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 Wohnung von Tai und Kari

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Joe Kido

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Anzahl der Beiträge : 50
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Digimonpartner : Gomamon

BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Mi Dez 20, 2017 6:17 pm

11. August
19:00 Uhr
Taichi & Yamato & Sora & Kenshin & Yasumi, Takeru & Hikari & Joe & Meiko & Ryouta & Melody & Mimi & Koushiro & Ken & Shōta


Mit jeder Minute die Joe in der Wohnung der Yagamis verweilt verschwand auch sein Mut, den er sich angeeignet hatte etwas. Es waren so viele unbekannte Gesichter und ebenfalls Digimon. Sie alle schienen wesentlich jünger zu sein oder aber der Blauhaarige hatte einfach den Blick nicht um das Alter einer Person abzuschätzen. Dennoch überkam ihm das ungute Gefühl das sie alle keinerlei Erfahrungen mit den Digimon hatten beziehungsweise nicht einmal wirklich etwas über die Digiwelt wussten. Ob sie wohl eine Ahnung hatten was für eine riesen Verantwortung nun auf sie zukam?
Diese Aufgabe als Digitritter konnte man immerhin nicht auf die leichte Schulter nehmen, dessen war Joe sich nach langem Grübeln bewusst. Immerhin hatte auch er manchmal in einem Interessenskonflikt gesteckt, da er immer zwischen seiner Schule und der Digimon gestanden hatte. Nun wusste er aber was oberste Priorität hatte, denn auch wenn es um seine Zukunft ging, so könnte Joe sich niemals verzeihen, wenn er nicht für seine Freunde da war. Es war schließlich auch als Ältester seine Aufgabe für sie alle da zu sein und ihnen zu helfen. Dazu war er Gomamon nach allem was es für ihn getan hatte so einiges schuldig.
Leise Schritte waren neben ihm zu hören, als er aufsah und Yamato neben sich erblickte, der scheinbar ebenso unsicher schien wie er selbst. Der Blonde klopfte ihm auf den Rücken und richtete ein paar Worte an ihn. Zum Glück konnte Joe sich immer an den Bassisten halten, da dieser oft die selbe Meinung wie er hatte. Sie beide liebten die Sicherheit, die es bei Taichi manchmal nicht gegeben hatte. Genau deswegen hatte der Blauhaarige sich auch so gerne mal an Yamato gehalten, einfach weil er bei ihm das Gefühl hatte ernst genommen zu werden, wenn er einmal Bedenken bei manchen Dingen hatte.
„Ich habe ja gewusst das hier neue Digiritter sein sollen. Allerdings habe ich nie im Leben mit so vielen gerechnet. Ich meine wie sollen wir das schaffen? Unsere Gegner werden immer stärker und jetzt haben wir noch ein paar Neulinge die nicht so aussehen, als wüssten sie was auf sie zukommt. Was hat sich die Digiwelt nur dabei gedacht?“, auch wenn Joe mehr als pessimistisch klang, er wollte es eigentlich nicht.
Yamato schien das raus zu hören, weshalb er versuchte ein paar positive Worte zu finden. Natürlich hatte er Recht. Sie konnten jede Hilfe gebrauchen und dennoch hatte Joe einfach Angst sie könnten es nicht schaffen. Er würde ihnen helfen, keine Frage, aber könnte er es sich verzeihen wenn einem von ihnen etwas passieren würde?
Wieder einmal glitt sein Blick durch die Menge, als er zudem seine Freunde nochmal erblickte. Sie alle sahen so viel erwachsener aus als damals. Irgendwie waren sie doch alle reifer geworden und erfahrener. Vielleicht würde genau das ihnen dieses mal helfen. Zu hoffen war es, so dachte Joe und nahm ebenfalls Platz als alle anderen es taten.

Leise lautschte der Älteste in der Runde den Worten von Taichi und Yamato, die die Lage zu erklären versuchten. Es waren die passenden Worte wie Joe fand, dennoch konnten sie niemals das widerspiegeln, was sich nun mal in der Digiwelt versteckte. Ob man es je mit Worte erklären konnte? Immerhin musste es mit eigenen Augen gesehen haben, um das alles verstehen zu können.
Bei der Erläuterung um das Labyrinth wurde Joe zudem flau im Magen. Wie sollte er es nochmal schaffen dort rein zu gehen? Das letzte Mal war einfach die Hölle gewesen, dachte er sich. Zumal das mit ihren Wappen ja auch nicht ganz funktioniert hatte.
Vorsichtig verschränkte Joe schließlich seine Arme vor der Brust und schloss seine Augen. Immer noch hörte er aufmerksam zu. Solange bis Yamato zu Ende gesprochen hatte und all die fragenden Blicke in den neuen Gesichtern aufkamen. Sollte er etwas dazu sagen?
Ein Mädchen namens Yasumi ergriff das Wort zusammen mit ihrem Digimonpartner. Ihre helle Stimme wirkte so unsicher genauso wie ihre Worte. Sofort setzte sich Joe sein Beschützerinstinkt ein. Wie konnte er ihr nicht helfen? Das war immerhin sein Job.
Mit fester Stimme erhob Joe sich von seinem Platz und ergriff das Wort: „Ich bin mir sicher das es ziemlich viel für euch sein wird und ich kann verstehen wenn ihr alle etwas Angst habt. Damals, als ich das erste Mal in der Digiwelt war bin ich tausend Tode gestorben, vor allem weil ich auch mega Angst vor neuen Dinge und auch vor den Digimon hatte“.
„Das kann ich nur bestätigen“, gab Gomamon lachend zu.
Mit einem strafenden Blick sah Joe kurz zu seinem Parnter, lachte dann jedoch: „Das stimmt leider. Damals dachte ich wirklich das unsere Digimon uns etwas Böses wollen, jedoch sind wir sehr schnell gute Freunde geworden. Das ist auch mit das Wichtigste. Wir müssen alle einfach zusammenhalten. Niemand lässt irgendwen allein. Wir machen das alle zusammen, genau wie wir es damals auch schon getan haben. Irgendwie gibt es immer einen Weg und egal was ist, ich helfe so gut ich kann. Schließlich ist das auch meine Aufgabe als Ältester in der Gruppe“.
Gerade als der Digiritter bemerkte wie er in alte Muster und Redewendungen verfiel, hörte er nur ein belustigtes „Ach Joe“ von seinem Digimon.
Verstohlen kratzte der Blauhaarige sich daher am Kopf und setzte sich wieder auf seinen Platz: „Damit wollte ich nur sagen das ich dabei bin, egal wo unsere Reise hingeht. Auch wenn ich ebenso Angst habe wie ihr alle, bin ich dennoch für jeden da“.
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Daisuke Motomiya

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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Mi Dez 20, 2017 7:22 pm

11. August
19:10

Taichi & Yamato & Sora & Kenshin & Yasumi, Takeru & Hikari & Joe & Meiko & Ryouta & Melody & Mimi & Koushiro & Ken & Shōta & Daisuke



Schwitzend ließ sich Davis in sein Bett fallen, nachdem er die Zimmertür hinter sich zugeknallt und die Sporttasche in eine Ecke geschmissen hatte. Der Jugendliche hatte sich heute beim Fußball mehr verausgabt als sonst, in der Hoffnung, sich somit von den gestrigen Erlebnissen abzulenken sowie diese etwas zu verdrängen, doch leider ohne großen Erfolg. Seine Sorgen, das schlechte Gewissen und seine Gefühle waren einfach zu überwältigend.
Zwar war dem Rotschopf klar, dass er für die Wappenumkehrung und für das Labyrinth an sich nichts konnte, dennoch machte sich in ihm ein unangenehmes Gefühl breit und fühlte sich schuldig. Und erst all diese ungeklärten und mysteriösen Fragen, woher dieses Ding überhaupt kam und wer dahintersteckte. Sie gingen ihm einfach nicht aus dem Kopf.

Besonders nagte an ihm auch Takerus Kuss auf Hikaris Stirn. Davis spürte bereits seit einiger Zeit, dass seine Chancen, gegen Takeru anzukommen und bei Hikari zu landen, gegen null gingen, doch trotzdem wollte er es einfach nicht wahrhaben.

Das alles machte ihm zu schaffen. Die einzige gute Sache gestern war, dass es Veemon und den anderen Digimon gut ging.
Schnaufend drückte er sein Gesicht in das große weiße Daunenkopfkissen, schloss seine Augen und versuchte, sich etwas auszuruhen. Vielleicht half Schlaf ja, diese Sachen besser zu verarbeiten. Doch einige Minuten später wurde er von Stupsern und dumpfen Geräuschen gestört, die auch nach mehrmaligen knurren und bewegen nicht aufhörten. „Jetzt wach schon auf, Davis!“, sprach sein Partner Veemon energisch und schon etwas gereizter. „Es ist wichtig!“
„Kann das nicht warten? Wenn du Hunger hast, tu dir keinen Zwang an und geh einfach in die Küche. Ich will eine kurze Pause haben“, murrte der 15-Jährige, doch das blaue Digimon ließ sich immer noch nicht abwimmeln. „Du hattest lange genug Pause. Und ich habe keinen Hunger!“ Nun war auch Davis genervt und rappelte sich in seinem Bett auf. „Das waren noch nicht mal 10 Minuten! Ich bin auch nur ein Mensch, weißt du“, gab der Schüler motzig von sich, woraufhin der Rookie sich wortlos Davis‘ Nachttischlampe schnappt und diesem unter die Nase reibt. „Du hast fast 3 Stunden geschlafen!“ Ungläubig blickte Daisuke mit offenem Mund zwischen der Uhr und Veemon hin und her.

„Entschuldige, so lange hatte ich nun auch wieder nicht vor, mich zu entspannen“, stammelte der Schüler dann, bevor er in einem nun viel freundlicheren und interessierteren Ton hinzufügte: „Um was geht’? Schieß los.“ Das Digimon nickte dankbar, kramte Daisukes D-Terminal hervor und hielt es seinem Gegenüber hin. Fragend nahm der Rotschopf ihn entgegen. Auf dem Bildschirm war eine Mail von Taichi zu lesen, in der er zu einer Krisensitzung bei sich zuhause einberieft. So ein Mist. Wie es aussah, wurde das mit dem Verarbeiten vorerst nichts. Das hätte er sich auch denken können.

Als Davis weiterlas, stolperte er kurz darauf auf eine weitere, für ihn überraschende Neuigkeit. Es gab weitere Digiritter! Das würde bestimmt hilfreich sein, weitere Unterstützung in diesem merkwürdigen Fall in der Digiwelt zu haben.
Diese Info versüßte Davis auch den Tag und hob seine Laune allgemein. Aufregung überkam ihn und er freute sich schon wie wild, diese Leute kennenzulernen. In Gedanken malte er sich bereits aus, wie viel Spaß und Abenteuer das bedeuteten könnte. Wobei er sich mit der momentanen Gruppe ja auch schon sehr gut verstand.

Doch leider hielt die neu gewonnene Motivation nur solange an, bis der Jugendliche den Beginn des Treffens im Betreff der Mail erblickte. Um noch einmal sicher zu gehen, dass er sich eben nicht auf der Nachttischuhr versehen hatte, blickte er ruckartig zu ihr rüber, bevor er panisch aufsprang, sich noch schnell mit Deo einsprühte und aus dem Zimmer stürmte. „Hey Davis, wir kommen so oder so zu spät, hetz‘ dich jetzt nicht, die anderen werden da schon Verständnis haben!“, rief das kleine Drachendigimon seinem Partner hinterher und streckte dabei sein Kopf aus dem Zimmer. Das war dem Jungen auch bewusst, doch er wollte nicht noch mehr Zeit verschwenden und die anderen warten lassen. Zudem machten Verspätungen keinen guten Eindruck.

Davis radelte mit seinem Fahrrad so schnell er konnte und so erreichten die beiden kurz nach 7 den Wohnblock, in dem Taichi wohnte. „Davis! Jetzt ist aber gut! Nur die Ruhe!“, rief Veemon erschrocken, nachdem der Fußballer eine Vollbremsung hinlegte, die beide fast vom Rad riss. „Entschuldige, ich will einfach nur von Anfang an einen guten Eindruck machen, bevor die Neuen mich richtig kennen lernen und merken, dass ich ein wenig abgedreht sein kann in manchen Sachen“, kam keuchend und hektisch als Antwort. Nachdem Davis sein Fahrrad abgeschlossen hatte, schnappte er sich sein Digimon und hechtete zur Eingangstür des Wohnblockes. Doch gerade, als er die Klingel der Yagamis betätigen wollte, hatte der Junge es auf einmal ganz und gar nicht mehr eilig.

„Was ist? Wieso zögerst du jetzt?“, fragte Veemon sichtlich verwirrt und blickte seinen Partner mit großen Augen an. Wenn Taichi da war, konnte Daisuke davon ausgehen, dass Hikari es auch war. Und Takeru. In seinem Hals bildete sich ein Kloß, den er nervös versuchte hinunterzuschlucken. Er kam auf den Kuss trotz seines 3-Stunden-Schlafs immer noch nicht so ganz drauf klar. Es wird ihm sicher schwer fallen, sich ihnen gegenüber normal zu verhalten. Er musste sich gestern schon sehr beherrschen.
Nein, reiß dich zusammen. Die letzten Jahre hast du es auch irgendwie in der Gegenwart der beiden ausgehalten, dann wird das heute auch gehen. Komme was wolle, redete Daisuke sich ein, gab sich einen Ruck und drückte die Klingel, die auch recht prompt geöffnet wurde.

An der Wohnung angekommen, wurde er von Yuuko Yagami begrüßt, die ihm mit einem gleichzeitig freudigen sowie verzweifelten Blick in einer Hand einen Teller mit Kuchen und in der anderen eine Kanne Tee hinhält, die der Jugendliche dankend ablehnte. Noch mal würde er diesen Fehler bestimmt nicht machen, so viel stand fest. Auch wenn es ihm sehr leid tat.
Schnell drückte er sich an der Mutter vorbei und ging mit pochendem Herzen ins Wohnzimmer, das gerappelt voll war mit Menschen. Gerade als er die Gruppe vor sich begrüßen wollte, geriet Hikari in sein Blickfeld. Sein Herz rutschte ihm von einem Moment in die nächste in die Hose und so begann er nervös an zu stammeln: „Ähm, hey… tut mir leid für die Verspätung. Habe ich schon viel verpasst?“
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Hikari Yagami

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Digimonpartner : Gatomon

BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Mi Dez 20, 2017 10:16 pm

11. August
19:10

Taichi & Yamato & Sora & Kenshin & Yasumi, Takeru & Hikari & Joe & Meiko & Ryouta & Melody & Mimi & Koushiro & Ken & Shōta & Daisuke

So langsam füllte sich die Wohnung. Es war schon lange her seit sie alle sich getroffen hatten, leider auch dass sie wegen solch einer Sache hier waren. Neue Gesichter sah sie und hoffte dass sich vielleicht doch noch alles zum Guten wenden würde. Selbst Joe hatte den Weg zu ihnen gefunden und Gomamon hatte keine Probleme sich mit den neuen anzufreunden. Immer wenn neue Leute in die Gruppe kamen hieß es dass es der Digiwelt nicht gut ging. Wieder einmal. Doch was dieser fehlte, mussten sie erst einmal herausfinden. Ein Mädchen mit Brille erschien und Hikari stellte sich auch ihr vor, wie jedem neuen der sich in ihrer Wohnung befand. Meiko und ihr Digimon waren so vertraut miteinander, Gatomon hatte auch hier keine Probleme, es sprach direkt mit dem niedlichen Digimon.

„Willst du ein Stück Kuchen? Schmeckt gut ...“ mit dem Essen konnte man ein Digimon immer wieder aufmuntern oder gar sich zum Freund machen. So hatte Gatomon es auch versucht.

Ein weiteres Mädchen erschien. Yasumi und ihr Digimon.
Hikari erinnerte sich nur zu gut daran als sie neu in die Gruppe gekommen war. Man fühlte sich am Anfang wie ein Fremdkörper auch wenn sie damals Taichi an ihrer Seite hatte. „Willst du etwas trinken?“ versuchte Hikari auch hier eine gute Gastgeberin zu sein. Dann als sie noch einmal aufsah erkannte sie Ryouta. Sie nickte ihm zu und ging kurz in die Küche um durch zu schnaufen. So viele Leute. So viele Probleme. Umso größer die Gruppe wird umso mehr müssen sie zusammen halten, doch die Menschen waren alle so unterschiedlich.

Hikari kam mit Getränken wieder, stellte diese auf dem Tisch ab und sah ein weiteres Mädchen. Melody. Sie alle schienen nett zu sein, doch konnten sie nicht ahnen in welch einer Gefahr sie sich alle begaben.
Als Mimi auch nun auch ankam, musste Hikari etwas lächeln. Die Ältere schaffte es immer und immer wieder gute Stimmung im Raum zu verbreiten. Sora meldete sich zu Wort und auch der jüngeren wurde bewusst dass einige noch fehlten. Gerade als Sora jedoch Koushiro anrufen wollte hörte man auch schon die Stimme des jungen Mannes.

Taichi begann auch schon zu erklären warum sie hier waren. Auch wenn die jüngere sich wünschte es gäbe einen anderen Grund so war es nicht. Hikari fand ihren Platz bei Takeru und als Yamato weiter sprach musste sie ihren Freund ansehen. Was ist wenn er noch einmal sein Wappen verliert? Würde man ihn dann wieder zurück bekommen? Herausfinden wollte sie nicht. Hikari sah auf als jemand dazu kam. Daisuke. Kurz hielt sie die Luft an, immerhin hatte sie ihm nicht die Wahrheit über Takeru und sie erzählt und auch seine Worte damals hatten sie getroffen. Aber er hatte ja recht gehabt. „Setz dich“ hauchte sie ihm zu und deutete Daisuke dass er sich ruhig zu ihm setzten konnte. Vielleicht sollte sie später mal mit ihm sprechen. Auch wenn sie ihn nicht so liebte wie er es sich wünschte, so bedeutete er ihr eine Menge aber eben nur als Freund.

„ .... was ist ein Wappen nicht mehr in seine Ursprungsform zurück findet? Ich meine, einige von uns haben es erlebt und was ist wenn sie noch einmal rein gehen und ... ihnen es wieder passiert?“ man hörte an ihrer Stimme die Angst. Normalerweise hatten sie ihre Wappen als Waffe damit ihre Schützlinge stärker werden konnte, dieses Mal richtete man ihre Wappen gegen sie. Ihr Blick richtete sich zu Boden und auch sie hatte Angst dass sich ihr Wappen umkehren könnte. Licht zu Dunkelheit ... davor hatte sie die meiste Angst. Nervös spielte Hikari mit ihren Fingern. Diese Spannung, diese Anspannung war kaum zu ertragen. Ob Koushiro was rausgefunden hatte mit der Zeit?
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Meiko Mochizuki

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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Do Dez 28, 2017 2:05 pm

11. August
19:10

Taichi & Yamato & Sora & Kenshin & Yasumi, Takeru & Hikari & Joe & Meiko & Ryouta & Melody & Mimi & Koushiro & Ken & Shōta & Daisuke

Alles war irgendwie zu viel. So viele neue Gesichter und Meiko kannte eigentlich kaum jemanden aus dieser Runde: Dazu Noch viele fremde Digimon und eine sehr übereifrige Gastgeberin, die jedoch von ihrem eigenen Sohn weggeschickt wurde. Aus großen Augen betrachtete Meiko ihre Mitschüler, der ihr den Keks einfach aus der Hand gerissen hatte. Langsam dämmerte es ihr jedoch, dass er sie wohlmöglich davon gerettete hatte, etwas Ungenießbares zu verzehren. Viele anderen Digiritter machten nämlich einen großen Bogen um die Leckereien und eines der anscheinend neuen Mädchen schien wahrlich Probleme zu haben, das Essen hinunter zu bekommen. Sofort schenkte Meiko dem armen Ding ein schüchternes  und mitleidiges Lächeln.
Doch noch ehe sie groß ein paar Worte mit den anderen wechseln konnte, begaben sich alle in das Zimmer von Taichi. Meiko hätte ohnehin nicht viel von sich geben. Sie war immerhin immer noch furchtbar schüchtern und die meisten Leute schienen sich zu kennen. Also war es für sie noch einmal schwieriger den Mund auf zu machen.
Da war es auch eigentlich viel interessanter das Zimmer zu begutachten. So unauffällig wie möglich sah sich die Schülerin um. Sie wollte nicht direkt einen neugierigen Eindruck vermitteln. Aber sie kam auch nicht umher her, sich das Zimmer ihres niedlichen Klassenkameraden anzusehen. Besonders ordentlich wirkte nicht. Aber es gab ja auch gerade Wichtigeres.
Davon begann er auch sofort zu sprechen. So langsam hatte Meiko das Gefühl, dass er eine Art Anführer in dieser Runde war. Wieso sonst war das Treffen wohl bei ihm? Außerdem war die Art und Weise wie er ganz entspannt vor einer größeren Runde sprach wirklich beneidenswert. Denn er kannte doch auch gar nicht alle und redete trotzdem darauf los. Meiko war wirklich beeindruck, während sie an seinen Lippen hing.
Hin und wieder nickte sie, zum Zeichen, dass sie verstanden hatte, auch wenn sie nicht glaubte, dass irgendjemand auf sie achtete. „Mei, das klingt ganz schön gefährlich, oder?“, wisperte Meicoomon auf ihrem Schoß, weswegen sie das Digimon enger an sich drückte. „Ich weiß. Aber keine Sorge, ich passe auf dich auf“, antwortete sie ebenso leise.
Nach Taichis kurzer Erklärung begann der Junge neben ihm zu sprechen. Meiko musterte auch ihn kurz. Irgendwie kam er ihr bekannt vor. Jedoch waren es seine Worte, die sie mehr beschäftigten. Ein Irrgarten? Das klang nicht gut.  Und wenn die erfahren Digiritter unter ihnen schon behaupteten, dass es gefährlich war und sie nicht wussten, wie sie damit umgehen sollten, wie könnten sie neuen dann helfen?
Unbehaglich sah Meiko zu Boden und hörte dem Beitrag des Ältesten der Gruppe nur halbherzig zu. Es entmutigte sie einfach alles. Sie hatte gehofft, dass dieses Treffen irgendwie mehr bringen würde. Vielleicht, dass sie verstand, wieso ausgerechnet sie ein Digiritter war. Oder dass sie eine Art Aufgabe erhalten würde. Aber das Treffen warf sogar noch mehr Fragen auf.
Überrascht sah Meiko jedoch auf, als sich das Mädchen zu Wort meldete, das eben noch mit einem der Kekse gekämpft hatte. Sie hatte ebenfalls so schüchtern auf sie gewirkt, weswegen sie sich nun wunderte, dass sie vor all dem Fremden anfing zu sprechen. Beneidenswert!
Doch nun ging auch durch Meiko ein Ruck. „Ich denke auch, wir sollten so schnell wie möglich in die Digiwelt!“, stimmte sie dem Mädchen zu und errötete dann, als ihr klar wurde, dass sie laut gesprochen hatte. „Entschuldigung…“, murmelte sie verlegen und senkte den Blick, als ihr klar wurde, dass einige sie ansahen. „Aber dann könnten wir euch besser helfen… oder nicht? Wenn wir auch Erfahrungen mit dieser anderen Welt haben… Ich war bisher noch nie dort…“, versuchte sich das schüchterne Mädchen zu erklären. Außerdem würde es Meiko wirklich interessieren, woher ihr Digimon stammte.
Nur das Kämpfen sagte ihr rein gar nicht zu. Deswegen sah sie fragend zu den anderen auf. „Müssen alle Digimon kämpfen? Meicoomon hat noch nie gekämpft… und… ist es nicht furchtbar gefährlich?“, sprach sie ihre Sorge leise aus. „Mei! Ich kann kämpfen!“, verteidigte sich das Digimon natürlich auch prompt. „Und wenn dir etwas passiert?“, wollte sie besorgt wissen. Sie hatte doch bisher immer auf Meicoomon aufgepasst. Was, wenn es ihr nun nicht mehr gelingen würde?
Doch zum Glück wurde ihr eine Antwort erspart, als die Tür sich öffnete und ein weiterer Junge herein kam. Er wirkte nicht so, als würde er kaum jemanden kennen und grüßte in die Runde, auch wenn er irgendwie nervös klang.
Viel Zeit ließ die Ablenkung jedoch nicht. Denn ein weiteres Mädchen meldete sich zu Wort. Sie wohnte ebenfalls hier, hatte Meiko vorhin herausgehört. Dennoch wirkte sie ruhiger als ihr älterer Bruder. Ihre Stimme wirkte ängstlich und sie sah auch nicht auf, nachdem sie ihre Frage zu Ende gestellt hatte.
Meiko jedoch sah sich im Kreis der anderen um. Auch sie wirkten nicht besonders zuversichtlich. Das war wirklich keine gutes Ausgangssituation.
„Deswegen bin ich der Meinung, dass wir gar nicht mehr alle in das Labyrinth sollten!“, wiederholte der Blonde noch einmal mit Nachdruck. Seine erste Miene ließ Meiko schnell wegsehen. „Wir haben doch keine Ahnung, wie man einige Wappen umkehren kann. Bei Taichi und Sora hat es funktioniert.  Ich schätze, dass es bei Daisukes und meinem Wappen ähnlich funktionieren kann. Aber bei dem Rest…?“ Seine Miene wirkte ratlos und erneut wanderte sein Blick zu dem rothaarigen Jungen, auf den hier anscheinend so viel Hoffnung gesetzt wurde. Daher sah auch Meiko zu dem Jungen hinüber, den sie Koushiro nannten.

(Ich hab mir erlaubt Yamato kurz mitzuschreiben Razz)
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Takeru Takaishi

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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Do Dez 28, 2017 7:03 pm

11. August
19:10

Taichi & Yamato & Sora & Kenshin & Yasumi, Takeru & Hikari & Joe & Meiko & Ryouta & Melody & Mimi & Koushiro & Ken & Shōta & Daisuke


Aufmerksam hörte Takeru seinem Bruder und Taichi zu. In allem was sie sagten, konnte er den beiden Älteren nur zustimmen, was er zwischendurch durch ein Nicken deutlich machte.
„Wenn wir uns zuerst auf die Suche nach den sechs Wappen machen, hat Izzy noch Zeit, um nach dem Auslöser dieses Labyrinths zu suchen“, meinte er und sah zu Koushiro. Der Rothaarige tat ihm leid, er musste sich ganz schon unter Druck gesetzt fühlen.

Takeru konnte die Zweifel und auch Angst der neuen Digiritter förmlich in ihren Augen sehen. Trotzdem fand er es richtig von Yamato, gleich reinen Tisch zu machen und sie nicht im falschen Glauben zu lassen. Würden die sechs leichtsinnig an die Sache herangehen, könnte dies fatal enden. Trotzdem wollte er ihnen die Angst ein wenig nehmen und dachte an Daisuke und die anderen. Auch sie hatten es damals geschafft, obwohl sie nicht von Anfang an dabei gewesen waren.
Plötzlich hatte Joe das Wort ergriffen und sprach den Neuen Mut zu. Takeru nickte ihm mit einem zustimmenden Lächeln zu.
Gerade wollte Takeru den Mund öffnen, um Joes motivierende Worte bezüglich der anderen zu unterstreichen, als die Tür ein wiederholtes Mal geöffnet wurde.
Ein Lächeln bildete sich im Gesicht des Blonden. Daisuke kam gerade im richtigen Moment, er war sich sicher, dass er die anderen ein wenig aufmuntern konnte. Doch als er den Digiritter genauer betrachtete, erstarb das Lächeln und ein schlechtes Gewissen machte sich in Takeru breit.
Daisuke sah Hikari an, wirkte anders als sonst; ruhiger. Selbst die Begrüßung des Dunkelhaarigen war untypisch. Er war verletzt. Verletzt davon, dass Hikari und er nicht mit ihm gesprochen haben.
Takeru wollte gerade etwas sagen, als Hikari ihm zuvorkam. Mit einem leichten Lächeln sah er sie an, sie sollte sich nicht schuldig fühlen. Er hatte es verbockt, nicht sie. Also sollte Davis auch wütend auf ihn sein, nicht auf Hikari. Definitiv würde er später noch mit dem Dunkelhaarigen sprechen, auch wenn dieser ihn eine verpassen sollte, dann wäre wenigstens reiner Tisch.
„Wir haben den Sechs bisher nur von dem Labyrinth erzählt“, erklärte er Daisuke. „Bisher sind wir der Meinung, dass wir zuerst die Wappen finden sollte, bevor wir und noch einmal hineinwagen.“

Als Hikari ihre Angst ansprach, drückte er ihre Hand sanft. „Koushiro hat bis dahin sicherlich schon eine Erklärung gefunden“, meinte er zuversichtlich. Ertappt darüber, dass auch er die Hoffnung auf seinen rothaarigen Freund setzte, lächelte er entschuldigend in seine Richtung.

Auch das Mädchen mit den langen schwarzen Haaren, welches sich als Meico vorgestellt hatte, sprach ihre Sorgen aus. Erneut stimmte er seinem Bruder zu, als dieser die Umkehrung ansprach. Als er Daisuke erwähnte, nickte er nur langsam und abwesend. Ob dieser nach der Sache mit ihm und Hikari nun noch anfälliger war? Weil er sich verraten fühlte? Wäre es dann seine Schuld?
Sein Blick wanderte zu Daisuke und dann wieder zu Yamato, welchen er nun entschlossen ansah: „Ich denke, wir sollten uns so schnell wie möglich auf die Suche nach den neuen Wappen machen, alles andere hat sonst keinen Sinn.“



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Ryouta Katashi

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Alter : 17 Jahre (01. November)
Arbeit/Hobby : Student (Bachelor of Business Adminstration & Strategy Management, Politik als Nebenfach) Hobbys: Sport, Schach, Lesen
Wappen : Stolz
Digimonpartner : Candlemon/Wizardmon

BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Do Dez 28, 2017 9:58 pm

Nach seiner steifen Vorstellung suchte Ryouta sich eine möglichst ruhige Ecke in dem Raum - einen stillen Beobachtungsposten, von welchem er das Treiben beobachten konnte, das ihm zunehmend suspekter wurde. tatsächlich war er nicht der letzte Nachzügler. Es schlossen sich sogar ein paar vertraute Gesichter an - darunter Akimoto Shōta, dem er kurz höflich-distanziert zunickte, um ihn zu grüßen. Die Runde wurde immer merkwürdiger - bis zu jenem Punkt, an dem sich der angehende Geschäftsmann fragte, ob es nicht doch ein Fehler gewesen war, gekommen zu sein. Er es bereute, an diesem Ort seine Zeit zu verschwenden. Womöglich wäre er längst gegangen und hätte dies alles als Unsinn abgetan - wären da nicht diese komischen, sprechenden Wesen. Und wenn es ansonsten keinerlei logische Begründung dafür gab, zu bleiben, so boten zumindest diese Wesen Grund genug - denn so etwas wie sie... er hatte es immer für Gerüchte und Märchen gehalten. Es sogar beinahe vergessen.

Und so lauschte er den Worten der verschiedenen Jugendlichen und der Kinder, seine eigenen Züge still, ernst und undurchdringlich, während keine Regung darin zu erkennen war, sich keine Emotion darin abzeichnete, obgleich er durchaus eigene Gedanken und eine Meinung zu den Dingen hatte, die gesagt wurden. Allerdings war es nicht sein Stil, ungefragt zu sprechen und vorschnell seine Meinung zu bilden und zu äußerst - zuvor wollte er umfassend über alles informiert sein. Und die Informationen, die er erhielt, waren unvollständig, unorganisiert und zusätzlich noch unverständlich ausgedrückt. Allerdings merkte er schnell, dass dieses Ziel nicht ohne sein Einschreiten erreichbar war, wurden doch viel mehr voreilige Entscheidungen diskutiert, statt erst einmal alle Personen auf einen einheitlichen Informationsstand zu bringen - was ausgesprochen ineffektiv war. Denn durch unterschiedliche Informationen, die nicht deutlich kommuniziert wurden, entstanden potentielle Fehlerquellen - die gerade in Anbetracht der angedeuteten und benannten Gefahren katastrophale Konsequenzen nach sich ziehen könnten.

Als endlich alle gesprochen hatten, und niemand mehr schien, als wollte er seine Meinung äußern, war es endlich Ryouta, der das Wort ergriff - seine Stumme ruhig, und doch bestimmt, die Art wie er sprach von einer Selbstsicherheit, wie sie in diesem Raum nur wenig besaßen, während in seinen grauen Augen unverkennbar seine Intelligenz lag. "Darf ich die bisher geäußerten Informationen kurz zusammen fassen? Immerhin scheint es mir, als wäre ich die einzige Person in diesem Raum, die bisher keinerlei Berührungspunkte mit der Digiwelt... oder Digimon hatte." Als er die Digimon erwähnte, liess er seinen Blick kurz über jene hier versammelten Wesen streifen. "Wir sprechen von einer Parallelwelt, welche in der Vergangenheit bereits Überschneidungen mit unserer Welt hatte - der, wie ihr sie nennt, Digiwelt, aus der eure Freunde, die Digimon, entstammen. Dort ist, aus bisher unerfindlichen Gründen, eine Art Labyrinth aufgetaucht. Dieses Labyrinth stellt eine Gefahr für die Digiwelt dar, welche sich, aufgrund der Verbindung zu unserer Welt, auch direkt auf diese Welt auswirken könnte. Eine Feststellung, die aufgrund ähnlicher Komplikationen in der Vergangenheit naheliegend ist."
"Aktuell gibt es etwa drei essentielle Fragestellungen, die geklärt werden müssen. Die erste lautet, ob noch weitere beteiligte Personen existieren, oder ob jene hier anwesenden - und die bereits bekannten - die einzigen, wie sagtet ihr? Digiritter sind, und ob eine Möglichkeit besteht, dies in Erfahrung zu bringen. Fragestellung zwei beinhaltet das Kernproblem, dass den neuen Digirittern die 'Wappen' fehlen. Oder in meinem Fall... das Digimon, für den Fall, dass ich tatsächlich Anteil hieran nehme, und nicht lediglich durch einen Zufall hier gelandet bin. Dies würde erforderlich machen, in die Digiwelt zu reisen. Die dritte Fragestellung beschäftigt sich mit dem Labyrinth an sich, der Frage danach, worum es sich handelt, wie es funktioniert und wie man es lösen kann - ein nicht ungefährliches Unterfangen, weil es auf eine gewisse Art und Weise entweder gezielt gesteuert wird, oder, da wir immerhin von einer digitalen Welt sprechen, codiert wurde und durch eine Form der künstlichen Intelligenz handelt. ist letzteres der Fall, so wäre es obligat, diesen Code zu entschlüsseln und um zu schreiben, ist ersteres der Fall, so müsste die Person oder das Wesen ausfindig gemacht werden, welches dahinter steht."

Ryouta machte eine kurze Pause und blickte in die Runde - wobei er hauptsächlich an jenen Personen hängen blieb, die federführend gewesen waren, bereits älter und offensichtlich erfahren. "Neben den Kernfragen ergaben sich für mich zusätzliche Kernprobleme. Problem eins: Unvollständiges Wissen. Vieles, das für diejenigen, die bereits Kontakt zur Digiwelt hatten selbstverständlich scheint, ist so für mich unverständlich und unvollständig. Ohne ausreichende Informationen kann ein solches Unterfangen nicht geplant werden, besonders, da eine Vielzahl an Personen involviert ist, muss es gut strukturiert und koordiniert werden. Problem zwei: Das Finden der Wappen, die, wie es klingt, als Waffe oder Unterstützung eingesetzt werden. Problem drei, das Sichern dieser Wappen, da diese im Labyrinth gegen uns verwendet werden können. Problem vier: Unerfahrenheit der neuen Mitglieder und daraus resultierend Angst, Unsicherheit und fehlende Fähigkeiten, die notwendig sein könnten, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Gerade das erste und das letzte Problem lassen es für mich unsinnig erscheinen, so schnell wie möglich in die Digiwelt zu reisen. versteht mich bitte nicht falsch, ich habe keine Angst - allerdings klingt es für mich überstürzt. Bitte ergänzt, sofern ich etwas vergessen haben sollte - oder korrigiert mich, sollte ich Dinge falsch aufgegriffen haben. Meiner Meinung nach sollte nur vielleicht zuerst geklärt werden, was zum Beispiel diese Wappen sind, weshalb sie so wichtig sind und was genau das Labyrinth mit ihnen macht, ehe wir uns auf die Suche nach ihnen begeben."

Er beendete seinen Monolog, sich beinahe sicher, dass die meisten ihm vermutlich nicht hatten folgen können - allerdings war es ihm gleich, ob Personen wie diese Meeiko oder jene Mimi ihm nicht folgen konnten - sein Fokus lag eher auf Taichi, dem älteren blonden Jugendlichen und dem Jugendlichen mit dem Käferdigimon, denn dies schienen jene Personen zu sein, welche über das meiste Wissen verfügten und, so hoffte er, über die notwendige Weitsicht, um seine Einwände begreifen und offene Fragen klären zu können. Im Gegensatz zu den anderen Neulingen zeigte Ryouta keine Angst oder Unsicherheit. Er war still, beherrscht, gefasst und strahlte eine nahezu unerschütterliche Ruhe aus - beinahe beeindruckend ruhig, wenn man bedachte, wie viel neues er an diesem Abend erfahren hatte, und wie unwirklich das alles klang. Doch zumindest Shōta würde dieses Verhalten erkennen, denn auch als sie gemeinsam im Fahrstuhl stecken geblieben waren, war Ryouta ruhig und gefasst geblieben, rational und logisch, statt in blinde Panik zu verfallen, wie es andere womöglich getan hätten. Andererseits würde er in ein paar Jahren den Großkonzern seines Vaters übernehmen - er hatte keine Kapazitäten für Panik. Panik war vollkommen ineffizient.
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Taichi Yagami

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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Do Jun 07, 2018 7:31 pm

16. August
12:00 Uhr
Taichi (& Yamato)


„Taichi, geht es dir gut?“
Mit besorgtem Blick schaute Koromon zu dem braunhaarigen Jungen hinauf, der mit schmerzverzerrtem Gesicht seine verletzte Schulter abtastete. Sie sah wirklich übel aus. Deemons Attacke hatte sehr deutliche Spuren hinterlassen. Tai wusste, dass es klüger gewesen wäre, wenn er seine Schulter hätte versorgen lassen. Doch nachdem, was mit Sora und Biyomon passiert war, erschien ihm seine Verletzung wie eine Lappalie. Er kannte Sora und auch Yamato gut genug um zu wissen, dass sich die beiden – jeder auf seine ganz eigene Art – Sorgen um ihn machen würden. Taichi jedoch war es wichtig, dass sie sich gerade jetzt nur umeinander kümmerten. Für Sora gingen, egal wie schlecht es ihr auch ging, immer alle anderen vor. Er konnte doch nicht zulassen, dass sie sich auch jetzt völlig vergaß. Nachdenklich schaute der Teenager zu Koromon. Er konnte sich nicht einmal ansatzweise vorstellen, welche Qualen Sora gerade durchleben musste. Allein der Gedanke, seinen Digimonpartner irgendwie zu verlieren, schmerzte ihn. Wie schlimm musste das also für seine beste Freundin sein? Tai war wirklich froh, dass Yamato bei ihr war und sie mit ihrem Kummer nicht allein auf sich gestellt war. In dieser Situation war ihr fester Freund sicherlich hilfreicher, als ihr bester Freund, um den sie sich dann noch mehr Sorgen machen würde als um sich selbst und der ein ausgesprochen großes Talent hatte, in solch beklemmenden Momenten immer in irgendein Fettnäpfchen zu treten, wenn er eigentlich nur helfen wollte. Feinfühligkeit zählte nicht unbedingt zu Taichis Stärken. Yamato war da mit seiner ruhigen Art schon eher eine Stütze, da war sich Tai sicher.
„Es geht schon…“, antwortete der Anführer seinem Digimon schließlich und hob es hoch. „So schnell kriegt man mich nicht klein, das weißt du doch.“
„Aber du hast Schmerzen. Das sieht man dir an.“
Tai seufzte leise. Natürlich hatte er Schmerzen. Aber was brachte es denn, wenn er jetzt wehleidig wurde? Damit war auch niemandem geholfen. „Das wird schon wieder. Ein Pflaster drauf, ein oder zwei Tage Ruhe und dann bin ich wieder ganz der Alte. Du wirst schon sehen. Das ist nur ein Kratzer, das ist bald vergessen.“ Taichi lächelte Koromon zuversichtlich an, doch das rosafarbene Wesen schien diese Zuversicht nicht so wirklich zu teilen. Es wurde also Zeit, dass es auf andere Gedanken gebracht wurde. Und was half da besser als Essen? Zwar hatten sie vor gar nicht allzu langer Zeit erst gefrühstückt, doch das hinderte Koromon, wie Tai wusste, nicht daran, schon wieder zu essen. „Immerhin einer mit einem gesunden Appetit“, machte der Sportler seine Mutter nach, während er amüsiert beobachtete, wie Koromon begeistert die übrig gebliebenen Zucchiniplätzchen in sich hinein schaufelte. Wie viele hatte seine Mutter davon wohl gebacken? Zum Glück hatte sie mit Koromon zumindest einen glücklichen und zufriedenen Abnehmer. Wider Erwarten jedoch schien sich das Digimon durch die Kekse nicht komplett ablenken zu lassen. Mit sorgenvollem Blick hielt es Tai eines der Plätzchen hin.
„Wenn du etwas isst, geht es dir bestimmt bald besser. Ist bei mir auch immer so.“
„Glaub mir, Kumpel. Wenn ich das esse, geht es mir hinterher wirklich schlecht“, antwortete Taichi lachend und gab seinem Partner den Keks zurück. Er wusste ja nicht, was für Zutaten neben den Zucchini noch da drin waren, doch für Menschen war das absolut ungenießbar. Probierte seine Mutter denn selbst nie, was sie da zusammen mischte? Die Plätzchen hatten schon so eigenartig gerochen, als Yuuko sie gebacken hatte. Da war es schon sehr beeindruckend, dass Koromon die so einfach verdrücken konnte. Offenbar vertrug dessen Magen ausnahmslos alles.
Müde wollte Taichi sich strecken, was er jedoch sofort bereute. Die kleinsten Bewegungen schmerzten. Vielleicht sollte er doch zum Arzt gehen? Doch wie sollte er seine Verletzung erklären? Er konnte schließlich schlecht sagen, dass er in einer digitalen Welt von einem Feuerball getroffen worden war, der von einem Wesen, das aus Dateien bestand, auf ihn geschossen worden war. Wenn er es nicht besser wüsste, würde er diese Geschichte auch nicht glauben. Aber irgendetwas musste er tun. Er verstand zwar nicht viel von Medizin, doch auch ihm war klar, dass sich seine Wunde auch entzünden und noch schlimmer werden konnte.
Taichi horchte auf, als es plötzlich klingelte. Er erwartete keinen Besuch, trotzdem konnte er sich schon denken, wer dort womöglich vor der Tür stand. Mit der Erwartung, gleich einer stets überbesorgten Sora gegenüber zu stehen öffnete er die Tür und blickte stattdessen in das Gesicht seines besten Freundes.
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Sa Jun 09, 2018 12:07 am

16. August
12:00 Uhr
Taichi & Yamato

Erst, als sich Yamato sicher gewesen war, dass er Sora wirklich alleine lassen konnte, hatte er sich mit einer Lunchtüte auf den Weg zu Taichi gemacht. Nun bewährte es sich mal wieder, dass sie alle keinen Steinwurf von einander entfernt wohnten. Obwohl sich Yamato immer noch Sorgen um Sora und ihre labile Verfassung machte, wuchs mit jedem Schritt auch die Sorge um seinen besten Freund. Es war gut, dass er sich nun davon überzeugte, dass es dem Hitzkopf gut ging oder er ihn ansonsten zum Arzt zerren könnte.
Als Yamato klingelte dauerte es eine Weile, bis ihm die Tür geöffnet wurde. Anders als erwarte stand direkt Taichi selbst vor der Tür. Das war ein gutes Zeichen. Wenn er zur Tür gehen konnte, dann war er noch nicht ganz so schlimm dran, wie sich Yamato in schlimmsten Vorstellungen ausgemalt hatte.
Taichi war die Überraschung anzusehen. Hatte er so gar nicht mit ihm gerechnet? Das schmerzte nun schon ein bisschen. Dann aber wurde Yamato klar, das es das erste Mal seit dem ganzen Chaos rund um Sora war, dass sie sich beide alleine gegenüberstanden. Und nun, wo ihm das bewusst geworden war, war auch er sofort verunsichert.
„Hi“, brummte er und schob sich an Taichi vorbei in die Wohnung. „Ich dachte, ich seh mal nach dir.“ Egal, wie sehr er sich darum bemühte seine Stimme cool klingen zu lassen, er klang dennoch besorgt und irgendwie kitschig. Also richtete er seine Augen direkt wieder auf Taichi. „Dich hat es echt übel erwischt und ich versteh ja, dass du gestern vor allem den Helden spielen wolltest… deswegen wollte ich mich jetzt davon überzeugen, wie schlecht es dir wirklich geht“, erklärte Yamato ohne Umschweife und sah sich dann schon etwas suchend in der Wohnung um.
Mit gerunzelter Stirn wandte er sich wieder zu Taichi um. „Bist du alleine?“ Das passte so gar nicht zu der sonst so vollen Wohnung. War also doch nicht so verkehrt, dass er vorbei gekommen war. Yamato schob sich die Schuhe von den Füßen um die Gästeschuhe zu schlüpfen. Erst dann hob er die Tüte, in der Sora eine Schale voller Suppe und den Pudding verstaut hatte. „Für dich. Damit du heute auch was Richtiges zu essen bekommst“, erklärte Yamato mit einem Grinsen. „Das kannst du ohne Sorge essen. Allerdings muss ich dich jetzt schon enttäuschen, sie hat Gemüsesuppe gemacht. Und ich wurde beauftragt, dir erst dann den Nachtisch zu geben, wenn du die Suppe gegessen hast.“ Bei dem Gedanken an Sora wurde sein Lächeln ein wenig breiter. Es war wohl unnötig zu erwähnen, wer die Suppe gekocht hatte. Erstes würde er sich kaum bei einem anderen weiblichen Wesen aufhalten und zweitens fiel Yamato niemand ein, der sonst so etwas tun würde.
Nun allerdings, wo er an sie dachte, fragte er sich auch prompt wie es ihr ging. Schwer widerstand er dem Drang auf sein Handy zu sehen. Aber er war erst vor einigen Minuten von dort aufgebrochen. Nun war er bei Taichi und wollte hier nach dem Rechten sehen.
Mit ernster Miene musterte er den Sportler daher. „Also was hast du bisher wegen deiner Schulter unternommen?“, forderte er zu wissen und brachte die Suppe und den Pudding in die Küche der Yagamis. Dort traf er auf Agumon. Das Dinodigimon war bestimmt von dem Geruch neuer Lebensmittel angelockt worden. „Hey Agumon. Keine Sorge, wir haben eine extra große Portion gemacht. Aber lass Taichi dieses Mal den Vortritt, okay? Du hast ja auch anscheinend gerade erst was gegessen.“ Zumindest verrieten Yamato das die Krümel um Agumons Maul herum. Der Anblick des Digimons ließ seine Mundwinkel wieder nach oben wandern. Verschwörerischen ging er neben Agumon in die Knie. „Wie große Schmerzen hat er wirklich?“, wollte er von dem Digimon wissen. Vielleicht war das eine sicherer Quelle als der Sportler selbst.





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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Di Jun 26, 2018 11:22 pm

16. August
12:00 Uhr
Taichi & Yamato

Tai war überrascht und irgendwie auch nicht, dass Yamato vor seiner Tür stand. Seit dessen Beziehung mit Sora ans Licht gekommen war, hatten die beiden Jungs sich nicht mehr nur zu zweit getroffen, geschweige denn gesprochen. Das war eine seltsame Situation, doch früher oder später mussten sie sich dem ja stellen.
„Ich habe nicht den Helden spielen wollen“, antwortete Taichi Yamato, während er die Wohnungstür schloss. „Anderen geht es sicherlich schlechter als mir. Deiner Freun… Sora zum Beispiel.“ Mitten im Satz korrigierte er sich. Er wollte nicht streiten und fürchtete, dass seine Bemerkung sonst zu spitz klang. Etwas unbeholfen stand er in seinem eigenen Flur und wartete, bis Yamato in die Gästehausschuhe geschlüpft war. „Dad ist arbeiten, meine Mutter einkaufen. Hikari ist auch schon früh weg. Vielleicht zu Takeru, ich weiß nicht…“ Tatsächlich hatte er seine jüngere Schwester heute noch gar nicht gesehen. Er konnte nur vermuten, wo sie gerade steckte. „… danke, dass du da bist, aber mir geht es wirklich gut“, fügte er hinzu und versuchte dabei das penetrante Brennen und Pochen seiner Schulter zu ignorieren. Er mochte einfach nicht zugeben, dass er Schmerzen hatte. Umso lieber jedoch, dass er Hunger hatte. Jedenfalls auf etwas anderes als Zucchiniplätzchen oder was auch immer Yuuko ihm vorsetzen würde, sobald sie vom Einkaufen zurückkam. „Es gibt Suppe und Nachtisch?“, fragte der Sportler daher begeistert und starrte fast schon gierig auf die Tüte in Yamatos Hand. Er hatte zwar gut gefrühstückt, doch in Anbetracht dessen, was ihm im Laufe des Tages noch vorgesetzt werden würde, konnte er es kaum erwarten, die Gemüsesuppe zu essen. „Das wäre wirklich nicht nötig gewesen, aber vielen Dank euch beiden.“
Gemeinsam gingen sie in die Küche, wo zu Taichis Überraschung nun Agumon an Koromons Platz saß und sich über den vollgefutterten Bauch strich. Offenbar hatte Yuukos Küche das Digimon soweit gestärkt, dass es hatte digitieren können.
„Ich muss wegen meiner Schulter nichts unternehmen“, antwortete Taichi seinem besten Freund und schnappte sich die Tüte mit Suppe und Pudding, ehe Agumon sich darüber hermachen konnte, das bereits schon neugierig seine Schnauze hinein gesteckt hatte. „Es geht mir gut, ihr müsst euch wirklich keine Sorgen…“
„Taichi hat sehr große Schmerzen und kann seinen Arm kaum bewegen!“, unterbrach das Dinodigimon in, indem es auf Matts Frage antwortete. Der Sportler seufzte laut. Agumons Ehrlichkeit in allen Ehren, doch in dem Punkt hätte es auch ruhig einmal den Mund halten können. Tai sagte darauf erst einmal gar nichts und probierte lieber von der Suppe, doch er konnte spüren, wie Yamatos Blick ihn mehr und mehr zu durchbohren drohte. Ob er wollte oder nicht, spätestens jetzt musste er wohl ehrlich sein.
„Mann, Yamato. Was willst du denn von mir hören? Du hast dich beim Kochen doch bestimmt schon mal verbrannt. Stell dir das einfach nochmal tausend Mal heißer und schmerzhafter vor. Es ist nicht schön, aber ich werde es überleben. Die Schulter ist auch noch dran. Das wird schon wieder.“
Taichi hoffte ein wenig, dass sie das Thema damit auf sich beruhen lassen konnten. Er sah ein, dass er sich versorgen lassen sollte, doch er sah keinen Grund, da noch weiter drüber reden zu müssen. Er rührte schweigend in seiner Suppe herum, ehe er den Blick hob und besorgt zu Matt schaute. „Du warst doch bei Sora. Wie geht es ihr? Kommt sie einigermaßen klar?“
Eigentlich war das eine dumme Frage, für die sich der Sportler am liebsten geohrfeigt hätte. Wie sollte Sora mit dem Verlust von Biyomon klarkommen? Das war nichts, worüber man eine Nacht schlief und dann war es wieder gut. Manchmal war er wirklich ein unsensibler Vollidiot. Nachdenklich und ein wenig hilflos schaute er Yamato an. Jetzt, da sie zusammen saßen, war das eigentlich die beste Gelegenheit, dass sie sich aussprachen. Diese angespannte Stimmung konnte schließlich nicht für immer zwischen ihnen bestehen.
„Ich hab euch noch gar nicht gratuliert… also zu eurer Beziehung. Ich freue mich echt für euch.“ Taichi schenkte dem Musiker ein ehrliches Lächeln. „Ich bin cool damit, Yama, ehrlich. Es war doch ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis es zwischen euch funkt. Das war jedem von uns klar. Es war nur… na ja, seltsam, dass ihr es nicht einmal mir erzählt habt.“
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Fr Jun 29, 2018 6:10 pm

16. August
12:00 Uhr
Taichi & Yamato

Natürlich glaubte Yamato seinem besten Freund kein Wort. Denn erstes kannte er Taichi und zweites hätte er auch nicht zu gegeben, wie groß die Schmerzen waren. Nicht in diesem Moment, wie die Gruppe ohnehin schon zu viele Sorge hatte. Taichi aber fühlte sich auch meistens für sie alle verantwortlich. Er war der Anführer der Truppe, also war es doppelt wichtig, wie er sich gab. Genau deswegen war Yamato nur aber hier und wollte sich fernab der Anderen ein Bild von Taichis Verletzung machen. „Spar es dir“, entgegnete er daher mit einem kurzen Kopfschütteln. Er würde so oder so herausfinden, ob Taichi am Ende doch noch zum Arzt musste.
Es wunderte den Blonden nur wirklich, dass niemand bei Taichi geblieben war. „Dann hast du deiner Familie also auch gesagt, dass alles halb so wild ist?“, vermutete er und fragte sich just in diesem Moment auch, ob Hikari wirklich bei seinem Bruder war. Hier tappte er genauso im Dunkel wie Taichi. Vielleicht würde Takeru ihm mehr darüber erzählen, wenn er anfing über Sora zu sprechen? Einen Versuch war es auf jeden Fall Wert.
„Jepp… sie fand, dass Suppe genau das Richtige ist. Meine Freun… Sora meine ich“, ahmte er Taichi nach, der es anscheinend nicht über sich gebracht hatte, seinen Satz zu Ende zu bringen. Das oder aber, er wusste nicht wie er damit umgehen sollte und hatte Sorge, einen Streit vom Zaun zu brechen. Das konnte Yamato ihm nicht verdenken. Es wäre immerhin nicht das erste Mal.
Aber bevor Yamato dieses Thema anschneiden konnte, wollte er erst wissen, wie es wirklich um Taichis Schulter stand und dessen Digimon erwies sich als wesentlich redseliger als er. Triumphierend wandte sich der Blonde zu seinem besten Freund um und hob die Augenbrauen.
„Was ich hören will? Ich will, dass du mir sagst, wie schlimm es wirklich ist!“, erklärte Yamato energetisch und machte deutlich, dass er keine Widerrede duldete. „Ich verstehe, dass du die anderen nicht beunruhigen willst. Die Neuen, die Jüngeren, deine Schwester, Sora… Aber mich? Taichi, wir hängen da zusammen drin und ich will wissen, was dir in der Digiwelt passiert ist. Wir beide sind ein Team und wenn du nicht fit bist, muss ich das wissen. Und wenn ich etwas tun kann, damit du schneller wieder fit wirst, dann musst du es mir sagen! So läuft das mit uns. So funktionieren wir!“
Yamato konnte nicht verhindern, dass er den Sportler wütend anfunkelte und ignorierte dabei Agumon geflissentlich, das es sich nicht gerne hörte, wenn er den verletzten Taichi auch noch anfuhr. Entnervt von der Situation wandte sich Yamato ab und stützte sich mit den Händen auf den Küchentresen. „Ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht bei euch war. Mit Gabumon und mir wäre es vielleicht nicht so weit gekommen“, gestand er dann noch erklärend. „Also kann ich jetzt wenigstens die Scherben aufsammeln? Ich finde, du solltest zum Arzt gehen“, fügte der Musiker etwas sanfter hinzu und vermied es dabei seinen Kumpel anzusehen.
Der Wechsel zu Sora ließ ihn kurz innehalten und er schüttelte traurig den Kopf. „Sie ist Sora, sie versucht anderen keine Sorgen zu bereiten. Aber es geht ihr dreckig. Ich weiß nicht, was man tun kann außer abwarten, bis dieses Ei schlüpft….“, erklärte Yamato niedergeschlagen. Er hasste es, dass er Sora nicht helfen konnte.
Umso mehr irritierte es Yamato, als Taichi dann doch mit dem Thema anfing, dass sie beide mieden. Und erstaunt war Yamato dann auch noch. „Es… freut dich?“, hakte er verblüfft nach und musterte Taichi prüfend, als wolle er ihn bei einer Lüge ertappen. „Moment, was heißt jedem von euch?“, fragte er dann noch erstaunter. „Mir war das nicht klar.“ Er selbst war von den Gefühlen für Sora vollkommen überrascht worden. „Wir wollten dir nichts sagen, bis wir nicht sicher waren. Wenn es sich am Ende als… nichts herausgestellt hätte, wäre es nur noch schlimmer geworden, wenn ihr Bescheid gewusst hättet“, stellte Yamato klar und zuckte dann mit den Schulter. „Und ich hatte einfach Angst, okay? Vor deiner Reaktion, vor einer Beziehung generell, davor ihr wehzutun“, gestand Yamato schließlich geschlagen. Vermutlich musste er Taichi das erzählen, damit er verstand, wieso er ein solches Geheimnis vor ihm gehabt hatte.



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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Mo Jul 09, 2018 10:57 pm

16. August
12:00 Uhr
Yamato & Taichi


„Was glaubst du, was Mom gemacht hätte, wenn ich ihr gesagt hätte, wie es mir geht? Weißt du, wie viele Rezepte diese Frau besitzt, die angeblich gut sein sollen, wenn man krank ist? Dabei ist es übrigens völlig egal, was für eine Krankheit man hat.“ Taichi versuchte, die Situation zu entschärfen, doch dass das nicht so einfach funktionierte, merkte er schnell. Yamato hatte sich noch nie etwas von ihm vormachen lassen. Doch anstatt ihm ehrlich zu antworten, aß er lieber ein paar Löffel seiner Suppe. Er wusste nun mal auch nicht, was er seinem besten Freund großartig erklären sollte. Oder wie er es erklären sollte.
„Ich musste sie beschützen…“, fing er langsam an. „Sora hatte gerade Biyomon verloren. Ich weiß nicht, wie und was genau passiert war, wir waren in der Pyramide voneinander getrennt worden. Ich habe ihr nicht helfen können. Als Meiko und ich raus kamen, kam Sora gerade mit dem Ei auf die Pyramide zu. Deemon war ihr auf den Fersen. Keine Ahnung, wo das hergekommen war. Und plötzlich hatte es Meiko angegriffen. Ich musste sie doch irgendwie beschützen. Das war ihr erster Besuch in der Digiwelt und ausgerechnet dann musste alles so schief gehen. Ich habe bei Sora schon versagt, was mir wirklich Leid tut, Yamato. Ich konnte doch nicht zulassen, dass Meiko auch etwas passiert. Da hat Deemon mich eben erwischt.“
Bedrückt schaute Taichi Yamato an, der sich von ihm abwendete. Der Sportler wusste auch ohne, dass der Blonde etwas hätte sagen müssen, dass der sich Vorwürfe machte. Wegen Sora, wegen ihm, vermutlich wegen allem, das passiert war.
Tai stand von seinem Stuhl auf und trat hinter Yamato. Tröstend legte er eine Hand auf dessen Schulter. „Es ist nicht deine Schuld, dass wir getrennt worden sind. Du bist nicht für das verantwortlich, was alles passiert ist. Das war dieses… was auch immer uns und den Digimon das Leben so schwer macht. Du kannst nicht wissen, wie es gekommen wäre, wenn du da gewesen wärst. Was auch immer unser Feind ist, es hatte es darauf angelegt, uns zu schwächen.“
In Anbetracht dessen, was Sora und ihm passiert war, hatte das sogar relativ gut funktioniert, doch daran war nicht Matt Schuld. Wobei Tai auch verstehen konnte, dass der sich Vorwürfe machte. Ihm ging es schließlich ähnlich. Er war der Anführer ihrer Gruppe und noch dazu Soras bester Freund. Doch er war im entscheidenden Moment nicht bei ihr gewesen. „Mhm…“, war seine schwache Reaktion, als Yamato ihm wegen Sora antwortete. „Als damals Angemon nach dem Kampf gegen Devimon starb, ist doch letztendlich auch alles wieder gut geworden. Das wird nun mit Biyomon bestimmt auch so kommen. Es muss einfach…“ Den letzten Teil hatte der Braunhaarige nur geflüstert. Momentan blieb ihnen leider wirklich nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu hoffen.
„Komm schon, willst du mir erzählen, dass diese Gefühle zwischen euch, euch von jetzt auf gleich überrascht hätten? Ich bitte dich. Erinnerst du dich an Weihnachten von vor vier Jahren? Ich hab mit Sora geredet, bevor sie nach eurem Konzert zu dir gegangen war und ab da war mir alles klar. Zugegeben, rückblickend bin ich doch ziemlich erstaunt, dass ihr so lang gebraucht habt.“ Taichi lehnte sich neben Yamato gegen den Küchentresen und lächelte ihn aufmunternd an. „Wovor hast du Angst? Ihr kennt euch jetzt schon so lange. Sora kennt dich in- und auswendig. Sie hätte sich nicht für dich entschieden, wenn sie auch nur einen Zweifel hätte und sich nicht hundertprozentig sicher wäre. Und ich bin mir sicher, genauso geht es dir auch.“ Er schenkte dem Sänger ein ermutigendes Lächeln und knuffte ihm mit der Faust gegen seinen Oberarm. „Außerdem, so lang du dich nicht in einen ihrer Lieblingshüte übergibst, sehe ich für euch absolut keine Gefahr.“ Sein Lächeln wandelte sich in ein amüsiertes Grinsen, auch wenn ihm diese alte Geschichte noch immer ein wenig unangenehm war, während er sich umdrehte und sich wieder seiner Suppe widmen wollte. Doch als er Agumon sah, das auf seinem Stuhl saß und sich zufrieden das Maul leckte, war ihm klar, dass für ihn nichts mehr übrig war. „Nicht zu fassen. Da lässt man dich Nimmersatt einmal aus den Augen!“ Schnell schnappte sich Taichi den Pudding, bevor der seinem immer hungrigen Digimon auch noch zum Opfer fiel. Bevor er den jedoch zu essen begann, drehte er Yamato den Rücken zu, griff nach seinem Shirt und zog es soweit hoch, dass der Sänger die Verletzung sehen konnte. „Wie, glaubst du, soll ich einem Arzt das erklären? Wie verbrennt man sich an so einer Stelle?“
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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Di Jul 17, 2018 5:02 pm


16. August
12:00 Uhr
Yamato & Taichi

Zugegeben Yamato glaubte auch, dass alles, was Taichis Mutter ihm vorgesetzt hätte, um ihn zu heilen, hätte sein Leiden nur weiter verschlimmert. Aber das war nicht der Punkt. „Du hättest es ihnen sagen müssen, damit dich jemand zu Arzt bringt“, behaarte der Blonde auf seiner Meinung und erwiderte den Blick des anderen starrsinnig. „Du wolltest Hikari nicht beruhigen und das respektiere ich… aber es ganz verschweigen ist keine Option“, stellte Yamato klar. Er selbst würde auch nicht unbedingt Takeru davon berichten, wie schlecht es ihm ging. Aber irgendjemand musste davon erfahren, wenn es eine Verletzung dieser Art war. Wobei es natürlich auch immer leichter war, so etwas zu sagen, wenn mal selber nicht betroffen war.
Schweigend und mit verschränkten Armen hörte sich Yamato die Version der Geschichte an, die er bisher nicht gekannt hatte. Er hatte nur Soras Version gehört und Taichis war natürlich ein wenig anders, weil sie getrennt worden waren. Und vor allem hatte Sora nicht so viel über die dritte Person gesprochen. Vermutlich weil seine sonst so um alle besorgte Freund, einfach neben sich stand. Und es war vielleicht besser für sie, wenn sie nicht wusste, was alles hinter Taichis Verletzung steckte. Am Ende würde sich Sora nur noch mehr Vorwürfe machen und das wollte Yamato auf jeden Fall verhindern.
„Es war nicht deine Schuld… was mit Sora und Biyomon passiert ist“, sagte Yamato leise, auch wenn er bestens nachvollziehen konnte, wieso sich sein bester Freund die Schuld dafür gab. Er war sogar noch näher dran gewesen als Yamato. „Wenigstens konntest du Meiko helfen“, stellte Yamato fest. Er hätte vermutlich nicht anders gehandelt. „Es ist ein Wunder, dass ihr nicht wirklich etwas passiert ist… wenn es so bei euch ablief. Sora hat mir ihre Version erzählt. Dagegen war unser Besuch der reinste Spaziergang.“ Und das obwohl auch sie angegriffen worden waren. Aber wie durch ein Wunder war keiner von ihnen ernsthaft verletzt worden.
Yamato seufzte, als Taichi ihm die Hand auf die Schulter legte. „Niemand von uns ist Schuld an dem was passiert ist. Aber wir finden raus, wer verantwortlich ist und dann wird die Person uns das büßen“, brachte Yamato hervor. Für ihn stand fest, dass er rausfinden würde, wer dahinter steckte und diese Person würde er sich vorknöpfen. Wenn er Sora und Taichi schon nicht hatte helfen können, dann würde er wenigstens das tun können. Seine Finger umklammerten die Tischplatte fester, weswegen er sich schnell losließ. Es brachte Taichi nichts, wenn er wütend würde. Das war nicht der Zweck seines Besuchs.
Dennoch konnte er ein abfälliges Schnauben nicht verhindern. „Es ist alles gut geworden? Mein kleiner Bruder musste mit ansehen, wie sein Digimon gestorben ist… nur weil er es wieder bekommen hat, würde ich es nicht als gut bezeichnen“, gab Yamato mürrisch zurück. „Das ist etwas, was sie nicht vergessen werden können… Könntest du es?“ Allein der Gedanken er würde Gabumon verlieren, ließ Yamato panisch werden. Für andere war das aber bereits Realität gewesen. Und keiner von ihnen hatte es sonderlich gut verpackt. Er konnte nur hoffen, dass Sora sich davon wieder erholen würde. Und angesichts der Lage auch noch am besten schnell.
Vielleicht würde sie sich dann auch diese Gespräche antun. Denn von ihnen beiden war Sora eindeutig diejenigen, die besser dafür geeignet war. Yamato war schlecht darin. Er wollte nicht über seine Gefühle reden, auch nicht mit Taichi. Kein Wunder also, dass er die Augen verdrehte. „Genau das will ich dir erzählen“, bestätigte er Taichis Wort, die dazu gedacht waren, ihn aufzuziehen. „Es war kurz vor den Sommerferien. Sie hat das erste Konzert von Knife of Day gesehen. Da, wo du keine Zeit hattest“, erinnerte er Taichi. „Was im Nachhinein betrachtet nicht so schlecht war, weil ich sonst Sora nicht gefragt hätte“, gab der Musiker dann allerdings zu. Oder zumindest wären sie sich dann nicht näher gekommen. Das wäre mit einem munteren Taichi in ihrer Mitte reichlich schwer geworden. Yamato winkte ab. „Wir waren quasi noch Kinder, als sie damals beim Konzert vorbei geschaut hat. Und ich bin mir sicher, dass sie es nur als nette Geste gemeint hat.“ Jedenfalls war es ihm damals so erschienen. Vier Jahre später hatte alles anders gewirkt. So, als wären sie sich bewusst geworden, dass etwas anders geworden war. „Jetzt sind wir aber keine Kinder mehr.“ Er erinnerte sich noch ziemlich gut daran, wie ihm bewusst geworden war, dass Sora eine junge, hübsche Frau geworden war. Yamato zuckte ausweichend mit den Schultern. „Jedenfalls habe ich erst jetzt angefangen mich auf die Art für sie zu interessieren. Aber bevor ich es dir sagen wollte, wollte ich sicher sein, dass es etwas Ernsteres ist“, erklärte Yamato und hoffte, dass Taichi das verstand.
Was er scheinbar nicht verstand, waren die Zweifel, die Yamato hegte. „Ich hab nicht unbedingt die besten Erfahrungen mit beständigen Beziehungen“, erinnerte Yamato ihn. Vielleicht war es leicht für Taichi so etwas zu sagen. Für ihn war immer alles einfach. Er fand schnell Freunde, er pflegte Freundschaften, seine Familie entsprang einem Bilderbuch, und wenn er sich verlieben würde, wäre das sicher genauso einfach für ihn. „Aber wenigstens glaube ich auch, dass es ein Vorteil ist, dass wir uns so lange kennen…“ Denn so würde es kaum noch unangenehme Überraschungen geben. Jedenfalls gab es wohl kaum etwas, was noch mehr erschrecken könnte als, das was er schon getan hatte.
Yamato hob den Blick an, bis er Taichi ansehen konnte. „Ich glaube, dass niemanden außer dir, so etwas passieren könnte.“ Mittlerweile kannte Yamato die Geschichte auch schon und fand, dass niemand zu so etwas fähig war außer Taichi. „Und eine Haarspange werde ich ihr auch nicht schenken“, fügte er mit einem breiten Grinsen hinzu. Auch das war eine Geschichte, der er längst kannte. Er kannte die beiden eben auch schon lange.
Und auch Agumon kannte er schon lange und war deswegen über Taichi und sich erstaunt, dass sie das Digimon aus den Augen gelassen hatte und nun gerade für den Fehler bezahlten. „Die war eigentlich für Taichi…“, seufzte Yamato und beobachtete kopfschüttelnd wie Taichi sich wenigstens den Pudding sicherte. „Wahrscheinlich hattest du es ohnehin mehr auf den Nachttisch abgesehen“, stellte Yamato fest und schenkte Taichi ein Grinsen.
Das genauso lange anhielt, bis dieser sein Shirt hochzog um seine Verletzung zu zeigen. Sofort wurde Yamato wieder ernst und trat näher an seinen besten Freund heran um die Wunde zu begutachten. Sie sah nicht wirklich besser aus als gestern und da hatte er nur ein paar flüchtige Blicke darauf geworfen, weil er sich um Sora gekümmert hatte. „Klar… da reicht ein Pflaster…“, stellte er monoton fest und fragte sich, ob es überhaupt etwas gab, das sie hier tun konnten. Selbst Brandsalben kamen ihm hier lächerlich vor. „Das muss sich ein Arzt ansehen. Eigentlich hättest du gestern schon hingesehen sollen“, stellte Yamato geschockt fest. „Man Taichi, von wegen kleine Verbrennung… hast du dir deine Schulter mal angesehen?“
Er umrundete Taichi und drückte ihm einen Löffel aus der Besteckschublade in die Hand. „Iss den Pudding und dann komm mit zum Arzt“, forderte er. Eigentlich wäre ihm ja lieber, Taichi würde sofort losgehen. Aber dazu kannte er ihn zu gut.




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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Di Aug 14, 2018 11:24 pm

16. August
12:00 Uhr
Yamato & Taichi

Es war Yamato anzusehen wie schlecht er sich wegen Sora und auch wegen Taichi fühlte. Und dann sagte der Sportler sowas Dummes von wegen, dass alles wieder gut sein würde, sobald Soras Digiei erst einmal geschlüpft und Biyomon wieder da wäre. Dass Sora dadurch nicht mit einem Schlag alles verarbeitet haben würde, war ihm natürlich auch bewusst. Auch wenn er sich nicht einmal ansatzweise vorstellen konnte, wie er sich an Soras Stelle fühlen würde. Auf der einen Seite war Tai froh, dass er nicht an ihrer Stelle stand, doch auf der anderen Seite wollte er ihr diesen Schmerz unbedingt abnehmen. Sicherlich ging es Yamato genauso.
„Ich hätte gern beiden geholfen“, entgegnete Taichi seufzend. „Aber ich bin auch froh, dass von euch allen sonst niemand ernsthaft verletzt worden ist. Wir müssen herausfinden, wer für das alles verantwortlich ist und dann wird dieser Jemand uns richtig kennenlernen und für alles büßen.“ Taichi war kein rachsüchtiger Mensch, war er nie gewesen, doch allmählich hatte er von diesem unbekannten Etwas, das ihnen durchweg das Leben schwer machte, wirklich die Nase voll.
Er war ganz froh, dass sie für den Moment das Thema wechselten und über die Beziehung zwischen dem Sänger und Sora sprachen. Beziehungsweise das Thema ankratzten, da Yamato sich wie immer eher bedeckt hielt. Während Tai in Matts Fall vermutlich mehr als überschwänglich über seine Freundin und seine Beziehung reden würde und gar nicht wüsste, wo er überhaupt anfangen sollte zu erzählen. Yamato war da anders. Nicht, dass das etwas Neues für Taichi war. Über Gefühle reden hatte der Blonde noch nie gut gekonnt. Trotzdem hatte der Fußballer doch irgendwie gedacht, dass das anders war, wenn es um Liebe und um Sora ging.
„Hör mal, Yama. Nur weil deine Eltern sich haben scheiden lassen, darfst du nicht an dir zweifeln. Du bist du und nicht dein Vater. Sora und du seid komplett anders als deine Eltern. Ihr packt das schon. Wenn das zwischen euch nicht funktioniert, wird es bei niemandem funktionieren. Ich kenne niemanden, die besser zusammen passen als ihr.“ Er lächelte seinem besten Freund ermutigend zu. Er hatte überhaupt keinen Zweifel daran, dass Yamato und Sora zusammen gehörten. Frei nach dem Motto: was lange währt, wird endlich gut.
Das hoffte er allerdings auch für seine Schulter. Dass er damit schon längst zum Arzt hätte gehen sollen, war ihm bewusst und am wütenden Klang von Yamatos Stimme konnte er deutlich hören, dass der Musiker sich nur schwer damit zurückhalten konnte, sprichwörtlich mit dem Finger in der Wunde zu bohren.
„Ist ja gut, ist ja gut“, gab Taichi schließlich nach, während er sich wieder richtig anzog. „Ich gehe zum Arzt, sobald ich den Pudding gegessen hab. So viel Zeit muss noch sein.“ Besagte Zeit versuchte er damit auch zu schinden. Denn er wusste wirklich nicht, wie er seine Verletzung erklären sollte. Sicher hatte der Arzt schon mal von Digimon gehört, schließlich waren in Tokyo schon oft welche aufgetaucht. Doch wenn Tai erzählte, dass er sich die Verletzung bei einem Kampf gegen ein Digimon zugezogen hatte, würde das ein falsches Bild dieser Wesen abgeben. Er wollte, dass die Menschen erkannten, dass es nicht nur böse Digimon gab, doch mit dieser Wunde war das mehr als unglaubwürdig.
„Yamato, du kommst doch mit, oder?“, fragte er zögernd, nachdem er schweigend den halben Pudding gegessen hatte. „Du musst mir dabei helfen, eine glaubwürdige Erklärung für meine Schulter zu finden.“
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Yamato Ishida
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BeitragThema: Re: Wohnung von Tai und Kari   Do Aug 16, 2018 4:26 pm

16. August
12:00 Uhr
Yamato & Taichi


Mit grimmigem Blick nickte Yamato. Denn auch für ihn stand fest, dass sie herausfinden mussten, wer hinter allem steckte. Er hatte natürlich bereits ähnliche Gedanken wie Taichi. Niemand verletzte seine Freunde und kam einfach so davon. Nur hoffte er, dass sie schnell Licht ins Dunkel bringen konnten, bevor noch weiter schlimme Angriffe passierten. Bereits nach dem Labyrinth hatte Yamato angenommen, dass es nicht schlimme kommen könnte, aber er hatte sich deutlich geirrt und nun fürchtete er sich fast davor, was das nächste Mal passieren könnte. Aber er wusste, dass Angst und Wut keine guten Wegbegleiter waren und vor allem nicht dafür geeignet waren, sie mit seinen Freunden zu teilen. Vor allem nicht mit den Neuen, die dann nur noch beunruhigter wären.
Eigentlich sollte man meinen, dass der Themenwechsel daher ein guter wäre. Doch natürlich war Yamato es nach wie vor unangenehm, mit Taichi über Sora zu sprechen. Denn diese Art der Gespräche führten sie normaler Weise eben nicht. Und dann ausgerechnet über Sora… Es kam Yamato nicht wieder der beste Start vor. Aber wenigstens waren seine Befürchtungen nicht wahrgeworden und Taichi war weder böse noch handgreiflich, vielleicht aber auch, weil er körperlich gerade durch seine Schulter eingeschränkt war.
Yamato seufzte. „Das senkt den Druck nicht gerade“, informierte er Taichi und rieb sich tatsächlich überfordert über die Stirn. Wenn sie es nicht schafften, dann keiner? Wirklich gute Aussichten, die sein bester Freund ihm da unterbreitete. Dennoch versuchte Yamato ein Grinsen bei der Aussage, dass sie gut zusammen passen würden. Er war schließlich der gleichen Ansicht. „Danke Tai“, murmelte er verlegen, aber dennoch erleichtert darüber. Dass ihr gemeinsamer bester Freund kein Problem in dieser Beziehung sah, erleichterte den Musiker ungemein. Immerhin hatte es die letzten Tage zwischen ihnen gestanden und nun konnten sie vielleicht endlich zur Normalität zurückkehren.
Und die sah gerade so aus, dass er Taichi wiedermal ins Gewissen reden musste. Dieses Mal allerdings nicht wegen Kleinigkeiten, sondern wegen dessen eigenen Gesundheit. Es war wichtig zum Arzt zu gehen und zum Glück sah der sonstige Sturkopf das ein. Deswegen ließ Yamato auch zu, dass dieser noch den Pudding aß. Es war nämlich meistens zwecklos Taichi davon abzuhalten zu essen.
„Ich hatte auch vor mit zu kommen“, stellte er klar. Teilweise weil er Taichi nicht im Stich lassen wollte, und auf der anderen Seite wollte er sich vergewissern, dass er wirklich zum Arzt ging. Er verschränkte die Arme, während er darauf wartete, dass der Sportler seinen Nachtisch aufaß. „Ich hatte gedacht, wir versuchen es einfach mit der Ausrede, du wärst bei der freiwilligen Feuerwehr oder so… dann ist eben eine Übung schief gegangen.“ Ob es solche gefährlichen Übungen gab, wusste Yamato zwar nicht. Aber die Wahrheit konnten sie einfach nicht sagen und zu behaupten Taichi hätten sich beim Kochen an der Schulter verbrannt, war selbst für Taichis Verhältnisse zu unglaubwürdig.
Als der Braunhaarige endlich aufgegessen hatte, richtete sich auch Yamato wieder auf. „Also los, bringen wir dich zum Arzt“, forderte er und seine Stimme machte deutlich, dass er keine Widerworte duldete. Eigentlich hatten sie schon viel zu lange gewartet.



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