren? Wie hätte die „alte“ Sora, von der Yamato so viel erzählte, jetzt reagiert?
Als Yamato dann ihren Namen aussprach und einen Satz andeutete suchte sie zum ersten Mal, nach einer gefühlten Ewigkeit wieder seinen Blick. Warum schlug ihr Herz nun so schnell, schnell genug um ihre Brust zu zersprengen? Was war hier los? Und warum fühlte sie sich nun urplötzlich doch wieder in Yamatos Nähe wohl? Es störte sie ja nicht einmal mehr, dass er sie weiterhin festhielt. Irgendwas stimmte hier doch einfach nicht.
Doch bevor Yamato aussprechen konnte oder Sora gar ergründen konnte, vorher das nun kam, bekamen sie unangemeldeten Besuch. Jedoch war Sora nahezu versteinert, da in ihr in diesem Moment einfach zu viel aufeinander prallte, sodass sie gar nicht in der Lage war die gesamte Situation nur ansatzweise zu realisieren.

Garurumon warf sich jedoch bereits im nächsten Augenblick zwischen Ihnen und dem Angreifer, während das kleine Vogeldigimon ungeduldig darauf wartete auch endlich helfen zu können.
Hilflos schaute Sora zu dem Blonden auf, während dieser sie an die Schultern packte. Sie Sora die sie nun war, hätte diese Gelegenheit doch direkt genutzt um das Weite zu suchen, aber warum tat sie das nicht einfach. Sie könnte die 3 doch einfach ihrem Schicksal überlassen. Aber Yamatos Worte schienen nun endlich auf Resonanz zu stoßen. Nach Yamatos Bitten, erhob erneut Biyomon das Wort, „Bitte Sora.“ Kam es nur von dem kleinen pinken Vogel. Zögernd und beinahe komplett verunsichert schaute die Orangehaarige zu ihrem Partner. Das genau in diesem Moment eine Attacke des Feindes sich den Weg zu den Beiden bahnte passte zu der immer schwieriger werdenden Situation. Ohne eine Sekunde zu zögern beförderte Yamato ihn sowieso Sora aus der Schussbahn und rettete nicht nur sein Leben sondern auch ihres. Auch wenn es wohl wesentlich bequemere Arten gab, würde Sora sich nun garantiert nicht beschweren. Da sie sich reflexartig während des Fluges schutzsuchend näher an Yamato gedrückt hatte sowie ihren Kopf an seiner Brust vergrub hielt sie noch für eine Schreckenssekunde inne, während Yamato ihr erneut klar machte, was Sache ist. Er brauchte sie. Und seine Worte klangen verzweifelt. Nach einem kurzem stechenden Schmerz der ihren Kopf durchdrang, schaute sie zu ihm auf, um die Verzweiflung, die ihm ins Gesicht geschrieben war anzusehen. Ein Anblick der ihr nicht gefiel. Vorsichtig löste sie ihre Hand aus der nicht nennenswerten Umarmung und legte diese auf seine Wange, in der Hoffnung Yamato etwas zu bieten, sodass er sich besser fühlte. „Ich bin doch da.“ Sagte sie nur leise, mit einem leichten Lächeln auf den Lippen.
Jedoch wusste sie nicht einmal warum sie da war oder warum sie weg war oder warum Yamato auf einmal bei ihr war. Jedoch bekam sie nicht mal die Gelegenheit sich darüber Gedanken zu machen, schließlich war der Kampf zwischen Garurumon und dem unbekannten Monster wenig zu überhören. „Was… ist das?!“ erkundigte Sora sich, welche sich in kurzerhand in eine komplett andere Situation reingeworfen fühlte. Jedoch blieb die Zeit aus, sodass sie nur ansatzweise eine Erklärung bekommen könnte, zu offensichtlich war es das das Wolfsdigimon Hilfe brauchte. So löste sich Sora kurzerhand von Yamato und schaute sich suchend nach ihrem Partner um, welcher nur wenige Meter von den Beiden entfernt stand. „Biyomon, wir müssen Garurumon helfen!“ rief Sora kurzerhand ihrem Partner zu. Jedoch bekam diese von dem Digimon erst einen etwas verwirrten Blick zugeworfen, welcher sich aber binnen Sekunden verflüchtigte und die großen blauen Augen des pinken Vogels zu leuchten begangen. „Sora… du bist zurück.“ Gab das Digimon nur fröhlich von sich, ehe es entschlossen Sora zunickte, welche ihr Digivice direkt gezückt hatte.
So digitierte Biyomon zu Bidramon und unterstützte Garurumon im Kampf gegen das feindliche Digimon. In der Zwischenzeit wand Sora sich wieder Yamato zu, sie wusste, dass sie den Digimon vertrauen konnte und sie sich deswegen überhaupt erlauben durfte, sich vom Kampf abzuwenden.
„Was ist passiert? Bist du verletzt?“ erkundigte sie sich aufgeregt bei dem Blonden, schließlich würde sie es sich niemals verzeihen können, wenn sie zugelassen hätte, dass sie Yamato verletzt. Sie legte vorsichtig ihre Hand auf Yamatos Arm, während ein nicht allzu unbekannter besorgter Gesichtsausdruck ihr Gesicht zierte. Das es sie scheinbar irgendwie erwischt hatte blieb von ihr nicht unbemerkt, wie auch. Schließlich nahm sie auch den verletzten Arm, jedoch gab es nun wichtigeres als ihre Schmerzen und das war einfach Yamato.

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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Di März 07, 2017 11:30 am

10. August
18:45 Uhr
Yamato & Sora



Yamatos Blick flackerte von Soras verständnisloser Miene zu Garurumon, welches alleine nicht sonderlich viel ausrichten konnte. Das war ganz und gar nicht gut. Er biss die Zähne fester zusammen. Wieso versagte er auf ganzer Linie? Es musste doch möglich sein, überhaupt etwas richtig zu machen!
Eine Berührung an seiner Wange ließ ihn beinahe zusammenzucken. Mit großen Augen starrte er wieder Sora an. Seine Sora. Sie war zurück. Ihre gesamte Art schien wieder vollkommen verändert. Die Mimik, ihre Stimme, einfach alles. „Du bist zurück“, stellte er mehr als erleichtert fest und lehnte seine Stirn kurz gegen ihre.
Dem Blonden war durchaus bewusst, dass das hier nicht der richtige Moment dafür war, um innezuhalten und sich darüber zu freuen, dass Sora es geschafft hatte, wieder zurückzukommen. Also löste er sich etwas von Sora, ohne jedoch ihre Hand loszulassen. Dieses Mal war sein Griff allerdings wesentlich sanfter. Denn weglaufen würde sie ihm jetzt bestimmt nicht mehr.
Aber sie sprang sofort ein um ihnen im Kampf beizustehen, was Yamato sehr begrüßte, denn Garurumon benötigte dringend Unterstützung. Natürlich wäre Tai hier mehr von Vorteil gewesen, weil sie ein eingespieltes Team waren, was Kämpfe anging. Aber der war nun einmal nicht hier.
Zum Glück allerdings funktionierte es auch mit Bidramon die Oberhand im Kampf zu gewinnen. Aus sicherer Entfernung und im Schutze der Wand hinter ihnen beobachteten sie, wie ihre beiden Digimon es gemeinsam schafften, den Gegner zu besiegen.
Kaum, dass abzusehen war, dass der Kampf siegreich für sie ausgehen würde, drang Soras stimme an sein Ohr. Nur weil sie es war, ließ er den Kampf aus den Augen und musterte sie. „Du erinnerst dich an nichts mehr?“ Vielleicht war das sogar ganz gut so. Denn er glaubte nicht, dass sie das, was sie getan hatte, gut finden würde.
„Bei einigen von euch wurden anscheinend die Wappen umgekehrt. Du warst… nicht ganz du“, brachte er eine äußerst knappe Erklärung zu Stande. Es war besser, wenn er es bei so wenig Details wie möglich halten könnte. Alles andere würde sie nur unnötig fertig machen, stellte er fest. „Aber du bist wieder die Alte.“ Yamatos Miene wurde prompt weicher, als sie sich danach erkundigte, ob er verletzt wäre. Sein Handgelenk ignorierend schüttelte er den Kopf. Er war ziemlich gut darin, etwas zu überspielen. „Ich hab mir nur Sorgen gemacht“, gab er dann allerdings zu.
Aus den Augenwinkeln bekam er mit, wie ihre beiden Partner das feindliche Digimon immer mehr in die Ecke drängten. Aber das schien plötzlich zweitrangig. „Du hast mir wirklich einen Schrecken eingejagt. Tu das nie wieder“, ließ er Sora wissen und zog sie enger zu sich heran. Obwohl sie keine Schuld an der ganzen Sache trug, war sein Tonfall ernst. Er würde einfach nicht zulassen, dass das nochmal passierte.
Sora umklammerte ihn ebenfalls und plötzlich kam sich Yamato ein bisschen dämlich vor, weil er befürchtet hatte, sie könnte ihn doch nicht ganz so gern haben, wie er sie. Wenn sie ihn so anschaute, dann war er sich sogar ziemlich sicher, dass sie ihn sehr gern hatte.
Allerdings fiel ihm dann etwas ein. „Du bist verletzt! Du hast uns nicht nachsehen lassen“, erinnerte er sich und befreite sich aus der Umarmung um sich ihren Arm anzusehen. „Spiel es nicht runter. Sag mir, was du hast“, bat er sie in dem Moment, wo Bidramon und Garurumon ihren Gegner besiegten. Bloß wäre Sora vermutlich nicht Sora, wenn sie zulassen würde, dass er sich Sorgen um sie machte. Eigentlich hätte er schon vor seiner Frage damit rechnen müssen, dass sie versuchen würde, alles unter den Tisch zu kehren. Und das war nur einer der wenigen Wesenszüge, die er an ihr mochte.
Kopfschüttelnd betrachtete er Sora. „Ich liebe dich, Sora Takenouchi.“ Etwas erstaunt über sich selbst hielt der Blonde inne und musterte sie aus großen Augen, bevor er doch wieder verlegen den Blick senkte. „Das hätte ich schon längst sagen sollen.“ Nicht bloß in einem seiner Songs versteckt oder darauf hoffen, dass sie es längst wusste. Aber scheinbar war er erst dann richtig gut darin, über Gefühle zu sprechen, wenn er befürchtete, dass es zu spät war.






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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Di März 07, 2017 9:58 pm

10. August
18:45 Uhr
Yamato & Sora

Sie ist zurück? Aber war sie jemals weg? War es denn möglich weg zu sein und dann einfach wiederzukommen? Zumindest konnte Sora sich nicht daran erinnern, weg gewesen zu sein. Jedoch musste sie sich auch eingestehen, dass es sich so anfühlte, als wäre sie tatsächlich abwesend gewesen. Aber wieso ist sie dann nun bei Yamato? Es gab wohl einiges zu klären, jedoch schien dies nicht die passende Situation zu sein um sich mit ihrer Gedächtnislücke auseinander zu setzen. Schließlich hatten ihre Partner gerade mit dem Kampf ordentlich zu tun.
Yamato schaffte es mit seiner Frage direkt das anzusprechen, worüber sie sich wenige Sekunden zuvor den Kopf zerbrach. So schüttelte sie nur leicht den Kopf, „Leider nein…“ und auf ihre Antwort folgte sogleich eine sehr spärliche Erklärung der Situation von Yamato. Aufmerksam hörte sie ihm zu, jedoch fiel ihr es schwer, das alles zu verstehen. „Die Wappen wurden umgekehrt… aber wie?“ erkundigte sie sich erst, jedoch stolperte sie dann doch über etwas anderes. Bei euch? Das müsse doch heißen, dass es auch andere von ihren Freunden erwischt wurden. Und vor allem stand nun auch für Sora die Frage im Raum, wo diese sind. Aber nun war Sora zu beschäftigt damit, die momentane Situation zu begreifen. Sie war also wieder die Alte und das war ganz offensichtlich gut so. Aber was nun wirklich nicht gut war, war die Tatsache, dass sie Yamato Sorgen um sie machte und so plagte sie direkt ein schlechtes Gewissen, für welches sie nichts konnte und dennoch huschte ein kurzes „Es tut mir leid“ über ihre Lippen.
Und Yamatos folgende Aussage machte es wohl auch nicht besser. Sie wollte das doch nicht und das wusste Yamato wohl auch, da war Sora sich sicher, jedoch geisterte in ihrem Kopf nun doch der Vorwurf rum, dass es irgendwo doch an ihr lag. „Ich werde nächstes Mal besser aufpassen.“ Versprach sie ihm direkt mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, jedoch wusste sie nicht, wie genau sie das anstellen sollte, jedoch wollte sie Yamato das einfach nicht erneut antun, nachdem sie ihm deutlich eine gewisse Verzweiflung ansehen konnte, welche ihm ins Gesicht geschrieben war.
So ruhte sie in seinen Armen und bekam direkt das Gefühl an dem sichersten Ort zu sein, der wohl existierte. Yamato strahlte für die Orangehaarige einfach in diesem Moment so viel positives aus, sodass es ihr einfach beinahe Unglaubwürdig erschien, dass es wohl Augenblicke gab, in denen sie es nicht zu schätzen wusste. Vielleicht genoss sie seine Nähe deswegen einfach umso mehr. Aber auch seine Fürsorge, welche er direkt zeigte, als es um ihre Verletzung ging sorgte dafür, dass sich ein Lächeln auf ihren Lippen bildete. Es bewies ihr nur erneut, dass es einfach das Richtige für sie war, an seiner Seite zu sein, eine Erkenntnis, die sie schon lange hatte und immer wieder aufs Neue feststellte. Sie strich sich kurzerhand über den Arm und lächelte etwas, „Es tut nur ein bisschen weh, aber es wird nichts schlimmes sein.“ Erklärte sie, um Yamato etwas zu beruhigen. Es wäre schließlich nun eine unpassende Situation, sich um so etwas Sorgen zu machen, es gab einfach im Moment wichtigeres. Auch wenn sie damit vielleicht genau das tat, was Yamato schon abgesehen hatte. Wobei, sie sich auch eingestehen musste, ohne seine Bitte hätte sie wohl mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht einmal zugegeben, dass es noch schmerzte.

Jedoch wurde Sora von seinem folgenden Geständnis vielleicht etwas überrumpelt. Ihr erstes Date lag nun gut ein Jahr zurück und mittlerweile hatte Sora aufgehört zu zählen, wie oft sie sich noch trafen. Aber bisher kam es noch nicht dazu, dass sich einer der beiden traute dem jeweils anderen seine Liebe offen zu gestehen. Wobei Sora doch schon lange davon ausging, dass Yamato genau das für sie empfand, was sie schon vor einer ganzen Weile entdeckte. Aber warum hätte er es zuerst sagen müssen, schließlich hätte Sora auch endlich das sagen können, was sie fühlte. Vor allem, weil ihr Wappen das Wappen der Liebe war, damit ging sie doch der Verpflichtung einher in dieser Sache mit gutem Beispiel voran zu gehen. „Mach dir deswegen keine Gedanken.“ Beruhigte sie ihn lächelnd und ließ eine Hand auf seiner Wange ruhen, „Ich bin einfach froh, dass du es endlich gesagt hast!“ gestand sie ihm mit rosa gefärbten Wangen und einem warmen Lächeln. Und das war sie wirklich! In diesem Moment war sie wohl trotz der nach außen hin misslich wirkenden Lage hätte sie nun einfach nicht glücklicher sein können. „Ich liebe dich auch, Yamato Ishida.“ Gab sie ihm zurück, wobei sie feststellte, dass es sich noch gleich viel besser anfühlte es ebenfalls auszusprechen als es von der anderen Person zu hören.
Jedoch wurde der schlicht romantische Moment dann auch zerstört. Dieses Mal nicht von irgendetwas, was feindlich gesinnt war, nein, dieses Mal war es Biyomon. Nach dem erfolgreichen Kampf digitierte es wieder auf das Rookie Level zurück. Aber auch nur, weil es in dieser Größe wesentlich einfacher war, Sora nah zu sein, was der pinke Vogel in den letzten Minuten wohl fast so sehr wie Yamato vermisste. So quietschte es nur freudig „Sora!“ während es wenige Augenblicke später Sora von hinten um den Hals fiel. Die pinken Flügel legten sich von hinten um Soras Hals, während der fröhliche Vogel, der das doch eigentlich private Gespräch selbstverständlich mitbekam, seinen Kopf an Soras rieb, „Ich liebe dich auch, Sora!“ rief das Digimon fröhlich, welches die Schwere dieser Worte im vorherigen Zusammenhang von ziemlich unterschätzte. Jedoch entlockte genau dieses bekannte Verhalten ihres Partners Sora ein kurzes Lachen, gefolgt von einem Kopfschütteln, hinsichtlich der Tatsache, wie schnell der aufgedrehte Vogel das Blatt wenden konnte, „Ich dich doch auch Biyomon.“ Erklärte sie nur, während sie mit ihrer freien Hand kurz über Biyomons Kopf strich.
Ehe ein verlegenes Schmunzeln in Yamatos Richtung ging.
Daraufhin löste Sora sich langsam von Yamato, woraufhin Biyomon direkt die Gelegenheit nutzte Sora für sich zu beanspruchen und sie fröhlich trällernd von vorne umarmte und keine Anstanden machte Sora jemals wieder loszulassen, und beinahe reflexartig legte Sora dann auch ihre Arme um Biyomon, dies schien ihr einfach bequemer. „Du bist ja plötzlich so anhänglich.“ Stellte die Orangehaarige nur kurz fest, woraufhin sie einen unerwartet ernsten Blick ihres Partners zugeworden bekam, „Ich bin einfach nur froh, die alte und nette Sora wieder zu haben.“ Erklärte das Digimon, was direkt ein kurzes Seufzen aus Sora kitzelte, „Es muss ja wohl wirklich schlimm mit mir gewesen sein…“ interpretierte sie daraus direkt und war nun nicht allzu traurig, davon nichts mehr zu wissen. Jedoch fiel Sora im selben Augenblick etwas anderes wieder ein, „Yamato… du meintest vorhin, dass ich nicht die einzige gewesen bin, deren Wappen umgekehrt wurde. Wen hat es denn noch erwischt?“ erkundigte sie sich, ehe sie sich kurz in den dunklen und unheimlich stillen Gängen umschaute, „und viel wichtiger… wo sind die anderen hin? Du warst doch eigentlich bei Tai und Izzy, wenn ich mich recht erinnere… und Mimi, Miyako und Joe waren doch bei mir.“ Fing sie sich langsam an zu erinnern, jedoch setzte danach auch ihr Gedächtnis wieder aus. Mehr konnte sie nicht zusammenkratzen. Jedoch bereitete es ihr ziemlich große Sorgen, nicht zu wissen wo ihre Freunde waren und ob es Ihnen gut ging, nicht Herr über die Situation zu sein gefiel Sora gar nicht. Sie sah es einfach als Pflicht an, dafür zu sorgen, dass es den Menschen welche ihr am Herzen lagen gut ging und egal wie froh sie war, dass es Yamato gut ging, konnte sie sich wohl erstmal nicht komplett beruhigen solange sie ihre Freunde nicht in Sicherheit wusste. „Wir sollten schnellstmöglich zu den anderen zurück, vielleicht brauchen sie uns ja…“ schlug Sora vor, ohne zu wissen, dass es wohl nicht so leicht wie sie jetzt noch erwartet sein wird.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Die Wege des Labyrinths   Mi März 08, 2017 2:30 pm

10. August
18:45 Uhr
Yamato & Sora

Wie war eine wirklich gute Frage, auf die er noch keine Antwort hatte. Leider. „Das wissen wir noch nicht“,  gab Yamato zu. „Aber anscheinend ist es nichts Dauerhaftes. Oder wir haben nur rausgefunden, wie man es rückgängig machen kann.“ Hoffentlich war das bei Taichi und Joe auch gelungen. Nun, wo Sora wieder ganz sie selbst war, stieg seine Sorge um die anderen nämlich wieder erheblich.
Sofort bekam Yamato ein schlechtes Gewissen, weil er Sora vermeintlich eines gemacht hatte. „Du kannst nichts dafür.“ Und es wäre besser für die Person, die das zu verantworten hatte, wenn er sie nicht in die Finger bekommen würde. So viel stand fest!
„Wir sollten trotzdem besser auf Nummer sichergehen wenn wir hier wieder raus sind“, fand Yamato. Jedenfalls konnte es nicht schaden. Früher waren sie wesentlich sorgloser gewesen. Heute aber wusste Yamato auch, dass alles noch gefährlicher war, als sie damals angenommen hatten. Man konnte also wenigstens ein bisschen entgegen wirken.
Allerdings war das alles nebensächlich angesichts der Tatsache, dass er Sora endlich gesagt hatte, was er für sie empfand. Und anscheinend hatte er sich wirklich viel zu lange Zeit damit gelassen. Verlegen senkte er den Blick und konnte nicht verhindern, dass er rot wurde. „Tut mir leid, ich… hm?“, unterbrach er sich selbst, als Sora das Geständnis postwendend zurückgab und es nun an ihm war erstaunt und mit großen Augen aufzublicken. Dieser Zustand hielt jedoch nur äußert kurz an, bis sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht ausbreitete.
Sora liebte ihn also. Und sie war sicher niemand, der das leichtfertig sagte. Alleine das sorgte dafür, dass er von einem neuen Hochgefühl erfasst wurde. Wenn ihm jemand gesagt hätte, dass es sich so gut anfühlen würde, über seine Gefühle zu reden, hätte er es vielleicht schon früher getan. Wobei… nein, auch wenn es schön war, dass es endlich ausgesprochen war, war Yamato immer noch kein großer Fan davon, ständig darüber zu reden.
Wovon er allerdings ein großer Fan war, war Sora zu küssen. Und wenn nicht jetzt, wann dann? Er näherte sich ihren Lippen und hielt ertappt inne, als die Stimme von Biyomon an seine Ohren drang. Erneut färbten sich seine Wangen rot und er rückte sofort etwas von Sora ab, als ihr Digimonpartner sich an sie schmiegte. Die beiden hatte Yamato doch tatsächlich für einen Moment vergessen, weswegen er sich nun verlegen an der Wange kratzt und äußert interessiert den Boden musterte.
Lediglich einen amüsierten Blick warf er Sora zu, als Biyomon sich direkt in die Reihe der Liebesbekundungen einreihte. Der Blonde vermutete ganz stark, dass das kleine Digimon nicht vollständig verstanden hatte, worum es gerade gegangen war.
Schnell zog Yamato die Augenbrauen zusammen, als das Vogeldigimon auch noch über den kurzen Aussetzer von Soras Wappen zu sprechen begann. „Reden wir nicht mehr drüber“, stellte er klar. Zu wissen, was genau sie getan und gesagt hatte, konnte nicht gut für Sora sein.
Allerdings verdüsterte sich seine Miene dann gleich noch mehr, als Sora auf die anderen zu sprechen kamen. „Taichi und Joe, soweit ich weiß“, antwortet er und ballte erneut die Hände zu Fäusten. Als er bemerkte, dass sein Handgelenk protestierte, ließ er es jedoch schleunigst bleiben. „Tai und ich waren bei Izzy und dann ist er plötzlich einfach verschwunden. Er hat sich vor unseren Augen aufgelöst und wir wissen nicht, wo er ist oder was passiert ist. Als wir ihn suchen wollten wurden wir angegriffen und plötzlich war Tai… nicht mehr er selbst. Es gab gar keine Anzeichen dafür. Von jetzt auf gleich war er absolut verängstigt. Ich hab ihn praktisch zu euch geschleppt. Als wir bei euch ankamen waren Joe und du aber auch schon betroffen. Wir wurden von den anderen getrennt“, gab er eine kurze Erklärung über die Geschehnisse, die ihn immer noch trafen. Immerhin hatte er daneben gestanden, als seinen Freunden schien zugefügt worden war.
„Wir wollten euch hier raus bringen, in der Hoffnung es bessert sich. Ich hoffe, die anderen haben einen Weg nach draußen gefunden“, erklärte er und schob die Hände in die Hosentaschen, während er sich umsah. Es war nicht so, als hätte er gerade überhaupt noch irgendwas an Orientierung übrig. Und dann war da noch etwas, was ihm Sorgen bereitete. „Keiner von uns hat bisher Takeru und die anderen gesehen. Sie sind irgendwo hier drin und ich fürchte, dass sie nicht einfach in Ruhe gelassen worden sind“, sprach Yamato seine Befürchtung erneut aus. Dieses Mal aber würde Sora seine Sorge bestimmt teilen.
Allerdings wusste er nun auch nicht, was sie genau tun sollten. „Ich weiß nicht, was sinnvoller ist. Einen Weg hieraus finden oder versuchen die anderen zu finden.“ Fakt war, er machte sich Sorgen um alle anderen. „Und ich weiß auch nicht, wo wir überhaupt sind.“
Wir werden die anderen finden. Wenn wir Sora wieder zurückbekommen haben, dann schaffen die anderen das auch“, versuchte Gabumon ihn zu beruhigen. Yamato nickte. Er hoffte es jedenfalls sehr. „Versuchen wir einfach irgendeine Richtung“, schlug das Digimon vor, das nun ebenfalls wieder auf sein Rookie Level zurück digitiert war. Das war nicht gerade beruhigend. Was, wenn seine Kraft vorerst aufgebraucht war?

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___Crest of Friendship___






Zuletzt von Yamato Ishida am Mo Mai 22, 2017 4:00 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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